Leserstimmen zu
Der Schlafmacher

Michael Robotham

Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz (10)

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Großartig

Von: Bommelnator

22.06.2017

Ich konnte es nicht aus der Hand legen, zu spannend verlief die Geschichte. Sehr detailverliebt und ausführlich, dreidimensionale Figuren und ein aufregender Plot. Der Reiz, diese Geschichte bis zum bitteren und gleichzeitig hoffnungsvollen Ende zu lesen, hat mich viele Stunden Schlaf gekostet, um die es mir NICHT leid tut! Ein klasse und gleichzeitig klassischer Roman im besten Sinne des Wortes. Diese Trilogie sollte jeder gelesen haben, der über ein eigenes Kopfkino gebietet!

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Ich habe Joe O´Loughlin schon in einigen Fällen begleitet und konnte wieder vollauf begeistert werden. Mit seinem untrüglichen Instinkt und seiner eigensinnigen Art, ist er einer der Psychologen, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Diesmal wird er zu einem Fall hinzugezogen, in dem die Ermittler nicht wirklich vorankommen: Auf einer Farm werden die Bewohnerinnen tot aufgefunden. Wo die Tochter liebevoll gebettet ist und keine Gewalteinwirkung zu sehen ist, liegt die Mutter brutal zugerichtet im Wohnzimmer aufgebahrt. Haben diese Morde etwas mit dem Lebensstil von Elizabeth Crowe zu tun? Sie hat ihre Sexualität frei ausgelebt und sich an öffentlichen Orten zu kleinen Abenteuern getroffen. O’Loughlin ist der erste, der eine Verbindung zu Fällen zieht, in denen den Opfern das Bewusstsein genommen wird und sie mit einem „A“ auf der Stirn erwachen. Ein Zeichen für die Ewigkeit, eingeritzt, tief in die Haut. Doch wer ist zu so etwas fähig und warum? Joe bezieht seinen alten Kollegen Ruiz mit ein und so findet sich auch ein altbekannter in der Geschichte ein. In „Der Schlafmacher“ findet auch die Familie des Psychologen wieder einen größeren Stellenwert. Die Töchter und seine Frau nehmen eine zentrale Rolle ein und führen durch die Erzählung. Gespannt verfolgt man die Begegnungen aller Verdächtigen mit O´Loughlin und ahnt schnell, dass er auf der richtigen und dafür gefährlichen Spur ist. Michael Robotham bezieht nicht zum ersten Mal die Familie des Hauptprotagonisten so intensiv in eine seiner Geschichten. Diese sind zudem auch immer ein Dreh- und Angelpunkt und bringen die Geschichte nach spannenden und aufwühlenden Passagen runter. Denn vor Spannung kann man in diesem Fall kaum anhalten zu lesen und pflügt fast von Seite zu Seite und Wort zu Wort. Neben der Erzählweise des Hauptprotagonisten selbst, kommt auch der Täter zu Wort. In kurzen aber sehr prägnanten Abschnitten erfährt man, was in ihm vorgeht und was er in seiner Kindheit und Jugend erlitten hat und zu seiner Psychose geführt hat. Die unterschwellige Wut scheint in jedem Wort zu brodeln. Immer wieder scheinen diese Abschnitte einen Hauch Posie und Romantik für Wörter zu enthalten, was dann durch die Brutalität der Taten abgebrochen wird. Als Leser wird man in diesem Teil, aber auch emotional sehr herausgefordert. Dies ist mit ein Grund, warum ich davon absehen konnte, dass die große Tochter Charlie erneut in einen Fall involviert wurde. Außerdem gibt dies schon Hinweise darauf, wie sich die Bücher über O´Loughlin zukünftig entwickeln könnten. Doch ist dieses Buch nicht nur aufgrund der Gewalt sehr brutal. Besonders hart hat mich die emotionale Ebene erwischt, die abhängig von den Vorgängern ist und eine ganz andere Geschichte erzählt. Zwischen der Suche nach einem Serienmörder und dem Versuch eine zerbrochene Familie zu kitten, kann sich der Leser auf spannende und berührende Momente einlassen. Man jagt den Mörder und läuft unerwartet gegen eine Mauer aus Schmerz. O´Loughlin ist ein Charakter, der besondere Eigenschaften hat, denn neben seinem Gespür für die richtigen Spuren, geht er auch mit seiner Krankheit Parkinson ungeschönt um und lässt den Leser an seinem „Tatterich“ teilhaben. Diese Mischung macht Robothams Bücher zu einer Reise die es Wert ist. Schrullig und herzlich zugleich mit Fällen, die immer wieder für Überraschungen gut sind, kann man den Worten leicht folgen. Wer einmal einen Robotham gelesen hat, wird schnell von seinem Können überzeugt sein und sich schnell auf den nächsten spannenden Fall freuen. Nun aber bin ich insbesondere gespannt, wie es mit O´Loughlin und seiner Familie weitergeht...

