Leserstimmen zu
All die verdammt perfekten Tage

Jennifer Niven

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Meine Meinung: "All die verdammt perfekten Tage" ist vieles, aber ganz sicher nicht gewöhnlich. Das Buch ist traurig und düster. Lustig und voller Leben. Sehr bewegend und einfühlsam. Aber auch knallhart, bedrückend und voller Wut. Die Autorin Jennifer Niven hat sich hier an ein sehr schwieriges Thema gewagt und wie ich finde erschreckend real rüber gebracht. Ich möchte allerdings gleich an dieser Stelle anmerken, dass ich obwohl ich sehr angetan bin von diesem Buch keine generelle Leseempfehlung aussprechen kann. Die Suizid Thematik geht wirklich sehr unter die Haut und lässt einen an manchen Stellen einfach Fassungslos zurück. Der Schreibstil war eben so ungewöhnlich wie der Plot, man liest sich aber schnell ein. Das Buch ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt die jeweils abwechselnd aus der Sicht eines der Protagonisten Violet oder Finch geschrieben sind. Das heißt also, der komplette Roman ist aus der Sicht zweier Teenager geschrieben die beide auf die eine oder andere Art ihr Probleme mit sich herum tragen. Während Violet im laufe der Geschichte ihren Lebensmut und das Interesse an der Welt wieder zu finden scheint, passiert mit Finch etwas ganz anderes. Für mich war "All die verdammt perfekten Tage" eine Mischung aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und "Veronika beschließt zu sterben" von Paolo Coelho. Diejenigen unter euch die ein wenig Erfahrung mit psychischen Erkrankungen haben werden diese an vielen Stellen in der Geschichte wieder finden. Für mich strahlte der Plot trotz seiner wirklich schwierigen Thematik jedoch eine ganz wichtige Botschaft aus: Du bist nicht allein! Fazit: Von mir bekommt "All die verdammt perfekten Tage" auf jeden Fall dicke 5 Sterne. Ich bin mir nicht sicher ob ich wegen des Themas eine klare Leseempfehlung für jeden aussprechen kann, aber mir hat es gut gefallen und wird ein Buch sein, welches ich einfach nicht so schnell vergessen kann.

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nhalt: Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden... Erster Satz: Ist heute ein guter Tag zum Sterben? Schreibstil: Der Schreibstil aus Jennifer Niven's Feder lässt sich sehr leicht und zügig lesen. Durch zahlreiche Zitate u.a. von Ernest Hemingway Zitate: "Das ist es, was ich mit Violet machen will: Ich will Ihr das Gute geben und das Schlechte von ihr fernhalten, damit wir nur von Schönheit umgeben sind." (Ebook, Seite 145) "Nachts wenn alle schlafen, kann ich am besten nachdenken. Keiner unterbricht mich. Es gibt keinen Lärm. Ich mag es, als Einziger wach zu sein." (Ebook, Seite 131) Meine Meinung: Das schlichte und dennoch sehr schöne Cover, hat mich sehr angesprochen. Nach dem Lesen des Klappentextes, war ich sehr neugierig auf diese Geschichte. Mir war bewusst, dass es keine "leichte Kost" sein wird und sich diese Geschichte mit dem ernsten Thema des "Selbstmordes" auseinander setzen wird. Dennoch war ich bereits nach dem ersten Drittel des Buches sehr positiv überrascht. Zwar spielt das Thema Suizid eine allgegenwärtige Rolle, rückt aber dennoch in den Hintergrund. Auf eine sehr bildhafte und einladende Weise gelingt es Jennifer Niven, das tragische Leben zweier Teenager zu beschreiben. Sie erzählt von einer ganz besonderen Freundschaft, die beide Protagonisten zu stärken scheint. Leider entwickeln sich die Situation von Theodore und Violet in verschiedene Richtungen. Inwiefern, möchte ich Euch an dieser Stelle noch nicht verraten. Diese Geschichte konnte mich nicht nur unterhalten, sondern hat es auch geschafft mich zu berühren und nachdenklich zu stimmen. Aus diesem Grund habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Des Weiteren mag ich es sehr gerne, wenn man etwas aus einer Geschichte "mitnehmen" kann. Da hier nicht nur das Thema Selbstmord, sondern auch die Thematiken eines Außenseiters, Liebe, Depressionen, Verlust und Trauer behandelt werden und am Ende des Buches auf Anlaufstellen für Betroffene hingewiesen wird, halte ich dies für eine gute Sache. Wenn sich nur ein einziger Leser in dieser Geschichte wiederfindet und durch Jennifer Nivens Tipps geholfen werden kann, wäre das eine zusätzlicher bedeutender Nebeneffekt. Von mir eine klare Leseempfehlung und ein krönender Abschluss für mein Lesejahr 2015.

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