Leserstimmen zu
Little Miss Ivy

Caleb Krisp

Die Little Miss Ivy-Reihe (1)

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Von: Cosima aus Berlin

13.02.2017

Toll, spannend ,listig , überraschend , wie geht es weiter ?

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Ivy Pocket ist 12 Jahre alt und Zofe einer adeligen Dame. Diese treibt sie aber so sehr in den Wahnsinn, dass Ivy plötzlich allein da steht. Die Dame ist geflüchtet und Ivy Pocket hat keine Anstellung mehr. Doch wie es der Zufall will, hat die Herzogin von Trinity von ihren fabelhaften Fähigkeiten gehört und stellt Ivy für einen besonders wichtigen Auftrag ein: sie soll den wertvollen Uhrendiamanten nach England bringen und der Enkelin Lady Elisabeths an ihrem Geburtstagsball, im Dasein aller Gäste, um den Hals legen. Doch kaum hat Ivy ihren Auftrag begonnen, hört sie vom Tod der Herzogin und lauter seltsame Dinge passieren, die für die so furchtlose Ivy Pocket mehr als gewöhnlich daherkommen. Der Deckmantel kurioser Ereignisse Aber Ivy Pocket bleibt mutig im Angesicht des Todes, denn schließlich verlässt sich auch eine tote Herzogin darauf, dass Ivy ihre Aufgabe erfüllt und wer kann schon behaupten sie als letzte lebend gesehen zu haben? Genau! Ivy Pocket. Auf der Überfahrt nach England beginnt das ausgeklüngelte Spiel, das Ivy als reinen Zufall abtut. Schnell schließt sie mit einer jungen Schriftstellerin namens Miss Always Freundschaft, auch wenn die Dame Ivy ein bisschen auf die Nerven geht und selbst das unumwundene Interesse ihrerseits am Uhrendiamanten verwundert Ivy keinesfalls. Sie hält Miss Always für die freundlichste Person der Welt und erklärt sie sogar zu ihrer besten Freundin. Und sogar als Ivy nur knapp einem mörderischen Anschlag entgeht, bei dem kleinwüchsige Männlein in Mönchskutten involviert sind, sieht sie in allem immer noch den Zufall und keine Verbindung zu dem mystischen Uhrendiamanten, der ihr eine Vision aus der Vergangenheit liefert als sie ihn umlegt und damit gegen das eine heilige Gebot der Herzogin verstößt: den Diamanten niemals selbst anzulegen. Ivy Pocket ist resistent gegen alles: gut gemeinte Ratschläge, Zufall, Schicksal oder zwielichtige Vorhaben. Für Ivy Pocket läuft die Welt nur so, wie sie sie sehen will und durch ein unsichtbares Geschick, spielt diese ihr immer wieder in die Hände, ohne dass sie es bemerkt. Ein Fall völliger Selbstüberschätzung Ivy ist eine schwierige Person. Sie hält außerordentlich viel von sich, stößt jeden, dem sie begegnet, vor den Kopf und aus ihrem Mund kommen andauernd Beleidigungen für jedermann. Doch Ivy merkt gar nicht, wie verletzend sie anderen gegenüber ist, denn der Fehler liegt niemals bei ihr, sondern bei den anderen, die zu empfindlich sind, sich zu sehr aufregen oder eigentlich überhaupt keine Ahnung haben. Ivy ist eine Besserwisserin, obwohl sie eigentlich gar nichts weiß. Und dabei denkt sie immer, dass sie den Menschen um sich herum einen Gefallen tut und ihnen in ihrer Not hilft, auch wenn das genaue Gegenteil eintritt. Sie ist ein Spielball der gesamten Handlung und rollt von einem Ereignis ins nächste, welches sie durch Zufall dann doch immer gut übersteht. Ivy Pocket ist eine Lügnerin. Sie ist im Waisenhaus aufgewachsen und erzählt immer wieder Lügengeschichten über ihre Herkunft, die so abstrus sind, dass sie niemand glaubt und doch tut Ivy so, als würde jeder ihr glauben. Sie ist erfinderisch, doch ihr Erfindungsgeist besitzt so viel Phantasie, dass die erfundenen Geschichten unglaubwürdig werden. Doch an dieser Stelle muss man als Leser Mitleid für das arme Mädchen haben, das nichts von ihrer Herkunft weiß und ihre Familie nicht kennt. Und genau das ist auch die einzige Stelle, an der man Mitleid mit ihr haben kann. Ansonsten ist Ivy Pocket nämlich die wohl schlimmste Heldin eines Buches, von der ich je gelesen habe. Ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr anfreunden, habe mehrmals überlegt sogar das Buch abzubrechen, da sie mir auf ihre überhebliche, völlig der Realität enthobene Art unendlich unsympathisch ist. Ivy Pocket ist dumm und hat dabei ziemlich viel Glück, das man ihr eigentlich gar nicht gönnt. Durchgehalten habe ich dann doch dank der Handlung an sich, die irgendwie doch etwas Witziges hat und mit den gesamten Verstrickungen macht es Spaß mitzurätseln, wer von den Figuren nun auf welcher Seite steht und was diese Seiten eigentlich sind. Es wird magisch-abenteuerlich, aber nur dann, wenn man sich auch auf eine gar gräuliche Hauptfigur einlassen kann.

