Leserstimmen zu
Der Schneegänger

Elisabeth Herrmann

Sanela Beara (2)

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Das Dorf der Mörder Vorsicht Spoiler!

Von: Stefan Donick aus EMMEN

22.10.2019

Durch Zufall entdeckte ich das genannte Buch in meinem Bücherschrank wieder. Innerhalb von 4 Tagen war die überaus spannende und auch ein wenig schaurige Geschichte von mir ausgelesen. Von der ersten bis zur letzten Seite ist Spannung garantiert! Die etwas unscheinbare Streifenpolizistin Sanela Beara wird in den Berliner Tierpark gerufen wegen des Auffindens einer zerstückelten Leiche. Schnell wird eine Verdächtige präsentiert und niemand will ihr glauben was Sanela heraus findet, auch ihr Chef KHK Lutz Gehrling nicht. Alles konzentriert sich auf ein eher unscheinbares Dorf.in Brandenburg. Aber mehr möchte ich nicht verraten. Bitte unbedingt selbst lesen.

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Bereits kurz nach dem grausigen Leichenfund in einem Brandenburger Waldstück, steht fest dass es sich hierbei um den vor vier Jahren verschwundenen Jungen DarijoTudor handelt. Als vermisst gemeldet und nie gefunden, zählt der Fall Darijo mittlerweile zu den sogenannten Cold Cases dessen Aufklärung, nicht zuletzt aus Personalgründen, als ziemlich unwahrscheinlich gilt. Zufälligerweise ist es Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring, der damals für die Ermittlungen zuständige Kripobeamte, der Bereitschaft hat und an den Tatort gerufen wird. Der Fall Darijo war einer seiner ersten Fälle, bei dem er als leitender Beamter und noch neu auf der Dienstelle, ziemlich versagt hat. Wie er sich mittlerweile eingestehen muss, sind ihm etliche Fehler unterlaufen, die möglicherweise dazu geführt haben, dass der Fall nie aufgeklärt werden konnte. In seinem Bemühen diesmal alles richtig zu machen, setzt er daher auf die junge begabte Sanela Beara, die er als brilliante Ermittlerin schätzen gelernt hat. Sanela, die nach anfänglichem Zögern, sich auf die Geschichte überhaupt einzulassen, voll in dem Fall aufgeht und alles daran setzt den Mörder des unschuldigen Kindes zu stellen, kann ihr Temperament nur schwer zügeln und gerät in ihrem Eifer unversehens in eine höchst prekäre Lage, aus der sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Fazit Ein mitreißender und packender Krimi, der das große Dunkelfeld von Kindesmisshandlung und dem egozentrischen Verhalten des dazu sozialen Umfelds, spannend in Szene setzt.

