Leserstimmen zu
Stimme der Toten

Elisabeth Herrmann

Judith-Kepler-Roman (2)

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eBook
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Sechs Jahre sind vergangen seit Judith Keplers Leben eine Wende nahm. Was einen kompletten Neuanfang hätte bringen können, hat allerdings nicht zu großen Veränderungen geführt. Judiths Job als Tatortreinigerin führt sie diesmal in eine Bank. Ein Manager hat dem ersten Anschein nach Selbstmord begangen. Während sie ihrer Tätigkeit nachgeht, entdeckt Judith jedoch eine unauffällige Spur, die sie sofort der Polizei weiter meldet. Bei dem Vorstand der Bank macht sie mit ihrer gradlinigen Art Eindruck, so dass er ihr einen Auftrag verspricht. Bei ihrer Sicherheitsüberprüfung entdecken die Bankleute, dass Judiths Daten geschützt sind. Damit ist das Interesse verschiedener Parteien geweckt. Vielleicht hat Judith Kepler selbst erwartet, dass sich nach Sassnitz alles in ihrem Leben ändert und ist nun enttäuscht und unzufrieden mit ihrem Leben. Vielleicht legt sie es auch deshalb darauf an, mit ihrem raubeinigen aber eher gutmütigen Chef in Streit zu kommen. Vielleicht geht sie auch deshalb auf Menschen zu, die sonst nie in ihren Dunstkreis kämen. Noch ändert das nicht viel, außer dass ihr Leben erstmal gründlich aus den Fugen gerät. Eher aus der Not heraus beginnt sie doch für die Bank zu arbeiten und muss feststellen, dass Putzen sich als durchaus gefährlich erweisen kann. In diesem zweiten Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler schlägt die Autorin einen weiteren Bogen in die Vergangenheit ihrer Heldin. Da gibt es noch etwas, dass auf einigen Seelen lastet. Etwas, das im Geheimen gehalten wurde. Findig ist die Vergangenheit mit der Gegenwart verbunden. Nicht nur, was Judith im ersten Band entdeckte, hat ihre Persönlichkeit gebildet. Noch etwas anderes, ein geheimer Gedanke hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist. Und wieder gerät Judith zwischen etliche Fronten und manchmal scheint es so als könne es keinen Ausweg geben. Judiths Geschichte fesselt und bietet einen faszinierenden Hintergrund für ein authentisches Abbild der Tätigkeit der Geheimdienste in Vergangenheit und Gegenwart. Manchen Entwicklungen in der Gegenwart muss man sich dabei wohl stellen, obwohl man sich am Liebsten schütteln möchte, ob solcher Ideen, von denen man garnicht glauben möchte, dass sie tatsächlich gelebt werden. Ein spannender Kriminalroman, der Judith Kepler näher an ihr Ich führt und den Leser mit einem packenden Fall fesselt.

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Sechs Jahre sind vergangen seit Judith Keplers Leben eine Wende nahm. Was einen kompletten Neuanfang hätte bringen können, hat allerdings nicht zu großen Veränderungen geführt. Judiths Job als Tatortreinigerin führt sie diesmal in eine Bank. Ein Manager hat dem ersten Anschein nach Selbstmord begangen. Während sie ihrer Tätigkeit nachgeht, entdeckt Judith jedoch eine unauffällige Spur, die sie sofort der Polizei weiter meldet. Bei dem Vorstand der Bank macht sie mit ihrer gradlinigen Art Eindruck, so dass er ihr einen Auftrag verspricht. Bei ihrer Sicherheitsüberprüfung entdecken die Bankleute, dass Judiths Daten geschützt sind. Damit ist das Interesse verschiedener Parteien geweckt. Vielleicht hat Judith Kepler selbst erwartet, dass sich nach Sassnitz alles in ihrem Leben ändert und ist nun enttäuscht und unzufrieden mit ihrem Leben. Vielleicht legt sie es auch deshalb darauf an, mit ihrem raubeinigen aber eher gutmütigen Chef in Streit zu kommen. Vielleicht geht sie auch deshalb auf Menschen zu, die sonst nie in ihren Dunstkreis kämen. Noch ändert das nicht viel, außer dass ihr Leben erstmal gründlich aus den Fugen gerät. Eher aus der Not heraus beginnt sie doch für die Bank zu arbeiten und muss feststellen, dass Putzen sich als durchaus gefährlich erweisen kann. In diesem zweiten Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler schlägt die Autorin einen weiteren Bogen in die Vergangenheit ihrer Heldin. Da gibt es noch etwas, dass auf einigen Seelen lastet. Etwas, das im Geheimen gehalten wurde. Findig ist die Vergangenheit mit der Gegenwart verbunden. Nicht nur, was Judith im ersten Band entdeckte, hat ihre Persönlichkeit gebildet. Noch etwas anderes, ein geheimer Gedanke hat sie zu dem gemacht, was sie heute ist. Und wieder gerät Judith zwischen etliche Fronten und manchmal scheint es so als könne es keinen Ausweg geben. Judiths Geschichte fesselt und bietet einen faszinierenden Hintergrund für ein authentisches Abbild der Tätigkeit der Geheimdienste in Vergangenheit und Gegenwart. Manchen Entwicklungen in der Gegenwart muss man sich dabei wohl stellen, obwohl man sich am Liebsten schütteln möchte, ob solcher Ideen, von denen man garnicht glauben möchte, dass sie tatsächlich gelebt werden. Ein spannender Kriminalroman, der Judith Kepler näher an ihr Ich führt und den Leser mit einem packenden Fall fesselt.

