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Leserstimmen (29)

Raphael Montes: Sag kein Wort

Sag kein Wort Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-8090-2678-5

Erschienen: 26.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Kundenrezensionen

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Phantastisch erzählter Thrill

Von: Ulrike Rosina Datum : 03.12.2017

leselustich.com/

Sag kein Wort von Raphael Montes hat mich von der ersten Seite an fasziniert auch wenn ich kurz auf der falschen Fährte war und dachte, es gehe “nur” um Nekrophilie. Für sich schon ein überaus spannendes Thema, wie ich finde.

Aber der Wechsel hin zu Stalking, Obsession und emotionsloser Kaltschnäuzigkeit war nicht weniger spannend. Zu sehen, dass sich Téo nicht einen Moment seines Unrechts bewusst ist, lässt sich mit normalem Verstand kaum nachvollziehen. Wie weit er in seiner vermeintlichen Liebe zu Clarice geht, ebenso wenig.

Ich empfehle Sag kein Wort allen, die auf psychologisch fein erzählten Thrill stehen!

Ein Brillianter Thriller

Von: Blogging Renate Datum : 02.10.2017

bloggingrenate.blogspot.de

Wow! Mit diesem einzigen Wort habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt. Um etwas von Anfang an klar zu stellen, dieses Buch ist nichts für jemanden mit schwachen Nerven. Ich persönlich empfinde die Thematik Stalking ein sehr spannendes und interessantes Thema, deshalb zog mich das Buch in erster Linie auch sehr an.
Der Anfang geht sehr schnell, der Leser wird schnell in die Geschehnisse eingeführt und lernt die Protagosniten kennen. Keiner der Protagonisten ist mir sympathisch geworden. Obwohl der Hauptprotagonist Téo am Anfang auf mich keinen gefährlichen Eindruck gemacht hat, eher den einer bizzaren, absonderlichen Persönlichkeit, ist mir das Gegenteil bewiesen worden. Ich würde den Téo, unseren Protagonist auch nicht gleich als das Böse in Person bezeichnen, aber er erwies sich letztendlich auf jeden Fall als eine Person, die ich nicht gerne in meinem Umfeld haben würde.
Sag kein Wort macht dann genau so rasant weiter, wie von Anfang an gewohnt, ein Horrorszenario folgt auf das nächste und man fliegt einfach durch die Seiten. Oft ist man über die Geschehnisse schockiert und ein Schauer läuft einem den Rücken runter. Das Buch ist nicht sehr dick aber dafür passiert eine Menge. Allerdings durch die minimale Anzahl an Protagonisten kann man das Buch einfach auf sich wirken lassen, ohne viel nachdenken zu müssen.
Der flüssige Schreibstil und die spannenden Szenen tragen dazu bei, dass es dem Leser schwer fällt das Buch aus der Hand zu lassen. Die Kapitel haben die perfekte Länge, so das man sich immer sagen kann, dass man nur noch einens schnell lesen möchte bevor man in die Realität zurückkehrt.
Das Ende übertraf dann aber meine Vorstellungskraft und trat mit einem wahnsinnigen Überraschungseffekt auf mich. So war ich mir sicher, dass in diesem Buch eine geniale Menge an Fantasie und Irrsinn steckt, die meiner Meinung nach zu einem Thriller dazugehören muss.
Sag kein Wort ist absolut kein Buch für schwache Herzen, allerdings ein wahres Erlebnis für Thriller Fans.

Unglaublich fesselnd!

Von: _bookish_cat_ Datum : 22.09.2017

https://www.instagram.com/_bookish_cat_/

"Sag kein Wort" ist nichts für zarte Gemüter, dass mal gleich vorweg gesagt.

Das Buch, und damit besonders der Medizinstudent Téo, der Protagonist, erinnern mich stark an "Das Parfüm" von Patrick Süskind oder auch "Der Mund" von Laurence Haloche. Alle haben gemein, dass der Protagonist völlig überzeugt von seinem "richtigen" Handeln ist, gleich was mit dem Opfer oder anderen Personen geschieht, sogar Mord wird in Kauf genommen, um das Ziel, die Erfüllung zu erreichen. Hier ist Téo unglaublich in Clarice verliebt, und tut seiner Meinung nach alles dafür, dass sie ihn auch liebt. Dass Liebe aber nicht durch Entführung und Misshandlung erzwungen werden kann, passt nicht in seine Weltvorstellung. Er versucht alles, um Clarice sich näher zu bringen, fesselt, knebelt oder setzt sie unter Drogen, ja er verletzt sie sogar irreperabel.

Das Buch beginnt schon ab der ersten Seite unglaublich spannend, und man lernt direkt die verquere Weltvorstellung von Téo kennen. Und es ist völlig verständlich, dass er ein Außenseiter ist. Ein Mann, der blind ist vor Liebe, ist zu vielem fähig. S. (247) Dieses Zitat beschreibt Téo meiner Meinung nach perfekt. Er merkt gar nicht, was er Clarice mit seiner "Liebe" eigentlich antut.

Ich habe das Buch in knapp 3,5 Stunden im Zug gelesen und ich bin mehr als begeistert!

Ich empfehle "Sag kein Wort" vorallem denjenigen, die oben genannte Bücher mochten. Es ist zwar nicht ganz so makaber, dennoch ziemlich krass

Brilliant!

Von: Vi @Inkvotary Datum : 27.08.2017

www.inkvotary.com/

Auf sehr elegante, morbide Weise hat Raphael Montes diesen Thriller geschrieben. Seine Worte sind scharf wie Waffen, sein Stil klar, und voller Kraft. Die Geschichte ist blutig, oftmals äußerst schockierend und mit solch entsetzlichen und überraschenden Wendungen, dass man als Leser total überrumpelt wird.
Téo ist ein Monster. Ein Teufel. Im wahrsten Sinne der Wörter. Gefühle kennt er nicht, kann er nicht empfinden. Und warum auch? Schauspielern geht doch auch. Was er im Laufe der Handlung mit Clarice alles anstellt, grenzt an Folter. Und wie er sie gegen Ende dann behandelt, das hat mich nicht nur an Barbaren erinnert, ich dachte auch: Das ist der Gipfel. Tja, es sollte noch schlimmer kommen.

Ein brillant guter psychologischer Thriller, der mit leisen Tönen auskommt, dafür aber umso brutaler und schockierender ist. Wer einen schwachen Magen hat, für den ist das definitiv nichts, denn das Kopfkino ist heftig, da es sehr grafische Szenen gibt.

Unglaublich tolles und spannendes Buch

Von: bumblebeesworld Datum : 26.08.2017

bumblebees-world.blogspot.de/

Zum Inhalt:

Es geht in diesem Buch um Teo, einen Medizinstudenten, der nur wenige Bezugspersonen hat und eher ein Einzelgänger ist. Die einzige Person, bei der er das Gefühl hat ihr sein Herz ausschütten zu können und über seine Gefühle zu reden, ist Gertrudes. Gertrudes ist eine Frau, die ihren toten Körper der medizinischen Fakultät zur Verfügung gestellt hat und bereits als Leiche als Übungsobjekt für die Studenten herhält. Bis Teo auf einer Party, zu der er ursprünglich gar nicht gehen wollte, auf Clarice trifft, in die er sich Hals über Kopf verliebt. Als klar wird, dass diese sich nicht für ihn interessiert, packt er sie in einen Koffer und entführt sie. Gemeinsam in einem abgelegenen Hotel fesselt er sie und glaubt, dass er sie auf diese Weise von sich überzeugen könnte. Doch für Clarice steht fest, dass sie für ihr Leben in Freiheit kämpfen wird.


Meine Meinung:

Für mich ist es ein absolut großartiges Buch, dass ich jedem Thriller- oder nicht-Thriller-Fan definitiv empfehlen würde. Auch für keine totalen Thrillerfans ist es meiner Meinung nach geeignet, da es nicht extrem brutal zugeht, sondern eher mit Gefühlen und Hoffnungen gespielt wird.
Ich finde es wirklich großartig gelungen, wie Teo eine Verwandlung vom beinahe harmlosen Einzelgänger zum fast schon skrupellosen Entführer wird, der alles versucht, um seine Traumfrau von sich zu überzeugen. Dass er dabei auf einem völlig falschen Weg ist und auch vor fesseln und Strafen nicht zurückschreckt und selbst trotz allem der Meinung ist, dass er das Richtige tun würde ist eine toll umgesetzte Idee. Die Art und Weise wie Teo denkt und handelt, ist überzeugend dargestellt und leicht zu verstehen, obwohl sie von realitätsfern sind. Er hat dadurch etwas von einem kompletten Psychopathen, der mir trotz allem auf seine eigene Art und Weise total sympathisch war. Auch Clarice ist sehr gut dargestellt, obwohl das gesamte Buch aus der Perspektive von Teo erzählt wird, wirkt es so, als wenn man total viele Details über sie und ihr Leben kennen würde. So schafft der Autor es, dass man mit Clarice mitfühlt und hofft, dass sie es irgendwie schafft sich aus ihrer scheinbar ausweglosen Situation zu befreien, während man gleichzeitig auch die Gedanken und Handlungen von Teo nachvollziehen kann.
Über die gesamte Dauer des Buches, angefangen mit der merkwürdigen Verbundenheit von Teo mit einer Leiche, die zum Sezieren für Studenten gedacht ist, ist eine großartige Spannung beinahe mit den Händen zu greifen. Zu keinen Zeitpunkt der Geschichte wird es langweilig oder ist die Handlung zu sehr in die Länge gezogen. Die Spannung baut sich wunderbar auf, bis wirklich zu den letzten paar Seiten. Erst da nimmt sie ab und lässt den Leser mit einem fast schon merkwürdigen Gefühl zurück, es ist als würde einem irgendetwas fehlen.
Ich muss aber auch sagen, dass mir einige Teile übertrieben und unrealistisch vorkommen. Besonders das Ende wirkt auf mich ein bisschen an den Haaren herbeigezogen und sehr konstruiert. Komischerweise schadet dass meiner Meinung nach dem Buch überhaupt nicht, auch im Rückblick auf das Geschehen rund um Teo ist es für mich rundum gelungen, auch ein konstruiertes Ende schadet einem so guten Buch nicht. Ich vergebe also 5 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung für alle aus.

eher eine Enttäuschung......