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Buchinfo Der Schlafmacher - Michael Robotham Broschiert - 416 Seiten - ISBN-13: 978-3442314089 Verlag: Goldmann Verlag - Erschienen: 11. Januar 2016 - EUR 14,99 Kurzbeschreibung Ein abgelegenes Bauernhaus in Somerset: Zwei Frauen, Mutter und Tochter, werden in einer Nacht von einem skrupellosen Mörder hingerichtet. Die Polizei steht vor einem Rätsel und bittet den erfahrenen Psychologen Joe O’Loughlin um Hilfe. Verdächtige Personen gibt es viele, den betrogenen Exmann genauso wie die zahlreichen Liebhaber. Spätestens aber, als eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn der Buchstabe „A“ eingeritzt ist, weiß O’Loughlin, dass er es mit einem verstörten und gefährlichen Täter zu tun hat. Jemand will sich rächen. Jemand, der vor niemandem haltmacht, auch nicht vor O’Loughlins Familie … Bewertung "Der Schlafmacher" ist der zehnte Band mit dem Psychologen Joe O'Loughlin, der mit dem ehemaligen Detective Vincent Ruiz, als Profiler der Polizei behilflich sind. Neben dem spannenden Fall, gibt es auch immer wieder Einblicke in das Privatleben von O'Loughlin. Die Beziehung zu seiner Frau und den beiden Töchter spielt in diesem Band eine große Rolle. Die Geschichte überzeugt durch den flüssigen Schreibstil, und die gelungene Mischung der Charaktere. Es passieren unvorhersehbare Dinge, so das die Spannung bis zum Ende aufrecht gehalten werden kann. Fazit: "Der Schlafmacher" ist spannend, angsteinflößend, fesselnd und schockierend. Es ist ein intelligent aufgebauter Psychothriller, gepaart mit sympathische Protagonisten und einen überragenden Ende. 5 Sterne und meine absolute Empfehlung.

