Leserstimmen zu
DIE WAHRHEIT

Melanie Raabe

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Paperback
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Ich hatte „Die Wahrheit“ schon fiebrig erwartet, nachdem ich „Die Falle“ beendet hatte und unbedingt mehr von dieser Autorin lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht: Nach einem relativ holprigen Start, der größtenteils dazu dient, Sarahs Welt zu erläutern und ihre Strukturen darzustellen, geht es auf einmal los und bleibt von da an spannend: Schon bei ihrem ersten Treffen, wirkt „Der Fremde“ komisch und Sarah sagt sofort, dass dies nicht ihr Mann ist. Natürlich hat man als Leser keine andere Möglichkeit, als ihr da zu glauben und so entwickelt sich schnell ein Konstrukt rund um die Fragen: Wer ist der Fremde?, Was will er?, Wo ist ihr richtiger Mann? und Hat Sarah vielleicht doch etwas mit seinem Verschwinden zu tun? – Denn das ist, wo der Fremde Zweifel sät. Zwischendurch erhält der Leser nämlich immer wieder Kapitel aus der Sicht des Fremden. Zuerst ist es schon krass, wie durchdacht und kalt er alles geplant zu haben scheint. Es ist eschreckend, wie unberechenbar er handelt. Es stellt dar, wie strukturiert und gleichzeitig verzweifelt er vorgeht und selbst manchmal Angst vor Der Frau hat, wie er Sarah nennt. Er hat seinen eigenen Stil zu Reden und zu Schreiben, abgehakter, kürzer, wie in Befehlen und unterscheidet sich ganz von Sarahs Kapiteln, die länger sind und in denen viel mehr auf Details und Feinheiten eingegangen wird. Sarahs Gefühle äußern sich ganz anders und sie schwankt auch viel mehr. Von Trauer zu Angst über Wut bis hin zu Panik, immer wieder durchlebt sie neue Emotionen – und der Leser mit ihr. Und hier kommt der Fremde ins Spiel: Je weiter man in der Geschichte voranschreitet und je mehr man von dem Fremden erfährt – sei es durch Dialoge oder seine eigenen Kapitel – glaubt man immer mehr im Hinterkopf, dass Sarah auch die Kranke sein könnte und sie den groß angelegten Plan verfolgt. Aber sicher weiß man es dann doch nie, denn sie ist eben das Opfer des ganzen und weckt die Angst beim Leser dem „Fremden“ gegenüber. An sich folgt „Die Wahrheit“ dem gleiche Konzept wie „Die Falle“: Eine Frau, die relativ alleine und zurückgezogen lebt, etwas verändert sich, die neue Bedrohung in Form eines Mannes befindet sich direkt in ihrem Haus, sie schlägt zurück. Nie weiß man, wer wirklich verrückt ist, wer die Gefahr ausstrahlt und so ist es auch hier. Genauso wie in ihrem Debüt zeigt Melanie Raabe, dass sie schreiben kann: Egal ob es drückend-gruselige Horrorszenarien sind, hektische Verfolgungen oder panische Konfrontationen, immer wieder fesselt sie den Leser und schafft es, die Spannung konstant hochzuhalten. Ich finde es immer verwunderlich, mit wie wenigen Ereignissen Melanie Raabe die Spannung doch so aufrecht erhält. Es ist eher eine ruhige Geschichte, die doch durchgehend spannend ist – ganz im Gegensatz zu Büchern von James Patterson zum Beispiel, bei denen eine feurige Explosion und ein blutrünstiges Attentat auf das nächste folgt, ohne wirklich spannend zu sein. Immer wieder kommen neue Probleme auf Sarah zu, immer verrückter wird der Fremde, immer mehr fragt man sich, ob vielleicht nicht doch sie die ist, die allen etwas vorspielt. Dem Leser wird wieder ein raffiniertes Duell geboten und man merkt, dass sich die Autorin entwickelt – zum guten. Sie geht immer mehr in Richtung Thriller und weiß immer mehr, die Feinheiten noch mehr aus den Dialogen und Gefühlsregungen der Charaktere herauszuholen – ohne dabei „Die Falle“ groß in den Schatten zu stellen. Trotzdem würde es mir gefallen, wenn Raabe mehr aus ihren Plot-Twists machen würde. Oft baut sie diese einfach nebenbei in Dialoge ein, wodurch ihre Schlagkraft gemindert wird. Dies kann man natürlich als ein Stilmittel betrachten, aber ich glaube, dass es den Büchern noch sehr viel besser ergehen würde, wenn sie öfter mal aus einem Plot-Twist auch einen Cliffhanger machen würde. Ansonsten hat mir das Buch sehr gefallen und mir richtig Spaß gemacht, zu lesen. Ein Katz-und-Maus-Spiel dessen Bedrohungen sich mit jeder Seite mehr entwickeln und mit jedem Kapitel mehr Spannung entfaltet. Sehr gelungen! – 4/5 Sterne ©Marlon