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Die Geschichte klingt erstmal sehr gradlinig: ein kleiner Junge verschwindet spurlos, ein paar Jahre später wird sein Skelett gefunden, schon nach wenigen Tagen wird der Vater als Hauptverdächtiger verhaftet. Zwischen den Eltern gab es oft Stress, wird gemunkelt. Medea-Syndrom, vermutet eine Ermittlerin: wenn ein Elternteil das Kind tötet, um den Partner zu bestrafen. Aber natürlich stellt sich schnell heraus, dass an diesem Fall absolut gar nichts einfach oder gradlinig ist. Die Ermittler graben eine Schicht nach der anderen ab, finden alte Schuld, alten Verrat, alten Neid, alte Gier... Und dennoch ist kein Ende in Sicht. Die Wendungen (und Sackgassen!) haben mir gut gefallen, denn dadurch fand ich den Fall nicht vorhersehbar oder ausgelutscht! Ich bin nur so durch die 448 Seiten geflogen und habe mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Spannend ist es in meinen Augen auch, obwohl das Augenmerk der Geschichte oft eher auf dem Drumherum liegt: auf dem Zwischenmenschlichem, das nicht immer direkt mit dem Fall zu tun hat. Schon im ersten Band der Reihe ("Das Dorf der Mörder") verbiss sich Sanela Beara, die zu der Zeit nur eine kleine Streifenpolizistin war, in den damaligen Fall wie ein zu allem entschlossener Zwergpinscher und pfiff dabei munter auf Regeln und Befugnisse. Inzwischen ist sie keine Streifenpolizistin mehr, sondern Beamtin auf Probe im ersten Jahr des Masterstudiengangs Gehobener Polizeivollzugsdienst - aber immer noch wild entschlossen und nur zu bereit, aus der Reihe zu tanzen... Sie ist ohne Zweifel hochintelligent, vielleicht sogar brillant, und dabei einfühlsam und sehr intuitiv: sie hat ein untrügliches Gespür dafür, was Menschen bewegt, aber nur wenig Geduld mit Bürokratie und den hierarchischen Strukturen bei der Polizei. Das macht sie zu einem kantigen, gelegentlich sperrigen Charakter, aber auch zu einem sehr interessanten! Sie war mir sympathisch, ich habe gerne über sie gelesen, nur manchmal hat mich nicht überzeugt, mit was sie alles durchkommt, ohne dass sie hochkant rausfliegt und sich von einer Karriere bei der Polizei endgültig verabschieden kann. Ab und an wirkte es auch mich fast schon überheblich, mit welcher Selbstverständlichkeit sie sich über die Regeln hinwegsetzt, weil sie sicher ist, dass sie alleine den Weg zur Wahrheit verfolgt. Außerdem ist sie verstörend anfällig für die Attraktivität von Tatverdächtigen... Mit Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring verbindet sie eine Art Hassliebe (meist mit Tendenz zum Hass), und obwohl sie sich im letzten Fall gegenseitig den letzten Nerv gekostet haben, fordert er sie auch dieses Mal wieder an. Schade fand ich, dass es relativ wenige Szenen gibt, in denen die beiden direkt miteinander zu tun haben, denn die Chemie zwischen ihnen ist sehr interessant! Keine Liebesgeschichte, aber da sprühen dennoch die Funken. In "Der Schneegänger" folgt der Leser ihren Erlebnissen meist getrennt voneinander, und Sanela steht eindeutig mehr im Rampenlicht. Sie ermittelt auf eigene Faust, benutzt ihre Kontakte in der kroatischen Community, fordert alte Gefallen ein, sprich: bringt den Fall voran und findet Sachen heraus, und dabei bewegt sie sich auf verdammt dünnem Eis. Gehring dagegen verrennt sich in Sackgassen und räumt hinter ihr her, indem er ihr zum Beispiel nachträglich die Befugnis besorgt, versteckt zu ermitteln. Sehr bedauerlich, denn er verkauft sich meiner Meinung nach deutlich unter Wert! Zitat: "Die Last des Gewehrs schien zentnerschwer. Darko blieb stehen und musste sich an einem Baum abstützen. Der Wind trieb die Wolken vor sich her, und für einen kurzen Moment schimmerte silbernes Mondlicht durch die kahlen Äste. Wie viel Schuld trug er selbst? Alle. Er war unterwegs, um die Unschuld zu töten." Den Schreibstil fand ich wieder großartig, sehr aussagekräftig und dabei voller Atmosphäre und ungewöhnlicher Metaphern. Fazit: Ein kleiner Junge wird ermordet, seine Leiche erst vier Jahre später gefunden. Da die Eltern des Jungen aus Kroatien stammen, wird Sanela Beara zu dem Fall dazu gerufen, obwohl sie nur Beamtin auf Probe und Studentin im Fach Gehobener Polizeivollzugsdienst ist. Eigentlich soll sie nur übersetzen und beobachten, fängt aber schnell damit an, auf eigene Faust versteckt zu ermitteln... Mir hat gut gefallen, wie vielschichtig und unvorhersehbar (zumindest in meinen Augen) sich die Geschichte entwickelt! Ich fand sie spannend und gut geschrieben, und besonders vom abwechslungsreichen Schreibstil war ich sehr angetan. Auch die Charaktere fand ich im Großen und Ganzen glaubhaft - mit einer Ausnahme: ich fand nicht mehr gänzlich glaubhaft, wie unverfroren sich Sanela über alle Regeln hinwegsetzt, ohne dass dieses Verhalten ihre Karriere bei der Polizei auf der Stelle beendet! Davon abgesehen ist sie für mich aber eine sympathische Heldin, über die ich gerne gelesen habe.

