Leserstimmen zu
Todesmärchen

Andreas Gruber

Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez (3)

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Andreas Gruber versteht es wieder vorzüglich seine Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Ich habe das Buch inhaliert und war innerhalb von eineinhalb Tagen durch. Das Wiedersehen mit Maarten S. Sneijder, dem berühmt-berüchtigten Profiler, der nichts anderes außer Vanilletee trinkt, sich selbst mit Akupunkturnadeln behandelt und wegen der Cluster-Kopfschmerzen auch noch Canabis raucht, ist ein Protagonist wie er in sonst in keinem Buche steht ;) Sabine Nemez hat mittlerweile ihre Ausbildung beim BKA abgeschlossen und wird Sneijder als Partnerin zugewiesen. Doch der Profiler ist alles andere als ein Teamplayer.... Nemez wird in diesem dritten Band der Trilogie zur zweiten Hauptprotagonistin und nimmt mehr Platz ein, als bisher. Von Sneijder erfährt der Leser diesmal auch mehr persönliche Hintergründe, die ziemlich überraschen. Diesmal gibt es drei Zeitebenen: Die Jagd nach dem Verbrecher in der Gegenwart, Hannah Norlands Auftauchen auf Osterhever eine Woche vor den Verbrechen und als dritter Strang die Ereignisse vor fünf Jahren in Rückblenden. Die Handlung erstreckt sich über die Schweiz, Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Nach dem Prolog steigen wir direkt in die Handlung in der Gegenwart ein. In Bern wurde ein Mordopfer gefunden, das die Handschrift eines Serienmörders trägt, den Sneijder vor fünf Jahren hinter Gitter gebracht hat. Dieser, Piet van Loon, sitzt seitdem im Gefängnis für abnorme Rechtsbrecher auf Osterhever ein. Während der Profiler noch mit Horowitz, einem ehemaligen Kollegen des Schweizer Dezernates grübelt, wird bereits das nächste Mordopfer in Dortmund gefunden. Der zweite Handlungsstrang spielt ein paar Tage vor dem Mordfund in Bern und erzählt von der jungen Psychologin Hanna Norland, die eben in Osterhever angekommen ist. Sie hat die Stelle erst bekommen und soll eine Gruppentherapie leiten, der auch Piet van Loon angehört. Im dritten Zeitstrang wird zurückgeblendet und näher auf die Vergangenheit des Täters eingegangen. Die Wechsel zwischen den einzelnen Handlungssträngen sind gut gewählt und enden oft mit einem Cliffhanger. So hat man immer das Gefühl unbedingt weiterlesen zu müssen. Packend und mit überraschenden Wendungen kommt man auch kaum zum Luft holen und möchte unbedingt wissen, wie die Fälle zusammenhängen. Der Titel des Buches wird für den Leser ebenfalls nach einiger Zeit klar. Die gewohnt bissigen und humorvollen Dialoge ließen mich sofort wieder "heimisch" fühlen. Diese nehmen allerdings in der zweiten Hälfte etwas ab und es wird actionreicher. Der Autor lässt im zweiten Abschnitt den Leser jedoch auch ein bisschen mehr hinter die Fassade von Maarten S. Sneijder blicken und macht ihn menschlicher. Das Ende ist äußerst temporeich und hat einige Überraschungen parat. Ein toller Trilogieabschluss, der jedoch etwas Wehmut hinterlässt. Schreibstil: Die Reihe lebt einfach von ihren Charakteren - natürlich allen voran der kautzige Profiler Marten S. Sneijder. Ich liebe seine ungehobelten Äußerungen und seine Exzentrik. Dazu kommt der grandiose rasante Schreibstil von Andreas Gruber, der fesselt und nichts für schwache Nerven ist. Der Autor ist ungeheuer kreativ, was seine Mordmethoden betrifft. Dabei ist er auch nicht zimperlich und so bleibt einem doch des öfteren bei einem grausamen oder bizarren Mord die Luft weg. Perfekt für einen Thriller! Die Kapitel haben eine angenehme Länge und sind mit Datum versehen, damit man den Überblick bei drei Zeisträngen nicht verliert. Fazit : Was soll ich sagen? Ich liebe einfach die Thriller von Andreas Gruber und "Todesmärchen" spielt in derselben Liga wie die beiden Vorgängerbände. Spannend, temporeich, grausam und mit unvorhersehbaren Wendungen - ein Thriller, der alles hat, was man sich als Leser wünscht! Meine Leseempfehlung!