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Kurzbeschreibung In diesem fantastischen Werk das mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht hat, begegnen wir der 12 Jährigen Ivy Pocket, ihres Zeichens Kammerzofe und ein Allrounder mit Fähigkeiten die ihresgleichen suchen. Für mich eine tolle Situationskomik, denn Ivy denkt sie ist ein Ausbund und eine Bereicherung in ihrem Umfeld, wobei sie mehr als einmal das größte Chaos anstellt und wie ich finde es hervorragend zur Geltung bringt, das sogar eine Baronin die Flucht ergreift und zwar still und heimlich.... Cover Das Cover ist wie ich finde in Eyectacher mit der liebenswerten und wirklich zu guten Ivy Pocket die es, auch wenn sie es selbst nicht weiß...Faustdick hinter den Ohren hat. Für mich eindeutig gelungen und mit der Uhr die Ivy bei sich hat auch sehr passend.... ;) Schreibstil Der Autor Caleb Krisp hat einen tollen flüssigen und bildhaften Schreibstil der mich gleich zu Anfang in die Welt der 12 Jährigen Ivy mitnahm und ich gleich mal schmunzeln musste. Denn Ivy ist einfach eine Protagonistin die man lieb gewinnt auch wenn man versteht warum andere am liebsten vor ihr flüchten wollen! Toll gemacht und die Idee dahinter gefällt mir und ich bin schon auf mehr gespannt. Meinung Wenn sich die Zufälle mehren... Dann sind wir bei der 12 Jährigen taffen und total selbstbewussten Zofe Ivy Pocket angekommen, die sich selbst als Ratgeber in allen Situationen sieht. Allerdings sieht das ihre derzeitige Gräfin Karbunkel nicht wirklich so und nach einem desaströsen Dinner in Paris ist die Gräfin kurzerhand geflüchtet nach der Blamage die Ivy im Hotel beim Essen mit lauter wichtigen Persönlichkeiten angerichtet hatte. Ivy versteht nicht weshalb dies passieren konnte und geht gar schon von einer geistigen Ohmnachtung der Gräfin aus, da wird sie schon zur Herzogin von Trinity bestellt. Zum Glück für Ivy, denn mit fast nichts außer ihren Kleidern wäre sie in Paris auf der Straße gelandet, denn Ivys letzte Herrin wohnt in London und das ist ja nicht mal gerade um die Ecke. Also macht sich Ivy auf zur Herzogin um sie aschfahl und dem Tode geweiht wie es scheint aufzusuchen und eine sehr außergewöhnliche Bitte oder in diesem Fall Auftrag zu erhalten. Denn die Herzogin bittet Ivy dem 12 Jährigen Mädchen Mathilda Butterfield einen Besuch abzustatten auf Schloss Butterfield Hall und ihr einen magischen Diamanten zu bringen. Nun weshalb sollte die uralte Gräfin einem zwölfjährigen Mädchen etwas vermachen und dann noch so etwas wertvolles? Genau diese Frage ist mir auch durch den Kopf gegangen und schnell erklärt. Denn Die Herzogin von Trinity ist befreundet gewesen mit der Oma der kleinen und zwar Lady Elisabeth, bis sie ein Streit wegen eines jungen Gentlemans zum Bruch geführt hatte. Der Schmuck für die kleine soll ein Friedensangebot sein. Und der Brief soll Lady Elisabeth übergeben werden und der Diamant muss dem Geburtstagskind nicht nur überreicht werden sondern umgehangen. Sehr seltsam denkt ihr... Das dachte ich auch, aber es kommt noch mysteriöser denn der Diamant um denn es hier geht ist auch kein normaler sondern wie ich es sagen würde etwas ganz ganz...besonderes. Es ist eine Halskette mit einem Uhrendiamanten der versteckt in einem Klavier schlummerte und der außergewöhnliche Kräfte hat, wie zum Beispiel in die Zukunft zu sehen aber auch die Vergangenheit und die Gegenwart werden davon nicht ausgenommen. Jedenfalls ist an diesen Auftrag nicht nur wie es scheint der letzte Wille der Herzogin geknüpft, sondern auch Bedingungen wie z.b. das Ivy die Halskette nie selbst ausprobieren darf und das die Kette auch niemand vor dem Ball zu sehen bekommt, außer Mathilda Butterfield, die darf den Schmuck tragen. Als Belohnung erwartet Ivy nicht nur eine Überfahrt in ihre alte Heimat London, sondern auch noch einen staatlichen Betrag von 500 Pfund. 50 Pfund gleich und 450 Pfund bei der Ankunft in London. Allerdings wäre das ja alles wie es wäre, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre... Denn genau jetzt kommt der Haken oder in dem Fall riesen Haken. Denn es scheinen Gauner und Mörder hinter dem Schmuckstück her zu sein, weil Ivy wenig später auf ihrer Schiffsreise feststellen muss das die Herzogin kurz nachdem Ivy das Hotel verlassen hatte, ermordet vorgefunden wurde. Nun denn, Ivy Pocket ist zwar alles auch ängstlich, aber sie hat auch einen starken Willen und ist demnach auch gewillt diesen Letzten Wunsch zu erfüllen. Eine Haarsträubende Reise mit genialer Komik gespickt, erwartet hier den Leser oder in dem Fall mich und ich kann nur sagen einfach Klasse geschrieben und ich bin begeistert. Fazit Absolut empfehlenswert und gelungen!!! 5 von 5 Sternen