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An einem eisig kalten Februartag findet ein Förster im Grundewald das halb ausgegrabene Skelett eines kleinen Jungen. Schon nach kurzer Zeit ist Hauptkommissar Gehring sicher, dass es sich hierbei um den vor 4 Jahren vermissten Darijo Tudor handelt. Der Fall konnte damalig von Gehring nicht abgeschlossen werden, nach dem sich die Entführer des Jungen nach einer immensen Lösegeldforderung nicht mehr gemeldet hatten und die Suche erfolglos blieb. Aufgrund der kroatischen Herkunft der Eltern des toten Jungen, bindet Gehring die junge Polizeistudentin Sanela Beara zunächst in seine Ermittlungen ein. Doch nichts ist mehr so wie vor 4 Jahren: Die Eltern von Darijo, die zuvor im Nebenhaus der Villa Reinartz in Berlin wohnten, haben sich getrennt. Der geheimnisvolle Darko Tudor hat sich komplett seiner Wolfsforschung in der Mark Brandenburg verschrieben und lebt dort in einer Forschungsstation, seine damalige Frau Lida hat es als ehemalige Putzhilfe geschafft, ihren vermögenden Chef zu heiraten und in die Villa Reinartz einzuziehen. Die verzogenen Söhne von Reinartz sind fast zeitgleich im Internat und an der Universität im Ausland untergebracht worden. Beide Elternteile trauern auf ihre Art, doch ist einem von Ihnen vielleicht auch ein Mord am eigenen Sohn zuzutrauen? Oder jemandem aus der Familie Reinartz? Vielleicht eine nahestehende Person? Um die mysteriösen Verhaltensweisen der betroffenen Personen und die Zusammenhänge herauszubekommen, fängt Sanela inkognito und ohne Wissen des Krimanalkommissars als Hausmädchen in der Villa an und stöbert in der nicht ganz so intakten Familiengeschichte herum … Fazit: Ein spannender Prolog, die Suche nach dem Entführer und Mörder sowie ein interessanter Fokus auf eine einzige Familie, die in den Fall verstrickt zu sein scheint, machen aus diesem Krimi ein Pageturner. Es ist (leider) mein erstes Buch von Elisabeth Herrmann, jedoch sicher nicht mein letztes. Sie versteht es ausgezeichnet, die Protagonisten sehr geheimnisvoll bis zu Schluss darzustellen, eine sympathische unkonventionelle junge Polizistin und einen etwas gröberen gradlinigen Kommissar in den Ermittlungsstrudel zu bringen. Auch die Sympathien von Sanela gegenüber dem Vater des toten Darijo passen genau in Konzept der Geheimnisse und Wirren. Ich fühlte mich mit dieser spannenden Suche nach Intrigen, Wahrheit und Lüge im vornehmen Berliner Villenviertel sowie in der Einsamkeit der Mark Brandenburg sehr gut unterhalten und war bis zum Ende nicht ganz sicher, wie sich die Zusammenhänge jetzt genau verhalten. Das Kernthema ist immer wieder die Frage nach dem Mörder, aber auch zunehmend nach dem Warum. Beide Fragen klären sich erst zum Abschluss des Buches mit einem kleinen Showdown, dessen Spannung von der ersten bis zur letzten Seite gehalten wird! Ich freue mich auf weitere Bücher von Elisabeth Herrmann, die ich jetzt dringend nachholen muss!

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»Der Schneegänger« von Elisabeth Herrmann ist der zweite Fall für die hartnäckige Polizeimeisterin Sanela Beara. Dieses Mal ermittelt sie Undercover in einer Millionärsvilla und deckt dadurch dunkle Familiengeheimnisse auf. Das Skelett eines kleinen Jungen, der vier Jahre zuvor entführt wurde, wird im Wald gefunden. Die Ermittlungen liefen damals ins Leere. Doch nun nehmen Kommissar Gehring und sein Team den Fall wieder auf. Unterstützung bekommt er von der angehenden Polizeibeamtin Sanela Beara, die dem Vater des toten Jungen die schlimme Nachricht überbringen muss. Doch die Begegnung mit dem gut aussehenden Darko Tudor, der in den Wäldern Brandenburgs als Wolfsforscher arbeitet, löst Zweifel in ihr aus: War es wirklich eine Entführung? Oder wurde der Junge aus einfachen Verhältnissen etwa verwechselt? Doch alle Beteiligten schweigen eisern. Für Sanela gibt es nur eine Chance, Licht ins Dunkel zu bringen: Sie schleust sich undercover in die Villa der schwerreichen Familie Reinartz ein, bei der die Mutter des ermordeten Jungen damals gearbeitet hat. Dort wird sie in einen Strudel aus Hass, Gier und Verachtung hineingezogen, der sie selbst zu vernichten droht. Ich habe schon oft gelesen, dass Elisabeth Herrmann die Meisterin der falschen Fährten ist. Und diese Aussage kann ich nur bestätigen. Denn in diesem Kriminalroman hat sie mich ziemlich an der Nase herumgeführt. Lange Zeit war ich mir sicher, wer der Täter ist. Doch nach und nach kamen überraschende Wendungen sowie neue Fakten ans Tageslicht und brachten mich von meiner Theorie wieder ab. Elisabeth Herrmann ist aber nicht nur die Kriminalgeschichte überaus gut gelungen. Auch die Romanfiguren überzeugen durch interessante Charakterzüge. Besonders hervorstechend ist die hartnäckige, ehrgeizige Sanela Beara, die von einem missionarischem Eifer erfüllt ist. Um ans Ziel zu geraten, nutzt sie gerne unkonventionelle Methoden, die allerdings bei Kriminalhauptkommissar Lutz Gehring nicht gerade auf Gegenliebe stoßen. Denn Gehring geht lieber den gewohnten Weg – Dienst nach Vorschrift – und macht seine Arbeit aber keineswegs schlechter. Beide könnten nicht gegensätzlicher sein, doch zusammen ergeben sie ein perfektes Team. Die Handlung spielt hauptsächlich in der Savoyer Straße. Eine Gegend mit gutbürgerlichen Villen, Hausangestellten und wohlhabenden Bewohnern. Ein weiterer Schauplatz ist der düstere, brandenburgische Wald, in dem so einige kuriose Dinge passieren. Diese beiden Kulissen könnten auch nicht gegensätzlicher sein und trotzdem werden beide von einer düsteren, melancholischen Atmosphäre überschattet, die Elisabeth Herrmann mit ihren Beschreibungen fast greifbar macht. Fazit: Überraschend, schockierend und spannend. Elisabeth Herrmann hat geschickt falsche Fährten gelegt und mir einen Lesegenuss beschert, der mir noch lange Zeit im Gedächtnis bleiben wird.