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Großartig!!!!

Von: Jörg Flock

24.08.2016

Ich raffe mich sonst eher nicht zu einer Buchrezension auf. Es gibt ein oder zwei Autoren, deren neue Werke ich kaum abwarten kann. Andreas Gruber ist einer davon. Das Duo Snijder/Nemez hat für mich schon nach dem dritten Band Kultstatus und ich wäre froh, wenn er ihr aus "seinem neuen Zuhause" ;-) zuarbeiten würde. Dafür darf sie ihm auch ab und an verbotenerweise einen Joint zustecken.......

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Der Thriller "Todesmärchen" wurde von Andreas Gruber geschrieben, erschien am 15.08.2016 im Goldmann Verlag, umfasst 540 Seiten und kostet in der Taschenbuchausgabe 9,99 EUR. Klappentext: In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ... Meine Meinung: Der dritte Band mit unseren Protagonisten Sneijder und Nemez - was soll ich sagen, ich liebe die Bücher von Andreas Gruber. Dieses Mal wurde noch Hannah als dritte Hauptperson eingebaut, deren Darstellung und Motive für ihre Handlungen auch direkt überzeugen konnten. Das Cover sprach mit direkt an und auch die innere Gestaltung der beiden Buchdeckel ist toll gemacht. Ein wenig schüchterte mich die Seitenzahl ein, doch im Nachhinein, hätte das Buch noch locker doppelt so lang sein dürfen, so sehr habe ich es genossen wieder ein Teil des Ermittlerduos zu sein. Ich glaube, es hat maximal 10 Seiten gedauert und schon hatte mich der Autor mit seiner Geschichte in den Bann gezogen. Ich musste mich zeitweise zwingen mit dem Lesen aufzuhören, so sehr war ich mitgerissen. Gruber schafft es einfach, während er die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, den Leser zu packen - kleinere Cliffhänger am Ende vieler Kapitel trugen zur Neugierde und dem Wunsch einfach immer weiterlesen zu können bei. Auch in diesem Buch mochte ich den rasanten Schreibstil - trotz der komplexen Story und den vielen Geschehnissen, hatte ich nicht einmal das Gefühl nicht zu wissen wie die Zusammenhänge gerade sind. Eher im Gegenteil - einige Rückblicke brachten mich immer wieder dazu, selbst mit dem "ermitteln" zu starten. Und genau das liebe ich so an den Büchern von Andreas Gruber. Was soll ich sagen - ein Loblied auf den Autor - ein absolutes Highlight! Ich danke dem Goldmann Verlag für die Bereitstellung dieses wunderbaren Buches.