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Mein zweites Buch/Hörbuch von Michael Robotham aus seiner Joseph O’Loughlin Reihe. Zum Glück muss man nicht unbedingt die vorherigen Bücher lesen oder hören. In diesem erfährt der Leser auch so einiges aus Joes Vergangenheit. Verwirrend ist, dass dieses Buch bei Amazon als Band 10 geführt wird. Das Buch »Todeskampf« wird fälschlicherweise als ein Joseph O’Loughlin Buch geführt, aber er kommt darin überhaupt nicht vor, darum ist dieses Buch bei mir die #9 in der Reihe. Im Prolog erzählt ein Mann, wie seine Mutter gestorben ist. Es war ein Autounfall. Das wirklich ganz Schlimme daran; seine Mutter hatte zum Zeitpunkt des Unfalls ihren Kopf im Schoss eines anderen Mannes. Sie starb mit dessen Penis im Mund. Der Wagen prallte frontal mit einem Milchlaster zusammen. Mr. Scherrer verlor sein bestes Stück aber er überlebte. Der Erzähler verlor seine Mutter, da war gerade 9 Jahre alt. Dass sein Vater zu ihm meinte, dass seine Mutter nicht im Himmel sei, sondern in der Hölle schmoren wurde, kann man fast verstehen. Im Kapitel Eins ist Joe O’Loughlin der Erzähler. Er ist mit seiner von ihm getrenntlebenden Frau Julianne und seiner Tochter Charlie in Oxford. Charlie sammelt Information für ihr Studium, noch weiß sie nicht was sie studieren möchte. Seine Frau fragt ihn später im Pub, ob er für die Sommermonate nach Hause ziehen möchte. Dann kommt ein Anruf von Veronica Cray, der Leiterin des Dezernats für Kapitalverbrechen. Sie bittet ihn um Hilfe in einem Fall, der bereits einen Monat zurückliegt. Ein Doppelmord. Die ersten zwanzig Minuten des Hörbuchs, Prolog ausgenommen, drehen sich nur um Joe und sein Privatleben, seine Frau, ihr Besuch in Oxford und ihre Vergangenheit. Wer diese Reihe kennt, weiß, dass er an Parkinson leidet. Er ist Psychologe und hat als Profiler gearbeitet, was er verständlicherweise nicht mehr macht, aus gesundheitlichen Gründen. Er lebt seit 6 Jahren von seiner Frau getrennt, hat zwei Töchter und lebt inzwischen in London. Die Hoffnung, irgendwann wieder mit Julianne zusammenzukommen, hegt er immer noch. Jetzt bietet sie ihm an, über den Sommer wieder einzuziehen. Das passt gerade perfekt, weil der Fall von Veronica Cray ist in Somerset, ganz in der Nähe. Im Gegensatz zum Hörbuch »Erlöse Mich« erzählt Joe diesmal die ganze Geschichte selbst, bis auf die Abschnitte die der Antagonist erzählt. Dadurch hat er für mich viel an Kontur gewonnen. Man erfährt ziemlich viel über ihn und sein Privatleben, seine Vergangenheit. Ich finde ihn extrem sympathisch und ich mag die Art, wie er mit seiner Krankheit umgeht. Veronica Cray steht unter Druck. Sie hat einen anderen Psychologen zuerst um Hilfe gebeten, was sie nun bitter bereut. Die Gemeinde ist empört, dass es noch keine Verhaftung im Fall des Doppelmordes gibt. In einem Farmhaus wurden eine alleinstehende Frau und ihre 17-jährige Tochter tot aufgefunden. Die Frau ist brutal ermordet worden, das Mädchen wurde erstickt und ansonsten unverletzt. Im Wohnzimmer, dem Fundort der arrangierten Leiche der Frau, wurde mit Blut ein Pentagramm an die Wand gemalt. Kerzen und eine Bibel lassen auf einen Ritualmord schließen. Es gibt sehr viele Verdächtige, angefangen mit einem betrogenen Ehemann, einem geistig beeinträchtigten Nachbar und einige One-Night-Stands. Dann gibt es einen weiteren Mord; eine Frau mit einem »A« auf der Stirn eingeritzt. Handelt es sich um denselben Täter? Joe hat es auf jeden Fall mit einem sehr gefährlichen, psychisch gestörten Täter, oder Tätern, zu tun, einer der vor nichts und niemanden haltmacht. Die Spannung steigt nur langsam an und das Privatleben von Joe steht oft im Vordergrund. Joe ruft auch seinen alten Freund, den pensionierten Detektiv Vincent Ruiz, an und bittet um seine Hilfe. Vincent ist ein alter Brummbär, ein Skeptiker mit einem weichen Kern. In einem der Abschnitte mit dem Antagonisten bekam man einen deutlichen Hinweis auf den Mörder. Trotzdem blieb es recht undurchsichtig und spannend. Tatsächlich ist der Täter eine ziemliche Überraschung. Warum er psychisch gestört ist, erkennt man bereits im Prolog, erklärt aber nicht warum er ein Mörder sein sollte. Dem Ende zu überschlagen sich die Ereignisse und Joe müsste sich eigentlich zweiteilen. Privat und Beruf kollidieren, es passiert plötzlich so viel, ich möchte fast sagen, zu viel. Was sich dann ereignet fand ich zwar etwas unwahrscheinlich, aber es hat mir doch die Kehle zugeschnürt und mich traurig und betroffen gemacht. Den Plot in »Erlöse Mich« fand ich komplexer. In diesem Thriller spielt aber Joe eine größere Rolle, was mir besser gefiel. Er glänzt in seiner Rolle als Profiler und Analytiker, ohne überheblich oder arrogant zu wirken. Nach einem etwas langsameren Anfang, steigt die Spannung stetig und leidet auch nicht darunter, dass man manches vorhersehen kann. Das Ende ist tragisch und deutet auf einen sehr veränderten Joseph O’Loughlin im nächsten Buch, sollte es eines geben. Beide Sprecher haben mich mit ihrer jeweiligen Rolle überzeugt. Dass der Antagonist von einem anderen Sprecher gesprochen wird, macht ihn glaubwürdiger und diese Rolle hat Stefan Merki wirklich hervorragend und unheimlich gesprochen.