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Im Berliner Grunewald wird das Skelett eines kleinen Jungen gefunden. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um den vor 4 Jahren entführten Darijo handelt, für den seinerzeit auch Lösegeld gefordert wurde. Lutz Gehring bekommt den Fall auf den Tisch, er hatte auch damals die Suche nach dem Jungen, jedoch ohne Erfolg, geleitet. Um den Eltern die Nachricht über den Tod ihres Kindes zu informieren, bittet er Sanela Beara, die sich gerade im ersten Studienjahr zum gehobenen Polizeivollzugsdienst befindet, ihm bei der Übermittlung zur Seite zu stehen. Die Eltern des Jungen sind Kroaten und da Sanela die Sprache spricht, wollte er sie sicherheitshalber als Dolmetscher dabei haben. Sie müssen feststellen, dass die Eltern sich inzwischen getrennt haben und die Mutter in zweiter Ehe mit ihrem damaligen Arbeitgeber ist. Während die Mutter zusammenbricht, ist Darko, der Vater, entsetzt und wütend. Viele Ungereimtheiten tun sich auf, so dass Sanela beschließt, auf eigene Faust weiterzuermitteln. Sie schleust sich in den Haushalt als Haushaltsmädchen ein und versucht so, entgegen der Anweisung von Gehring, die Ermittlungen voranzutreiben... Warum hatte der tote Junge Darijo schon zu Lebzeiten schwere Verletzungen davongetragen? War die Entführung nur ein Vorwand und er wurde ermordet? Warum heiratet die Mutter kurz nach dem Verschwinden des Jungen ihren Arbeitgeber, dessen Geliebte sie bis dahin war. Viele Fragen, die einer Antwort bedürfen. Sanela, die sich in den Haushalt der Reinartz eingeschlichen hat, kommt einem Geheimnis auf die Spur, aber was hat es damit auf sich? Gehring versucht zu verhindern, dass Sanela auf eigene Faust weiter ermittelt. Er hat unter anderem Angst, dass er die Beweise, die sie zutage bringen wird, nicht offiziell verwenden kann, da sie unrechtmäßig zu ihnen gekommen ist. Aber Sanela lässt sich nicht beirren, ihr ist das Ergebnis wichtig, da muss man auch mal Dienst entgegen den Vorschriften machen können. Zu allem, was sie verkehrt macht, lässt sie sich auch noch auf einen der Hauptverdächtigen ein, auf Darko, Darijos Vater. Aber sie kann nicht von ihm lassen. Er hat etwas an sich, das sie anzieht. Das ist bereits der 2. Teil um die Polizistin Sanela Beara. Bereits im Band "Das Dorf der Mörder" konnte man sie kennenlernen. Nun ist sie im 1. Studienjahr, um den Master zum gehobenen Polizeivollzugsdienst zu absolvieren. Eine Abwechslung käme ihr gerade recht, so dass sie zusagt, als Gehring zu ihr kommt und sie um Hilfe bittet. Während er davon ausgegangen ist, sie nur als Dolmetscher zu benötigen, sieht sie sich bereits mitten in den Ermittlungen. Es ist eine Gratwanderung zwischen Erlaubten und nicht Erlaubten, da sie keinen offiziellen Auftrag hat, sich in der Familie dort umzutun. Schon mit dem Prolog versucht die Autorin, den Leser in die Irre zu führen. Es ist schon fast klar, dass der dort genannte Protagonist nicht der Mörder sein wird. Aber ist dem wirklich so? Während des Lesens versuche ich immer herauszufinden, wer denn der Mörder ist. Bei diesem Krimi fiel es mir schwer, ich wurde hin- und hergerissen mit meinen Vermutungen. War ich mir sicher, wurde diese Sicherheit kurze Zeit wieder verworfen. Elisabeth Herrmann gelingt es hervorragend, die Spannung über das ganze Buch hinweg zu halten mit einem unverhofften Ende, das ich so nicht erwartet hätte. Sanela ist sich auch in diesem Band wieder treu geblieben. Sie schaut und denkt gern mal über Eck und hat dadurch andere Erkenntnisse und Einsichten als ihr Vorgesetzter Gehring, dem das nicht immer passt. Elisabeth Herrmann hat es wieder geschafft, mich in die Geschichte hineinzuziehen und mich erst zu entlassen, nachdem das letzte Kapitel gelesen wurde. Es mangelte nicht an Spannung, im Gegenteil, sie hielt einen gefangen. Als Leser fiebert man förmlich der Auflösung entgegen, so dass es wirklich schwer fällt, das Buch auch nur kurz beiseite zu legen. Ein Krimi, den ich sehr gern weiterempfehle

