Leserstimmen zu
Todesmärchen

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (3)

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Zwei Dinge sollte man beim Lesen der Bücher von Andreas Gruber wohl niemals denken: 1. Oh, ich weiß, wie das ausgeht! 2. Nee, das wird er seinen Charakteren doch nicht antun… Ich weiß gar nicht so genau, wie oft ich in diesem dritten Band damit falsch lag. Gegen Ende passieren dann direkt zwei Dinge, die allem widersprechen, was ich über die Charaktere zu wissen glaubte – oder darüber, was in einem Band einer Thriller-Reihe passieren kann und was nicht. Ansonsten ist alles wie gehabt. Die Geschichte ist so originell und einfallsreich, wie ich das inzwischen von Andreas Gruber erwarte, und Maarten S. Sneijder ist nach wie vor einer meiner allerliebsten Buchcharaktere – so langsam macht er Sherlock Holmes und Cormoran Strike Konkurrenz, und das will was heißen. Beides wird in diesem Band wieder so richtig ausgereizt, denn was den Fall wirklich außergewöhnlich macht, ist seine Verbindung zu Sneijders Leben. Spoiler-Alarm: Der Autor macht es seinem (Anti-)Helden dieses Mal wirklich nicht leicht – und mehr verrate ich da noch nicht. Bisher ist “Todesmärchen” für mich der spannendste Band der Reihe. Und das liegt für mich noch nicht einmal nur an der Jagd nach dem Mörder – obwohl die auch mörderisch spannend ist! –, sondern vor allem an der Frage, was sie mit den Hauptcharakteren machen wird. Wozu diese Jagd sie treiben wird. Wie sie das verändern und verwunden wird. Was man als Leser noch nachvollziehen und verstehen kann. Aber das ist immer glaubhaft. Wenn ein Charakter etwas tut, dann kann man im Rückblick begreifen, was ihn oder sie dazu getrieben hat. Soll ich noch einmal das Loblied auf Maarten S. Sneijder singen? Das habe ich bei “Todesfrist” getan, das habe ich bei “Todesurteil” getan, dann sollte ich es wohl auch bei “Todesmärchen” tun: Das Wunderbare an Sneijder ist, dass er eine Vielzahl von Charakterzügen in sich vereint, die ihn eigentlich zum Kotzbrocken machen sollten – er ist unfreundlich, selbstherrlich und dauersarkastisch – , aber irgendwie ist er trotzdem seltsam liebenswert. Und witzig, obwohl er es nicht leiden kann, wenn jemand witzig sein will. Und das Wunderbare an Sabine Nemez ist, dass sie ihm Kontra gibt und keineswegs nur zweite Geige spielt, aber dennoch perfekt (und platonisch) zu ihm passt. Auch beim Schreibstil muss ich noch mal lobhudeln. Der ist klasse. Punkt. … Na gut: die Dialoge sind der Hammer, der Stil verbindet Humor mit Atmosphäre und Drama und liest sich einfach wunderbar flüssig und unterhaltsam runter.

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Hörbuch von Andreas Gruber Sneijder und Nemez ermitteln erneut in einer Reihe von Morden. Diese ähneln einer Mordserie deren Mörder vor Jahren zur Strecke gebracht wurde, und in einem Sicherheitsgefängnis einsitzt. Doch noch jemand ist an Piet von Loon interessiert, die Psychologin Hannah. Hannah´s ältere Schwester wurde von Piet auf brutale Weise ermordet, sie möchte herausfinden wieso?! Doch um Piet hinters Licht zu führen, was ihre Vergangenheit angeht, damit er mit ihr redet, muss sie schlauer sein als er. Doch Hannah weiß nicht in welcher Gefahr sich sich befindet, und das Piet van Loon sie schon längst durchschaut hat. Sie spielt ihm und seinen Plänen regelrecht in die Hände. Unterdessen beginnt eine blutige Schnitzeljagd und der Mörder scheint Sneijder und Nemez immer einen Schritt voraus zu sein. Jedes Opfer ist kunstvoll drapiert und hat ein geheimnisvolles Zeichen in die Haut geritzt. Um diesen Fall zu verstehen kommt es immer wieder zu Zeitsprüngen um dem Mörder und dem Rätsel das hinter den Morden steckt auf die Schliche zu kommen. Ein Katz und Maus Spiel beginnt und es wird wohl zu Sneijders Persönlichstem Fall den er je bearbeitet hat. Gelesen von Achim Buch der Sneijder mit seiner Stimme Leben einhaucht. Man kann sich den mürrischen Genossen mit seinem Niederländischen Akzent bildlich vorstellen.

