Leserstimmen zu
Der italienische Garten

Alyson Richman

(14)
(4)
(0)
(0)
(0)
Taschenbuch
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Alyson Richman hat einen feinen, ruhigen, tiefgehenden Roman geschrieben. Die Geschichte erzählt mehr, als der Titel vermuten lässt. Es ist keine Erzählung über Herzschmerz, wie es das Buchcover erwarten lässt. Es erzählt, in Anlehnung an wahre Erlebnisse von tatsächlichen Personen, vom Widerstand im 2. Weltkrieg, von Menschen mit viel Mut, von der Liebe zur Musik. Das Buch beschreibt, wie erfinderisch Menschen waren, um mit Hilfe von Büchern und Musik geheime Codes zu übermitteln. Wie Kommunikation funktioniert, auch ohne Augenkontakt , nur mit Körpersprache. Man kann viel Geschichten erzählen, auch ohne ein Wort zu sagen. Ein sensibles Buch, welches ich sehr weiterempfehlen kann.

Lesen Sie weiter

Mit Familie in Italien interessiert mich die Geschichte Italiens natürlich genauso sehr, wie die Deutschlands. Wenn ich nun historischen Roman mit Handlungsort in Italien, faszinierenden Figuren und authentischen Begebenheiten bekomme, schwebe ich auf meiner Lesewolke ganz weit oben. Nichts weniger habe ich mit Der italienische Garten von Alyson Richman bekommen. Als Leser begleiten wir die junge Cellistin Elodie, die 1943 in Portofino von Bord eines Schiffes geht. In regelmäßigen Rückblicken erfahren wir die Geschichte der jungen Frau, die mit gefälschten Papieren ein neues Leben beginnen muss, nachdem ihr altes sie beinahe das Leben kostete. Alyson Richmans Der italienische Garten ist voll historischer Authentizität Als Liebhaberin von historischen Romanen und Geschichtsfan lege ich großen Wert auf historische Authentizität von Romanen. Bei Der italienische Garten hatte ich stellenweise das Gefühl, Zeitzeugenberichte zu lesen und keinen Roman. Alyson Richman schafft es, historische Begebenheiten mit fiktiven Ereignissen zu kombinieren und ihrer Geschichte somit eine tiefere Ebene zu verleihen. Vor allen Dingen hat sie es aber geschafft, ihre Figuren so authentisch zu kreieren, dass ich zu keiner Zeit Zweifel hatte, ebenjenen Menschen zu dieser Zeit auf der Straße begegnen zu können. Die Figuren, allen voran Elodie, haben mich tief berührt. Ihre Gestaltung ist realistisch und glaubwürdig. Vor allem Elodies Verwandlung und ihre Tätigkeiten für den Widerstand haben mir sehr gut gefallen. Besonders schön empfand ich natürlich die Liebesgeschichten im Roman, die mein Herz berühren konnten. Der italienische Garten entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte Aufgrund der Thematik von Der italienische Garten kam nicht nur stellenweise richtig Spannung auf. Der Plot entwickelt sich zu Beginn gemächlich und langsam, um dann immer weiter an Fahrt aufzunehmen. Genau wie die historischen Begebenheiten, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse – in vielerlei Hinsicht. Mit zunehmender Spannung konnte ich das Buch immer seltener aus der Hand legen. Der italienische Garten entwickelte einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ich kann Der italienische Garten allen empfehlen, die gut recherchierte und spannende historische Romane mit Emotionen, tollen Figuren und spannendem Plot zu schätzen wissen.