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Seitdem ihr Mann nach einer Geschäftsreise in Kolumbien spurlos verschwunden ist, zieht Sarah den gemeinsamen Sohn Leo alleine groß. Doch dann, nach sieben ungewissen Jahren, bekommt sie die Nachricht, dass Philipp befreit wurde und nun zu ihr zurückkehrt. Am Flughafen soll sie ihn wieder treffen, aber dann steigt ein fremder, ihr unbekannter Mann aus dem Flugzeug, den sie noch nie gesehen hat. Was will dieser Mann von ihr und was ist mit Philipp? Nach Melanie Raabes Debüt ,,Die Falle" war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk ,,Die Wahrheit" und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Wieder schafft sie es, durch eine realistische Situation ein gewisses Grauen und Unbehagen zu erzeugen und die Spannung bis zum Ende ganz oben zu halten. Die meiste Zeit wird die Handlung aus der Perspektive von Sarah geschildert. Sie ist eine äußerlich starke, aber innerlich sehr labile Person, die die Routine liebt. Schon früh wird dem Leser vermittelt, dass sie ein Geheimnis hat. Häufig wusste ich als Leserin nicht, ob ich ihr wirklich alles abnehmen kann. Der Fremde dagegen wirkt sehr kalkuliert und gewaltbereit gegenüber Sarah. Erst nach und nach merkt man, dass auch er unter einem hohen Druck steht und nach einer bestimmten Wahrheit sucht. Melanie Raabe hat einen sehr angenehmen und gut lesbaren Schreibstil. Sie versteht es, immer wieder neue Spuren zu legen, um den Leser zu verwirren und im nächsten Augenblick völlig zu überraschen. Allerdings konnte sie diesmal nicht alles hundertprozentig nachvollziehbar und logisch auflösen. Dennoch war ich mit dem Ende zufrieden und von dem Buch insgesamt begeistert. Wer Thriller liebt, die unvorhersehbar sind und einen immer wieder überraschen, der ist bei ,,Die Wahrheit" genau richtig.