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Auch diesen Teil habe ich wieder als Hörbuch gehört, da mir der Sprecher so unglaublich gut gefällt! Für mich definitiv einer der Besten! Das Buch ist durchweg spannend, spielt wieder an verschiedenen Handlungsorten und es gibt auch Rückblicke zu den Morden in der Vergangenheit. Beim Hörbuch muss man deswegen anfangs ziemlich aufpassen, damit man nichts durcheinander würfelt, was sich aber mit der Zeit legt 🙂 Das Taschenbuch hat zwar eine recht kleine Schriftgröße, dafür jedoch einen großzügigen Zeilenabstand. Die Kapitel sind schön kurz und mit dem Handlungszeitpunkt überschriftet. Das Cover gefällt mir sehr gut, da es schlicht gehalten ist und eine klare Verbindung zum Titel und zum Inhalt darstellt. Was mir als Booknerd jedoch etwas zu schaffen macht, ist die Aufmachung, die nicht mehr zu den zwei anderen Teilen der Reihe passt :‘-( In diesem Teil wird der Protagonist Maarten S. Sneijder extrem vertieft! Seine Vergangenheit spielt hier eine überaus große Rolle und ich finde es klasse, so viel über ihn erfahren zu haben. Somit kann der Leser sich nochmal ein ganzes Stück besser in ihn hineinversetzen! Ansonsten ist er wieder der „charmante“ Ar***, den seine Person nunmal auszeichnet und die man einfach lieben lernt 🙂 Aber nicht nur der Leser, sondern auch seine Partnerin Sabine Nemez lernt ihn immer mehr zu schätzen und so erkennt man schon manche Ähnlichkeiten zwischen den beiden. Generell, finde ich, merkt man immer mehr, wie die beiden als Team zusammenwachsen und „Freunde“ werden. Die Beziehung zwischen den zwei wird durch kleine unterhaltsame Neckereien locker und realistisch dargestellt. Mir gefällt diese Entwicklung wirklich gut und die beiden sind mir auch schon richtig ans Herz gewachsen ❤ Auch andere Charaktere, die man speziell aus dem letzten Teil Todesurteil kennt, werden etwas mehr vertieft und so kann man den ein oder anderen etwas mehr in seinem Verhalten nachvollziehen. In der Geschichte hüpft man nur so von Setting zu Setting – von Mord zu Mord. Es entsteht zu keiner Zeit Langeweile, es geht wenn eher rasant in der Story voran. Man rätselt bei jeder Leiche mit, um was für ein Märchen es sich handeln mag – die Morde sind detailliert geschildert, sodass man als Leser direkt ein Bild vor Augen zusammensetzen kann. Und Achtung: teilweise sind die schon echt krank und evtl nichts für schwache Gemüter! 😀 Besonders gut hat mir der Handlungsstrang in der Anstalt für gestörte Schwerverbrecher gefallen. Da sie auf einer Insel liegt, bekommt man direkt Beklemmungen à la Shutter Island 😀 Hier liegt für mich anfangs der Hauptfokus der Spannung! Das Buch glänzt mit vielen schockierenden Offenbarungen, die der Leser so nicht ahnt. Das gesamte Storykonstrukt wirkt sehr, sehr ausgefeilt und hat für mich keinerlei Schwachstellen. Das Motiv hinter den Taten ist sehr gefühlvoll von Gruber gewählt, im Nachhinein absolut nachvollziehbar, und hat mich schon ziemlich aus den Socken gehauen! Auch das Ende hat es wirklich in sich. Hier wird man nicht nur mit einem heftigen Cliffhanger an den Rand des Wahnsinns getrieben, sondern es bricht einem auch regelrecht das Herz! Ich habe noch nie ein so gefühlsbeladenes Ende in einem Thriller erlebt! Vielen vielen lieben Dank an dieser Stelle an Herrn Gruber!!! Ich hatte wirklich fast schon Pipi in den Augen! Mein Herz blutet jetzt noch! ❤ Und natürlich wurde durch den Cliffhanger die Spannung auf den nächsten Teil Todesreigen ins Unermessliche gesteigert! Für mich ist dieses Buch das absolute Highlight des Monats sowie der bisherigen Reihe! Bitte mehr davon, Herr Gruber! Daher gibt es von mir 5/5 Sterne!!! ❤ ❤ ❤

