Leserstimmen zu
Midnight Girl - Das Lied des Feuervogels

Melissa Grey

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Erzählt wird hier die Geschichte eines jahrhundertealten Krieges zwischen den Avicen, magiebegabte Wesen die unter den Straßen von New York leben und am Kopf, sowie Handrücken Federn haben – und den Drakhari, ebenfalls magische Wesen die durch ihre Schuppen an den Wangenknochen etwas von einem Drachen haben. Mittendrin befindet sich ein gewöhnliches, menschliches Mädchen, das der Schlüssel für eine Veränderung sein kann. Die Erzählweise ist angenehm und die Perspektive wechselt immer wieder zwischen mehreren Charakteren, wodurch man einen Einblick von vielen Sichten hat. Aber am häufigsten von Echo, die jenes Menschenmädchen ist, das alles verändern kann. Eigentlich wird sie nur ausgeschickt, um eine alte Frau nach dem Feuervogel zu befragen, bekommt dabei aber ein Amulett ausgehändigt, muss vor den Feinden flüchten, mit denen sie später zusammen arbeiten muss und geht auf eine spannende Schnitzeljagd rund um magische Gegenstände. Es tut sich also gleich von Anfang an relativ viel. ^^ Generell hat mir der Anfang daher wirklich genial gut gefallen und ich dachte schon – yeah, das wird dein 5-Punkte-Buch. Der Schreibstil war nämlich wirklich gut und Echo mit ihrer großspurigen, witzigen Art wari mir außerdem sofort sympathisch. Nur erinnerte es bei einigen Details sofort an Laini Taylor und ihre Zwischen den Welten Reihe. Es gab Portal, durch die man rasch woanders hin gelangen konnte, es gibt zwei verfeindete Völker, ohne dass man weiß, warum sie sich bekriegen und mittendrin steht ein scheinbar normales Mädchen. Zwar haben mich diese Ähnlichkeiten nicht so sehr gestört zu Beginn, aber man hat es dennoch bemerkt. Dafür ist es aber im weiteren Verlauf in eine ganz andere Richtung gegangen und ich war neugierig, was Echo auf ihrer Suche nach dem Feuervogel noch so alles entdecken wird. Außerdem fand ich es interessant, wie sie sich Caius angenähert hat und bald wollte ich die beiden als Paar sehen. Oh ja, ich alte Romantikerin – was soll ich sagen, ist eben so. ^^ Auch die weiteren Charaktere waren stimmig und passten in die Geschichte hinein. Bis zu dreiviertel des Buches war es daher auf einen 5-Punkte weg, doch dann passierte genau DAS, was ich fast von Anfang an geahnt, aber gehofft hatte, dass es nicht so kommt – aber genau so passiert es leider. :( Diese Wendung war nicht nur wenig überraschend, es hat leider auch den ganzen Spaß am Buch genommen und der Beziehung einen falschen Beigeschmack gegeben, was ich äußerst schade fand. Es ist wirklich erschreckend, wie sehr ein für mich schlechteres Ende, leider die ganze Freude über das gesamte Buch dämpfen kann. Aber statt 5, kann ich wegen angeführter Punkte nur noch 3,5 geben. Dennoch werde ich dem zweiten Teil noch eine Chance geben und hoffe, dass es darin wieder bergauf geht. *Daumen drück*