Von: Lesezauber Datum : 26.08.2017

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Kurzbeschreibung
Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...

Meinung
Die Kurzbeschreibung hat mich irgendwie gleich angesprochen und ich war echt gespannt auf diese Geschichte. Und den Einstieg ins Buch fand ich auch noch ganz gut, da die Handlung sofort beginnt.

Doch diese Freude hat nicht lange gehalten. Je weiter die Geschichte vorangeschritten ist, desto enttäuschter wurde ich.

Zum einen sind da die schrecklichen Charaktere. Ok, dem Autor ist es gut gelungen Protagonist Téo als wirklich kranken Psychopathen dazustellen, da ist es auch nachvollziehbar, dass dieser nicht unbedingt viele Sympathiepunkte sammelt.

Aber auch bei Clarice musste ich leider verzweifeln. So unsympathisch und überheblich, dass ich bei all den Gräueltaten kaum wirkliches Mitleid mit ihr haben konnte, da mir der Bezug zu ihr einfach komplett gefehlt hat.

Und auch der Plot war wirklich zum Haare raufen. Zum einen ist für mich aufgrund des fehlenden Bezugs zu den Charakteren kaum handfeste Spannung entstanden. Natürlich ist bei den vielen Geschehnissen die Spannung immer etwas angestiegen, aber kaum war die Entwicklung geschehen, hat sich das Buch wieder gezogen.

Ich könnte auch nicht sagen, dass es extrem vorhersehbar war, da es einige Wendungen gab, aber diese Wendungen waren so haarsträubend und unglaubwürdig, dass ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus kam. Und das absolut surreale Ende hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt.

Der Schreibstil ist zwar etwas speziell, aber eigentlich fand ich ihn recht gut lesbar, auch wenn mir persönlich manche Sätze zu lang waren. Und auch die Kapitel waren für meinen Geschmack etwas zu lang, aber das sind eher Kleinigkeiten.

Fazit
„Sag kein Wort“ hat mich leider sehr enttäuscht. Die unsympathischen Figuren und die extrem abstrusen Plotentwicklungen waren einfach nichts für mich. Da ich doch anerkenne, dass der Autor die Psyche von Téo gut dargestellt hat, es ab und an doch ein bisschen Spannung gab und ich den Schreibstil eigentlich ganz ok fand, gibt es noch einen seeeeehr knappen 2. Stern. Aber mehr ist definitiv nicht drin.

Leider nichts für mich

Von: Suse Datum : 23.08.2017

https://m.facebook.com/Buchverrueckt/?ref=page_internal

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...

Der Autor:
Raphael Montes, geboren 1990 in Rio de Janeiro, ist Jurist und Autor. Er schrieb Short Storys für verschiedene Krimianthologien und Magazine. Sein Debütroman wurde u.a. für den São Paulo Literaturpreis nominiert, und in seiner Heimat wird Raphael Montes als »Stephen King Brasiliens« gefeiert. Mit seinem zweiten Spannungsroman sorgt Montes auch international für Furore. »Sag kein Wort« erscheint in siebzehn Ländern.

Meine Meinung:
Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut. Die Story hörte sich einfach so spannend an und nach etwas, was mich total packen könnte. Der Autor wird ja sehr gelobt und so hatte ich eine Vorstellung was mich erwartet. Nun was soll ich sagen, ich hatte so meine Probleme mit der Geschichte. Die ersten Seiten haben sich für mich sehr gezogen. Ich wurde einfach nicht warm mit der Geschichte. Die Charaktere waren mir beide sehr unsympathisch so das ich keine Sympathie aufbauen konnte. Weder für die eine noch für die andere Seite. Dies hat es mir sehr schwer gemacht eine gewisse Spannung zu empfinden. Der Schreibstil ist speziell und für mich leider nicht so geeignet.

Ab der Mitte des Buches wurde es dann aber doch noch spannend. Wendungen die man so nicht vermutet und eine Entwicklung die gelungen ist. Jedoch im Großen und Ganzen kein Buch was mich total begeistern konnte. Man muss diese Art von Geschichte mögen und auch die Art wie der Autor sie erzählt. Eine Empfehlung kann ich daher für das Buch nicht aussprechen, da es mich nicht vollends befriedigen konnte und ich mir etwas anderes gewünscht hätte.

Aber wenn man offen ist für solche Geschichten, wenn man mit dem Schreibstil klar kommt ist es sicher spannend. Für mich leider nur 3 Sterne

Sag kein Wort

Von: Mara Datum : 20.08.2017

mara-ladystyle.blogspot.de/

Inhalt:Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...
Meine Meinung:
Das Cover ist eine Augenweide es wirkt sehr düster das war auch der Grund wie ich auf dieses Buch aufmerksam wurde.

Man lernt Teó Avelar kennen, einen ruhigen, eher zurückhaltenden jungen Medizinstudent, der sich im Seziersaal und mit den Studienobjekten dort wohler fühlt als mit seinen Mitmenschen. Zuhause pflegt er seine an den Rollstuhl gefesselte Mutter voller Hingabe, so scheint es. Dann lernt er Clarice kennen und ernennt die junge Frau kurzer Hand zu seiner großen Liebe. Doch die selbstbewusste lebenslustige Clarice lässt Teó eiskalt abblitzen, was ihn dazu veranlasst, Clarice zu entführen und gefangen zu halten. Sie muss um jeden Preis davon überzeugt werden, dass sie und Teó zusammengehören.

Beide Charaktere haben mir gefallen denn in vielen Situationen konnte ich einige Gedanken und Handlungswege nachvollziehen.

Téo wirkt zwar in der Geschichte manipulativ und hat jedesmal anders gehandelt jedoch konnte ich mich teilweise auch in ihn hinein versetzten.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Die Kapitel sind nicht zu lang, so dass man immer nur noch schnell eines lesen möchte, bevor man das Buch wieder zur Seite legen muss,Zwar war der Anfang der Story ein wenig zäh das wenig passierter und ruhig wirkte aber mit der Zeit wurde die Handlung spannend.Die Geschichte von Téo und Clarice erstreckt sich über zweiunddreißig Kapitel in dritter Person Singular aus seiner Perspektive was ich auch gut fand. Denn bisher habe ich selten aus in dritter Person Bücher gelesen.

Fazit:
SAG KEIN WORT ist eine absolute Überraschung! Ein unerwartet spannendes Thriller denn man gelesen haben sollte.
Autor:
Raphael Montes, geboren 1990 in Rio de Janeiro, ist Jurist und Autor. Er schrieb Short Storys für verschiedene Krimianthologien und Magazine. Sein Debütroman wurde u.a. für den São Paulo Literaturpreis nominiert, und in seiner Heimat wird Raphael Montes als »Stephen King Brasiliens« gefeiert. Mit seinem zweiten Spannungsroman sorgt Montes auch international für Furore. »Sag kein Wort« erscheint in siebzehn Ländern.

Vor allem das Ende hat mich überrascht und war völlig anders, als ich es je erahnt hätte. Ein klare Leseempfehlung!

Von: Dunkles Kapitel Datum : 15.08.2017

dunkleskapitel.com

Téo ist ein klassischer Einzelgänger. Er ist lieber unter sich und meidet so gut es geht menschlichen Kontakt. Seine einzige Leidenschaft ist die Medizin, genauer gesagt, das Sezieren von toten Menschen. Hier findet er auch seine einzig wahre Freundin, Gertrude die sich dazu bereiterklärt hat, nach ihrem Ableben dem Medizinstudenten zur Verfügung zu stehen. Als Téo auf eine Party gezwungen wird, verliebt er sich Hals über Kopf in Clarice und erschleicht sich ihre Nummer. Er ist regelrecht besessen von ihr und will sie um alles in der Welt besitzen. Sie soll, nein sie muss seine Freundin werden und dafür tut er alles was möglich ist, ob moralisch korrekt oder nicht, koste es was es wolle.



Der Klappentext machte mich wahnsinnig neugierig. Er schreit schon regelrecht nach einem psychopathischen Protagonisten und nach jeder Menge Spannung. Ich kam schnell in einen angenehmen Lesefluss, nur die paar spanischen Wörter z.B.: Nachnamen brachten mich ein wenig aus dem Konzept, was aber nicht weiter das Problem war. Anfangs verspürte ich Mitleid mit Téo, er kam so unschuldig in der Geschichte rüber. Doch nach und nach vermerkt man eine deutliche Änderung, vom Unschuldslamm zum Psychopathen, der alles tut um seine große Liebe sein Eigen nennen zu können. Auch Clarice kommt sehr authentisch rüber und lässt sich nicht in die Karten schauen. Sie wirkt unberechenbar und sorgte bei mir für die eine oder andere Überraschung. Ich verspürt keine Leseflaute und auch die Spannung hielt sich aufrecht das ganze Buch über. Vor allem das Ende hat mich überrascht und war völlig anders, als ich es je erahnt hätte.

Ein klare Leseempfehlung!



