Leserstimmen zu
Spiel der Zeit

Jeffrey Archer

Die Clifton-Saga (1)

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Taschenbuch
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Die Handlung dieses Buches beginnt 1919 und endet 1940: Der kleine Harry Clifton folgt seinem Onkel Stan oft, wenn dieser morgens das Haus verlässt, um im Hafen von Bristol zu arbeiten. Denn jeder Tag, den er dort verbringt und das Ent- und Beladen der Frachtschiffe beobachtet, ist für ihn ein einziges Abenteuer, das er genießt. Seinen Vater kennt der Junge nicht - man hat ihm gesagt, er sei als tapferer Soldat im Krieg gefallen. Zusammen mit Onkel Stan, seinen Großeltern und Mutter Maisie lebt er in beengten Verhältnissen. Und obwohl die Mutter hart für den Lebensunterhalt arbeitet, reicht es oft gerade fürs Allernötigste. Harry soll es einmal besser haben, eine vernünftige Schulausbildung bekommen und einen soliden Beruf ausüben. Doch der Junge kann der Schule anfangs gar nichts abgewinnen - alles was er im Leben wissen muss, glaubt er im Hafen lernen zu können. Und so schwänzt er oft den Unterricht, um weiterhin das Treiben in den Docks zu beobachten. Aber einige Erwachsene in seiner Umgebung erkennen das Potenzial des Jungen, unterstützen und fördern ihn liebevoll, sodass sein Leben eine Wende nimmt: Er erhält sogar ein Stipendium für eine Eliteschule. Gleich am ersten Abend freunden sich zwei ebenfalls neue Schüler mit ihm an - Deakins (sein Vorname ist ihm peinlich) und Giles Barrington. Die drei werden unzertrennlich, und an Giles' 12. Geburtstag lernt Harry dessen Familie kennen - Angehörige einer alteingesessenen Schifffahrts-Dynastie. Es dauert noch ein paar Jahre, bis sich Harry und Giles Schwester Emma ineinander verlieben.Im Gegensatz zu dem ein oder anderen Erwachsenen ahnen sie nicht im Entferntesten, wie die Schicksale beider Familien miteinander verbunden sind. Als beide heiraten wollen, kommt es zum Eklat. Resümee: Diese Familiensaga hat einen großen Suchtfaktor - man kann einfach nicht mit dem Lesen aufhören. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass von ihr etwas Märchenhaftes ausgeht: • Die Guten sind konsequent gut. Das heißt, sie verhalten sich moralisch integer. Und sollten sie einmal vom "rechten Pfad" abkommen, so geschieht dies generell mit den besten Absichten und ist menschlich allzu verständlich. Daher sind sie durchweg Sympathieträger. • Genauso durchgängig spielen die Schlechten ihre Rolle: Sie sind meist von Macht, Geldgier und Rache getrieben, scheuen sich nicht, um des eigenen Ansehens und Fortkommens willen anderen zu schaden. • Die Underdogs müssen sich durchkämpfen, meistern schwierige (Lebens-) Situationen und Intrigen aber mit der Unterstützung wohlwollender Mitmenschen. Im Mittelpunkt des Romans stehen Harry Clifton und sein Umfeld und als Gegenpol dazu die Familie Barrington. Durch die Freundschaft Harrys mit Giles Barrington und später seiner Liebe zu Emma gibt es immer mehr Berührungspunkte zwischen beiden Familien - nicht nur wegen des Standesunterschieds, sondern auch wegen in der Vergangenheit liegender Ereignisse eine katastrophenträchtige Entwicklung. Die Erzählperspektive wechselt gelegentlich, wenn das gleiche Ereignis noch einmal aus der Sicht einer anderen beteiligten Person in der Ich-Form erzählt wird. Das ist aber keineswegs langweilig, denn er Autor versteht es, diese Sichtweise dadurch interessant zu gestalten, indem er dem bereits Bekanntem weitere aufschlussreiche Details hinzufügt. Der Plot ist in sich absolut stimmig, der Leser kann sich in die jeweiligen Situationen regelrecht hineinversetzen und fiebert so manches Mal mit. Dieser erste Teil der Saga endet mit einem schockierenden Cliffhanger. Fazit: ein mitreißendes Buch voller Emotionen.

