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Leserstimmen (169)

Eve Chase: Black Rabbit Hall - Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert.

Black Rabbit Hall - Eine Familie. Ein Geheimnis. Ein Sommer, der alles verändert. Blick ins Buch

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-12932-3

Erschienen: 29.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Langatmige, ausschweifende Beschreibungen, die einem den Lesespaß erschweren

Von: Anne R. Datum : 30.05.2017

https://leipzigermama.de/black-rabbit-hall-rezension/

Ich konnte nach gut 70 Seiten einfach nicht mehr!

Immer wieder versuchte ich es. Nahm das Buch zur Hand, quälte mich voran und gab dann wieder auf. Es ist extrem langatmig. Es wird jede kleinste Nichtigkeit des Hauses, des Gartens, der Personen beschrieben. Es wurde mir dann doch irgendwann zu langatmig.

Ja, ich gab genau an der Stelle auf, als sich Amber mit ihrem Vater durch den Wald kämpfte um nach der Mutter und dem kleinen Bruder zu suchen. Was ihr nun zustieß, ob es dem kleinen Jungen gut ging und was nun dieses tragische Geheimnis war, kann ich nicht mal erahnen. Es war einfach nichts für mich.

Vielleicht lag es ja am Cover, aber ich fand dieses Buch einfach nur langweilig.

Ein verwunschener Landsitz

Von: Luckyside Datum : 28.04.2017

https://luckyside.wordpress.com/

Dieses zauberhafte, beinahe verwunschene Buch, spielt auf dem Anwesen „Black Rabbit Hall“ in Cornwall. Die Handlung ist aufgeteilt in die Vergangenheit, in der die Familie Alton im Mittelpunkt steht und Lorna, die in der Gegenwart die Hauptperson ist.

Amber Alton hat 3 Geschwister. Aus ihrer Sicht sind die Szenen der Vergangenheit geschrieben. Die Art, wie sie denkt und wie sie handelt, gefällt mir. Nach einem harten Schicksalsschlag muss sie sich mit ihrem Zwillingsbruder um die kleinen Geschwister kümmern. So wird sie schneller erwachsen, als sie selbst wollte.

Lorna und Jon sind auf der suche nach einer Hochzeitslocation. Nachdem Lornas Adoptivmutter gestorben ist, findet sie in den Erinnerungen an die Urlaubsreisen nach Cornwall Trost. Vor allem die Landsitze, die sie als Kind mit ihrer Mutter besuchte, erwecken Gefühle in ihr. Vor allem Black Rabbit Hall hat es ihr angetan, obwohl es ziemlich heruntergewirtschaftet ist.

Am Anfang war ich etwas verloren, da sich der Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwart natürlich nicht sofort ergibt.
Der Schreibstil war aber angenehm und flüssig lesbar.

Literarisch war es für mich etwas „Neues“, da dahinter keine große Liebesgeschichte steckte, sondern eher ein Familiendrama. Das Ende fand ich besonders gelungen.

Auch als e Book zu empfehlen

Von: Iris Trunzler aus wadgassen Datum : 09.03.2017

https://www.facebook.com/Sonnentangos-storyline-993775310745916/

Ich bin mit geringen Erwartungen in dieses E-Book gegangen und wurde positiv überrascht.
Diese tiefgründig-spirituelle Familiengeschichte hat mich durch ihre intensive Gefühlswelt direkt in ihren Bann gezogen. Die Charaktere und deren Verwicklungen sind vortrefflich identisch gewählt und beschrieben. Es würde mich nicht wundern wenn es nach einer geheimen wahren Geschichte handeln würde oder sich so etwas irgendwo auf der Welt zugetragen haben könnte.

Eine traurig, schöne Familiengeschichte

Von: Sarah Datum : 12.09.2016

www.maedchenkram3583.blogspot.com

*Black Rabbit Hall von Eve Chase ist eins der Bücher, auf das ich durch das Cover aufmerksam geworden bin. Ich erwartete eine Familiengeschichte, die in vergangenen Jahrzehnten auf einem alten Landsitz spielt und wurde nicht enttäuscht.

Black Rabbit Hall ist der Sommersitz der Familie Alton, die in London lebt und die Ferien regelmässig in Cornwall verbringt. In den Ferien scheinen die Uhren anders zu ticken und Nancy & Hugo Alton genießen den Sommer 1968 mit ihren vier Kindern Amber, Toby, Barney und Kitty, bis eines stürmischen Abends ein furchtbares Unglück geschieht. Von jetzt auf gleich muss Amber erwachsen werden, sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern und eine neue Person akzeptieren, die nach der Tragödie ungebeten in ihr Leben tritt...