Titel: Sag kein Wort

Autor: Raphael Montes

Genre: Thriller

Verlag: Limes

Seitenanzahl: 317 Seiten

Preis: 20,60€

ISBN: 978-3-8090-2678-5

Ein etwas anderer Stalker-Thriller

Von: yvonnen Datum : 11.08.2017

https://umgebucht.wordpress.com/

Téo Avelar ist Einzelgänger und ein Medizinstudent, der sich im Seziersaal der Medizinischen Fakultät am wohlsten fühlt . Echte menschliche Gefühle bringt er nur für seine dortigen Studienobjekte auf – bis er Clarice begegnet, einem Partygirl aus gutem Hause. Vom ersten Moment an ist Téo überzeugt, dass Clarice die Frau seines Lebens ist. Er beginnt, sie zu verfolgen und zu beobachten, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn zur Rede stellt und unmissverständlich deutlich macht, dass sie nichts von ihm wissen will, schlägt Téo sie bewusstlos und entführt sie in ein entlegenes Hotel in den Bergen. Was nun folgt, sind aus Téos Sicht tatsächlich perfekte Tage. Dass er Clarice fesseln und knebeln muss, sobald er sie allein lässt, liegt schließlich nur daran, dass sie so widerspenstig und unvernünftig ist.

So ruhig die Geschichte anfängt, so schnell nimmt sie an Fahrt auf. Allmählich bekommt man tiefere Einblicke in Téos Denkweise und weiß, dass die Art, wie er agiert und reagiert mit etwas Fürchterlichem enden muss. Distanzlos und schockierend beschreibt der Autor Menschliches und unmenschliches Handeln des Medizinkundigen, was schockierend ist, wobei jedoch nicht das Augenmerk auf blutrünstige Taten gelegt wird. Dieser Thriller lebt eher davon, dass der personale Erzähler den Leser tief in die Psyche des verklemmten, liebeskranken, realitätsfremden, aber nicht dummen Stalkers blicken lässt, der einem beinahe schon leid tun könnte, weil klar ist, dass er die so sehr von ihm ersehnte Gegenliebe von Clarice auf diese Art niemals gewinnen kann.

Der Schreibstil ist flüssig und auch wenn einem weder Téo noch Clarice sympathisch sind, so will man doch immer wissen, wie dieser Thriller weiter geht. Stellenweise wirkte die Handlung ein wenig konstruiert und unrealistisch. Dennoch fand ich das Buch spannend und fühlte mich gut unterhalten. Wer gerne einen Stalking-Thriller der etwas anderen Art lesen möchte, dem könnte „Sag kein Wort“ gefallen.

Der Autor Raphael Montes, geboren 1990 in Rio de Janeiro, ist Jurist und Autor. Sein Debütroman wurde u. a. für den Sao Paulo Literaturpreis nominiert, und in seiner Heimat wird Raphael Montes als ‚Stephen King Brasiliens‘ gefeiert. Mit seinem zweiten Spannungsroman ‚Sag kein Wort‘, der in siebzehn Ländern erscheint, sorgt Montes auch international für Furore.

Faszinierende Gedankengänge

Von: Lovelyceska Datum : 09.08.2017

https://lovelyceska.wordpress.com

»Ein Mann, der blind ist vor Liebe, ist zu vielem fähig. […]«

Originaltitel: Dias Perfeitos – Autor: Raphael Montes – Verlag: Limes (26. Juni 2017) – Format: gebundene Ausgabe (Rezensionsexemplar als Taschenbuch) – Buchlänge: 320 Seiten – Preis: 19,99 € – ISBN: 978-3809026785 (*Erwerben ♥)

ÜBER DEN AUTOR:

Raphael Montes, geboren 1990 in Rio de Janeiro, ist Jurist und Autor. Er schrieb Short Storys für verschiedene Krimianthologien und Magazine. Sein Debütroman wurde u.a. für den São Paulo Literaturpreis nominiert, und in seiner Heimat wird Raphael Montes als »Stephen King Brasiliens« gefeiert. Mit seinem zweiten Spannungsroman sorgt Montes auch international für Furore. »Sag kein Wort« erscheint in siebzehn Ländern. (Quelle)

KLAPPENTEXT:

International gefeiert – Raphael Montes ist der Star der modernen brasilianischen Spannungsliteratur!

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen … (Quelle)

MEINE MEINUNG:

Nach langer Zeit habe ich wieder richtig Lust auf einen Thriller bekommen. Dieser hier weckte sofort mein Interesse. Schließlich interessiere ich mich als Biologin sehr für den menschlichen Körper und Téo scheint den Bestandteilen auch nicht abgeneigt zu sein. ^^ Der junge Student Téo ist meiner Meinung nach ein ziemlicher Psycho und doch habe ich ihn ins Herz geschlossen. Was suspekt klingt, liegt daran, dass die Gedankengänge gut nachvollziehbar sind und ich mich somit sehr gut in ihn hineinversetzen konnte. Das heißt allerdings nicht, dass wir uns einer Meinung über seine Gedanken und Handlungen waren! �� Téos gestörte Art faszinierte mich (wobei ich generell eine Schwäche für Psychopathen wie Voldemort, Ramsay Balton etc. habe ^^), in seiner Welt ergibt alles einen eigenen Sinn. Wie gebannt verfolgte ich seine Gedankengänge und Taten. Allein wegen der hervorragend dargestellten Gedankengänge würde ich sofort wieder ein Werk von dem Autor lesen!

»Die Liebe ist nur schön, wenn wir jemanden finden, der uns zum Besten macht, was wir sein können« […]
Bei einem Thriller finde ich es immer besonders spannend, dass man beim Lesen nicht weiß, welche „Art“ von Thriller es werden wird. Für mich waren einige Schockmomente dabei, aber es wurde mir nie zu schlimm geschweige denn zu grausam. Dennoch war ich gespannt, was alles noch geschehen bzw. wie es ausgehen würde. Zwar haben mir von der Handlung her 1-2 Kleinigkeiten nicht so gefallen, aber trotzdem bin ich sehr zufrieden mit dem Buch. Und auch wenn mir die Geschichte gefallen hat und ich es verschlungen habe, möchte ich als Nächstes wieder etwas Friedlicheres lesen. ��

BEWERTUNG:

Erstaunlich gut dargestellte Gedankengänge haben mir einen wahrlichen Lesegenuss bereitet. Auch wenn mich die Handlung nicht komplett aus den Socken gehauen hat, fand ich die Geschichte spannend. Ich vergebe die Note 2 und verlinke euch gerne eine Leseprobe. ♥

Ein riesiges Dankeschön an den Limes Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung bleibt natürlich unverfälscht! (:

Aussergewöhnlicher Thriller mit speziellen Charakteren

Von: lenisvea Datum : 02.08.2017

lenisvea.blogspot.de

€ 19,99 [D] inkl. MwSt.
€ 20,60 [A] | CHF 26,90*
(* empf. VK-Preis)
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-8090-2678-5
NEU
Erschienen: 26.06.2017

Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Buch/Sag-kein-Wort/Raphael-Montes/Limes/e512800.rhd


International gefeiert – Raphael Montes ist der Star der modernen brasilianischen Spannungsliteratur!

Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...
Meine Meinung;
Ich bin durch das sehr auffällige Cover auf das Buch aufmerksam geworden. Da ich das Thema Stalking allgemein sehr interessant finde, habe ich das Buch beim Verlag angefragt und mir wurde dieses dann freundlicherweise zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt.
Der Einstieg in das Buch ist mir anfangs schwer gefallen. Man lernt ja erst einmal Téo kennen und merkt gleich, dass er etwas anders ist. Aber auch Clarice haben ich als speziellen Charakter empfunden. Für mich waren sie beide kein Sympathieträger.
Die Spannung konnte durchgängig gehalten werden und ich hatte das Buch auch innerhalb weniger Tage ausgelesen, da ich einfach wissen wollte, wie die Geschichte um Téo und Clarice weiter geht und auch ausgeht.
Es sind hier auch teilweise grausame Taten beschrieben, für ganz zart besaitete Personen ist es glaube ich gut zu wissen.
Ich glaube aber nicht, dass diese Geschichte realistisch ist. Stalking an sich passiert natürlich schon, aber gerade mit dem hier beschriebenen Ende kann ich mir das nicht vorstellen.
Alles in allem kann ich hier auf jeden Fall eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben für alle Leser, die mal Lust auf das Thema Stalking haben und auch speziellere Charaktere in einem außergewöhnlichen Thriller erleben möchten. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Macht Gänsehaut