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Toller Auftakt

Von: Mella

21.02.2018

Meinung: Wir befinden uns im Jahr 1930 in England. In dem Buch geht es zum einen um die Familie Clifton. Wir verfolgen anfangs Harrys Geschichte. Er ist ein Junge, der eigentlich in die Schule muss sich aber viel lieber an den Hafendocks herumtreibt. Er hält nicht viel vom Lernen aber dann ändert sich plötzlich alles für ihn. Er hat Talente mit der er ein Stipendium erhält und eine auf eine Eliteschule gehen wird. Wir verfolgen seine ersten Schritte an einer so noblen Schule und wie er das alles so durchsteht. Im weiteren Verlauf erfahren wir aber noch die Geschichten seiner Mutter, Freunde und Feinde. Harry ist ein aufgeweckter Junge. Er liebt seine Mutter und für sie würde er alles tun. Als er in die Schule kommt, mag er die Schule nicht. Er mag das Lernen nicht und für was soll er dies auch machen, er will eh auf einem Schiff anheuern. Allerdings kommt dann alles ganz anders von ihm. Er entwickelt sich zu einem ehrgeizigen, wissbegierigen und sehr talentierten Jungen. Außerdem findet er endlich richtig gute Freunde und sein Leben könnte trotz der ärmlichen Zeit eigentlich nicht besser laufen. Allerdings lebt sein Vater nicht mehr und um seinen Tod werden Rätsel gemacht. Er glaub nicht an die Geschichte und was er dann alles erfährt, lässt in traurig, wütend und sprachlos zurück. Außerdem wird immer deutlicher, dass es vermutlich bald einen zweiten Krieg geben wird und Harry muss sich entscheiden, welches Leben er führen will. Ich taste mich ja so langsam an diese Geschichten heran und ich habe mit diesem Buch alles richtiggemacht. Der Schreibstil ist so flüssig und gut zu lesen, man kann sich richtig in die Geschichte fallen lassen. Außerdem fand ich die verschiedenen Abschnitte mit den verschiedenen Personen und ihren Geschichten unfassbar gut gemacht und spannend. Wir haben hier so viele unterschiedliche Charaktere. Mit einem Charakter fühlt man absolut mit und mag ihn unglaublich, dann wiederum verabscheut man eine Person für seine Taten und dann hat man wieder mit anderen Mitleid und so vieles mehr. Dieses Buch ist mir so nah gegangen und die Geschichte ist auf der einen Seite so schön aber auch tragisch und könnte nicht herzzerreißender sein. Das Ende war richtig fies und ich bin froh, dass ich mir sofort mit Band 2 weitermachen konnte. Fazit: Ein unglaublich gefühlsvoller, spannender und emotionaler Auftakt einer Familiensage rund um die Cliftons. Eine Geschichte die mich so berührt hat und die so tiefgründig ist.

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„Spiel der Zeit“ ist ein Roman von Jeffrey Archer und erschien 2015 im Heyne Verlag. England um 1930: Der junge Harry Clifton wächst an den Hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harrys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt ein in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrts- Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale ihrer Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind ... Meine Meinung: Mit dem ersten Band der großen Clifton Saga ist Jeffrey Archer ein tolles Werk gelungen, wie ich finde. Das Buch spielt von 1919 bis 1940. Das Buch ist unterteilt in mehrere Abschnitte. In jedem Abschnitt wird jeweils eine Person besonders beleuchtet und das jeweilige erste Kapitel eines jeden Abschnitts wird in der Ich-Form der jeweiligen Person geschrieben. Dann geht es immer in der 3. Person weiter. Es geht aber immer um die Familien Clifton und Barrington. Nachdem Jeffrey Archers Erzählweise so sehr gelobt wurde und ich große Buchbände ja eh liebe, musste ich die Clifton Saga lesen. Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Auch ich kann bestätigen, dass Jeffrey Archer erzählen kann. Und wie er das kann! Spannung pur. Ich konnte das Buch einfach nicht mehr weglegen. Wer plant, nur den ersten Teil zu lesen und dann nicht weiter – dem kann man dieses Buch nicht empfehlen. Denn das Ende ist grausig! Zumindest wenn man nicht weiterlesen will. Es ist so offen!!! Offener geht es nicht. Man muss nun einfach weiterlesen und glücklicherweise habe ich schon Band 2, 3 und 4 hier. Ich lese also sehr gerne weiter. Das Cover ist toll und sehr passend zur Geschichte. Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos »Die Clifton-Saga« stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge. Fazit: 5 Sterne.

