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Leserstimmen (38)

Michael Robotham: Der Schlafmacher (Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz) (10)

Der Schlafmacher Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-31408-9

Erschienen:  11.01.2016
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Kundenrezensionen

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Großartig

Von: Bommelnator Datum : 22.06.2017

Ich konnte es nicht aus der Hand legen, zu spannend verlief die Geschichte. Sehr detailverliebt und ausführlich, dreidimensionale Figuren und ein aufregender Plot. Der Reiz, diese Geschichte bis zum bitteren und gleichzeitig hoffnungsvollen Ende zu lesen, hat mich viele Stunden Schlaf gekostet, um die es mir NICHT leid tut! Ein klasse und gleichzeitig klassischer Roman im besten Sinne des Wortes. Diese Trilogie sollte jeder gelesen haben, der über ein eigenes Kopfkino gebietet!

Spannend bis zu letzten Seite

Von: Lesefee Datum : 06.07.2016

lesefee.blogspot.de

Ich habe Joe O´Loughlin schon in einigen Fällen begleitet und konnte wieder vollauf begeistert werden. Mit seinem untrüglichen Instinkt und seiner eigensinnigen Art, ist er einer der Psychologen, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht.
Diesmal wird er zu einem Fall hinzugezogen, in dem die Ermittler nicht wirklich vorankommen: Auf einer Farm werden die Bewohnerinnen tot aufgefunden. Wo die Tochter liebevoll gebettet ist und keine Gewalteinwirkung zu sehen ist, liegt die Mutter brutal zugerichtet im Wohnzimmer aufgebahrt. Haben diese Morde etwas mit dem Lebensstil von Elizabeth Crowe zu tun? Sie hat ihre Sexualität frei ausgelebt und sich an öffentlichen Orten zu kleinen Abenteuern getroffen.
O’Loughlin ist der erste, der eine Verbindung zu Fällen zieht, in denen den Opfern das Bewusstsein genommen wird und sie mit einem „A“ auf der Stirn erwachen. Ein Zeichen für die Ewigkeit, eingeritzt, tief in die Haut. Doch wer ist zu so etwas fähig und warum?
Joe bezieht seinen alten Kollegen Ruiz mit ein und so findet sich auch ein altbekannter in der Geschichte ein. In „Der Schlafmacher“ findet auch die Familie des Psychologen wieder einen größeren Stellenwert. Die Töchter und seine Frau nehmen eine zentrale Rolle ein und führen durch die Erzählung.
Gespannt verfolgt man die Begegnungen aller Verdächtigen mit O´Loughlin und ahnt schnell, dass er auf der richtigen und dafür gefährlichen Spur ist.

Michael Robotham bezieht nicht zum ersten Mal die Familie des Hauptprotagonisten so intensiv in eine seiner Geschichten. Diese sind zudem auch immer ein Dreh- und Angelpunkt und bringen die Geschichte nach spannenden und aufwühlenden Passagen runter. Denn vor Spannung kann man in diesem Fall kaum anhalten zu lesen und pflügt fast von Seite zu Seite und Wort zu Wort.
Neben der Erzählweise des Hauptprotagonisten selbst, kommt auch der Täter zu Wort. In kurzen aber sehr prägnanten Abschnitten erfährt man, was in ihm vorgeht und was er in seiner Kindheit und Jugend erlitten hat und zu seiner Psychose geführt hat. Die unterschwellige Wut scheint in jedem Wort zu brodeln. Immer wieder scheinen diese Abschnitte einen Hauch Posie und Romantik für Wörter zu enthalten, was dann durch die Brutalität der Taten abgebrochen wird.

Als Leser wird man in diesem Teil, aber auch emotional sehr herausgefordert. Dies ist mit ein Grund, warum ich davon absehen konnte, dass die große Tochter Charlie erneut in einen Fall involviert wurde. Außerdem gibt dies schon Hinweise darauf, wie sich die Bücher über O´Loughlin zukünftig entwickeln könnten.
Doch ist dieses Buch nicht nur aufgrund der Gewalt sehr brutal. Besonders hart hat mich die emotionale Ebene erwischt, die abhängig von den Vorgängern ist und eine ganz andere Geschichte erzählt.

Zwischen der Suche nach einem Serienmörder und dem Versuch eine zerbrochene Familie zu kitten, kann sich der Leser auf spannende und berührende Momente einlassen. Man jagt den Mörder und läuft unerwartet gegen eine Mauer aus Schmerz.
O´Loughlin ist ein Charakter, der besondere Eigenschaften hat, denn neben seinem Gespür für die richtigen Spuren, geht er auch mit seiner Krankheit Parkinson ungeschönt um und lässt den Leser an seinem „Tatterich“ teilhaben.
Diese Mischung macht Robothams Bücher zu einer Reise die es Wert ist.

Schrullig und herzlich zugleich mit Fällen, die immer wieder für Überraschungen gut sind, kann man den Worten leicht folgen. Wer einmal einen Robotham gelesen hat, wird schnell von seinem Können überzeugt sein und sich schnell auf den nächsten spannenden Fall freuen. Nun aber bin ich insbesondere gespannt, wie es mit O´Loughlin und seiner Familie weitergeht...

"Der Schlafmacher" ist spannend, angsteinflößend, fesselnd und schockierend.

Von: Mordsbuch Datum : 29.06.2016

www.mordsbuch.net/

Buchinfo
Der Schlafmacher - Michael Robotham
Broschiert - 416 Seiten - ISBN-13: 978-3442314089
Verlag: Goldmann Verlag - Erschienen: 11. Januar 2016 - EUR 14,99
Kurzbeschreibung
Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden in einer Nacht von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Die Polizei steht vor einem Rätsel und bittet den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe. Verdächtige Personen gibt es viele, den betrogenen Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand will sich rächen. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …
Bewertung
"Der Schlafmacher" ist der zehnte Band mit dem Psychologen Joe O'Loughlin, der mit dem ehemaligen Detective Vincent Ruiz, als Profiler der Polizei behilflich sind. Neben dem spannenden Fall, gibt es auch immer wieder Einblicke in das Privatleben von O'Loughlin. Die Beziehung zu seiner Frau und den beiden Töchter spielt in diesem Band eine große Rolle. Die Geschichte überzeugt durch den flüssigen Schreibstil, und die gelungene Mischung der Charaktere. Es passieren unvorhersehbare Dinge, so das die Spannung bis zum Ende aufrecht gehalten werden kann.
Fazit:
"Der Schlafmacher" ist spannend, angsteinflößend, fesselnd und schockierend. Es ist ein intelligent aufgebauter Psychothriller, gepaart mit sympathische Protagonisten und einen überragenden Ende. 5 Sterne und meine absolute Empfehlung.

Joe glänzt in seiner Rolle als Profiler und Analytiker

Von: Lesen ist Datum : 10.06.2016

lesenist.com

Mein zweites Buch/Hörbuch von Michael Robotham aus seiner Joseph O’Loughlin Reihe. Zum Glück muss man nicht unbedingt die vorherigen Bücher lesen oder hören. In diesem erfährt der Leser auch so einiges aus Joes Vergangenheit. Verwirrend ist, dass dieses Buch bei Amazon als Band 10 geführt wird. Das Buch »Todeskampf« wird fälschlicherweise als ein Joseph O’Loughlin Buch geführt, aber er kommt darin überhaupt nicht vor, darum ist dieses Buch bei mir die #9 in der Reihe.

Im Prolog erzählt ein Mann, wie seine Mutter gestorben ist. Es war ein Autounfall. Das wirklich ganz Schlimme daran; seine Mutter hatte zum Zeitpunkt des Unfalls ihren Kopf im Schoss eines anderen Mannes. Sie starb mit dessen Penis im Mund. Der Wagen prallte frontal mit einem Milchlaster zusammen. Mr. Scherrer verlor sein bestes Stück aber er überlebte. Der Erzähler verlor seine Mutter, da war gerade 9 Jahre alt. Dass sein Vater zu ihm meinte, dass seine Mutter nicht im Himmel sei, sondern in der Hölle schmoren wurde, kann man fast verstehen.

Im Kapitel Eins ist Joe O’Loughlin der Erzähler. Er ist mit seiner von ihm getrenntlebenden Frau Julianne und seiner Tochter Charlie in Oxford. Charlie sammelt Information für ihr Studium, noch weiß sie nicht was sie studieren möchte. Seine Frau fragt ihn später im Pub, ob er für die Sommermonate nach Hause ziehen möchte. Dann kommt ein Anruf von Veronica Cray, der Leiterin des Dezernats für Kapitalverbrechen. Sie bittet ihn um Hilfe in einem Fall, der bereits einen Monat zurückliegt. Ein Doppelmord.

Die ersten zwanzig Minuten des Hörbuchs, Prolog ausgenommen, drehen sich nur um Joe und sein Privatleben, seine Frau, ihr Besuch in Oxford und ihre Vergangenheit. Wer diese Reihe kennt, weiß, dass er an Parkinson leidet. Er ist Psychologe und hat als Profiler gearbeitet, was er verständlicherweise nicht mehr macht, aus gesundheitlichen Gründen. Er lebt seit 6 Jahren von seiner Frau getrennt, hat zwei Töchter und lebt inzwischen in London. Die Hoffnung, irgendwann wieder mit Julianne zusammenzukommen, hegt er immer noch. Jetzt bietet sie ihm an, über den Sommer wieder einzuziehen. Das passt gerade perfekt, weil der Fall von Veronica Cray ist in Somerset, ganz in der Nähe. Im Gegensatz zum Hörbuch »Erlöse Mich« erzählt Joe diesmal die ganze Geschichte selbst, bis auf die Abschnitte die der Antagonist erzählt. Dadurch hat er für mich viel an Kontur gewonnen. Man erfährt ziemlich viel über ihn und sein Privatleben, seine Vergangenheit. Ich finde ihn extrem sympathisch und ich mag die Art, wie er mit seiner Krankheit umgeht.

Veronica Cray steht unter Druck. Sie hat einen anderen Psychologen zuerst um Hilfe gebeten, was sie nun bitter bereut. Die Gemeinde ist empört, dass es noch keine Verhaftung im Fall des Doppelmordes gibt. In einem Farmhaus wurden eine alleinstehende Frau und ihre 17-jährige Tochter tot aufgefunden. Die Frau ist brutal ermordet worden, das Mädchen wurde erstickt und ansonsten unverletzt. Im Wohnzimmer, dem Fundort der arrangierten Leiche der Frau, wurde mit Blut ein Pentagramm an die Wand gemalt. Kerzen und eine Bibel lassen auf einen Ritualmord schließen. Es gibt sehr viele Verdächtige, angefangen mit einem betrogenen Ehemann, einem geistig beeinträchtigten Nachbar und einige One-Night-Stands. Dann gibt es einen weiteren Mord; eine Frau mit einem »A« auf der Stirn eingeritzt. Handelt es sich um denselben Täter? Joe hat es auf jeden Fall mit einem sehr gefährlichen, psychisch gestörten Täter, oder Tätern, zu tun, einer der vor nichts und niemanden haltmacht.

Die Spannung steigt nur langsam an und das Privatleben von Joe steht oft im Vordergrund. Joe ruft auch seinen alten Freund, den pensionierten Detektiv Vincent Ruiz, an und bittet um seine Hilfe. Vincent ist ein alter Brummbär, ein Skeptiker mit einem weichen Kern. In einem der Abschnitte mit dem Antagonisten bekam man einen deutlichen Hinweis auf den Mörder. Trotzdem blieb es recht undurchsichtig und spannend. Tatsächlich ist der Täter eine ziemliche Überraschung. Warum er psychisch gestört ist, erkennt man bereits im Prolog, erklärt aber nicht warum er ein Mörder sein sollte. Dem Ende zu überschlagen sich die Ereignisse und Joe müsste sich eigentlich zweiteilen. Privat und Beruf kollidieren, es passiert plötzlich so viel, ich möchte fast sagen, zu viel. Was sich dann ereignet fand ich zwar etwas unwahrscheinlich, aber es hat mir doch die Kehle zugeschnürt und mich traurig und betroffen gemacht.

