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Leserstimmen (213)

Jennifer Niven: All die verdammt perfekten Tage

All die verdammt perfekten Tage Blick ins Buch

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-8090-2657-0

Erschienen: 28.12.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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(104)
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,All die verdammt perfekten Tage

Von: ,HanniinnaH Datum : 30.03.2017

hanniinnah.blogspot.de/

Inhalt:
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glocken, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe wie er nachdenkt. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben, großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selber sein kann, nicht der Freak für den ihn alle anderen halten. Finch ist es, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden.


Meine Meinung:
Der Schreibstil von Jennifer Niven hat mir gut gefallen, jedoch konnte es mich nicht so richtig in den Bann ziehen. Ansonsten ließ es sich ganz gut lesen.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Violet und Finch geschrieben. Violet war mir nicht ganz so sympatisch. Dagegen war Finch durch seine verrückte Art mir sympathischer. Leider konnte ich seine Krankheit nicht nachvollziehen, da sie mir persönlich zu wenig erklärt war.

Oft hat mir die Spannung ein wenig gefehlt und ich konnte es leider an manchen Stellen die Geschichte nicht ganz so gut nachvollziehen.

Das Cover finde ich wunderschön. Es ist sehr schlicht und einfach gehalten, doch es passt sehr gut zu der Geschichte.


Fazit:
Ein sehr berührende Geschichte, die mit gut gefallen hat.


Deshalb gebe ich dem Buch:
★★★★

Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House.

Berührende, emotionale & tiefgründige Geschichte

Von: catching.wordsss Datum : 24.03.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeines

Autor: Jennifer Niven
Verlag: Limes Verlag
ISBN: 978-3-8090-2657-0
Seiten: 391
Preis: 14,99€ (Paperback)

Klappentext

Jeder Moment ist einzigartig. An welchen Augenblick erinnern Sie sich am liebsten?

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund. als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für di beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wir traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann - ein witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdeclen, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden ...

Cover

Das Cover fand ich von Anfang an wunderschön. Es ist nicht zu aufdringlich und einfach schön gestaltet und es zeichnet sich schon das Liebespaar ab, welches später im Mittelpunkt stehen wird.

Schreibstil

Die Kapitel wechseln immer zwischen Finch und Violet hin und her. Aber bei beiden wird aus der Ich-Perspektive geschrieben. Ich bin nicht mehr unbedingt Fan von diesem Erzählstil, was es mir auch das Lesen etwas schwerer gemacht hat.

Charaktere

'Theodore Finch ist ein Außenseiter - und vom Tod fasziniert. Jeden Tag aufs Neue denkt er darüber nach, wie er seinem Leben ein Ende bereiten könnte. Doch immer findet er etwas, das ihn davon abhält.'
Ich hab Finch als einen sehr angenehmen Charakter wahrgenommen. Der Einblick in seine Psyche hat mich sehr fasziniert. Er wirkte nicht unsympathisch und auch, wenn er so viele Seiten von sich gezeigt hat, wirkte er auf mich immer wie ein toller Junge.

'Violet Markey ist eines der beliebtesten Mädchen der Schule. Sie zählt jedoch die Tage bis zu ihrem Abschluss, um ihre Heimatstadt und den Schmerz über den Tod ihrer Schwester hinter sich zu lassen.'
Auch Violet war eine angenehme Protagonistin. Jedoch brauchte ich bei ihr etwas länger, um mich mit ihr anzufreunden und um ihren Charakter zu verstehen. Sie wirkte auf mich manchmal etwas unvernünftig und hysterisch.

Meinung

Der Roman von Jennifer Niven hat mich sehr berührt.
Er hat tolle Einblicke in die Psyche und Gedankenwelt von Jugendlichen gegeben, besonders von denen, die selbstmordgefährdet sind.
Beide stehen aus unterschiedlichen Gründen auf diesem Turm und treffen sich zufällig. Das Schicksal scheint sie zusammengeführt zu haben, denn durch Finch, der Junge der sterben will, lernt Violet, das Mädchen das sterben will, was Leben wirklich heißt.
Es scheint eine Gewisse Ironie darin mitzuschwimmen.

Das Thema hat mich einfach sehr berührt und interessiert. Ich finde es wurde in diesem Buch gut vermittelt, ohne dabei viel zu kitschig und übertrieben zu wirken.

Durch den Schreibstil wurde ich beim Lesen manchmal leider etwas zurück geworfen, was mich etwas gestört hat.

Auch das Ende hat mich etwas gestört, denn für meinen Geschmack wurde die Handlung nach dem 'Höhepunkt' etwas zu sehr in die Länge gezogen.


Im Großen und Ganzen ein Buch, das ich empfehlen möchte.

★★★★ / ★★★★★

Berührend, emotional, traurig, berührend und dennoch wunderschön

Von: Madita13 aus München Datum : 20.03.2017

lucciola-test.blogspot.de/2016/10/books-jennifer-niven-all-die-verdammt.html

Violet ist tieftraurig. Seit dem Tod ihrer Schwester kann sie das Leben nicht mehr genießen. Auf dem Glockenturm der Schule starrt sie hinunter auf den Abgrund. Doch sie ist nicht alleine. Neben ihr steht Theodore Finch, der Freak der Schule, der sich wie jeden Tag die Frage stellt, ob heute der perfekte Tag zum Sterben ist. Er hindert Violet daran, hinabzustürzen und beschließt auch selbst, nicht zu springen. Vielleicht ist Springen doch nicht die perfekte Todesart für ihn... In der Schule geht jedoch das Gerücht herum, Violet habe Finch gerettet und sie wird zur Heldin. Finch bewahrt ihr Geheimnis und gemeinsam arbeiten sie an einem Schulprojekt, das sie beauftragt, durch Indiana zu wandern und neue Orte zu entdecken. Und auf dieser Reise erfahren sie mehr über sich selbst und den jeweils anderen, über das Leben, den Tod und den Verlust. Und auch, was es heißt, wirklich zu leben.

„Tatsache ist, dass ich von einer Krankheit befallen war, aber nicht von einer, die so einfach zu erklären ist wie Grippe. Meiner Erfahrung nach haben die Leute mehr Mitgefühl, wenn sie sehen können, wie man leidet, und zum hunderttausendsten Mal wünsche ich mir, ich hätte Masern oder Mumps oder irgendeine andere, problemlos zu begreifende Krankheit, nur um es mir leichter zu machen."
S. 23

Violet leidet an Depressionen seid sie ihre Schwester und beste Freundin verloren hat. Sie weiß einfach nicht mehr, wie sie weitermachen soll ohne sie. Wie soll sie je wieder unbeschwert lachen? Sich auf die Zukunft freuen?
Finch hat ebenfalls Depressionen, doch das ist nicht sein einziges Problem. Eine Krankheit, die man nicht sehen kann. Die unsichtbare Krankheit. Die für viele immer noch keine "echte" Krankheit ist. Ist ja nur psychisch... Finch hat in dieser Welt zu kämpfen. Ihm liegt das Leben nicht, es fällt ihm schwer hierzubleiben. Und dennoch kämpft er dafür. Was vielleicht auch an Violet liegt...

Die Geschichte ist aus den Perspektiven von Finch und Violet geschrieben, wodurch man einen sehr guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden bekommt. Finch sieht die Welt mit anderen Augen, er ist etwas ganz besonderes und ich liebte seine Kapitel. Doch auch Violet wird einem immer sympathischer. Die beiden wachsen einem im Laufe der Geschichte richtig ans Herz.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, fließend und leicht. Man wechselt zwischen Weinen und Lachen ab, denn obwohl das Buch ein sehr trauriges, schwieriges Thema behandelt, lässt die Autorin viel Humor einfließen und es macht einfach Spaß, die Zeilen zu lesen. Und dann wiederum sind manche Szenen so herzergreifend und herzbrechend, dass man nicht mehr aufhören kann zu Weinen. Ein Buch, das wirklich berührt!

„Ich kämpfe, um hierzubleiben, in dieser beschissenen, verkorksten Welt. Wenn ich auf einem schmalen Sims hoch oben über allem stehe, geht es nicht ums Sterben. Es geht darum, die Kontrolle zu behalten. Es geht darum, nie mehr einzuschlafen."
S. 24

Extrem realistisch, emotional und berührend beschreibt die Autorin die Depressionen und Selbstmordgedanken der beiden. Und man merkt sofort: hier schreibt niemand einfach nur darüber, der mal davon gehört hat. Die Autorin hat WIRKLICH Ahnung davon und ist es beinahe beklemmend, wie wahr und ehrlich sie darüber schreibt. Oft werden Depressionen und Selbstmordgedanken oder überhaupt psychische Störungen romantisiert. Schön geredet. Als Betroffene weiß ich, dass daran überhaupt nichts romantisch ist. Und das ist auch in diesem Buch nicht so. Im Abschlusswort der Autorin erfährt man dann auch, warum das so ist. Tief ergreifend, emotional und nie kitschig. Ein wundervolles, tragisches Buch über Depressionen und Suizid, über Liebe, Tod und Verlust.

Fazit

Eines der schönsten, traurigsten, berührendsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Perfekt!

http://lucciola-test.blogspot.de/2016/10/books-jennifer-niven-all-die-verdammt.html

All die verdammt perfekten Tage

Von: darks_lesehimmel Datum : 24.02.2017

darks-lesehimmel.blogspot.de/

Ein wunderschönes Buch zu einem unglaublich wichtigen Thema!

Das Cover:

Das Cover passt in gewisser Weise schon zum Inhalt des Buches, denn Finch möchte nicht mehr „SCHLAFEN“ und ist deshalb oft nachts wach. Sonst finde ich es ganz schön, nur etwas unscheinbar...
Die Charaktere:

Zu Finch muss ich sagen, dass ich ihn anfangs wirklich eigenartig fand. Eigenartig ist vielleicht etwas vage ausgedrückt, aber anders kann ich es nicht beschreiben. Im Verlaufe des Buches, hat man ihn dann allerdings auf einmal, mit all seinen Eigenarten, trotzdem lieb. Ich weiß nicht genau, aber Finch ist lustig, liebenswert, sensibel, süß und irgendwie jemand, den man einfach gerne haben muss, man kann irgendwann gar nicht mehr anders…


Violet ist ein super nettes Mädchen. Doch sie hat ihre Schwester vor gut einem Jahr bei einem Autounfall verloren und kommt damit nur sehr schwer zurecht, da sie sich verantwortlich für den Tod ihrer Schwester fühlt. Sie geht wenig nach draußen und schottet sich so ziemlich von ihren Freunden ab. Bis sie Finch kennen lernt…

Meine Meinung:

Dieses Buch war unglaublich schön. Man hat Finch und Violet auf eine spannende und lustige Reise durch ganz Indiana begleiten können. Man hat sich immer auf die nächsten Wanderziele der beiden gefreut und dadurch auch ein paar sehr „interessente“ Fakten über diesen US-Staat gelernt. Ich persönlich habe ich das Buch ziemlich langsam gelesen, da ich es genießen wollte. Eine Freundin von mir hat einen sehr guten Satz gefunden, als ich mich mit ihr über das Buch ausgetauscht habe. All die verdammt perfekten Tage ist ein Buch, das zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Anders und besser hätte ich es nicht beschreiben können. Das Buch behandelt eine so wichtige Thematik, dafür sollte man sich Zeit nehmen, denn solche Probleme sollten nicht einfach überhört werden.


Die Liebesgeschichte zwischen Violet und Finch ist etwas Wunderschönes und ganz besonderes! Man hat mit beiden das ganze Buch über einfach nur unglaublich mitgefiebert, mitgefühlt und mitgelacht.

Mein Fazit:

All die verdammt perfekten Tage ist ein wunderschönes Buch. Es wird einem nie langweilig es zu lesen. Dies unterstützt auch der Schreibstil, der die ganzen Szenarien anschaulich schilderte, sodass man sich die einzelnen Schauplätze gut vorstellen konnte. Alle Charaktere in diesem Buch waren gut ausgearbeitet, man konnte sich durch einen ständigen Sichten Wechsel zwischen Finch und Violet gut in die beiden Hauptcharaktere hineinversetzen und keines ihrer Probleme kam einem gekünstelt vor. Deswegen gebe ich dem Buch 4,5 von 5 ��������

Ein tiefgründiges Buch mit viel Emotionen

Von: ElizasWorld Datum : 23.12.2016

elizasbeauty.wordpress.com

Dieses Buch ist unglaublich gut geschrieben und zieht einen in seinen Bann!

Zum Cover:

Dieses Cover ist für mich eines der schönsten die ich in meinem Bücherregal habe!

Es zeigt ein Mädchen, das im Mond sitzt und einen Jungen der auf einer Leiter zu ihr klettert.

Es ist so passend zum Inhalt des Buches, wie es unpassend zu seien scheint.

Ich persönlich liebe dieses Cover und betrachte es einfach gerne und hänge meinen Gedanken nach.

Worum geht es :

Es geht um Theodore Finch und Violet Markey.

Die beiden gehen in die gleiche Stufe auf dieselbe Highscool und könnten unterschiedlicher nicht sein.

Er ein etwas "skurriler" Aussenseiter oder besser ein "Freak", wie ihn die meisten Mitschüler nennen, und sie eines der beliebtesten Mädchen der Schule.

Doch als sich beide unbewusst am selben Ort treffen und über ihren Selbstmord nachdenken, beginnt ihr gemeinsames Abenteuer.

Ihr Abenteuer Leben, ihr Abenteuer Freundschaft und ihr Abenteuer Liebe!

Ist es für beide ein Neuanfang?

Meine Meinung :

Ein Roman über den Tod und die Gedanken von Überlebenden, Hinterbliebenen!

Ein Roman über Krankheiten, die selbst in der heutigen Zeit oft übersehen oder oft auch wissentlich verdrängt werden!



Ein Roman der Gedanken zweier solcher Menschen erzählt und dem Leser damit in seinen Sog zieht!

Ein Roman der eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Ereignisse ist!

Dieses Buch hat mich so gefesselt und mich in seinen Bann gezogen, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte und wollte!

An einem Abend habe ich es durch gesuchtet!

Es ist flüssig und aus Sicht von Violet und Finch geschrieben.

So bekommt man eine guten Einblick in den Kopf von den beiden und fühlt sich sehr mit ihnen verbunden.

Violet ist wie ein offenes Buch und man erfährt sehr viel über sie und ihre Geschichte, Finch hingegen bleibt erst einmal geheimnisvoll.

Doch genau das war für mich nur ein Punkt, weshalb mich dieser Roman so bezaubert hat.

Denn trotz seiner Geheimnisse bekommt der Leser eine Vorstellung von Theodore Finch, seinen Problemen mit sich und dem Leben.

Und am Ende klären sich für mich die ganzen Geheimnisse um ihn auf.

