Leserstimmen zu
Beim Dehnen singe ich Balladen

Jürgen von der Lippe

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Hier ein Live-Mitschnitt einer Lesung in Köln mit vielen neuen Kurzgeschichten und Glossen. Natürlich mit vielen bösen, saukomischen und manchmal nachdenklich machenden Texten des Altmeisters, aber die Situations-Komik ist auch hier wieder nicht zu unterschätzen! Ja ich gebe zu: Ich mag den Jürgen von der Lippe. Seine Sendung (und auch CD) "Die lustigste Vorlesestunde der Welt" habe ich immer gerne gesehen bzw gehört. Manchmal mag ich einfach diesen Klamauk und die Witze, die niemand direkt angreifen. Aber ich mag eben auch gerne ältere Filme *grins* Die 3 Sprecher Jürgen von der Lippe, Carolin Kebekus und Jochen Malmsheimer lesen sich in ihrer gewohnt lockeren Art gegenseitig in Grund und Boden. Naja, sie versuchen es *lach* Da spürt man förmlich, wie viel Spaß die auch selbst bei der Lesung haben. Und auch das Publikum geht voll mit. Da mir manche Geschichten etwas zu albern waren gibt es nicht ganz 5 aber... 4 von 5 Punkte

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Ich mag Jürgen von der Lippe sehr gerne. Egal ob er moderiert, Bücher vorstellt oder selber verfasst – es war mir immer eine Freude. Nun hat er sich an Kurzgeschichten versucht. Das ist nicht neu, versprach aber amüsant zu werden, denn seine Art Humor ist fein- und scharfsinnig, mitunter auch bissig und dabei stets unterhaltsam. Er liest diese Geschichten nicht alleine, denn das wäre vielleicht etwas trocken gewesen, sondern er hat sich prominente Unterstützung geholt. Dass er gerne mit Kollegen zusammen arbeitet ist auch nicht neu, wenn man mal an Ingo Oschmann oder Eckart von Hirschhausen denkt. Mit Carolin Kebekus und Jochen Malmsheimer hat er jedoch diesmal den Nagel auf den Kopf getroffen. Diese drei Comedians harmonieren zusammen wie sonst kaum etwas. Sie lesen die Geschichten/kurzen Episoden zumeist in verteilten Rollen und geben nebenbei die eine oder andere Schote zum besten. Dabei läuft nicht immer alles rund, was u.a. dem Live-Mitschnitt geschuldet ist. Doch das macht das ganze Hörbuch sympathisch, selbst wenn der eine oder andere Witz mal etwas ins Stocken gerät. Das Einzige, was ich zu bemängeln hätte wäre, dass man nicht immer jede witzige Zwischensequenz versteht bzw. nachvollziehen kann. Hier interagieren die drei (Vor-)Leser mit dem Publikum. Alles lacht, nur ich konnte nicht ganz folgen, weil dies nun mal ein Hörbuch und keine DVD ist. Das fand ich ein ganz klein wenig schade, letztlich habe ich es aber verkraftet. Wer Jürgen von der Lippe mag, der wird bestimmt seine Freude an diesem kurzweiligen Hörbuch haben. Ich fand zwar, dass es nicht sein Bestes war, aber ich fühlte mich trotzdem auf lockere Art gut unterhalten. Daneben ist, wie bereits vorher angemerkt, die Dreierkonstellation „von der Lippe-Kebekus-Malmsheimer“ ein Meisterstück.

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Meine früheste Erinnerung an die Samstagabend-Unterhaltung ist wohl Geld oder Liebe. In den Neunzigern war Jürgen von der Lippe mit seiner Sendung eine Institution im TV und hat sich so in mein Gedächtnis eingebrannt. Sicherlich zählte er nicht zu den intellektuell anspruchsvollsten Fernsehmoderatoren, war aber mit seinem zotigen Humor eigentlich perfekt für das Unterhaltungsfernsehen. Von der Lippe ist aber nicht nur Moderator – in seiner langen, erfolgreichen Karriere hat er gesungen, geschauspielert, improvisiert, tourte auf Bühnen und brachte dabei immer sein Publikum herzlich zum Lachen. Vor Kurzem erschien nun mit „Beim Dehnen singe ich Balladen“ eine Sammlung von Kurzgeschichten voller Kuriositäten aus dem Alltag. Wie bei solchen Sammlungen häufig, gefällt einem nicht gleich jede Geschichte, aber zumindest ein Schmunzeln war bei mir immer drin. Wirklich grandios werden die Kurzgeschichten aber erst in der Live-Situation. Zusammen mit Jochen Malmsheimer und Carolin Kebekus setzte sich von der Lippe in Köln drei Stunden vor das Publikum und setzte seinen Ideen die Krone auf. Erst durch den geschickten Einsatz der Stimmen, die Unterhaltungen der drei Komiker und durch das Improvisationstalent des Trios werden die Geschichten zum Leben erweckt. Diese Situationskomik, der trockene Humor von Jochen Malmsheimer und die Reaktionen des Publikums haben dafür gesorgt, dass ich teilweise aus dem Lachen nicht mehr herauskam. Die Geschichten sind bereits nett, aber die Präsentation ist großartig – wahrscheinlich hätten von der Lippe, Kebekus und Malmsheimer zusammen sich auch an das Rezitieren von Einkaufslisten machen können und es wäre ein brauchbares Produkt entstanden. Wer mit dem Humor von Jürgen von der Lippe irgendetwas anfangen kann, kann blind zuschlagen.

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Nun, wenn man sich die staatstragenden Bücher von Dieter Nuhr oder sowas wie "Achtung Baby" von Michael Mittermeier anschaut, wirken die Kalauer aus diesem Buch schon eher etwas altbacken, etwas wie Witze eines Fips Asmussen, die so schlecht sind, dass sie auch schon wieder gut werden. Zugegeben, die fiktionalen Geschichten, die von der Lippe erzählt, um zu unterhalten, sind nicht wirklich zum Todlachen. Aber die Pointen sind dann wieder sooo doof, dass man sich darüber amüsieren kann. Irgendwie gibt einem dieser flache Humor, bei dem man nicht gerade befürchten muss, dass ein Islamist kommt und einen erschießt, wenn man darüber lacht, auch etwas. Ein bisschen habe ich mich wieder gefühlt, wie die Grundschülerin, die gerade diese Witze richtig toll fand. Es ergibt sich dadurch ein leichter Alltagshumor, fernab von Islamismus, globaler Erwärmung und was die Komiker von heute sonst alle so lustig finden. Von mir gibt es 4 Sterne. Das Buch trifft sicherlich nicht jedermanns Humor, es ist aber eine nette, leichte Unterhaltung für ein verregnetes Wochenende.

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