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Inhalt: Wir starten in der Hafenstadt Bristol im Jahre 1920 in der unser junger Harry im Alter von 6 Jahren urplötzlich zur Schule gehen muss. Das passt natürlich nicht in seine Vorstellung davon, später Kapitän des ortsansässigen Fußballvereines zu werden oder in die Fußstapfen seines verstorbenen Vaters zu treten. Dieser hatte wie sein Onkel Stan im Hafen gearbeitet. Allein sein Freund und Mentor Old Jack sowie sein Grundschullehrer Mr. Holecombe überzeugen ihn davon, dass aus ihm weit mehr werden kann, als er sich selber zutraut. Als Harry später aufgrund seiner Leistungen ein Stipendium für eine alteingesessene Privatschule bekommt, ändert sich sein Leben radikal. Auf einmal ist er umgeben von Mitgliedern der reichen und privilegierten Schicht, die natürlich eine andere Etikette haben als ein Junge aus der ärmeren Arbeiterschicht. Dies wäre alles nicht so leicht wenn dort nicht Giles Barrington gewesen wäre, der ihn einführt in die ihm völlig unbekannte Welt. Allein Giles Vater Hugo heißt diese Freundschaft nicht wirklich gut. Hinzu kommt noch, dass es beim Tod von Harrys Vater wohl Ungereimtheiten gibt. Soll dieser doch, wie man Harry immer erzählte, im ersten Weltkrieg für König und Vaterland gefallen sein. Jeffrey Archer nimmt uns hier mit auf eine Reise zweier Familien, die unterschiedlicher nicht seien könnten und trotzdem auf spannende Art und Weise verbunden sind. Fazit: Der Anfang einer “Familiensaga“…. Mhh dachte ich Anfang Dezember im Thalia. Das hört sich doch nach einen perfekten Weihnachtsgeschenk für meine holde Ehefrau an. Also kurz nochmal den Klappentext durchgelesen…. Anfang 20. Jahrhundert…check… Familiengeheimnisse…check…. England….doppelcheck. Kurz gesagt, alles dabei, was das Herz meiner Frau höher schlagen lässt. Jetzt hatte ich vor kurzem ein paar Tage Urlaub und wir kamen auf die Idee, ein Buch zusammen zu lesen. Jetzt bin ich, im Gegensatz meiner Frau, nicht sooo der große Englandfan und auch das 20. Jahrhundert ist durch diverse Geschichtsunterrichtswiederholungen nicht unbedingt mein absolutes Lieblingszeitalter. Von Familiensagen wollen wir nicht mal anfangen zu reden. Bis dahin habe ich dies, Verzeihung, als Mädchenkram abgestempelt.. Bücher, ha, das müssen entweder Fantasy Schinken mit z.B axtschwingenden Zwergen oder ultra geheime, weltzerstörerische Spionagethriller a la Tom Clancy sein. Aber der Herr Archer hat mich eines besseren belehrt. Ich war um es kurz zu sagen ich begeistert. Nicht nur von Harry Clifton, der den Charme eines James Bond mit dem Ehrgefühl eines John Snow verbindet. Nein, alle Charaktere sind grandios ausgearbeitet und liebevoll gestaltet. Ob es jetzt Harrys Onkels Stan, der zufrieden im Hafen arbeitet oder sein Mentor Old Jack ist, der ihn antreibt und ermuntert. Sie werden alle glaubhaft und lebendig dargestellt. Ich habe beim lesen des Buches so ziemlich alle Emotionen durchlebt, die es gibt. Ich habe gelacht, geflucht, den Kopf geschüttelt und mitgefiebert. An dieser Stelle sei noch gesagt, mein wirkliche Heldin ist Mrs. Clifton. Warum? Findet es selber heraus, es lohnt sich ;)