Den Plot in »Erlöse Mich« fand ich komplexer. In diesem Thriller spielt aber Joe eine größere Rolle, was mir besser gefiel. Er glänzt in seiner Rolle als Profiler und Analytiker, ohne überheblich oder arrogant zu wirken. Nach einem etwas langsameren Anfang, steigt die Spannung stetig und leidet auch nicht darunter, dass man manches vorhersehen kann. Das Ende ist tragisch und deutet auf einen sehr veränderten Joseph O’Loughlin im nächsten Buch, sollte es eines geben. Beide Sprecher haben mich mit ihrer jeweiligen Rolle überzeugt. Dass der Antagonist von einem anderen Sprecher gesprochen wird, macht ihn glaubwürdiger und diese Rolle hat Stefan Merki wirklich hervorragend und unheimlich gesprochen.

mal wieder ein genialer Band von Michael Robotham

Von: Nora von More than Words Datum : 09.05.2016

https://m.youtube.com/user/MissNokles

Der Schlafmacher - Er würgt seine Opfer und entscheidet, ob diese nur "schlafen", einen bleibenden Schaden davon mit sich tragen oder sterben. Als kleine Erinnerung, für die Überlebenden schneidet er ihnen ein großes A in die Stirn.

Der zweite Band, den ich von Michael Robotham gelesen habe und ich bin mir sicher es wird nicht der letzte gewesen sein! Spannende, super durchdachte Geschichte mit dem Duo Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz - einem Profiler und einem Ex-Polizisten. Überraschendes und rasantes Ende! Sehr zu empfehlen für alle Thriller-Fans.

Ein grandioser Thriller, der vollkommen überrascht

Von: Lotta Datum : 08.04.2016

www.lottasbuecher.de

ZITAT:
Jeder Mensch hat drei Herzen – eins, das er Fremden zeigt, eins, das er denen zeigt, die er liebt, und eins, das er niemandem zeigt. Es ist jenes letzte Herz, nach dem ich suche, weil es in der Regel am meisten beschädigt ist.

"Bertrand Russell hat einmal gesagt, es sei ein Jammer, dass die Dummen und Fanatiker ihrer selbst immer sicher, klügere Menschen jedoch voller Zweifel sind.

EINSTIEG: positiv
Die Geschichte beginnt aus der Sicht einer anderen Person als Joe O'Loughlin, an den der eingefleischte Robotham-Fan bereits gewöhnt ist. Diese andere Person beschreibt die Umstände, wie sie ihre Mutter verloren hat und schon da wusste ich, mit diesem Charakter kann etwas nicht stimmen. Sehr spannend.

SCHREIBSTIL: positiv
Ich bewundere es, dass Michael Robotham es immer und immer wieder schafft mich an seine Bücher zu fesseln. Er hat eine sehr einnehmende Art und Weise zu schreiben, sodass man nicht einfach mittem im Satz aufhören - und mal eben auf das Handy gucken kann. Ich bleibe bei ihm immer bei der Sache. Besonders hervorzuheben ist aber vor allem, dass Michael Robotham sowohl in der Lage ist grausamste Sachverhalte und sehr emotionale Situationen zu beschreiben. Viele Emotionen kenne ich persönlich nicht aus Thrillern anderer Autoren.

Charaktere: viele
Natürlich trifft man bei einem Buch aus der Joe O'Loughlin-Reihe auf viele alte Bekannte und genau das macht beim Lesen den Reiz aus. Es ist ein gutes Gefühl wieder in sein Leben abzutauchen und den Charakteren wiederzubegegnen, die man schon seit 3 oder noch mehr Büchern kennt. Leider muss ich aber sagen, dass es bei dem Fall zu viele Personen gab. Der Autor hat es gut gelöst, weil er immer nochmal einen Hinweis gegeben hat, wer die Person ist und wie sie mit dem Opfer in Verbindung zu bringen ist, aber es war schwierig für mich sich alle Personen zu merken.

Verlauf: positiv
Ich bin, bis es aufgelöst wurde, nicht darauf gekommen, wer der Täter ist. Selbst, als die Hinweise eindeutig waren, konnte ich es einfach nicht sehen. Ich glaube, ich habe jeden verdächtigt gehabt im Laufe der Geschichte. Genau das macht einen guten Verlauf aus: Verwirrung des Lesers und der Wille weiterzulesen. Die Spannung nahm praktisch nie ab, auch wenn es nicht um den Fall ging, Joe hatte diesmal mit sehr schwierigen privaten Themen zu kämpfen.

ENDE: positiv
Die Auflösung des Falls war gut durchdacht und logisch nachzuvollziehen. Natürlich gab es auch wieder ein paar - ich möchte es "Special Effects" nennen -. aber im Allgemeinen war die Auflösung rund. Aber was der Autor mir nach dem Fall angetan hat, damit habe ich defintiv nicht gerechnet. Ich habe diesen Thriller weinend beendet.

FAZIT: Note 1
Ich liebe die Reihe um Joe O'Loughlin und auch, wenn es diesmal ein wenig zu viele Charaktere für meinen Geschmack gab, so habe ich doch jede Zeile verschlungen. Der Fall ansich war sehr interessant, vor allem aufgrund der Vorgehensweise des Täters - schon ein wenig erschreckend. Wer gerne gute Psychothriller liest, der sollte sich die Bücher von Michael Robotham nicht entgehen lassen!

Ich bin hier

Von: Belles Leseinsel Datum : 21.03.2016

bellexrsleseinsel.blogspot.de

Chief Superintendent Ronnie Cray bittet Professor Joe O’Loughlin um Hilfe. In einem Bauernhaus wurden zwei Frauen ermordet, die Ermittlungen stocken, die Bevölkerung ist entsprechend missgestimmt und fordert eine Verhaftung. Mehr widerwillig geht Joe den Fall durch und wird sogleich mit mehreren Verdächtigen konfrontiert, die durchaus ein Motiv hätten und deren Alibi nicht unbedingt wasserdicht ist. Als jedoch eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn ein „A“ eingeritzt ist, ist dem Professor klar, dass er es mit einem Mörder zu tun hat, der auf Rache sinnt und vor dem auch O’Louglins Familie nicht sicher sein kann.

Eigentlich wollte Joe nichts mehr mit Polizeiarbeit zu tun haben und mit Mordermittlungen noch weniger, doch notgedrungen unterstützt er Ronnie Cray bei ihrer Arbeit, die sich regelrecht festgefahren hat. Es gibt in dem Fall der ermordeten Mutter und deren Tochter in dem einsamen Bauernhaus mehrere Verdächtige, aber auch der große Unbekannte ist durchaus eine Alternative. Grund hierfür ist das ausschweifende Privatleben von einer der Frauen. Unterstützung holt sich der Professor bei seinem alten Freund Vincent Ruiz, der auch sofort tatkräftig in die Ermittlungen einsteigt. Aber auch privat tut sich einiges bei Joe und so erlebt man auch einen sehr privaten Professor.

Michael Robotham hat einen sehr eingängigen, eher ruhigen und absolut fesselnden Schreibstil, mit dem er seine Leser binnen Minuten an seinen Psychothriller bindet und ihm keine Chance mehr lässt, das Buch noch groß aus der Hand zu legen. Der Plot gestaltet sich äußerst komplex und rätselhaft. Geschuldet ist dies unter anderem auch einem weiteren Handlungsstrang, bei dem der Schlafmacher zu Wort kommt. Doch wer hofft, dass Michael Robotham auch noch einen Hauch von Hinweis ob der Identität des Mörders liefert, der hofft vergebens. Bis zum Schluss ist absolut unklar, um wen es sich bei dem perfiden, psychisch kranken Mann handeln könnte.

Dabei durchleuchtet der Autor die Vergangenheit des Mörders äußerst akribisch. Nach und nach erfährt man so den Grund für sein Handeln, wie er allerdings seine Opfer ausfindig macht, lässt Michael Robotham ebenfalls bis fast zum Schluss offen.

Wie gesagt, das Privatleben von Joe nimmt einen großen Raum in dem Thriller ein, was jedoch in keiner Weise die Spannung schmälert. Denn hier ereignet sich auch einiges, auch wird Charlie, Joes erwachsene Tochter, mit in den Fall integriert und auch seine Frau Julienne spielt eine gewichtige Rolle im vorliegenden Roman.

Fazit: Hochspannend und äußerst komplex gestaltet sich auch dieser Fall von Joe O’Loughlin wieder. Einfach nur absolut lesenswert.

Spannend und überraschend!

Von: Sandra Datum : 06.03.2016

www.buchrezicenter.de

Superintendent Ronnie Cray wird zu einem Haus zu einem blutigen Tatort gerufen: Mutter und Tochter wurden ermordet, Elizabeth auf grausame Weise mit unzähligen Messerstichen versehen, ihre Tochter Harper erstickt. Der Täter könnte fast jeder sein; ein Einbrecher, der Exmann oder einer der vielen männlichen Bekanntschaften von Elizabeth. Zeitgleich wird eine weitere getötete Frau gefunden, die ein Mal auf die Stirn geritzt bekommen hat. Stehen die Morde in einem Zusammenhang? Cray ruft den Psychologen O’Loughlin zur Hilfe, der schon in vorherigen Fällen mit seiner Sichtweise und Täteranalyse sehr erfolgreich war.

Doch er hat auch im Privaten einiges zu meistern. Seine geschieden Frau bittet ihn, für eine gewisse Zeit im Sommer wieder bei ihr und den Töchtern einzuziehen, da sie sich einer nicht einfachen Operation unterziehen muss. Trotz seiner Freude, wieder in der Nähe der Familie zu sein, wächst die Angst um seine Frau. Als seine Tochter ihm noch mitteilt, dass sie Psychologie studieren und ihn beim aktuellen Fall begleiten möchte, wird seine Sorge noch größer …

Mein Fazit: Der neue Fall wird – wie auch viele zuvor – aus Sicht des Psychologieprofessors Joe O’Loughlin erzählt. Dieser mischt seine konträre Sicht der Dinge mit den Ermittlungen der Polizei und versucht den Fall aus seinen Repertoire zu beleuchten. Er versucht den Täter und Menschen zu analysieren – die Polizei die Spuren. Zudem holt er sich Hilfe bei dem pensionieren Polizisten Ruiz, der bei der aktuellen Chefin nicht sehr gelitten ist. Ein Fall mit Ecken und Kanten und sehr viel persönlichem Einblick in O’Loughlins Gedanken und Gefühle. Das Gefühlschaos, das seine Frau betrifft und die Sorge um die Familie haben einen zentralen Punkt in der Story. Die Suche nach dem Täter wird zunehmend verstrickter und ist daher sehr nach meinem Geschmack. Die Auflösung gestaltet sich überraschend – daher ist das Ziel des Autors perfekt erreicht worden! Dies war mein erster Fall in Mitwirkung von Joe O’Loughlin, aber sicherlich nicht mein letzter Fall!

Michael Robotham schafft es, mich als Leser in den aktuellen Fall einzubinden, mit fiebern zu lassen und zu fesseln. Der Fall an sich ist schwer zu durchschauen, die private Entwicklung der Protagonisten macht mir zusehends Sorge. Und macht mich auf vorherige Fälle eindeutig neugierig, die ich jetzt gerne noch nachhole! Daumen hoch für weitere interessante Ermittlungen und die polizeiliche Unterstützung von O’Loughlin!

Ein weiterer Muss für alle Michael Robotham Fans - Joe O'Loughlin - Liebhaber!

