Leserstimmen zu
Das Gold der Raben

Andrea Schacht

Myntha, die Fährmannstochter (3)

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Franco, der Holzhändler, winkte die zierliche Jungfrau herbei, die während der zähen Verhandlungen mit dem Fährmeister Reemt unauffällig in der Ecke gesessen hatte. (1. Satz - Seite 11) Endlich war er da: Der dritte Band. Ich wollte doch unbedingt wissen, wie die Geschichte mit Myntha weiter geht. Gleich zu Beginn befindet sich das Personenverzeichnis, in dem ich natürlich wieder gestöbert habe, um mich wieder in die Story einzufinden. Aber damit war es nicht alles. Im Vorwort nimmt die Autorin nochmal Stellung zu den sozialen Netzwerken und deren Auswirkungen im Mittelalter. Schnell wird man feststellen, dass sich gar nicht so viel daran verändert hat. Heute bedient man sich lediglich anderer Medien. Aber die Wirkung ist noch immer dieselbe. Bevor ich nun gänzlich in die Geschichte eingestiegen bin, habe ich nochmal schnell meine Bewertungen von Band 1: Die Fährmannstochter und Band 2: Die silberne Nadel gelesen. Dieses Mal hatte sich die Autorin unter anderem dem Thema Untreue bei Karneval angenommen. Ja, auch damals war das wohl ein heißes Thema. Hinter einer Maske kann sich einiges verbergen. Und wenn dann noch der Alkohol ins Spiel kommt. Tja, so plagt sich nun der Fährmann mit der Frage, was damals geschehen ist. Mir hat dieser Handlungsstrang sehr gut gefallen, da er so authentisch war. Die Gewissensbisse von Myrthas Vater waren sehr gut nachzuvollziehen. Auch das Rätselraten um das tote Kind und dem warum und weshalb, fand ich spannend und unterhaltsam. Krone und Stein lautet die Strafe auf Ehebruch (Seite 87) Es gibt aber noch einen weiteren Handlungsstrang, nämlich der, zu dem der Titel des Buches passt. Das Gold im Acker. Hm...wer wünscht sich nicht, einmal einen Schatz zu finden? Aber natürlich setzt dann auch die Gier ein. Auch dieser Handlungsstrang hat mir gut gefallen. Obwohl er Titelgeber des Romans ist, bleibt er eher etwas im Hintergrund. Durch die kleinen dialektische Einlagen (die nicht immer leicht verständlich waren) gewinnt der Roman an Authentizität. Personen und Handlungen werden dadurch noch klarer, und man fühlt sich mittendrin. Auch Robb, den Raben, der Worte versteht und selbst spricht, finde ich sehr interessant. Fazit: Da mir die beiden Vorgänger gut gefallen haben, aber noch ausbaufähig schienen, bin ich mit keiner allzu großen Erwartung an dieses Buch gegangen. Aber dieses Mal hat es die Autorin geschafft, mich von der ersten Seite an zu begeistern. Ich wollte, nein, ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und warte nun sehnsüchtig auf den nächsten Band. Spannung: 👑👑👑👑 Unterhaltung: 👑👑👑👑👑 Protagonisten: 👑👑👑👑👑

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Für mich persönlich sind die Romane von Andrea Schacht ein wenig „wie nach Hause kommen“. Ich liebe die historische alte Stadt Köln und kenne mich dort auch recht gut aus. So ist es immer wieder ein Spaß die Figuren durch diese Stadt zu begleiten, gerade wenn man an einigen markanten Orten schon gewesen ist. Das Cover fügt sich sehr gut in die Reihe ein, ein Wiedererkennungswert ist somit für die Fans der Reihe garantiert. Auch der Klappentext gibt einen guten Überblick bzgl. des Geschehens und macht neugierig. Die zentrale Frage, die in diesem Roman beantwortet werden muss, ist die Frage nach der Herkunft des toten Kindes in dem Weinfass. Die Figuren sind größtenteils „alte Bekannte“, die wir aus den vorherigen Romanen kennen, so macht auch für eingefleischte Fans die große Anzahl an handelnden Figuren nichts aus. Aber auch Neulinge sollten keine Schwierigkeiten haben, da immer wieder Rückbezüge gegeben werden, sodass man auch als nicht Fan der Handlung folgen kann. Hilfreich ist zudem ein ausführliches Personenregister, welches man sehr gut zum Nachschlagen nutzen kann Interessant finde ich wie so oft, die Entwicklung der einzelnen Figuren. Gerade Myntha und Frederic nehme ich immer genau unter die Lupe, da sie für mich ein wunderbares Gegensatzpaar sind. Der Rabenmeister und die Unholdin haben viele Gemeinsamkeiten, aber sie ergänzen sich auch ganz hervorragend. Ich hege die Hoffnung, dass Cederic, der Freund des Rabenmeisters es schafft, dass Eis zwischen den Beiden zum Schmelzen zu bringen und sie doch noch ein Paar werden ;-) Der Roman ist leider nicht sehr spannend, vielmehr plätschert der Fall so vor sich hin. Mich hat dies weniger gestört, da es mir mehr um das Flair und um die Figuren geht und weniger um den Kriminalfall. Ich muss aber eingestehen, dass dieses Band vom Kriminalfall nicht der Beste in dieser Reihe ist. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker, gerade die Dialoge im kölschen Platt geben dem Roman noch einmal eine ganz eigene Note. Zudem ist der Autorin eine gute Balance zwischen Dialogen und erzählenden Teilen gelungen. Erwähnenswert finde ich auch immer den Witz und die Ironie in diesem Roman, es macht einfach Spaß. Ich kann diesen Roman nur allen Fans der wunderbaren Stadt Köln ans Herz legen, sicherlich ist er nicht unbedingt sehr anspruchsvoll, aber gute Unterhaltung garantiert Andrea Schacht auf jeden Fall. Für mich war es wieder ein sehr schöner Ausflug und nach jedem Buch, lasse ich die Figuren wieder ein Stück mehr ungern gehen.

