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Leserstimmen (20)

Cornelia Franke: Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen Blick ins Buch

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Taschenbuch, Broschur ISBN: 978-3-570-31014-4

Erschienen:  11.07.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Nett und nerdig

Von: Traumfeder Datum : 02.02.2018

traumfeder.blogspot.de/

Inhalt
Jessica liebt Filme und verbringt auch viel Zeit im Kino. Als im Medienunterricht der Lehrer ein Projekt vorschlägt, bei dem die Gruppen Blogs für verschiedene Themen erstellen, ist klar, dass sie über Filme schreiben will. Zusammen mit ihrer besten Freundin Lisa stürzt sie sich aufgeregt ins Projekt. Dabei erfährt sie zufällig, dass auch ihre Mutter in Filmen mitgespielt hatte. Begeistert von der Nachricht will sie von ihrem Vater die ganze Geschichte hören, doch dieser reagiert abweisend und bremst sie immer weiter aus. Auch Marvin verhält sich ihr gegenüber immer seltsamer. Plötzlich wünscht sich Jessica das Drehbuch ihres Lebens zu kennen, denn irgendwas läuft scheinbar falsch.

Meine Meinung
Wer Filme mag, dürfte hier so einige Reverenzen und Verweise finden. Ich selbst kannte nicht alle Filme, doch so kann man sicherlich neue Dinge entdecken.

Wir haben hier Jess, die sich jedes Jahr eine Kinojahreskarte wünscht. Mit dieser verbringt sie jeden Donnerstag im Kino, um sich den neusten Blockbuster anzusehen. Die Mitarbeiter kennen sie inzwischen sehr gut und auch ihre Freunde sind keine unbekannten Gesichter. Manche ihrer Mitschüler halten sie deshalb für einen Freak, doch das macht ihr nicht viel aus. Als für den Unterricht ein Blog zu einem beliebigen Thema erstellt werden soll, ist klar, dass sie über Filme schreiben will. Begeistert stürzt sie sich in die Arbeit, das auch einiges in ihrem Leben verändern soll.

An ihrer Seite hat sie Lisa, ihre beste Freundin, und Tom, Lisas Freund und begeisterten Science-Fiction Fan. Zusammen graben sie sich durch die Welt der Filme. Manchmal mischt auch Marvin mit, der viel von Technik versteht und eindeutig Gefühle für Jess hat, die sie aber nicht wahrzunehmen scheint. Da Jess erfahren hat, dass ihre Mutter in Filmen mitspielte, versucht sie mit ihren Freunden alle Filme aufzutreiben. Zwar waren es zumeist kleine Rollen, doch Jess ist es egal, denn sie kann sich kaum an sie erinnern und glaubt sie durch ihre Rollen etwas kennen lernen zu können. Die Jagd nach den Filmen wird zu einer kleinen Schnitzeljagd, die sehr an den Gefühlen zehrt. Denn jeder Film rührt Jess und scheint die Beziehung zu ihrem Vater weiter zu zerrütten, will dieser doch vehement nichts sagen und sie weiter von ihrer Leidenschaft entfernen.

Weshalb dieses Thema für den Vater Tabu ist, hängt mit schmerzhaften Erinnerungen zusammen. Cornelia Franke lässt dies sehr, sehr emotional wirken. Da ist viel Schmerz dahinter und irgendwann versteht man sein Schweigen. Dadurch hat er aber auch seine Tochter auf Abstand gehalten und auch diese Beziehung in Gefahr gebracht. Klar, er hat gelitten, doch dadurch auch Jess leiden lassen. Sie konnte nicht mit ihm reden, dadurch vergrub sie sich umso mehr in der Welt des Films.

Wie bereits erwähnt, ist Marvin in Jess verliebt. Neben dem Schmerz der Vergangenheit gibt es daher auch das Glück der Gegenwart. Es ist süß dieser Liebesgeschichte zu folgen, die sich ja gerade erst entwickelt. Man merkt ihm sofort seine Gefühle an, doch die Blindheit von Jess lässt einen manchmal einfach verzweifeln. Daher sind die Kommentare von Lisa und Tom einfach nur der Hammer, schließlich sehen sie nur all zu gut was vor sich geht.

