Leserstimmen zu
In Blut verbunden

Stuart MacBride

Detective Sergeant Logan McRae (9)

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eBook
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Schottland, kurz hinter Aberdeen, am Rande der Welt. Ein Landstrich, der außer Meer und Wiesen nicht viel zu bieten hat. Die Käffer tragen Namen wie Banff oder MacDuff – und inmitten dieser Ödnis Detective Sergeant Logan McRae. Dieser hat es wieder einmal geschafft, zugleich einen Fall zu lösen und sich damit ein Stück auf der Karriereleiter hinabzuarbeiten. Nachdem er einen Entführer im Alleingang stellte, droht nun der ganze Fall wie ein Baiser in sich zusammenzufallen. Die Öffentlichkeit und die Interne Ermittlung toben, und so heißt es für Logan – ab aufs Land: Spektakuläre Fälle wie in Schlangenlinien fahrende Autos, verschwundene Senioren oder Brände sind hier an der Tagesordnung, mit denen er sich nun als diensthabender Sergeant herumschlagen darf. Doch schon bald schlagen McRaes kriminalistische Instinkte an. Immer wieder verschwinden pädophile Männer ohne jegliche Spur in der Region Aberdeenshire. Als dann auch noch in einem verlassenen Strandbad die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden wird, lässt sich der schottische Kriminalbeamte auch von Komptenzen oder Kollegen nicht mehr stoppen. Er beginnt zu ermitteln, wobei ihm auch seine alte Nemesis/Busenfreundin DI Roberta Steel zur Seite steht. Schnell wird es für Logan McRae dann auch persönlich, als die Mutter des mutmaßlichen Opfers bei ihm vor der Tür steht. Und dann ist da noch die Interne Ermittlung, die ihm am Zeug flicken will. In Blut verbunden ist abermals ein Ziegelstein von Buch, wie von Stuart MacBride nicht anders gewohnt. Über 700 Seiten verwendet der schottische Autor, um den Kosmos um Logan McRae abermals einen Besuch abzustatten (dies ist nun auch schon der neunte Band aus der ganzen Reihe, zuletzt erschien Das Knochenband). Neben dem veränderten Setting (hier ist nun statt der granite city Aberdeen das vermeintlich beschauliche Hinterland der Schauplatz) setzt Stuart MacBride wieder auf die bekannten Charaktere und Dynamiken (noch immer zählen die Schlagabtausche zwischen Roberta Steel und McRae zum lustigsten, was die britische Kriminalliteratur derzeit hervorbringt). Das Buch ist mit seiner gut gelungenen Mischung aus dunklem Humor und Krimi eine nahtlose Fortsetzung der McRae-Reihe und fällt auch in der neunten Fortsetzung nicht ab. Einen stringent durchgehenden Kriminalfall gibt es auch in diesem Buch nicht, zwar dominiert die Suche nach der Identität und des Mörders des Mädchens, doch McBride reichert sein Buch wieder mit allerhand sonstigen Episoden an. So muss hier eine Bande gestellt werden, die Raubüberfälle auf Geldautomaten verübt, Drogen-Ermittlungen laufen, eine Undercover-Ermittlerin wurde erschossen, Steels Gattin wird abermals Mutter, etc. – viel zu tun also für McRae! Auch im neunten Band um Detective Sergeant Logan McRae lässt sich Stuart McBride nicht lumpen und beschenkt Fans der Reihe um den sturköpfigen Ermittler mit dem Hang zum Griff ins Klo wieder mit einem tollen Buch!