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Die Clifton-Saga wartet mit allem auf, was man von einem Roman, der die Geschichte von einem jungen Menschen erzählt, erwartet. Freundschaft, Mut, Geborgenheit, Aufopferung, Liebe und Enttäuschung. Es war für mich ein Genuss, den ersten Teil zu lesen, mit Harry die Zeit nach dem 1. Weltkrieg in England zu erleben. Der Roman ist in verschiedene Teile untergliedert, in welchen die handelten Personen zu Wort kommen, bzw. man als Leser Anteil an der Gedankenwelt der Protagonisten nimmt und so ihr Handeln verstehen bzw. nachvollziehen kann. Teilweise weiß man schon mehr als die Hauptperson und ist somit gespannt, wann und wie die Wahrheit ans Licht kommt. Jeffrey Archer schafft mit Harry eine Persönlichkeit, welcher man zunächst gern auf seinem Weg vom Kind zum Studierenden begleitet. Harry stellt die Familie und Freundschaft über allem, dafür würde er sein Wohlergehen opfern. Dies hat er von seiner Mutter Maisie geerbt. Trotz aller Widrigkeiten schafft sie es als Alleinerziehende den Weg für Harry zu ebnen, damit er die beste Schulausbildung zu Ende bringen kann. Sie lässt sich durch Rückschläge nicht unterkriegen und kämpft. Ein gelungener erster Teil der Clifton-Saga und zum Glück ist es bis zum Erscheinen von “Das Vermächtnis des Vaters” im November nicht mehr solang hin.

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Worum geht es? England, um 1930: Der junge harry Clifton wächst bei den hafendocks von Bristol heran, seine Mutter Maisie muss sich mit harter Arbeit durchschlagen. Um den Tod von Harys Vater, der angeblich im Krieg gefallen ist, rankt sich ein Geheimnis. Harrys Leben nimmt eine Wendung, als er das Stipendium für eine Eliteschule erhält. Er tritt in die Welt der Reichen und lernt Giles Barrington sowie dessen Schwester Emma kennen, Erben einer Schifffahrt-Dynastie. Harry verliebt sich in Emma, ohne zu ahnen, dass die Schicksale der Familien auf tragische Weise miteinander verknüpft sind... Rezension: Natürlich bin ich vorbelastet, denn als bekennender Fan von Ken Follett der natürlich die Jahrhundert-Trilogie verschlungen hat, lag die Messlatte für Jeffrey Archer recht hoch. Natürlich wollte ich es vermeiden, direkt von Seite 1 an einen Vergleich zu ziehen, doch nahe lag ein solcher natürlich hin und wieder schon. Trotzdem ließ ich mich mehr oder weniger vorbehaltlos auf den ersten Teil der Clifton-Saga ein. Ohne Anstrengung und ohne Mühe befand ich mich nach wenigen Seiten bereits mitten im Bristol der 30er. Mittendrin im Leben von Harry Clifton, der es alles andere als einfach hatte und doch seinen Weg geht, ganz gleich wie schwer es das Leben ihm auch machen wollte. Das ist es, was ich an historischen Romanen, sofern sie gut geschrieben sind, so liebe! Ohne Zögern versetzen sie den Leser in die jeweilige Zeit, geben das Gefühl nicht nur zu lesen, sondern mitzuerleben, ein Stück dieser Zeit atmen und erleben zu können. Nun muss ich zugeben, dass mich die Zeit der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts ohnehin schon immer fasziniert, ja gar begeistert haben, so dass Romane wie "Spiel der Zeit" stets auf offene Ohren stoßen. Ähnlich wie Follett in seiner Jahrhundert-Saga wechselt Archer in "Spiel der Zeit" die Perspektiven und erzählt das Geschehen wechselnd aus Sicht der Hauptfiguren Harry, Maisie, Giles, Emma, Hugo und Jack. Schade ist an dieser Stelle allerdings, dass die Erzählungen dabei nicht fortlaufend sind, sondern wieder und wieder ein und denselben Zeitraum aus unterschiedlichen Perspektiven darstellen. Teils empfand ich diesen Stil als genial, da das Rätsel, das die eine Person hinterlassen hat, 50 Seiten später von der anderen Person durch eine andere Beobachtung, eine andere Äußerung oder ähnliches gelüftet wird. Dennoch sorgt dieser Kniff von Archer auch zu Wiederholungen, die das Lesevergnügen hier und da etwas zäh werden lassen. Fazit: Insgesamt ist "Spiel der Zeit" ein starker Auftakt der Saga rund um Harry Clifton und ein Roman, der sich im Genre der historischen Geschichten durchaus behaupten kann. Ähnlich wie die Jahrhundertsaga von Follett schwächelt er zwischenzeitlich ein wenig, aufgrund der wiederholenden Schilderung der Ereignisse und lässt das fulminante Lesevergnügen ein wenig abflauen. Wer Follett mag, wird auch an dem Buch von Jeffrey Archer Gefallen finden. Ich persönliche freue mich schon auf Teil 2 und 3 der Saga, die ebenfalls schon in meinem Bücherregal warten. Da das Genre absolut meinen Geschmack trifft und Archer es versteht, mich in die Welt der 30er zu entführen, ohne Anlaufschwierigkeiten oder Verwirrung ob der zahlreichen Hauptpersonen, möchte ich 4 von 5 Sternen für den starken Auftakt der Saga vergeben. Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen oder einfach nur gerne "hübsche Bildchen" angucken, sei mein Instagram-Account "All_about_the_books" ans Herz gelegt. Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können! Viele Grüße