Außerdem ist durchweg eine gewisse Spannung aufgebaut und hält sich das ganze Buch über!

Man fühlt mit Violet und Finch, man lacht mit ihnen, staunt über die " Wunder" die sie erleben,entdeckt die unerwartete Liebe der zwei und man weint mit den beiden.

Es scheint, dass diese zwei eigentlich so unterschiedlichen Jugendlichen zueinander finden und es scheint beiden nicht nur gut zu tun, sondern auch ihre Selbstmordgedanken zum Schweigen zu bringen.

Oder vielleicht auch nicht?

Um das zu erfahren müsst ihr das Buch lesen. ��

Bisher haben es nur sehe wenige Bücher geschafft mich richtig zu Tränen zu rühren beim lesen.

Doch " All die verdammt perfekten Tage " gehört definitiv dazu!

Nicht nur weil die Storie spannende, traurige, erstaunliche und unfassbare Wendungen hat, sondern weil das Thema des Buches einen zum Nachdenken anregt.

Es beschreibt mehrere Themen.

Den Tod und das Leben für Zurückgebliebene Menschen, Freundschaft und Liebe zweier sehr unterschiedlicher Jugendliche, Mobbing und was es mit den Opfern macht und das unterschiedliche Leben in gegensätzlichen Familien.

Ausserdem behandelt es ein ( mir fällt nicht das richtige Wort dafür ein) hartes Thema?, schlimmes Thema?.Ernst! Genau ein ernstes Thema wird in diesem Roman von Jennifer Niven auch behandelt.

Psychische Krankheiten!

Als Leser grübelt man sehr viel über das Wieso denken sie so? Weshalb tun sie das? Warum sieht und hilft ihnen keiner?

Und man betrachtet nachdem lesen dieses Buches seine Umgebung und die Menschen darin mal wieder etwas genauer.

" All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven ist definitiv ein "Wird wieder gelesen Buch"!

Ihr merkt schon, ich bin wirklich schwer beeindruckt von diesem Roman und von der Schreibweise der Autorin!

Eine absolute und klare Leseempfehlung von mir.��

All die verdammt perfekten Tage

Von: Judikos Welt Datum : 15.12.2016

https://www.facebook.com/Judikoswelt/

„Jeder hat seinen Berg, der darauf wartet, bestiegen zu werden!“

In diesem sehr traurigen Roman geht es um den 17 jährigen Finch, von allen Freak genannt, weil er anders ist als die anderen. Und es geht um Violet, dessen Schwester bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und wofür sie sich verantwortlich fühlt. Beide besuchen dieselbe Schule, kennen sich aber nicht wirklich.

Eines Tages treffen sie sich zufällig auf dem Schulglockenturm, als Finch sich wieder mal Gedanken zu seinem Selbstmord macht. Er bemerkt Violet, als sie am Abgrund steht und kann sie gerade noch überzeugen, nicht zu springen. Er hilft ihr herunter und sämtliche Schüler haben es gesehen. – Finch, der Freak wollte springen und Violet hat ihn gerettet. Die wirkliche Wahrheit, bleibt aber ihr Geheimnis.

Durch das Geheimnis, verbindet die zwei Etwas und Finch bittet Violet mit ihr das Schulprojekt, welches  in zweier Teams gemacht werden soll, gemeinsam zu starten. Beide lernen sich dabei richtig kennen und lieben. Schnell merkt Violet, hinter dem Freak steckt ein intelligenter, warmherziger Typ und sie lernt durch ihn, dass das Leben wieder lebenswert sein kann.

Sie heilen sich gegenseitig, so scheint es, zumindest zu Anfang. Schnell wird einem aber klar, beiden gleichzeitig, kann nicht geholfen werden.
Man durchlebt als Leser die Qualen, die beide ertragen müssen und man freut sich mit ihnen, dass sie einander gefunden haben, bis hinzu zur Verzweiflung, weil man nicht helfen kann, denn schließlich geht es um eine Krankheit, die der Grundstein dieser Geschichte ist. Im Anhang findet man dazu auch viele Selbsthilfegruppen.

Mich hat diese Geschichte sehr berührt, aber stellenweise auch sehr runter gezogen.

„Jeder hat seinen Berg, der darauf wartet, bestiegen zu werden!“

Durch das gemeinsame Schulprojekt, erklimmen die Zwei einen Berg, der ein kleines Wunder sein soll, und im übertragendem Sinne kam es mir so vor, je weiter man in der Geschichte voran kommt, desto weiter nähert man sich dem Abgrund und man ahnt, einer von beiden wird springen.

Der Schreibstil  ist jugendlich, stellenweise provokant, was ich sehr gut fand, weil dadurch der Charakter von Theodore sehr gut rüber kam. Er hat es einem zwar nicht immer leicht gemacht, dass man ihn mochte, aber dabei ist er doch so liebenswert. Violet ist dagegen eher ruhig und gehorsam.  Eigentlich sind die Zwei füreinander gemacht, - eigentlich…

…denn nur einer erreicht das Gipfelkreuz!

Vielen Dank, Jennifer Niven, für die Geschichte und für die rührenden, wahren Worte im Anhang und vielen Dank auch an die Verlagsgruppe Random House, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

Sehr emotional

Von: Susanne Ottens Datum : 06.12.2016

aeppelwoimeetsastra.blogspot.de

Das Cover gefällt mir mega gut. Der Wechsel der Schriftfarben, die Position der Figuren, alles passt auch sehr gut zur Geschichte.
Durch den direkten Sprung in die Geschichte und auf den Turm der Schule kommt man sehr gut in die Geschichte rein. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Jugendlichen abwechselnd erzählt, wodurch man sich Violet und Finch sehr nahe fühlt udn sie sehr gut kennenlernt.
Finch ist ein sehr interessanter Charakter. In unregelmäßigen Abständen erfindet er sich immer wieder neu. Mal als der Coole, als der Nerd oder als der Engländer. Dem entsprechend zieht er sich immer passende Klamotten an und eignet sich wahlweise noch einen Akzent an. Man könnte meinen er sei ein sehr fröhlicher Mensch, aber durch die vielen "Verkleidungen" sieht nicht jeder sein Inneres. Das ist auch einer der Gründe warum ihn seine Mitschüler an der Bartlett High immer nur Finch-Freak nennen.
Violet dagegen trägt ihren Kummer offensichtlich mit sich. Früher war sie mal Cheerleader und hatte einen Blog mit ihrer großen Schwester. Heute zieht sie sich viel zurück, trägt die Brille ihrer Schwester und ihr Standartsatz ist Ich bin noch nicht soweit. Dadurch schont sie jeder an der Schule und in ihrem Privatleben. Abgesehen von Finch. Dank einem Schulprojekt müssen die Beiden zusammen arbeiten. Er hat sich gewünscht, dass sie seine Partnerin wird.
Für dieses Schulprojekt sollen die Schüler ihren Bundesstaat Indiana erkunden und ihre Erlebnisse und Entdeckungen dokumentieren. Die beiden erleben viel und lernen sich immer besser kennen.
Die Eltern von Finch haben mich richtig aufgeregt...der Vater hat die Familie verlassen und lebt jetzt mit einer neuen Frau und Sohn zusammen. Er benimmt sich gegenüber Finch unmöglich finde ich...und die Mutter...sie ist zwar alleinerziehend mit drei Kindern, aber während des Lesens hatte ich so das Gefühl, als wäre sie mit dieser Aufgabe überfordert und würde nur an sich denken.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir wirklich gut. Die Seiten fliegen nur so dahin und je mehr es dem Ende zuging, desto mehr konnte ich mir denken, wie es endet. Auch wenn das Ende trotzdem ein kleiner Schock war.

Ein Buch das mir sehr ans Herz ging

Von: Lisa's Büchereck Datum : 16.11.2016

lisasbuechereck.blogspot.de/

[REZENSION] All die Verdammt Perfekten Tage | Jennifer Niven

Verlag: Limes | Erschienen: 28.12.2015 | Seiten: 400 | Preis: Broschiert 14,99€ | ISBN: 9783809026570

Klapptext:
Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Meine Meinung:
Dieses Buch hat es mir etwas schwer gemacht. Nicht wegen dem Schreibstil oder weil es öder war oder so nein. Es hat mir zu schaffen gemacht weil es eine Wirklich ernste Thematik hat, mit der ich selber schon in Berührung gekommen bin. Also war es doch etwas nerven aufreibend. Nun gut zum Buch. Es war eine sehr, sehr bewegende Geschichte muss ich sagen. All die verdammt Perfekten Tage ist eines der Wenigen Bücher, die mich ganz tief im inneren Berühren konnte. Es hat einiges Hoch geholt, aber auch dafür gesorgt das ich einiges mit anderen Augen sehe. Es war Tragisch mit anzusehen wie Sie ihren weg zurück ins Leben findet während er immer weiter abdriftet.

Die Charaktere waren sehr authentisch muss ich sagen. Violet kam mir anfangs wie eine verzogene Göre vor, die einfach bockig ist weil sie halt in der Pubertät ist. Doch sehr schnell hat sich gezeigt, das sie wirklich tief gehende Probleme hat die ernst genommen werden sollten. Nach außen hin versucht sie den Schein zu wahren, was ihr auch ziemlich gut gelinkt. Der Ein zigste der sie durchschaut ist Finch. Doch der ist in seiner ganz eigenen Welt. Auch wenn er wie ein Klassenclown rüber kommt, merkt man das was nicht stimmt. Obwohl er selber so verkorkst ist, zeigt er Violet einen Weg auf an den sie nie gedacht hätte.

Ich fand es etwas schade das man nicht so genau erfährt was mit Finch los ist. Man bekommt zwar eine Spur mit und erfährt auch ein wenig was, aber mir war es etwas zu wenig.

Der Schreibstil war echt toll. Es hat sich trotz dieser ernsten Thematik super schnell und leicht Lesen lassen. Ich finde die Autorin hat das Thema super aufgegriffen und Rüber gebracht. Sie hat gezeigt wie es ist. Nämlich das es eine KRANKHEIT ist. Von vielen werden Psychische Erkrankungen runter gespielt einfach weil man es nicht sehen kann, aber das ist falsch. Es könnte viel mehr Menschen geholfen werden, wenn es nicht noch immer ein Tabu Thema wäre.

Das Cover finde ich in Ordnung. Es ist sehr Neutral gehalten und verrät nicht zu viel vom Buch. Was ich besonders gut fand und auch etwas Heraus heben möchte ist: Das es am Ende des Buches eine Seite gibt, die sich Hilfe in Deutschland nennt. Auf dieser Seite stehen verschiedene Adressen und Telefon Nummern für betroffene. Das finde ich sehr, sehr gut.

Bewertung:
Eine bewegende Geschichte zweier Teenager, die gemeinsam auf verschiedenen Arten versuchen ihren Weg zu finden. Ich hoffe das noch einige dieses Buch lesen werden und das ihnen die Augen geöffnet wird für ein so ernstes Thema.
Das Buch bekommt natürlich volle 5 Sterne von mir.

Die genannten Fakten sind der Website vom Limes Verlag entnommen

* Jedem kann geholfen werden.
Telefon Seelsorge: 0800/111 0 111 · 0800/111 0 222 · 116 123 Ihr Anruf ist kostenfrei

Schrecklich schön

Von: unzensiert ♡ team Datum : 22.10.2016

unzensiertblog.blogspot.de/

Seit dem Tod ihrer Schwester ist Violets Leben zum Stillstand gekommen. Erst die schicksalhafte Begegnung mit Theodore Finch auf dem Glockenturm der Schule führt dazu, dass sie sich langsam wieder öffnet. Finch ist wild, verrückt und lebendig. Für ein Schulprojekt entdecken sie gemeinsam die Schönheit ihres Lebens. Doch Finch hat seine eigenen Dämonen...

Jennifer Nivens Erfolgsroman wurde Anfang des Jahres von allen Seiten sehr gehypt. Da ein großer Hype jedoch nicht immer ein Qualitätsmerkmal für das entsprechende Buch ist, waren wir zuerst ziemlich skeptisch. Unsere anfänglichen Zweifel, es würde sich um einen 08/15 Drama-Liebe-Kitsch-Teenieroman handeln, wurden jedoch schnell beiseite gefegt. Die Charaktere werden umfangreich eingeführt, Schritt für Schritt lernt man die beiden Hauptprotagonisten kennen. Alle anderen Personen sind eher nebensächlich. Da der Roman abwechselnd aus der Sicht von Violet und Finch erzählt wird, die beide kurz vor ihrem Schulabschluss stehen, sind ihre Annahmen und Gedanken über andere Menschen nicht immer fair oder zutreffend, aber ihrer Situation angemessen.
Violet, einst von allen bewundertes und beliebtes Mädchen inklusive Freund und Clique, muss damit zurecht kommen, eine Überlebende zu sein; ihren eigenen Platz und ihr eigenes Leben wiederzufinden, ihren Schmerz irgendwie auszuhalten. Finch ist ein Eigenbrötler, denkt was er will, sagt was er will, tut was er will. Dabei kann seine hibbelige, bestimmende Art auch nerven, fühlt man doch, dass das nicht alles ist. Er zieht einen langsam hinab wie ein blaues Loch, man spürt, wie er kämpft und fürchtet doch, dass er scheitern wird.
Jennifer Niven gelingt es, die Gefühle der beiden Teenager zu präsentieren, ohne ihre Authentizität zu verletzen. Dem einen oder anderen sind es vielleicht etwas zu viele Virginia Woolf-Zitate - uns hat das jedoch nicht wirklich gestört, denn warum nicht die Worte von jemandem nutzen, der etwas schon einmal genau richtig gesagt hat?
Obwohl das Buch sich mit mehreren Themen beschäftigt, schafft es den Spagat, sie alle im Gleichgewicht zu halten. Sowohl die erwachende Liebe zwischen Finch und Violet, als auch ihre jeweilige familiäre Situation, das Leben in der Schule, wie es ist, ein Außenseiter zu sein und ihre innersten Gedanken werden beleuchtet.
Spannend finden wir übrigens, dass die Bewertungen bei Verkaufsportalen sehr gemischt sind. Die Beurteilungen reichen von "total emotional und bewegend" über "zu viel Betroffenheit" bis hin zu "kann mich emotional nicht hineinversetzen, unsympathischer, nicht nachvollziehbarer Charakter" - es wird also die ganze Bandbreite abgedeckt. Ja, Finch kann anstrengend sein - bis hin zur Quälerei, aber wir konnten gut nachfühlen, warum er so ist und so agiert. Und auch, wenn das Ende absehbar ist, es trifft einen dennoch mit Wucht.

Obwohl das Buch sich mit traurigen Themen beschäftigt, ist es dennoch lebensbejahend. Das macht seinen besonderen Charme aus. Interessant ist auch das Nachwort der Autorin, in welchem sie ihre Motivation für das Buch benennt. Für uns sticht "All die verdammt perfekten Tage" aus der Reihe der Romane über Jugendliche heraus und ist definitiv ein wirklicher Lesetipp - daher erhält es von uns 4 von 5 Herzen.