Von: Susy Bookdibluempf Datum : 06.03.2016

www.bookdibluempf.blogspot.de

Wieder einmal ein toller und spannender Joe O'Laughlin Fall

Dies ist bereits der 10. Fall für den Psychologen Joe O'Loughlin und die Leser haben noch nicht genug von ihm. Die Fälle sind zwar unabhängig voneinander und man muss die Reihenfolge nicht einhalten beim Lesen, allerdings ist es sehr spannend und interessant die Entwicklung der Charaktere zu verfolgen.

Joe O'Loughlin hat mit seiner Parkinson - Erkrankung zu kämpfen, jedoch versucht er noch stark im Leben zu stehen und alles zu meistern. Seine von ihm getrennt lebende Frau bedeutet für ihn noch alles, genau wie seine beiden Töchter. Er würde für sie alles geben und sein Leben opfern. In diesem Fall steht seine Familie an erster Stelle und wird auch leider zu tief mit in den Fall hineingezogen.

Joe O'Loughlin ist eigentlich nicht mehr im Dienst. Doch bei einem Fall, bei dem die Ermittler nicht weiterwissen, und auch noch ein früherer Student von ihm sich in die Ermittlungen einmischt, wird seine Hilfe erbeten. Obwohl er eigentlich nichts mehr mit Fällen zu tun haben wollte, reizt ihn dieser Fall doch sehr. Er fühlt sich direkt wieder in seinem Element, wenn er zum Tatort zurückkehrt, wenn er sich in die Opfer und den möglichen Täter hineinversetzen kann. Für den Leser ist es etwas besonderes, so nah an den Ermittlungen teilzunehmen. Man verfolgt Joe's Sichtweise, seine Gedanken und fühlt sich, als stünde man neben ihm am Tatort.

Der Schreibstil gleicht dem der anderen Teile. Der Autor schafft es, die Spannung in dem Buch bis zum Ende hindurchzuziehen. Die Charaktere sind einmalig und detailliert beschrieben, die Gefühle und Gedanken kommen nicht zu kurz und es ist ein durchgehend recherchierter und voller Details behafteter Thriller.

10. Fall von Joe O'Loughlin und Victor Ruiz

Von: Martinas Buchwelten Datum : 05.03.2016

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Darum geht's:
Als die Leiche von Elisabeth Crow und ihrer Tochter Harper in ihrem Farmhaus gefunden wird, tappt die Polizei lange im Dunkeln. Die Mutter wurde mit unzähligen Messerstichen ermordet und auf ihrer Stirn wurde der Buchstabe „A“ eingeritzt. Ihre Tochter Harper wurde jedoch "nur" in ihrem Bett erstickt. Zwei sehr unterschiedliche Morde, die die Polizei vor Rätsel stellt. Als sie mit den Ermittlungen nicht vorankommen und ein junger Psychologe zu viel Details der Tat preis gibt, wendet sich Chief Superintendent Ronnie Cray an Joe O'Loughlin.

Meine Meinung:
Der 10. Band der Reihe rund um den Psychologen Joe O'Loughlin und Ermittler Vincent Ruiz behandelt diesmal neben den Morden etwas mehr das Privatleben von Joe, der neben seiner Parkinson Krankheit auch noch weitere Tiefschläge einstecken muss. Zu viel an Privatproblemen mag ich bei Thriller eigentlich nicht unbedingt, doch die beiden Protagonisten, die der Autor hier erschaffen hat, muss man einfach mögen.
Man kann gar nicht anders und schließt diese zwei Männer schon beim ersten Buch, das man über die Beiden liest, ins Herz. Und es ist egal, ob man Band 1 "Adrenalin" oder z. Bsp. mit Band 6 "Todeswunsch" beginnt (so wie ich). Das hört sich jetzt für einen Thriller vielleicht etwas komisch an, aber ich mag auch einige Krimi-Ermittlerpärchen sehr gern. Aber bei Robotham entwickeln sich die Charaktere von Joe und Victor in jedem Band der Reihe weiter und diese kommen wirklich authentisch rüber.

"Liebe und Hass sind nicht die Kehrseite einer Medaille. Das eine ist eine Illusion des Herzens, das andere betrogene Liebe. In der Mitte liegt Apathie"
- Seite 92 - (Gedanken des Täters)

Der Einstieg ist spannend und man beginnt sofort mitzurätseln, wer hinter den beiden Morden steckt. Denn wie vom Autor gewohnt, lernt der Leser bereits auf den ersten Seiten die Gedanken des Mörders kennen und erhält im Laufe des Thrillers immer mehr und mehr Einzelheiten über sein Leben und sein Motiv.
Durch die verschiedene Vorgehensweise der beiden Morde stellt sich auch die Frage, ob es sich hier wirklich nur um einen Einzeltäter handelt. Außerdem gab es in der Vergangenheit bereits Überfälle auf Frauen, denen ebenfalls ein "A" auf die Stirn geritzt wurde, die aber alle am Leben gelassen wurden. Die Polizei tritt auf der Stelle und bittet zuerst einen jungen Psychologen um Hilfe. Dieser ist ein ehemalager Schüler von Joe, der sich durch die Nennung von Joe's Namen profilieren will. Dabei ist er mehr als hinderlich und gibt Dinge an die Zeitungen preis, die nur die Polizei wissen sollte. So kippt die Stimmung der im Ort lebenden Menschen und die der Medien sehr schnell und erschwert die Ermittlungsarbeit des ganzen Teams. Auch das äußerst brisante Privatleben der toten Mutter macht die Untersuchungen nicht einfacher. Deshalb bittet Superintendent Ronnie Cray Joe O'Loughlin um Hilfe. Die Tatverdächtigen mehren sich rasch und Joe versucht angestrengt ein Täterprofil zu erstellen....

Der Spannungsbogen verliert sich im Mittelteil etwas und auch die Nachforschungen treten auf der Stelle. Doch auch als "mitermittelnder" Leser sieht man bald vor lauter Bäume den Wald nicht mehr. Durch überraschende Wendungen, die der Autor meisterlich beherrscht, tappt man genauso im Dunkeln, wie die Ermittler. Erst kurz vor dem Ende hatte auch ich meinen ersten Verdacht, der sich auch bestätigte.
Im letzten Drittel kommt es zu einem rasanten Show-Down, der Joe in tiefe Verzweiflung stürzt und ihn an seine Grenzen bringt.....

Schreibstil:
Gleich zu Beginn des Buches erhält der Leser Einblick in die Gedanken eines Kindes, das vom Tod seiner Mutter erzählt. Diese sind in der Ich-Perspektive und in kursiver Schrift geschrieben und heben sich deutlich von der restlichen Story ab. Danach beginnt das erste Kapitel, das ebenfalls aus der Ich-Perseptkive erzählt, jedoch aus der Sicht von Joe. Im weiteren Verlauf der Geschichte erhält der Leser immer wieder Einblicke in die Gedankenwelt des heranwachsenden Kindes und späteren offensichtlichen Mörders.
Der Schreibstil ist wie gewohnt spannungesgeladen und lässt sich sehr gut lesen.

Fazit:
Auch der zehnte Band der Reihe ist wieder ein gelungener Thriller aus der Feder von Michael Robotham. In der Mitte verliert er allerings ein bisschen an Spannung, was jedoch der äußert packende Schluss wieder "gut macht". Für mich jedoch der bisher schwächste meiner gelesenen Bücher aus der Reihe rund um Joe O'Loughlin und Victor Ruiz - trotzdem wieder top!

Einfach genial und Nervenkitzel pur!

Von: Samys Lesestübchen ( Sabrina Mayer ) Datum : 19.02.2016

samysbooks.blogspot.de/

Inhalt:
Das kleine Örtchen Somerset wird zum Schauort eines brutalten Mordes: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden in ihrem abgelegenen Bauernhofhaus skrupellos und hinterrücks ermordet. Die Polizei tappt trotz ihrer gründlichen Untersuchungen weiterhin im Dunkeln und eine Lösung des Falles rückt immer mehr in weite Ferne. So kommt es, dass Chief Superintendent Ronnie Cray Joe O´Loughlin, den erfahrenen Psychologen, zur Hilfe bittet. Was als Routinearbeit beginnt entpuppt sich immer mehr zu einem riesigen Rätsel, denn es gibt unzählige Verdächtige und genauso viele Motive, die die Tat begründen würden. Als dann noch eine weitere Leiche gefunden wird, wird allen Beteiligten bewusst, dass der Täter vor nichts zurück schreckt. Durch den Ruf seiner Rache angetrieben, wird seine Blutspur so schnell kein Ende nehmen…
Meine Meinung:
Michael Robotham ist ein grandioser Autor im Bereich Thriller. Mit Hochspannung, einem ordentlichen Gruselfaktor und viel Gänsehautgefahr lockt er den Leser auf die Spur eines perfiden Mörders. Gemeinsam mit den Ermittlern erlebt der Leser eine grausame Mordserie, deren Ende in weite Ferne rückt.
Durch vielreiche Wendungen, etlichen Überraschungen und viel Unvorhersehbares steigert er den Nervenkitzel und bereitet dem Leser so mehr als nur eine schlaflose Nacht.
Die seitens des Autors sehr gut recherchierten und herausgearbeiteten Details der Ermittlungen machen diesen Thriller zu einem spannenden und angsteinflößenden Leseerlebnis, das einen so schnell nicht mehr loslässt.
Der Aufbau der Handlung beginnt wie vom Autor bekannt schon direkt mit dem ersten Knaller. Man macht die erste Bekanntschaft mit dem Mörder und bekommt kleine Einzelheiten von seinem Leben präsentiert. Genau dort setzt der Autor dann seinen weiteren Verlauf an und schafft es im Nu ein stabiles Gerüst um seine Protagonisten zu gestalten. Es ist immer wieder ein Hochgenuss sich in einen Thriller von Michael Robotham zu vertiefen und zu genießen!
Aber auch ein riesen Schock hält der Autor parat, denn das Ende ist nicht wie gewohnt mit der Verhaftung des Mörders beendet, nein dieses Mal hat er eine ordentliche Schocknachricht an Bord. Das Gelesene lies mich erschaudern und verlieh mir eine Art Schockstarre. Man muss es einfach gelesen haben um zu wissen worauf ich hinaus will, denn es zu verraten wäre echt gemein und würde die Neugier auf den eigentlichen Inhalt des Thrillers enorm abflauen.
Daher kann ich nur sagen: „ Lest diesen Thriller, denn es lohnt sich total! „
Fazit:
Spannend, angsteinflößend und schockierend! Dieser Thriller hat alles an Bord was ein gelungener und fesselnder Thriller braucht!
Glasklare Leseempfehlung!

Etwas enttäuscht

Von: Inka Datum : 19.02.2016

Ich habe mir das Buch "Der Schlafmacher" vor einigen Tagen gekauft, um ehrlich zu sein wegen einem Sticker auf dem Buch auf dem steht: "Ultraspannend!" -Jan Fietzek
Das Lob zuerst: Am Ende muss ich sagen: Wow, das hätte ich nicht gedacht!
Jedoch finde ich das Buch nicht spannend, lediglich die letzten 30 Seiten. Das Buch ist auf keinen Fall langweilig! Jedoch würde ich es nicht als Psychothriller bezeichnen. Wenn ich die Bewertungen der anderen Leser lese kommt es mir vor, als hätte ich ein anderes Buch als sie. Ich bin auf keinen Fall abgehärtet oder ähnliches.
Was mir gut gefällt sind die Personen. Ich habe während des Lesens mit allen Figuren wunderbar mitgefühlt.

spannende Literatur und Nervenkitzel

Von: Nickypaulas Bücherwelt Datum : 18.02.2016

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~

Man kann ohne Probleme mit diesem Band beginnen, aber ich denke, man sollte die Bücher lieber in der richtigen Reihenfolge lesen, sonst raubt man sich vielleicht den Spaß.
Eine Freundin, die nicht wie ich, mit Band 10 begonnen hat, hat gemeint, dass die Charaktere sich in den einzelnen Bänden (Fällen) immer weiter entwickeln und diese Entwicklung kann man nur richtig mitverfolgen, wenn die Werke in richtiger Reihenfolge liest. Von daher fangt ruhig mit Band 1 >Adrenalin< an und arbeitet euch hoch :)
Da jeder einzelne Teil jedoch auch in seiner Geschichte abgeschlossen ist, ist "Der Schlafmacher" auch für jene etwas, die gerade einfach Lust auf den 10. Teil der Reihe haben, ohne Band 1-9 vorher zu lesen. Letztlich müsst ihr entscheiden, was ihr lieber mögt. Ich bin mir aber sicher, wenn euch "der Schlafmacher" gefallen sollte und ihr die vorhergehenden Bände noch nicht gelesen habt, werdet ihr sicher Lust auf die anderen Teile bekommen :) Kommen wir nun zum Inhalt.