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Meine Meinung Story Der aus armen Verhältnissen stammende Harry Clifton bekommt die Chance, auf eine Eliteschule zu gehen, was für ihn eine einmalige Chance ist, aus seinem Leben mehr zu machen als das vorbestimmte Leben eines Hafenarbeiters. Dieses ist für seine Mutter eine große Belastung, denn sie muss trotz Stipendium vieles bezahlen und das Geld ist immer knapp. Schreibstil Jeffrey Archer wählt einen Schreibstil, der auch für mich neu ist und der mir persönlich absolut nicht gefallen hat. Er erzählt die Geschichte zunächst aus Sicht von Harry Clifton, dann nochmal aus der Sicht von seiner Mutter sowie aus der Sicht von anderen Charakteren. So wird einiges immer wieder wiederholt, wie in einer Endlosschleife und die Spannung flaut dadurch total ab. Charaktere Die Charaktere werden gut und verständlich beschrieben, wirken aber teilweise sehr blass. Ich konnte wenig mitfühlen und keine Sympathie aufbauen. Solche Charaktere hat man irgendwo schon einmal gesehen. Mein Fazit Ich nehme es vorweg, ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. Ich hatte mich so sehr auf die Serie gefreut, ein guter Autor, eine Sage, die das 20.jahrundert abdeckt und dann sowas. Es ist eine reine Familiensaga, keinerlei bezugnehmend auf historische Ereignisse (zumindest im ersten Teil). Die Saga wurde mir Ken Folletts Jahrhundert Saga verglichen, welch ein Frevel. Für Leser die reine Familien Sagas mögen, mag die Serie vielleicht interessant sein aber für Leser, die mehr erwarten als familiäre Intrigen, ist die Serie eine Enttäuschung. Hinzu kommt der ungewöhnliche Erzählstil, bei dem man alles immer wieder doppelt erfährt. Das Buch hätte mit der Hälfte der Seitenzahl auskommen können. Schade drum, aber ich kann leider nur zwei von fünf Stern / Leseratten geben und kann das Buch nicht empfehlen. Aber macht euch selber ein Bild, das ist immer das Beste.