Eine wunderschöne aber dennoch emotionale Geschichte!

Von: Biancas-Zeilenliebe Datum : 21.09.2016

https://biancaszeilenliebe.blogspot.co.at/?m=1

Mit All den verdammt perfekten Tagen hat Jennifer Niven einen Roman geschrieben, der den Lesern noch lange in Erinnerung bleibt. Es ist ein Buch über Liebe, Glücksmomente und die Freude am Leben. Aber auch über das Sterben, Verzweiflung, Trauer, Depressionen und Hilflosigkeit.
Das Verbinden dieser schönen aber auch tragischen Dingen, macht dieses Buch zu einem Meisterwerk und zu einem der emotionalsten Bücher, die ich je gelesen habe.

Eine sehr berührende Geschichte von Beginn an

Von: Nadja Bookworm Datum : 04.09.2016

bookwormdreamers.blogspot.de/

Erste Sätze
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?
Diese Frage stelle ich mir morgens beim Aufwachen.


Klappentext
Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…


Meine Meinung
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet abwechselnd aus der Sicht von Violet und Finch, der eigentlich Theodor heißt.
Violet ist eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Schwester, mit der sie alles im Leben geteilt hat, den Anschluss ans Leben verloren hat. Sie ist intelligent, liebt das Lesen und Bücher und auch das Schreiben. Allerdings sucht sie in dem Tod ihrer Schwester gleichzeitig die Ausrede, um nicht mehr an Schulprojekten teilzunehmen, sich zurückzuziehen und sich an die letzten Überreste ihrer Schwester zu klammern.
Theodor ist ein junger Mann, der unter Depressionen leidet und verschiedene Gemütszustande hat. Er gilt als der Freak der Schule und erfindet sich selbst immer wieder neu. Dabei hat er einfach nur eine besondere Einstellung zum Leben. Er hat viele unterschiedliche Charakterzüge.
Beide Charaktere entwickeln sich im Laufe des Buches weiter und entdecken sich irgendwo selbst wieder. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und fand ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehbar.

Die Geschichte ist an sich spannend, emotional und dramatisch. Sie bietet zwar keine actionreiche Momente, aber dennoch konnte sie mich von Beginn an fesseln und mitreißen. Es gibt einige überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin war angenehm und mitreißend und flüssig zu lesen. Auch war er ein wenig philosphisch.


Bewertung
Eine sehr berührende Geschichte, die mich von Beginn an mitgenommen hat und mich komplett überzeugen konnte, daher gibt es von mir

5 von 5 Würmchen

All die verdammt perfekten Tage (Jennifer Niven)

Von: Steffinitiv Datum : 08.08.2016

https://zwischendenzeilengelesen.wordpress.com/

Klappentext:
Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will.
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden.

Cover:
Auf dem Cover ist ein Vollmond dargestellt, der vor einem Mädchen und einem Jungen mithilfe einer Leiter erkundet wird. Vollmond zeigt für mich immer etwas Positives, Helles. Und das passt auf jeden Fall zum Titel dieser Geschichte.

Mein Fazit

Inhalt & Gedanken:
Finch rettet Violet das Leben, doch was er nicht weiß – und sie auch noch nicht – ist, dass er mehr gemacht hat, als sie nur vom Springen bzw Herunterfallen abgehalten hat. Er zeigt ihr in einem Schulprojekt, dass das Leben trotz all der Schwierigkeiten noch schön sein kann. Dass es Momente gibt, für die es sich lohnt zu leben. Dass es Orte gibt, an denen man einfach nur sein kann, ohne zu funktionieren.
Durch das Schulprojekt kommen sich die beiden näher, vertrauen sich ihre Geheimnisse an und lernen sich zu mögen und zu lieben. Die Liebe zwischen den beiden ist wahr, echt, denn beide kennen die Gedanken der anderen. Doch ist das wirklich so?
Finch denkt immer mehr und weiter in Richtung Selbstmord – was ist die beste und eindrucksvollste Variante, was die Einfachste. Als das Schuljahr sich dem Ende zuneigt, hält er es nicht mehr aus, der Andere, der Freak zu sein und beendet sein Leben. Er hinterlässt Violet in tiefster Trauer, doch er hat für sie die schönste letzte Reise und das schönste Ende des Schulprojekts vorbereitet.

Selbstmord ist für alle schlimm, doch gerade, wenn man jemaden kurz davor erst zu lieben gelernt hat, macht man sich enorme Vorwürfe. Meist jedoch, kann und will der Betroffene sich nicht helfen lassen und gerade deswegen merken sehr viele Angehörige oft nicht, wie einsam und dunkel es sich in seiner Welt anfühlt. Jennifer Niven hat das Thema sehr schön verpackt und aufgearbeitet.

Sprache und Stil:
Die Unterteilung der Kapitel war schön. Mal konnte man das Leben aus Violets, mal aus Finchs Sicht betrachten. Am Ende natürlich nur noch Violet. Der Schreibstil war schön, man konnte sich super in die beiden Charaktere hineinversetzen und mtifühlen.

Lieblingsstelle / Zitat
Du bist alle Farben auf der Welt in ihrer ganzen Herrlichkeit. (Finch an Violet)

Meine Meinung:
Das Buch beschreibt sehr schön, mit was für Gedanken und Probleme Jugendliche sich oft durchs Leben schlagen oder sich geschlagen geben. Meiner Meinung nach hat die Autorin das alles super schön und verständlich beschrieben. Ich hatte mir nur ein schöneres Ende gewünscht. Der Tod von Finch hat mich bewegt, da ich gehofft hatte, er schafft es dank Violet, den Gedanken zu bekämpfen.

Bewertung
Spannung/Handlung ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Romantik ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Charaktere ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
Schreibstil ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Gesamt ♥ ♥ ♥ ♥ / ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Melancholisch traurig und hoffnungslos ehrlich

Von: NicoleShox Datum : 31.05.2016

https://nicolesbibliothek.wordpress.com

Was für ein Buch!
Am Anfang stehen zwei Teenager auf einem Glockenturm und denken darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Theodore Finch, der Schulfreak, rettet die beliebte Violet Markey, die den Tod ihrer Schwester nicht überwinden kann. Doch er erklärt Violet zur Heldin, die ihn gerettet habe – und sie spielt mit. Von diesem Moment an weicht Finch ihr nicht mehr von der Seite und überredet sie schließlich dazu, ein Schulprojekt gemeinsam zu bearbeiten. Und so kommt es, dass sich zwei völlig unterschiedliche Jugendliche, die normalerweise wohl kein Wort miteinander wechseln würden, langsam annähern. In ihrem Schmerz und ihrer Trauer sind sie vereint, entdecken Gemeinsamkeiten, verlieben sich – und bleiben sich doch bis zum Ende hin fremd.

Die Kapitel werden abwechselnd aus Violets und Finchs Perspektive erzählt. Der Leser erfährt viel über die unterschiedlichen Elternhäuser, Freunde und Schulalltage. Es werden schwere Themen angesprochen, die aber niemals erdrückend wirken. Der sachliche, fast schon neutrale Erzählton sorgt dafür, dass sich das wirklich Tiefliegende im Kopf des Lesers abspielt.

Violet und Finch sind zwei durchweg symapthische Charaktere. Vor allem Finch hat es mir richtig angetan. Er ist unkonventionell, ein bisschen verrückt, kreativ und einfallsreich, sehr klug, aber er steht nur einen Schritt vom Abgrund entfernt. Der Leser erfährt lange nicht, was wirklich mit ihm los ist. Finch nennt seine Probleme den SCHLAF, vor dem er immer zu fliehen versucht, denn er weiß, was es beudeten würde, in der Dunkelheit zu versinken. Als Violet seine Liebe schließlich erwidert, versucht er alles, um seinen inneren Dämonen zu entkommen.
Hat diese Liebe eine Chance? Wenn ihr die vielen Blogger- und Pressestimmen verfolgt habt, wisst ihr es vielleicht schon.

Lieblingszitate:

Man kann nicht verhindern, dass Menschen sterben. Man kann sie nicht daran hindern wegzugehen. Man kann nicht einmal sich selbst daran hindern. Ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass niemand außer mir selbst mich wachhalten kann. (Finch, S. 150)

Ich könnte nach unten gehen und meiner Mom erzählen, wie es mir geht – wenn sie überhaupt zu Hause ist -, aber sie würde bloß sagen, ich soll mir das Advil aus ihrer Handtasche holen und versuchen, mich zu entspannen, mich nicht so aufzuregen, denn in diesem Haus ist man nur krank, wenn die Krankheit mit einem Fieberthermometer messbar ist. (Finch, S. 194)

Ich liebe die Art, wie ihre Augen glänzen, wenn wir uns unterhalten oder wenn sie mir etwas sagt, das sie für wichtig hält. Die Art, wie sie stumm die Worte mit den Lippen formt, wenn sie liest und sich konzentriert. Die Art, wie sie mich anschaut, als ob es nur mich gäbe, als ob sie durch das Fleisch, die Knochen und all das Schlimme hindurchsehen und mein eigentliches Ich erkennen könnte, das nicht einmal ich selbst sehen kann. (Finch, S. 277)

„All die verdammt perfekten Tage“ ist ein Buch, das lange im Kopf des Lesers nachhallt. Ein ähnlicher Titel wäre z. B. „Mein Herz und andere schwarze Löcher“ von Jasmine Warga (meine Rezension gibt’s hier). „All die verdammt perfekten Tage“ erscheint mir aber noch realistischer, noch tiefgreifender und war emotionaler, trotz (oder gerade wegen?) des eher nüchternen Erzählstils.
Von mir gibt es die volle Punktzahl.

Fazit:

Ein melancholisches, tauriges und hoffnungslos ehrliches Buch über die Liebe, das Leben und den Tod. Wer es gern etwas schwerer mag, sollte hier unbedingt zugreifen.

4,5 von 5 Sternen

Von: Nickis Bücherwelt Datum : 19.05.2016

nickisbuecherwelt.blogspot.de

An dieser Stelle muss ich nochmal sagen: ich habe dieses Buch wirklich lange vor mir her geschoben und ich hatte lange Zeit ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich es immer noch nicht gelesen habe und immer wieder ein anderes Buch vorgezogen habe. Aber die Wahrheit ist: ich habe es einfach nicht geschafft, mich mit dem Thema dieses Buches auseinander zu setzen und im Nachhinein bin ich froh, dass ich gewartet habe um dem Buch gerecht zu werden, denn hinter dieser Fassade versteckt sich eine unglaubliche Geschichte.

Nachdem Violet ihre Schwester bei einem Autounfall verloren hat, schafft sie es einfach nicht ihr Leben weiter zu leben und verliert den Anschluss. Sie möchte nur noch den Schulabschluss schaffen und ihrer Stadt endlich den Rücken kehren um alle Erinnerungen zu verdrängen. Aber dann, als sie eines Tages auf dem Glockenturm der Schule steht, begegnet sie Finch. Und er ist derjenige, der sie daran hindert, hinunter zu springen. Als sie dann gemeinsam für ein Schulprojekt arbeiten müssen, kommen sie sich immer näher. Doch es ist viel mehr als nur Freundschaft oder Liebe, was sich zwischen den Beiden entwickelt. Es wird ein tiefer Zusammenhalt. Sie geben sich gegenseitig Kraft, Verständnis und Vertrauen. Violet beginnt ihr Leben wieder zu genießen und ist seit langem mal wieder glücklich. Aber Finch verliert immer mehr den Wunsch aufs Leben. Kann Violet ihn retten, so wie er sie gerettet hat?

Nachdem ich mich endlich an dieses Buch heran gewagt habe, habe ich immer noch relativ lange gebraucht, um es komplett zu lesen. Ich kann noch nicht mal sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht hat mich einfach tatsächlich die Melancholie der Geschichte herunter gezogen und so langsam lesen lassen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Sie weiß wirklich, wie man mit Worten umzugehen hat und es gab ein paar so schöne Stellen, die ich dann sogar nochmal gelesen habe.

Fazit: Eine unglaublich schöne und tiefgehende Liebesgeschichte, die mich sehr berührt hat. Leider genau so herzzerreißend wie wunderschön, denn ich habe wirklich Rotz und Wasser geheult und bin mal wieder unfähig, nach diesem Buch ein anderes zu beginnen.
Ein wundervolles Buch, was jeder gelesen haben sollte!

All die verdammt perfekten Tage

Von: Seehase1977 Datum : 14.05.2016

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Es sind zwei junge Menschen, die sich eines Tages auf dem Glockenturm der Schule gegenüberstehen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Theodore Finch ist ein Außenseiter, ein „Freak“, die Familie zerbrochen, muss er sich mehr oder weniger alleine durchs Leben schlagen. Violet Markey hingegen ist eine beliebte Schülerin und wuchs behütet und von ihren Eltern geliebt auf. Trotzdem verbindet die beiden eine Gemeinsamkeit: beide wollen an diesem Tag mit einem Sprung vom Glockenturm sterben. Doch Finch will und kann nicht zulassen, dass sich Violet das Leben nimmt. Er lotst das Mädchen vom Glockenturm und setzt somit unbewusst den Startschuss für eine wunderschöne und bewegende Reise, die für die beiden Schüler ein völlig unterschiedliches Ziel bereit hält…

„All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven ist mir kurz vor Ladenschluss in meiner Lieblingsbuchhandlung rein zufällig ins Auge gesprungen. Zu dieser Zeit wusste ich nichts über die vielen positiven Bewertungen, die dieses Buch bekommen hat, ich hatte nicht einmal mehr Zeit, den Klappentext konzentriert zu lesen. Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht, im Gegenteil, Jennifer Niven hat mich mit ihren einfühlsamen Worten und ihrer Geschichte verzaubert. Finch ist schwer depressiv. Er zählt die Tage in denen er „wach“ ist, also jene Tage in denen ihn die Depression nicht komplett aus dem Alltag wirft. Durch Violet, ein Mädchen welches erst vor kurzer Zeit ihre Schwester durch einen Unfall verlor, lernt Finch wieder er selbst zu sein. Ein Schulprojekt bindet die beiden aneinander und zusammen besuchen sie besondere Orte rund um ihren Heimatort. Doch während Violet mit der Zeit und mit Finchs Hilfe zurück ins Leben findet, taucht Theodors Welt immer mehr in die Dunkelheit ab. Was für einen Charakter hat die Autorin mit Theodore Finch geschaffen. Lebenslustig, witzig, einfühlsam , poetisch und voller verrückter und warmherziger Ideen. Ich habe diesen Jungen sofort in mein Herz geschlossen, jemanden wie Finch zum Freund zu haben, kann das Leben wirklich nur bereichern. Selten hat mich ein Buch so melancholisch gestimmt und gleichzeitig so viel Freude verursacht. Verstehen kann das nur, wer es selbst gelesen hat, deshalb erzähle ich gar nicht mehr zum Inhalt.