~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset wird zum Schauplatz eines brutalen Mordes:
Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden eines Nachts von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Doch trotz gründlicher Untersuchungen steht die Polizei vor einem Rätsel. Chief Superintendent Ronnie Cray bittet daher den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe, der gleich mit mehreren verdächtigen Personen konfrontiert ist. Motive hätten sie alle, der betrogene Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand, der sich rächen will, für etwas, das ihm einst angetan wurde. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie …
(Randomhouse)

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ich denke, jeder der das Buch in die Hand nimmt, erkennt auch ohne Titel und Autor, dass es sich hier um einen Thriller handelt.
Das Cover wirkt für viele vielleicht sehr "nackt", aber gerade die wenigen Effekte, lassen das Cover einfach für sich sprechen. Das "A" und die Bluttropfen fühlen sich sogar ziemlich echt an, wodurch das Cover auch etwas für die Fingerspitzen ist :)
Alles in allem kann ich für das Cover nur volle Punktzahl vergeben, da es genau das ist, was ich mir von einem Robotham-Roman erhofft habe.


~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Da ich zu den vorhergehenden Bänden nichts sagen kann, gehe ich hier wirklich nur auf den letzten Teil 1 und kann nur sagen, das Buch ist wirklich sehr lesenswert. Auch für jene, die weniger in diesem Bereich stöbern - so wie ich ;) - ist dieses Buch einfach ein wahrer Lesegenuss. Der Leser wird in eine Welt entführt, in der nicht nur die Haupthandlung gut ausgearbeitet ist, sondern auch die Nebenhandlungen fesseln sein können. Ich hatte auch das Gefühl, dass die Vielfalt der Handlungsstränge immer noch überschaubar waren und nicht wie in anderen Büchern erschlagen wirkten.
Was ich auch interessant fand, war der Hinweis auf die Parkinsonkrankheit. Natürlich hört man hin und wieder von solchen Personen und wer sich ein kleines bisschen beliest oder beschaut - egal welches Medium genutzt wird - weiß etwas über die Krankheit und kann sich da schon einiges zusammenreimen. Ich fand es in diesem Buch aber gut veranschaulicht und man fühlte sich den Personen durch die gute Beschreibung einfach näher. Mir viel es nicht schwer, mich in den Hauptprotagonisten hinein zu versetzen, da O’Loughlins Handlungen verständlich waren.
Auch fand ich die Beleuchtung der "Ehekrise" wie ich sie hier nennen möchte, fand ich schlüssig. Wobei O’Loughlin mir schon ziemlich leid tat. Seine Beweggründe waren einfach zu verstehen und auch die anderen Gründe, weshalb er sich eher von polizeilichen Ermittlungen fernhielt und eigentlich nichts mit neuen Fällen am Hut haben möchte.
Dennoch gelingt es O’Loughlin, sich für diesen Fall zu begeistern. Leider hat das auch Folgen für sein Privatleben. Aber darauf gehe ich nicht weiter ein, denn ich möchte nicht spoilern :)
Was ich ebenso gut fand, waren die zahlreichen Hinweise, die hier und da verstreut wurden, womit O’Loughlin sich beschäftigte und die ihm viel Kopfzerbrechen bereiteten.
Mir jedenfalls auch, denn mit all den Hinweisen wäre ich so ohne weiteres nie auf den Täter gekommen.
Kurz um: das Werk war mitreißend, spannend und die Erwartungen, die ich an dieses Buch hatte, wurden erfüllt, ja sogar weit übertroffen.
Ob ich die anderen Bände der Reihe lesen werde? Nun das bleibt abzuwarten. Erst einmal hab ich genug Thriller für den Anfang des Jahres gelesen. Aber wer weiß, was das restliche Jahr noch bringen mag :)


~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
jedem Krimi-Fan, der auf spannende Literatur und Nervenkitzel steht. Und natürlich für all jene, die gut ausgearbeitete Charaktere, Thriller im Allgemeinem und etwas zum Knobeln suchen.

das war`s von mir. Danke fürs Lesen!
eure Nickypaula

PS: Videorezension wird Ende Februar ergänzt :)

Fesselnder Psychothriller

Von: Biggi Friedrichs Datum : 17.02.2016

vergessenebuecher.blogspot.de/

Auch der 10. Band mit Joe O`Loughlin, der zu einem brutalen Fall hinzugezogen wird, und erst gegen später die Hilfe seines Freundes Vincent Ruiz in Anspruch nimmt, ist fesselnd und spannend erzählt. Es gibt viele Verdächtige, so dass man ständig am Raten ist, wer die Verbrechen denn nun begangen hat.
Die Erzählperspektiven wechseln zwischen der von Joe und in kurzen Kapiteln in die Sichtweise des Täters, wobei raffinierterweise im Dunkeln bleibt, wer der Täter ist.

Der Plot ist sehr interessant und die Fälle äußerst brutal. Die verschiedenen Charaktere sind sehr lebendig dargestellt und authentisch. Ich mag den Psychologen Joe, genauso wie Ruiz, weshalb es mich hier überhaupt nicht stört, dass viel Privates von Joe in die Geschichte einfließt.

Da dies der 10. Band ist, in dem Ruiz und Joe zusammen ermitteln, ist es hilfreich, wenn man die vorherigen Bände gelesen hat. Die Reihe lohnt sich auf jeden Fall.

5/5 Sterne und meine absolute Empfehlung für Psychothrillerfans, Robotham kann erzählen, was er wieder einmal bewiesen hat.

Schlaflos dank Schlafmacher

Von: NA Datum : 15.02.2016

https://www.youtube.com/watch?v=w7AV66Jydd0

Michael Robotham hat sich in den letzten Jahren klammheimlich zu einem der besten Autoren der Thrillerliteratur entwickelt. Und dies nicht weil seine Plots besonders brutal sind oder mit billigen Stilmitteln arbeiten, sondern weil hier ein Autor am Werk ist, der es wirklich versteht, außergewöhnliche Ideen außergewöhnlich perfekt umzusetzen.

Eigentlich ist jedes Buch von Robotham zu empfehlen, aber mir persönlich hat immer die Reihe um den Psychologen O`Loughlin ganz besonders gut gefallen. Diese ausgesprochen sympathische Figur ist absolut hervorragend gelungen, ebenso wie die der immer wiederkehrenden Co-Hauptpersonen wie Ruiz oder auch O`Loughlins Familie. Da dies bereits der 10. Band dieser Reihe ist, meint man langjährige Bekannte wieder zu treffen. Klasse, wie Robotham seine Figuren zeichnet.

Viele Reihen nutzen sich mit der Zeit ein wenig ab. Ich denke da beispielsweise an Jack Reacher von Lee Child oder vor allem auch an Alex Cross von James Patterson. Hier spielt Robotham in einer anderen Liga, das ist keine billige Massenware. Hier nutzt sich nichts ab, im Gegenteil. Die Charaktere entwickeln sich mit jedem Band stetig und absolut logisch weiter. Mehrere Handlungsstränge ziehen sich durch die gesamte Reihe, vor allem die Beziehung von O`Loughlin zu seiner inzwischen getrennt von ihm lebenden Frau oder die Erkrankung an Parkinson. Gleichzeitig spielt es aber auch keine große Rolle, ob man bei Band eins, vier, sieben oder zehn einsteigt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Klingt vielleicht nach viel Privatkram nebenbei? Keine Sorge, ist es nicht. Es passt einfach und erzeugt in meinen Augen eine Art von Parallelspannung - neben dem eigentlichen Plot. Mir würde sogar etwas fehlen, wenn es weniger wäre oder wenn sogar ganz darauf verzichtet werden würde.

Zusammenfassend kann ich nur sagen: KAUFEN. "Der Schlafmacher" ist für mich einer besten psychologischen Thriller der letzten Zeit.

GRANDIOS

Von: nicoleliest Datum : 12.02.2016

www.nicoleliest.com

Informationen
Dieser Pychothriller rund um Joe O'Loughlin ist nicht der erste seiner Art - der Pyschologe hat schon einige Fälle bestritten. Dennoch war es mein erstes Buch von Michael Robotham und ich muss sagen, ich sehe/sah dadurch keinen Nachteil. Der Fall war in sich abgeschlossen, die zwischenmenschlichen Beziehungen sind zwar aufbauend, jedoch wird alles gut wiederholt bzw. gibt es neue Lebensphasen zu bestreiten, sodass ich kein Problem hatte, die Zusammenhänge zu verstehen. Also keine Angst, es ist kein MUSS die Vorgänger gelesen zu haben,


Handlung
Die Handlung hat sich für mich aus zwei Aspekten ergeben - da hätten wir einerseits den Fall andererseits das Privatleben von Joe. Beides war in wunderbarer Symbiose und hat dadurch maßgeblich zum Lesevergnügen beigetragen. Der Einstieg erfolgt durch eine Passage aus der Sicht des Mörders - dadurch wird natürlich sofort der kriminalistische Instikt beim Leser geweckt. Danach wird man langsam an Joes Leben und an den Fall herangeführt - für mich wirklich optimal, um den roten Faden der Geschichte aufzunehmen. Dann passiert alles Schlag auf Schlag- Mordermittlungen hier, private Ereignisse da. Die Neugier ist des Lesers wird immer angefacht, sodass man die Geschichte förmlich verschlingt. Es gab weder Längen noch zähe Stellen, stattdessen dominierte Spannung und Dramatik.


Ende
Die Mördersuche war für mich diesmal fast unmöglich - ich glaube, ich hatte jeden in Verdacht um schlussendlich festzustellen, dass ich nie auf des Rätsels Lösung gekommen wäre. Doch das Ende hat mich auch emotional aufgewühlt zurückgelassen - um nicht zu sagen: Ich hasse das Ende. Doch mehr will ich nicht verraten.


Die Charaktere
Joe ist einfach der Vorzeigeprotagonist - ein liebevoller Vater, ein intelligenter ein Psychologe, ein guter Freund und dennoch hat auch er seine Probleme: Da hätten wir seine Krankheit, den Aspekt, dass er seine Frau betrogen hat.. Alles in allem, ja er wirkt lebendig, authentisch, greifbar. Kurzum, Joe muss man einfach mögen. Sowie auch seine gesamte Familie - man hat sie sofort ins Herz geschlossen. Auch sein Freund und ehemalige Detective Inspector, Vicent Ruiz, überzeugt durch seine sympathische Art.


Schreibstil
Schon mal bei einem Psychothriller emotional so aufgewühlt gewesen, dass du am liebsten geweint hättest? Nein, ich auch nicht. Aber Michael Robotham erzeugt mit seinem realistischen Schreibstil eine unabstreitbare Nähe zum Protagonistin und sorgt so dafür, dass man einfach mitleidet und mitfühlt. Auch der Inhalt wird detailreich und authentisch beschrieben, ohne dadurch langweilig zu werden. Die Kapitel aus der Sicht des Täters treiben die Neugier des Lesers weiter in die Höhe, sodass es einfach zum Page-Turner werden muss.


