Leserstimmen zu
Donner und Dory! Klein, aber oho

Abby Hanlon

Die Donner & Dory-Reihe (1)

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Hardcover
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Als kleine Schwester hat man es im Leben ja nicht immer leicht. Die großen Geschwister dürfen hundertmal mehr als man selbst und mit einem spielen wollen sie irgendwie auch nie. So geht es auch Dory, deren großer Bruder und große Schwester herzlich wenig Interesse daran haben, sich mit dem Nachzügler zu beschäftigen. Doch Dory hat eine wunderbar blühende Fantasie, mit der sie sich durch den Tag rettet. So hat sie eine unsichtbare Freundin namens Mary, die gerne mit ihr spielt und sich alle Ideen anhört, die Dory hat. Sie unterstützt sie auch, als ihre Geschwister Dory von der bösen Frau Knorpel-Knacker erzählen, die es auf Dory abgesehen hat, und die prompt am nächsten Tag an der Tür klingelt, um sie zu holen. Doch nicht mit Dory – mit einigen Tricks und Kniffen, die nur einem Kind mit viel Fantasie einfallen können, entkommt sie der vampirzahnigen Frau. Doch manchmal, wie Geschwister eben so sind, mögen die beiden Großen Dory eben doch. Beim Witzemachen am Frühstückstisch oder wenn sie für Luca das Hündchen spielt, das er immer haben wollte. Trotz Dorys ausgeprägter Fantasie blitzt einfach immer wieder durch, wie der Alltag zwischen Geschwistern so abläuft. Und dieser Alltag ist so überzeugend – weder überzogen nett noch viel zu gemein, sondern einfach die alterstypische Hassliebe, die Geschwister füreinander empfinden und ausleben. In die Geschichte sind sehr viele Bilder eingebaut, zwar schwarz weiß, aber mit viel Liebe zum Detail. Sie unterstützen die Geschichte nicht nur, sondern sind essentieller Teil von ihr. Wörtliche Rede findet nicht selten nur in Sprechblasen statt. So kann ich mir das Buch prima für Leseanfänger vorstellen und es wandert schnellstmöglich in meine Klassenbibliothek.

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Ich bin ehrlich, ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Ich fand weder die Charaktere, noch die Story sonderlich gut - geschweige denn, durchdacht. Dory - von ihren Geschwistern liebevoll Ratte genannt - verhält sich unglaublich nervig und kindisch, um die Aufmerksamkeit ihrer Geschwister zu bekommen. Eigentlich möchte sie nur mit den beiden spielen. Die aber wollen das ganz und gar nicht und sind richtig gemein zu ihr. Und diese Gemeinheiten sind doof, sie ziehen sich durchs ganze Buch. Klar sind Geschwister nicht immer nett zueinander, aber ein nettes Wort hätte auch mal sein können. Die fallen erst, als sie Dorys Hilfe brauchen und das suggeriert ein falsches Bild. Mir war die Geschichte zu plump und sinnfrei. Kinder werden an Dorys Spielereien und Streichen sicherlich ihre Freude haben, das war es dann aber auch. Einzig und allein Dorys Fantasie fand ich wunderbar, wenn auch ein bisschen nervig. Was mir auch gefiel, waren die Illustrationen. Nicht die Zeichnungen an sich - aber die Fülle davon. Es waren wirklich eine Menge und das war schön, sie machten dieses Buch wenigstens etwas lebendig. Die Altersempfehlung ist auf 7+ angesetzt. Ich weiß nicht, ob das noch die Zielgruppe trifft. Jüngere schon, aber das + wird dann schon schwer. Klar ist das Buch durch einige Worte eher etwas für ältere Kinder, aber vom Verlauf her könnte man es auch jüngeren Kindern vorlesen. Ich denke, dass es einigen Kindern gefallen wird und kurzzeitiges Lesevergnügen beschert - ich selbst finde keinen Gefallen an dem Buch, zum Vorlesen wäre es mir auch zu öde und spannungslos. Das ganze Buch über habe ich auf das "Oho" aus dem Titel gewartet, aber Pustekuchen, da kam nichts. Fazit: Eine eher ernüchternde Geschichte über ein freches Mädchen mit viel Fantasie und zwei nervigen, fiesen Geschwistern. Durchgeknallt, einseitig und einschläfernd.

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"Donner und Dory! Klein aber oho" ist wirklich umwerfend. Meine Tochter und ich haben uns köstlich amüsiert, auch wenn ich als erwachsene Leserin das Buch natürlich mit anderen Augen sehe, als mein Kind. Mein Kind sah nur die Streiche, die Dory spielt und die fantastische Welt die sich Dory erschaffen hat, während ich ein klein wenig tiefer sah und auch sah, wie oft Dory traurig auf ihre Geschwister blickt, da diese sie aus dem Spiel ausschließen. Um nicht dauernd alleine zu spielen, erschafft sie sich eine imaginäre Monsterfreundin. Imaginäre Freunde sind im Alter von Dory völlig normal und daher auch nicht besorgniserregend. Besorgniserregend ist eher der Spitzname den Dory trägt: "Ratte" und mit dem Namen ruft sie auch ihre Mutter. Mich hat dieses nicht gefallen, denn irgendwie nahm ich es als Schimpfwort wahr. Dory ist ein wunderbares kleines Wesen, welches vor Fantasie förmlich übersprudelt. Mir ist natürlich bewusst, das Dory dadurch, dass sie alles hinterfragt sehr anstrengend ist, aber sie komplett auszugrenzen, ja regelrecht zu meiden, empfand ich wirklich traurig. Frau Knorpel - Knacker soll Dory, die sich manchmal auch noch wie ein Baby benimmt, mitnehmen und somit wieder für Ruhe sorgen. In dem Moment fand ich Charlotte und Luca noch doofer als zuvor, aber Dory wäre nicht Dory, wenn sie sich nicht zu helfen wüsste. Sie löst dieses Problem mit Witz und Charme und steht somit um einiges sympathischer da, als ihre Geschwister, die sie erst dann wahrnehmen, als sie Hilfe brauchen. Zum Ende hin wird Dory doch noch in das gemeinschaftliche Spiel integriert und natürlich ist mir bewusst, dass es geschwisterliche Zänke gibt, aber hier war es mir zwischendurch einfach zu viel, zumal sich auch die Eltern gegen Dory stellen. Ein außergewöhnliches Kind zu haben, welches wirklich viele Fragen an das Leben hat, kann nerven, aber es in ihrem Wissendurst zu blockieren ist schon echt hart und hat mich während des Lesens doch frustriert. Wie gut, dass meine Tochter noch eine andere Wahrnehmung hat und "Donner und Dory! Klein aber oho" einfach nur genießen konnte, ohne dieses oder jenes zu hinterfragen. Besonders gefallen haben uns die Illustrationen, die uns mehr als einmal zum Lächeln gebracht haben. Insgesamt ist "Donner und Dory! Klein aber oho" absolut zu empfehlen. Man sollte allerdings als Erwachsene seinen Verstand ein klein wenig ausschalten und das Buch mit Kinderaugen lesen / vorlesen, sonst wird es dich vielleicht hier und da doch ein klein wenig ärgern, denn letztendlich wollen wir doch alle geliebt sein und auch wenn wir unbequeme Fragen stellen, diese auch beantwortet wissen, oder nicht?

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