Jennifer Niven hat es geschafft mit ihrem Buch „All die verdammt perfekten Tage“, ein düsteres, trauriges und stets aktuelles Thema in eine bezaubernde und berührende Geschichte zu verpacken. Obwohl das Ende wirklich traurig ist, schenkt dieses Buch vor allem Hoffnung und Lebensfreude und es war eine Bereicherung, es lesen zu dürfen. Ich kann hier wirklich nur eine uneingeschränkte Leseempfehlung geben.

Ein Teenagerroman fern der Klischees

Von: Detlef M. Plaisier Datum : 06.05.2016

lesekabinettleipzig.com

<em>Auf den ersten Blick ist "All die verdammt perfekten Tage" eine typische Teenager-Lovestory. Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig: Jennifer Niven erzählt in dieser eindringlich düsteren Geschichte von einem Mädchen, das von einem Jungen mit Todessehnsucht lernt, das Leben zu lieben und zu genießen.</em>

<strong>Der Inhalt</strong>
Jennifer Niven präsentiert zwei Protagonisten: Da ist Finch, ein Junge, dessen Gedanken sich nur allzu oft um den Tod drehen. Eigentlich ist er hochintelligent, literarisch bewandert und schreibt selbst Songs. Doch leider hat er Depressionen, die scheinbar bis in die früheste Kindheit zurückreichen. Diese Krankheit führt ihn eines Tages auf einen Glockenturm, wo er sich fragt, ob heute ein guter Tag zum Sterben sei. Jedoch ist Finch nicht allein an diesem Ort. Oben auf der Spitze des Turmes steht Violet, die zu den beliebtesten Mädchen in der Schule gehört. Sie denkt über die gleiche Frage nach wie Finch. Bald entsteht zwischen diesen beiden unterschiedlichen Charakteren eine ganz besondere Verbindung. Gemeinsam führen sie den Kampf gegen die Dunkelheit ihres Lebens.

<strong>Mehr als nur die typischen Klischees</strong>
Zugegeben: Die Autorin spielt gekonnt mit den typischen Klischees, die Leser von einem Teenagerroman erwarten. So ist Violet das beliebteste Mädchen in der Schule, während Finch eher für den geheimnisvollen Außenseiter steht. Jedoch verleiht Jennifer Niven ihren Figuren ein hohes Maß an Individualität, etwa durch das Stilmittel, ihre Protagonisten abwechselnd aus der Ich-Perspektive erzählen zu lassen. Dadurch werden die Emotionen und inneren Konflikte, die Violet und Finch quälen, offensichtlich.

Obwohl Jennifer Niven ein ernstes Thema aufgreift, mit dem zahlreiche Jugendliche kämpfen, erzählt sie die Geschichte mit leichter Feder. Es gelingt ihr meisterhaft, die oft sehr ernsten und tiefgründigen Gespräche der Protagonisten mit witzigen Dialogen aufzulockern, sodass Violet und Finch mir als Leser schnell ans Herz wachsen.

<strong>Mein Fazit</strong>
"All die verdammt perfekten Tage" ist ein absolut lesenswerter Roman. Jennifer Niven greift nicht allein ein schwieriges Thema äußerst sensibel auf, sondern stellt auch die Liebesgeschichte - die innerhalb der Handlung aber eher eine untergeordnete Rolle spielt - einfühlsam dar.

Autor der Rezension ist Harry Pfliegl. Er gehört zum Autorenpool von [Der Mann für den Text] Detlef M. Plaisier, Leipzig.

Eindringlich

Von: thebookpassion Datum : 28.04.2016

thebookpassion.blogspot.de/

Finchs Gedanken drehen sich allzu zu oft um den Tod und so kommt es, dass Finch eines Tages auf einem Glockenturm steht und sich die Frage stellt, ob es ein guter Tag zum Sterben ist. Finch ist jedoch nicht allein, denn auch Violet, eins der beliebtesten Mädchen der Schule, steht oben auf der Turmspitze und denkt über die gleiche Frage nach. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein, doch schon nach einem kurzen Augenblick entsteht eine Verbindung zwischen ihnen. Zusammen entdecken sie furchtbar lustige aber auch furchtbar tragische Dinge im Leben. Finch und Violet erden sich gegenseitig und nur zusammen können sie so sein, wie sie wirklich sind, witzig, verwegen, verletzlich. Nur zusammen können sie die Dunkelheit besiegen und so entdeckt Violet das Leben wieder doch Finchs Welt scheint, trotz eines erbarmungslosen Kampfes, zu verschwinden.

Bei „ All die verdammt perfekten Tage“ handelt es sich um einen berührenden und intensiven Roman. Die Geschichte ist voller Trauer und Schmerz aber auch witzige und leichte Momente kommen nicht zu kurz. Kurz um eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die auch noch nach dem Lesen bei mir nachgeklungen hat. Jennifer Niven wagt sich mit dem Roman an ein sehr brisantes und in der Gesellschaft eher totgeschwiegenes Thema, und zwar der Bipolaren Störung. Ich habe eine kitschige und oberflächliche Story erwartet, die nur so vor Teenagerhormonen getränkt ist. Doch zum Glück wurden meine Befürchtungen nicht erfüllt und der Autorin gelingt es, das schwierige Thema durchaus sensibel und sehr empathisch darzustellen.

Die Autorin spielt mit den gängigen Teenagerklischees gekonnt. So ist Finch der typische geheimnisvolle aber verrückte Außenseiter und Violet das beliebteste Mädchen der Schule. Trotz dieser Faktoren gelingt es der Autorin den Figuren etwas eigens und individuelles einzuhauchen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Finch und Violet aus der Ich-Perspektive geschildert, sodass ich die Gefühle und die inneren Konflikte der Figuren sehr gut nachvollziehen konnte.
Finch ist absolut undurchsichtig und ich konnte wirklich nie einschätzen wie er als nächstes reagiert und handelt. Seine verrückten Einfälle um Violas Herz zu gewinnen haben mich einfach nur so dahin schmelzen lassen, grade weil es sich nicht um Durchschnittsideen handelt, sondern um außergewöhnliche und bedeutungsvolle Ideen. Finch lebt sein Leben aufgrund seiner Bipolaren Störung stellenweise sehr Intensiv und verrückt. An sich ist er eine eher schwer zugängliche Figur und ich denke, dass es bestimmt einige Leser und Leserinnen gibt, die mit dem speziellen Charakter von Finch nicht warm werden können. Violet hingegen leidet sehr unter familiären Problemen und findet einfach keinen Halt, erst Finch kann sie aus ihrem dunklen Loch hervorlocken und wieder für das Leben begeistern. Insgesamt ist Violet sehr empfindsam und tief verletz.

Die Autorin schildert die Geschichte rund um Finch und Violet mit einer interessanten Leichtigkeit, ohne das Wichtige oder die Ernsthaftigkeit des Themas aus dem Auge zu verlieren. Witzige Dialoge lockeren die teilweise sehr ernsten Gespräche zwischen den Figuren auf. Die Witze und auch der Sarkasmus von Finch haben mich so unfassbar oft zum Lachen gebracht und so ist mir die Figur schnell ans Herz gewachsen. Ich habe mit gelitten und mitgefiebert, gehofft, dass doch alles irgendwie wieder gut wird.

„ All die verdammt perfekten Tage“ ist ein wundervoller und berührender Roman und der Autorin ist es gelungen, die schwierige Thematik sensibel und realistische in einen grandiosen Roma einzubetten. Die Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten wird gefühlvoll dargestellt. Die Liebe zwischen Finch und Violet wirkte nie kitschig oder unangebracht sondern verrückt, eindringlich und einfach nur richtig.

All die verdammt perfekten Tage

Von: Bianca PB Datum : 29.03.2016

prowling-books.blogspot.de

Klappentext:

Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
Quelle: Limes


Meine Meinung:

Mich hat die Thematik in dem Buch sofort angesprochen und nachdem so viele Menschen so wahnsinnig begeistert davon waren und mir 25 Taschetuchboxen empfohlen haben, dachte ich wirklich, dass ich bei diesem Buch emotional ein total Wrack werden würde. Aber da ich darauf vorbereitet war und ich mich darauf auch einlassen wollte, war das kein Problem für mich. Beziehungsweise… es wäre kein Problem gewesen.

Man liest die Kapitel immer abwechselnd aus Sicht von Violet und Finch. Beide tragen ihr Laster und entwickeln sich während der Geschichte einerseits zueinander hin, aber sie verändern sich auch selber. Für sich.

Finch war allerdings so ein Charakter mit dem ich ganz persönlich nicht wirklich warm wurde. Ich wollte, aber seine Art hat mich oft einfach nur genervt und ich konnte einfach nicht so ganz nachvollziehen was er warum jetzt tut oder sagt. An sich auch nicht weiter dramatisch, ich habe seine Abschnitte natürlich trotzdem gerne gelesen, zumindest am Anfang. Später war ich dann doch regelmäßig etwas genervt von dem Guten. ^^''

Violet ist auch nicht gerade ein Charakter zum Schockverlieben. Sie ist meiner Meinung nach zu oberflächlich, aber sie verändert sich während der Geschichte ja ebenfalls und ich konnte sie auf jeden Fall schon besser verstehen als Finch. Vielleicht ist das so ein Mädchending.

Das Hauptaugenmerkt liegt schon sehr stark auf diesen beiden Charakteren, aber auch die anderen Personen konnten sich sehen… lesen lassen. =) An sich muss ich auch wirklich sagen, dass ich die Charaktere (also alle) auf jeden Fall sehr überzeugend fand, individuell und einfach authentisch auf ihre Art und Weise.

Die Story hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen, sie hat mich auf jeden Fall direkt angesprochen. Leider ist aber der Funke nicht so übergesprungen. Es lag vielleicht tatsächlich an den, für mich oft nicht nachvollziehbaren Handlungen von Finch, aber manchmal wirkte das ganze Gerüst schon etwas… fragil. Es war einfach stockend. Die Wendungen waren oft vorhersehbar, es kam kein Sog auf, kein Moment, an dem mich das Buch vollständig gepackt hatte. Es plätscherte eher so vor sich hin, was dazu führte, dass meine Augen gar nicht plätscherten. Ich war bereit für Tränen, aber nichts. Es kam nichts, mir fehlte die Bindung.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wiederum wirklich sehr gefallen und ich fand es angenehm zu lesen. Die Sprache ist manchmal blumig, manchmal gerade, auf jeden Fall aber nie zu viel oder zu wenig und passend integriert. Ich finde, dass man dem Schreibstil der Autorin auch anmerkt, dass sie dieses Buch selbst gelebt haben könnte während des Schreibens, weil es von der Sprache her wirklich perfekt passt.

Wäre jetzt der Inhalt noch etwas runder, etwas schöner, etwas überraschender, ja, etwas emotionaler, dann hätte ich das Buch so sehr geliebt. Aber so blieb es für mich leider „nur“ eine nette Lektüre, kein tränenhaftes Meisterwerk wie ich es erhofft habe. Aber vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu groß.


Fazit:

Eine nette Geschichte für zwischendurch, die den Leser emotional sicher auch mitnehmen kann. Die Charaktere sind gut aufgebaut und die Thematik traurig, dabei trotzdem schön erzählt.


3 von 5 Pfotenherzen von mir

Sehr berührend!

Von: Jessies Bücherkiste Datum : 25.03.2016

www.jessiesbuecherkiste.blogspot.de

All die perfekten Tage war ein sehr tiefgründiges Buch und hat mich zwischenzeitlich wirklich sehr nachdenklich gemacht. Suizid und Depression spielen in dieser Geschichte eine große Rolle. Aber gerade das ist es, warum man dieses Buch lesen sollte. Ich habe sehr viel über das Leben gelesen und auch gelernt, weil manche Dinge eben so sind wie sie sind. Man muss das Leben wertschätzen lernen und das ist gerade das schwierige.

Das Buch ist in zwei Sichtweisen eingeteilt. Finch und Violet erzählen aus ihrer Sicht die Geschichte und das hat mir wahnsinnig gut gefallen. So konnte man sich in beide Perspektiven, aber auch in die Charaktere besser hineinversetzen. Die Autorin hat es geschafft, die Gefühlswelten der beiden toll darzustellen, damit man sie versteht und hinter die Kulissen blicken kann.Finch möchte wach bleiben und das so lange wie möglich. Wach bleiben für das Leben oder für den Tod. Das muss er für sich herausfinden und findet so zu sich selbst. Aber ohne Ultraviolettes Licht hätte er es nicht geschafft. Violet Markey, eine fantastische Protagonistin, die zusammen mit Finch das Leben entdeckt und das man trotz schwerem Schicksal sich selbst kennen lernen und lieben lernen muss.

Jennifer Nivens Schreibstil ist sehr emotional, berührend, aber auch sehr flüssig und locker geschrieben. Zwischenzeitlich hat es sich etwas gezogen, aber an manchen Stellen war das Thema zu schnell abgehandelt. Diese Methode war mir nicht ganz schlüssig, aber es war für mich nicht so sehr im Vordergrund, dass es mich gestört hat. Es hat mich nur in dem Moment geärgert. Dennoch war der Handlungsverlauf sehr interessant, da man manchmal wirklich nicht wusste was Finch oder auch Violet gedacht hat und wie deren Weg weitergehen würde. Es blieb bis zum Ende spannend wie das Buch nun ausgehen würde und das war wirklich zum Zittern! Obwohl mich das Ende echt zerstört zurück gelassen hat! Aber das solltet ihr selber lesen..
Insgesamt hat mich das Buch sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen.

Ich vergebe für diese Geschichte 4|5 Sternen.

Vielen lieben Dank an den Limes Verlag und das Bloggerportal

für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares ♥︎

Dieses Buch ist in jedem Fall sehr berührend...

Von: Max Sanders von Sixth Chapter Datum : 15.03.2016

sixthchapter.blogspot.de/

Dieses Buch ist in jedem Fall sehr berührend und emotional. Für meinen Geschmack ist es jedoch an manchen Stellen etwas zu ausschweifend. Dadurch geht meiner Meinung nach die Intensität passagenweise verloren.

Gerade weil vieles offen bleibt und der Leser im Dunkeln gelassen wird, zieht es sich in dem ein oder anderen Kapitel ein bisschen hin.
Der Schreibstil Nivens ist unbestritten toll. Sowohl die Aufteilung der Handlung auf zwei Erzählerstimmen, als auch die Charaktere selbst, haben mich voll und ganz überzeugt.