ALLES IN ALLEM....
... überzeugt "Der Schlafmacher" in jedem Aspekt: Einstieg erzeugt Neugier, Verlauf ist spannend, das Ende voller Emotionen. Der Schreibstil ist detailreich und flüssig, die Charaktere einfach wunderbar - wunderbar liebevoll oder eben wunderbar angsteinflössend.

Tolle Fotsetzung der Reihe

Von: tamysbuecherwelt Datum : 09.02.2016

www.tamysbuecherwelt.wordpress.com

Allgemeines zu Buch und Autor

Michael Robotham wurde in New South Wales, also in Australien geboren, das war 1960. Er war Journalist für einige große Zeitungen und Magazine in London und Sydney, ist nun aber ganz Schriftsteller. Er gewinnt mit seinen Thrillern immer wieder Preise und lebt mit seiner Familie in Sydney.

Hachja, was soll ich sagen. Endlich!! ENDLICH! Endlich wieder ein Buch über Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz. Ich habe mich so gefreut, dass endlich wieder mit der Reihe weitergeht, auch wenn ja zwischendurch "Um Leben und Tod" von Michael Robtoham erschienen ist, aber wenn die beiden Lieblingscharaktere wieder dabei sind, ist es einfach etwas anderes. Aber ich muss ehrlich sein, auch wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat, rückblickend betrachtet ist es für mich das bisher schwächste Buch. Aber dazu nun mehr.

Kritische Auseinandersetzung

Als erstes muss ich hervorheben, was mir an allen Büchern dieser Reihe gleich gut gefällt: Die Charaktere. Ich liebe sie einfach, ich finde es super, dass nicht junge, gutaussehende erfolgreiche Ermittler dort sind, sondern eben einfach ein etwas älterer Psychologe, der einiges in seinem Leben schon mitmachen musste und an Parkinson leidet, dessen Familie an alten Fällen zerbrochen ist und der eben einfach kein Friede, Freude, Eierkuchen hat. Und passend dazu ein ebenfalls etwas in die Jahre gekommener, pensionierter Ermittler, der schon etliche Male verheiratet war und sein familiäres Leben nie so ganz auf die Reihe bekommen hat. Die beiden sind mir einfach unglaublich sympathisch und nach dem nun zehnten Buch der Reihe einfach ans Herz gewachsen.

Was ich an Michael Robotham so toll finde, ist, dass man aktiv bei der Auflösung der Fälle dabei ist. Immer wieder gibt es längere Passagen, in denen ein Monolog von Joe stattfindet und man kann richtig mitdenken und sieht, ob man vielleicht das Gleiche schon gedacht hat. Ich persönlich finde das einfach toll und mich interessiert dieser Gedankengang sehr, sowohl aus der Sicht des Psychologen, als auch aus der Sicht von Ruiz. "Der Schlafmacher" ist übrigens wieder aus der Sicht von Joe geschrieben, Michael Robotham wechselt da ja bei seinen Büchern immer hin und her.

Der Schreibstil ist genauso toll wie immer, es war von Anfang an spannend, dennoch muss ich sagen (Schande über mich), dass das Buch diesmal schon ein paar Längen hatte und ich die auch nicht immer ganz so spannend fand. Es ändert nichts daran, dass das Buch im Gesamten wirklich sehr spannend und interessant ist, aber Längen sind nun mal Längen, ich denke aber, dass das durchaus einfach mal vorkommen kann. In diesem Buch dreht es sich auch oft um Joes Familie, was ich sehr gut fand, was aber vielleicht auch (und was auch total realistisch wäre) zu den Längen führt, da er immer wieder abgelenkt ist von der Sorge um seine Frau und seine Töchter. Sollte es also Absicht sein, würde es zusammen passen.

Was mir an diesem Buch überhaupt nicht gefallen hat, war definitiv das Ende. Nicht weil es schlecht war, sondern weil ich das einfach echt nicht gut finde (sehr freundlich ausgedrückt). Ich möchte das natürlich hier nicht verraten, aber es ist echt gemein und ich habe Michael Robotham das auf Twitter auch geschrieben und bin froh, dass seine Frau meiner Meinung ist. Lest dieses Buch und wenn ihr auch solche Joe O'Loughlin-Fans seid, werdet ihr wissen, was ich meine.

Fazit

Im Großen und Ganzen wieder ein sehr spannendes Buch, welches ich nur jedem weiterempfehlen kann, wie ich auch jedem die ganze Reihe ans Herz lege. Michael Robotham ist einfach einer meiner liebsten Autoren und bisher hat er mich noch nicht einmal enttäuscht und mittlerweile sind ja nun schon elf Bücher auf dem Markt. Lest es!

Dunkle Vergangenheit

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 09.02.2016

www.rezensions-seite.de

Noch lebt der Mann, der Ursache dieses Doppelmordes sein könnte. Allerdings hat er natürlich nicht selber Hand angelegt.

Informationen, die Robotham dem Leser hier und da „zwischenstreut“, denn Joe O´Loughlin hat wesentlich weniger Anhaltspunkte, was den Mörder von Mutter und Tochter in diesem Haus in der fast Einöde in Somerset angeht.

Und zudem gar kein Interesse, sich aus was immer für Gründen wieder mit der Polizeiarbeit einzulassen. Dazu kam seine Familie in der Vergangenheit zu sehr in Gefahr, dafür hat er genügend eigene, schwerwiegende Probleme mit „seinem“ ganz persönlichen „Feind“ Parkinson und mit der Trennung seiner Frau von ihm. Weil er Trost und Flucht nach seiner Diagnose einmal bei einer anderen gesucht hat.

Doch ein Student, den er am Rande einmal mit betreut hatte, reizt ihn auf eine Art und Weise, die nachwirkt, die Joe dazu bringt, der Polizei doch zumindest den „einen Blick“ auf die Unterlagen des Falles zu versprechen, der wieder ausreichen wird, ihn mitten hinein zu ziehen.

Denn sehr perfide geht es zur Sache, nicht nur bei der Toten Mutter und der toten Tohter.

Frauen, Männer, das Geschlecht ist egal, aber es werden Menschen auftauchen, die eine Begegnung mit einem Unbekannten hatten und diese mit sichtbarem Schaden auf der Stirn überstanden haben. Wenn sie diese überstanden haben. Denn der „Kunstgriff“, den Joe als „Kampfmittel“ feststellen wird, hat noch ganz andere Möglichkeiten, zu wirken. Von der einfachen Betäubung über die „Herstellung“ eines zerstörten Gehirns bis zum Tod des Opfers.

Man kann allerdings nicht sagen, dass die ermittelnden Beamten und Joe selbst dem Täter wirklich zielgerichtet näher rücken. Lange Zeit bleibt die beschränkte Anzahl der Verdächtigen in ihren Motiven unklar. Werden Verhaftungen durchgeführt und wieder zurückgenommen, tauchen immer mehr Opfer aus der Vergangenheit auf, bei denen das verbindende Element einfach nicht gefunden werden kann. Bis Joe einen Geistesblitz hat. Und ab da sehr aufpassen muss auf seine Frau und vor allem seine älteste Tochter.

Wie überhaupt dieser „private“ Teil des Romans fast ebenso spannend angelegt ist. Einem ebenso unerwarteten und erschreckenden Ende zufließen wird, wie die Auflösung der Morde.

Ein Weg, auf dem der Leser Lebenshaltungen, tiefe Werte der Hauptperson kennenlernen wird zur Monogamie, zur modernen Welt, zu den Sehnsüchten der Menschen und zu den Träumen eines ernsthaft erkrankten Mannes. Wie auch zu den Veränderungen, wenn Kinder erwachsen werden. Ernste Gedanken hier und da, denen Robotham (diesmal allerdings eher am Rande), die kühle, trockene und bärbeißige Haltung des Ermittlers Victor Ruiz auflockernd zur Seite stellt.

Freundschaft, Liebe, Familie, Schicksal, Mord und psychologische Prägung, im rechten Maß und sehr flüssig vorgelegt bietet Robotham einen Fall mit Tiefgang in den verschiedenen Erzählfäden, der bestens unterhält und fesselt und in dessen „Schwitzkasten“ sich der Leser am Ende auf keinen Fall selber wiederfinden möchte.

Dunkle Vergangenheit

Von: Michael Lehmann-Pape Datum : 09.02.2016

www.rezensions-seite.de

Noch lebt der Mann, der Ursache dieses Doppelmordes sein könnte. Allerdings hat er natürlich nicht selber Hand angelegt.

Informationen, die Robotham dem Leser hier und da „zwischenstreut“, denn Joe O´Loughlin hat wesentlich weniger Anhaltspunkte, was den Mörder von Mutter und Tochter in diesem Haus in der fast Einöde in Somerset angeht.

Und zudem gar kein Interesse, sich aus was immer für Gründen wieder mit der Polizeiarbeit einzulassen. Dazu kam seine Familie in der Vergangenheit zu sehr in Gefahr, dafür hat er genügend eigene, schwerwiegende Probleme mit „seinem“ ganz persönlichen „Feind“ Parkinson und mit der Trennung seiner Frau von ihm. Weil er Trost und Flucht nach seiner Diagnose einmal bei einer anderen gesucht hat.

Doch ein Student, den er am Rande einmal mit betreut hatte, reizt ihn auf eine Art und Weise, die nachwirkt, die Joe dazu bringt, der Polizei doch zumindest den „einen Blick“ auf die Unterlagen des Falles zu versprechen, der wieder ausreichen wird, ihn mitten hinein zu ziehen.

Denn sehr perfide geht es zur Sache, nicht nur bei der Toten Mutter und der toten Tohter.

Frauen, Männer, das Geschlecht ist egal, aber es werden Menschen auftauchen, die eine Begegnung mit einem Unbekannten hatten und diese mit sichtbarem Schaden auf der Stirn überstanden haben. Wenn sie diese überstanden haben. Denn der „Kunstgriff“, den Joe als „Kampfmittel“ feststellen wird, hat noch ganz andere Möglichkeiten, zu wirken. Von der einfachen Betäubung über die „Herstellung“ eines zerstörten Gehirns bis zum Tod des Opfers.

Man kann allerdings nicht sagen, dass die ermittelnden Beamten und Joe selbst dem Täter wirklich zielgerichtet näher rücken. Lange Zeit bleibt die beschränkte Anzahl der Verdächtigen in ihren Motiven unklar. Werden Verhaftungen durchgeführt und wieder zurückgenommen, tauchen immer mehr Opfer aus der Vergangenheit auf, bei denen das verbindende Element einfach nicht gefunden werden kann. Bis Joe einen Geistesblitz hat. Und ab da sehr aufpassen muss auf seine Frau und vor allem seine älteste Tochter.

Wie überhaupt dieser „private“ Teil des Romans fast ebenso spannend angelegt ist. Einem ebenso unerwarteten und erschreckenden Ende zufließen wird, wie die Auflösung der Morde.

Ein Weg, auf dem der Leser Lebenshaltungen, tiefe Werte der Hauptperson kennenlernen wird zur Monogamie, zur modernen Welt, zu den Sehnsüchten der Menschen und zu den Träumen eines ernsthaft erkrankten Mannes. Wie auch zu den Veränderungen, wenn Kinder erwachsen werden. Ernste Gedanken hier und da, denen Robotham (diesmal allerdings eher am Rande), die kühle, trockene und bärbeißige Haltung des Ermittlers Victor Ruiz auflockernd zur Seite stellt.

Freundschaft, Liebe, Familie, Schicksal, Mord und psychologische Prägung, im rechten Maß und sehr flüssig vorgelegt bietet Robotham einen Fall mit Tiefgang in den verschiedenen Erzählfäden, der bestens unterhält und fesselt und in dessen „Schwitzkasten“ sich der Leser am Ende auf keinen Fall selber wiederfinden möchte.