Die Autorin schreibt über Familiengeheimnisse, über Freundschaft und Liebe, aber auch über die Schule und das ganz normale Leben. Natürlich gibt es die typischen Merkmale eines Jugendbuches. Es gibt die Zicke, die gerne im Mittelpunkt steht. Es gibt den Nerd, der an alles mögliche denkt und sich mit vielem auskennt. Vieles wäre leichter, wenn die Charaktere mehr miteinander reden würden, was allerdings selten der Fall ist. Cornelia Franke gelingt es daraus trotzdem ein ganz eigenes Paket zu schnüren, welches sowohl fesselnd als auch berührend ist. Sie zeigt uns anhand von Jesse und ihrer Filmleidenschaft, dass wir alle gerne mal der Realität entfliehen und unangenehmen Sachen aus dem Weg gehen. Sie zeigt, dass keine Familie perfekt ist, doch Kommunikation vieles vereinfachen kann. Und sie zeigt uns, dass in jedem von uns irgendwie ein Nerd steckt, denn sonst würde man die vielen Filmverweise wohl nicht verstehen können.

Fazit
Jeder von uns hat sich schon mal wie im falschen Film gefühlt, so geht es auch Jesse. Sie erfährt neue Sachen über ihre Mutter, sieht sich mit der Liebe konfrontiert und muss auch noch ein Schulprojekt schmeißen. Da wünscht man sich einfach mal die Rolle tauschen zu können. Gut und fesselnd geschrieben, bekommt man hier nicht nur viele Emotionen und Humor geboten, sondern auch ein Jugendbuch, das irgendwie sympathisch nerdig ist.

Ein typischer Teenagerroman, der über Familie, Freundschaft, Schule und Liebe spricht. Filmliebhaber und Blogger werden sich hier wiederfinden.

Von: Katis-Buecherwelt Datum : 25.02.2017

katis-buecherwelt.blogspot.de/

Zum Buch:
Die Gestaltung lässt erahnen, dass es sich um ein Mädchenbuch handelt, weil die Hauptfarbe Pink ist. Das knusprige Popcorn, was über das Cover fliegt, macht Appetit. In Verbindung mit dem Titel und der Eintrittskarte habe ich direkt an Kinofilme gedacht, wovon die Geschichte auch handelt. Es ist eine nette Darstellung des Buches, die mich allerdings im Buchhandel nicht ansprechen würde, um es zu kaufen.

Erster Satz:
"Jedes Mal, wenn ich vor der Glasfassade meines Stammkinos am Potsdamer Platz stehe, überkommt mich ein Kribbeln."

Meine Meinung:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" von Cornelia Franke habe ich im Rahmen einer Aktion erhalten. Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.
Jess wohnt bei ihrem Vater, der mit seinem Job verheiratet und nur selten zu Hause ist. Ihre große Leidenschaft ist die Filmwelt und so verbringt sie die meiste Zeit im Kino - allein oder mit Freunden. Da kommt das neue Schulprojekt gerade richtig; die Schüler sollen einen Blog über ihr Lieblingsthema schreiben und so schreibt Jess, wie nicht anders erwartet, über Filme. Als dann plötzlich ein Geheimnis von ihr ans Licht kommt und ihr bester Freund Marvin Gefühle für sie hegt, gerät ihr Leben durcheinander ...

Die Schriftstellerin Cornelia Franke hat einen lockeren Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen war, und ich konnte einfach mal abschalten und genießen.
Die Thematik rund um das Bloggen war einer der Punkte, die mich sehr an diese Story interessiert haben. Es wurde kurz erzählt, was bloggen ist und was es damit auf sich hat. Gut gefallen haben mir dabei die Kommentare der Leser unter den Blogpostings. Sie wirken realistisch, wenn auch etwas zu überzogen in einigen Situationen. Doch ich glaube, dass dies so gewollt war, um auszudrücken, was ein Kommentar beim Anderen auslösen kann.

Die Charaktere waren mir etwas zu farblos und ich konnte ihr Handeln nicht immer nachvollziehen. Besonders Jess war sehr sprunghaft im Bezug zu ihren Gefühlen.

Ein weiteres Thema war hier: Film, Schule und Familie. Aus jedem Bereich gab es etwas Dramatisches, was zu lösen oder zu durchleben war. Ich fand das nicht schlecht, aber auf 320 Seiten zu kurz mit zu vielen Baustellen geschrieben. Alles wurde nur kurz angeschnitten und für alles gab es perfekte rosarote Happy-Ends. Für mich etwas zu viel des Guten, was mich nach einiger Zeit langweilte.

Das Filmflair dagegen hat mir richtig gut gefallen und die Lust selbst mal wieder ins Kino zu gehen geweckt. Ich hatte das Gefühl, Cornelia Franke liebt Filme und Kinobesuche, falls nicht, hat sie diese Atmosphäre sehr gut ins Buch eingebracht.