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Der Schlafmacher - Er würgt seine Opfer und entscheidet, ob diese nur "schlafen", einen bleibenden Schaden davon mit sich tragen oder sterben. Als kleine Erinnerung, für die Überlebenden schneidet er ihnen ein großes A in die Stirn. Der zweite Band, den ich von Michael Robotham gelesen habe und ich bin mir sicher es wird nicht der letzte gewesen sein! Spannende, super durchdachte Geschichte mit dem Duo Joe O'Loughlin und Vincent Ruiz - einem Profiler und einem Ex-Polizisten. Überraschendes und rasantes Ende! Sehr zu empfehlen für alle Thriller-Fans.

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ZITAT: Jeder Mensch hat drei Herzen – eins, das er Fremden zeigt, eins, das er denen zeigt, die er liebt, und eins, das er niemandem zeigt. Es ist jenes letzte Herz, nach dem ich suche, weil es in der Regel am meisten beschädigt ist. "Bertrand Russell hat einmal gesagt, es sei ein Jammer, dass die Dummen und Fanatiker ihrer selbst immer sicher, klügere Menschen jedoch voller Zweifel sind. EINSTIEG: positiv Die Geschichte beginnt aus der Sicht einer anderen Person als Joe O'Loughlin, an den der eingefleischte Robotham-Fan bereits gewöhnt ist. Diese andere Person beschreibt die Umstände, wie sie ihre Mutter verloren hat und schon da wusste ich, mit diesem Charakter kann etwas nicht stimmen. Sehr spannend. SCHREIBSTIL: positiv Ich bewundere es, dass Michael Robotham es immer und immer wieder schafft mich an seine Bücher zu fesseln. Er hat eine sehr einnehmende Art und Weise zu schreiben, sodass man nicht einfach mittem im Satz aufhören - und mal eben auf das Handy gucken kann. Ich bleibe bei ihm immer bei der Sache. Besonders hervorzuheben ist aber vor allem, dass Michael Robotham sowohl in der Lage ist grausamste Sachverhalte und sehr emotionale Situationen zu beschreiben. Viele Emotionen kenne ich persönlich nicht aus Thrillern anderer Autoren. Charaktere: viele Natürlich trifft man bei einem Buch aus der Joe O'Loughlin-Reihe auf viele alte Bekannte und genau das macht beim Lesen den Reiz aus. Es ist ein gutes Gefühl wieder in sein Leben abzutauchen und den Charakteren wiederzubegegnen, die man schon seit 3 oder noch mehr Büchern kennt. Leider muss ich aber sagen, dass es bei dem Fall zu viele Personen gab. Der Autor hat es gut gelöst, weil er immer nochmal einen Hinweis gegeben hat, wer die Person ist und wie sie mit dem Opfer in Verbindung zu bringen ist, aber es war schwierig für mich sich alle Personen zu merken. Verlauf: positiv Ich bin, bis es aufgelöst wurde, nicht darauf gekommen, wer der Täter ist. Selbst, als die Hinweise eindeutig waren, konnte ich es einfach nicht sehen. Ich glaube, ich habe jeden verdächtigt gehabt im Laufe der Geschichte. Genau das macht einen guten Verlauf aus: Verwirrung des Lesers und der Wille weiterzulesen. Die Spannung nahm praktisch nie ab, auch wenn es nicht um den Fall ging, Joe hatte diesmal mit sehr schwierigen privaten Themen zu kämpfen. ENDE: positiv Die Auflösung des Falls war gut durchdacht und logisch nachzuvollziehen. Natürlich gab es auch wieder ein paar - ich möchte es "Special Effects" nennen -. aber im Allgemeinen war die Auflösung rund. Aber was der Autor mir nach dem Fall angetan hat, damit habe ich defintiv nicht gerechnet. Ich habe diesen Thriller weinend beendet. FAZIT: Note 1 Ich liebe die Reihe um Joe O'Loughlin und auch, wenn es diesmal ein wenig zu viele Charaktere für meinen Geschmack gab, so habe ich doch jede Zeile verschlungen. Der Fall ansich war sehr interessant, vor allem aufgrund der Vorgehensweise des Täters - schon ein wenig erschreckend. Wer gerne gute Psychothriller liest, der sollte sich die Bücher von Michael Robotham nicht entgehen lassen!