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Autorin Andrea Schacht ist bekannt für spannende Krimis aus dem mittelalterlichen Köln. Sie hat mit den jeweils 5 Bänden über die Begine Almut und deren Tochter Alyss sowohl Leser wie Kritiker begeistern können. Die aktuelle Reihe über die Fährmannstochter Myntha hat mittlerweile drei Folgen. Da mir das alles nicht bekannt war, lese ich das Buch „Das Gold der Raben“ wie ein Einzelwerk. Der Roman beginnt mit dem Fund eines Babys in einem Weinfass, dass an Mynthas Vater gesandt wird. Der Vater will keine Auskunft über das Wieso und Warum geben und so macht sich seine Tochter auf den Weg das Geheimnis zu untersuchen. Durch den Schreibstil von Andrea Schacht, mittelalterliche Worte und lange Sätze, werde ich sofort in das Mittelalter Köln und Umgebung um das 14. Jahrhundert gezogen. Spannend ist die Geschichte, liebevoll die Figuren beschrieben und durch den kölschen Dialekt an der einen oder anderen Stelle besonders erlebbar. Das ganze Buch strotzt von einer Lebensfreude, trotz des grausigen Themas, das das sonst so dunkle Mittelalter in ein anderes Licht rückt. Durch diese erstaunlich fröhliche Grundstimmung habe ich den Roman in ein paar Tagen Urlaub durchgehabt. Der Roman hat als E-Book nur 256 Seiten. Das tut für mein Gefühl der Geschichte keinen Abbruch. Sie ist rund. Die Nebenstories lassen Fäden offen, was mich etwas störte. Eingang und Ende des Romans gefielen mir nicht. Dass man in einer Buchreihe ist, ist nicht zu erkennen. Und das Ende hinterließ in mir den Eindruck, die Autorin würde ein weiteres Buch unbedingt schreiben wollen. In einem Einzelwerk wäre das Ende unbefriedigend, jetzt verstehe ich aber warum. Mein Fazit: Mittelalter mal nicht aus Ritters- oder Adligensicht zu lesen war sehr unterhaltsam. Ich empfehle aber mit dem ersten Teil der Serie über die Fährmannstochter Myntha zu beginnen.

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Meine Meinung: Die Freude bei mir war groß, als ich das dritte Buch in der Hand hielt, in dem die Fährmannstochter Myntha die Protagonistin ist. Inzwischen fühle ich mich schon dem Hauswesen zugehörig. obwohl es dort ziemlich turbulent zugeht. Myntha hat schon ein Päckchen zu tragen, mit ihren beiden Brüdern, die sich in Gegenwart junge Damen sehr schwer tun und ihrem Vater, der immer neue Geschichten erzählt und fest an den Schatz im Rhein glaubt. Außerdem ist er sehr stur und schweigt verbissen, statt sein Wissen, was es denn mit dem toten Kind im Fass auf sich hat, weiterzugeben. Dies war auch eine Tatsache, die ich so gar nicht verstehen und nachvollziehen konnte. Nun gut, ich habe ja auch nicht in der Zeit gelebt und die Einstellung zu verschiedenen Situationen und Handlungen waren damals eben anders, als es heute der Fall ist. Auf jeden Fall hatte es Myntha nicht leicht. Zum Glück gibt es noch andere Personen, die nicht so schüchtern oder mundfaul sind und ihr bei der Aufklärung helfen. Am Ende war ich von der Auflösung überrascht. Andrea Schacht hat wieder einen typischen Roman geschrieben, wie ich es aus ihrer Feder kenne. Ich treffe alte Bekannte und komme langsam aber sicher einigen Geheimnissen auf die Spur. Da noch nicht alles geklärt ist, hoffe ich sehr, dass es ein weiteres Buch geben wird. Um dieses Buch besser zu verstehen, empfehle ich dringend mit Band 1 der Fährmannstochter zu beginnen. Man trifft zwar auch Beteiligte aus den anderen Serien, aber das ist kein Problem um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber schaden kann es auch nicht, mit Buch 1 der Beine Almut zu beginnen. Ich bin seit Beginn dieser Serien Fan der Bücher und auch an Fan von Andrea Schacht. Fazit: Wer die beiden ersten Bücher der Fährmannstochter kennt, kann direkt durchstarten, ansonsten sollte wirklich mit Band 1 begonnen werden. Ich persönlich hoffe, dass Andrea Schacht noch weitere Bücher schreiben wird.

