Leserstimmen zu
Dunkelsprung

Leonie Swann

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Taschenbuch
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Ich muss sagen, wenn die eigene Katze mal Flöhe hatte, ist man den kleinen Rabaukern nicht sehr positiv gegenüber eingestellt. Den Flöhen, nicht den Katzen! Aber vielleicht gerade durch die persönliche Erfahrung mit den Viechern, war ich neugierig, wie andere sie sehen oder was andere in sie hineininterpretieren. Leonie Swann hat dies auf eine sehr interessante Art und Weise getan und einen kleinen Flohzirkus entstehen lassen. Schon nach den ersten 20 Seiten wusste ich, dass ich hier etwas Großartiges an Fantasyliteratur in der Hand halte. Das Buch ist ein Plädoyer für mehr Fantasie im Alltag, für mehr Fantasie im ganzen Leben und ein Aufruf, seine Umgebung genauer unter die Lupe zu nehmen und das Fantastische darin zu erkennen. Die kleinen Flöhe sind mir irgendwie ans Herz gewachsen. Es gibt zwei Hauptcharaktere im Buch, zwischen deren Sicht hauptsächlich gewechselt wird. Zum einen Julius Birdwell, zum anderen Frank Green. Ich mochte diese beiden Herren sehr gern, da sie so schön skurril dargestellt wurden und ich sie um ihre besondere Sicht auf die Welt beneidet habe. Manchmal erfährt man auch etwas aus der Sicht einer der Nebenfiguren. Auch das war sehr interessant und sie alle waren fester Bestandteil der Geschichte und nicht wegzudenken. Vom Schreibstil her hat mich das Buch ebenso umgehauen. Ich fand Swanns Beschreibungen und die Art, wie sie die Geschichte erzählt hat, sehr gelungen und ich hab mich die ganze Zeit sehr wohl gefühlt. Am liebsten hätte ich ewig weiter gelesen. Auch weil die Geschichte sich so schön von vielen anderen Fantasyromanen abhebt und etwas ganz besonderes ist. Fazit Ein herausragendes Fantasywerk mit liebenswerten Charakteren, einem super Schreibstil und einer Geschichte zum Niederknien. Ich hab jetzt eine ganz andere Sicht auf Flöhe. Das Buch reiht sich zu den Lesehighlights sehr weit vorne ein. Es ist aus meiner Fantasysammlung nicht mehr wegzudenken! Klare Leseempfehlung für Leser dieses Genres!

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Der Zirkus war das beste an ihm,  das echteste, vor aller Augen und doch vor allen verborgen. S. 36 Erster Satz Ein blauer Samtvorhang teilt sich, eine weißbehandschuhte nimmt unser Ticket entgegen. Meinung Nachdem er seine Flöhe in der Londoner Nachtkälte vergaß, weiß Julius einfach nicht mehr was er tun soll. Alle 34 seiner Flohfreunde sind tot, sogar Lazarus Dunkelsprung, der Albinofloh. Aus Versehen stürzt er dann auch noch bei Nacht von einer Brücke und träumt von der Begegnung mit einer Nixe. Ahnungslos rettet er sich ins Warme und bekommt die Nixe nicht mehr aus den Kopf. Selbst bei seiner Arbeit als Goldschmied schleicht sie sich immer wieder in sein Unterbewusstsein. Verzweifelt sucht der Flohdompteur und Goldschmied einen Detektiv auf, um heraus zu finden was es mit diesem Meereslebewesen auf sich hat. Dabei stößt er auf einen längst vergessenen Auftrag und stürzt sich ohne es zu wissen, zusammen mit der mysteriösen Elisabeth und seinen wiederauferstandenen Flöhen, in ein großes, magisches Abenteuer. Das Cover ist sehr schön, zu sehen sind zwei Zirkuszelte und im Hintergrund London. Die Schrift hebt sich etwas vom Bild ab. Das Buch ist in verschiedenen Abschnitten geteilt, welche sich immer einem Charakter mehr zu wenden. Die Kapitel sind aus der Sicht eines Erzählers geschrieben, der allen Hauptpersonen abwechselnd folgt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und flüssig. Die abgedrehten und unnormalen Charaktere kommen durch die Schreibart sehr gut zur Geltung. Zu Beginn war es etwas verwirrend, der Prolog verführt die Leser in die Zaubershow des Antagonisten, die zauberhaft, unwirklich und einfach nur faszinierend wirkt. Das erste Kapitel dagegen spielt nach der eigentlichen Geschichte und zeigt somit die Zukunft, ohne etwas zu verraten. Doch danach hat mich das Buch sofort in seinen Bann gezogen. Besonders die Charaktere waren ausschlaggebend dafür. Jeder für sich war etwas Besonderes und herrlich schräg, viele ihrer Taten und Gedankengänge hat man am Anfang gar nicht richtig folgen können, da man anders reagiert hätte. Doch der Leser erhielt immer mehr Eindrücke und so konnte man die Charaktere besser nachvollziehen. Allesamt waren sie sehr ausgereift und jeder für sich ein Meisterwerk. Doch am meisten haben mich doch tatsächlich die Flöhe begeistert, ohne dass ich genau sagen kann warum. Vielleicht wegen ihren Liedern und Reimen zwischendurch, die einem mit Ohrwürmern zurück lassen. Fazit Ein sehr bizarres Abenteuer mit noch verrückteren Charakteren. Und klar eines meiner Favoriten, die ich dieses Jahr gelesen habe. 5/5 Sternen