Emotional sehr aufwühlend

Von: Kleine Bücherinsel Datum : 15.03.2016

www.monesleseinsel.blogspot.de

Lauschen und Lesen gleichzeitig? Ja, das geht und es funktioniert auch wunderbar. Eine Sache, die ich ab und zu auch verwirkliche und es dann auch genieße. Es kann um einiges intensiver sein und einen Raum und Zeit vergessen lassen.

"All die verdammt perfekten Tage" habe ich gelesen und gehört und ich bin nach Tagen, wo ich Buch und Hörbuch beendet habe, immernoch hin und weg. Jennifer Niven hat eine Geschichte geschrieben über Leben und Tod und sie hat das Thema "Suizid" aufgegriffen und umgesetzt, was gar nicht so einfach ist in der Umsetzung. Und ich finde, ihr ist es sehr gut gelungen und sie hat mich auf alle Fälle gepackt.

Aber worum geht es in dem Buch? Normalerweise mache ich mir selbst Gedanken und schreiben meine eigene Inhaltszusammenfassung, lasse diese in der Rezension einfließen, doch bei diesem Buch fällt es mir sehr schwer. Deswegen Ausnahmsweise mal der Klappentext.

"Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst seibn kann - ein witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden..." (Klappentext)

"Er schreibt Bevor ich sterbe, will ich und zieht dann eine Linie. Und noch eine und noch eine. Etwa ein Dutzend. >Wenn wir die hier ausgefüllt haben, können wir an der Vorderseite des Gebäudes weitermachen und an den Seiten. Das ist eine gute Möglichkeit herauszufinden, warum wir hier sind.<" (Seite 146)

Finch und Violet führen ungewöhnliche Umstände zusammen. Sie stehen auf einen Glockenturm und wollen springen. Dann überredet Finch Violet den Glockenturm zu verlassen und eine tiefe Freundschaft beginnt. Ein Schulprojekt führt sie zu vielen sehenswerten Orten durch Indiana, in denen Violet das Leben wieder zu leben lernt.

Das Buch ist abwechselnd aus Finch und Violets Perspektive geschrieben, wobei mir die Perspektive von Violet besser gefallen hat. Sie ging mir tiefer und irgendwie näher. Man merkt ihre zögerlichen Schritte ins Leben zurück, ihre Vergangenheit berührte mich. Während der Charakter von Finch eher nur angerissen wurde. Es war nicht leicht, ihn zu packen und er ließ mich als Leser und Hörer nicht so leicht an sich ran. Jetzt wo ich das Buch beendet habe, bin ich mir auch nicht sicher, ob das vielleicht auch so gewollt gewesen ist.

Es ist ein sehr emotionales Buch und ich habe an manchen Stellen doch so das ein oder andere Tränchen in den Augen gehabt.

Das Hörbuch wurde von Annina Braunmillar-Jest und Patrick Mölleken gelesen und beide Sprecher haben es wunderbar umgesetzt. Besonders Annina Braunmillar-Jest hat so eine wundervolle und warme Stimme gehabt, die perfekt zu Violet passte. Ihre Emotionen kamen so gut rüber und ich hatte oft Gänsehaut gehabt, wenn ich ihre Passagen hörte. Doch auch Patrick Mölleken hat die Passagen von Finch perfekt gelesen.

Leider war das Hörbuch eine gekürzte Lesung, allerdings fällt einem dies während des Hörens nicht auf und ich fand die Kürzung auch stimmig gemacht. Mir fehlten die Stellen jetzt nicht beim Hören.

"All die verdammt perfekten Tage" ist eine traurig schöne Geschichte, die mich auch noch Tage später beschäftigt hat. Durch das Lesen und Hören des Buches ging mir die Geschichte sehr nah.

Für Freunde von John Green sicher ein tolles Buch

Von: Anjas Bücherblog Datum : 13.03.2016

anjas-buecherblog.blogspot.de

Inhalt

Bei einem "Besuch" auf dem Glockenturm der Schule stellt Finch plötzlich fest, dass er nicht alleine ist. Etwas neben ihm steht ein Mädchen, welches wohl die gleichen Absichten hegt wie er. Er kann sie überreden von dem Sims zurückzutreten und ab diesem Moment verbindet die beiden etwas. Gemeinsam lernen sie das Leben neu kennen...

Eigene Meinung

Nachdem mir dieses Buch wärmstens empfohlen wurde, musste ich es einfach haben. Nachdem ich es jetzt aber gelesen habe, weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll.
An sich ist die Thematik keine neue, unglückliches Mädchen trifft unglücklichen Jungen und beide tun sich gegenseitig gut, auch wenn eine Seite sich erst dagegen wehrt.
Natürlich weiß man schon beim Klappentext worauf man sich einlässt, aber bei „All die verdammt perfekten Tage“ hat es etwas an der Umsetzung gehapert.
Vieles war für mich absolut unverständlich, vor allem warum Finch so ist wie er ist. Was hat ihn zu dem gemacht? Leider erfährt man hierzu gar nichts.
Bei Violet erfährt man zumindest den Grund dafür, warum sie so unglücklich ist und es ist auch durchaus nachvollziehbar.
Vieles in der Geschichte war aber auch einfach zu gewollt und musste einfach so kommen, wie es letztendlich gekommen ist. So einiges konnte man Voraussehen, wenig kam überraschend.
Es gab auch viele Durststrecken in dem Buch, in denen ich das Buch einfach nur weglegen wollte, aber irgendwie habe ich mich doch immer wieder dazu aufraffen können weiterzulesen.
Allerdings ist wirklich nicht alles an dem Buch schlecht, es gibt auch schöne Dinge, wie zum Beispiel die ersten Ausflüge der beiden, die wirklich toll inszeniert sind und die aufblühende Freundschaft.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichten von Finch und Violet erzählt und stellenweise auch wiederholt, was ich teilweise als sehr anstrengend empfunden habe. Gerade die Kapitel mit Finch waren manchmal richtig nervig und ich konnte mit ihm nicht wirklich viel anfangen, auch seine Denkweisen erklären sich in keinster Weise.

Die Schreibweise der Autorin war recht gut, aber mir selber hat sie die Gefühle nicht gut rüberbringen können. Vieles war sehr neutral gehalten.

Fazit

Vermutlich gehöre ich einfach nicht zu der Zielgruppe, welche die Autorin ansprechen will. Auch die Bücher von John Green haben mich nicht wirklich vom Hocker gerissen.
Die Geschichte hat wirklich schöne Elemente, ist aber oft zu gewollt.

Empfehlung

Für begeisterte Leser von John Green ist dieses Buch mit Sicherheit empfehlenswert. Wer aber nach einem etwas tiefsinnigeren Buch über diese Thematik sucht, dem ist es nicht zu empfehlen.

[Rezension] All die verdammt perfekten Tage

Von: Mareike Datum : 09.03.2016

buch-challenges.blogspot.de/

All die verdammt perfekten Tage ist das Debüt von Jennifer Niven und sie hat es gleich geschafft, mich zu verzaubern. Ich habe gelesen, dass das Buch mit Das Schicksal ist ein mieser Verräter verglichen wird, wozu ich aber nichts weiter sagen kann, da ich gestehen muss, dieses Buch (bisher) noch nicht gelesen zu haben. Dementsprechend konnte ich ganz losgelöst von Erwartungen die Geschichte von Theodore Finch und Violet Markey erleben. Und es sei vorneweg gesagt: Ich hab das Buch kaum aus der Hand legen können. Warum, das verrate ich euch jetzt genauer.

Zum einen liegt es an der Atmosphäre, die Jennifer Niven geschaffen hat. Ich fühlte mich vom ersten Moment an "zu Hause" und hatte gleich den Eindruck, hier ein besonderes Buch vor mir zu haben. Ich kann es nur schlecht beschreiben, aber es berührte mich durch den Stil der Autorin, die Hauptfiguren und dem vordergründigen Thema auf eine Art, die mich fertigmachte. Selten habe ich bei einem Buch ein solches Gefühl gleich von den ersten Seiten an.

Ein weiterer Grund für meine Begeisterung liegt darin, dass es keine typische Liebesgeschichte darstellt. Kein "Mädchen trifft Junge, sie verlieben sich, dürfen aber nicht ...". In All die verdammt perfekten Tage ist es tiefgründiger und aufwühlender. Finch und Violet haben zu Beginn fast nichts gemeinsam und entdecken schließlich all die kleinen Überschneidungen, die sie verbinden. Die Interaktionen waren wirklich toll zu lesen.

All die verdammt perfekten Tage ist kein Buch für zwischendurch und erst recht keines, das man weglegt und vergisst. Mich hat es durch seine Thematik nachdenklich zurückgelassen und das Thema bipolare Störung und Depressionen aus einem anderen Blickwinkel gezeigt. Wie Finch und Violet gelitten haben und wie sich beide letztendlich auseinander bewegen, ging mir unter die Haut. Violet und Finch treffen sich auf dem Glockenturm und spielen mit dem Gedanken, dort hinunterzuspringen, ihr Leben zu beenden, und schaffen es durch den jeweils anderen schließlich, weiterzuleben. Doch während Violet lernt, wieder richtig zu leben, driftet Finch immer mehr ab. Er ist die Stütze und verliert gleichzeitig innerlich den Halt.

Und damit kommen wir zum Hauptgrund, warum ich All die verdammt perfekten Tage so mochte: Theodore Finch. Die Hauptfigur war einfach toll skizziert. Seine Gedanken und Handlungen haben mich vom ersten Moment an begeistert. Genau wie Violet, die ich ebenfalls schätzen lernte, ist er authentisch, einfühlsam, melancholisch, aber auch humorvoll und unberechenbar. Ein Charakter, den man einfach kennen lernen sollte, und der das Buch so besonders macht. Jennifer Niven hat das wirklich toll geschrieben und ich bin gespannt auf folgende Bücher aus ihrer Feder.

Fazit:
Ich hätte nicht gedacht, dass mir All die verdammt perfekten Tage so unter die Haut geht, doch ich war von den ersten Seiten an geflasht. Ich kann dem Buch nur eine absolute Leseempfehlung geben. Haltet Taschentücher bereit und genießt die Zeit mit Violet und Finch, zwei wunderbaren Charakteren, die erleben, was Leben und Sterben bedeutet.

Großartig!

Von: Sandra Datum : 09.03.2016

www.sandras-testblog.de

Hätte man ihm vor ein paar Wochen gesagt, dass er einmal mit der beliebten und überall geachteten Violet als Partner in einem Schulprojekt halb Indiana bereisen würde – er hätte es sicher nicht geglaubt. Was sollte sie schon mit ihm, den alle nur Freak nennen, anfangen wollen? …

Die Geschichte von Violet und Finch beginnt auf dem Glockenturm der Schule, genauergesagt auf einem Vorsprung außerhalb des Turms. Zufällig stehen beide dort draußen und hängen ihren Gedanken nach. Finch denkt über das Leben, Selbstmordmöglichkeiten allgemein und seine Wachzustände nach (schließlich will er unbedingt wach sein!), Violet dagegen plagen immer noch Schuldgefühle am Unfalltod ihrer Schwester Eleanor. Als sie bemerkt werden, tut Finch das in seinen Augen einzig richtige und dreht es so, als wäre Violet nur da oben, um ihn zu retten.
Nach dieser Aktion geht sie ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf und so überrumpelt er sie kurze Zeit später, damit er ihr Partner beim Schulprojekt werden kann. Zusammen sollen sie erkunden, wie schön ihr Bundesstaat Indiana ist und was er für reizvolle Ecken bietet. Violet ist stinksauer, schließlich kam sie seit 9 Monaten mit ihrer Schonhaltung super durch’s Leben und musste praktisch kaum etwas tun. Jeder Lehrer hatte Mitleid mit ihr und erließ ihr praktisch jede größere Hausaufgabe, wenn sie auch nur ein Mal den Kopf hob. Doch ihr Lehrer in amerikanischer Landeskunde sieht das ganz anders und so bleibt Violet nichts anderes übrig, als ihr Schneckenhaus zu verlassen. Zusammen mit Finch macht sie sich auf den Weg, ihre selbst zusammengestellte Liste an Sehenswürdigkeiten und unglaublichen Attraktionen abzuarbeiten. Sie wandern, fahren Rad, gehen Schwimmen und fahren sogar im Garten mit einer selbstgebauten Achterbahn.

Immer mehr taut Violet auf, immer mehr vertraut sie der liebevollen, chaotischen und sehr direkten Art von Finch. In ganz kurzer Zeit schafft er das, was Therapeutin und Eltern in all den Monaten nicht zustande bekommen haben: sie gewinnt ihren Lebensmut zurück, lächelt sogar und kriecht mehr und mehr aus ihrem selbst gewählten Schneckenhaus. Doch im Laufe der Zeit verliert Finch sich immer mehr und sein Bestreben, immer „wach“ zu sein, scheint zu scheitern ….
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Auf den ersten Blick ist das Muster der Geschichte alltbekannt: Beliebte Schulschönheit mit Problemen trifft den Sonderling, den keiner an der Schule recht leiden mag. Sie freunden sich an, verlieben sich und alles wird gut. Aber wird es das hier wirklich? Dazu solltet ihr das Buch selbst und keinesfalls genauer die Amazon-Rezensionen lesen, denn leider schreiben dort schon so einige, wie es ausgeht.
Auch wenn die Grundidee dahinter vielleicht nicht neu ist – die Umsetzung hier im Buch ist es für mich auf jeden Fall und die ist meiner Meinung nach großartig gelungen. Jennifer Niven zeichnete hier zwei unglaublich vielschichtige Charaktäre, die man einfach nur gernhaben muss. Auf den ersten 10 Seiten hatte ich zwar mit Finch so meine Schwierigkeiten, aber sobald man in der Story drin ist, lässt sie einen nicht mehr los. Ich für meinen Teil konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen und habe es dann innerhalb weniger Stunden ausgelesen. (Irgend einen Vorteil muss es ja haben, krank im Bett zu liegen. ;) )

Als Leser erlebt man die Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht von Finch und Violet. Verwirrungen gibt es keine, denn über jedem Kapitel ist klar geschrieben, um wen es geht. Erzählt wird in der jeweiligen Ich-Form, was mir die Story und auch die Gefühle noch sehr viel näher brachte, als die sonst so häufige unpersönliche Erzählweise. Und so habe ich mit Violet gelitten, mit Finch gezittert und mich mit beiden einfach gefreut. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, die man beim Lesen durchlebt und selbst wenn man noch keinen Todesfall wie Violet erlebt hat, man versteht sie. Man fühlt, was sie fühlt und möchte sie zwischendurch einfach nur in den Arm nehmen. Genauso habe ich mich aber über jeden ihrer Schritte zurück ins Leben gefreut. Über die kleinen Dinge, die Finch mit seiner Art erreicht hat und die dafür gesorgt haben, dass sie stärker wird. Vielleicht sogar stärker als vor dem Unfalltod ihrer Schwester.
Am liebsten geschüttelt hätte ich dagegen Finch’s Familie, denn anders als Violet wächst er längst nicht so behütet auf. Obwohl er klare Krankheitssymptome zeigt, kümmert sich keiner um ihn. Er lebt sein Leben, bleibt ab und zu einfach mal eine Weile weg und kommt dann wieder – ganz so wie es ihm gefällt. Stören tut sich keiner daran, obwohl er noch keine 18 ist. Seiner Mutter fällt es gar nicht auf und sein Vater hat sich längst eine neue Familie gesucht. Selbst als er eines Tages mit viel Lärm sein Zimmer umräumt, schaut niemand, was er da eigentlich treibt. Finch selbst ist Jennifer Niven unglaublich gut gelungen. Seine Art, seine Zerrissenheit, später die Glücksgefühle – man rast von einer Emotion zur nächsten, bleibt dabei aber absolut im glaubwürdigen Bereich.