Von: World of books and dreams Datum : 27.07.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Téo Avelar ist Medizinstudent und im Seziersaal fühlt er sich richtig wohl. Unter anderen Menschen fühlt er sich eher unwohl, doch als er von seiner Mutter überredet wird, mit zu einer Gartenparty zu kommen, kann er nicht schon wieder nein sagen. Hier lernt er die junge Clarice Manhães kennen, die mit ihrer ungezwungenen Art und auch mit ihrem Aussehen Eindruck auf den jungen Mann macht. Mit einer List gelangt er an ihre Anschrift und findet auch heraus, wo sie studiert. Heimlich folgt er ihr und hilft ihr sogar aus einer unglücklichen Situation zu kommen. Doch Clarice findet schnell heraus, dass es kein Zufall war, dass er ihr geholfen hat und um dieser Konfrontation zu entgehen, wird Téo handgreiflich, schlägt sie nieder und entführt sie letzten Endes.
Meine Meinung:
Bei diesem Buch ging mir das Cover einfach nicht aus dem Kopf, dieser Blick ist so eindringlich, dass er immer wieder die eigenen Blicke auf sich zieht und so wurde ich auch sehr neugierig auf den Inhalt. Dank des sehr leichten und flüssigen Schreibstils fiel mir auch der Einstieg in die Geschichte nicht allzu schwer. Montes beschreibt allerdings vieles sehr bildlich und da sei gleich gesagt: man sollte nicht allzu zart besaitet sein, bei mancher Szenebeschreibung. Trotzdem ist die Sprache sehr gut verständlich und das Buch lässt sich dadurch auch sehr gut lesen.
Die Spannung allerdings ist hier leider nicht immer gegeben. Mir war es zwischendurch zu langatmig und ich hätte mir an mancher Stelle etwas mehr Tempo gewünscht. Zwar gibt es immer wieder Augenblicke, bei denen ich mitgerissen wurde, aber auch immer wieder Abschnitte, in denen ich aufpassen musste, um nicht den Faden zu verlieren. Einen etwas konstanteren Spannungsbogen hätte ich mir hier gewünscht, allerdings gibt es dann wieder das große Aber, denn durch die eher ruhigen Passagen hat man einen sehr guten Blick auf den Protagonisten Téo und seinen sehr speziellen Charakter. Ich würde dieses Buch auch schon eher in Richtung Psychothriller einordnen, denn es geht hier auch sehr viel um Téos Psyche.
Ein Erzähler gibt die Geschichte in der dritten Person wieder, dabei ist er aber auf Téo konzentriert und erzählt alles aus dieser Perspektive. Man bekommt hier ein sehr klares und deutliches Bild des Mannes und das lässt hier durchaus immer wieder eine Gänsehaut entstehen.
Das Hauptaugenmerk liegt hier absolut auf die Charakterisierung des Medizinstudenten Téo und diese Umsetzung ist auf jeden Fall komplett gelungen. Der Autor zeigt sowohl, wie der junge Mann auf seine Umwelt wirkt, aber auch wie er wirklich ist. Téo scheint eigentlich nur ein sehr intelligenter, aber auch stiller Mann zu sein, doch in Wirklichkeit ist er jemand, dem jegliche Empathie fehlt. Gleich vom ersten Moment an stellt man fest, dass hier etwas ganz arg im Bösen liegt. Doch wie schlimm es um Téo steht, erfährt man dann nach und nach und ich muss sagen, dass mir selten ein Charakter so grausig vorkam. Er ist weder ein reiner Psychopath noch ein reiner Soziopath, doch eines ist ihm gewiss: er kann sich nicht in sein Gegenüber versetzen. Das, was in ihm vorgeht, wird hier so gut beschrieben, dass ich tatsächlich hoffe, niemals solch einer Person zu begegnen.
Neben Téo erfährt man hier noch recht viel über die Frau, die er entführt: Clarice. Doch so richtig konnte ich bei ihr nicht nachempfinden, wie sie sich fühlt. Alles in allem wurde sie mir in keinster Weise richtig sympathisch und ihre Handlungen waren nicht immer nachvollziehbar. Aber ich denke, dass auch genau das hier so gewollt war, denn der Fokus liegt auf Téo.
Im Prinzip sind diese beiden Personen auch die wichtigsten Charaktere, alle anderen sind und bleiben hier Nebensache und das passt auch so.
Mein Fazit:
Mit einigen Überraschungsmomenten und der wirklich großartigen Darstellung des Téo konnte dieses Buch hier punkten. Allerdings fehlte mir an manch einer Stelle die Spannung, so dass ich nicht permanent gefesselt wurde, trotzdem gibt es hier einige Szenen, die eine Gänsehaut hervorrufen und die mich schaudern ließen. Jedes Mal, wenn man glaubt zu wissen, wie es läuft, kommt etwas, dass man einfach nicht vorausahnen konnte und das Ende, das hat es dann noch einmal in sich. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Buch sehr kontroverse Meinungen hervorrufen wird. Von mir gibt es hier eine Leseempfehlung.

So muss ein Thriller sein!

Von: Anjas Buchstunden Datum : 26.07.2017

anjas-buchstunden.blogspot.de

Was für ein knallharter und spannender Thriller!

Gleich zu Beginn lernt der Leser kurz aber heftig Téo kennen. Auf mich hat er zwar einen leicht durchgeknallten, aber keinen besonders gefährlichen Eindruck gemacht. Oh, wie sehr ich mich getäuscht habe! Das Buch geht so rasant weiter, das ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Ich fand super, das es hier nur wenige Protagonisten gab und man beim Lesen nicht viel nachdenken musste, sondern das Buch einfach auf sich wirken lassen konnte.

Der Autor hat es perfekt verstanden von Anfang an eine Wahnsinns Präsenz und Spannung dazulassen, die im ganzen Buch bis zum Schluss erhalten bleibt. Inhaltsangabe gibt es von mir keine weitere, der Klappentext sagt genug und hält was er verspricht. Allerdings kann ich verraten, dass das, was relativ harmlos beginnt, sich zu einem unaufhaltbar krassen Szenario entwickelt und dem Leser den Atem raubt!

Mir war es anfangs schleierhaft, wie man es schaffen will, diese Geschichte, die von  Téo´s Seite aus so unüberlegt begann, bis zum Ende auf so vielen Seiten durchzuziehen, aber auch hier wurde ich eines besseren belehrt. Es jagt ein Horrorszenario das nächste und oftmals war ich einfach nur schockiert und hatte Gänsehaut. Hier steckt eine geniale Prise Wahn mit drin, die in einem Thriller einfach sein muss. 

Das Ende war ganz anders als ich gedacht habe und auch hier war ich wieder überrascht, wieviele Überraschungen in dem Buch stecken. Ich habe das Buch zufrieden, aber mit Gänsehaut beendet und bin begeistert!

Kein überzeugender Thriller

Von: Rosenmadl Datum : 24.07.2017

visionsofbeautyandmore.blogspot.de/

Inhalt:

Als Téo auf einer Party Clarice entdeckt, verliebt er sich augenblicklich in das schöne Mädchen. Nach und nach versucht er sie davon zu überzeugen, dass sie beide zusammen gehören. Doch Clarice hat bereits einen Freund und auch kein großes Interesse an Téo. Trotz seiner ruhigen Art mag er sich nicht eingestehen, dass er verloren hat und greift zu extremen Mitteln: Er entführt Clarice.


Meine Meinung:

An Spannung mangelt es der Geschichte sicherlich nicht. Wobei man im weiteren Verlauf des Lesens bemerkt, dass immer und immer mehr Szenen vorkommen, die an Lächerlichkeit kaum zu überbieten sind. Und erst das Ende, ich bin echt sprachlos. Aber sprachlos der Unsinnigkeit und deren Bedeutung.
Für mich kam es so vor als würde der Autor kein besseres Ende mehr finden können und hätte die Geschichte einfach nur beenden wollen. Ohne Sinn und Verstand meiner Meinung nach.

Téo ist ja ein außergewöhnlicher Kerl und auch Clarice zählt nicht unbedingt zu den Mädchen, die sich normal verhalten. Die beiden treffen aufeinander und es musste sich ja unbedingt was nicht alltägliches entwickeln. Auch wenn natürlich Téo so ganz und gar nicht reagierte, wie andere junge Männer in seinem Alter. Dies verspricht, zumindest anfangs und auch zur Mitte hin ein Spitzenthriller zu werden. Ich kann mich auch nicht darüber beschweren, dass mir das Lesen leicht fiel oder ich wissen wollte wie sich das Verhalten der beiden Protagonisten noch steigern ließe. Dennoch kamen mir manche Stellen und Verhaltensweisen doch arg an den Haaren herbei gezogen vor. Ich konnte oftmals nur mit dem Kopf schütteln.

Soll das Ende eigentlich ein Happy End darstellen? Bei solch einer Thematik? Bei solch abstrusen Verhaltensweisen und absichtlich herbei geführten schrecklichen Taten? Ich bin wirklich überfordert und mir ist völlig unverständlich, was mir diese Geschichte letztendlich sagen möchte oder wie ich darüber denken sollte.

Ich war einfach nur enttäuscht, dass der Hype um dieses Buch für mich nicht
ganz nachvollziehbar war und ich mir einfach soviel mehr erwartet hatte.


Fazit:

Ein Thriller mit unvorhersehbarem und nicht ganz ausgereiftem Ende.
Ein Thriller mit einem Protagonisten, den man sogar öfter mal als liebenswert und gar nicht so böse bezeichnen möchte.
Ein Thriller, der verunsichert und seine Leser fragend zurückblicken lässt.
Ein Thriller, an dem ich anfangs großen Spaß hatte und ihn in dieser Zeit auch kaum aus der Hand legen wollte.
Allerdings auch ein Thriller, der mich nicht ganz überzeugen konnte und mit dessen Entwicklung und weiteren Verlauf ich an keiner Stelle einverstanden war und so kann ich auch nur

3 Sterne

vergeben !!

Vorhersehbarer Thriller - enttäuschend

Von: Befi Datum : 23.07.2017

www.befisbuecherwelt.blogspot.com

Inhalt
Téo Avelar ist Einzelgänger. Er hat nur wenige Freunde, und am wohlsten fühlt er sich im Seziersaal. Echte menschliche Gefühle bringt er nur für sein dortiges Studienobjekt auf – bis er Clarice begegnet. Téo ist davon überzeugt: Sie ist die Frau seines Lebens. Er beginnt, sie zu verfolgen, macht ihr Geschenke, ist geradezu besessen von ihr. Als Clarice ihn abblitzen lässt, greift Téo zu extremen Mitteln, um ihre Zuneigung zu gewinnen: Er entführt sie, hält sie gefangen. Nichts und niemand soll seinem glücklichen Leben mit Clarice in die Quere kommen ...

Rezension
Téo ist ein in sich gekehrter Medizinstudent, der sich alleine um seine im Rollstuhl lebende Mutter kümmert. Er ist anders als andere und das merkte er bereits sehr früh. Gefühle kennt er nicht und sind ihm fremd, bis er Clarice auf einer Gartenparty kennen lernt. Er ist so sehr fasziniert von ihr, dass er sie verfolgt, ausspioniert und sich wie ein Stalker verhält. Clarice lässt ihn abblitzen, was Téo so sehr verletzt, das er zu extremen Mitteln greift und sie entführt.
In dieser Zeit versucht er Clarice zu beweisen was für ein guter Mann er doch ist und will das sie ihn genauso liebt wie er sie.