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Der Fremde daheim

Von: wal.li

14.03.2017

Die 37jährige Sarah hat sich mit ihrem Sohn in ihrem Leben eingerichtet, dass so ganz anders geworden ist. Ihr Mann Phillip verschwand vor sieben Jahren während einer Geschäftsreise nach Südamerika. Und nun bekommt sie plötzlich die Nachricht, ihr Mann sei wieder aufgetaucht und werde mit dem nächsten Flug wieder in Hamburg ankommen. Sarah ist sehr unsicher, wie sie die Nachricht aufnehmen soll. Eigentlich ist es eine Freude, doch als sie ihrem Mann am Flughafen abholen soll, sieht sie einen Fremden. Einen Fremden, der ihr auch noch droht, ihn ja nicht auffliegen zu lassen. Sarahs Leben gerät zu einem Albtraum. Man stelle vor, das Leben läuft wieder ganz gut. Der schwere Verlust ist langsam überwunden, man möchte nach vorne schauen. Und dann die Nachricht, mit der nach der langen Zeit nicht mehr zu rechnen war und das Entsetzen als ein Fremder vor einem steht. Einer, der einfach behauptet, der eigene Mann zu sein. Dieser Unglaube, der langsam im Gehirn verarbeitet werden muss. Als ob die Realität leicht verschoben ist. Irgendwie ist alles wie es sein soll, aber irgendwie fühlt es sich zehn Zentimeter daneben an. Sarah hat Angst vor dem Fremden, was will er in ihrem Leben. Sehr spannend aus Sicht Sarahs und des Fremden geschildert, zeigt sich nach und nach ein Bild von einem Ehepaar, das mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Fast schien es als sei das Losungswort vergessen. Wie geht man mit der Situation um, plötzlich einen Fremden im Haus zu haben. Jemanden, den man nicht einfach wieder los wird, es ist ja angeblich der eigene Mann. Mit leichter Hand geht die Autorin ein furchteinflößendes Dilemma an. Sie versteht es, die Phantasie anzuregen, über Sarahs Geschichte, die des Fremden und die einer Ehe. Man verschlingt die Seiten in Erwartung eines fulminanten Finales. Doch gerade als man eine spektakuläre Auflösung in Reichweite glaubt, präsentiert sich ein eher normales Ende, welches zwar etwas enttäuschend wirkt, schließlich aber genau dadurch doch wieder überrascht.

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Ein Mann kommt nach Hause, und seine Frau erkennt ihn nicht mehr. Umgekehrt ist die panische Reaktion verständlich, denn der Fremde, der sich der Protagonistin vertraulich nähert, ist nicht jener, den sie geheiratet hat. Was ist hier los? Diese Ausgangssituation haben Poznanski und Strobel jüngst zu einem Thriller mit dem Titel "Fremd" verarbeitet. Die kritischeren Rezensenten sind sich weitgehend einig: Die Ausarbeitung wird dem Potential des Stoffes nicht gerecht, zu naiv agiert die weibliche Hauptfigur, zu ratlos wirkt die Entwicklung des Plots, zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt die Auflösung. Melanie Raabes zweiter Roman wirkt nun, als hätte sie sich diese Kritik zu Herzen genommen und die Geschichte von Grund auf neu entworfen. Sie verzichtet auf seltsame Verschwörungstheorien und leinwandtaugliche Actionszenen, die beim deutsch-österreichischen Autorenduo den Eindruck erwecken, damit sollte Ratlosigkeit überbrückt werden. Raabe nutzt ihre Geschichte vielmehr wie ein Gelenk, mit dem sie den Bewegungsspielraum in alle Richtungen auslotet, ohne es unnatürlich zu verdrehen. Mit einer einer neuen Information ändert auch die Grundannahme, auf der die Geschichte fußt, schlägt die Handlung eine neue Richtung ein. Raabe achtet dabei auf die Schmerzsignale ihres narrativen Gelenks, um den Rahmen des Glaubwürdigen nicht zu verlassen. Als bewährtes Stilmittel dazu dient ihr das Spiel mit unzuverlässigen Erzählinstanzen. Sorgfältig wird die Glaubwürdigkeit einer jeden Figur infrage gestellt, die Elemente der Geschichte neu arrangiert, sodass am Ende aus den anfangs bekannten Mosaiksteinen ein gänzlich neues Bild entstanden ist. Anstatt wie in "Fremd" die Größenordnung und damit beinahe auch das Genre zu wechseln, konzentriert sich "Die Wahrheit" ganz auf das Gefühlsleben der Hauptfigur Sarah, erfasst jede Nuance ihrer Stimmungen um so ein authentisches Bild ihres Charakters zu erzeugen, der die Parameter für ihre Handlungen definiert. Was den Roman zudem auszeichnet ist Raabes feines stilistisches Sensorium. Zu Beginn markiert ein neuer Haarschnitt die Zäsur im Leben der Hauptfigur, ein Symbol, das bereits auf dem Cover angedeutet ist. Dazu heißt es: "Ich beweine meine Haare mit drei großen, stummen Tränen, die zu Boden fallen wie der erste Schnee des Winters." (S. 13) Die Wahrnehmung der Protagonistin nimmt breiten Raum ein, findet sich doch das Innere im Äußeren gespiegelt. Eine Zäsur, ein Stimmungsumschwung wird etwa folgendermaßen eingeleitet: "Alles blendet mich. Die Welt sieht anders aus als zuvor. Jemand hat einen Filter über sie gelegt, der alles verändert. Der Himmel ist blauer als zuvor, kobaltblau. Die Blätter an den Bäumen sind neongrün, das Sonnenlicht so hell, daß es mir in den Augen schmerzt (...)." (S. 54) Und die Dissonanz, die sich mit dem Auftauchen jenes Mannes einstellt, der ihr so fremd erscheint, manifestiert sich folgendermaßen: "Seine Präsenz hat von meinem Zuhause Besitz ergriffen, es ist wie ein tiefer Ton, den man mehr mit dem Bauch wahrnimmt als mit den Ohren und der macht, daß sich einem alle Körperhärchen aufstellen." (S. 253) Persönliches Fazit Melanie Raabes zweiter Roman ist ein feinfühliges Psychogramm einer Zweifelnden, das Wendungen bietet, die den Leser über den Rahmen der Geschichte hinauskatapultieren, aber sicher wieder landen lassen. Letztendlich ist es jedoch die Freude der Autorin am Spiel mit der Sprache, die ansteckt, die den Geist entflammt.