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BKA-Kommissarin Sabine Nemez ist mit ihrer Ausbildung fertig. Sie wird ihrem ehemaligen Ausbilder, dem niederländischen Profiler Maarten S. Sneijder zugeteilt, was beide nicht unbedingt in Begeisterung versetzt. Sneijder nicht, weil er lieber allein arbeitet, Nemez nicht, weil sie weiß, wie schwierig die Zusammenarbeit mit Sneijder ist. In Bern fand man eine weibliche Leiche, die seltsam drapiert aufgefunden wurde. Der Fall weist Parallelen zu einer Mordserie von vor 5 Jahren auf, aber der damaligen Killer Piet van Loon sitzt gut verwahrt in Haft. Gibt es einen Trittbrettfahrer oder wie kommt der Mörder auf die damalige Vorgehensweise? Es dauert nicht lange und es gibt weitere Leichen. Fast zeitgleich trifft die gerade mit ihrer Ausbildung fertige Psychologin Hannah Norland in Steinfels ein, um in der dortigen Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eine Therapiegruppe zu leiten. Besonderes Augenmerk legt sie auf den Häftling Piet van Loon, sie ist nahezu besessen von ihm... Nun bereits zum dritten mal ermitteln der Profiler Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez gemeinsam. Sie kennen sich von vorherigen Fällen und wissen sich zu nehmen, obwohl keiner von beiden die Zusammenarbeit angestrebt hatte. Sehr bald stellt Sabine Nemez eine Gemeinsamkeit der Toten fest, sie haben alle einen Bezug auf die Märchen von Hans Christian Andersen. Auch nach den beiden Vorgängern Todesfrist und Todesurteil gelingt es dem Autor Andreas Gruber mühelos, das hoch angesetzte Niveau zu halten. Dieser Band ist der für den Profiler Maarten S. Sneijder persönlichste. Die Handlung spielt hier auf drei Zeitebenen. Die erste Ebene ist die in der Gegenwart, in der der Mörder gesucht wird. Um ein paar Tage zurückversetzt spielt der zweite, in dem Hannah, die Psychologin, sich intensiv mit dem Mörder Piet van Loon beschäftigt und die dritte Zeitebene gibt die Geschehnisse von vor 5 Jahren wider. Obwohl sie scheinbar alle losgelöst voneinander sind, ergeben sie zum Ende ein großes Ganzes und werden ohne lose Enden aufgedribbelt. Den Wechsel zu einer jeweils anderen Zeitebene lässt der Autor oftmals gern mit einem Cliffhanger enden, was die Spannung noch einmal anzieht. Andreas Gruber gelingt es wieder mühelos, gleich von Beginn an Spannung aufzubauen und diese stetig zu steigern. Als Leser ist man mittendrin und mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist voller Wendungen und birgt einige Überraschungen in sich, die absolut nicht vorhersehbar waren. Hervorragend in Szene gesetzt hat der Autor wieder die beiden Protagonisten Sneijder und Nemez. Sneijder kauzig und sehr speziell und Nemez wohl überlegt und vorausschauend. Die beiden ergänzen sich hervorragend und der Leser hat das Vergnügen, die beiden bei ihren Ermittlungen begleiten zu können. Das Buch kann man separat für sich lesen, aber ich würde trotz allem empfehlen, mit Band 1 zu beginnen, schon um nur die Protagonisten Sneijder und Nemez kennenzulernen. Auch dieser 3. Band um die beiden Ermittler hat mich völlig überzeugt und ich freue mich, dass es bald einen 4. Teil geben wird. Auch dieses Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung.