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Chief Superintendent Ronnie Cray bittet Professor Joe O’Loughlin um Hilfe. In einem Bauernhaus wurden zwei Frauen ermordet, die Ermittlungen stocken, die Bevölkerung ist entsprechend missgestimmt und fordert eine Verhaftung. Mehr widerwillig geht Joe den Fall durch und wird sogleich mit mehreren Verdächtigen konfrontiert, die durchaus ein Motiv hätten und deren Alibi nicht unbedingt wasserdicht ist. Als jedoch eine weitere Leiche gefunden wird, auf deren Stirn ein „A“ eingeritzt ist, ist dem Professor klar, dass er es mit einem Mörder zu tun hat, der auf Rache sinnt und vor dem auch O’Louglins Familie nicht sicher sein kann. Eigentlich wollte Joe nichts mehr mit Polizeiarbeit zu tun haben und mit Mordermittlungen noch weniger, doch notgedrungen unterstützt er Ronnie Cray bei ihrer Arbeit, die sich regelrecht festgefahren hat. Es gibt in dem Fall der ermordeten Mutter und deren Tochter in dem einsamen Bauernhaus mehrere Verdächtige, aber auch der große Unbekannte ist durchaus eine Alternative. Grund hierfür ist das ausschweifende Privatleben von einer der Frauen. Unterstützung holt sich der Professor bei seinem alten Freund Vincent Ruiz, der auch sofort tatkräftig in die Ermittlungen einsteigt. Aber auch privat tut sich einiges bei Joe und so erlebt man auch einen sehr privaten Professor. Michael Robotham hat einen sehr eingängigen, eher ruhigen und absolut fesselnden Schreibstil, mit dem er seine Leser binnen Minuten an seinen Psychothriller bindet und ihm keine Chance mehr lässt, das Buch noch groß aus der Hand zu legen. Der Plot gestaltet sich äußerst komplex und rätselhaft. Geschuldet ist dies unter anderem auch einem weiteren Handlungsstrang, bei dem der Schlafmacher zu Wort kommt. Doch wer hofft, dass Michael Robotham auch noch einen Hauch von Hinweis ob der Identität des Mörders liefert, der hofft vergebens. Bis zum Schluss ist absolut unklar, um wen es sich bei dem perfiden, psychisch kranken Mann handeln könnte. Dabei durchleuchtet der Autor die Vergangenheit des Mörders äußerst akribisch. Nach und nach erfährt man so den Grund für sein Handeln, wie er allerdings seine Opfer ausfindig macht, lässt Michael Robotham ebenfalls bis fast zum Schluss offen. Wie gesagt, das Privatleben von Joe nimmt einen großen Raum in dem Thriller ein, was jedoch in keiner Weise die Spannung schmälert. Denn hier ereignet sich auch einiges, auch wird Charlie, Joes erwachsene Tochter, mit in den Fall integriert und auch seine Frau Julienne spielt eine gewichtige Rolle im vorliegenden Roman. Fazit: Hochspannend und äußerst komplex gestaltet sich auch dieser Fall von Joe O’Loughlin wieder. Einfach nur absolut lesenswert.