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Inhalt: Ein Psychopath mordet sich durch Europa, von Norden nach Süden. Seine Methode sieht aus wie die eines Mörders, der vor 5 Jahren geschnappt wurde. Doch der sitzt im Hochsicherheitsgefängnis und kommt für die Taten eigentlich nicht in Frage. Marten S. Snejder, der niederländischer Profiler und seine Parterin Sabine Nemez sind ratlos. Ist ihnen der Täter doch immer einen Schritt voraus und mordet im Stundentakt. Erst als Sabine der Gedanke kommt, dass alles von Märchen inspiriert ist, kommen die beiden dem Täter näher. Viel zu nahe! Meine Meinung: Obwohl spannend zieht sich das Buch etwas. Klar, 540 Seiten wollen gefüllt sein. Und das sind sie auch: randvoll mit schlimmen Fällen! Der Täter gibt sich nicht mit Kleinkram ab, nein, den Opfern werden Regenschirme in die Speiseröhre gesteckt, sie werden an den Haaren an Brücken aufgehängt oder unter Matratzen erstickt. Es zeugt schon von einem großen Einfallsreichtum wenn man mit seinen Fällen so aus der Masse der Krimiautoren heraus sticht, dass einem immer noch etwas Neues einfällt. Die Handlung erstreckt sich auf mehren Ebenen: Die Vorgeschichte vor 5 Jahren, die Jagd in der Gegenwart und ein paar Tage davor als die Psychologin Hannah ihren Dienst in dem Gefängnis antritt, in dem der Täter einsitzt. Der Wechsel beschert dem Leser so manchen Cliffhanger, wirkt sich manchmal aber auch ein wenig störend aus, weil man öfter umdenken muss. Vor allem wenn es um Piet und Marten geht, die in beiden Zeiten aktiv sind. Mit Marten „S“ Snejder ist Gruber ein Charakter gelungen, den man einfach hassen muss. So überheblich und arrogant und von sich eingenommen. Dennoch hat er was! Schön fand ich seine Kollegin, die genau weiß, wie sie ihn zu nehmen hat und ihre Erwiderungen haben mich oftmals zum Schmunzeln gebracht. Der Täter, Piet von Loon, bleibt etwas flach, von ihm erfährt man nicht viel, was aber logisch wird, wenn man sich den weiteren Verlauf der Handlung anschaut. Hier wartet der Autor nämlich noch mit einem Paukenschlag auf. Nach Andreas Grubers Worten endet hier die erste Trilogie um den Profiler, was auch nicht verwundert, weitere Teile sollen aber folgen. Die ersten beiden Bände heißen Todesfrist und Todesurteil. Ich bin gespannt, was sich der Autor hier noch Fieses ausdenkt.

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Auf den Abschlussband der Trilogie rund um Maarten S. Sneijder habe ich mich sehr gefreut. Vorweg muss ich sagen,man muss die Bände nicht zwingend der Reihe nach lesen. Da man immer wieder auch vieles über die Hintergründe und die Personen erfährt. Es ist jedoch schön, wenn man einfach der Entwicklung der Ermittler folgen kann. Auch dieser Band begann sofort wieder recht spannend. Es hat nicht lange gedauert und ich war wieder immens gefesselt. Ein Mordserie geht um und Maarten S. Sneijder wird um Hilfe gebeten. Nicht ohne Grund, denn der etwas eigene Ermittler, hatte schon in der Vergangenheit mit ähnlichem zutun. Doch lange ist nicht klar worauf das Ganze hinauszielt. Hierbei erhält man auch immer wieder Einblicke in die Zeit vor 5 Jahren. Was sehr hilfreich war, auch wenn es trotz allem noch sehr verworren und geheimnisvoll war. Doch nach und nach entbrennt ein tödliches Katz- und Mausspiel des Ausgang ungewiss ist. Die Nerven sind angespannt und man muss einfach daranbleiben. Dieser Thriller fesselt weniger durch blutigen Anteil, als mehr mehr durch tiefgründige Ermittlerarbeit, in der man auch immer wieder Hintergründe erfährt. Das gab dem Ganzen mehr Raum und man konnte sich immer besser darauf einlassen. Wir erleben Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez in Aktion und ich habe begierig ihre Ermittlungen verfolgt. Dazu muss ich auch sagen, daß es zu keiner Zeit für mich langweilig wurde. Die Spannung zog immer mehr an. Zeitgleich erleben wir die Therapeutin Hannah, die in einer Anstalt arbeitet und auch einiges zutage fördert. Was ich wirklich sehr interessant fand. Doch auch da gibt es Geheimnisse und Dinge die nicht ganz offensichtlich sind. Derweil treibt der Mörder weiter sein Unwesen. Beachten sollte man hierbei die Überschriften, in den jeweils das Datum steht. Sonst könnte man leicht durcheinandergeraten. Die Taten sind nicht detaillreich und besonders blutig dargestellt, dennoch verstehen sie es Gänsehaut und das pure Grauen zu bescheren. Die Abgründe die dahinterstecken sind sehr tief und je mehr man erfährt, umso perfider wird das Ganze. Gerade gegen Ende haben sich mir die Nackenhaare aufgestellt. Hierbei erfährt man auch mehr über Maarten S. Sneijder, was ihn menschlicher und lebendiger erscheinen lässt. Ich glaub so intensiv hab ich ihn bisher nicht wahrgenommen. Bisher war er immer etwas eigen mit seiner kauzigen Art. Aber gerade weil er so war, mochte ich ihn sehr. Doch hier sieht man eine völlig neue Seite an ihm, die mich wirklich überrascht hat. Die Emotionen sind bei mir erste allmählich gewachsen. Gerade im ersten Teil konnte ich viel schmunzeln, vor allem was die Dialoge und die Wortwahl anbelangt. das hat mir für mich dem ganzen etwas die Schärfe genommen. Aber ich konnte auch sehr gut die Ängste und die Verzweiflung spüren. Auch der Actionanteil und die elektrisierende Spannung kam hier nicht zu kurz. Besonders gegen Ende kommt man kaum mehr zum Luft holen. Es kamen Dinge zutage, die mich überrascht und aufgewühlt haben. Besonders wenn man dahinterschaut, hat es mich doch ergriffen. Wenn man das ganze Ausmaß erblickt, einfach unglaublich. Ich kam nicht umhin, auch Mitgefühl zu empfinden. Andreas Gruber lässt auch die Menschlichkeit nicht außer acht und zeigt uns Dinge auf, die man nicht sofort sieht. Er baut Wendungen ein, die mich wirklich sprachlos machten und sorgte für einen gelungenen Abschluss. Ein Abschluss den ich so nicht erwartet hätte, der mir aber doch recht gut gefallen hat. Dennoch muss ich sagen, bin ich etwas traurig, daß die Trilogie nun zu Ende ist. Aber laut dem Autor, haben wir den etwas eigenen Ermittler nicht das letzte Mal gesehen. Hierbei erfahren wir die Perspektiven der Ermittler sowie auch des Täters. Je nachdem wer gerade im zentrum des Geschehen liegt. Die Charaktere sind ausdrucksstark und authentisch und nehmen völlig für sich ein. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind gut nachvollziehbar gestaltet. Das Buch ist in 8 Teile gegliedert, die einzelnen Kapitel haben eine normale Länge. Der Schreibstil ist fließend und stark einnehmend, aber auch mitreißend gehalten. Das Cover und der Titel passen gut zum Inhalt des Buches. Fazit: Ein gelungener Abschlussband der mich mit seiner Vielschichtigkeit und Tiefgründigkeit fesseln konnte. Ein gut durchstrukturierter Thriller der die Nackenhaare zu Berge stehen lässt und dabei so einges an Überraschungen bereithält. Eine klare Leseempfehlung. ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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Hochspannung