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Toter Banker Ein toter Bankmanager ist für Tatortreinigerin Judith Kepler zunächst einmal nur ein Job. Bis sie Spuren dafür findet, dass der Finanzmensch nicht das Opfer eines Unfalls ist – sondern eines Mordes. Judith Kepler ist neben dem Anwalts-Luftikus Joachim Vernau die zweite Serienheldin der Berliner Krimi-Queen Elisabeth Herrmann. Düsterer, dramatischer und vielen Bezügen zur dunklen deutsch-deutschen Vergangenheit angelegt, sieht sich Judith jetzt in der "Stimme der Toten" wieder einmal mit der Frage nach ihrer Herkunft und Identität konfrontiert. Die wurde diverse Male von DDR-Stasi und BRD-BND manipuliert. Dass der Autorin darüber die Story um den toten Banker und den geplanten Hackerangriff auf das Finanzhaus manchmal etwas aus dem Blick gerät, stört nicht. Denn Judith Keplers Identitätssuche ist allemal spannend genug. rja Saubere Schicksalsgeschichte

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Autor: Elisabeth Herrmann Verlag: Goldmann Genre: Kriminalroman Preis: 20€ Seitenanzahl: 537 Seiten Inhalt:  Ein schmutziger Tatort.  Ein schmutziges Spiel.  Eine schmutzige Vergangenheit.  Die Cleanerin Judith Kepler ist zurück.  Ein ganz normaler Job für Judith Kepler: In einer großen Bank ist ein Mann in die Tiefe gestürzt, und sie soll den Tatort reinigen. Judith ist ein Cleaner. Doch mit dem vermeintlichen Selbstmord stimmt etwas nicht. Judith informiert die Kripo und gerät dadurch ins Visier eines mysteriösen Mannes: Bastide Larcan. Er weiß viel über Judiths Vergangenheit, Details, die sogar ihr verborgen geblieben sind. Aber was hat er mit dem Toten in der Bank zu tun? Und warum weiß er genau, wo Judiths schwache Stelle ist? Um mehr zu erfahren, lässt sie sich auf einen lebensgefährlichen Handel mit ihm ein. Und weckt damit die Geister ihrer Kindheit, die nur darauf gewartet haben, zu erwachen und jeden zu vernichten, der ihr Geheimnis enthüllt.  - Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunkeln liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht - kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah... Meine Meinung:  Zuallererst muss ich sagen, dass ich das Buch wirklich monatelang gelesen habe, weil ich es irgendwie nicht geschafft habe, richtig in die Geschichte reinzukommen. Das liegt nicht etwa daran, dass der Plot nicht gut ist oder die Personen nicht interessant, sondern schlicht und einfach daran, dass mir die Spannung gefehlt hat. Manchmal zieht sich die Handlung förmlich ins Unendliche und/oder plätschert nur so vor sich hin. Das ändert sich leider, wie ich finde, erst auf den letzten hundert Seiten, wo endlich die »Action« beginnt, auf die das Buch hinarbeitet. Schade fand ich auch, dass es keine tatsächlichen überraschenden Wendungen gab, die ich ans Krimis und Thrillern besonders wertschätze. Es kam einfach alles so, wie es hatte kommen müssen und das große Geheimnis, das sich um Bastide Larcan rankt, empfand ich als sehr vorhersehbar.  Das Ende wiederum hat mir, genau wie der Showdown, gut gefallen. Auf den letzten Seiten gibt es eine Enthüllung, die mich dann doch überrascht hat und ich hoffe sehr darauf, dass sie aufgegriffen und in ein drittes Buch der Judith Kepler Reihe verarbeitet wird. Das würde ich auf alle Fälle lesen.  Ich mag übrigens auch die Location. Was vorrangig an Elisabeth Herrmanns grandiosem Schreibstil liegt. Sie beschreibt die Spielorte mit so viel Hingabe, dass man sich jedes noch so winzige Detail vorstellen kann. Ob es nun ein Café in Paris oder eine dunkle Gasse in Berlin... Sie bringt die jeweilige Stimmung immer wunderbar rüber.  Löblich fand ich übrigens auch, dass die Hauptperson, Judith Kepler, so gewöhnlich ist. Keine wunderschöne, heiß begehrte Frau mit Harvard-Abschluss und einer guten Beziehung. Nein, diese Frau leidet wirklich unter ihrer Vergangenheit und hat alles andere als Glück in ihrem Leben, gibt trotzdem nicht auf. Das ist es, was für mich Stärke bedeutet. Wenn man sich, obwohl man praktisch nichts hat, immer und immer wieder aufrappelt und weitermacht. Ein Ziel im Leben hat. Judith Kepler ist ein großartiger Buchcharakter.  Dass sich das Buch zu alledem mit der ehemaligen DDR und diversen Geheimdiensten beschäftigt, hat mir ebenfalls zugesagt. Ich bin im Allgemeinen an geschichtlichen Themen interessiert, sodass Judiths Vorgeschichte sehr interessant für mich war.  Alles in allem fand ich dieses Buch doch eher enttäuschend - im Vergleich zu anderen Büchern dieser großartigen Autorin - , sodass ich ihm drei von fünf Sternen gebe.  Fazit:  Mit Sicherheit nicht der beste Krimi Herrmanns, hat aber auch viele gute Aspekte.