Toller 10.Fall!!

Von: EvaMaria Datum : 09.02.2016

https://buecherfansite.wordpress.com

Mittlerweile sind wir beim 10 Fall. von Professor Joe O’Loughlin. Gerade als er mit seiner Tochter eine Uni besichtigt wird er von Inspektor Cray angerufen und um Rat bezüglich eines Falles gebeten, zuerst will er nein sagen, aber jemand hat seinen Namen benutzt und war nicht wirklich hilfreich, dies veranlasst ihn doch dazu zu helfen.
Dieses Mal wird eine Frau und deren Tochter auf brutalste Art umgebracht und man sucht den Täter, da aber die Frau einen sehr speziellen Lebensstil hat, gibt es sehr viele Verdächtige…
Nach einigen Recherchen kommt O’Loughlin auf einige Gemeinsamkeiten mit anderen Fällen und er weiß das er es mit einem sehr gefährlichen Täter zu tun hat.
Auch in seiner Familie gibt es einige Neuigkeiten.

Es ist nun der 10.Fall und ich finde man muss die Bücher nicht unbedingt chronologisch gelesen haben, weil jeder Fall eigenständig ist und auch abschließt. Das einzige, was man halt schon bemerkt, wenn man es nicht chronologisch liest, ist das Alter der Protagonisten und manchmal taucht auch eine neue Person auf, mich persönlich stört, dass jedoch nicht.
Die Geschichte finde ich wieder sehr spannend gemacht, ich finde es auch immer sehr interessant, die Sicht des Täters zu lesen.
Ich finde es jedoch nicht das stärkste Buch des Autors, aber es ist sehr spannend geschrieben. So konnte ich mich auch dieses mal in die Geschichte wieder sehr gut einfühlen.
Der Schreibstil ist wieder flüssig und angenehm zu lesen.
Für mich ist es auch immer wieder sehr interessant, wie der Autor über die Krankheit von O’Loughlin schreibt und wie dieser damit umgeht. Parkinson ist ja doch eine sehr schwere Krankheit und ich denke es ist nicht sehr einfach, damit umgehen zu können.
Das Ende ist okay, aber für mich doch sehr überraschend.

Wow auch Band 10 der Reihe überzeugte völlig, machte mich aber auch traurig....

Von: Lines Bücherwelt Datum : 09.02.2016

linejasmin.blogspot.de/

Auf dieses neuste Werk des Autoren war ich schon sehr gespannt, denn seit Sag es tut dir Leid bin ich ein riesen Fan von ihm und habe jedes Buch gelesen.
Natürlich hatte ich hohe Erwartungen an sein neustes Werk, doch meine Freude Joe und Ruiz wieder zu treffen war riesig.

Ich begann mit dem lesen und war sofort mitten im geschehen, in einem abgelegenen Bauernhaus werden zwei Frauen brutal ermordet, die Polizei steht vor einen Rätsel, denn die Ermittlungen verlaufen im Sand und noch immer wurde kein Täter festgenommen.
Chief Superintendent Ronnie Cray bittet kurzer Hand Joe um Hilfe.
Doch schnell wird dem Psychologen klar das es vor möglichen Tätern nur so wimmelt, immer mehr Personen geraten in Verdacht, denn ein Motiv hätten sie alle.
Als eine weitere Leiche gefunden wird, wird für Joe Ronnie die Zeit knapp, denn eines ist klar der Mörder wird nicht aufhören zu töten...

Dieser Thriller beginnt recht ruhig, die Spannung baut sich Seite um Seite auf.
Der Erzählstil gefiel mir wahnsinnig gut, immer wieder gab es auch kleinere Abschnitte aus der Sicht des Täters, hier ist es dem Autoren wieder gelungen den Täter bis zum Ende im dunklen zu lassen.
Klar hatte ich während des lesen immer wieder Vermutungen, doch gerade wenn ich meinter das ist er, belehrte mich der Autor eines bessern.
Er führt seinen Leser auf den Irrweg und geschickte Wendungen lassen diesen Thriller bis zum finalen Showdown im Unklaren drüber wer der wahre Täter ist.

Der Schreibstil des Autoren ist auch in diesem Buch wieder sehr flüssig und locker.
Ich konnte und wollte diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen und habe ihn in Rekordzeit ausgelesen.

Da dies nun schon der 10 Teil rund um Joe und Ruiz ist haben ich die beiden in mein Herz geschlossen, vom ersten Teil an bis jetzt sind die beiden einfach unschlagbar.
Auch die Nebencharaktere sind mir mit der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen.

Die Handlung ist von Beginn an spannend, diese Spannung steigert sich immer weiter. Das nervenaufreibende und spannungsgeladene Finale machte mich völlig sprachlos und fassungslos.
Als das Geheimnis um den wahren Täter gelöst wurde war ich völlig überrumpelt und schockiert, denn diesen Charakter hätte ich nie im Leben für den Täter gehalten.

Doch damit ist das Buch noch nicht beendet, das wahre Ende machte mich unendlich traurig.
Ich will und kann an dieser Stelle nicht viel verarten aber wer diese Reihe rund um Joe kennt, der wird bei diesem Ende genauso fassungslos sein.
Ich sage nur so viel, als ich das Buch beendet hatte, saß ich völlig fertig und mit den Tränen in den Augen da und konnte es einfach nicht glauben was gerade geschehen war.

Ich denke ihr seht selbst wie mich dieser Thriller mitgenommen hat!
Klare Empfehlung von mir.
Diesen Thriller sollte man gelesen haben, gerade für Fans der Reihe ist dieses Buch ein MUSS.

Eine kleine Anmerkung, dieses Buch ist nichts für zartbesaitete da es doch einige blutige und brutale Szenen bereithält.

Fazit:

Mit Der Schlafmacher ist dem Autoren ein weiterer grandioser Teil der Reihe rund um Joe und Ruiz gelungen.
Dieser Thriller ist bis zum Finale völlig unvorhersehbar, eine spannende und rasante Handlung, ein toller Schreibstil und liebgewonnene Charaktere machen diesen Thriller für mich zu einem Meisterwerk!
Natürlich bekommt dieses Buch die volle Punktzahl.

Der Schlafmacher

Von: Tanja's Bücherblog Datum : 05.02.2016

www.tanjasbuecher.blogspot.de

Zunächst möchte ich ganz kurz etwas zum einleitenden Satz des Buches sagen, der wie folgt lautet:
"Für alle Opfer häuslicher Gewalt - mögen wir niemals die Augen davor verschließen."
Ein Satz, den ich nur unterschreiben kann. Auch wenn den Opfern in der heutigen Zeit deutlich mehr Hilfe und Anlaufstellen zu Verfügung stehen, ist dies immer noch ein Tabuthema, welches sehr ernst genommen werden sollte.

Nun aber zum Buch: Dies ist das zweite Buch, welches ich aus der " Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz-Reihe" gelesen habe. Begonnen hatte ich mit "Sag, es tut Dir leid (Band 8)", da ich das Buch zu diesem Zeitpunkt für ein Einzelband hielt. Natürlich ist es immer schöner eine Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, dennoch kam ich jeweils sehr gut in die Geschichten hinein. Es fehlten mir keine erforderlichen Infos zu den Protagonisten oder deren Vorgeschichte.

Der Klappentext des Buches gibt schon einige Informationen preis, weshalb ich auf die Handlung an sich gar nicht näher eingehen möchte. Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat, ist die richtige Mischung der Perspektiven und Handlungen. Man bekommt als Leser nicht nur einen Einblick in die laufende Ermittlung, sondern erfährt auch einiges über den privaten Joe O'Loughlin und dessen Familie. Diese Abschnitte lassen sich wie ein spannender Familienroman lesen. Der unkomplizierte Schreibstil trägt ebenfalls zu einer abgerundeten Geschichte bei. Die einzelnen Protagonisten hatten sehr verschiedene Charaktereigenschaften und wurden gut beschrieben. Der Plot hatte keine übertriebene Brutalität nötig, da der Fall durch viele Tatverdächtige durchweg spannend blieb. Dennoch konnte mich das Ende überraschen - perfekt bei einem Thriller oder?
Mein Fazit: Für mich ein rundum gelungener Thriller voller Spannung und Emotionen!

Der scharlachrote Buchstabe reloaded

Von: Patricia Datum : 05.02.2016

www.frauhollestoechter.blogspot.de

Inhalt
Joe O´Laughlin ist eigentlich gerade mit privaten Dingen beschäftigt. Seine älteste Tochter steht kurz vor dem Studienbeginn und seine Frau, die an Krebs erkrankt ist, braucht seine Unterstützung. So passt es ihm gar nicht, als er als Profiler die Ermittlung an einem Mordfall unterstützen soll. Nur die Tatsache, dass der unsympathische und egozentrische Milo Colemann, einer seiner früheren Studenten, sich zunächst als Profiler in die Ermittlung drängt um anschließend die Arbeit der Polizei massiv zu behindern, lässt ihn den Fall annehmen.
Es geht um einen Doppelmord. Elizabeth Crow und ihre Tochter Harper werden in ihrem einsamen Landhaus tot aufgefunden. Die Mutter wurde auf brutalste Art und Weise hingerichtet. Das brisante daran: die Mutter gehört der sogenannten Doggingszene an, d.h. sie hat Sex mit fremden Männern an öffentlichen Plätzen.
Ihre Tochter dagegen wurde vom Täter nach ihrem Tod malerisch wie Schneewitchen „drappiert“. O´Laughlin bittet seinen alten Freund, den ehemaligen Detective und Privatdetektiv Vincent Ruiz, um Untertstützung. Das Duo war bereits in der Vergangenheit sehr erfolgreich in der Aufklärung von Verbrechen.
Bei diesem Fall scheinen allerdings zunächst alle Spuren im Nichts zu verlaufen. Verdächtige gibt es genug. Der Ex-Mann, der Freund der Tochter, eine Internetbekanntschaft oder der zurückgebliebene Nachbar. Alle haben auf irgendeine Art und Weise „eine Leiche im Keller“, doch der Mörder scheint nicht unter ihnen zu sein.
Erst als die Leiche einer weiteren Frau auftaucht, nehmen die Ermittlungen an Fahrt auf. Auf der Stirn des Opfers ist ein rotes A geritzt. Ein Hinweis auf den „scharlachroten Buchstaben“? Geht es dem Täter um Untreue und Ehebruch. Sollen seine Opfer dafür bestraft werden?
Es tauchen immer mehr Opfer auf, die mit der schrecklichen Narbe auf der Stirn leben müssen. Fast alle waren ihren Partner untreu doch es muss noch einen weiteren Zusammenhang geben. Und wie passen Elizabeth und Harper Crow ins Bild?
Persönliches Fazit
Der Schlafmacher ist auf jeden Fall das persönlichste Buch aus der Reihe. O´Laughlins älteste Tochter Charlie, die mit dem Gedanken spielt ebenfalls forensische Psychologin zu werden, mischt sich erfolgreich in die Ermittlungen ein. Das ist nicht nur schön mit zu erleben sondern steigert auch enorm die Spannung, da beide Töchter in Gefahr geraten und ein Wettlauf mit Zeit um das Leben der beiden beginnt. Dazu kommt ein schwerer Schicksalsschlag für die ganze Familie am dramatischen Ende des Buches. Was dazu führt, dass O´Laughin noch sympathischer wirkt und ihm das Mitgefühl der Leser sicher ist.
Spannung erzeugt der Autor auch durch einen inneren Monolog des Täters. Ihn lässt er regelmäßig zu Wort kommen. So ist der Leser den Ermittlern immer einen Schritt voraus.
Für Fans des Ermittlerduos O´Laughlin – Ruiz ist das 10. Buch aus der erfolgreichen Reihe auf jeden Fall ein Muss. Man kann es aber auch lesen, wenn man die anderen Bände nicht kennt. Es ist auf jeden Fall ein empfehlenswerter Thriller, der vor allem am Ende sehr an Tempo zunimmt.

