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Leserstimmen (10)

Bill Bryson: It’s teatime, my dear!

It’s teatime, my dear! Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-442-31397-6

Erschienen: 25.04.2016
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Ein ungewöhnlicher Trip durch Großbritannien

Von: Martina Meyen Datum : 15.05.2017

www.eseloehrchen.de

Auf höchst amüsante Weise nimmt Bill Bryson mich mit auf seinem Trip quer durch Großbritannien und man muss seinen unverwechselbaren Humor schon sehr mögen um auch sein Buch zu mögen.

Bill Bryson und ich haben eine große Gemeinsamkeit – die Liebe zu Großbritannien und seinen Bewohnern. Und so habe ich ihn sehr gerne auf dieser etwas ungewöhnlichen Reise begleitet. Mit ihm besuche ich nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten. Er erzählt kleine Anekdoten und viel Wissenswertes, Hintergründiges und Eigentümliches. Er huldigt der wunderschönen Landschaft Großbritanniens und führt mich an Orte, von denen ich teilweise noch nie gehört habe. Er erzählt mir kleine feine Geschichten von Begebenheiten, die sonst nirgendwo erwähnt werden. Das gefällt mir ganz besonders und auch wenn ich mir natürlich nicht alles merken kann, so bleibt doch einiges in meinem Kopf. Wer noch nicht in Großbritannien war, bekommt Lust auf die Insel und wer sie eh schon liebt, bekommt Futter für die Sehnsucht. Ich habe mir schon eine Liste mit Orten angelegt, die ich jetzt unbedingt auch noch besuchen möchte.

Bill Bryson startet in Bognor Regnis, einem Seebad in Südengland am Ärmelkanal, und von dort weiter zu den Seven Sisters und spätestens da habe ich mir ein bebildertes Buch gewünscht. Bill Bryson erzählt sehr bildhaft, keine Frage, aber die Schönheit Großbritanniens kann man nicht immer in Worte fassen, das muss man einfach sehen.
Manchmal schweift er allerdings sehr vom Thema ab, kommt von Hölzchen auf Stöckchen und da wollte ich ihn so manches mal schütteln. So philosophiert er übers älter werden, wo man etwas ganz anderes erwartet und dann wartet man, dass er doch endlich von dem Ort berichtet, der in der Überschrift genannt wird. Oh ja, manchmal musste ich sehr sehr geduldig sein. Bill Bryson plaudert viel aus dem Nähkästchen, manchmal sehr persönliches, er thematisiert u. a. sein Ärgernis über den National Trust, Plastikmüll in den Meeren, fehlende Interpunktion und nicht korrekte Rechtschreibung.

Ich weiß, dass er Land und Leute sehr mag, aber bisweilen ging mir sein Humor dann doch zu sehr unter die Gürtellinie. Als er z.B. die gewöhnungsbedürftige Aussprache von einigen Orten erklärt, tut er dies mit den Worten: „Viele fragen sich, warum das so ist. Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass etwas davon kommt, wenn man mit engen Verwandten schläft.“ (S.264) Sorry Mr. Bryson, das finde ich absolut nicht witzig. Das ist nicht die einzige Stelle, bei der ich die Augen verdrehte, aber es waren dann doch nicht so viele, dass sie mir den Spaß am Buch verdorben haben. Und anstatt mich über solche Ausrutscher zu ärgern, habe ich mich lieber über die vielen interessanten Hintergrundinformationen gefreut.

Die einzelnen Kapitel sind nicht besonders lang, sie umfassen in der Regel so um die zehn Seiten. Meistens weist die Überschrift auf den Ort hin, über den Bill Bryson als nächstes berichten wird, aber manchmal heißen sie einfach „In den Wald“ oder „An der Küste“. Allerdings bewegt er sich stetig Richtung Norden und ich wusste, irgendwann wird er wohl in meinem geliebten Schottland ankommen.