Ich war persönlich sehr enttäuscht von dem Buch, weshalb es von mir leider keine Empfehlung bekommt. Lange Durststrecken und die Langatmigkeit haben das Geschehen nur sehr schleppend vorangetrieben, was den ganzen Handlungsstrang ziemlich vorhersehbar gemacht hat.
Die kurzen Momente in denen mal wirklich etwas Spannendes vorgefallen ist, waren so schnell wie sie gekommen sind auch wieder vorbei. Der Spannungsbogen blieb bis auf die kurzen "oh-jetzt-passiert-was"-Momente eher flach.
Das Ende hingegen war doch recht überraschend, wobei es das Gesamtwerk nicht viel besser macht. Man bekommt hier leider sehr stark das Gefühl als habe der Autor sein Hauptaugenmerk auf die Entführung und das "Zusammenleben" von Téo und Clarice gelegt und dem Ende nur eine zweitrangige Aufmerksamkeit gewidmet hat. Das Ende hätte er deutlich früher beginnen und ausführlicher schreiben sollen, wodurch sich ein weiterführender Handlungsstrang ermöglicht hätte.

Auch wenn Téo ein Psychopath war, blieb der Nervenkitzel den ich mir erhofft hatte leider aus - sehr, SEHR SCHADE.

Sag kein Wort - absolut schockierend ,Sag kein Wort - absolut schockierend

Von: Elizzy Datum : 22.07.2017

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Zusammengefasst

Téo ist ein intelligenter junger Medizinstudent. Er kümmert sich liebevoll um seine Mutter, die aufgrund eines Autounfalls im Rollstuhl lebt und ihren Mann verloren hat. Auf einer Grillparty lernt er dann Clarice kennen. Clarice ist wild, lustig, verrückt und strahlt Lebensfreude aus. Sofort ist Téo von ihr begeistert und will sie näher kennen lernen. Doch Téo weiss nicht wie er mit ihr in Kontakt treten soll und holt sich ohne Erlaubnis ihre Telefonnummer.

Durch ein paar Fragen findet er schnell heraus, wo Clarice Studiert, wo sie Wohnt, welches Hauptfach sie hat und wer ihre Freunde sind. Téo stellt ihr nach und verfolgt sie sogar auf eine Party. Als Clarice dort etwas zu viel trinkt schafft sie es nicht mehr ganz nach Hause und Téo, der Retter in Not, gabelt sie auf und stellt sie nach Hause. Natürlich besucht er sie am nächsten Tag, um sich nach ihrem Wohlbefinden zu erkunden und stellt dabei fest, dass sie vor hat für längere Zeit zu verreisen, um an ihrem Drehbuch zu arbeiten. Téo wird sofort bewusst, dass er sie nicht gehen lassen darf – so kann sie sich ja schliesslich nicht in ihn verlieben. Aus einer Reaktion heraus wird er gewalttätig und verschleppt sie. Anfang noch zu sich nach Hause doch schnell wird im klar; Wenn er will, dass sich Clarice in ihn verliebt und nur ihm gehört, dann muss sie Zeit mit ihm verbringen.

Also schnappt er ein paar Koffer, steckt Clarice hinein und begibt sich auf die Reise, in das Hotel, welches sie bereits gebucht hat. Als Clarice erwacht, ist sie alles andere als begeistert. Doch so schnell wird sie Téo nicht mehr gehen lassen.

Darüber Gedanken gemacht

Als ich das Buch gelesen habe wurde ich die ganze Zeit von einem beklemmenden Gefühl begleitet. Téo war so ein netter junger Mann, man wollte ihn verstehen doch zu gleich war jeder Gedanke den er dachte und jede Tat die er vollzog so abstossend und unnatürlich, als das ich gar nicht anders konnte als ständig den Kopf zu schütteln und eine Gänsehaut zu bekommen.

Es ist wirklich erschreckend wie es Téo schaffte in Clarice Leben einzudringen und die vollkommene Macht über sie zu gelangen und noch viel schrecklicher ist, wie sich die ganze Geschichte zwischen ihnen entwickelt und vor allem das Ende! Ich kann mein Entsetzen darüber gar nicht richtig in Worte fassen. Auf jeden Fall ein genialer Plot auch wenn ich ein, zwei Dinge vorausgesehen habe war ich doch von der Geschichte an sich gefesselt.

„Ihr Verhalten löste eine ganze Reihe von Gedanken in ihm aus, gute wie schlechte, die ihn schliesslich zu einer düsteren Erkenntnis brachten: Er würde Clarice niemals wieder gehen lassen können.“ S. 143
Gefiel mir sehr

Als Hauptprotagonist fand ich Téo überaus gelungen, da die Geschichte nämlich aus seiner Sicht geschrieben wurde musste man gezwungener Massen so denken, wie er und obwohl man wusste, dass seine Gedanken teilweise krankhaft waren hatte man hier und da das Gefühl ihn doch zu verstehen und das machte einem noch mehr Angst.

Gefiel mir nicht

Hingegen fad ich Clarice manchmal etwas zu lahm, mag vielleicht daran liegen, dass man als Leser nicht so in sie hineinblicken konnte und nur immer die Sicht von Téo über sie las aber irgendwie hätte ich mir mehr von ihrem Charakter gewünscht.

Schreibstil & Cover

Der Schreibstil an sich war richtig gut aber mir persönlich an einigen Stellen zu langatmig. Mir persönlich wurde zu viel „Alltag“ beschrieben bis dann endlich wieder etwas spannendes passierte. Dadurch hatte ich nach dem ersten Drittel einen kleinen lese Hänger aber gegen Ende des Buches wird es dafür umso rasanter und es geschehen so viele Dinge gleichzeitig, dass man kaum dazu kommt richtig nach Luft zu holen.

Das Cover finde ich sehr fesselnd und passend – besonders der Titel ergibt gegen dem Ende des Buches hin eine ganz spezielle Bedeutung.

Fazit

Ein spannender und schockierender Thriller, der so grandios und manipulierend erzählt wird, dass man am Ende Raphael Montes nur noch auf die Schultern klopfen kann und ihm für seinen grandiosen Plot gratulieren kann. Besonders witzig fand ich die letzte Stelle in seiner Danksagung, in der er erwähnt, dass seine Mutter sich gerne eine Liebesgeschichte von ihm wünscht und er ihr sagt „Sag kein Wort“ ist dabei herausgekommen. ��

Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

Wow ! mal wieder ein Richtig guter Thriller

Von: Colorul_Leaf Datum : 21.07.2017

leafhunt.blogspot.de/


Wir lernen den jungen Medizinstudenten Téo kennen, der mit seiner Mutter zusammen lebt und ein recht einsames Leben führt. In seinem Studium fühlt er sich sehr wohl und hat eine besondere Affinität zu der Pathologie und zum Sezieren an Leichen. Eines Tages nimmt ihn seine Mutter mit auf eine Party, auf der er Clarice begegnet. Sie fasziniert ihn vom ersten Augenblick und er ist der festen Überzeugung, Clarice ist die Frau seines Lebens und als er auch noch ihre Nummer in seinem Handy hat,ist Téo der Meinung, dann ist man doch wohl schon ein Paar. Allerdings sieht Clarice die Sache ganz und hat kein Interesse an ihm. Als sie ihm das persönlich sagt,schlägt er sie nieder und entführt Clarice in ein Hotel und der Horror beginnt..



Sag kein Wort" hat mich schon mit seinem Klappentext in seinen Bann gezogen und ich war neugierig,wie die Handlung umgesetzt wurde. Ich bin nicht enttäuscht worden. Eine spannende und brutale Story mit einem sehr cleveren Téo. Der Schreibstil ist von der ersten Seite an flüssig und spannend. Man bekommt sehr gute Einblicke in Téo's Psyche ,der meiner Meinung nach ganz schön durchgeknallt ist. Es gibt auch einige brutale Szenen die nichts für Zartbesaitete sind ,aber es ist ein Thriller wenn nicht sogar ein Psychothriller.
Das Buch liest sich super , ich habe 2 Tage gebraucht,das spricht schon für sich. Das Ende hat mich dann nochmal sehr überrascht,damit habe ich nicht gerechnet. Bis auf die eine oder andere Szene,die ich dann etwas zu abgedreht fand, habe ich das Buch gern gelesen.

Klasse Thriller mit einem total durchgeknallten Protagonisten

Von: Owlsome Books Datum : 17.07.2017

owlsomebooks.blogspot.de/

Da ich You - Du wirst mich lieben von Caroline Kepnes geliebt habe, stand direkt fest, dass ich dieses Buch auch lesen werde. Der Klappentext klang richtig klasse - nach einer total abgedrehten Stalkergeschichte mit einem durchgeknallten Protagonisten ... und genau das habe ich bei dem Buch auch bekommen.

Téo, unser Protagonist, ist Medizinstudent. Direkt am Anfang wird direkt klar, dass er nicht alle Tassen im Schrank hat, als er behauptet, sein Sezierobjekt, von ihm liebevoll Gertrudes genannt, wäre seine einzige Freundin und die beiden hätte ja schon so viele tolle und schöne Momente zusammen erlebt. Wenn man bedenkt, dass die Frau tot ist und er an ihr die menschliche Anatomie erlernen soll ist das schon ein wenig abgedreht. Auch sonst hat Téo nicht viele soziale Kontakte und keine Freunde. Er ist ein richtiger Einzelgänger und der einzige soziale Kontakt den er hat ist mit seiner Mutter, welche im Rollstuhl sitzt.
Auf das Drängen seiner Mutter hin begleitet er sie zu einer Gartenparty und lernt dort Clarice kennen. Clarice ist eine offene, lebensfrohe junge Frau, die mit ihrem Leben vollends zufrieden ist. Sie will Drehbuchautorin werden und schreibt deswegen gerade an ihrem ersten Drehbuch.
Téo ist direkt von ihr angetan und holt sich ihre Handynummer durch einen Trick. Schon am nächsten Tag fängt er an Informationen über sie, wie ihren Nachnamen und ihre Adresse, zu sammeln und ihr nachzustellen. Er verfolgt sie, und taucht letztendlich bei ihr zuhause auf, um ihr ein Geschenk zu überreichen. Als sie ihn jedoch abblitzen lässt und ihm weismacht, dass sie mit ihm nichts zu tun haben möchte, schlägt er ihr etwas auf den Kopf und steckt sie in einen Koffer.