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Inhalt: Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Als sie zu einer Bank gerufen wird, fällt ihr etwas auf, was die Spurensicherung übersehen hat. Doch damit ruft sie sich selber auf den Plan. Denn Verschwörer versuchen die Bank zu hacken. Judith wird dazu genötigt zu helfen und mit ihrer Vergangenheit, die unter Verschluss steht, unter Druck gesetzt. Meine Meinung: „Stimme der Toten“ von Elisabeth Herrmann ist der zweite Band einer Kriminalroman Reihe. Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl irgendwas zu verpassen. Denn alles was wichtig ist, lässt die Autorin mit einfließen. Anfangs ist alles sehr spannend. Judith Kepler muss spuren in einer Bank beseitigen. Doch damit bringt sie eine Lawine ins Rollen. Eigentlich hatte ich gehofft, dass wir ein wenig mehr von Judith Keplers Arbeit erfahren, doch das ist leider nicht der Fall. Elisabeth Hermann lässt uns in einige Blickwinkel schauen, sodass wir die Verschwörer, die Hintergründe aus Judith Keplers Leben genauso wie die Machenschaften der Ex-DDR-Spitzel, verfolgen. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet und passend zu ihrer Lebensweise und Persönlichkeit. Genauso gut ist der Schreibstil, er ist unglaublich direkt und eindringlich. Die Idee und auch wie Elisabeth Herrmann alles zueinander bringt, hat mich beeindruckt. Der Teil des Nazi-Dorfes hat mich sehr gefesselt. Das hätte für mich schon eine eigenständige Geschichte sein können. Leider gab es auch einige Längen und Szenen die nicht mein Fall waren. Allgemein war mir der politische und auch verschwörerische Teil ein wenig zu viel. Das ist natürlich alles reine Geschmackssache. Mir persönlich hat es die Spannung genommen und war nicht ganz mein Ding. Das Ende war schlüssig und zufriedenstellend. Fazit: Elisabeth Herrmann hat hier einen Kriminalroman geschrieben der sehr politisch und voller Verschwörungen ist. Mein Fall war es leider nicht ganz aber dennoch konnte mich „Stimme der Toten“ beeindrucken.