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Uff... "Midnight Girl: Das Lied des Feuervogels" von Melissa Grey ist eins dieser Bücher, die mich wirklich zwiegespalten zurücklassen, weil die Geschichte zwar definitiv nicht schlecht war, aber a) nichts neues ist, b) weniger gut geschrieben war als vergleichbare Bücher und c) keine besonders überzeugenden Charaktere hatte - zumindest wenn man es mit all der anderen YA Urban Fantasy vergleicht, die ich schon gelesen habe. Okay, fangen wir vorne an: Es ist nichts neues. Aber was ist das schon? Wenn man eine gewisse Anzahl an YA-UF-Romanen oder generell Romanen eines Genres gelesen hat, dann fragt man sich irgendwann unweigerlich, ob man überhaupt noch eine innovative Geschichte finden kann oder schon alles kennt. So hat mich dieser Roman gerade zu Beginn doch sehr an Laini Taylors "Daughter of Smoke and Bone"-Romane erinnert, aber, und damit kommen wir zu Punkt b, ich fand Melissa Greys Roman bei weitem nicht so gut geschrieben. Das soll nicht heißen, dass das Buch schlecht geschrieben ist, Laini Taylors Romane setzten einfach einen wahnsinnig hohen Maßstab und da kann "Midnight Girl" in meinen Augen nicht mithalten, weil ich halt auch einfach nicht umhinkam ständig beide Geschichten zu vergleichen - wenn sich so etwas erstmal in meinem Kopf festgesetzt hat, kann ich mich nur sehr, sehr schwer davon lösen. An sich ist dieser Roman also nicht schlecht geschrieben, aber der Schreibstil ist eben auch nichts allzu außergewöhnliches und auch die Atmosphäre konnte mich, trotz diverser sehr gelungener szenischer Beschreibungen, nicht so ganz überzeugen, was aber vor allem an einem lag: Die Charaktere! Ich weiß ja nicht... Fangen wir mit der Protagonistin an: Echo, ein 17jähriges Menschenmärchen, das bei den Avicen, Vogelmenschen, aufgewachsen ist und sich zur talentierten Diebin gemausert hat. Mit ihr konnte ich einfach nichts anfangen, sie ist ein wandelndes Hormon- und Gefühlschaos - Dreiecksgeschichte ahoi! - und irgendwie so unglaublich naiv und gleichzeitig so wahnsinnig von sich eingenommen, das ich nicht nachvollziehen kann, wie man sie sympathisch finden kann. Dazu kommt die Art, wie sie redet, ich weiß nicht, ob das im Original bissiger und witziger wirkt, aber in der Übersetzung wirkte vieles von dem, was Echo da so von sich gibt, auf mich hauptsächlich kindisch und versucht cool und umgangssprachlich und das passt überhaupt nicht in die Geschichte und nimmt ihr daher viel von ihrer phantastischen Atmosphäre. Weiter geht es mit dem Avicen Rowan, Echos Freund, der eigentlich 99% der Handlung abwesend ist. Sympathien für ihn? Null. Ganz ähnlich ging es mir mit Ivy, Echos Avicen Freundin, Heilerin in der Ausbildung und im Gegensatz zu Rowan während 99% der Handlung theoretisch anwesend aber dabei so unglaublich blass und uninteressant, dass auch meine Sympathien für sie gegen null tendieren. Ganz anders der Avicen Jasper, ein eitler und stolzer Pfau, der mir trotz der Maske der Überheblichkeit und Gleichgültigkeit, die er allen und allem gegenüber aufsetzt, mit Abstand am sympathischsten war, einfach weil ich auch das Gefühl hatte, dass er deutlich stärker entwickelt und sehr viel vielschichtiger ist als die anderen beiden Avicen. Und dann sind da natürlich noch die beiden Drakhari, Caius und Dorian. Caius, der zweite Protagonist und Grund für Echos Gefühlschaos, wirkte stellenweise einfach nur dumm. Da half auch die eigentlich ziemlich gut entwickelte Beziehung zwischen ihm und Echo nicht weiter, denn obwohl es dicke, fette Pluspunkte für glaubhafte Romantik statt Instantliebe gibt, da ich mit keinem von beiden etwas anfangen konnte, konnte mich auch ihre wachsende Beziehung nicht begeistern. Ganz anders bei Dorian, ehemals Hauptmann von Caius Leibwache und loyal bis in den Tod, nicht zuletzt weil er Gefühle für den anderen Drakhari hegt. Genau wie Jasper wirkte er auf mich deutlich überzeugender als die restlichen Nebencharaktere und weniger nervig als die Hauptfiguren - und ich bin ein großer Fan der Liebesgeschichte, in die er verwickelt ist :D Alles in allem ist Melissa Greys "Midnight Girl: Das Lied des Feuervogels" ein unterhaltsamer Urban Fantasy Roman, der mich zwar - vor allem auf Grund der Charaktere - nicht zu 100% überzeugen konnte, mir aber trotzdem gut gefallen hat und mich neugierig auf den nächsten Band macht. Wobei ich zugeben muss, das liegt tatsächlich zu großen Teilen an der zweiten Liebesgeschichte in diesem Roman, die mich sehr viel mehr überzeugen konnte als die der beiden Protagonisten. Aber noch habe ich vor allem für Echo definitiv Hoffnung und wer weiß, vielleicht komme ich im nächsten Band ja wirklich besser mit ihr klar.

