Leserstimmen zu
Midnight Girl - Das Lied des Feuervogels

Melissa Grey

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Meine Meinung: Bevor ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich bereits, dass es viele Parallelen zu Daughter of Smoke and Bone geben würde. In allen Rezensionen, heißt es so, aber da Ähnlichkeiten mich nicht abschrecken und eine gute Idee selten allein kommt, habe ich ohne irgendwelche Bedenken nach dem Buch gegriffen (okay, ein paar Bedenken hatte ich). Die Geschichte wird aus der persönlichen Perspektive erzählt, die Protagonistin ist eine junge Frau, die nicht auf den Mund gefallen ist. Sie kann sich durchsetzen, ist nicht perfekt und unterhält den Leser. Wie Karou auch (die Protagonistin aus dem erwähnten Buch), wird sie von nicht-menschlichen Wesen aufgezogen. Da dieses Buch Urban Fantasy zugeordnet werden kann, ist das Setting zum Teil unsere Welt. Die andere Seite der Welt ist viel aufregender, daher fand ich es schade, dass nicht genug Zeit in der anderen Welt verbracht wurde. Aber da dies der erste Band einer Trilogie ist, lasse ich das durchgehen. Genauso lasse ich es durchgehen, dass die sozialen Strukturen der anderen Gesellschaft noch nicht besonders klar sind. Bis fast zum Schluss habe ich das Buch ziemlich genossen. Melissa Grey hat eine interessante Welt mit unterhaltsamen Charakteren erschaffen, der Plot war spannend, aber dann nahm alles eine ziemliche Wendung an …, diese Wendung hat mir das Buch ziemlich vermiest. Das Buch wurde plötzlich zu Daughter of Smoke and Bone oder hat es zumindest versucht. Die Hauptwendung, die DoSaB bestimmt, wird hier als bequemer, erklärender Ausweg genutzt. Obwohl ich mir vorstellen kann, dass die Autorin es nicht "böse" gemeint hat, war der Spaß für mich vorbei. Bewertung: Zusammengefasst sind die kleinen Ähnlichkeiten okay, in einem vetretbaren Maß, aber mit der ganz großen Hauptähnlichkeit, komme ich nicht klar. Zum einen, weil man als Urban Fantasy Leser/Autor sicherlich schon von Daughter of Smoke and Bone gehört hat. Zum anderen auch, weil die Lösung, wie die Autorin sie genutzt hat, mir zu faul war. Die Lösung verhöhnt den Leser nach dem Motto "Ha, ha. Reingelegt!" und das nicht auf die gute Art und Weise. Etwas verbitterte ♥♥♥,♥ Herzchen.

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Die Tiefe fehlte

Von: AnnA

09.11.2015

Meinung Die Suche um den mythenbehafteten Feuervogel, der einzig und allein den Krieg beenden kann; darum geht es in Melissa Greys Jugendbuch-Debütroman, der mich allerdings nicht wirklich von sich überzeugen konnte. Optisch ist das Buch auf jeden Fall ein Eye-Catcher und sieht einfach wunderschön aus und außerdem stellt die Feder einen guten Bezug zum Inhalt her. Allerdings fällt schon der Einstieg relativ schwer, da ich mich mit dem Schreibstil der Autorin gar nicht zurecht gefunden hab. Es hat dieses flüssige gefehlt, wodurch man beim lesen relativ ins stocken gerät. Man kann den Schreibstil der Autorin auch als sehr detailliert beschreiben. Dadurch erfährt man viele theoretische Grundlagen und Hintergrundinformationen über die Geschichte oder die Charaktere. Eigentlich an sich nicht schlecht, doch leider schafft es sie Autorin dann nicht diese oberflächliche Ebene zu verlassen. Dies fällt vor allem auf wenn es um die Charaktere geht. Man erfährt viel über die Personen selbst und ihre Geschichte, aber weniger über ihr Innenleben und ihre Gefühle und so entstehen auch Charaktere die nicht sehr tiefgreifend sind. Die ständigen Perspektivenwechsel führen dann auch dazu, dass man immer nur kurze Einblicke in die Personen bekommt was das kennenlernen dieser nicht gerade fördert. Dadurch das man als Leser schwer einen Bindung zu den Protagonisten aufbaut ist es auch nicht so, dass einen die Schicksal dieser Menschen großartig berühren und mitfühlen lassen. Durch die Gerade genannten Perspektivensprünge kommt die Geschichte auch nur schwer in Fahrt, da ein Handlungsstrang immer wieder unterbrochen wird. Erst wenn die Geschichte schon fortgeschrittener ist und man als Leser weiß wie sich die verschiedenen Handlungsstränge ergänzen, dann erst werden auch die anfänglichen dadurch entstandenen Verwirrungen aufgelöst. Denn die Geschichte an sich ist eigentlich ganz cool. Man kann sie vergleichen mit einer Schnitzeljagd um die halbe Welt. Vor allem war hier interessant mal Ort zu entdecken an denen sonst eher weniger Bücher spielen. Aber auch die Art wie sich die einzelnen Puzzleteile nach und nach zusammenfügen hat mich überzeugen können, weil die Autorin es hier wirklich geschafft hat mit viel Spannung zu erzählen und den Leser nur noch mehr neugierig zu machen. Das Ende allerdings fand ich doch ein bisschen sehr vorhersehbar da man schon im Prolog manche Dinge eindach erahnen kann da das Buch dann doch vielen anderen in seiner finalen Auflösung ähnelt. Doch obwohl man dann schon weiß was passiert war es trotzdem interessant zu erfahren wie es passiert. Insgesamt kann man also sagen, dass ,,Midnight Girl" auf einer tollen Idee basiert die auch spannend und abwechslungsreich umgesetzt wurde. Allerdings liegt die Schwäche bei dem Buch in der Vertiefung und Ausarbeitung der Charaktere. Es waren interessante Ansätze vorhanden, aber da ist definitiv noch Potential nach oben. Doch da hoffe ich nun auf den zweiten Band. Auch hat man als Leser vielleicht manchmal zu viele Informationen bekommen, die man möglicherweise gar nicht alle brauchte. Diese überschüssigen Informationen haben dann an anderer Stelle gefehlt, wo man sich noch etwas mehr wünschte oder erhofft hat. Doch ich hoffe einfach dass sich das in Band 2 etwas auflockert, da man ja jetzt schon alle wichtigen Informationen hat, die man wissen muss und man sich nun mehr auf die Tiefe der Charaktere konzentrieren kann.

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