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Stimmen der Toten von Elisabeth Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird zu einem Tatort ìn einer Bank gerufen. Dort ist ein Mitarbeiter in den Tod gestürzt. War es ein Unfall, Mord oder gar Selbstmord? Eine internationale Hackerbande zwingt Judith in dieser Bank für sie im geheimen tätig zu sein. MEINE MEINUNG: Dieses Buch ist der zweite Band um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Ich habe jetzt beide Bücher gelesen. "Stimmen der Toten " könnte man seperat lesen, es würden jedoch ein paar Informationen zu Judiths Vergangenheit fehlen. Am Schreibstil der Autorin musste ich mich am Anfang etwas gewöhnen. Danach war das Buch für mich gut zu lesen. Die Schauplätze und Personen konnte ich mir gut vorstellen. Mein Lieblingsprotagonist ist eindeutig Judith. An manchen Stellen hätte ich sie am liebsten geschüttelt und zugerufen das sie ja aufpassen soll. Die Geschichte besitzt mehrere Handlungsstränge. Diese werden geschickt miteinander verwoben, führen zu unterschiedlichen Zeiten zueinander und sind verständlich aufgebaut. Die Handlung ist ideenreich, scheint teilweise von der Realität inspiriert worden zu sein und ich konnte ihr gut folgen. Die Autorin verarbeitet hier hochaktuelle Themen wie zum Beispiel Internetkriminalität, Mobbing oder Rassismus zu einem spannenden Thriller. Die 544 Seiten werden in Prolog, Epilog und 63 Kapitel unterteilt. Dadurch gab es für mich verschiedene Möglichkeiten das Buch auch mal aus der Hand zu legen und trotzdem sofort in das Geschehen wieder abtauchen zu können. Manche Stellen im Buch hätten , ohne an Spannung zu verlieren, vielleicht etwas gestrafft werden können.. Das ist aber wohl eher Geschmackssache. FAZIT: " Stimmen der Toten "von Elisabeth Herrmann wird durch den Goldman Verlag veröffentlicht. Hier hat die Autorin ein spannendes Werk mit aktueller Thematik erschaffen. Içh vergebe einen Leseempfehlung nicht nur für Fans der Autorin und vergebe 5 von 5 Punkte.

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Von Elisabeth Herrmann habe ich bisher nur den Krimi „Totengebet“ gelesen, den ich nachverhaltenem Anfang, am Ende sehr spannend fand. Beschreibung des Buches: „Stimme der Toten“ von Elisabeth Herrmann ist als Hardcover im Goldmann-Verlag im 2017 erschienen. Das Buch hat 537 Seiten. Auf dem Titelbild sieht man ein verregnetes Fenster durch das man auf ein Haus schaut. Die Tropfen und der Titel sind auf diesem Buchumschlag leicht hervorgehoben. Es handelt sich um den zweiten Teil der Krimireihe um die Tatortreinigerin Judith Kepler. Kurze Zusammenfassung: Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Ihr Einsatz in einer großen Bank mitten in Berlin, in der sie die Spuren eines Selbstmordes beseitigen soll, lässt sie an dieser These zweifeln. Sie gibt der Kriminalpolizei einen entscheidenden Hinweis und wird so in den Sog der Ermittlungen hineingezogen: Der unheimliche Bastide Larcan kennt Judiths Vergangenheit, sogar Dinge, von denen sie bisher nichts wusste... Mein Leseeindruck: Auch wenn man den ersten Teil „Zeugin der Toten“ noch nicht gelesen hat, kommt man schnell in die Geschichte um Judith Kepler hinein. Der Fokus dieses Krimis, den ich eher in die Kategorie Thriller einordnen würde, liegt hauptsächlich auf der Protagonistin Judith Kepler. Allerdings spannt Elisabeth Herrmann auch zahlreiche Handlungsstränge mit vielen anderen Personen, die nicht nur in Berlin sondern auch in Paris, in der Schweiz und in einem Ostdeutschen kleinen Städtchen spielen. Gekonnt führt sie dieses immer wieder zusammen, so dass der ganze Roman einen gelungenen Abschluss findet. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und genau. Fast wie in einem Drehbuch beschreibt sie die einzelnen Szenen, was mir sehr gut gefällt. Mit ihrer Protagonistin Judith Kepler ist Elisabeth Herrmann eine Person gelungen, die zwar oftmals unsicher und deprimiert wirkt, die aber dann, wenn es darauf ankommt und sie von ihrer Kindheitsgeschichte eingeholt wird, tapfer gegen alle Menschen ankämpft, die sich ihr in den Weg stellen – und - die einen weichen Kern hat. Besonders spannend finde ich in diesem Thriller, dass man von keiner Person von Anfang an erahnen kann, ob sie zu den Guten oder Bösen gehört. So gibt es immer wieder Überraschungen… In diesem Roman werden einige aktuelle Themen verarbeitet: So geht es u.a. um eine Kleinstadt, in der eine große Gruppe von Menschen versucht, alle Menschen, die sich nicht ihrer Meinung anschließen und Fremde zu vertreiben. Die Erlebnisse, die Judith dort hat, sind sehr beängstigend und man stellt sich die Frage, wer hier „versagt“ hat. In anderen Kapiteln geht es um die Aufarbeitung von Judiths Kindheit, sie wuchs in einem Kinderheim der DDR auf. Und auch wer Spionagegeschichten liebt, wird hier auf seine Kosten kommen. Der gesamte Thriller ist durchweg fesselnd. Ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt. Mir hat es besonders gefallen, dass die verschiedenen Protagonisten so gut beschrieben waren, dass ich sie mir, obwohl es in diesem Buch viele Beteiligte gibt, sehr gut merken konnte. Fazit Ein Krimi (der sich zum Thriller entwickelt) mit sehr aktuellen Themen, den man nicht mehr aus der Hand legen kann.