Jahrzehnte später befinden sich Lorna und ihr Verlobter Jon auf der Suche nach einer geeigneten Hochzeitslocation in Cornwall. Lorna entdeckt das alte Anwesen Black Rabbit Hall, verliebt sich auf den ersten Blick in das Haus und möchte unbedingt dort heiraten. Jon ist skeptisch, doch Lorna erinnert sich, früher mit ihrer verstorbenen Mutter schon einmal dort gewesen zu sein und spürt eine Verbindung zu dem Haus, der sie unbedingt auf den Grund gehen muss...

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und verwebt sich nach und nach zu einem Ganzen, bis wir am Ende erfahren, was es mit der Verbindung zwischen Lorna und Black Rabbit Hall auf sich hat. Mir hat die bildliche Sprache sehr gut gefallen und ich habe ein genaues Bild von dem Haus, der Atmosphäre und seiner Umgebung im Kopf. Die Charaktere waren greifbar und ich habe mit der Familie Alton gelitten, gelacht und auch die ein oder andere Träne vergossen. Wer gerne Familiendramen aus vergangenen Zeiten liest, wird Black Rabbit Hall mögen.

Atemberaubende und herzzerreißende Familiengeschichte

Von: Madame Peumbra Datum : 08.09.2016

https://madamepenumbraundourbookpassion.com

Als ich dieses Buch das erste Mal in der Buchhandlung sah, reizte es mich nicht wirklich und hatte nicht unbedingt das Bedürfnis es zu lesen. Doch kommt Zeit kommt Rat … Nach einer Weile habe ich mir wiederholt den Klappentext durchgelesen und wusste: Das willst Du lesen! Dank dem freundlichen Blanvalet Verlag, habe ich dann auch schnell die Chance dazu bekommen und diese wundervolle Geschichte in Form eines E-Books lesen dürfen.

Die Spannungskurve war immerzu auf einer Höhe. Es gab selten Momente in denen ich das Buch beiseite legen wollte oder die Langeweile verspürte. Eve Chase hat es geschafft die Erwartungen des Lesers vollkommen gerecht zu werden und diese sogar teilweise zu übertreffen. Durch die detaillierte und genauste Beschreibung des Hauses „Black Rabbit Hall“ bzw. „Pencraw Hall“, gibt sie dem Leser das Gefühl, sich direkt in diesem Anwesen zu befinden. Während des gesamten Romans befand man sich in der Geschichte, spielte zusammen mit Amber, Toby, Barney und Kitty im Wald. Man erlebte ihre Pubertät und deren Gefühle mit. Des Weiteren konnte man sich auch dementsprechend gut in die Personen hineinversetzen und hat sie sofort ins Herz geschlossen. Dementsprechend viel auch der Abschied aus … es flossen reichlich Tränen, denn auch hier war es das Gefühl, dass man seine Familie und Freunde zurücklässt. Oh man ich hasse solche Abschiede …

Leider hatte ich schon nach etwas mehr als dem Viertel des Buches mir denken können was herauskommt, und so war es dann auch, aber trotz alledem ändert das nichts an der Spannung welche bis zur letzten Seite erhalten bleibt.

Volle Punkte für diesen unfassbar tollen Roman. Ich würde ihn jederzeit wieder lesen.

Black Rabbit (Eva Chase)

Von: Poldi Datum : 18.07.2016

www.poldis-hoerspielseite.de

Lorna Smith stößt bei ihrer Suche nach dem perfekten Ort für ihre Hochzeitsfeier auf das abgelegene Anwesen, das sich Black Rabbit Hall nennt. Sofort verliebt sie sich in das alte Haus, und auch der malerische Garten fasziniert sie – umso mehr, als sie in einem Baumstamm eingeritzt die Namen der vier Geschwister findet, die vor Jahrzehnten dort gewohnt haben. Immer mehr findet sie über Amber und ihren Zwillingsbruder heraus...