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Dumm gelaufen für Logan McRae, ehemals Detective Inspector der Polizei von Aberdeen im Nordosten Schottlands. Obwohl er seinen letzten Fall mit Bravour gelöst und das Opfer gerettet hat, ist der Lohn dafür keine Auszeichnung, sondern eine „Entwicklungschance“, nämlich die Versetzung nach Banff, einer ländlichen Gemeinde an der Nordseeküste, noch weiter nördlich als Aberdeen. Offenbar ist man der Meinung, dass ihn die Zeit in der hintersten Provinz lehrt, Regeln einzuhalten. Endlich einmal keine Kapitalverbrechen, dafür jede Menge Kleinkriminelle, entlaufene Schafe, aber auch alte Vermisstenfälle, die noch nicht aufgeklärt wurden. Gepflegte Langeweile also. Als der Leichnam eines Mädchens an der Küste angespült wird, wittert er Morgenluft, aber die Aberdeener Mordkommission übernimmt den Fall und untersagt McRae sich einzumischen. Doch seine Chefin DCI Roberta Steele weiß, dass er ihr bester Mann ist und setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um ihn in das Ermittlungsteam zu bekommen. Allerdings ist das nicht ganz so uneigennützig, wie es scheint. Aber sie hatte den richtigen Riecher, denn McRae findet die Verbindung zwischen dem toten Mädchen und den Vermisstenfällen… „In Blut verbunden“ ist der neunte Band in der Logan McRae-Reihe des Schotten Stuart MacBride. Und wie immer gibt es einen großen Fall, aber auch unzählige Nebenhandlungen, deren Bedeutungen dem Leser allerdings erst im Verlauf der Handlung klar werden. So ist es nicht verwunderlich, dass der Autor 730 Seiten benötigt, um seine Geschichte zu erzählen, die er wie immer mit viel Liebe zum Detail entwickelt hat. Dabei konzentriert er sich nicht nur auf die Protagonisten, sondern kümmert sich in gleichem Maße auch um die Charakterisierung des übrigen Personals. Wer den Norden Schottlands kennt, wird feststellen, dass die ausführliche Beschreibung der Menschen und der Umgebung für die entsprechende Atmosphäre sorgt, die so typisch schottisch ist, wie sie nur sein kann. Abgerundet wird dies alles durch die entsprechende Dosis schwarzen Humors, sodass auch dieser Band die Logan McRae-Fans nicht enttäuschend wird. Daumen hoch!

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Drogen, Einbrüche, Verschwundene und ein totes Kind – Logan McRae ist schwer beschäftigt in dem kleinen schottischen Ort Banff. Strafversetzt nach einer misslungenen Ermittlung soll er nun dort zeigen, was er kann. Mit seinen unorthodoxen Ermittlungsmethoden eckt er allenthalben an, aber der Erfolg gibt ihm Recht. Auf der Suche nach einigen verschwundenen Männern in dem Küstenstädtchen legt er ganz nebenbei ein paar Drogendealern das Handwerk und löst den Fall um die Geldschrankdiebe. Doch großes Lob bekommt er dafür nicht, erst als er den Mord an der jungen Polizistin aufklärt. Und auf einmal findet er auch eine Spur, die zum Mörder des Mädchens führt. Ich liebe ja Laz McRae! Von allen unverstanden zieht er doch sein Ding durch und hat meist Erfolg damit. Anfangs fand ich es, wie immer, etwas schwer in die Handlung zu finden. Denn die Schreibweise ist – typisch britisch – ein bisschen anders. Aber schnell liest man sich ein und dann mag man das Buch auch nicht mehr zur Seite legen. Spannung baut sich schnell auf, vor allem als das kleine Mädchen gefunden wird. Allerdings gerät dieser Strang leider ein wenig ins Hintertreffen, weil die Polizisten mit kleineren Vergehen so schwer beschäftigt sind. Logan darf in diesem Band einmal wieder zarte Liebesgefühle empfinden, was mir sehr gut gefallen hat, es rundet die Handlung einfach ab und man gönnt ihm diese Liebelei von Herzen. Helen tut ihm gut – und wer weiß? Vielleicht dürfen wir noch mehr von ihr und Laz lesen. Spannung und britischer Humor – eine unvergleichliche Mischung, die Stuart MacBride hier wieder vorlegt und dem Leser spannende Stunden beschert. Und so manchen Schmunzler entlockt. Vor allem im Rededuell mit seiner Vorgesetzten Steel. Ich fiebere jetzt schon dem nächsten Buch dieses tollen Autors entgegen. Auch wenn er mir sicher wieder schlaflose Nächte bereitet durch den Umfang seiner Bücher.

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