Lesen Sie weiter

Das Buch bietet viel mehr, als man auf den ersten Blick erwartet, beim Titel denkt man an eine schöne leichte Sommergeschichte, die sich mal eben so runterlesen lässt. Das Cover verspricht meiner Meinung nach das gleiche. Nur der Klappentext, der erzählt von der spannenden Kriegsgeschichte, die man sonst gar nicht vermutet hätte. Protagonistin Elodie ist eigentlich nur eine vernünftige Musikschülerin, seit vielen Jahren spielt sie Chello, genauso wie ihr Vater. Doch sie wächst auf in einer Zeit, in der zuerst der Faschismus in Form von Mussolini das Land regiert, das später dann von den Deutschen eingenommen wird. Die Lage in Verona wird immer verzwickter, jüdische Lehrer an ihrem Konservatorium müssen ihre Jobs aufgeben und nagen anschließend am Hungertuch. Elodies beste Freundin Lena möchte sich das nicht länger mit ansehen und wird zu einer Staffetta. Als Staffetta überbringt sie Nachrichten der Resistenza und geht dabei natürlich ein großes Risiko ein. Nach einem einschneidenden Erlebnis möchte auch Elodie sich der Resistenza anschließen. Wir haben hier eine spannende Geschichte über die Ängste und die Hoffnungen der Menschen in Italien während des zweiten Weltkrieges, die ziemlich nah an der Wahrheit ist. Ich fand es unfassbar spannend in diese Welt hinabzutauchen und mit Elodie mitzufiebern! Aber auch Angelo nimmt einen großen Teil des Buches ein. Mit ihm wird eher die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg beschrieben, in der Mussolini versucht hat neue Gebiete einzunehmen und so vielen jungen Italienern das Leben genommen hat. Auch Angelo musste in den Krieg ziehen und danach war nichts mehr wie vorher. Am Hafen von Portofino treffen unsere beiden Protagonisten dann zusammen und entwickeln ihre eigene Geschichte, die von Krieg, Liebe und Hoffnung handelt. Fazit: Ich hatte das Buch innerhalb von zwei oder drei Tagen durch und war absolut begeistert! er Schreibstil ist super angenehm und die Geschichte vielschichtig und packend. Außerdem fand ich es super spannend mal ein Buch über den Zweiten Weltkrieg zu lesen, das nicht wie alle anderen in Deutschland spielt und von einem Juden handelt, der sich irgendwo versteckt. Ich finde davon gibt es Bücher wie Sand am Meer. Das hier, das war mal etwas vollkommen neues für mich!

Lesen Sie weiter

Der Klappentext lässt schon ahnen, dass es sich um eine Mysteriöse Geschichte handeln muss. Eine junge Frau ist auf der Flucht und wird von einem einheimischen Herren aufgenommen. Zwei völlig Fremde Menschen die der Leser Schritt für Schritt näher kennen lernt, besonders aufgrund der Geschehnisse in ihrer Vergangenheit. Doch gleichzeitig mit erleben darf, wie sich in der Gegenwart ihre Beziehung entwickelt. Eine sehr tolle Geschichte die mich zu tränen rührte! Viel Stoff der einen nur begeistern kann. TOP!

Lesen Sie weiter

Oktober im Jahr 1943. Italien ist von Deutschland besetzt und Widerstandskämpferin Elodie versucht, sich vor den Nazis zu verstecken. Aus Verona geflohen, versucht sie im ligurischen Portofino unterzutauchen. Angelo, ein junger verwitweter Arzt, nimmt sie bei sich auf – ohne Fragen zu stellen. Ein halbes Jahr zuvor in Verona: Nachdem ihr Vater von den Faschisten gefoltert wird, schließt sich Elodie schließt der Resistenza an, eine Gruppe junger Leute, die sich gegen das Hitlerregime wehren. Dort lernt Elodie Luca kennen und zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung. Luca ist eigentlich Buchhändler, der seine Buchhandlung der Resistenza als Waffenlager zur Verfügung stellt. Elodie und ihre Freundin Lena arbeiten für die Widerstandsgruppe als Kuriere. Bis die Gruppe irgendwann auffliegt und es zur großen Katastrophe kommt. „Der italienische Garten“ erzählt eine Geschichte zweier junger Leute, denen der Krieg alles genommen hat, und die die Hoffnung auf ein gutes Leben trotzdem nicht verlieren. Es ist auch eine Geschichte darüber, welche Kraft von Musik und Literatur ausgeht, wie man davon im Leben gehalten wird. Ein aufwühlender und mitreißender Roman, der einen tief hineinzieht in das Entsetzen des Zweiten Weltkriegs. Einziger Kritikpunkt: Bei der Liebeshandlung geht es stellenweise ziemlich schwülstig zu. Abgesehen davon ist „Der italienische Garten“ ein sehr lesenswerte Roman, der ganz anders ist, als man es anhand Covergestaltung und Klappentext erwarten würde. Empfehlenswert für : Italien-Fans und historisch Interessierte Handlungsorte: Verona, Venedig, Genua und Portofino