Zu gefühlsbetonten Romanen habe ich oft ein eher zwiespältiges Verhältnis, oft genug rutschen die Geschichten ins Kitschige ab. Nicht so „Black Rabbit Hall“, der Debutroman von Eve Chase, die sich eine sehr verwobene Handlung ausgedacht hat, die auf zwei Zeitebenen spielt. Die Rahmenhandlung wird von Lorna bestimmt, die nicht nur die Geheimnisse des alten Anwesens aufdeckt, sondern dabei auch selbst eine Entwicklung durchmacht. Das Verhältnis zu ihrem Verlobten, ihre immer stärker werdende Verbundenheit zu Black Rabbit Hall, ihre lebendige und neugierige Art – hier gibt es viele eingängige Momente, die den romantischen Touch der Handlung unterstreichen. Doch noch mehr bestimmt Ambers Geschichte die Handlung, hier passiert deutlich mehr, und ein schrecklicher Schicksalsschlag verändert bald alles. Das ist sehr stimmig erzählt, und bald war ich von beiden Handlungssträngen derart fasziniert, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Das liegt auch daran, dass man dem Verlauf sehr gut folgen kann, obwohl er immer komplexer wird. Die Handlung liest sich flüssig, doch eine Überraschung folgt ganz am Ende, indem die beiden Stränge auf höchst kreative Weise miteinander verknüpft werden.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr eingängig und bildhaft, sie schafft ganz klare Situationen und lässt diese sehr präsent wirken. Besonders das titelgebende Anwesen bekommt schnell eine ganz besondere Atmosphäre verliehen, eine sehr intensive Kulisse für die beiden Handlungsstränge. Auch die Charaktere sind sehr gut beschrieben, wobei nicht nur die beiden Hauptfiguren, sondern auch alle anderen Rollen lebendig und nahbar wirken. Sie sind sehr sympathisch, sodass sie mit schnell ans Herz gewachsen sind.

Black Rabbit Hall hat mich sehr überrascht, nicht nur, weil die beiden Zeitebenen so kreativ und eindringlich miteinander verknüpft sind, sondern auch, weil eine gefühlsbetonte und lebendige Geschichte fernab des Kitsches erzählt wird. Schnell hat mich die Handlung mitgerissen und mit seinen vielen kleinen Überraschungen begeistert.

Packender Familienroman!

Von: MadameCherie Datum : 22.06.2016

www.madamecherie.de

Anfangs ist es etwas ungewöhnlich in die Geschichte reinzukommen, da immer abwechselnd aus der Sicht von Amber (aus der Vergangenheit) und Lorna (aus der Gegenwart) berichtet wird. Man gewöhnt sich allerdings schnell dran und manchmal ist es auch fies, wenn sich die Handlung zu spitzt und auf der nächsten Seite erzählt dann auf einmal die andere Person weiter. Diese Cliffhanger haben dazu geführt, dass ich teilweise nicht aufhören konnte zu lesen :-D
Die Sprache ist leicht verständlich und Eve Chase schreibt recht locker. Ich finde Lorna und Amber auch sehr sympathisch und konnte direkt mit den beiden Mitfühlen, da ihre Gefühle und ihr Verhalten genauestens beschrieben werden.

Es fällt mir schwer diesen Roman in einer Sparte einzuordnen: Belletristik, Historischer Roman, Drama... Alles drinnen. es herrscht eine eher düstere Atmosphäre in der Geschichte. Man muss im Roman auf alles achten, denn auch durch die Kleinigkeiten und nebensächlichen Handlungen entsteht am Ende dann das "Große Ganze". Anfangs weiß man nicht, ob die Geschichten von Lorna und Amber zusammengehören, da sie Beide von ihren Sommern in Black Rabbit Hall berichten. Lorna kramt in der Geschichte von Black Rabbit Hall und deckt langsam die verworrene Familengeschichte auf. Dabei kann man auch als Leser ein kleiner Detektiv werden und eifrig mitraten, es sind nämlich vor allem die kleinen Dinge, denen man Aufmerksamkeit schenken sollte. Also haltet eure Augen offen ;-D Aus diesem Grund ist es auch ein Buch, dass man nicht so schnell weg lesen sollte, man sollte sich dafür Zeit nehmen, also die perfekte Urlaubslektüre.

3,5 Sterne für eine entspannte Zwischendurchlektüre

Von: SatuGustafson Datum : 01.06.2016

wortwucher.blogspot.de

Eckdaten zum Buch:

Autor/in: Eve Chase
Titel: Black Rabbit Hall
Erscheinungsjahr: 2015
Genre: Belletristik/Drama/Historischer Roman
Länge: 416 Seiten
Thema: Familienschicksal, alte Herrenhäuser, Familiengeschichte

Plot in einem Satz: Lorna möchte ihre Hochzeit auf Pencraw Hall in Cornwall feiern, da sie sich zu dem alten Herrenhaus, das auch "Black Rabbit Hall" genannt wird, hingezogen fühlt und findet im Verlauf des Romans mehr über dessen bewegte Geschichte und über ihre eigene Vergangenheit heraus.