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Der dritte Band um die Fährmannstochter und ein weiterer historischer Krimi aus der Feder von Andrea Schacht ist - wie alle ihre im Köln des Mittelalters spielenden Romane - eine Wucht. Das einzige Wermutströpfchen ist die Schmalheit des Bandes, das Buch liest sich in wenigen Stunden und ließ mich komplett geistig darin versinken!Mit Wortwitz, Humor und saftigen Beschreibungen erfährt man nicht nur, wie es mit Myntha und ihrer Familie, ihren Freunden und Feinden weitergeht. Man erfährt auch viel über Holztransporte, so genannte Oberländer, die Baumstämme über den Rhein vom Schwarzwald bis nach Rotterdam transportierten und noch allerhand drumzu. Dazu ist die Geschichte spannend und humorvoll zugleich erzählt, gibt tiefere Einblicke in das Leben der Menschen, welches sich vom heutigen sooo sehr nun auch nicht unterscheidet. Eindeutig eine Lese-Empfehlung!

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„Das Gold der Raben“ ist die von mir langersehnte Fortsetzung der historischen Krimireihe um Myntha aus der Feder von Andrea Schacht. Genau genommen hat die Reihe schon mit der Begine Almut begonnen und sich später mit deren Tochter Alyss fortgesetzt – diese taucht auch hier in einer Nebenrolle auf. Andrea Schacht veröffentlich seit 2005 historische Krimis, welche im mittelalterlichen Köln spielen (zwischen 1376 bis jetzt 1420) und z.T. wahre Gegebenheiten beinhalten. Sie zeichnet dabei ein ungemein farbenprächtiges und anschauliches Bild. Ich war noch nie in Köln, schon gar nicht im mittelalterlichen, und trotzdem habe ich das Gefühl, jeden Weg und jeden Steg zu kennen, den die Protagonisten je gegangen sind. Zudem die Geschichten sehr unterhaltsam, kurzweilig und spannend sind, da es jedes Mal gilt, ein Verbrechen aufzuklären. Natürlich können die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden. Myntha ist seit einem Unfall vor Jahren mondsüchtig und wird deswegen schief angesehen, auch einen Ehemann hat sie noch nicht. Seit einiger Zeit gibt es einen Anwärter: Rickel ist doppelt so alt wie sie und ein angesehener Tuchhändler. Leider bestimmt seine Schwester noch immer über sein Leben. Jetzt könnte es bald soweit sein und er Myntha endlich den langersehnten Antrag machen, da wird ihrem verwitweten Vater ein Fass mit einem toten Säugling zugestellt – angeblich seinem Bastard. Obwohl alle sicher sind, dass es nicht sein Kind ist, schweigt er zu den Vorwürfen und bringt seine Familie damit in echte Bedrängnis. Also beginnt Myntha, unterstützt von „Rrrrabenmeister“ Frederic (einem ehemaligen englischen Bogenschützen, der sich in der Nähe niedergelassen hat), dessen Burschen Henning, ihren Brüdern und natürlich Frau Alyss, nach den Eltern des Babys und dem Geheimnis ihres Vaters zu forschen. Denn sie wünscht sie sich nichts mehr als einen eigenen Hausstand und Kinder, aber außer Rickel gibt es keine Bewerber. Dabei ist ihr der „Rrrrabenmeister“ Frederic mehr als sympathisch – zwischen beiden sprühen die Funken. Und das nicht nur bei ihren amüsanten Wortgefechten. Doch Frederic hat seine Familie durch einen Anschlag verloren und scheint noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Mynthas Vater lebt für Sagen und Legenden, vor allem der Schatz der Nibelungen hat es ihm angetan. Er vermutet ihn wie so viele Rhein und sein ganzes Sehnen gilt dessen Bergung. Darum vertritt Myntha die Familie nach außen. Sie ist nicht auf den Kopf oder Mund gefallen und schlägt sich wacker im Umgang mit Kunden oder Lieferanten. Mir gefällt an dieser Reihe besonders, dass sie, obwohl fortlaufend erzählt, auch Protagonisten aus älteren Bänden wieder auftauchen lässt. Deren eigene Geschichten, die sich inzwischen fernab von Köln weiterentwickelt haben, bleiben mit der Geschichte verwoben, alles fliest wieder zusammen. Wie ein Muster, dass erst nach dem Weben ersichtlich wird. In diesem Band kommt ein alter Bekannter von Lore, Mynthas Haushälterin, nach 15 Jahren zurück – welcher wird natürlich nicht verraten ;-). Aber er bringt Lores Gefühle ganz schön durcheinander ... Leider war das Buch wieder viel zu schnell ausgelesen und so warte ich jetzt sehnsüchtig auf den nächsten Band.

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