Leserstimmen zu
GLÜCK SUCHT LEBEN

Brigitte Witzer

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Lehrreich und tiefgehend

Von: Viola

07.06.2018

Lehrreich und tiefgehend Dieses Buch ist sicherlich nicht für Jeden etwas, denn es geht schon sehr in die Tiefe und man muss die vielen Wahrheiten darin auch aushalten können. In so mancher Textzeile kann man sich wiedererkennen und wiederfinden. Gut gefallen haben mir die vielen Fallbeispiele, die das theore-tisch Beschriebene auch praktisch erklären und nachvollziehbar machen. Insgesamt hat die Autorin Prof. Dr. Brigitte Witzer, deren Titel auf dem Cover weggelassen wurde, was mir sehr sympathisch erscheint, eine gute Art zu schreiben. Sie wechselt zwischen Beschrei-bung der Problematik und einem praktischen Beispiel, zwischen sachlicher Erläuterung und Erklä-rung aus dem Leben. Man merkt, dass die Themen Glück, Sucht und Leben ihr Thema sind und dass es ihr wichtig ist. Schon im Titel wird das deutlich. Der Untertitel macht klar, wie man diese Sucht und Abhängigkeit überwinden kann und auch im Buch wird das immer wieder gut erfahrbar. Sehr gut fand ich das Fazit am Ende der jeweiligen Überkapitel. Dort sind noch einmal kurz die wichtigsten Punkte zusammengefasst, sodass man den Abschnitt noch einmal in Ruhe durchden-ken kann. Ich fand das Buch sehr interessant, lehrreich und tiefgehend und werde es sicherlich irgendwann noch einmal lesen.

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Das Buch hat viele Denkanstöße über mein eigenes Leben und Handeln ausgelöst. Es wurde wissenschaftlich fundiert geschrieben (was mir sehr wichtig ist), gleichzeitig aber auch persönlich und inspirierend. Kann es nur jedem weiterempfehlen, anhand des Buches über eigene Verhaltensweisen zu reflektieren.

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Schonungslos offen, klar, deutlich und mit einer eigenen Ausstiegsperspektive

Von: Gundo Sanders aus Walzbachtal-Jöhlingen

03.06.2018

Brigitte Witzers neues Sachbuch „Glück Sucht Leben“ ist schonungslos offen, berichtet sachlich von eigenen Süchten der Autorin, familiären Hintergründen, beruflichen Erfahrungen, auch in der Wirtschaft. Sie ist als Executive Coach Beraterin für Führungskräfte in Unternehmen, wo sie verschiedensten Süchten begegnet ist. Süchte können natürlich auch zu Belastungen in Familien werden. Die Autorin zeigt mit eigenen Erfahrungen auf, wie sie sich selbst davon befreien konnte. Auf Buchrücken und -umschlag ist der Titel in Großbuchstaben gesetzt „GLÜCK SUCHT LEBEN“; beim ersten und dritten Wort ist mir die Bedeutung sofort klar gewesen, aber beim SUCHT könnte es das Suchen oder die Abhängigkeit sein und jetzt nach der Lektüre, bin ich davon überzeugt, dass wohl bewusst beides gemeint ist. Auf der Lebenssuche nach dem Glück die Sucht finden, den Körper bzw. die Gefühle betäuben mit Substanzen (Nikotin, Alkohol, anderen Drogen), Aktivitäten (Arbeit, Sport, Sex, Computerspielen bis tief in die Nacht, Smartphone, Social Media) und/oder sich Anerkennung „erarbeiten“. Hinzu kommt, dass der Staat über Tabak- und fünf verschiedene Alkoholsteuern vielfach mitverdient, während die Krankenkassensolidargemeinschaft die Suchtfolgen zu tragen hat. Vorsicht Spoiler! Verlässliche Zahlen gibt es wenige, die Dunkelziffer etwa bei Medikamentenabhängigkeit schätzen Fachleute auf das 10fache, war ein Ergebnis auf dem Suchtkongress in Düsseldorf, den die Autorin im Frühjahr 2017 für dieses Buch besuchte. Sie stellt fest: „Niemand weiß genau, wie viele Süchtige es gibt. Nur da, wo Behandlungen angezeigt sind, oder in Notfällen wird die Abhängigkeit auch anderen Menschen bekannt.“ Diese vielfältige Brigitte Witzer, erste Geschäftsführerin im Bertelsmann-Konzern, dann dort weg, weil Konzernchef Middelhoff ihr keinen Vorstandsposten anbot und wurde Professorin in Leipzig. Auch dort ging sie selbst, um ihre gemachten Erfahrungen in Konzern und Wissenschaftsbetrieb anderen weiter zu geben als Executivecoach. Um Ihre Bekanntheit zu steigern und wohl auch das eigene Netzwerk zu erweitern, schrieb sie weitere Bücher (Die Zeit der Helden ist vorbei, Risikointelligenz, Die Diktatur der Dummen und Die Fleißlüge) und wurde immer wieder auch als Rednerin verpflichtet. Ein Themen- und Beratungsschwerpunkt von ihr sind Changeprozesse. Ich habe einige Auftritte von ihr selbst erlebt und bin von dem Witz und der Praxistauglichkeit ihrer Beiträge fasziniert gewesen. Dass dahinter auch eigene schwere Erfahrungen und eine wohl lange und vielleicht auch noch nicht abgeschlossene Reise zu ihr selbst steht, vermag man als Zuhörer gar nicht für möglich halten. So tief, wie in diesem Buch hatte sie sich bisher geschrieben auch nicht in die eigenen Karten schauen lassen! Sie bezeichnet sich hier im Buch selbst als Eiskönigin und Kopffüsslerin. Den zweiten Begriff nutzte sie für sich, wie sie selbst schreibt mit 14 als „leise verniedlichendes Bild von jemandem, der vor allem denken kann und körperlos durch die Weltgeschichte spaziert“. Habe für mich einige Parallelen in meinem Leben entdeckt: Eltern Kriegsgeneration, wichtig war, was denn die Nachbarn denken könnten, Leistung konnte auch mit körperlicher Züchtigung eingefordert werden und manche eigene Verhaltensmuster würde ich bei mir jetzt auch als Süchte einstufen. Schon deshalb bin ich dankbar für dieses Buch! Ich glaube, dass es für Eltern, Pädagogen, Personalverantwortliche und Unternehmensentscheider eine aufschlussreiche, Augen öffnende Lektüre ist und finde den Ansatz, im Kapitel „Ausstieg“ zu lesen „Sich die eigene Autonomie zurückholen“ und „Die innere Welt neu entdecken“ eine begrüßenswerte Lösung, auch wenn sich sicher nicht jeder Suchtausstieg so handhaben lässt! Mein abschließendes Urteil: Sehr empfehlenswert! Authentisch, überzeugend, anschaulich und nachvollziehbar! Die hier bereits schon mal angekündigte Vorfreude wurde noch übertroffen!