Erster Satz: Auf dem Klippenvorsprung fühle ich mich sicher, jedenfalls sicherer als im Haus.

Inhalt: Erzählt wird in zwei verschiedenen Perspektiven, einmal die Geschichte von Lorna und Jon, die in der Gegenwart spielt und einmal die Geschichte von Amber und ihrer Familie in den späten 60er-Jahren. Lorna und Jon sind auf der Suche nach einer Hochzeitslocation und besichtigen Pencraw Hall, ein heruntergekommenes Herrenhaus in Cornwall, von dem sich Lorna seltsam angezogen fühlt, weil sie glaubt, dort in der Vergangenheit bereits mit ihrer gerade verstorbenen Mutter gewesen zu sein. Im Laufe der Geschichte entfaltet sich das Schicksal der Familie, die dort gewohnt hat, aus dem Blickwinkel der Tochter Amber. In den späten 60er Jahren wird die Familie von mehreren harten Schicksalsschlägen getroffen, es entspinnt sich eine Geschichte aus Liebe, Schuld, Loyalitäten und Eifersucht, in die sich auch Lornas eigene Lebensgeschichte einflicht.

Was mir gefallen hat: Das Setting und die Atmosphäre in Cornwall und die Beschreibung des Hauses und der Umgebung haben mir sehr gut gefallen und die Familie Alton war sympathisch und man hat mit ihr mitgefühlt. Die Grundidee der Geschichte hat mir gefallen und es ist eine sehr typische "Herrenhaus"-Geschichte mit allem, was man in so einem Roman erwartet. Man konnte die Geschichte schnell herunterlesen und war trotz einiger Längen in der Mitte gespannt, wie es weitergeht.

Was mir nicht gefallen hat:

Die Auflösung bzw. das Ende fand ich dann doch ein wenig zu kitschig, auch wenn ich bisweilen Kitsch mag. Außerdem sind mir einige Übersetzungsfehler aufgefallen, also seltsame Formulierungen, bei denen ich mir denken konnte, wie der Text im Original lautete. Ich bin da natürlich auch besonders sensibel für, weil ich täglich mit Übersetzungen zu tun habe, dennoch haben mich diese Stellen etwas gestört. Im Prinzip gefiel mir de Geschichte, doch ich fand vieles einfach ein wenig zu vorhersehbar. Da hätte ich mir noch ein paar mehr Überraschungen gewünscht.

Wem würde ich das Buch empfehlen?

Leserinnen und Lesern, die Geschichten um alte Herrenhäuser und Familienschicksale mögen und die auch mit Kitsch klarkommen, ohne gleich zu würgen. Kurzum, Leute, die eine entspannte, nicht allzu anspruchsvolle, aber unterhaltsame Lektüre suchen, die sie in eine andere Welt und eine andere Zeit entführt. Man kann das Buch wirklich gut so herunterlesen und ich habe mich - mit kleinen Abstrichen (siehe oben) - gut unterhalten gefühlt. Ich würde 3,5/5 Sternen geben.

Eine glückliche Familie, eine Tragödie und ein Geheimnis

Von: Lesen ist Datum : 05.04.2016

lesenist.com

Im Prolog ist es der letzte Tag der Sommerferien in Cornwall im Jahr 1969. Amber sitzt auf einem Klippenvorsprung am Meer. Sie ist auf der Suche nach mehreren Personen. Sie hat bereits fieberhaft in Black Rabbit Hall und im Wald gesucht und hat sie noch immer nicht gefunden. Dann richtet sich ihr Blick nach unten und sie sieht etwas im Wasser, etwas Lebendiges. Ihr Herz schlägt schneller und sie fängt an, das Schreckliche zu erahnen. Drei Jahrzehnte später ist die 32-jährige Lorna zusammen mit ihrem Verlobten unterwegs in Cornwall auf der Suche nach einem ganz bestimmten Haus. Sie suchen nach der idealen Location für ihre Hochzeit, und obwohl sie in London leben, will Lorna unbedingt in Cornwall heiraten.