So schön das Buch auch geschrieben ist, eigentlich ist das Kernthema, das ich hier absichtlich nicht näher nennen möchte, harte Kost. Um so schöner finde ich, dass uns die Autorin nach der Geschichte von Violet und Finch in ihr Leben blicken lässt und zeigt, dass sie sich wirklich damit auskennt. Klingt jetzt vielleicht komisch, aber nach dem Lesen werdet ihr wissen, was ich meine.

Für mich ist „All die verdammt perfekten Tage“ eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe. Obwohl es um ein ernstes Thema geht, ist die Geschichte unglaublich warmherzig, witzig und gefühlvoll geschrieben. Es ist eine Geschichte, die sich langsam aufbaut und bei vordergründig vielleicht gar nicht so viel passiert – im Kopf und Herz dafür um so mehr. Es geht um Mobbing, Gewalt und den Tod, aber auch um perfekte Momente, ganz viele Glücksgefühle und darum, das Beste aus seinem Leben zu machen.
Ein absolut lesenswertes Buch!

Nicht mein Buch

Von: Monika Schulte Datum : 08.03.2016

monikaschulte.blogspot.de

Es kommt sehr, sehr selten vor, dass ich einen Roman abbreche, aber vor ein paar Tagen war es mal wieder soweit.
Erst habe ich mich gefragt, wie kann das sein, dass mir das Buch nicht gefällt? Es wird doch von allen Seiten hoch gelobt. Es soll eine herzzerreißende Liebesgeschichte sein. Wunderschön und bewegend. Berührend, wunderschön und unvergesslich und, und, und...Tja, und ich komme schon mit den ersten Seiten nicht zurecht. Ich komme einfach nicht in die Geschichte rein. Und als ich - irgendwo zwischen Seite 10 und 15 den Satz lese :"Ich muss dringend pissen" ist es passiert. Ich mochte einfach nicht weiterlesen. Haltet mich für verrückt, aber das ist für mich so eine Art Totschlagsatz. So rede ich nicht. So redet niemand in unserer Familie. Als ich zwei Menschen aus meinem täglichen Umkreis davon erzählt habe, konnte ich merken, dass sie mich nicht verstehen. Es war aber nicht nur dieser eine Satz, die gesamte Schreibweise bereits am Anfang gefällt mir nicht. Mir scheint es eher ein Jugendbuch zu sein, obwohl es nicht als Jugendbuch ausgewiesen ist.

Ich möchte das Buch hier auf gar keinen Fall kaputt schreiben! Es ist einfach nichts meins. Nicht umsonst werden so viele Leser das Buch so loben und so begeistert davon erzählen. Ich wünsche dem Buch viele Leser, weil ich weiß, wieviel Arbeit in so einem Buch steckt.

Nachdem gestern eine Facebook-Freundin in die Runde fragte, ob schon jemand genau dieses Buch gelesen habe und sie erzählte, dass sie damit nicht zurecht kommt, habe ich beschlossen, dem Buch auch keine zweite Chance zu geben.

Viele werden sich jetzt fragen, wie, die liest gerade mal 20 Seiten und gibt dem Buch keine Chance besser zu werden? Genau so ist es. Früher habe ich mindestens 100 Seiten, bevor ich abgebrochen habe, weil ich immer dachte, das MUSS doch irgendwann besser werden. Wurde es aber nie. Dann kam eine Zeit, wo ich einem Buch wenigstens 50 Seiten gegeben habe, aber auch diese Phase ist vorbei. Ich lese einfach unendlich viel und bei mir sind die ersten Seiten ausschlaggebend. Und da lag ich bisher auch immer richtig. Es gibt so wahnsinnig viele wunderschöne Bücher, die MIR gefallen. Warum sollte ich mich da mit einem aufhalten, das einfach nicht meines ist?

Jennifer Niven - ein Ausnahmetalent!

Von: Sandra Banse Datum : 04.03.2016

Obwohl ich schon vor einigen Tagen Abschied von Finch nahm, lässt mich dieses Buch dennoch nicht los. "All die verdammt perfekten Tage" ist ein Ausnahmebuch einer Ausnahmeautorin.
Frau Niven hat es geschafft, Menschen, die wie Finch auf einem Glockenturm stehen, eine Stimme zu geben.

Für mich eines der besten Bücher 2015! Ich kann es besten Gewissens empfehlen.

Von: Shelly Datum : 03.03.2016

www.heart-books.org

Cover:

Auf dem Cover sehen wir in einem wunderschönen Blau den Himmel. Im Vordergrund prangt der weiße Mond, in den Finch gerade mit einer Leiter klettert und in dem Violet bereits sitzt.


Meine Zusammenfassung und Meinung:

Jedes mal, wenn Finch aufwacht, denkt er über den Tod nach und fragt sich, ob das nun der letzte Tag seines Lebens werden wird. Er beschäftigt sich sehr viel mit dem Thema Selbstmord und lässt sich dadurch zu allerhand gefährlichen Methoden hinreißen. Als er nicht zum ersten Mal auf den Glockenturm der Schulkirche klettert, über sein Leben oder baldigen Tod nachdenkt, entdeckt er die Cheerleaderin Violet, die sich offenbar von diesem Turm stürzen möchte. Finch versteht die Welt nicht mehr, denn Violet ist doch sehr beliebt an dieser Schule, hat viele Freunde und hängt mit den „coolen“ Leuten rum. Selbst hinter ihrer „hässlichen“ Brille ist sie eigentlich wunderhübsch. Plötzlich und ohne genau zu wissen, warum er es tut, fängt Finch an, auf sie einzureden, und spricht mit ihr über alles Mögliche, Hauptsache, sie springt nicht.

Kurze Zeit später werden die Beiden dem gleichen Projekt zugeteilt und müssen fortan viel Zeit miteinander verbringen, was Violet zunächst gar nicht gefällt, schließlich soll keiner wissen, was sie dort auf dem Glockenturm wollte. Als die Beiden sich immer näher kommen, beschließt Finch, ihr zu helfen, denn er ahnt, wo ihr Leben hinführen kann, wenn niemand für sie da ist. Nach einer Weile scheint sein Bemühen auch zu fruchten, denn Violet findet immer mehr ins Leben zurück, doch Finchs Leben scheint immer mehr abzurutschen …

Ein wirklich tolles Buch, das das Thema „Selbstmordgedanken“ behandelt. Es hat so viel mehr in sich, als man auf den ersten Blick aus dem Klapptext erwartet. Es ist einfühlsam und verständlich erklärt. Man gewinnt die Charaktere sehr schnell lieb und möchte mehr über sie erfahren. So hat mir Finch einfach super gefallen; oftmals habe ich Probleme damit, besonders den männlichen Part in Büchern zu mögen, da sie oft als oberflächlich dargestellt werden und man nie in ihre Gefühlswelt eintaucht. Dies ist hier jedoch nicht der Fall und so mochte ich ihn schon von der ersten Seite an. Violet hingegen hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten und hat sich seitdem zurückgezogen und ihre Kontakte abgebrochen. Aus Angst, dass Finch vielleicht ausplaudern könnte, was Violet auf dem Glockenturm vorhatte, versucht sie ihm zunächst aus dem Weg zu gehen, lässt sich dann aber doch immer weiter auf ihn ein.


Bewertung:

Für mich eines der besten Bücher 2015! Ich kann es besten Gewissens empfehlen.

"Nicht der Tage erinnert man sich, man erinnert sich der Augenblicke." (S. 326)

Von: Kerry aus Berlin Datum : 22.02.2016

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Theodore Finch ist ein Freak, eine Tatsache, der er sich durchaus bewusst ist. Er ist anders, als die anderen Jungen auf der Schule. Mal schläft er wochenlang, was er erfolgreich vor seiner alleinerziehenden Mutter, dank seiner älteren Schwester, verheimlichen kann und dann gibt es Wochen, in denen er gar nicht schläft. Auch weiß er nicht so genau, wer er wirklich ist, durchlebt er doch immer wieder Phasen, die mit dem vorherigen Finch nicht viel zu tun haben und er ist eines: unglücklich. Jeden Tag kämpft er darum zu bleiben, einen Grund zu finden, seinem Leben kein Ende zu setzen. Am sechsten Tag nach einer langen Schlafphase findet er sich auf dem Glockenturm seiner Schule wieder, sechs Stockwerke über der Erde. Doch er ist nicht allein - ein Mädchen ist bei ihm: Violet Markey. Was macht nur diese angesagte Cheerleaderin auf dem Glockenturm?


Schlussendlich verlassen beide den Glockenturm durch das Treppenhaus und Violet wird als Heldin gefeiert, hat sie doch verhindert, dass der Freak in die Tiefe springt. Es ist jedoch nicht alles so, wie es scheint, denn Violet war nicht dort oben, um Finch zu retten, sie war vor ihm dort. Vor neun Monaten verlor sie ihre ältere Schwester bei einem Autounfall, bei dem sie selbst leicht verletzt wurde. Seitdem ist ihr Leben nicht mehr so, wie es einst war. Aus dem unbeschwerten, fröhlichen und allseits beliebten Mädchen ist eine verzweifelte Seele geworden, die es gerade noch so schafft, den äußeren Schein zu wahren, doch wie lange noch?


Tatsächlich haben Finch und Violet so gut wie keine Berührungspunkte. Lediglich das Fach "Amerikanische Landeskunde" haben sie gemeinsam und hier soll in einer Projektarbeit ihr Heimatstaat Indiana erkundet werden. Finch schafft es, Violet als Partnerin für dieses Projekt zu bekommen, denn er ist interessiert daran zu erfahren, was ausgerechnet sie auf dem Glockenturm wollte. Violet ist alles andere als begeistert von der Idee, ihre Freizeit im Rahmen des Projektes mit dem Freak verbringen zu müssen, weiß er doch jetzt als einziges um das, was geschehen ist, aber sie fügt sich, stellt jedoch Bedingungen. In der Tat kommen sich die Beiden bei ihren Unternehmungen immer näher und Finch erkennt, was für ein Mensch Violet wirklich ist und er macht es sich zur Aufgabe, sich um sie zu kümmern, denn dank seiner eigenen Dämonen ahnt er, in welche Richtung sich ihr Leben entwickeln könnte, wenn ihr niemand beisteht und tatsächlich findet Violet nach und nach den Weg ins Leben zurück, während Finch immer weiter wegdriftet. Werden sie beide es schaffen, einander zu retten?



"Nicht der Tage erinnert man sich, man erinnert sich der Augenblicke." (S. 326) Der Plot des Buches wurde realistisch und sehr einfühlsam erarbeitet. Besonders schön fand ich die Interaktionen der beiden Protagonisten, die am Anfang so gar nichts verband und deren Leben sich immer mehr miteinander verknüpfen. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, wobei mein Herz hier die Figur des Finch im Sturm erobert hat, denn dieser junge Mann weiß, dass er sich von anderen Jugendlichen unterscheidet, doch anstatt sich anzupassen, lebt er seine Individualität voll und ganz aus, auch wenn dabei seine selbstzerstörerischen Tendenzen klar zum Vorschein kommen. Den Schreibstil empfand ich als sehr einfühlsam erarbeitet, das ganze Buch über habe ich mitgefiebert, wie es wohl ausgeht - ein Happy End oder wird es einer der Beiden bzw. Beide nicht schaffen, den Kampf gegen ihre inneren Dämonen zu gewinnen?

All die verdammt perfekten Tage

Von: Gisela Simak aus Landshut Datum : 15.02.2016

lese-himmel.blogspot.de/2016/02/meine-meinung-zu-all-die-verdammten.html

Zum Inhalt

Finch ist ein Junge, der Angst hat nicht wach bleiben zu können. Auf dem Glockenturm muss er wach bleiben oder er stürzt in den Abgrund. Auf dem Turm fühlt er sich lebendig. Als er sich wieder mal auf dem Glockenturm befindet, bemerkt er das Mädchen Violet. Violet gerät auf dem Turm in Panik. Finch rettet ihr Leben und eine große Liebe nimmt ihren Anfang.

Meine Meinung

Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Um das ernsthafte Thema wusste ich. Dennoch war mir die Geschichte einen Touch zu düster. Finch geriet in der Schule oft in schlimme Situationen, die er selber nicht herbei geführt hatte. Die Ignoranz von manchen Lehrern fand ich besonders schlimm. Ich würde von Lehrern schon erwarten, für Gerechtigkeit zu sorgen. Finchs Eltern waren geschieden. Er lebte mit seinen beiden Schwestern bei der Mutter. Die Mutter war mir total suspekt. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie ihre Kinder nur am Rande wahrgenommen hatte. Finchs Vater und seine neue, kleine Familie blieben etwas blass in der Geschichte. Dort konnte Finch sich nie wohlfühlen. Er hatte keinen guten Draht zu seinem Vater, was ich sehr gut verstehen konnte.
Violet verlor ihre ältere Schwester bei einem Autounfall. Sie fühlte sich schuldig. Trotz ihrer depressiven Verstimmung war sie froh, dass Finch ihr auf dem Glockenturm geholfen hatte.
Die Eltern von Violet zeigten sich immer sehr verständnisvoll; jedoch kam es mir vor, als wenn die Familie sich in einem Vakuum befinden würde. Jeder hatte seine Gefühle für sich behalten.
Gut gefielen mir die Ausflüge, die Finch und Violet gemeinsam unternahmen. Sie arbeiteten an einem Schulprojekt, dessen Aufgabe es war Indiana zu erkunden.