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Handlung Harry Clifton, der Protagonist dieser Familiensaga, ist ein Junge aus ärmlichen Verhältnissen, der im englischen Bristol der Dreißigerjahre heranwächst. Dort treibt er sich am liebsten am Hafen bei den Docks herum, wo auch sein Onkel Stan arbeitet, bei dem er gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Großmutter lebt. Der Hafen fasziniert ihn, er schwänzt die Schule, um sich dort herumtreiben zu können. Denn, mal ehrlich, wozu braucht man schon die Schule, wenn man bei den Docks lernen kann, wie man später Kapitän wird? Doch das Schicksal hat andere Pläne mit dem kleinen Mann. Gesegnet mit einer ausgezeichneten Sopranstimme, erhält Harry schon bald ein Stipendium für eine Eliteschule, wo er auf seine Mitschüler Giles Barrington und Deakins trifft, die von nun an seine steten Begleiter und bald auch seine besten Freunde sind. Giles ist nicht nur der Erbe einer großen Schifffahrt-Dynastie, er macht Harry auch mit seiner Schwester Emma bekannt. Doch als Harry sich in die junge Frau verliebt, nimmt sein Leben eine dramatische Wendung ... Rezension Das Zitat zu Beginn dieses Beitrags lässt es bereits vermuten: Dieser Roman hat soviel Tiefgang wie eine Petrischale. Im Prolog beschließt Maisie Clifton, Harrys Mutter und im weiteren Verlauf des Romans als eine Ausgeburt von Tugend und Ehrlichkeit angelegt, kurz vor ihrer Hochzeit mit einem fremden Mann ihr erstes Mal zu erleben. Zu diesem Entschluss gelangt sie nicht einfach so, nein, es geschieht vielmehr, weil sie sich davon geschmeichelt fühlt, dass ihr dieser Jemand unvermittelt an den Po fasst. Niemand ist unfehlbar. Die Divergenz zwischen der Handlung dieser Figur und ihres Charakters blieb scheinbar selbst dem Autor nicht verborgen, mit einem kleinen Kunstgriff stellt er das Gleichgewicht wieder her und nennt den Prolog neckisch Vorspiel. Wahrlich meisterhaft! Doch kommen wir zur eigentlichen Handlung: Der kleine Harry, in Armut aufgewachsen, aber dennoch mit einem klugen Köpfchen und einem goldenen Herzen ausgestattet, verfügt über ein gottgegebenes Talent, welches ihm die Tore zu einem Eliteinternat und somit zu einer neuen Welt öffnet. Man merkt es schnell, die Handlung bleibt so einzigartig wie ihr Niveau. Der Leser, der es bis hierhin geschafft hat und nun wissen will, wie es mit dem kleinen Harry weitergeht, wird auf dem Fluss der Mittelmäßigkeit durch die Handlung getragen, vorbei an Geschehnissen, die so vorhersehbar wie langweilig sind. Zugegeben: Im Laufe der Zeit entwickelt man eine gewisse Sympathie für den Protagonisten, auch einigen anderen Figuren, die Harry auf seinem Lebensweg begleiten, begegnet man mit Wohlwollen. Dies trifft vor allem auf Old Jack Tar zu, der am Hafengelände in einem Eisenbahnwaggon haust. Bei den Hafenarbeitern als verrückter Landstreicher verschrien, entpuppt er sich als äußerst weise und wird Harrys wichtigster Begleiter. Doch ehrlich betrachtet vermag auch dies nicht weiter zu verwundern, man kennt solche Figuren bereits aus zahlreichen Erzählungen. Wenigstens verfügt Archer über soviel schriftstellerisches Know-how, seine Hauptfigur nicht gänzlich ohne Rückschläge durchs Leben gehen zu lassen, und so wird es zum Ende hin noch einmal richtig dramatsch. Leider muss auch hier gesagt werden: Wer den Anfang gelesen hat, weiß an dieser Stelle bereits was geschieht. Und so fällt der Spannungsbogen, die kurze Hoffnung des Lesers , dass sich das Dahingleiten auf besagtem Fluss endlich ausgezahlt haben könnte, letztlich in sich zusammen. Was bleibt, ist die Hoffnung darauf, niemals den zweiten Teil geschenkt zu bekommen. Fazit Nette Geschichte, bei der man das Gefühl nicht los wird, sie schon irgendwo mal gelesen zu haben. Vorhersehbare Handlung und seichte Charaktäre strapazieren schnell die Geduld des Lesers. Es würde nicht weiter verwundern, wenn die Figuren untergehakt gen Sonnenuntergang hüpften und I'll get by with a little help from my friends singen würden.

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