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Sehr spannend

Von: Ritja

28.03.2017

Andreas Gruber ist nichts für zarte Nerven. Nicht vor dem Schlafengehen hören. Nein, wirklich nicht. Hier wird gemordet und zwar auf grausamste Art und Weise. Sehr detailliert werden die Leichen beschrieben und auch die Vorgehensweise des Täters. So manches Mal bin ich zusammengezuckt. Am liebsten hätte ich (wie beim Fernsehen) das Kissen vor die Augen gehalten, aber das nützt bei einem Hörbuch leider nichts. Aber, wenn man Maarten S. Sneijder treffen möchte, muss man die Morde in Kauf nehmen. Denn ohne sie wäre Sneijder nicht in Aktion und wenn er arbeitet und nachdenkt, dann ist er wirklich gut. Zusammen mit Sabine Nemez rennt er diesmal dem Mörder lange hinterher. Man bleibt eine ganze Weile im Dunkeln und weiß nicht so recht, wie die Dinge zusammenhängen. Aber die Handlungsstränge werden immer enger miteinander verwoben und dann sieht man klar und staunt, denn damit hätte (zumindest) ich nicht gerechnet. Es gibt einige überraschende Wendungen, aber im Mittelpunkt stehen stets die Märchen von Hans Christian Andersen. Wer sie gelesen hat, ist im Vorteil. Wer sie nicht kennt, wird hier die grausame Interpretation kennenlernen. Spannend, grausam, sehr gut und klug gestrickte Geschichte, wunderbare Ermittler und ein sehr guter Sprecher...mehr geht nicht.

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Thriller vom Feinsten Dies ist der dritte Teil der Trilogie um den Ermittler Maarten S. Sneijder. „Todesfrist“ und „Todesurteil“ habe ich bereits mit Begeisterung gelesen. Beschreibung des Buches: Der Thriller „Todesmärchen“ ist im Goldmann-Verlag im September 2016 als Taschenbuch mit 540 Seiten erschienen. Der Autor Andreas Gruber ist Österreicher. Auf dem Titelbild ist ein Fliegenpilz zu sehen. Der Anfang des Titelnamens, „Todes“, reiht sich in die Reihe um den Ermittler Maarten S. Sneijder. Kurze Zusammenfassung: Während in Bern die Leiche einer Frau, künstlerisch drapiert, gefunden wird, macht sich in Norddeutschland die Psychologin Hannah auf den Weg in ein Gefängnis, um psychisch Kranke zu therapieren. Einer ihrer Patienten, Piet van Loon, scheint eine Schlüsselrolle im Fall der schweizerischen Toten zu spielen. Der Profiler Maarten S. Sneijder soll sich um den Mord an der Berner Frau kümmern, ihn unterstützt die Kripobeamtin Sabine Nemez. Sie können nicht verhindern, dass weitere ähnlich gelagerte Mordfälle im ganzen deutschsprachigen Raum geschehen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Mordfälle ihren Ursprung 5 Jahre zuvor haben. Der Täter kennzeichnet seine Opfer mit Nummern und stellt sie künstlerisch auf. Mein Leseeindruck: Gleich auf den ersten Seiten war ich von diesem Buch gefesselt. Endlich wieder einmal ein Thriller, der diese Genre-Einteilung verdient hat. Auf über 500 Seiten wurde mir nicht langweilig beim Lesen. Andreas Gruber gelingt es, die Spannung im gesamten Werk zu halten, Spuren zu legen und den Leser dazu zu animieren, selbst Rückschlüsse zu ziehen. Es gibt drei Zeitebenen, die Gegenwart, 5 Tage zuvor und 5 Jahre vorher. Hier darf man die Überschriften nicht aus dem Blick verlieren (Datum), sonst beginnt man sich über manche Handlungsweisen zu wundern… Dem Autor gelingt es, seine vielen gespannten Fäden so nach und nach wieder aufzulösen und ein Gesamtbild erscheinen zu lassen, das man als Leser nachvollziehen kann. Auch wenn im Buch des Öfteren auf Altfälle zurückgeblickt wird, so kann man diesen Thriller durchaus auch lesen, wenn man die ersten zwei Bände nicht kennt. Fazit: Ein sehr gut gelungener Thriller, der die Spannung hält und nie langweilt. Mal schauen, was Andreas Gruber demnächst für eine spannende Geschichte einfällt. Ich bin auf jeden Fall dabei.