Von da an nimmt die Geschichte ihren Lauf auf. Was Téo mit Clarice anstellt ist einfach nur krank und stellenweise auch richtig brutal. Er ist einfach ein Psychopath durch und durch. In seinem Augen verbringen sie die schönsten Tage ihres Leben miteinander - und das obwohl Clarice die ganze Zeit gefesselt und unter Drogen ist. Er ist in seiner eigenen Wahrnehmung der perfekte Mann und macht alles richtig. Wenn irgendwas nicht so läuft, wie er es gerne hätte, ist stets Clarice Schuld - er ist ja unfehlbar.

Ich mochte das Buch, ich mochte den Verlauf der Geschichte - denn da passiert noch so einiges. Das einzige womit ich mich so gar nicht anfreunden konnte, ist das Ende. Ich habe mir einfach etwas anderes erhofft und bin nicht zufrieden damit wie die Geschichte endet.

Alles in allem ein wirklich klasse Thriller mit einem total durchgedrehten Protagonisten.

Ein spannender Thriller

Von: aline.reads Datum : 16.07.2017

https://www.instagram.com/aline.reads

Vielen Dank erstmal an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Zusendung des Buches.
Das Buch hab ich in 3 Tagen durchgelesen und endlich hab ich mal wieder einen spannenden Thriller gelesen! In der Geschichte geht es um Teo, der Medizin studiert und ein Einzelgänger ist, bis er eines Tages Clarice kennenlernt. Sie ist das genaue Gegenteil: offen, raucht, trinkt und hat zwischendurch auch mal was mit Frauen. Er verliebt sich in sie und will unbedingt mit ihr zusammen sein - um jeden Preis! Die Geschichte war so fesselnd und spannend, ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Der Schreibstil war flüssig zu lesen. Es wurde immer nur das wichtigste und nötigste beschrieben. Immer das, was auch gerade passiert, das hat mir besonders gut gefallen. Kein drumherum und keine langen Beschreibungen. Immer wenn man geahnt hat, was jetzt passieren würde, hat sich die Geschichte anders entwickelt, einfach realer. Man hat gespürt, dass Clarice es nicht einfach haben wird. Die meisten Thriller enden ja gleich aber mit so einem Ende hätte ich nie gerechnet, einfach nur wow! Teos Gedanken waren oft echt krank aber wie das Buch am Anfang schon verrät: Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber auch immer etwas Vernunft im Wahnsinn. Das beschreibt den Protagonisten Teo nämlich ganz gut. Auch wenn man oft dachte "Ist der krank", dachte man sich manchmal auch "trotzdem irgendwie korrekt der Typ". Aber macht euch auf jeden Fall ein eigenes Bild, kann euch dieses Buch wirklich nur empfehlen. Hat echt Spaß gemacht es zu lesen!

"Perfekte Tage"

Von: Kaisu Datum : 13.07.2017

life4books.de

„Zwar kannte er Clarices Familiennamen nicht und wusste weder, wo sie wohnte, noch, an welcher Universität sie Kunstgeschichte studierte, aber er hatte ihre Handynummer, und das machte sie doch gewissermaßen schon zu einem Paar.“ (S.23)

Stell dir vor, du lernst ein Mädchen kennen und verliebst dich Hals über Kopf in ihre Mimik, ihre Gesten, ihre Worte, ihr äußeres. Aber du bist ein Einzelgänger. Ein Außenseiter. Den man kennt, respektiert, nur nicht unbedingt als Freund haben möchte. Du rechnest deine Chancen nicht sehr hoch ein. Resignierst schon und dann – plötzlich – erwidert sie deine Näherungsversuche und gibt dir sogar einen Kuss. Woah! Der Gewinn des Jahres!

Du schwebst auf Wolke sieben. Wie betäubt gehst du zu Bett und freust dich auf den nächsten Tag. Dann kannst du sie anrufen und die zarte Beziehung vertiefen. Bloß, wie sollst du ihr erklären, woher du ihre Nummer hast? Gegeben hat sie dir diese nämlich nicht. Erschlichen hast du sie dir. Heimlich. Das wird schon, denkst du dir. Irgendeine logische Begründung fällt die ein und dann lacht ihr darüber.

„Du verfolgst mich. Bei der Grillparty hast du dir meine Nummer besorgt.“ (S.44)

Die Konfrontation, der sich Teo kurz darauf stellen muss, läuft nicht so, wie er es sich erhofft hatte. Clarice ist nicht im geringsten über seine extremen Annäherungsversuche begeistert. Teo ist schlichtweg nicht ihr Typ. Freunde ja, aber nicht mehr. Da sieht der enttäuschte Märchenprinz rot und schlägt seine Eroberung kurzerhand nieder. Schnappt sich einen großen Reisekoffer und „verstaut“ sie darin. Zu Hause will und muss er sich neue Schritte überlegen.

„Er konnte Clarice nicht wieder gehen lassen.“ (S.51)

In seinem Kopf gehen fortan Dinge vor, die man sich nicht ausmalen möchte. Der Stalker hat das Objekt seiner Begierde gefunden und will es nicht mehr hergeben. Koste es was es wolle. Und seine Clarice würde irgendwann schon erkennen, was für ein guter Ehemann er sein würde. Dann würden die Gefühle kommen und sie könnten glücklich zusammen leben. Für immer. Auch wenn bis zur Erleuchtung Betäubungsmittel und Fesseln notwendig sind.

„Der äußeren Erscheinung fehlte die höhere Macht der Gefühle. Die verbindende Karft lag vielmehr im Austausch, in der Hingabe, dem Einander-Entdecken. Das war es doch, was man Symbiose nannte.“ (S.63)

Noch jemand hier, der Teo nicht abartig krank findet? Dieser junge Mann lässt einen wirklich Schauer über den Rücken jagen. Immer hat er eine neue (makabere) Idee, trickst herum, lässt seine Redekunst wirken und umgeht so jeglichen Verdacht der Entführung. Immer wenn man denkt, dass es das war und sie auffliegen, geht er einen weiteren Schritt in die falsche Richtung und einer der letzten hat mich derbe schlucken lassen, so geschockt war ich.

Clarice ist eine starke Persönlichkeit. Hut ab, dass sie nicht sofort zusammenbricht. Sie spielt sein Spiel mit und versucht so zu überleben. Leider hat sie auch extreme Gefühlsschwankungen in manchen Szenen, sodass ich ihr diese nicht immer abgekauft habe. Aber neben Teo sieht man eh schwach aus. Selbst die Eltern von Clarice, deren handeln und denken ich nicht nachvollziehen konnte. Genauso wirkte das Ende wie eine Flucht für mich und hat mich nicht zu 100% zufrieden zurückgelassen. Auch wenn ich den letzten Satz wiederum perfekt fand.

Letztlich erzeugt der brasilianische Autor eine fesselnde Stimmung, die einen sofort in den Bann zieht und bis zur letzten Seite gefesselt hält. Da möchte ich definitiv mehr von ihm lesen! Aufgrund einiger Beschreibungen, würde ich das Buch sogar bald in den hardcore Bereich einsortieren. Einen soften Thriller sollte man also nicht erwarten. Einige Momente werden recht explizit dargestellt.

Prädikat: Lesenswerte Lektüre!

Überraschender Psychothriller mit unfassbarem Ende

Von: Seehase1977 Datum : 12.07.2017

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Der introvertierte Medizinstudent Teó Avelar lernt auf einer Gartenparty Clarice kennen. Sofort ist er von ihr begeistert und glaubt, in ihr die große Liebe gefunden zu haben. Teó beginnt die junge Frau auszuspionieren, verfolgt sie und macht ihr Geschenke, ist regelrecht von ihr besessen. Clarice gibt ihm aber deutlich zu verstehen, dass sie nichts für ihn empfindet. Doch Teó will das nicht wahrhaben. Nach einer Kurzschlussreaktion er entführt Clarice und hält sie gefangen in der Hoffnung, dass sich ihre Gefühle für ihn durch das tägliche Beisammensein ändern werden. Nichts und niemand soll sie jemals wieder von ihm trennen. Doch dann werden die Maßnahmen des jungen Mannes, Clarice für sich zu gewinnen, immer drastischer…

Meine Meinung:

Auf „Sag kein Wort“ von Raphael Montes bin ich in erster Linie durch das markante Cover aufmerksam geworden, vollends neugierig hat mich dann der Klappentext gemacht, der eine spannende Lektüre verspricht. Entsprechend hoch war die Vorfreude und die Erwartungen an dieses Buch. Ich muss sagen, Raphael Montes hat mich wahrlich nicht enttäuscht!

Der Einstieg in die Geschichte ist ruhig, ja fast beschaulich. Man lernt Teó Avelar kennen, einen ruhigen, eher zurückhaltenden jungen Medizinstudent, der sich im Seziersaal und mit den Studienobjekten dort wohler fühlt als mit seinen Mitmenschen. Zuhause pflegt er seine an den Rollstuhl gefesselte Mutter voller Hingabe, so scheint es. Dann lernt er Clarice kennen und ernennt die junge Frau kurzer Hand zu seiner großen Liebe. Doch die selbstbewusste lebenslustige Clarice lässt Teó eiskalt abblitzen, was ihn dazu veranlasst, Clarice zu entführen und gefangen zu halten. Sie muss um jeden Preis davon überzeugt werden, dass sie und Teó zusammengehören.

Sollte man bis zu der Entführung von Clarice noch nicht geahnt haben, was für ein Psychopath in Téo steckt, so wird einem spätestens ab dann bewusst, das mit dem jungen Mann etwas so gar nicht stimmt. Einerseits ist er im Umgang mit Clarice besorgt und liebevoll, doch diese positiven Emotionen können von jetzt auf gleich umschlagen und Téo gerät völlig außer Kontrolle. Obwohl er intelligent und belesen ist, ist er sich seinen Taten und deren Auswirkungen scheinbar nicht wirklich bewusst, alles was er tut, dient dazu, Clarice davon zu überzeugen, dass sie beide für immer zusammengehören.