Auch wenn es nur ein einziges Kapitel war, ich glaube, das habe ich am meisten genossen. Und genau so ist es: „Seltsamerweise kann niemand genau sagen, wo die schottischen Highlands beginnen und wo sie enden, aber es kommt ein Moment, in dem sich die Welt mit prickelnder Luft füllt und die Berge zu einer violetten Pracht werden. Dann weiß man, dass man angelangt ist.“ (S. 456).

Fazit: It´s teatime my dear ist eine Liebeserklärung an Großbritannien, ein Sammelsurium kurioser Anekdoten, ein bisschen Geschichtsunterricht und irgendwie auch ein Reiseführer auf eine ungewöhnliche und humorvolle Art.

Unterhaltsam und auf eine ganz eigene Weise spannend

Von: Leapunch Datum : 09.06.2016

leas-lesezauber.blogspot.de

Ein sehr schönes Cover, mir gefällt das schlichte Blau und das sich das Land England in kleineren Details wiederfindet. Ich bin ein großer "England-Fan" und als ich das Buch entdeckte musste ich es einfach auf meine Wunschliste setzen. Ich habe bisher noch nichts von dem Autor gehört oder gelesen und war deswegen sehr gespannt. Da ich sein erstes Buch über England nicht kenne war ich natürlich auch gespannt in wiefern mich das behindern wird, ich kann euch schon mal verraten das ich dadurch keine Schwierigkeiten hatte aber das erste Buch ganz gewiss noch lesen möchte.

Der Schreibstil ist flüssig, leicht und mit jeder menge Humor versehen, es ist eine besondere Mischung die einen gar nicht bemerken lässt wie die Seiten verfliegen. Spielerisch erzählt er von Katastrophen die immer wieder lustig sind, bringt dem Leser interessante Fakten näher und lässt einen in sein Privatleben gucken. Mit jeder Seite die ich gelesen habe wurde Bryson mir sympathischer und ich habe teilweise schon laut lachend da gesessen weswegen ich auch manches mal ein paar schiefe Blicke geerntet habe.

Dieses Buch macht Lust darauf selber die Sachen zu packen und nach England bzw. durch England zu reisen. Was ich sehr interessant finde sind die Orte abseits der üblichen Touristenrouten, es war aufregend so viele neue Informationen zu erfahren und ich habe jetzt richtig fernweh. Aber auch Orte bzw. Gebäude die ihm nicht gefallen oder besser gesagt, schlicht nicht in die Umgebung passen werden erwähnt. Es ist eine kleine Lobeshymne auf England aber auch mit den Schwächen dieses Landes.

Wer England mal von einer anderen Seite kennen lernen möchte oder wie ich es noch gar nicht kennt, der sollte dieses Buch auf keinen Fall verpassen. Es ist spannend, lehrreich, unterhaltsam und unheimlich komisch!


Fazit:

Eine tolle Abwechslungsreiche Lektüre, die ich fast schon verschlungen habe. Einziger Minuspunkt ist die teilweise sehr ausführliche Beschreibung eines Orts bzw. eines Ereignisses, da hätte ich mir einfach eine kürzere Fassung gewünscht, dann wäre das Buch für mich ein voller Erfolg geworden.

Ein Bericht von Land und Leuten

Von: Sarahs Bücherregal Datum : 06.06.2016

https://sarahs-buecherregal.blogspot.com

Bill Bryson bereist noch einmal Großbritannien, wieder ist er reif für die Insel. Was hat sich verändert, welche Orte wollte er schon lange sehen, diese Liste arbeitet er in „It’s teamtime, my dear“ ab. Dabei erzählt er auf gewohnt charmante Art von Land und Leuten, von Sehenswürdigkeiten und kleinen verschlafenen Orten, die kaum jemals ein Tourist besuchen würde.
Leider kommt in diesem Band etwas durch, was in den bisherigen Büchern von Bill Bryson durch viel Witz überdeckt wurde: stellenweise wirkt er einfach wie ein nörgeliger alter Mann. Das klingt böse, doch so charmant Bryson in seinem Stil auch immer noch ist, meckert er vielen Stellen, die er früher mit viel Humor überspielt hätte. Dadurch fehlte mit ein wenig die Fröhlichkeit und der Wortwitz, der seine bisherigen Bücher ausgemacht.