Fazit:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" von Cornelia Franke ist ein typischer Teenagerroman, der über Familie, Freundschaft, Schule und Liebe spricht. Filmliebhaber und Blogger werden sich hier wiederfinden. ~ flüssiger Schreibstil ~ langatmig ~ nette Story, dem der zündende Funken fehlt

Etwas überladenes, noch nicht ganz ausgereiftes Debüt mit Potential

Von: Schattenkämpferin Datum : 03.02.2017

www.schattenwege.net

Nachdem Jess vor einigen Jahren ihre Mutter verloren hat, verbringt sie nahezu jede freie Minute im Kino oder zumindest mit Filmen. Dadurch fühlt sie sich irgendwie noch immer mit ihrer Mutter verbunden. Ihr Vater ist davon nicht besonders begeistert, wobei er aus den Gründen ein ziemliches Geheimnis macht, und versucht mehr oder weniger erfolglos, das ganze Filmzeug von seiner Tochter fernzuhalten. Oder es wenigstens einzudämmen. Dass ihm dabei ausgerechnet ein Schulprojekt weitere Steine in den Weg legt, damit hat wohl niemand gerechnet – denn jetzt hat Jess die begründete Möglichkeit, einen eigenen Blog zu starten und dort über Filme zu schreiben, Kritiken zu verfassen und sich einfach noch mehr in ihre Filmwelt fallen zu lassen. Dabei kommt es natürlich auch zu ausgiebigen Diskussionen in ihrer Clique, und vor allem Marvin, ihr bester Freund, legt plötzlich Seiten an den Tag, die Jess völlig überraschen und überfordern. Anscheinend läuft das Leben nicht nach Drehbuch, sondern nach ganz eigenen Regeln …

Ein Blick aufs Cover verspricht dem Leser ein Buch mit Filmbezug und zuckersüßer Thematik. Durch das viele Rosa und die Popcorn-Applikationen freut man sich auf eine kinoreife Geschichte, die auch eine gehörige Dosis Liebe enthält. Leider kann "Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen" dieses Versprechen nur bedingt einhalten, denn obwohl sowohl Filme als auch die Liebe eine Rolle in der Story spielen, will nichts wirklich beim Leser hängen bleiben. Dafür werden noch ein paar weitere Themen wie das Bloggen, Freundschaft, Verlust und Geheimnisse angerissen, finden aber genauso wie die beiden Hauptthemen kaum genug Substanz. Cornelia Frankes Debüt zeigt verschiedene interessante Ansatzpunkte auf, doch es scheint, als hätte die Autorin selbst nicht so recht gewusst, in welche Richtung ihr Buch gehen soll. Einzig die Liebe zum Film kristallisiert sich sehr deutlich heraus, denn der Leser kann sich vor unterschwelligen und offensichtlichen Anspielungen kaum retten. Zeitweilig ist dies ziemlich anstrengend, weil man nicht immer wirklich folgen kann – gerade als jemand, der zwar gerne mal einen Film schaut, aber nicht so sehr in diesem Thema zu Hause ist.

Ein wenig Auflockerung in das ganze Film-Wirrwarr bringen zum Glück die Charaktere, zumindest vereinzelt. Zwar bleiben auch sie größtenteils ohne Substanz und recht oberflächlich, können den Leser aber von Zeit zu Zeit durch schlagfertige Diskussionen und Wortwechsel durchaus auch mal zum Schmunzeln bringen. Dass die Liebesgeschichte zwischen Jess und Marvin im Buch eine zentrale Rolle spielen soll, kommt leider auch nur bedingt rüber. Vielmehr wirkt es so, als würde Cornelia Franke zwischen den vielen Filmanspielungen einfach noch eine andere Thematik unterbringen wollen, ebenso wie den Verlust der Mutter und das dunkle Geheimnis, das ihr Vater mit sich herumträgt. Das Finale in Sachen Liebe wirkt gehetzt und überstürzt, das Lüften des Geheimnisses ist an sich geschickt gelöst – insgesamt hätten die einzelnen Komponenten aber alle weitaus mehr Spiel- und Entfaltungsfreiraum verdient.