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Gute Ansätze zum nachdenken

Von: Pupupiekie

30.05.2018

Im Buch ist schön beschrieben, das wir in einer Leistungsgesellschaft leben und selbst Kinder zum streben und nicht leben erzogen werden. Tatsächlich vergessen wir in unserer Überflussgesellschaft oft das Wesentliche. Was mir allerdings weniger gefällt ist, das so ziemlich alles in Frage gestellt wird. Denn z. B. Sport dient auch als Ausgleich bzw. gesundheitsfördernd und ist niemandem aufgezwungen. Es ist schwierig sich im Alltag von "der Sucht nach immer mehr zu befreien" manches ist einfach notwendig aber man sollte nicht alles verbissen sehen.

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Aufschlussreich, aber zu kritisch

Von: Jacqueline

27.05.2018

Ich muss zugeben, was dieses Buch betrifft, schwankte ich mit meinen Gefühlen oft hin und her. Mal fand ich das Geschriebene der Autorin sehr anregend, nachvollziehbar und intelligent formuliert. Doch die meiste Zeit über war ich von der Kritik der Autorin an unserer Gesellschaft überwältigt, aber dazu später mehr. Das Buch handelt von Süchten, wie wir abhängig werden, um unseren negativen Gefühlen zu entfliehen und dem Glück näherzukommen. Dabei geht es nicht nur um die uns allgemein bekannten Süchte wie Nikotin, Alkohol oder Drogen, sondern eben auch um die eher unterschwellig bekannten Süchte wie Arbeitssucht. Auch die Thematisierung der Koabhänigkeit nimmt einen großen Teil des Buches ein. Das Buch besteht teils aus Sachbuch, teils aus eigenen Erfahrungen/Erzählungen und minimal auch aus Lyrik. Die persönlichen Erfahrungen der Autorin aus ihrer Jugend, mit Nikotin und im Umgang mit verschiedenen Beziehungen empfand ich als sehr aufschlussreich und interessant zu lesen und aufzunehmen. Die Erfahrungen schaffen Basis für den weiteren Verlauf des Buches. Im Allgemeinen beschreibt das Buch sehr gut die Zusammenhänge zwischen Sucht und Koabhängigkeit und es öffnet somit den Blick für mögliche derartige Situationen im eigenen Umfeld. Das Buch ist durchaus hilfreich, diese Situationen zu verstehen und zeigt auch einige Wege aus der Koabhängigkeit; es macht einem vielleicht sogar bewusst, wo man selbst aktuell in einer Art Koabhänigkeit steckt. Das macht das Buch jedenfalls sehr lesenswert! VORSICHT SPOILER! Die immense Kritik, die bereits zu Beginn des Buches von der Autorin ausgeht, bezüglich der Gesellschaft, die ihrer Ansicht nach gegen ihren Willen dazu gezwungen ist, immer besser zu werden, erschrak mich. Natürlich ist die aktuelle Lage, dass alles immer schneller wird und die Anforderungen steigen, aber es gibt auch Menschen, die sich selbst in ihrem Wesen und ihren Fähigkeiten immer weiter entwickeln WOLLEN. Wir werden nicht ausnahmslos dazu gezwungen. Und ist es nicht auch ein schönes Gefühl, sich ständig weiterzuentwickeln und sich zu verbessern? Im nachfolgenden Kapitel geht es um die persönliche Geschichte der Autorin und ihrer Erfahrung mit der Sucht nach Nikotin. Was mir sehr gut gefällt ist, dass persönliche Familienstrukturen und der Umgang der Autorin mit Beziehungen sehr gut verständlich und aufschlussreich dargestellt werden. Ich