Von:

21.08.2016

Einfach gut! Das Thema war sicher so oder ähnlich schon da, aber hier ist alles super spannend erzählt. Ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen und empfehle es unbedingt weiter.

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In Bern wird die kunstvoll drapierte Leiche einer Frau gefunden, in deren Haut der Mörder ein geheimnisvolles Zeichen geritzt hat. Sie bleibt nicht sein einziges Opfer. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und BKA-Kommissarin Sabine Nemez lassen sich auf eine blutige Schnitzeljagd ein – doch der Killer scheint ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen trifft die junge Psychologin Hannah im norddeutschen Steinfels ein, einem Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher. Sie soll eine Therapiegruppe leiten, ist jedoch nur an einem einzelnen Häftling interessiert: Piet van Loon. Der wurde einst von Sneijder hinter Gittern gebracht. Und wird jetzt zur Schlüsselfigur in einem teuflischen Spiel ... Auch der dritte Band der Reihe um Profiler Maarten S. Sneijder erfüllt die Erwartungen des Lesers komplett. Die Geschichte selbst ist wie auch in den vorigen Bänden äußerst spannend und klasse aufgebaut. Ein fesselnder Verlauf, Rückblicke und ein Ende, mit dem man so als Leser nicht gerechnet hätte. In gewisser Weise offen, aber dann doch auch abgeschlossen. So etwas hätte man als Leser nicht erwartet und kann es auch nicht spoilerfrei in einer Rezension verpacken: Deshalb mein Tipp - selbst lesen! ;-) Auch die Charaktere versprühen ihren typischen "Glanz" - skurril, besonders und wie man sie eben aus den anderen Bänden auch kennt. Insgesamt also sehr, sehr gut gezeichnete Protagonisten mit tollem Charakter und Entwicklung. Der Schreibstil fesselt den Leser an die Geschichte und lässt einem keine Wahl: Man MUSS diese Geschichte lesen. Daran führt kein Weg vorbei. Mehr kann man auch nicht sagen - man muss die Charaktere mögen, dann ist aber die Geschichte und die Bücher insgesamt top. Fazit: Zum Glück ist das nicht die einzige Reihe des Autors - das Warten hält sich also in Grenzen. Defintiv wieder ein perfekt gelungener Thriller, der seinen Vorgängern in nichts nachsteht.