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Genial!

Von: CogitoLeider

20.09.2015

Ivy Pocket ist anders - und bietet so herrliche Unterhaltung! Ich habe mich jedenfalls köstlich amüsiert. Sicherlich gibt es eine allgemeingültige Sichtweise auf Dinge und Geschehnisse, aber manchmal bleibt genug Spielraum, um etwas ganz anders zu sehen. Und so ist Ivy, sie sieht alles irgendwie anders. Und macht deshalb Mut, besonders Kindern, denke ich, die Welt auch mal aus einer anderen Warte zu sehen und gespannt zu sein, was dabei raus kommt. Der Fantasy-Anteil hält sich dabei in akzeptablen Grenzen, finde ich. Denn wichtiger als Geister und Parallelwelten ist hier die Interpretation des Mädchens. Da wird eine Morddrohung schnell zur unterhaltsamen Marotte eines im Grunde wohlgesinnten Menschen, ein Anschlag zu einem Freundschaftsdienst und das Leben im Allgemeinen rosarot. Dabei bedient sich Caleb Krisp eines Humors, der mich einfach nur begeistert hat. Hintersinnig, doppeldeutig, ironisch, aber immer liebevoll im Umgang mit der Protagonistin und all derer, die ihr Bestes wollen. So ist Ivy, würde man sie persönlich kennen, sicherlich eine Nervensäge, aber als Romanfigur einfach nur bezaubernd und herzerfrischend. Dazu kommt noch, dass ich mit ihr begangt habe (wo sie es selbst natürlich nicht tat) und mich an ihren Erfolgen gefreut habe. Ein Mädchen, das an einfach liebgewinnen muss und das man unterstützen möchte. Das arme Mädchen *seufz* Aber mit welcher Chuzpe stürzt sie sich von einer Gefahr in die nächste! Neben der spannende Handlung ist 'Little Miss Ivy' aber auch ein Buch, das sehr schön psychologische Ansätze zeigt. Was wird aus einem Kind, das die Familie verliert? Wie kommt es zurecht? Es schafft sich seine eigene Realität, in dem die Eltern natürlich nicht tot sind, sondern Forscher, Künstler in anderen Ländern, Abenteurer, die ihr Kind mit auf Reise genommen haben. Diese überbordene Phantasie wirkt manchmal verzweifelt, immer aber nachvollziehbar und Ivy relativiert den Unrealismus durch Selbstironie und großer Liebe zu den Personen, die sie dafür für Wert erachtet. So verzeiht sie großherzig, vertraut uneingeschränkt und bleibt trotzallem ein wundervoll naives Kind. Das versöhnt ein wenig mit den Härten des Lebens. 'Little Miss Ivy' ist ein Kinderbuch, das mir sehr viel Freude gemacht hat, weil es an meine kindliche Seite appeliert und mich staunen ließ. Caleb Krisp versteht es geradezu virtuos, aus Sprache, Charaktere und Handlung ein Gesamtkunstwerk zu schaffen, das mich rundum begeistert. Das Buch liest sich wunderbar leicht und das Kopfkino lief auf Hochtouren. ES macht einfach Spaß, sich in Ivys Welt zu begeben. Fazit? Davon will ich mehr!