Fazit

Eine Geschichte die mit ziemlich viel Zitaten von berühmten Autoren gespikt wurde. Normalerweise mag ich schöne Zitate sehr gerne. In diesem Buch waren sie mir zuviel. Ich liebe wunderschöne Sätze, die aus den Federn der Autoren stammen. Hier wurde sich, für meinen Geschmack, zuviel von anderen Autoren bedient.
Die ersten zwei Drittel des Buches konnten mich nicht überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin.
Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig. Von Finch und Violet konnte ich mir ein genaues Bild machen.
Die letzten hundert Seiten konnten mich dann doch noch überzeugen. Eine Schülerin hatte mich total überraschen können. Von ihr kam etwas ans Tageslicht, dass ich nie im Leben erwartet hätte.
Die zarte Liebe von Finch und Violet fand ich sehr berührend. Das soziale Umfeld von Finch kam mir mehr als verheerend vor. Eine Geschichte über selbstmordgefährdete Jugendliche, die sehr deutlich das gefühllose Verhalten von Mitmenschen zeigte.
Ob mir das Ende gefallen hatte? NEIN!!! Die Heuchelei von sämtlichen Menschen wurde mir entschieden zuviel.

Ich hatte von "All die verdammten Tage" wahrscheinlich zu große Erwartungen. Es gibt sehr viele Leser, die dieses Buch lieben. So viele Leser können nicht irren. Es liegt an meinem Geschmack, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte.

Danke Jennifer Niven

Ich vergebe 3 1/2 Sterne

Ein unglaublich emotionaler und ergreifender Roman

Von: Sophia´s Bookplanet Datum : 14.02.2016

sophias-bookplanet.blogspot.de


Der Klappentext:
Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will
Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…Q

Die Autorin Sarah Saxx:
Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte. Q


Meine Meinung zu diesem ergreifenden Jugendbuch:

Als Sebastian Rothfuss mich am Ende des letzten Jahres anschrieb und mir dieses Buch als "sein Highlight des Jahres" vorstellte, war ich natürlich sofort begeistert. Als ich dann auch noch den Klappentext las und das Cover betrachtete, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Denn ein Buch mit einer solchen Idee hatte ich bisher noch nicht gelesen, was ich jetzt jedoch von mir behaupten kann.

Zu Beginn des Buches kam ich dann leider etwas schwer rein. Meiner Meinung nach, wurde man zu schnell in das Geschehen reingeworfen und Dinge erst recht spät erklärt. Ich brauchte erst gut 40 Seiten, um mich mehr mit den beiden Protagonisten, aus deren Sicht geschrieben wird, anzufreunden und ihre Welt und ihr Leben kennenzulernen. Dabei hat mir vor allem Violet und ihre tragische Geschichte mit ihrer Schwester etwas Sorgen gemacht.

Doch sobald ich Theodore Finch und Violet Markley besser kennen gelernt habe, finde ich sie beide einfach unheimlich interessant. Sie haben beide eine sehr umfangreiche Hintergrundgeschichte, die erst nach und nach aufgedeckt wird und dabei für Spannung sorgt, auch wenn ihre Gegenwart mich gleichzeitig ebenfalls sehr fesseln konnte.

Finch konnte mich wirklich sehr schnell begeistern. Er ist sarkastisch, mutig, liebenswürdig, spontan, mitfühlend und eigentlich ein richtiger Traumtyp. Violet hingegen scheint anfangs sehr zurückgezogen, nicht so auffällig wie Finch, der sich den Status eines totalen Freaks eingehandelt hat. Doch nach einiger Zeit beweist auch sie Mut und Stärke, wenn es auch erst zum Schluss an die von Finch heranreicht.

Doch vor allem hat mich die Originalität dieses Romans bezaubert. Der Schreibstil und auch die Handlung an sich ist unglaublich erfrischend und wahnsinnig mitreißend. Nicht nur alleine die coole Schulaufgabe, die Finch und Violet bekommen, ist außergewöhnlich, sondern auch die Recherchen und die aufgeführten Statistiken zum Thema Selbstmord, welche die Autorin für dieses Buch aus- und aufgeführt hat. So ist man nach einer Weile einfach total in dem Geschehen rund um unsere Protagonisten und will gar nicht mehr aufhören mit Lesen.

Das hinter diesem Buch jedoch noch viel mehr als ein einfacher und noch dazu sehr emotionaler Roman steckt, beweist die Autorin spätestens im Nachwort. Denn diese Geschichte ist nicht völlig frei erfunden, sondern aus den Gefühlen und Erfahrungen von Jennifer Niven entstanden. Noch dazu gibt es das Germ Magazin, welches Violet im Laufe der Geschichte online eröffnet, auch außerhalb des Buches und wird von sehr zahlreichen Leuten ständig mit neuen Artikeln rund um Violets Themen Lit. Love. Life. gefüttert.

Fazit: Ein unglaublich emotionaler und ergreifender Roman über zwei zerbrochene Jugendliche, die gemeinsam die schönen Stunden des Lebens finden und diese für sich entdecken. Mehr als einmal hat mich das Ende dieser Geschichte zum Weinen gebracht und das hat nicht mal "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" geschafft. Für mich übertrifft dieses Buch einfach alle Bücher, bei denen ich den Tränen nah war - und das wirklich mit Recht.

Liebe, Persönlichkeit und eine Reise ins Ungewisse...

Von: Jaci Datum : 13.02.2016

durchgebloggt.blogspot.de/

Wow... WOW! Nach dieser Geschichte muss ich erst einmal durchatmen, um meine Worte wiederzufinden, denn sie hat mein Herz gebrochen. Das Cover schien auf den ersten Blick grauenvoller, als es dann in Wirklichkeit ist. Das Blau und Weiß mit dem Motiv der Mondbesteiger ist doch hübsch anzusehen und wird den zugewiesenen Platz im Regal nicht verschindeln. Es fällt mir äußerst schwer, nicht gleich mit einem riesengroßen Spoiler herauszuplatzen. Denn diese eine bestimmte Sache lässt sich die Handlung nochmal in eine völlig andere Richtung wenden und alle gegen eine Wand laufen. Oder besser gesagt: In ein sehr, sehr tiefes Loch stürzen...
Es ist klar, dass die beiden Hauptprotagonisten Violet Markey und Theodore Finch sich in eine Liebesangelegenheit verheddern, die sich gewaschen hat. Denn die Teenager sind immer wieder gewissen Hindernissen ausgesetzt. Aber reinen Kitsch könnt ihr vergessen. Die Gedanken rund um die Charaktere sind oft sogar ziemlich negativ gehalten. Und doch hat das Buch auch viele schöne Seiten kundzugeben. Zum Teil lesen wir bekannte Zitate, die sich wunderbar in die aktuellen Ereignisse integrieren lassen. Und genau das macht es umso trauriger.
Theodore Finch ist aus meiner Sicht einer der am schwierigsten einzuschätzenden Charaktere. Zuerst wird er dem Leser als vollkommener Arsch (verzeiht die Ausdrucksweise) dargestellt, dann ist er plötzlich lieb und charmant - aber immer noch ein Arsch. Er scheint ständig die Persönlichkeit zu wechseln und etwas 'anderes ausprobieren' zu wollen. Zu sich selbst finden. Dass alles von zwei Protasichten erzählt wird, macht es nicht einfacher, die Situationen abzuwiegen und der nächste Schritt bleibt meist ein Geheimnis, bis er schon gemacht wurde.
Die letzten fünfzig Seiten habe ich nur noch geheult und doch war da immer dieser kleine Hoffnungsschimmer, dass es sich anders entwickeln könnte. Das Wunder um die Reise von einem Ort zum nächsten - nicht nur, um ein Schulprojekt zu beenden, sondern vor allem auch, um Antworten zu finden - bleibt bis zum Schluss eine großartig berührende Idee.

Für alle, die das Leben zu schätzen wissen und lernen wollen. Für Kämpfer, Hoffnungssuchende und besonders Herzmenschen, denen etwas an zerbrochenen Seelen liegt. Und für all diejenigen, die einmal in ihrem Leben den 'verdammt perfekten Tag' erleben möchten. Anfängliche Stolperlesefallen sollte man hier übersehen und einfach weitermachen. Denn spätestens für die hinreißenden Kulissen und unglaublichen Kribbelmomente wird sich das Ausharren gelohnt haben.

Finch & Violet

Von: Bücherfarben Datum : 12.02.2016

buecherfarben.blogspot.de/

Meine Meinung:

Das Cover hat für mich keinen WOW Effekt erbracht aber es passt einfach zum Inhalt der Geschichte rund um Finch und Violet und das ist mir persönlicher wichtiger als dieser sogenannte wow Effekt. Die Farben des Cover sind ebenfalls sehr toll gewählt und "glänzen" zusammen in einem sehr tollen Schein. Das alleine ist swchon große Klasse für mich. Der Schreibstil der Autorin ist für mich sehr gefühlvoll und auf den Punkt gebracht, denn sie weiß genau wie sie schreiben muss um die Spannung im Buch nicht verfliegen zu lassen. Dazu kommt das er für mich sehr flüssig und gezielt war, was mir gut gefallen hat. Nun möchte ich zur Story kommen, denn mich hat diese bewegt und sehr berührt. Ich hätte es mir nie vorstellen können das eine so emotionale Story so berührend und emotional sein kann wie diese. Man merkt, wenn man in der Geschichte drin ist, dass sich die Autorin Jennifer Niven echt sehr sehr viele Gedanken gemacht hat wie sie diese Story schreiben kann um sie so zu machen wie sie nun ist. Das ist für mich wahre Kunst. Die handlung der Geschichte war mit jeder Seite immer mehr nachvollziehbar und man lernte die Geschichte zu lieben. Auch die Charaktere hat die Autorin sehr schön rüber gebracht. Finch war für mich anfangs auch eher der Freak und ich konnte ihm nichts abgewinnen aber je mehr er und Violet "zusammen" kamen und das alles, um so mehr mochte ich ihn und ich muss zugeben, ich habe ihn in mein Herz geschlossen, ebenfalls Violet, mit der ich echt mitgefühlt habe und ich mich echt schön in sie hineinversetzen konnte. Großartig.

Fazit:

Dieses Buch ist sehr emotional. Man fiebert mit, man leidet mit, man versinkt in der Geschichte und man lernt sie lieben. Dieses Buch wird in meinem Kopf bleiben, denn es ist spannend aufgebaut, emotional und mitreißend. Wenn man dieses Buch gelesen hat, dann denkt man darüber nach, ob man möchte oder nicht und genau das fasziniert mich an diesem Werk einfach am aller meisten. Was mir auch sehr gefallen hat ist, dass das Buch eine besondere Tiefgründigkeit hatte welche zum nachdenken anregt.

Ich kann für dieses Werk aus der Feder von Jennifer Niven nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn es ist, finde ich, ein MUST-HAVE für alle die Bücher lieben.

Ein berührendes und nachdenkliches Buch!

Von: Elizzy Datum : 09.02.2016

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Meine Gedanken
Die Geschichte beginnt mit Finch und Violet auf dem Glockenturm der Schule. Finch spielt mit dem Gedanken, sich einfach fallen zu lassen – doch da sieht er Violet. Er beginnt ein Gespräch mit ihr und da wacht Violet wie aus einer Trance auf und merkt wo sie sich befindet. Doch noch bevor sie in Panik gerät, schafft es Finch sie zu beruhigen und auf die sichere Seite des Geländers zu bringen.

Damit beginnt die Geschichte von Finch und Violet, Violet und Finch ♥.


Finchs Wanderregeln

“Es gibt keine Regeln, weil das Leben ohnehin schon mit zu vielen Regeln belastet ist.” S.52

Als ihnen der Lehrer im Erdkunde Unterricht die Aufgabe stellt “Wandert durch Indiana und seht euch die kulturell wichtigsten Plätze an”, besteht Finch sofort darauf mit Violet in einer Gruppe zu sein.

In der Zwischenzeit hat sich aber das Gerücht verbreitet, dass Violet Finch das Leben gerettet hat und so wird Finch weiterhin als Freak bezeichnet. Doch ihm macht dies nichts aus. Denn er ist sich dies bereits gewöhnt.

Finch ist ein sehr spezieller Charakter, doch darauf kommen wir noch.




“Ich: Wenn du heute Abend herkommst, versprichst du mir dann, nie mehr über die Sache zu reden?”

Finch: Pfadfinderehrenwort” S.64

Violet hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich und ist es eigentlich gewöhnt in der Schule “mildernde Umstände” für Hausaufgaben und den Unterricht zu erhalten. Doch Finch ist hartnäckig und so gibt sie nach und bildet ein Wanderteam mit ihm.

Damit beginnt ihre Reise. Eine Reise zu tollen Orten und wunderschönen Momenten.

Die Protagonisten

Theodore Finch
Er ist als Charakter nicht greifbar, da er sich selbst noch nicht gefunden hat und sich jeden Tag neu erfindet. Mal ist er Finch der Freak, mal Finch der Streber, mal Finch der Coole und und und. Doch ich mochte alle Finch’s von der ersten Seite an.

Deshalb ist es schwer ihn zu beschreiben. Immer wenn er mich in seinen Kopf blicken liess, war ich danach verwirrt und berührt. Als kleiner Junge vom Vater misshandelt und später einfach “ersetzt” kämpft er jeden Tag darum “WACH” zu sein. Er tut Dinge, die aussenstehende nicht verstehen, doch für ihn sind diese Dinge, wie das Kilometerlange rennen Lebensnotwendig um “WACH” zu bleiben. Wach in einer Welt, in der er nicht verstanden wird.


“Du kannst nichts dafür. Und mit Bedauern verschwendet man bloss Zeit. Leb dein Leben so, dass du niemals etwas bedauern musst. Es ist viel leichter, von Anfang an das Richtige zu tun, sodass man sich gar nicht erst zu entschuldigen braucht.” S. 140

Violet Markey
Von ihren Eltern behütet und beschützt versteckt sich Violet in ihrem Kokon und vergisst, dass man das Leben leben muss! Nach dem schlimmen Unfall ist sie nicht mehr die selbe und es fällt ihr schwer in der Welt zurecht zu kommen. Sie bestraft sich selbst für alles was geschehen ist und verbietet sich glücklich zu sein.

Doch da gibt es diesen unglaublichen Jungen namens Finch, der ihr keine Verschnaufpause gewährt und ihr plötzlich zeigt, dass das Leben doch noch Sinn macht und egal was alles passiert, es doch noch weitergeht.


“Kein Winter mehr, nie mehr. Du hast mir den Frühling gebracht, Finch.” S. 277

Fazit
Ein Buch das berührt und aufrüttelt. Worte sind stark – sogar stärker als Fausthiebe. Man sollte vorsichtig mit ihnen umgehen und sich Gedanken machen, bevor man jemanden Freak oder ähnliches schimpft. Denn auch wenn dieser lächelt, man weiss nie, wie es in ihm innen aussieht.


“Dreissig Zentimeter in einem Sommer zu wachsen, ist nicht schwer. Viel schwieriger ist es aus einer Schublade herauszuwachsen, in die man gesteckt worden ist.” S. 152

Eine wirklich schöne Stelle im Buch möchte ich gerne noch erwähnen.
Finch fährt bereits so schnell wie er kann, doch das ist ihm nicht schnell genug und so steigt er aus dem Auto und rennt. Er rennt und rennt bis er zu einem Gewächshaus kommt. Obwohl es geschlossen hat, geht er zum Eingangshaus, klopft und erzählt dem Besitzer, dass er unbedingt Blumen für Violet braucht. Dieser Teil der Geschichte hat mich wirklich sehr berührt.