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Zwischen den Drakharin und den Avicen herrscht seit langer Zeit ein hoffnungsloser Krieg. Als die menschliche Echo eine Spieluhr stiehlt, ahnt sie nicht, dass diese sie auf eine gefährliche Suche schicken wird, an deren Ende etwas sein könnte, das die Macht hat diesen Krieg zu beenden. "Midnight Girl - Das Lied des Feuervogels" ist der vielversprechende Auftakt zu Melissa Greys Trilogie, in der sie dem Leser eine geheime Welt unter den Straßen von Manhattan aufzeigt - die Welt der Avicen. Seit Echo mit sieben Jahren auf die Ala traf, ist die Welt der Avicen auch ihre Welt, obwohl die vogelähnlichen Wesen die menschliche Echo nie voll und ganz akzeptiert haben. Trotzdem fühlt sich Echo ihnen mehr verbunden, als ihrer eigenen Rasse und zögert deshalb keine Sekunde, als die Ala sie auf eine gefährliche Mission schickt. Seit Jahrhunderten herrscht zwischen den Avicen und den drachenähnlichen Drakharin Krieg und nur der geheimnisvolle Feuervogel soll diesen beenden können. Doch seine Existenz ist ein Mythos, bis Echo einen Hinweis darauf findet, dass er vielleicht realer ist, als sie alle geglaubt haben. Die Geschichte hat mir gut gefallen, denn es geht sofort spannend los und die Suche nach dem Feuervogel entwickelte sich immer mehr zu einer actiongeladenen Schnitzeljagd, die von einem interessanten Handlungsort, an den nächsten führte. Trotz dieser Spannung, hätte ich mir vielleicht noch ruhigere Szenen gewünscht, die den Hintergrund der Drakharin und der Avicen näher beleuchtet hätten. Nicht ganz so gut hat es außerdem mir gefallen, dass die Erzählperspektive häufig gewechselt hat. Der Leser durfte die Geschichte oft aus der Sicht von Echo und ihren Reisegefährten Caius, Ivy und Dorian lesen, was dazu geführt hat, dass man jeden der Charaktere besser kennengelernt hat. Ich hatte aber das Gefühl, dass man keinen der Charaktere besonders gut kennenlernen durfte und hätte mir gewünscht, dass die Autorin besonders die Protagonistin Echo mehr in den Vordergrund gestellt hätte. Fazit: "Das Lied des Feuervogels" ist ein vielversprechender Auftakt von Melissa Greys Midnight Girl Trilogie, bei dem ich aber noch Potenzial nach oben sehe. Die Handlung war zwar spannend und auch die Charaktere haben mir gut gefallen, aber ich habe den Eindruck bei beiden bisher nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Ich hoffe, dass Melissa Grey im zweiten Band noch mehr in die Tiefe gehen wird und deshalb gibt es vier Kleeblätter für diesen guten ersten Band.

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