Lesen Sie weiter

Inhalt: Portofino 1943. Mitten im Krieg geht eine junge Frau von Bord eines Schiffes. Die Deutschen halten den malerischen Küstenort besetzt und lassen Elodie nicht mit ihren gefälschten Papieren passieren. Doch in letzter Sekunde gibt ein fremder Mann sie als seine Cousine aus und rettet sie. In seinem Haus auf den Klippen gewährt ihr Angelo Zuflucht. Aber Elodie kann niemandem trauen, denn ihr Geheimnis würde nicht nur sie das Leben kosten … Meine Meinung: Das Cover finde ich wunderschön es ist schön sommerlich und passt perfekt zur Story, das Buchcover sticht einen direkt ins Auge, und ist ein mega Hingucker in jedem Bücherregal. Aber nicht nur äußerlich ist das Buch top, sondern auch der Inahlt. Als ich nur den Buchtitel gelesen habe wusste ich genau das ich unbedingt das Buch lesen möchte, weil ich das Land Italien über alles Liebe und wenn die Story darin auch um Italien dreht will ich es lesen. Hier handelt es sich um den 2. Weltkrieg, und einer Gruppe junger Leute, die sich gegen das Hitlerregime wehrten, in dem sie sich zur Resistenza zusammenschlossen. Auch hier verloren viele der Widerstandskämpfer ihr Leben.und das schon alleine machte mich sehr neugierig auf das Buch; und klingt ziemlich spannend, auch wenn das Thema keine leichte Kost ist. Die Handlung führt uns Stück für Stück von Verona nach Venedig und Portofino. Die beiden Hauptcharaktere Elodie und Angelo.möchte ich von Anfang an sie wirkten auf mich sehr sympatisch ich konnte mich gut in sie hineinfühlen und ihr Handeln verstehen. Elodie liebt die Musik über alles und ist ein Musik Genie, doch eines Tage wird ihr Vater gefangen genommen und brutal gefoltert. Sie beschließt darauf hin sich, den Widerstandskämpfern anzuschließen. Elodie trifft eines ages Luca er ist Buchhandler und hat ein Geschäft indem er Waffen lagert. Doch für Eldoie wird es zu gefährlich und get mit einem gefälschten Pass nach Portofino, Dort wird sie dann von einen deutschen Soldaten fest genommen, wird aber von Angelo gerettet. Mehr möchte ich auch gar nicht vom Inhalt ein gehen. Mich hat die Story sehr berrührt, die Handlung der politischen Lage wurde gut dargestellt. Das Buch hatte ich ich in eimem rutsch aus gelesen denn es war spannend hat mich gut unterhalten. die Kapitel waren kurz der Schreibstil war flüssig und gut zu verstehen. Fazit: Ich kann das Buch weiter empfehlen die gerne herzzerreisende Romane lesen die einen unter die Haut gehen. Ich werde definitiv noch mehr von der Autorin Alyson Richman lesen wollen.