Dennoch lässt sich das Buch wieder gut lesen und wer bisher ein Fan von Bill Bryson war, wird sicher wieder seinen Spaß damit haben. Ich hätte mir ein wenig mehr Leichtigkeit gewünscht, damit man mit noch mehr Freude seine Reise begleitet. Wer Bill Bryson noch nicht kennt, sollte vielleicht mit „Reif für die Insel“ in die Bryson-Lektüre starten, dann ist dieses Buch besser zu verstehen und auch die kleinen Spitzen vom Autor sind besser nachzuvollziehen.

Mit Blick auf vielfache britische Eigenheiten

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 18.05.2016

www.rezensions-seite.de

Dass da einer kommt, der den Zähler ablesen will, ist soweit ja ganz in Ordnung. Denkt sich Bryson, auch wenn das seit Jahren, Jahrzehnten, vielleicht noch nie vorgekommen ist.

Dass der junge Mann dann zurückkehrt, klingelt und darauf beharrt, auch den separaten Zähler auf der „Herrentoilette“ ablesen zu müssen (die nicht existiert im Privathaus des Herrn Bryson, zumindest nicht in dieser Form, in der der Ableser auf dem öffentlichen Charakter des Hauses (gegen allen Augenschein) beharrt), das ist, legt Bryson nahe, typisch britisch.

Eine Mischung aus Größe, enge, ausdauerndem Festhalten an bestimmten, selbst nur vermeintlichen Vorschriften (Schinken, Käsesandwich? Gerne. Welches? Schinken und Käse! Geht nicht, nur Schinken oder Käse!), an wahnwitziger Fehlplanung (sechs Sträucher können nicht mehr gepflegt werden, dafür wird der gesamte Platz neugestaltet), aber auch an Tradition, Bewahrung und tatsächlicher Exzellenz (drei der britischen Universitäten stehen unter den Top Ten der Welt bei nur einem Promille Anteil am weltweiten Bildungswesen und deutlich weniger Mitteln als die Mehrzahl selbst durchschnittlicher amerikanischer Universitäten).

Bill Bryson macht sich wieder auf. Nach 1995 durchschreitet er „seine Insel“ ein weiteres Mal. Besucht dabei (nicht wenig, übrigens) Ort zum zweiten Mal und kann den Lauf der Zeit gut und anschaulich darlegen (wie den Niedergang des ein oder anderen Stadtteils in London, aber auch die fast „Wieder-Auferstehung“ in alter Schönheit, zumindest die Entwicklung dahin, in Oxford.

Von trostlosen Käffern mit einst stolzer Brust (Hove, bis hin zur äußersten nördlichen Spitze (Cape Wrath) an zahllosen Orten mit mannigfaltigen Anekdoten und kleinen und größeren Geschichten um die Historie der Orte, über das Leben von Freunden, um das Ergehen historisch einst wichtiger Persönlichkeiten.

Locker und leger erzählt Bryson und erkennbar mit selbst inzwischen verinnerlichtem „britischen Humor“ (wenn er einem Amerikaner in Londons U-Bahn versucht, Informationen zu geben).

Andererseits, nicht in gleicher Weise interessant gestalten sich die einzelnen Stationen, die Bryson besucht. Langatmige Naturwanderungen mit Eindrücken von Wiesen und Wäldern, ebenso wenig wirklich mitreißende Beobachtungen des Verkehrs in Oxford wechseln sich ab mit treffenden, humorvoll erzählten Portraits von Orten, persönlichem Ärger über das verfallen lassen mancher alter Schönheiten des Landes, ein Stauen über London (mit tatsächlich interessanten, in dieser Form kaum wirklich geläufigen Informationen (warum die Skyline genauso ist, wie sie ist und welche Vorschrift eine andere Skyline verhindert hat) und immer wieder die Begegnung mit den Menschen, mit Eigenarten, mit einem „Lifestyle“ der tatsächlich wohl andernorts so nicht zu finden sein wird.