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Meine Meinung Noch nie – und ich wiederhole mich: Noch nie in meinem Leben habe ich einen so ruhigen, aber trotzdem intelligenten und vor Spannung polarisierenden Thriller gelesen! Das erste Buch, welches ich von Melanie Raabe gelesen habe, hat mich mehr als begeistert! „Die Wahrheit“ – eine Story über einen fremden Mann, der sich als Sarahs verschwundener Ehemann ausgibt, und in ihrem Haus Angst und Schrecken verbreitet – war ein Genuss! Ich war sehr gespannt auf den Thriller von Melanie Raabe, da er sehr viele positive Rezensionen erhalten hat und ich mir selbst eine Meinung bilden wollte. Zu allererst muss ich sagen, dass das Cover sehr gut zum Inhalt des Buches passt, ebenso der Titel – im Prinzip ist das Cover und der Titel aussagekräftiger als der Klappentext, es beinhaltet alles, was im Buch thematisiert wird. Von Anfang an war ich von Frau Raabes Schreibstil überzeugt – schnell, rapide, konkret und diskret! Mir hat sehr gefallen, dass die Autorin die Kapitel in Absätze unterteilt hat und auch die Kapitel relativ kurz waren. Der bildgewaltige aber trotzdem einfache und leicht verständliche Schreibstil trägt zu hundert Prozent zur Geschwindigkeit des Lesens und zum Spannungsaufbau bei! Die Spannungskurve an sich war eine Achterbahnfahrt der Gefühle: Melanie Raabe versteht, wie man die Herzfrequenz des Lesers in die Höhe steigen lässt; die Story ist wunderbar unterhaltsam und spannend aufgebaut, und wenn erst der Fremde im Haus ist, geht’s richtig los! Sehr gefallen haben mir die schnellen und grandiosen Dialoge, denen ich regelrecht mit offenem Mund gefolgt bin. Die Autorin hat eine große Portion Authentizität mit einfließen lassen, und auch einen Löffel voll Ironie und Sarkasmus konnte ich „rausschmecken“. Durch den Schreibstil und dem grandiosen Spannungsaufbau liest sich das Buch wie ein Hollywood-Actionfilm: Dramatisch, spannend, actionreich, fesselnd! Die bedrückende und überaus mysteriöse Atmosphäre gibt dem Buch eine Art Dramatik, und ich war hin und weg von dem plot-twist, der einem wie eine Faust ins Gesicht gerammt wird! Auch waren die beiden Sichtweisen der Protagonisten sehr gut: Am Häufigsten liest man von Sarah, dann waren immer wieder Kapitel vom fremden Mann dazwischen und zwei Mal sogar die Geschichte aus der Sicht von Philipp, der verschwundene Ehemann. Lügen, Intrigen und falsche Wahrnehmungen spielen hier auch eine große Rolle. Ich habe regelrecht gespürt, wie meine Wut Seite für Seite stieg: Die Autorin spielt gekonnt mit dem Leser – ist der Fremde doch nicht brutal? Ist Sarah schuld an der ganzen Sache? Was hat der Fremde vor? Wo ist Philipp … ein grausames Spiel um die Wahrheit, die wahrlich sensationell konstruiert war! Ich sehe in diesem Buch großes Potenzial für eine Verfilmung! Fazit Das Buch war ein wahrer Pageturner, und es fällt einem schwer, das Buch auch nur für eine Minute beiseitezulegen! Ich bin sehr begeistert von diesem äußerst spannenden Plot, und empfehle das Buch jedem weiter, der einen extremen, psychologischen Spannungsroman lesen möchte. Ein unglaublicher Schreibstil, ein gewaltiger Plot und ein so intelligenter Thriller, dass ich gezittert habe, als ich das Buch beendet habe. Bravo, Frau Raabe!