Der Autor
Michael Robotham wurde 1960 in New South Wales, Australien, geboren. Er war lange Jahre als Journalist für große Tageszeitungen und Magazine in London und Sydney tätig, bevor er sich ganz seiner eigenen Laufbahn als Schriftsteller widmete. Mit seinen Romanen sorgte er international für Furore und wurde mit mehreren Preisen geehrt. Michael Robotham lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Sydney.

Ein psychologischer ausgefeilter "who-done-it" Krimi

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum : 24.01.2016

www.hallo-buch.de

“Der Schlafmacher” ist Michael Robothams zehnter Krimi mit dem an Parkinson erkrankten Joe O’Loughlin. Dieses Mal schickt er seinen renommierten Psychologen zu einem brutalen Fall, der so gar nicht in die liebliche südenglische Landschaft passen will. Langsam baut Robotham seine Story auf, präsentiert gleich zu Beginn mehrere mögliche Verdächtige und zieht auch sonst alle bewährten Register eines psychologischen who-done-it Krimis: ein fieser Mord, anstrengende Ermittlungen und viel Privates aus dem Leben des symphathischen Helden. Als besonderes Bonbon wechselt er in seinen kurzen Kapiteln auch immer mal wieder in die Perspektive des Mörders, aber natürlich ohne dabei allzu viel über dessen Identität zu verraten. Zwar leidet die Spannung manchmal etwas unter einigen recht ausgeprägten Dialogen, doch Robotham-Fans kommen beim “Schlafmacher” trotzdem voll auf ihre Kosten – zumal uns der Autor mit seinem Finale tief bestürzt zurücklässt.

Spannender und emotionaler Psychothriller

Von: Caboo_Stories Datum : 24.01.2016

caboostories.blogspot.de/

Der Anfang des Buches ist ein bisschen verwirrend, da bereits zu Beginn der Geschichte sehr viele Namen von möglichen Tatverdächtigen auftauchen.
Es dauert einige Zeit bis man sich gemerkt hat, in welchem Zusammenhang die vielen verschiedenen Personen zu den beiden Mordopfern stehen.
Doch nach und nach fiel es mir immer leichter, zu zuordnen wer wer ist.
Außerdem stieg, durch die hohe Anzahl der Verdächtigen, auch die Spannung enorm, denn jeder von ihnen hat ein Motiv und könnte der Mörder sein. Automatisch ermittelt man mit und wiegt ab wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass einer der genannten Tatverdächtigen auch wirklich der Mörder ist. Es ist Michael Robotham perfekt gelungen die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten und mich so in seinen Bann zu ziehen.
Joe O´Loughlin und Vincent Ruiz sind zwei hervorragende Protagonisten, mit einem starken und besonderem Charakter.
Was mir an diesem Buch auch besonders gut gefällt, ist dass sehr viel aus Joe O`Loughlins Privatleben erzählt wird.Neben dem hauptsächlichen Fall, in dem Joe ermittelt, geht es außerdem um seine Familiengeschichte, die ein tragisches und dramatisches Ende nimmt.

Durch diese Tragödie wird dieses Buch zu einem außergewöhnlichen und ergreifendem Psychothriller, in dem es nicht nur darum geht Mörder zu fassen, sondern auch um große Emotionen und die Schicksalsschläge des Lebens.

"Der Schlafmacher" hat mir spannende Lesestunden bereitet und ich bewerte das Buch mit 5 von 5 Sternen.

auch nach dem 10. Mal nicht langweilig!

Von: Caröchen Datum : 22.01.2016

foodmeetsbooks.blogspot.com


Inhalt
In Somerset werden eine Frau und ihre Tochter brutal ermordet. Joe wird von Superintendent Cray hinzugezogen, welcher seinerseits Ruiz als Unterstützung anfordert. Lange tappen sie im Dunkeln, zumal es nicht wenig Verdächtige gibt. Erst als die Leiche einer jungen Frau gefunden wurde, in deren Stirn der Buchstabe „A“ geritzt ist, kommen sie der Sache näher. Doch nun schwebt auch Joes Familie in großer Gefahr, denn der Täter macht vor niemandem halt.

Eigene Meinung
Wie von Robotham gewohnt, geht es im 10. Fall von Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz wieder sehr rasant zu. Von Anfang an wird ein unglaubliches Spannungslevel gehalten. Obwohl er erst nicht wollte, ermittelt Joe schließlich doch zusammen mit Ruiz und Cray an dem Fall. Zusätzlich dürfen wir in den Kopf des Täters schauen und nähern uns ihm mit jedem Kapitel. Jedesmal wenn man denkt, man wüsste endlich wer der Täter ist, kommt diese eine Information, die alles wieder umwirft. Ein unglaubliches Katz und Maus Spiel, welches Robotham perfekt umgesetzt hat.

Auch in Joes Privatleben ändert sich einiges. Für mich war es schön zu sehen, dass er sich anscheinend wieder (wenn auch langsam) seiner Frau Julianne annähert. Ebenfalls eine große Rolle spielen seine beiden Töchter Charlie und Emma, die zwei kann man nur lieben. Ich bin gespannt, welche Rolle sie in den hoffentlich folgenden Bänden einnehmen.

Als ich am Ende den vermeintlichen Täter präsentiert bekam, war ich kurz enttäuscht, da mir das ein wenig zu unspektakulär erschien. Doch nach ein paar Seiten wurde ich eines besseren belehrt, Robotham würde sich nicht mit einem 0815 Ende zufrieden geben.
In Bezug auf Joes Privatleben gibt es auch noch eine große Wendung, mit der ich so überhaupt nicht gerechnet habe.

Fazit
Mit „der Schlafmacher“ hat Robotham wieder einmal einen Psychothriller der Extraklasse geschaffen. Er ist auch einer der wenigen, die den Balanceakt zwischen Privatleben des Protagonisten und eigentlichem Fall so gut beherrschen, dass man gleichermaßen gespannt ist, wie es weiter geht.
Lesen, lesen, lesen und die Fingernägel abkauen!

Übermäßige Spannung

Von: Leseengel Datum : 15.01.2016

leseengelsblog.blogspot.de/

Dieses Buch hat es von Anfang an geschafft mich total in seinen Bann zu ziehen. Die Spannung ist teilweise fast unerträglich, genau dies macht das Buch auch so klasse. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, sondern lesen, lesen, lesen...und habe dies auch getan, wann immer ich es konnte. Denn schließlich musste ich ja wissen wie es ausgeht. Gerade auch zum Ende hin erhöht sich die Spannung nochmal imens. Da konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen - musste ich zum Glück auch nicht.

Ich habe dieses Buch förmlich verschlungen und dachte immer wieder krank, krank, krank.



Der Autor ist hier auf jeden Fall auf eine wahnsinnige Idee gekommen, und ich kann mir schon vorstellen, dass es in manchen Menschen so zu geht, diese solche Gedanken verfolgen und halt in meinen Augen einfach sehr gestört sind. Denn genau um so einen Fall geht es hier, in gewisserweise ist der Täter gestört und das kommt auch sehr schnell zum Vorschein. Denn auch aus Sicht des Täters gibt es immer wieder ein paar Seiten - diese sind dann kursiv gedruckt und ich konnte sie somit gut vom Rest des Buches unterscheiden. Die Idee ist gut ausgearbeitet und im kompletten Buch sehr klasse umgesetzt.


Auch die Charaktere sagen mir sehr zu und ich konnte schnell vorallem Sympathien zu ihnen entwickeln und habe daher auch sehr mitgefiebert, mitgehofft und auch mitgebangt. Manche Momente waren für mich fast unerträglich, einfach durch die Spannung, aber auch weil einem Protagonisten, der mir schon zugesagt hat, etwas passiert ist, was mich in Alarmbereitschaft versetzt hat.


Dieses Buch empfehle ich auf jeden Fall weiter, der Leser sollte jedoch keine schwachen Nerven haben und auch mit blutigen Beschreibungen umgehen können. Und ich empfehle dieses Buch zu lesen, wenn man Zeit hat, vorallem das Ende, so dass man das Buch nicht so oft aus der Hand legen muss - denn das will man nicht

Ein typischer Robotham - spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Von: Bloggerhochzwei Datum : 14.01.2016

www.bloggerhochzwei.de

Ein grausamer Mord in Somerset hält die Polizei auf Trapp. Mutter und Tochter wurden in ihrem eigenen Haus ermordet. Obwohl die Polizei auf Hochtouren ermittelt, kommen sie nicht weiter und holen sich deshalb den Psychiater Joe O`Loughlin zur Hilfe. Während die Ermittlungen weiterlaufen, passiert ein weiterer Mord. Eine Frau wird erwürgt und trägt eine Ritzung auf der Stirn. Zunächst ist nicht klar, ob beide Fälle zusammenhängen. Erst als O`Loughlins Familie ebenfalls in die Fänge des Täters gelangt, werden die Zusammenhänge so richtig erkennt.

In „Der Schlafmacher“ ermittelt der sympathische Psychiater O`Loughlin mit seinem Partner Vincent Ruiz bereits zum 10. Mal. Und obwohl sein Begleiter „Herr Parkinson“ nun schon weiter fortgeschritten ist, ermittelt er souverän und sympathisch wie immer.

Dieser Thriller handelt auch relativ viel über das Privatleben von O`Loughlin. Er ist seit sechs Jahren von seiner Frau getrennt, nicht geschieden, und hat zwei Töchter. Joe liebt seine Frau jedoch noch immer und hat die Hoffnung auf eine zweite Chance nicht aufgegeben. Und während sich seine älteste Tochter Gedanken um einen Studienplatz macht bittet ihn Julianne, seine Frau, den Sommer über im gemeinsamen Haus zu verbringen. Was sich hier am Anfang noch als Hoffnungsschimmer einschleicht nimmt im Laufe der Geschichte eine dramatische Wendung.

Der Schreibstil von Michael Robotham ist einfach grandios. Nicht umsonst ist er einer meiner Lieblingsschriftsteller. Der Autor nimmt einen von der ersten Seite an mit und lässt einen nicht mehr los. Er schreibt aus der Perspektive des Psychiaters und ab und zu aus Sicht des Täters. Michael vermischt Privates und Ermittlungsarbeit, so dass der Spannungsbogen immer oben bleibt. Die Handlungsstränge werden geschickt ausgelegt und führen zum Schluss doch immer wieder zusammen, so dass alles Sinn ergibt. Er schreibt gerne Detailreich aber niemals ausschweifend. Die von ihm gezeichneten Charaktere sind alle glaubhaft und lebendig, nichts ist überzogen. Der Leser wird geschickt auf eine falsche Fährte gesetzt, so dass die Überraschung am Ende hoch ist.

Fazit

Ein anspruchsvoller und emotionsgeladener Thriller den alle Fans des Nervenkitzels gelesen haben sollten. Dieses Buch lässt einen nicht mehr los und liest sich fast von alleine. Wieder ein gelungenes Werk von Michael Robotham und ich hoffe sehr, dass dies nicht der letzte Fall von Joe O`Loughlin war.