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Ivy Pocket ist kein gewöhnliches Mädchen: würde man sie selbst fragen, ist sie nicht nur ein ganz außergewöhnliches Mädchen, sondern eine überdurchschnittlich hübsche, zuverlässige und intelligente Persönlichkeit. Auf den ersten Blick mag das schrecklich klingen, doch das 12-jährige Dienstmädchen ist eine der Personen, der man das sofort abkauft, denn sie versucht es nicht nur zu vermitteln, sondern glaubt sogar selbst daran. Recht amüsant ist die Tatsache, dass Ivy Pocket alles andere als perfekt ist und besonders ihre stetige Überzeugung dessen, gekoppelt mit dem überaus ehrlichen (nicht mal unbedingt frechen) Mundwerk verleihen dem Roman einen gewissen Charme, wie es nicht jedes Werk beinhaltet. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass es mir gerade Ivy's Art am Anfang sehr schwer machte, in die Geschichte zu finden, denn auch wenn sie sich sehr überzeugend zu präsentieren weiß, so nimmt man ihr ihre Selbstüberzeugung nicht direkt ab und wartet darauf, dass die Maske fällt und ein verschüchtertes Mädchen zum Vorschein kommt, die diese Scharade betreibt, um in der Welt voranzukommen. Das dies jedoch ganz und gar nicht der Fall ist, wird dann aber schnell klar und nach einer Zeit möchte man Ivy Pocket's meisterliche Form der Selbstüberschätzung gar nicht mehr missen. Auch die übrigen Charaktere gefielen mir durch die Bank weg recht gut, auch wenn man den ein oder anderen davon etwas weniger gut kennenlernte, als ich es mir gewünscht hätte. Wenn ich nun über Ivy und ihre Beziehungen zu den anderen Charakteren nachdenke, so muss man auf Ivy's Charakterliste wohl noch "hoffnungslos naiv und gutgläubig" hinzufügen, denn sie hat in aller Regel nicht den geringsten Zweifel daran, dass eine Geschichte erstunken und erlogen sein könnte, die man ihr erzählt. Allerdings nimmt es auch Ivy nicht immer so genau mit der Wahrheit und so entspinnt sich so manches Mal eine interessante Lügengeschichte. Was die Geschichte selbst angeht, so war ich wirklich begeistert, denn der Autor hat neue, fantastische Ideen, die jedem Leser mit etwas Fantasie wohl gut gefallen werden. Wir tauchen ein, in eine Welt voll Magie und Fantasie, einem Diamanten, der Visionen aufzeigen kann, seltsamen Kreaturen mit Kutten und einem Mädchen, das (trotz grenzenloser Naivität) dennoch versucht, das richtige zu tun. Insgesamt kann ich euch diesen Roman also, trotz eines etwas erschwerten Starts, auf jeden Fall empfehlen. Trotz der Deklarierung als "Jugendbuch" oder "ab 10 Jahren" finde ich, dass das Buch auch ganz klar für Erwachsene geeignet ist, die das innere Kind noch nicht verloren haben. Es ist schön geschrieben, lässt sich flüssig lesen und wenn man erst einmal hineingefunden hat, fliegen die Seiten nur so dahin...

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