Weshalb am Ende dann, bei aller Kritik, die Bryson auch teils süffisant äußert, auch dieses Buch eine echte Liebeserklärung an das ist, was Bryson als Kern des englischen Seins und der englischen Lebensweise immer wieder vor Augen rückt.

Im Gesamten unterhaltsam, informativ, subjektiv, mit Augenzwinkern und Ironie ein gut zu lesendes Buch, das manche Längen dennoch nicht verbergen kann.

Bryson on tour - England abseits der üblichen Touristenpfade

Von: Elke Heid-Paulus Datum : 30.04.2016

www.lovelybooks.de/mitglied/Havers/rezensionen/

„Reif für die Insel“ war die erste Reisereportage von Bill Bryson, die ich vor vielen Jahren gelesen habe. Bereits damals war ich mit dem Großbritannien-Virus infiziert, und daran hat auch der Lauf der Zeit nichts verändert. Mindestens einmal pro Jahr bin ich auf der „Insel“ unterwegs und deshalb auch mit vielen der von Bryson in seinem neuesten Buch „It’s teatime, my dear: Wieder reif für die Insel“ vorgestellten Lokalitäten vertraut. Vertraut natürlich in dem Sinne, dass ich die Städte/Dörfer/Landstriche kenne, die er bereist, ich schon einmal vor Ort war. Aber der Autor ist immer für eine Überraschung gut, findet er auf seinem Weg doch häufig irgendwelche skurrilen Besonderheiten, an denen der normale Reisende mangels Information vorübergeht.

Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das sich Bill Bryson für seine neue Reisereportage vorgenommen hat: die Durchquerung Großbritanniens auf einer Linie von Süd nach Nord, von Bognor Regis in Sussex nach Cape Wrath in den schottischen Highlands. Und so wie es in den Vereinigten Staaten, dem Herkunftsland des Autors, die Mason-Dixon Linie gibt (Trennlinie zwischen den Nord- und Südstaaten), hat Bryson die Idee, seine Reiseroute als die Bryson-Linie in die Reiseliteratur eingehen zu lassen. Die Mason-Dixon Linie benamt er allerdings nicht direkt, sondern geht davon aus, dass der Leser über ein gewisses Maß an Allgemeinbildung verfügt und den Bezug selbst herstellt. Mittlerweile ist Bryson Mitte sechzig, verfügt über einen großen Fundus an nützlichem und nutzlosem Wissen, das er immer wieder bei passenden Gelegenheiten in seine Beschreibungen einfließen lässt und so dem Leser das eine oder andere wissende Lächeln entlockt. Wie beispielsweise auch beim Besuch des Grabmals von George Everest, dem Namensgeber des besagten Mount, der den nach ihm benannten Berg niemals zu Gesicht bekam.

Über weite Strecken ist das Buch höchst amüsant zu lesen, es gibt aber auch Abschnitte, die stark von Brysons kulturpessimistischen Gedanken geprägt und mit Sicherheit Alter und Erfahrung geschuldet sind. Besonders beeindruckt haben mich die Passagen, in denen er seinem Respekt vor dem kulturellen und schützenswerten Erbe Großbritanniens sowie den wunderbaren Landschaften Ausdruck verleiht. Enttäuschend ist nur, dass der Norden kaum Erwähnung in Brysons Reisenotizen findet. Ein paar Seiten über Durham mit seiner wunderbaren Kathedrale und schwuppdiwupp, schon sind wir auf der Fahrt in die schottischen Highlands und dem Endpunkt der Reise. Ein paar launige Bemerkungen über die Schotten, die er offenbar nicht mag, und das war’s dann auch schon. Schade!

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Brysons Reisenotizen eine kurzweilige Lektüre sind und auch für den Kenner noch die eine oder andere Überraschung bereithalten. Die Auswahl der Stationen ist natürlich subjektiv, von daher kann es nicht ausbleiben, dass Kenner manche Orte vermissen werden. Aber all diejenigen, die England (denn darauf beschränkt sich der Autor) abseits seiner Metropolen kennenlernen möchten, sollten hier zugreifen, da sie von Bryson mit Informationen versorgt werden, die in kaum einem Reiseführer zu finden sind.