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Superintendent Ronnie Cray wird zu einem Haus zu einem blutigen Tatort gerufen: Mutter und Tochter wurden ermordet, Elizabeth auf grausame Weise mit unzähligen Messerstichen versehen, ihre Tochter Harper erstickt. Der Täter könnte fast jeder sein; ein Einbrecher, der Exmann oder einer der vielen männlichen Bekanntschaften von Elizabeth. Zeitgleich wird eine weitere getötete Frau gefunden, die ein Mal auf die Stirn geritzt bekommen hat. Stehen die Morde in einem Zusammenhang? Cray ruft den Psychologen O’Loughlin zur Hilfe, der schon in vorherigen Fällen mit seiner Sichtweise und Täteranalyse sehr erfolgreich war. Doch er hat auch im Privaten einiges zu meistern. Seine geschieden Frau bittet ihn, für eine gewisse Zeit im Sommer wieder bei ihr und den Töchtern einzuziehen, da sie sich einer nicht einfachen Operation unterziehen muss. Trotz seiner Freude, wieder in der Nähe der Familie zu sein, wächst die Angst um seine Frau. Als seine Tochter ihm noch mitteilt, dass sie Psychologie studieren und ihn beim aktuellen Fall begleiten möchte, wird seine Sorge noch größer … Mein Fazit: Der neue Fall wird – wie auch viele zuvor – aus Sicht des Psychologieprofessors Joe O’Loughlin erzählt. Dieser mischt seine konträre Sicht der Dinge mit den Ermittlungen der Polizei und versucht den Fall aus seinen Repertoire zu beleuchten. Er versucht den Täter und Menschen zu analysieren – die Polizei die Spuren. Zudem holt er sich Hilfe bei dem pensionieren Polizisten Ruiz, der bei der aktuellen Chefin nicht sehr gelitten ist. Ein Fall mit Ecken und Kanten und sehr viel persönlichem Einblick in O’Loughlins Gedanken und Gefühle. Das Gefühlschaos, das seine Frau betrifft und die Sorge um die Familie haben einen zentralen Punkt in der Story. Die Suche nach dem Täter wird zunehmend verstrickter und ist daher sehr nach meinem Geschmack. Die Auflösung gestaltet sich überraschend – daher ist das Ziel des Autors perfekt erreicht worden! Dies war mein erster Fall in Mitwirkung von Joe O’Loughlin, aber sicherlich nicht mein letzter Fall! Michael Robotham schafft es, mich als Leser in den aktuellen Fall einzubinden, mit fiebern zu lassen und zu fesseln. Der Fall an sich ist schwer zu durchschauen, die private Entwicklung der Protagonisten macht mir zusehends Sorge. Und macht mich auf vorherige Fälle eindeutig neugierig, die ich jetzt gerne noch nachhole! Daumen hoch für weitere interessante Ermittlungen und die polizeiliche Unterstützung von O’Loughlin!

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