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Meine Meinung Was soll man denn bei Andreas Gruber noch groß schreiben? Alle seine Bücher haben mich fasziniert – und das berühmte Repertoire der Thrillerliteratur wurde bei seinem neuen Buch TODESMÄRCHEN wieder super angewandt. Der neue Sneijder & Nemez hat mich super unterhalten. Einen so spannenden Thriller findet man selten… In Bern wird eine kunstvoll drapierte Leiche gefunden. In ihre Haut geritzt: Ein geheimnisvolles Zeichen. Der niederländische Profiler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez werden gerufen. Doch die Leiche bleibt nicht die Einzige. Eine Spannende Jagd beginnt, und wer dahintersteckt, wird Sneijder nicht gefallen… Zuerst muss ich etwas zum Cover sagen: Sehr gelungen! Der Pilz ist im tollen Kontrast zum grauen Hintergrund, und der geprägte Titel schön platziert. Das Buch hat eine angenehme Dicke, und die Kapitel hatten angenehme Längen. Es war ein tolles Wiedersehen mit den altbekannten und geliebten Charakteren Maarten, Sabine und Tina. Ich kenne und liebe diese Protagonisten. Sneijder war wie immer wunderbar zynisch. Die lustigen, kurzen Dialoge und seine Sprüche haben mich zum Lachen gebracht. Sabine war wie immer eine taffe Frau, die überzeugt hat mit ihrem Verhalten. Sie ist immer eifrig bei der Sache und hatte manchmal sogar einen kühleren Kopf wie Sneijder. Der Schreibstil ist fantastisch! Gruber zeichnet sich mit seinen humorvollen und spannenden Sätzen aus, der immer wieder ein Vergnügen ist. Der fließende Schreibstil förderte den Lesefluss, und das Vergnügen stieg mit jedem Kapitel. Die Handlung war in sich logisch und spannend aufgebaut. Der Antagonist in diesem Buch hat mir sehr gefallen – endlich mal ein Bösewicht, der mir selbst Angst gemacht hat. Dabei lag die Spannung nicht in irgendwelchen actionreichen Verfolgungsjagden, sondern an den psychodramatischen Spielchen, die der Antagonist getrieben hat. Natürlich hat er auch gemordet, aber spannender waren meiner Meinung nach die Vernehmungen und die tollen Szenen in der Anstalt. Ein weiterer Charakter, Hannah, war sehr sympathisch und authentisch geformt. Ihr Platz im Buch war gut gewählt, und ihr Motiv sehr nachvollziehbar. Auch waren die Cliffhanger unglaublich gut gesetzt – man musste immer sofort weiterlesen, man konnte kein Kapitel auf sich beruhen lassen. Der Sog des Buches ließ mich nicht mehr locker, und Gruber hat mich mit seiner Handlung gefesselt. Auch warum das Buch TOTESMÄRCHEN heißt, war sehr gut erklärt: Die Verzwickung mit den Märchen war toll! Einfach nur fantastisch! Das Ende – oder auch das Finale – war diesmal nicht actiongeladen, sondern ruhig und dramatisch, was mir sehr gefallen hat. Die letzte Szene; bzw. was Sneijder getan hat, war traurig, und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Sneijder kann auch nicht immer alles richtigmachen, und diesmal ist eben ein Fehltritt passiert. Ich freue mich sehr auf den nächsten Teil! Fazit Ein Traum von einem Thriller! SO muss ein Thriller sein! Spannend, dramatisch, verzwickt, authentisch, facettenreich, fantastisch! Eine Jahresempfehlung und ein Highlight! Mehr kann ich dazu nicht sagen…

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