Raphael Montes erzählt die Geschichte von Teó und Clarice ruhig und unaufgeregt und doch voller, vor allem beklemmender Atmosphäre und Spannung. Meint man den Ausgang der Story zu erahnen, gibt der Autor wieder eine völlig neue Richtung vor. Dadurch ist man völlig von den Ereignissen gefangen, liest gebannt Seite um Seite und will einfach nur noch die erlösende Aufklärung der Geschehnisse. Und die kommt, unerwartet, erschreckend und für mich absolut unfassbar!

Mit Teó Avelar ist Raphael Montes ein ganz besonderer Charakter gelungen. Einerseits introvertiert und intelligent, andererseits so unrealistisch besessen und auf eine ganz makabere Weise brutal, auch wenn dies nicht immer körperlich zum Tragen kommt. Clarice ist eine selbstbewusste, aufgeschlossene junge Frau und wird als eine starke Persönlichkeit dargestellt, die Teó an seine Grenzen bringt. Für mich war sie von Anfang an zwar keine Sympathieträgerin, doch ihre mentale Stärke hat mich nachhaltig beeindruckt.

Mein Fazit:

„Sag kein Wort“ von Raphael Montes ist ein ungewöhnlicher Psychothriller und ein echter Pageturner. Spannend und bedrückend atmosphärisch, mit vielen Wendungen und einem überraschend unfassbaren Ende, mit dem ich so nicht gerechnet hätte. Es hat mich sprachlos und mit einem beklemmenden Frosch im Hals zurückgelassen. Von mir gibt es für eine gut durchdachte und wirklich krasse Story und für ein Buch mit einem markanten und unverwechselbaren Cover eine absolute Leseempfehlung. Völlig zurecht wird Raphael Montes in seiner Heimat als der "Stephen King Brasiliens" gefeiert. In meinen Augen ein Muss für alle Fans des Psychothrills.

Sag kein Wort...

Von: Ann-Cathrin Hauch aus Brokdorf Datum : 09.07.2017

annisbookworld.blogspot.de

Das erste was einem bei diesem Buch ins Augen springt ist das Cover! Ich finde das Cover sehr gut gestaltet, denn diese eindringlich blauen Augen, ziehen einen sofort in seinen Bann. Der Autor sagte mir an sich nichts, doch der Klappentext klang viel versprechend, also musste ich das Buch einfach lesen.
Téo wirkt auf andere Menschen sehr in sich gekehrt und ist auch lieber in einem Anatomiesaal, als unter richtigen Menschen. Er schafft es nicht, Empathie für andere auf zu bringen, wie z.B. seine behinderte Mutter.
Erst als er Clarice auf einer Party trifft, bekommt man als Leser das Gefühl, als wüsste er doch was Empathie ist.
Doch schnell erkennt man, dass Téo in seiner eigenen Welt lebt.

... aber er hatte ihre Handynummer, und das machte sie doch gewissermaßen schon zu einem Paar. ( S.23)

Téo versteht nicht, dass die Entführung von Clarice nicht der weg in ihr Herz ist, - auch wenn er dieses glaubt.
Beide Charaktere sind für mich keine Sympathieträger, denn in vielen Situationen konnte ich einige Gedanken und Handlungswege überhaupt nicht nachvollziehen. Téo ist ein Charakter den man auch nur sehr schwer einschätzen kann, denn er ist manipulativ und reagiert in extrem Situationen immer wieder anders.
Clarice ist zwar eine sehr starke Persönlichkeit und sie lässt sich von Téo auch nicht unterkriegen, jedoch fand ich sie in einigen Momenten einfach "verrückt"!

Das Buch fängt ruhig und beschaulich an und steigert sich dann immer mehr. Man könnte fast sagen, es ist wie eine Achterbahnfahrt, die langsam hochfährt und dann kaum noch nach unten kommt.
Besonders gut haben mir die unvorhersehbaren Wendungen und das Ende gefallen. Denn auf so ein Ende wäre ich niemals gekommen.

Nicht so gut gefallen hat mir, dass die Gesichte aus der 3. Person Singular erzählt wird. Ich denke, es wäre interessanter und noch spannender gewesen, wenn man die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Téo und Clarice erzählt hätte.

Spannung, Entführung, Stalking, alles was ein guter Thriller braucht

Von: Anni Silbers Little Bookstore Datum : 08.07.2017

https://www.youtube.com/channel/UCDodxknk71lPkhjArHjilEg

Worum geht es ? In Sag kein Wort geht es um den Medizinstudenten Téo Avelar der seine Zeit am liebsten allein in seinem Labor verbringt fern ab von anderen Menschen, denn in seinem Leben gibt auch niemanden der ihn etwas bedeuten könnte.
Bis zu dem Schicksalhaften Tag an dem er mit seiner Mutter eine Party besucht und dort auf Clarise trifft. Die schöne junge Dame mit der er ins Gespräch kommt ist für ihn die Liebe seines Lebens. Aber während Téo schon ihre gemeinsame Zukunft plant, ist es für Clarise nichts weiter als ein kurzer Flirt aus dem sie sich nichts weiter macht. Nach diesem Abend geht Clarise Téo einfach nicht mehr aus dem Kopf und so entschließt er sich Clarise ausfindig zu machen und sie wieder zu treffen. Und so beginnt Téo Clarise zu stalken und sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen bis er sämtliche Informationen über sie herausbekommt. Als Clarise jedoch herausbekommt das Téo ihr nachstellt versucht sie den Kontakt abzubrechen und das Chaos nimmt seinen Lauf: Téo schlägt Clarise nieder, entführt sie und hält sie gefangen bis sie sich entschließt ihn doch zu lieben...

Meine Meinung: Wenn in Thrillern das Thema Stalking und Entführung vorkommt, bin ich immer dafür zu haben und aus diesem Grund habe ich mich auch dafür entschlossen dieses Buch zu lesen. Und alles in allem muss ich sagen dass ich doch positiv überrascht war, denn anfangs konnte ich mir nicht vorstellen wie man aus so einem dünnen Buch eine große Geschichte herausholen kann. Und diese Ca 300 Seiten die dieses Buch umfasst waren wirklich sehr schnell weggelesen und haben mich in einen gradezu leserausch gebracht da es wirklich sehr spannend und rasant geschrieben ist. Das einzige was mir nicht gefallen hat war Clarise als Charakter, denn sie war mir von Anfang an sehr unsimpatisch und ich konnte oft ihre Entscheidungen nicht nachvollziehen. Im Gegensatz zu Téo der zwar auch kein Typischer nochmaler Protagonist ist, aber in seinem Kopf zu blicken war sehr interessant da man von Anfang an weiß das etwas mit ihm nicht stimmt und obwohl man weiß dass etwas passiert möchte man doch wissen wie es weitergeht und was seine nächsten Schritte sind.

Das Buch hat von mir 4 Sterne bekommen und würde es wirklich jedem weiter empfehlen der gerne Thriller liest oder etwas spannendes lesen möchte.

Sehr spannend,abgefahren und ein sehr cleverer Hauptprotagonist...

Von: Ayda Datum : 03.07.2017

https://www.instagram.com/aydaslesewelt/?hl=de

https://www.instagram.com/p/BV7mKkQlwzu/?taken-by=aydaslesewelt&hl=de

Inhalt:
Schauplatz ist Brasilien. Wir lernen den jungen Medizinstudenten Téo kennen, der mit seiner Mutter zusammen lebt und ein recht einsames Leben führt. In seinem Studium fühlt er sich sehr wohl und hat eine besondere Affinität zu der Pathologie und zum Sezieren an Leichen. Eines Tages nimmt ihn seine Mutter mit auf eine Party, auf der er Clarice begegnet. Sie fasziniert ihn vom ersten Augenblick und er ist der festen Überzeugung, Clarice ist die Frau seines Lebens und als er auch noch ihre Nummer in seinem Handy hat,ist
Téo der Meinung, dann ist man doch wohl schon ein Paar. Allerdings sieht Clarice die Sache ganz und hat kein Interesse an ihm. Als sie ihm das persönlich sagt,schlägt er sie nieder und entführt Clarice in ein Hotel und der Horror beginnt...