Es gibt zwei Handlungsstränge in dieser Geschichte. Amber fängt im April 1968 an zu erzählen aus der Ich-Perspektive. Sie ist 14 Jahre alt und hat einen Zwillingsbruder, Toby. Ihre jüngeren Geschwister sind Barney und Kitty. Sie leben in London und ihre Mutter erholt sich noch von einem Unfall im Taxi, sie hatte dabei großes Glück und wurde nicht ernsthaft verletzt. Sie erzählt Amber, dass sie vorhat, mit der Familie eine Woche vor den Osterferien nach Cornwall zu fahren, zu ihrem Sommersitz Black Rabbit Hall. Als dann dort ein Unwetter aufzieht, können sie den 5-jährigen Barney plötzlich nicht finden. Es passiert ein furchtbares Unglück, das droht die Familie in den Abgrund zu stürzen. Dreißig Jahre später wird erzählt wie Lorna, zusammen mit ihrem Verlobten Jon, endlich Pencraw Hall findet. Bis auf die jetzige Bewohnerin nennt niemand diesen Landsitz so. Lorna weiß, dass ihre verstorbene Mutter dieses Haus oft mit ihr besucht hat. Das Haus ist schon ziemlich heruntergekommen, es war bereits vor 30 Jahren nicht im besten Zustand. Lorna möchte hier heiraten, Jon ist nicht so begeistert von der Idee.

Die Geschichte von Amber hat mich mitgerissen. Sie ist tragisch, traurig und dramatisch. Die einst so glückliche Familie muss mit einer furchtbaren Tragödie fertig werden. Amber selbst muss viel zu schnell erwachsen werden und sich oft um ihre Geschwister kümmern. Die Charaktere sind in diesem Strang der Geschichte sehr gelungen, nur Toby finde ich etwas überzeichnet. Man erlebt die Familie vor und nach dem Unglück und leidet wirklich mit. Es ist durchaus realistisch wie sich alles entwickelt. Zwei Jahre und ein paar Monate erzählt Amber von ihren diversen Ferien auf ihrem geliebten Black Rabbit Hall. Obwohl es nicht wirklich einen Bösewicht gibt, gibt es doch eine recht boshafte, niederträchtige Person, die das Leben in den Ferien zur Qual macht. Den Erzählstrang mit Lorna fand ich weniger fesselnd und zu forciert. Ja klar, irgendwas muss passieren um den Leser zu packen aber bei mir ist der Eindruck von einer etwas labilen jungen Frau entstanden. Die Handlung ist in ihrem Teil der Geschichte nicht spannend und ich war ziemlich gleichgültig den Charakteren gegenüber. Diese Zeitschiene ist einfach zu mystisch angehaucht und unrealistisch für meinen Geschmack. Nach ungefähr der Hälfte des Buches hat man schon eine Ahnung, wohin die Geschichte führt und was die beiden Handlungsstränge zusammenführt. Aber Ambers Geschichte bleibt spannend und mitreißend. Das Ende ist keine große Überraschung und definitiv was fürs Herz.

Das Setting macht für mich einen Großteil der Geschichte aus. Wer schon einmal in Cornwall war, kann es sich vorstellen. Obwohl Black Rabbit Hall sowohl damals als auch 30 Jahre später in einem recht desolaten Zustand ist, hat es einen Reiz, der schwer zu erklären ist. Ich konnte mir vorstellen, wie schön es für Kinder sein muss hier die Ferien zu verbringen, die Freiheit und Unbeschwertheit die es bietet. So viele Räume und so viele Möglichkeiten im Haus, im Wald oder am kleinen Strand die Seele baumeln zu lassen. Es war damals eine Zeit ohne Computer, Handys oder Videospiele, eine Zeit, wo Kinder draußen an der frischen Luft ihre eigenen Abenteuer erfunden haben. Diese Zeit hat die Autorin sehr erfolgreich vermittelt und eine Nostalgie in mir geweckt, mal ganz abgesehen vom Heimweh.

Eine glückliche Familie, eine Tragödie und ein Geheimnis, das nach 30 Jahren wieder ans Licht kommt. Das Ende ist vorhersehbar und könnte man als kitschig bezeichnen, erinnert es doch stark an Rosamunde Pilcher Romane. Das ganze Buch geht in die Richtung von Pilcher mit »Liebe, Leid und glückliches Ende«. Ein leichter Schreibstil, ein wunderbares Setting und die gelungene Atmosphäre tragen viel dazu bei, dass ich die Geschichte genossen habe, obwohl sie für mich persönlich ein paar Schwächen hat.