“Es heisst ‘das Verlangen zu sein’, etwas zu gelten und wenn der Tod denn kommen muss, tapfer zu sterben, mit einem Knall – kurz gesagt: eine Erinnerung zu bleiben.” S. 149

Die Anmerkung am Ende des Buches von Jennifer Niven fand ich wirklich sehr passend und das gab dem Buch noch den letzten Hauch an Persönlichkeit.

Ich kann euch das Buch wirklich nur weiterempfehlen, auch wenn es kein “leichter” Roman ist, ist er doch Wert gelesen und weitererzählt zu werden.


Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Limes Verlag bzw. an die Verlagsgruppe Random House für das Rezensionsexemplar!

Seid ihr neugierig auf die Story?
Hier könnt ihr das Buch bestellen!
Die Leseprobe dazu gibt es – hier –

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥♥ (5/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

Wunderschön und echt berührend

Von: szebrabooks Datum : 05.02.2016

szebrabooks.blogspot.de/?m=1

Ich weiß nicht wie ich anfangen soll. Nachdem ich das Buch am Sonntag gegen Mitternacht fertig hatte war ich tränenüberströmt und konnte gar nicht an einschlafen denken. Das hatte leider Folgen für den Montag, weil ich dann in der Schule extrem müde war und nicht klar denken konnte. Aber es hat sich echt gelohnt, weil dieses Buch meine Tränen Wert war! Wie ihr wisst, weine ich nicht so schnell bei Büchern/Filmen, aber bei diesem Buch war es einfach anders. Es hat mich einfach mitgerissen.

Es geht ja um Violet und Finch und beide sind einerseits total verschieden, aber andererseits haben sie auch viele Gemeinsamkeiten. Violet, die ihre Schwester Eleanor vor einem Jahr bei einem Autounfall verloren hat, ist immer noch nicht darüber weg und leidet sehr darunter. Das führt so weit, dass sie sich eines Tages vom Glockenturm der Schule stürzen will, weil sie einfach nicht mehr weiter weiß. Denn durch den Tod ihrer Schwester hat sie sich von der beliebten Violet, die viel unterwegs und sehr viele Freunde hat zu der Violet entwickelt, die das Haus nur verlässt, wenn es nötig ist und sich langsam von ihren Freunden abgrenzt, weil sie sich fehl am Platz vor kommt. Auf dem Glockenturm trifft sie auf Finch. Finch der Außenseiter, der Freak, der Junge mit dem niemand etwas zu tun haben will. Beide wollen Selbstmord begehen und steigen über das Geländer, doch dann wird Violet von der Angst gepackt und weiß nicht wie sie zurück kommt. Finch hilft ihr dabei, indem er langsam auf sie einspricht und ihr sagt, was sie tun soll. Als dies geschafft ist, will Finch auch zurück und diesmal ist Violet diejenige, die ihm zurück hilft, indem die Worte wiederholt, die Finch zu ihr gesagt hat.

Natürlich bleibt das Geschehen nicht unbeachtet und die ganze Schule denkt, Violet sei die Heldin, die den Freak Finch vor dem Selbstmord bewahrt hat. Durch diesen Vorfall wird Finch aufmerksam auf Violet und als ein Schulprojekt ansteht, arbeiten die Beiden auf Finchs Willen hin zusammen und erleben einzigartige Dinge miteinander. Das Schulprojekt besteht darin, Indiana zu erkunden und das tun die Zwei auch. Dabei kommen sie sich nicht nur näher, sondern Violet findet endlich den Weg ins Leben zurück. Bei Finch jedoch passiert das Gegenteil. Obwohl er mit Violet glücklich ist, scheint es so, dass er den Anschluss zum Leben langsam verliert...


Ich kann euch allen da draußen dieses Buch ans Herz legen. Es ist so wunderschön und man kann es gar nicht mehr weglegen. Am Anfang wusste ich nicht was ich von dem Buch halten soll, weil ich irgendwie nicht in die Geschichte hereingekommen bin. Um ehrlich zu sein hat Violet mich irgendwie an Laurel aus "Love letters to the dead" erinnert, denn da hatte Laurel wie Violet Probleme mit dem Tod ihrer Schwester klar zu kommen. Aber im Endeffekt ist es doch anders.

Da das Buch aus der Sicht von Violet und Finch geschrieben ist, bekommt man einen Einblick in die Gefühlswelt beider Personen und dadurch kann man sich leichter in sie hineinversetzen. Das hat mir echt gut gefallen, aber es war hin wieder auch wieder verwirrend, weil ich manchmal vergessen habe aus wessen Sicht ich jetzt lese.

Die Charaktere an sich waren im Großen und Ganzen sehr realistisch, aber mit Finch hatte ich so meine Probleme. Bei Violet habe ich alles nachvollziehen können, aber bei Finch war das nicht der Fall. Es gab manche Stellen, die mir unschlüssig waren, aber das liegt auch daran, dass Finch ein etwas komplexerer Charakter ist. Aber ich habe ihn im Laufe des Buches dennoch ins Herz geschlossen und die Beziehung zwischen Violet und Finch war echt süß. Ich musste mehrere Male einfach schmunzeln. Und diese Entwicklung, die die Beiden durchmachen ist einfach gigantisch. Einerseits traurig (wieso müsst ihr selber nachlesen) und andererseits wunderschön. Natürlich gab es auch zahlreiche Nebencharaktere, aber die erwähne ich nicht, weil ich euch den Spaß lassen will die anderen Charaktere selber kennen zu lernen.

Die Handlung war okay, aber ich hätte so gerne ein paar Dinge geändert. Die Erzählzeit ist immer verscheiden. Mal zeitdehnend, aber dann wieder zeitraffend. Beides im Wechsel und im Großen und Ganzen ist es meiner Meinung nach eine ausgewogene Mischung. Ich muss sagen, dass es sich anfangs etwas zieht, aber ihr dürft nicht aufgeben. Es wird immer besser. Am Anfang fand ich das Buch einfach komisch, weil ich vieles nicht verstanden habe, aber im Laufe des Buch wird es besser und man wird auch warm mit den Charakteren.

Innen im Buch war ein Zitat, das aussagte, dass "All die verdammt perfekten Tage" das nächste "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" Sei. Einerseits kann ich dem zustimmen, aber andererseits muss ich sagen, dass die beiden Bücher sehr viele Unterschiede haben und ich finde "All die verdammt perfekten Tage" ist für sich ein gutes Buch. Ehrlich gesagt mag ich es nicht so, wenn man meint ein Buch sei so wie ein anderes Buch. Versteht ihr was ich meine? Zwar hab ich vorhin mit "Love letters to the dead" verglichen, aber das war nur mein erster Eindruck. Ich dachte, dass es so sei, was es aber nicht war.

Zur Bewertung muss ich sagen, dass ich eigentlich gerne 5 Sterne vergeben hätte, aber als ich nochmal genauer nachgedacht habe, habe ich ja die für mich "Schwachstellen" gefunden und deshalb gebe ich diesem Buch 4 von 5 möglichen Sternen.

Das Leben und seine vielen Facetten

Von: Iris Gasper Datum : 05.02.2016

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Die Hauptpersonen dieser Geschichte sind die beiden Schüler Theodore Finch und Violet Markey. Sie lernen sich eines Tages auf dem Glockenturm der Schule kennen. Beide hatten wohl ein ganz bestimmtes Zeil als sie den Turm hinaufgestiegen sind, doch sie setzen dieses Ziel nicht in die Tat um, sondern verlassen beide wieder den Turm. Während die beliebte Violet nun als Heldin gefeiert wird, weil alle vermuten sie habe Finch davon abgehalten zu springen, bleibt Finch der Freak, für den ihn schon immer alle gehalten haben. Dennoch hat sich etwas geändert. Von nun an ist Finch auf Violet fixiert. Er fühlt sich ihr verbunden. Er will mit ihr zusammen sein, mit ihr an einem Projekt arbeiten und erfahren was der Grund dafür war, dass Violet auf den Turm gestiegen ist. Gemeinsam erkunden die zwei jungen Menschen für ein Schulprojekt die nähere Umgebung. Dabei vertrauen sie sich gegenseitig auch Dinge an, die sie vorher nicht voneinander wussten und die auch kaum jemand anders weiß. So langsam findet Violet auf diese Weise ins Leben zurück. Sie verarbeitet gemeinsam mit Finch den Tod ihrer Schwester. Doch je mehr es mit Violet aufwärts geht und je mehr Finch und Violet sich annähern, je mehr scheint Finch wieder in ein tiefes Loch zu fallen.

Die Geschichte ist aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben. So lernt der Leser sowohl Violets als auch Finchs Gedanken und Gefühlswelt kennen.

Die Autorin Jennifer Niven verpackt hier das Thema Selbstmord und alles was dazu gehört in ihre Geschichte und schafft damit schöne, lustige und interessante aber auch tragische und traurige Momente. Ihre Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und doch ist jede auf ihre ganz eigene Art besonders.

Der Roman ist mir persönlich stellenweise zu langatmig und ausschweifend und dennoch ist die ihm zugrundeliegende Idee in ihrer Umsetzung hier sehr gut gelungen. Diese Geschichte sollte ein Gedankenanstoß sein, Menschen nicht so oberflächlich zu betrachten, sondern sie nur dann zu beurteilen, wenn man sie genau kennt. Es reicht eben nicht nur einen kurzen Blick auf einen Menschen zu werfen ohne zu wissen was er erlebt hat und was ihn bewegt. Das macht die Autorin sehr deutlich, auch in ihrem Nachwort, ganz besonders natürlich in Bezug auf Depressionen und Suizidgefährdung.

Copyright © 2016 by Iris Gasper

Tief berührend und ein unfassbarer Schluss

Von: Ingrid Eßer Datum : 03.02.2016

zwei-sichten-auf-buecher.blogspot.de/

Finch und Violet könnten gemeinsam, wie die Figuren auf dem Cover des Buchs „All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven, bis zum Mond reisen. Doch bevor die beiden sich auf den Weg machen ganz besondere Orte für sich zu entdecken, begegnet der Leser ihnen zu Beginn des Romans hoch oben auf dem Glockenturm der Schule. Die zwei kennen sich aus dem Kurs „Amerikanische Landeskunde“. Auf dem Turm sind sie nicht etwa verabredet, wie man denken könnte, sondern sie sind unabhängig voneinander dort hinaufgestiegen, um in den Tod zu springen. Für Finch ist es nicht das erste Mal, dass er darüber nachdenkt, sich umzubringen. Glücklicherweise hat er immer noch genügend Motive, die ihn nach weiterem Nachdenken zum Weiterleben bewegen. Diesmal schafft er es sogar, Violet davon zu überzeugen, zusammen den Turm zu verlassen.
Violet hat vor einiger Zeit ihre ältere Schwester bei einem Unfall verloren. Viele Dinge haben sie gemeinsam unternommen und jetzt sieht sie selbst keine Perspektive mehr für ihr Leben. Ihr Ausflug auf den Glockenturm ist nicht unbemerkt geblieben. Doch statt das Finch, der bei seinen Mitschülern aufgrund vergangener Handlungen als Freak bekannt ist, als Retter von Violet angesehen wird, ist es umgekehrt und Violet wird zur Heldin. Ihr Landeskundelehrer sieht für die folgende Zeit das Projekt vor, den Heimatstaat Indiana zu erwandern. Teamarbeit ist angesagt und er teilt die beiden dazu ein, gemeinsam zu arbeiten. Violet ist davon nicht begeistert. Aber je öfter die beiden sich treffen, um ihr Projekt zu planen und die ausgesuchten Orte zu besuchen, desto besser lernen sie sich kennen und schätzen. Während bei Violet langsam wieder Freude am Leben findet, ändern sich wesentliche Umstände für Finch nicht. Er kämpft weiter gegen seine Rolle an, als Freak angesehen zu werden und auch seine Familie bietet ihm kein geborgenes Zuhause. Die Schatten, die sein Bewusstsein umnachten, werden immer dichter.
Die Reise zum Mond ist natürlich nur ein Platzhalter für all die schönen Erlebnisse, die Violet und Finch auf ihren Reisen haben. Der Erzählung merkt man an, dass Jennifer Niven ihren Heimatstaat liebt und sehr gut kennt. Ich fand es sehr interessant mit den beiden Protagonisten an Orte zu gelangen, von denen ich noch nie vorher gehört hatte, die aber etwas ganz Besonderes sind, jenseits der üblichen Sehenswürdigkeiten, die ein Tourist in der Regel aufsucht.
Mit sehr viel Einfühlungsvermögen schildert die Autorin die langsame Annäherung von Finch und Violet. Sie lässt die beiden die Geschichten in der Ich-Form schildern, wobei die Kapitel ständig zwischen ihr und ihm wechseln. Zum Ende hin ändert sich das aber. Bemerkenswert dabei sind die Anmerkungen unterhalb der Kapitelüberschriften, die bei Violet die Tage bis zum Schulabschluss benennen, bei Finch aber die Tage die er bei wachem Verstand bleibt. Finchs Gehirn hat durch Schläge anscheinend Schäden zurück behalten. Daher ist er für jeden normalen Tag mit klarem Geist dankbar. Als Leser hofft man schon bald, dass die Zählung der wachen Tage von Finch nicht abreißt, denn man ahnt, dass ein Abbruch zu einem furchtbaren Ereignis führen wird.
Je mehr Violet ins Leben zurückfindet, desto mehr bemüht sie sich darum, Finch davon zu überzeugen, sich auf die Schule und die Zukunft zu konzentrieren. Aber sie traut sich als durchaus beliebte Schülerin nicht, sich gegen die Machenschaften ihrer Mitschüler zu stellen um ihre Rolle im sozialen Gefüge nicht zu verlieren. Es macht traurig zu lesen, dass ihr der Mut fehlt, andererseits kann man nachvollziehen, dass die Anerkennung ihrer Freunde ihr hilft wieder zurück in das Leben vor dem Tod ihrer Schwester zu finden. Freundschaften, Mobbing, Depressionen und Gewalt in der Familie sind die ganz großen Themen die die Autorin feinfühlig in diesem Buch verarbeitet.
Jennifer Niven hat ihre Protagonisten sehr unterschiedlich gestaltet. Desto mehr ich über beide erfahren konnte, umso mehr wurden mir beide sympathisch. Der Schluss des Romans ist kaum zu fassen. Die Geschichte hat mich tief berührt und mir wieder einmal gezeigt, wie nah Freude und Leid beieinander liegen. Klare Leseempfehlung!