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Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez müssen gezwungenermaßen an einer blutigen Schnitzeljagd zusammenarbeiten. Denn der Killer drapiert die Leichen immer auf ganz besondere Art und Weise. Auch die junge Psychologin Hannah beginnt ein Praktikum in einem Gefängnis für ganz besondere Patienten und trifft dort auf Piet van Loon, der 5 Jahre zuvor von Sneijder hinter Gitter gebracht wurde. Dies war mein erstes Buch von Andreas Gruber und ich war total gespannt, da mir schon der Klappentext total gut gefallen hat. Die ersten 100 Seiten liefen für mich noch leicht schleppend, vielleicht lag dies aber auch daran, dass ich vorher noch kein Buch des Autors gelesen habe und ich mich zuerst mit den Charakteren anfreunden musste. Spätestens nach den ersten 200 Seiten war meine erste Skepsis weggeblasen, denn ich bin von Seite zu Seite geflogen. Also haltet durch, auch wenn der Start ein kleines bisschen langsamer voran geht. Das Ermittlerteam war gerade wegen der unterschiedlichen Charaktere gut gewählt. Maarten S. Sneijder, der mit seiner pampigen Art, den Ecken und Kanten immer wieder aneckt und doch mit seiner außergewöhnlichen Sichtweise auf den Mörder Fälle löst, die unlösbar scheinen. Sabine Nemez, ist eine taffe Person, die es schafft, mit Sneijder zu Recht zu kommen und auch ein besonderes Gespür für die Ermittlertätigkeit zu besitzen scheint. Hannah, ist geheimnisvoll und entwickelt mit ihren eigenen Ideen einen gewissen Zugang für Piet van Loon. Doch auch dieser Protagonist ist detailliert beschrieben und kann mit seiner eigenen Art überzeugen. Der Schreibstil ist sprachlich super, detailverliebt, fesselnd und die unterschiedlichen Handlungsstränge schaffen es gut miteinander zu harmonieren und sich nach und nach miteinander zu verbinden. Wo ich hier am Anfang noch etwas Probleme hatte, war dies nach einer gewissen Zeit überhaupt kein Problem mehr. Ich war als Leser voll dabei, habe mit gerätselt, überlegt, gebibbert und war total gespannt. Auch wenn man relativ schnell geahnt hat, wer der Täter ist, hat dies der Geschichte keinerlei Abbruch getan. Es gab für mich Wendungen, die ich so nicht erwartet und Situationen, die mich überrascht haben. Auch erfährt man hier einiges über Sneijders Vergangenheit und kann so super eintauchen. Auch ohne Vorkenntnisse kann man dieses Buch problemlos lesen, doch werde ich die ersten beiden Bände gerne noch zur Hand nehmen, da mir das gesamte Buch sehr gut gefallen hat. Wer einen Thriller über die Tiefen eines Psychopaten, brutal, aber auch in die Tiefe des Mörders gehend, ein geniales, aber auch besonderes Team und toller Ermittlungsarbeit lesen möchte und kein Problem mit verschiedenen Handlungssträngen hat, kann hier ohne Bedenken zugreifen. Für mich hat die Geschichte sehr viel Spannung geboten und ich bin froh, das Buch vom Blogger Portal zur Verfügung gestellt bekommen zu haben.

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Maartens Alptraum

Von: Angi

20.10.2016

Nach "Todesfrist" und "Todesurteil" präsentiert uns Andreas Gruber nun den dritten Teil der Reihe um den doch sehr verschrobenen Ermittler bzw. Profiler Maarten S. Sneijder und seine junge Kollegin Sabine Nemez. Es geht darin um eine grausame (wie sollte es bei Herrn Gruber anders sein? *g*) Mordserie an verschiedensten Personen, deren Gemeinsamkeit auf den ersten Blick neben den kreativen Tötungsmethoden nur seltsame Zeichen sind, die den Leichen in die Haut geritzt wurden. Als Spezialist wird Maarten S. Sneijder hinzugezogen, doch dieses Mal muss der Sonderling im Team arbeiten. Wobei mit "Team" eigentlich nur LKA-Kommissarin Sabine Nemez gemeint ist, die sich schon in der Vergangenheit etwas Respekt bei Maarten erarbeitet hat. Beide Charaktere finde ich absolut sympathisch, wenngleich Maarten ein dauerkiffender Misanthrop ist. Doch speziell in diesem Band lernen wir ihn auch von einer anderen, sehr verletzlichen Seite kennen. Sehr viel mehr kann man über die Story auch nicht schreiben, sonst würde man zu viel verraten. Es ist jedenfalls wieder sehr spannend und blutig - nichts für zartbesaitete Leser. Genießt man "Todesmärchen" als Hörbuch, sollte man konzentriert aufpassen, denn sonst besteht die Gefahr, dass man die Sprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit verpasst und dann bringt man zwei Mordserien möglicherweise etwas durcheinander. Das Hörbuch hat mich jedenfalls wieder bestens unterhalten und ich fand es toll, eine andere Seite von Maarten kennen zu lernen. Dass Sabine immer mehr Raum einnimmt, ist auch prima, denn sie ist - genau wie Maarten - eine intelligente Ermittlerin. Bitte mehr von diesem Team!!!

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