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Der Schnee Gänger

Von: Jel

20.09.2015

Es ist der zweite Fall für die junge Polizistin Sanela Beara. Sie ist zurzeit eigentlich gar nicht im aktivem Dienst sondern studiert Kriminal Wissenschaften mit dem großen Ziel Kommissarin zu werden. Doch auf einmal erscheint Kommissar Göring der sie ein paar Tage für den Dienst ausleihen möchte. Obwohl sie immer wieder ablehnt, sie sind an ihrer beider letzem Fall immer wieder aneinander geraten, schafft er es sie dazu zu überreden. Sie soll mit ihm die Todesnachricht eines kleinen Jungens, der vor vier Jahren entführt wurde, überbringen. Als sie bemerkt, das Kommissar Göring sie nur wegen ihrer Sprach-Kenntnisse mit genommen hat, möchte sie von dem ganzen Fall nichts mehr wissen. Doch dann bemerkt sie, das da irgendetwas nicht stimmt und sie wird neugierig. Sie fängt an, sich privat um zuhören und zu ermitteln und begibt sich dafür in die Höhle des Löwen. Sie merkt schnell das keiner die Wahrheit sagt und gerät durch ihr eigenmächtiges Handeln mit Kommissar Göring aneinander. Aber alles kommt wieder einmal anders als man denkt, es wird wieder sehr gefährlich für die eigenwillige Sanela Beara. Dieses Hörbuch wird, wie auch schon das erste dieser Serie, von Eva Mattes. Durch ihre ruhige Stimme kann man sich wunderbar von den vielen Geschehnissen mitreißen lassen. Fazit: Das Hörbuch bekommt von mir 5 dicke Sterne und ich warte schon auf einen neuen Fall für Sanela Beara und Kommissar Göring. Ich bin sehr gespannt wie es weiter gehen wird mit den beiden.

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Selten habe ich einen Krimi gelesen in dem so viele Charakterköpfe um die Gunst des Lesers buhlen. Aber das stört keineswegs, niemand drängt sich in den Vordergrund. Die Frage nach dem „Wer ist der Mörder?“, nach dem „Warum musste der Junge sterben?“ ist das Kernthema. Man will es wissen, es herausfinden und hat unterwegs viele Vermutungen. Doch jede wird ein paar Seiten später widerlegt. Der Gärtner war es nicht,soviel sei verraten. Elisabeth Herrmann ist hier ein wirklich spannendes Buch gelungen. Die Mischung aus persönlichen Motiven, gleichzeitig aber auch ein Blick in die Gesellschaft und dazu noch die Portion Lokalkolorit Berlins – sie ist wirklich gelungen! Von der ersten bis zur letzten Seite ist man „voll drin“. Die Autorin versteht es den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, immer wieder falsche Fährten zu legen und nie den Faden zu verlieren. Ein eindeutiger Lesetipp von uns! Übrigens auch gut zur Abkühlung geeignet :)

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