Lesen Sie weiter

Kunst als Waffe

Von: Baroness

27.07.2016

„Vorsicht Spoiler!“ Die Musik liegt ihr im Blut, denn das ist ein Erbe ihres Vaters. Für Elodie gibt es nichts Schöneres, als ihrer Leidenschaft nachzugehen. Sie spielt Cello und geht auf das Konservatorium in Verona. Aber sie hat ebenfalls das gute Gedächtnis ihrer venezianischen Mutter vererbt bekommen. Sie muss jeden Tag ansehen, wie der Faschismus immer mehr im Ort Fuß fasst. Ihre Freundin Lena hat sich der Widerstandsbewegung angeschlossen. Die Versammlungen finden in einem Buchladen statt. Aber Elodie lebt zurückgezogen und nur für ihre Musik. Das ändert sich, als ihr Vater verschleppt wird. Eines Tages wird er vor dem Haus gefunden – übel zugerichtet. Pietro hat seitdem alle Lebenskraft verloren. Elodie kann nicht mehr wegsehen und geht mir Lena zu einer der Versammlungen. Dort lernt sie Luca kennen – den Buchhändler. Die Mädchen werden als Kuriere eingesetzt, Elodie wird wegen ihrer Gabe stärker eingebunden. Als die Deutschen anrücken, wird jeder Widerstandskämpfer gebraucht. Aber die Gefechte fordern unter den Widerstandskämpfern viele Tote. Meine Meinung: Eine sehr glaubwürdige Protagonistin ist Elodie. Sie verschließt ihre Augen, um nicht in die Vorgänge des Faschismus hineingezogen zu werden. Erst als ihre Familie selbst betroffen ist, schüttelt sie ihre Verunsicherung und Lähmung ab. Sie hat zwar trotzdem noch Angst, aber sie versucht ihre Beklemmung hinter sich zulassen. Ebenso probiert sie, in der schrecklichen Lage ein wenig Glück zu finden. Diese Geschichte ist in Italien im Zweiten Weltkrieg angesiedelt. Mussolini, der sich mit Hitler verbündet hat, setzt sein Zerstörungswerk unter der Bevölkerung fort. Es ist gut beschrieben, wie die Menschen sich gegenseitig denunzieren, sich aber auch untereinander helfen. Der Krieg macht vor niemanden halt. Man kann wegschauen, aber es hilft nicht. Irgendwann ist es unvermeidlich, dass man in dem Albtraum hineingezogen wird. Jeder reagiert anders. Es sind zwei Handlungsstränge, die sich im Laufe der Geschichte miteinander verbinden. Einmal die von Elodie und die des Arztes Angelo. „Sie sieht ihn verwirrt an. „Aber wieso haben Sie ausgerechnet mich ausgesucht?“ Er mustert ihr Gesicht und sieht bestätigt, was er schon wusste. „Warum? Ganz einfach. Ich suche denjenigen aus, der am meisten Angst hat.“ Er hilft, wo er kann! Warum? Das müsst ihr schon selbst lesen. Emotionen, glaubhafte Charaktere, das Zeitgeschehen und die Schwierigkeiten der Bevölkerung sind überzeugend dargestellt. Dazu eine Kulisse, die anschaulich in die Kriegswirren eingebunden ist. Gut finde ich auch, dass Kunst als Waffe benutzt wird. Negativ finde ich, dass Elodie sich in kurzer Zeit wieder verliebt. Das finde ich unglaubhaft. Wer einen Menschen verliert, trauert viel länger. Fazit: Eine dramatische Geschichte mit Tiefgründigkeit, die die drastischen Seiten des Krieges aufzeigt. Diesmal ist die Bevölkerung dargestellt und der Kampf sich zu behaupten.