Meine Meinung:
Zuerst muss ich ein großes Lob an das Cover aussprechen,sehr passend zum Inhalt und ein absoluter Blickfang. "Sag kein Wort" hat mich schon im Vorfeld sehr angesprochen und ich war absolut neugierig,wie die Handlung umgesetzt wurde. Ich bin nicht enttäuscht worden. Eine spannende und brutale Story mit einem sehr cleveren Téo. Der Schreibtstil ist von der ersten Seite an flüssig und spannend. Man bekommt sehr gute Einblicke in die Psyche von ihm,der ziemlich durchgeknallt ist. Es gibt auch einige Szenen,die ziemlich brutal sind also nichts für Zartbesaitete aber es ist ein Thriller wenn nicht sogar ein Psychothriller.
Beide Hauptprotagonisten sind sehr gut umgesetzt und ich konnte mir beide sehr gut vorstellen. Das Buch liest sich super weg, ich habe 2 Tage gebraucht,das spricht schon für sich. Das Ende hat mich dann nochmal sehr überrascht,damit habe ich nicht gerechnet. Bis auf die eine oder andere Szene,die ich dann etwas zu abgedreht fand, habe ich das Buch gern gelesen und vergebe 4 Sterne!!
Vielen Dank an dem Limes-Verlag und Raphael Montes:)

Autor:
Raphael Montes, geboren 1990 in Rio de Janeiro, ist Jurist und Autor. Er schrieb Short Storys für verschiedene Krimianthologien und Magazine. Sein Debütroman wurde u.a. für den São Paulo Literaturpreis nominiert, und in seiner Heimat wird Raphael Montes als »Stephen King Brasiliens« gefeiert. Mit seinem zweiten Spannungsroman sorgt Montes auch international für Furore. »Sag kein Wort« erscheint in siebzehn Ländern.
(Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Sag-kein-Wort/Raphael-Montes/Limes/e512800.rhd#vita)

Zwischen Liebe und Obsession

Von: FiktiveWelten Datum : 03.07.2017

https://fiktivewelten.wordpress.com

Ist es Zufall oder ist es Schicksal, als sich Medizinstudent Téo Avelar und Clarice Manhães zum ersten Mal begegnen? Sie befinden sich auf einer Party, etwas abseits des Geschehens, als sie ihn unversehens anspricht. Sie unterhalten sich ein Weilchen nett miteinander und Clarice verabschiedet sich mit einem Kuss. Ihre spontane, ungezwungene Art gefällt Téo. Clarice ist anders, als andere Frauen. Sie geht ihm nicht aus dem Kopf. Mit List und Tücke gelangt er an Informationen. Ihren Namen, ihre Universität und schließlich ihre Adresse. Téo beobachtet sie, folgt ihr … Doch Clarice ist gewitzt. Als sie ihn bei nächster Gelegenheit damit konfrontiert, schlägt er sie kurzerhand mit einem schweren Buch zu Boden. Clarice lebt – fortan jedoch weder in Freiheit noch selbstbestimmt. Téo ist sich absolut sicher: Clarice ist seine Essenz des Lebens und er wird sie nie wieder gehen lassen!

Es war das Cover, was mich reizte, SAG KEIN WORT genauer in Augenschein zu nehmen. Der eindringliche Blick, der interessante Bildausschnitt und schlussendlich auch die Inhaltsbeschreibung des Verlags haben mich überzeugt. RAPHAEL MONTES, mir bis dato unbekannt, wird als Star moderner, brasilianischer Spannungsliteratur gefeiert. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch. Was der Autor mir dann allerdings geboten hat, ist ohne Frage filmreif. Ich war gelinde gesagt geschockt!

Die Geschichte von Téo und Clarice erstreckt sich über zweiunddreißig Kapitel in dritter Person Singular aus seiner Perspektive. Das Geschehen nimmt sehr ruhig, ja, unaufgeregt seinen Lauf. Ab der ersten Seite des Thrillers steht außer Frage, dass der junge Mann sehr speziell ist. Am wohlsten fühlt er sich im Anatomiesaal inmitten der Toten. Mit menschlichen Emotionen hat er es nicht so, weiß allerdings ganz genau, was die Gesellschaft an Gefühlsregungen von ihm erwartet, um nicht unnötig aufzufallen. Téo ist intelligent, keine Frage. Er versteht es, gezielt zu manipulieren. Seine Gedanken und Handlungen lassen ihn schnell als Psychopathen erscheinen. RAPHAEL MONTES trifft genau den richtigen Ton, dem Leser seinen ungewöhnlichen Charakter näherzubringen. Auch Clarice ist der Student nicht ganz geheuer. Sie ist ein offener, direkter Mensch, versucht ihm dennoch eingangs auf respektvolle Art und Weise zu vermitteln, dass sie kein Interesse an mehr, als nur Freundschaft, hegt. Da er nicht verstehen will, muss sie Tacheles reden. Es kommt zum Eklat!

Genau diese Unberechenbarkeit Téos macht den Reiz des Buches aus. Einerseits wirkt der Student sehr verantwortungsbewusst, tja zeitweise vermeintlich gefühlvoll – dann allerdings kommt von jetzt auf gleich ein Szenario, das einem glatt den Atem verschlägt. Vor allem scheint sich Téo der Tragweite seiner Taten gar nicht bewusst. Oder es ist ihm schlicht und ergreifend egal, solange sie ihm die Kontrolle garantieren. Aber auch Clarice ist ein faszinierender Charakter. Sie spielt all ihre Möglichkeiten aus, zieht jedes Register, trumpft hier und da sogar auf. Ohne Zweifel, handelt es sich bei ihr um eine starke Persönlichkeit. Die Interaktionen der beiden Figuren sind von einer ungemein dichten Atmosphäre umgeben, die sich während der Lektüre überträgt. So fliegen die Seiten für den Leser voller Anspannung, Beklemmung und Fragezeichen dahin. Meint man Entwicklungen vorauszusehen, zieht der Autor auch schon eine Wendung aus dem Hut. Vor allem das Ende dieses kniffligen Katz- und Maus-Spiels ist eine wahre Gratwanderung. Für mich persönlich der blanke Horror!

SAG KEIN WORT erscheint als gebundenes Buch mit Schutzumschlag im Limes Verlag. Mir selbst liegt allerdings ein Leseexemplar vor, weshalb ich zur Aufmachung an dieser Stelle nichts sagen kann. Um Spannung und Überraschung willen, würde ich empfehlen, ohne viele Vorabinformationen an die Lektüre zu gehen. Beim Leseexemplar ist die Inhaltsbeschreibung leider etwas zu ausführlich geraten.

Fazit:

SAG KEIN WORT ist eine absolute Überraschung! Ein unerwartet intensives, spannendes und beklemmendes Leseereignis, das zweifellos auf schriftstellerischem Können basiert. RAPHAEL MONTES ist ein Autor, den ich mir auf jeden Fall merken werde. Wow!

schwarzer, dämonischer Abgrund eines Menschen

Von: sunshineandbooks1410 Datum : 30.06.2017

https://www.instagram.com/sunshineandbooks1410/

Inhalt:
Der junge Medizin Student Teo ist ein Einzelgänger und fühlt sich im Seziersaal wohl. Dort 'findet' eher gefallen daran sich mit den Toten zu unterhalten, und freundet sich mit einer Toten an. Als ich er auf einer Grillparty Clarice kennenlernt, die einfach ungezwungen mit ihm umgeht, verliebt sich Teo in Clarice. Teo möchte Clarice kennen lernen und 'stalkt' sie. Bis er auf sie trift und sie entführt...
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Meinung:
Die Geschichte wird mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche eröffnet 》Es ist immer etwas Wahnsinn in der Liebe. Es ist aber immer auch etwas Vernunft im Wahnsinn《 . So weiß der Leser gleich in was für eine Geschichte er eintaucht. Man merkt schon im ersten Kapitel das Teo ein recht merkwürdiger junger Mann ist und im Laufe der Geschichte unglaubliches tut. Die Kapitel sind gut unterteilt, sodass man recht gut voran kommt. Zum Schluss hin wird es doch schon sehr krank und erschreckend denn was ein Mensch meint für richtig zu halten und der Realität entschwindet. Clarice ist eine super taffe junge Frau die ich mochte und mit der ich echt gelitten habe. Das Ende fand ich verstörend, da mein Gerechtigkeitssinn stark getrübt wurde. Alles spielt in Brasilien.
Ich empfehle euch das Buch sehr, wenn ihr in den Abgrund einer schwarzen dämonischen Seele blicken wollt.

Sehr spannend, aber nichts für schwache Nerven

Von: Curin Datum : 27.06.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Curin/

Als Téo auf einer Geburtstagsparty auf Clarice trifft, ist er überzeugt, gerade seine große Liebe kennengelernt zu haben. Heimlich beginnt er, sie auszuspionieren und zu verfolgen, worauf sie ihm ganz deutlich mitteilt, dass eine Beziehnung zwischen ihnen niemals zu Stande kommen wird. Daraufhin schlägt Téo sie nieder und entführt Clarice in ein abgelegenes Hotel... .
Raphael Montes hat hier einen äußerst spannenden Psychothriller geschrieben, der mich von der ersten Seite an gepackt hat. Die Handlung kommt aus meiner Sicht sehr nahe an die Realität heran und ist deshalb auch oft ziemlich erschreckend und beklemmend, weil das Ganze wirklich so passieren könnte.
Der Protagonist Téo ist ein Medizinstudent, der auf seine Außenwelt intelligent, aber auch sehr in sich gekehrt wirkt. Bereits bevor er Clarice entführt, merkt man, dass etwas bei ihm nicht stimmt und er scheinbar überhaupt keine Empathie hat und sich in sein Gegenüber hinein versetzen kann. So scheint ihm gar nicht bewusst zu sein, was er seinem Entführungsopfer überhaupt antut. Er ist auf jeden Fall eine unheimliche Figur, gerade weil man ihn nicht einschätzen kann und er selbst nicht merkt, was er anrichtet.
Clarice dagegen ist eine junge und äußerst eigenwillige Frau, die mit ihrem starken Kampfgeist Téo an seine Grenzen bringt. Alle beide sind keine Sympathieträger, aber auf jeden Fall sehr interessante und spannende Figuren, die oft extrem reagieren und sehr viel Spannung in die Handlung hinein bringen.
Raphael Montes schreibt flüssig und gut lesbar, doch leider kann sich die Handlung auf den 311 Seiten nicht richtig entfalten. So sind manche Szenen sehr komprimiert und werden nicht ausreichend geschildert. Was dem Autor auf jeden Fall gelungen ist, sind die Gänsehautmomente, die sich wirklich durch das ganze Buch ziehen. Mir hat sehr gefallen, dass es immer wieder unvorhersehbare Wendungen und Überraschungen gibt. Selbst das Ende hätte ich so nie erwartet.
Insgesamt erhält man mit ,,Sag kein Wort" einen ungewöhnlichen Thriller, indem es allerdings auch oft brutal zugeht. Daher ist das Buch auch nichts für schwache Nerven. Mir persönlich hat die Geschichte gut gefallen, aber manchmal war es mir auch etwas zu heftig und an einigen Stellen habe ich mich richtig erschrocken. Gerne empfehle ich das Buch weiter an alle, die gerne spannende Thriller lesen.