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Ich bin immer noch ganz hin und weg von diesem atemberaubenden Psychothriller! Denn das tut er tatsächlich – er raubt einem den Atem. Mir blieb beim Lesen die Luft weg, eine Gänsehaut kroch mir den Rücken hinunter, mir liefen Schweißperlen über die Stirn und ich saß irgendwann aufrecht im Bett, weil die Spannung kaum noch auszuhalten war. In ihrem zweiten Thriller erzählt Melanie Raabe, international gefeierter Shootingstar der deutschen Spannungsliteratur, Sarahs unglaubliche Geschichte. Von außen betrachtet führt die junge Frau ein perfektes Familienleben, welches von heut auf morgen aufgrund eines schweren Schicksalsschlags zerschlagen wird. Ihr Ehemann Philipp kehrt von einer Geschäftsreise nach Südamerika nicht zurück. Sieben Jahre lebt Sarah in Ungewissheit und kümmert sich allein um ihren kleinen Sohn. Sie gibt nie die Hoffnung auf, dass Philipp irgendwann wieder vor der Tür steht und lehnt vehement ab, ihn für tot erklären zu lassen. Doch sieben Jahre sind eine lange Zeit. Langsam beginnt sie nun doch damit, einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit zu ziehen und ihr Leben wieder zu leben, bis zu dem Tag, an dem sie einen erlösenden und völlig überraschenden Anruf erhält. Philipp lebt! Er sei seinen Entführern entkommen und wird in Kürze in Deutschland landen. Das Medieninteresse an diesem Wunder ist natürlich groß und so stehen nicht nur Sarah zusammen mit ihrem mittlerweile achtjährigen Sohn am Flughafen, sondern auch haufenweise Journalisten, Fotografen und Kamerateams, die die Ankunft des lang vermissten Familienvaters dokumentieren. Sarahs Herz schlägt bis zum Anschlag, als sich die Flugzeugtüren öffnen, erstarrt aber im nächsten Moment, denn der Mann, der da strahlend auf sie zuläuft, ist nicht Philipp… Was für eine fantastische Basis. Sie hat so viel Potenzial, zu einer spannenden und nervenaufreibenden Geschichte ausgebaut zu werden und genau das hat Melanie Raabe mit Bravour getan. Sie ließ mich nicht nur in den ständig wirbelnden Strudel der Ereignisse eintauchen, nein, sie ließ mich auch alle Emotionen, die Sarah durchlebt, am eigenen Leib spüren. Die Autorin hat eine ganz besondere Gabe. Mit ihrem fesselnden und sich stets an die jeweilige Situation anpassenden Schreibstil hat sie mich direkt in die Geschichte entführt. Plötzlich lag ich nicht mehr in meinem gemütlichen Bett. Ich lief an Sarahs Seite um mein Leben, verbarrikadierte mich mit ihr in ihrem eigenen Haus und hatte das Gefühl, unsere Herzen sprängen uns gleich aus der Brust. Mal beschreibt Melanie Raabe sehr bildhaft, im nächsten Moment werden ihre Sätze kürzer, bestehen manchmal bloß aus einem Wort. Ich war und bin sehr beeindruckt, wie nah mir die Geschichte kam. Ein Psychothriller, der völlig ohne Blut auskommt und mir doch das Fürchten gelehrt hat. Er funktioniert komplett auf der psychischen Linie, spielt mit seinen Lesern, lässt sie spekulieren und wirft schließlich doch alles wieder über den Haufen. Ich wusste nicht mehr, wem ich trauen kann und ob Sarah selbst nicht vielleicht die Verrückte ist. Wie ein Durstiger in der Wüste nach Wasser habe ich verzweifelt nach der Auflösung gelechzt. Als es dann soweit war, wurde ich mächtig überrascht, denn damit hätte ich, trotz Thriller-Erfahrung, nicht gerechnet. Chapeau, Melanie Raabe, zum zweiten Mal! Ich bin schwer begeistert und möchte am liebsten allen Menschen „Die Wahrheit“ in die Hand drücken. Jeder, der diesen Psychothriller nicht gelesen hat, verpasst etwas! Eine großartige Story und ein packender Schreibstil machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis der Spannungs-Extraklasse! Unbedingt mehr davon!