Familiär

Von: Harakiri Datum : 14.01.2016

harakirisleseecke.jimdo.com/

Ein Doppelmord in einem Farmhaus gibt der Polizei viele Rätsel auf. Die Tochter wurde erwürgt, die Mutter mit Dutzenden Messerstichen ermordet. Schließlich soll der Psychologe Joe O’Loughlin einen Blick auf den Fall werfen. Der forensische Psychologe hat ein gutes Gespür für außergewöhnliche Fälle. Und auch hier findet er den entscheidenden Hinweis.
Während es privat bei ihm scheinbar aufwärts geht, zieht ihn der Fall in die tiefsten Abgründe menschlichen Lebens. Da trifft es sich gut, dass Vincent Ruiz auch mit von der Partie ist und auf ihn und seine Tochter, die ihre Leidenschaft für die Kriminologie entdeckt hat, aufpassen kann. Aber einmal weggeschaut passiert das Unfassbare…


Der Schlafmacher würgt seine Opfer bis zur Besinnungslosigkeit und ritzt ihnen dann einen Buchstaben auf die Stirn.
Ein neuer Fall für Joe und Vincent. Ich mag das Gespann von Anfang an sehr gerne und habe mich gefreut, dass Ruiz hier wieder mitmischen darf. Die Dialoge, die sich zwischen den beiden entwickeln entlocken dem Leser so manchen Schmunzler. Das Buch konzentriert sich diese Mal eher auf das Privatleben von Joe O’Loughlin und der Fall bekommt fast eine Nebenrolle. Somit ist der vorliegende Band nicht ganz so spannend wie die sonstigen, nägelkauenden, Fälle, aber dennoch sehr lesenswert. Robothams Schreibweise ist bekanntermaßen sehr anschaulich und mitreißend. Und seine Charaktere sind schon fast wie Familienmitglieder für mich. Herrlich skurrile Einfälle wie die Todesart der Mutter des Täters, machen das Buch noch lesens- und liebenswerter.
Robotham spielt in diesem Buch wieder mit dem Leser. Wirft ihm scheibchenweise die Aufklärung hin und lässt einen bis zum Ende im Unklaren, wer denn nun der Täter ist. Dabei wird in Einschüben öfter aus der Psyche des Täters erzählt. Dennoch kann man kaum auf ihn kommen.

Das Ende geschah mir etwas plötzlich und so hätte es das auf keinen Fall für mich gebraucht! Bei Amazon schrieb jemand „… nehme ich dem Autor persönlich übel“. Besser kann man es kaum ausdrücken!

Spannend bis zur letzten Seite ...

Von: Angi Datum : 11.01.2016

blog.beastybabe.de

Auch wenn man die inzwischen neun Vorgängerbände der Reihe noch nicht kennt, kann man der Story sehr gut folgen. Relevante Dinge aus der Vergangenheit werden wiederholt, so dass man nie das Gefühl von Wissenslücken beim Lesen hat. Für mich war es zwar nicht das erste Buch mit Joe und Vincent, aber ich kenne auch nicht alle Teile.

Die Charaktere wirken absolut glaubwürdig und authentisch. Der Autor verleiht ihnen Lebendigkeit, Emotionen und so manche Eigenwilligkeiten. Joe und Vincent sind sympathische Typen, die man sich als Beschützer wünschen würde. Trotzdem haben sie beide auch mit eigenen Problemen zu kämpfen.
In diesem Band steht Joe im Vordergrund und wir dürfen an seinem Familienleben teilhaben, das nach der Trennung von seiner Frau erstmals wieder mehr in seinen Lebensmittelpunkt rückt. Leider ist der Anlass dazu nicht sehr schön, aber dazu will ich natürlich hier nicht zu viel verraten.

Das Privatleben von Joe fügt sich jedenfalls sehr gut in die Geschichte ein, ohne jemals zu dominant zu wirken oder Spannung zu kosten. Apropos Spannung: über einen diesbezüglichen Mangel kann man sich sowieso an keiner Stelle beschweren, obwohl die Ermittlungen eigentlich recht ruhig vonstatten gehen. Es gibt erst am Ende spektakuläre Szenen, in denen es richtig actionreich zur Sache geht. Davor entsteht die fesselnde Stimmung aus der Tatsache, dass es so viele mögliche Verdächtige gibt und man immer wieder den falschen Spuren auf den Leim geht.
Die Story ist sehr komplex und der Eindruck wird noch verstärkt durch die wechselnden Kapitel, in denen der Leser von Anfang an die Sicht des Täters erleben darf.
Übermäßig blutige Szenen und ausführliche diesbezügliche Beschreibungen dazu hat der Autor übrigens nicht nötig, um einen echten Pageturner zu liefern. So können auch Leser, die keinen Wert auf so etwas legen, beruhigt zu diesem Buch greifen. Die Bezeichnung “Psychothriller” ist absolut gerechtfertigt, da die bedrohliche Stimmung größtenteils auch durch die Unsicherheit entsteht, niemals zu wissen, von wem nun eine Bedrohung ausgeht.

Für das Ende gibt es von mir einen kleinen Abzug, denn das war mir in manchen Punkten etwas zu schnell abgehandelt. Ohne hier spoilern zu wollen, kann ich nur sagen: ich nehme dem Autor die letzten Seiten persönlich übel. Lest es selbst und ihr werdet mich bestimmt verstehen.

Fazit:
Eine sehr komplexe Story über Moral und traumatische Erlebnisse, die Menschen nachhaltig verändern können. Viele falsche Spuren sorgen ständig für neue Sichtweisen, Überraschungen und Verwirrung. Nebenbei dürfen wir noch an Joes Privatleben teilhaben, das auch einiges an Spannung birgt. Absolut empfehlenswerter Thriller!

Bewertung:
4,5 Sterne

Es gibt keine Absolution

Von: Jules Barrois Datum : 11.01.2016

https://julesbarrois.wordpress.com

Er ist wieder da. Der Psychologe Professor Joseph O`Loughin: „Ich habe Traurige, Einsame, Getrennte, Wütende, Ängstliche, Eifersüchtige, Todessehnsüchtige und Mordlustige behandelt. Ich habe die ´Tiefen menschlichen Elends ausgelotet, doch ich weiß, dass es immer noch eine weitere Schicht gibt, dunkler und gefährlicher.“ (Seite 37)
Und ein solcher Killer kündigt sich schon auf der ersten Seite an, in einem jener kursiven autobiographischen Kapiteln, wo er sich gegenüber dem Leser selber rechtfertigt und Einblicke in seinen verquerten Geist gibt.
Dann geht es ganz gemütlich weiter mit einer Familienszene in Oxford, wo Joes Tochter Charlie sich über Studienmöglichkeiten an der Universität informiert und Joe mit seiner von ihm getrennt lebenden Julianne ein Mittagessen samt unbeschwertem Geplänkel in einem Pub am Fluss genießen. Diejenigen, die Joes Entwicklung verfolgt haben, wird es nicht überraschen, zu erfahren, dass er nie aufgehört hat Julianne zu lieben. Daher wirkt ihre scheinbare Annäherung am Anfang sofort ermutigend. „...im Grunde sind wir noch dieselben Menschen in einer leicht veränderten Umlaufbahn.“ (Seite 111)
Aber dann wird es sofort ernst: Zwei Opfer, Elisabeth Crowe und ihre Tochter Haper werden in einem Bauernhaus in der Nähe von Bristol tot aufgefunden. Die Tochter im Schlaf erstickt, die Mutter brutal mit einem Küchenmesser malträtiert. An der Wand ein Pentagramm, ein fünfzackiger Stern in einem Kreis. Mit dem Blut der Opfer hingeschmiert. Chief Superintendent Veronica Cray, genannt Ronnie, mit ihren stacheligen Haaren und ihrer Vorliebe für Männerschuhe kommt mit dem Fall nicht weiter. Sie steckt wahrlich in einer Sackgasse und steht unter Druck der Bevölkerung und der lokalen Politik. Cray bitte Joe um Hilfe, zumal einer seiner ehemaligen Schüler sich als professioneller "Mindhunter" eingerichtet hat und vorsätzlich detaillierte Informationen über das Verbrechen der Presse und der dörflichen Gemeinschaft verraten hat. Joe zieht seinen alten Freund, den inzwischen pensionierten Detective Vincent Ruiz hinzu. So kann Joe, trotz des vielversprechenden Starts mit Julianne nicht umhin, sich zu engagieren, weil er annimmt, dass die Polizei vieles falsch macht und das Leben unschuldiger Menschen auf dem Spiel steht.
Michael Robotham entwickelt eine komplexe und unvorhersehbare Handlung, rasant und der Spannungsbogen hält sich bis zum Schluss.
Wie üblich bei Michael Robotham wird die Identität des Täters erst auf den letzten Seiten offenbart werden. Zwischendurch, in kursiv gesetzten Kapiteln erzählt uns der Mörder von seinen Taten, Motiven und Gefühlen. Wir wissen alles über ihn. Wir kennen ihn aber nicht. „Sei durchschnittlich, sei gewöhnlich, sei unsichtbar in der Menge ...“ (Seite 90)
So bleibt für Joe genügend Zeit, sich durch eine lange Liste von möglichen Verdächtigen und von falschen Spuren durch zu arbeiten. Der Fall wird immer komplexer. Nichts ist so, wie es scheint, und bald ist das Schicksal Joes und das seiner engsten Vertrauten gnadenlosen mit einem unberechenbaren Killer verflochten.
Michael Robotham versteht es meisterhaft den Leser mit einem geschickt verpackten Geheimnis in Spannung zu versetzen, während er zur gleichen Zeit seine Charaktere entwickelt, die so lebendig sind, dass sie noch lange in Erinnerung bleiben, wenn das Buch schon lange gelesen ist. Michael Robotham weiß, wie man eine Geschichte erzählt. Zahlreiche Wendungen, Kniffe und Erzählstränge sorgen dafür, dass es während der 416 Seiten niemals langweilig wird. Und ganz langsam zeigt dieses Mosaik ein stringentes und plausibles Bild. Hochspannend und mit glaubhaften, detailliert gezeichneten Charaktere, die auch in der kleinsten Nebenrolle überzeugen.
Michael Robotham schreibt sehr flüssige, ab und an ausschweifend, aber nie abschweifend. Mir gefallen besonders seine knappen, aber aussagekräftigen Beschreibungen und seine sehr bildhafte Alltagssprache. Ungeheuer viele kleine treffenden Beobachtungen und deren Interpretation dazu durchziehen das ganze Buch und machen es über die Spannung des Thrillers hinaus besonders lesenswert. Ein Beispiel: „Zwei Ratsmitglieder […] bewegen sich durch den Saal, schütteln Hände, nicken weise und lassen die Menschen wissen, dass die Zeiten sorgenvoll sind, jedoch die richtigen Leute Verantwortung tragen.“ (Seite 47/48) Das Einflechten von Erinnerungen, die nur bedingt zum Geschehen beitragen, ist dabei nicht hinderlich, weil sie einen dreidimensionalen Background für die Vergangenheit des Protagonisten schaffen, der auch dank seines trockenen Humors Sympathien beim Leser wecken wird.
Ein überraschend ergreifenden Thriller und für die vielen Joe O`Loughin Fans eine willkommene Rückkehr, dieses Protagonisten mit seinen beeindruckenden Fähigkeiten, Menschen zu lesen.
Eine emotionale Achterbahnfahrt von einem Buch, bei dem Sie immer raten, bis der Autor endlich bereit sein wird, seine Geheimnisse zu enthüllen. Wenn Sie mit dem Lesen angefangen haben, werden Sie es nicht mehr aus der Hand legen können. Spannend, temporeich und emotional geschrieben bietet er nicht nur zahlreiche Verdächtige, sondern lässt den Leser auch intensiv am Privatleben Joes teilhaben. Dezidierte Charakterstudien, ein brillantes Versteckspiel um den Täter/die Täterin und ein Wiedersehen mit Vincent Ruiz, machen dieses Buch zum Lesegenuss. Ein Muss für alle Fans anspruchsvoller, intelligenter Psychothriller. Sehr empfehlenswert.
Übrigens: Das A auf dem Titelbild hat seine Berechtigung. Sie werden es an unerwarteten Stellen wiederfinden.