Black Rabbit Hall

Von: Analog 2.0 Datum : 02.04.2016

www.analogzweinull.de/

Meine Meinung:

„Black Rabbit Hall“ von Eve Chase ist eine wunderbar einfühlsame Familiengeschichte die auf den ersten Blick einfach nicht so recht zusammen passen will, aber genau dadurch ihren eigenen Charme erhält. Genau wie das große Geheimnis das sich langsam durch die Generationen frisst, brauchte ich am Anfang etwas Zeit um in das Buch hinein zu finden.

Die Geschichte: „Black Rabbit Hall“ wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal haben wir die junge Lorna Smith die mit ihrem Verlobten in Cornwall auf der Suche nach einer perfekten Hochzeitlocation ist. Es soll nicht irgendeine werden, Lorna hat da schon feste Vorstellungen. Sie finden ein leicht verfallenes „Pancraw Hall“ vor und um Lorna ist es geschehen.

Die andere Zeitebene spielt Ende der 60er Jahre und erzählt uns die Geschichte der 16 jährigen Amber Alton die mit ihren drei Geschwistern und ihren Eltern einen unbeschwerten Sommer auf „Pancraw Hall“ verbringt. Sie alle genießen den Sommer in Cornwall bis ein Unglück das Leben aller für immer verändert. Von da an soll nichts mehr so sein wie es sich die junge Amber und ihre Geschwister wünschen. Der Plot hat mir gut gefallen, er wirkt gut durchdacht und fügt sich zu einem Großen und Ganzen zusammen.

Schreibstil: Wie bereits erwähnt wird „Black Rabbit Hall“ in zwei Zeitebenen erzählt. Regelmäßig wechseln sich die Ebenen ab, laufen aber am Ende des Buches zusammen. Durch eine sehr geschickte Erzählweise werden wir allerdings permanent auf eine andere Fährte geschickt, die Lösung springt wie ein Ping-Pong Ball von einem zum anderen und es bleibt spannend bis zum Schluss. Einige wenige Malt hatte ich leider das Gefühl irgendwas überlesen zu haben, eine Handvoll Übergänge waren für meinen Geschmack ein wenig zu hart.

Die Autorin verwendet eine eher einfache, dafür aber eine sehr ausdrucksstarke und bildliche Sprache. Wenn Amber die grünen Wiesen runde um „Black Rabbit Hall“ beschreibt, kann man das nasse Gras nach einem Unwetter förmlich spüren.

Charaktere: Der Charakter der Lorna gefällt mir besonders gut. Sie hat von Anfang an eine Ahnung das sie irgendetwas mit „Black Rabbit Hall“ verbindet, die Wahrheit allerdings hätte sie niemals erwartet. Von Kapitel zu Kapitel gewinnt sie die Stärke ihre Wünsche zu äußern und durchzusetzen und weder sie noch der Leser ahnt welche Ausmaße das ganze annehmen wird.

Amber Alton ist mir auch sehr sympathisch, ein junges Mädchen Ende der 60er Jahre, welches gerade erst die Liebe für sich entdeckt und dabei auch feststellen muss, dass nicht alles so ist wie es scheint.

Die restlichen Charaktere sind sehr verschieden. Der augenscheinlich bodenständige Verlobte, die fürsorgliche Haushälterin die mehr einer Freundin gleicht als einer Angestellten und nicht zu vergessen die undurchdringliche Dame des Hauses.

Cover: Das Cover ist der Knaller! Zwar habe ich Black Rabbit Hall als ebook gelesen, konnte die Printausgabe aber in einer Buchhandlung in die Hand nehmen. Eigentlich besteht das Cover aus zwei Teilen. Einmal eine Abbildung des Landhauses direkt auf dem Buchdeckel und dann der halbtransparente Schutzumschlag versehen mit Titel, Autor etc.

Fazit: „Black Rabbit Hall“ sollte man als Liebhaber verworrener Familiengeschichten unbedingt gelesen haben. Bildkräftig beschrieben tauchen wir ein in die Zeit in der das Landhaus noch mit Leben gefüllt war und lernen sie kennen, die Familie Alton. Hier gibt es von mir 4 dicke Punkte. Kleine Abzüge gibt es für die paar leicht holprigen Absätze und den langgezogenen Anfang.