denke, der Einfluss der Familie in der Kindheit trägt viel dazu bei, dass Menschen in die Abhängigkeit geraten, oftmals in unbewusste Abhängigkeiten, z.B. der Sucht nach Arbeit, wie es die Autorin in ihrem Buch erläutert. Irgendwann nimmt die Kritik überhand. Als sei jedes Unternehmen von Süchtigen und Koabhängigen durchzogen. Der Ansatz der Autorin ist zwar gut, aber zu intensiv. Mag sein, dass hier ein Zusammenhang besteht, da sind die Arbeitssüchtigen und diejenigen Mitarbeiter (Koabhängie), die die Sucht ermöglichen. Doch nicht jedes kleine, mittelständische Unternehmen und jeder Großkonzern bestehen ausnahmslos aus Süchtigen und Koabhängigen. Ich empfehle: Lesen Sie das Buch und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung dazu!

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Informativ aber nicht zufriedenstellend

Von: Firefly

09.05.2018

An sich ist das Buch sehr informativ und zeigt einem auch recht interessante Einblicke in das Thema Sucht. Einige Bereiche fand ich sehr gut beschrieben und auch gut auf den Punkt gebracht. Vor allem beim Thema Digitalisierung stimme ich der Autorin in fast allen Punkten zu. Nur leider wird fast das ganze Buch über Sucht in allen möglichen Bereichen (vor allem aber in der Wirtschaft) geredet ohne, dass man währenddessen Lösungen und Ausweg aus dieser Erfährt. Im Gegenteil, alle Lösungen werden in den letzten knapp 30 Seiten hin gezwungen. Auch da finde ich viele wichtige Punkte angesprochen. Nur leider eben sehr kurz gefasst und mit dem Eindruck erweckend jetzt noch schnell das offensichtlichste hinquetschen zu müssen, da es ja im Buch eigentlich darum geht. Teilweise fühlte ich mich beim lesen entweder zu jung (falsche Genration, bezogen auf Eltern und Umgang mit Kindern) oder dann zu erfahren, da davon ausgegangen wird, dass die meisten Menschen (da ja jeder mit Sucht zu tun hat, ob direkt oder indirekt) wohl weder Zugang zu ihren Gefühlen haben noch wirklich ihr Verhalten und Handeln reflektieren. Auch habe ich leider nicht herauslesen können, dass zwischen 'blöden Angewohnheiten' und wirklicher Sucht differenziert wird, was meiner Meinung nach doch einen wichtigen Aspekt ansprechen würde. Fazit: Sehr informatives Buch, aber leider keine wirkliche Hilfe.

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Nach den beiden letzten Büchern (Die Diktatur der Dummen und Die Fleißlüge), der darin immer wieder auch zum Ausdruck kommenden Biografie (Studium, Verlagsmanagerin, Bertelsmann Geschäftsführerin unter Middelhoff), Professorin in Leipzig, ExecutiveCoach in Bonn und Berlin, Speakerin und Buchautorin) freue ich mich auf neue Thesen, Einblicke und Lebensanregungen! Der Titel macht mich neugierig, auch wenn wir noch über vier Monate auf das Erscheinen warten müssen und ich bin echt gespannt :-)! Bis auf die Doktorarbeit und die beiden Computerbücher habe ich ausnahmslos alle Werke der Autorin gelesen; der Duden Band war informativ und hilfreich, aber als Nachschlagewerk nicht wirklich zu lesen ... Weniger bekannt ist auch der eigene Prosaband "Edith Lot - Eine Novelle", den es aktuell nur als eBook gibt!

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