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​Was würdest du tun, wenn dein Mann auf einer Geschäftsreise spurlos verschwindet? Versuchen weiterzuleben? Hoffen und beten, dass er zurückkommt? Wie würdest du dich fühlen, wenn deine Gebete erhört werden, und dein vor Jahren verschwundener Ehemann gefunden und nach Hause gebracht wird? Erleichterung, Glück, Freude oder eher ein Gefühl der Angst nach all den Jahren der Ungewissheit, was einem erwartet. Vor allem, und das ist sicher, ein regelrechtes Gefühlchaos. Aber was tust du wenn ein Fremder anstelle deines Mannes kommt und dir keiner Glauben schenkt? Das war das erste Buch, welches ich von Melanie Raabe gelesen habe, daher hatte ich keine Ahnung was mich erwartet. Ich kenne ihren Schreibstil, ihre Geschichten und Charakterbeschreibungen nicht und ließ mich unvoreingenommen auf den Thriller ein. Ich war von Anfang an gefesselt und war emotional sofort bei den Charakteren. Ein großer Teil der Geschichte wird von Trauer, Mitleid und Hoffnung und auch Glauben geprägt. Die Autorin fuhr sozusagen Achterbahn mit meinen Gefühlen und gab mir immer wieder einen neuen Kick. Ich las das Buch in kürze durch, da ich es keine Sekunde lang beiseite legen wollte. Die Spannung treibt einen in den Wahnsinn, ich war selten so geladen von einer Geschichte und dessen Personen. Wir haben ja alle unserer Vorstellungen wie eine Geschichte weitergeht bzw. zu Ende geht, doch hier ist man einfach nur gefesselt. Ich freu mich schon auf weitere Bücher von Melanie Raabe. Mich hat selten ein Thriller so gepackt, mich in andere Gefühlswelten entführt und mir am Ende Gänsehaut beschert.

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Erneut ein gutes Buch von Melanie Raabe! Das erste hat mir schon gefallen,und beim zweiten wurde ich ebenfalls nicht enttäuscht. Wunderschöner, bildlicher Schreibstil, vorhandene Spannung und ein gutes und passendes,aber doch auch unerwartetes Ende! Unbedingt lesen,wenn ihr das erste Buch von ihr toll fandet!

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