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Von Elisabeth Herrmann kenne ich bereits den Jugendthriller "Schattengrund", der mich absolut begeistern konnte, obwohl mir sonst Thriller für Jugendliche zu harmlos sind. Dieser war großartig! Gelesen habe ich außerdem noch die beiden Krimis der "Sanela Beara" Reihe ("Das Dorf der Mörder" und "Der Schneegänger"), einen weiteren Jugendthriller ("Seefeuer"), de rmir nicht so gut gefiel und "Versunkene Gräber" aus der Joachim Vernau Reihe - also bereits jede Menge! Ich denke ich kenne kaum eine Autorin oder einen Autor, der so unterschiedliche Themen hat und bei dem man nicht sofort am Schreibstil erkennt, wer dieses Buch geschrieben hat. Jeder Krimi ist anders! Den ersten Band um Tatortreinigerin Judith Kepler ("Zeugin der Toten") habe ich leider nicht gelesen, aber nachdem ich bereits in die Leseprobe (Prolog) reingeschnuppert hatte, musste ich mir den Krimi in der Bücherei reservieren lassen. Dieser Prolog führt den Leser 6 Jahre zurück und offenbart einen kleinen Einblick in Judiths Vergangenheit. Danach geht es zurück in die Gegenwart. Judith, die als Cleanerin arbeitet, wird zu einem Toten in der CHL Bank gerufen. Dieser ist von der Galerie gestürzt und alles deutet auf Selbstmord hin. Beim Reinigen findet Judith jedoch einen blutigen Fingerabdruck im Waschraum und meldet dies der Polizei. Ab diesen Zeitpunkt gerät Judiths Leben aus dem Fugen..... Mit "Stimme der Toten" hat die Autorin einen vielschichtigen Krimi geschrieben, der auch als Wirtschafts- oder Agentenkrimi durchgehen könnte. Neben der Cyberkriminalität werden auch die Themen Stasivergangenheit und Rechtsradikalismus angesprochen. Somit haben wir es mit mehreren Handlungssträngen zu tun, die einiges an Konzentration erfordern! Perfekt hat die Autorin diese verknüpft, was sicher keine leichte Aufgabe war. In allen davon verstrickt sich Judith Kepler, die eigentlich nichts anderes möchte, als so wenig wie möglich aufzufallen. Denn bald weiß sie nicht mehr, wer hier Freund und wer Feind ist... Die Charaktere sind facettenreich, eben Menschen mit Ecken und Kanten. Richtig sympathisch ist mir irgendwie keiner, nicht einmal Judith selbst. Dazu ist sie zu eigenwillig und ruppig. Denn Judith ist gezeichnet durch ihre Vergangenheit. Nach dem Fall der Mauer und dem Tod des Vaters, der ein erfolgreicher Agent der DDR war, wurde sie ins Heim gesteckt. Ihr Name wurde in Judith Kepler umgeändert. Noch heute versucht sie ihr Leben zu leben und kommt aus ihrer Negativspirale nicht wirklich heraus. Denn noch immer rätselt sie, was damals genau geschehen ist. Alte Seilschaften, Erpressungen, Verschwörungen und eine Portion Cyberkriminalität sorgen für Spannung. Trotz der vielen Perspektiven-, Zeit- und Handlungswechsel hat die Autorin einen komplexen und packenden Thriller im Agentenmilieu mit einiger Portion Sozialkritik abgeliefert. Schreibstil: Elisabeth Herrmann schreibt flüssig und ansprechend. Die Autorin hat viele Dialoge eingebaut, die die Handlung auflockern. Obwohl man sich bei ihrem aktuellen Buch doch etwas mehr konzentrieren muss, kann man dem Inhalt leicht folgen. Die Charaktere sind facettenreich. Die Atmosphäre ist düster und bedrückt. Fazit: Ein vielschichter Krimi, der mehr wie ein Spionage- und Wirtschaftskrimi daherkommt. Viele Themen wie Cyberkriminalität, der kalte Krieg, Stasivergangenheit und Rechtsradikalismus werden in doch einigen Handlungssträngen verarbeitet und verlangen etwas Konzentration. Aktuell und spannend....

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