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Ich muss sagen als ich überlegt hab mir dieses Buch zuzulegen, war ich erst etwas skeptisch. Ein Geschichte in der ein Haufen Flöhe fast schon die Hauptrollen übernehmen?!? Aber der Klappentext klingt schon so wunderbar kurios und das dunkle Cover mit den Zirkuszelten macht Lust auf die Geschichte dahinter. Die Geschichte ist eine Mischung aus magischer Abenteurerreise und dedektivischem Krimi. In dem ersten Kapitel, dass man liest, bekommt man eine Zirkusvorstellung zu sehn. Wunderschön und einfach atemberaubend. Ab diesem Zeitpunkt war ich schon begeistert vom Schreibstil und der Geschichte. Im darauf folgende Kapitel taucht der Julius Birdwell vom Ende der Geschichte auf, der nochmal darüber nachdenkt, wie es überhaupt zu diesen ungewöhnlichen Ereignissen im Verlauf der Geschichte kam (wirklich beusst war mir das aber erst am Schl... naja eher eben als ich für die Rezi nochmal durchgeblättert hab... also falls ihr das Buch auch mal lest - und dass solltet ihr! - sollte man vielleicht das zweite Kapitel nochmal lesen). Die Geschichte ist zudem wunderbar durchdacht. An manchen Stellen dacht ich noch 'man der Charakter war jetzt aber unnötig' und im nächsten Kapitel hat plötzlich alles Sinnn gemacht :D Nachdem man das Buch gelesen hat, in dem wirklich die verrücktesten Wesen vorkommen, fragt man sich trozdem. Was ist jetzt die Wirklichkeit? Denn das, was man vorher nur der Magie und Fantasie zugeschrieben hat, kommt einem plötzlich so viel realer vor, als die Realität die vorher geherrscht hat. Alles, glaube und unglaube, hängt von der eigenen Einstellung ab. Wenn wir nicht daran glauben das etwas fantastisches geschieht, geschieht es wahrscheinlich auch nicht. Meine Lieblingscharaktere waren Elizabeth, Green und das Legulas :D An Green hat mir am besten gefallen, wie er sich im laufe der Geschichte weiterentwickelt und einsieht, dass das vergessen eines Problems nicht immer die Lösung ist und zu einem selbstbewusteren Mensch wird, der endlich weiß was er im Leben erreichen will und mit seiner Vergangenheit im reinen ist. Das Legulas ist einfach nur drollig *-* Ich will auch soeins! ----------------------------Spoiler-------------------------------------- Man könnte meinen das der Mythos Vampir, von Julius abgeleitet wurde und die Menschen (die nicht gemerkt haben, dass das alles Floheigenschaften (trinken Blut, mögen keine Sonne) sind -denn wer rechnet denn mit soetwas- ) ihn einfach Vampir gennant haben. ----------------------------Spoiler Ende--------------------------------- Auch wenn das Ende, meiner Meinung nach, etwas zu flott war (das hätte man durchaus noch ein/zwei Kapitel ausbauen können), war es trozdem schön. Alles so wie man es sich wünscht und ein bisschen mehr. Ich bin gespannt ob es zu diesem Buch noch irgendwann eine Vortsetzung gibt. Vom Ende muss es zwar nicht sein,wäre aber möglich und ich würde mich sehr freuen wenn es einen zweiten Teil gäbe. Das Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights und ich kann es allen nur empfehlen.

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