Lesen Sie weiter

Der italienische Garten von Bestseller-Autorin Alyson Richman spielt während des Zweiten Weltkriegs in dem kleinen italienischen Küstenstädtchen Portofino nahe des Cinque Terre und erzählt die Geschichten der jungen Elodie und des alleinstehenden Dorfarztes Angelo. Beide Schicksale sind sehr berührend und dramatisch und verbinden sich überraschend an einem Oktobertag am Hafen von Portofino miteinander. Die Ausgangssituation ist nämlich die, dass Elodie hier unter falschem Namen von Bord eines Passagierschiffes geht und während der Ausweiskontrolle in Bedrängnis gerät. An dieser Stelle kommt Angelo ins Spiel, der der Fremden zu Hilfe eilt, indem er sie spontan als seine Cousine ausgibt und sie so vor den Deutschen rettet. Nach dieser für beide schicksalhaften Begegnung reist der Leser Kapitel für Kapitel in Elodies und Angelos Vergangenheit, sodass man Stück für Stück nachvollziehen kann, wie Elodie in diese verzweifelte Lage geriet und schließlich bei Angelo landet und wie dieser wiederum zu dem einsamen, traurigen Mann wurde, als der er in Portofino bekannt ist. Beide Protagonisten sind sehr einnehmende, authentische Charaktere, deren Schicksale mir beim Lesen sehr nahe gegangen sind und mich tief berührt haben. So erfährt man, dass Elodie im Sommer 1943 während des Aufrüstens der Nazis in ihrer Heimatstadt Verona eine beeindruckende Verwandlung durchmacht und von der braven, talentierten Cellistin und Musikstudentin zu einer starken, mutigen jungen Frau wird, die für ihr Vaterland, ihre Familie und ihre Freunde ihr Leben aufs Spiel setzt, indem sie sich der italienischen Resistenza anschließt und für die Widerstandskämpfer versteckte Codes übermittelt. Anfangs noch eher naiv, hat mich Elodies Verhalten im Laufe der Geschichte sehr beeindruckt und ich konnte nur meinen Hut ziehen vor diesem jungen Mädchen, das sich immer wieder in tödliche Gefahr begibt, um etwas zu bewegen und ihr Land von den Nazis zu befreien. Beeindruckt und betroffen gemacht hat mich auch der interessante Einblick in die Arbeit der italienischen Resistenza, von der ich bis dahin noch gar nichts gelesen hatte. Die französische Resistance und die Partisanen in Polen, Tschechien und der Sowjetunion sind einem ja durchaus geläufig und natürlich kennt man auch deutsche Widerstandskämpfer wie die Geschwister Scholl und Dietrich Bonhoeffer, mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Italien hatte ich mich bisher aber noch gar nicht beschäftigt. Etwas, was ich dank Alyson Richmans Roman auf jeden Fall nachholen werde, denn der Einfallsreichtum, die gute Organisation und der eiserne Wille, etwas zu bewegen, haben mich tief bewegt. Ebenso wie die einzelnen Schicksale der Mitglieder der Resistenza und die vielen Schicksalsschläge, die Elodie als sogenannte "staffette" innerhalb kürzester Zeit erleiden muss. Auch Angelo ist ein interessanter, vielschichtiger Charakter und seine Vergangenheit ist beinahe ebenso bewegt und traurig wie die Elodies. Auch er hat nach seinem Medizinstudium in einem Krieg gekämpft und wurde in Äthiopien verwundet, während seine schwangere Frau zuhause auf ihn wartete. Dieser geschichtliche Abriss ist ebenso geschickt und überzeugend in die laufende Handlung eingewebt wie der Widerstand gegen den Nationalsozialismus durch die Resistenza. Zwischen den Rückblicken kehrt Richman immer wieder nach Portofino zurück, wo Elodie und Angelo sich in ihrer Not allmählich näher kommen und in dem jeweils anderen Trost finden, ein schöner, berührender Aspekt, der die Geschichte zu etwas ganz Besonderem macht. Alyson Richman gelingt die Verknüpfung von wunderschönen Schauplätzen wie Venedig, Verona und dem traumhafte gelegenen Portofino mit seinen duftenden Zitronenhainen mit den Schrecken zweier Kriege perfekt. Was mich außerdem sehr beeindruckt hat: Durch die Geschichten von Elodie und Angelo ziehen sich zwei Konstanten - die Musik und die Literatur. Elodie ist eine begnadete Cellistin, die sich ihr Talent während ihrer Arbeit als "staffette" in der Resistenza zunutze macht, und findet ihre erste große Liebe in einem Buchladen. Auch bei Angelo und seiner Frau spielen Bücher eine wichtige Rolle und so verbindet eben auch Angelo und Elodie eine gemeinsame Leidenschaft. Vor allem Der kleine Prinz von Antoine Saint-Exupery taucht immer wieder auf und ich bin nun absolut neugierig auf dieses kleine Büchlein, das ich bis jetzt noch immer nicht gelesen habe (Asche auf mein Haupt). Insgesamt habe ich Alyson Richmans Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite geliebt, mich von ihr gefangen nehmen lassen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der einzige kleine Kritikpunkt ist für mich das Ende, das mich zwar berührt, aber auch ein bisschen ratlos zurückgelassen hat. Ich hätte gerne noch mehr zu den verschiedenen Personen erfahren. Mein Fazit: Die Geschichte der ehemaligen Resistenza-Kämpferin Elodie und des vereinsamten Landarztes Angelo, die Alyson Richman in ihrem Roman Der italienische Garten erzählt, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen, berührt und absolut erreicht. Fernab von jeglichem Kitsch oder unnötiger Sentimentalität, ist Richmans Erzählung echt, pur und historisch authentisch, dabei aber keineswegs kühl oder distanziert. Das perfekte Sommerbuch zum Träumen und Mitfiebern.

Lesen Sie weiter