Im Großen und Ganzen kann man "Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen" wohl als lockere Lektüre für die entsprechende Zielgruppe von 12 bis 14 Jahren ansehen. Die angerissenen Themen sind durchaus wichtig, kommen aber nicht so richtig zum Tragen. Einfache Sprache und ein flüssiger Schreibstil machen das Lesen angenehm, durch die fehlende Substanz der Geschichte allerdings auch etwas zäh und langweilig. Liebe Cornelia, beim nächsten Buch – und das wird es ganz sicher geben – bitte nicht so viele Themen mixen, sondern lieber auf zwei oder drei konzentrieren und diese dann richtig ausarbeiten und sich entfalten lassen.

Fazit:

Mit "Wär mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen" legt Cornelia Franke ein leider eher durchschnittliches Debüt vor, in dem viele Themen angerissen, aber nicht vertieft werden. Der einzige erkennbare rote Faden ist tatsächlich die Liebe zum Film, wobei sich mancher Leser damit durchaus überlastet fühlen könnte. Ein bisschen Kummer, ein bisschen Liebe, ein bisschen Bloggen, ein bisschen Freundschaft und jede Menge Filmanspielungen – für Filmliebhaber, jüngere Jugendliche und als lockere Unterhaltung für zwischendurch.

Wertung:

Handlung: 3 / 5
Charaktere: 3.5 / 5
Lesespaß: 3 / 5
Preis/Leistung: 3 / 5

Ein Jugendroman über die erste Liebe und das Erwachsenwerden

Von: BookWonderland Datum : 30.11.2016

the-bookwonderland.blogspot.de/

Jess ist sechzehn und hat auch die typischen Probleme eines Teenagers. Stress mit dem Vater, Zicken in der Schule und der beste Freund will auf einmal mehr als nur Freundschaft. Ihre Freizeit verbringt sie oft im Kino und ihre Leidenschaft sind auch Filme und alles was damit zusammenhängt.
Ich fand Jess war zwar auf der einen Seite dieser typische Teenager mit all den Problemen, aber trotzdem noch ein Charakter in dem man sich hineinversetzen kann. Wer hat nicht zwischendurch den Drang einfach in Tagträume zu fliehen und ein Teil des letzten Filmes zu werden, den man gesehen hat? Jess fände ihr Leben definitiv leichter, wenn sie ein Teil der Filme wäre, die sie immer schaut.
Sie ist unsicher, aber auch sehr stur und möchte mehr über ihre Mutter erfahren, die schon sehr früh verstorben ist. Dadurch wird der Streit mit ihrem Vater, der durch seine Arbeit kaum Zeit für sie hat, nur noch mehr angestachelt. Der Vater wirkte aber nicht desinteressiert am Leben seiner Tochter, sondern schon wie ein liebender Vater, der aber nicht so viel mit der Filmleidenschaft seiner Tochter anfangen kann.
Die Geschichte zwischen Marvin und Jess fand ich sehr süß, aber auch etwas zu rosa. Die Sache zwischen den beiden ging mir etwas zu schnell.
Auch wenn es die Filme, die zum Teil genannt wurden, nicht so gibt, konnte man sich schon vorstellen, welche Filme sie darstellen. Auch die ganzen Filmbezüge, wie die Schals von Harry Potter und die Zitate fand ich echt toll und haben das Buch zu etwas ganz besonderem gemacht. Ein Hit für jeden Filmfreak.
Man kam sofort in die Geschichte hinein, da der Schreibstil sehr angenehm zum lesen ist. Aber ich muss zugeben, dass ich mich doch etwas zu alt für das Buch gefühlt habe. Ich finde dass es eher für eine jüngere Zielgruppe geschrieben wurde, ist aber dennoch süß für zwischendurch.

Eine tiefgründige Geschichte, mit sympathischen Charakteren ...

Von: BuchBria Datum : 12.11.2016

buchbria.blogspot.de/2016/11/war-mein-leben-ein-film-wurd-ich-eine.html

Jess liebt die gemeinsamen Kinoabende mit ihren besten Freunden Lisa, Tom und Marvin über alles. Sie besitzt eine Jahreskarte und das allwöchentliche Filme schauen ist mittlerweile zum Pflichtprogramm geworden. Das Interesse für Filme teilt sie mit ihren Freunden, sodass es kaum ein anderes Thema für die Vier zu geben scheint. Ihr Vater reagiert darauf jedoch mehr und mehr gereizt und möchte ihr andere Hobbys ans Herz legen. Als Jess gemeinsam mit Lisa für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema führen soll, kommt es infolgedessen immer öfter zum Streit mit ihrem Vater. Und ihr bester Freund Marvin verhält sich ihr gegenüber immer merkwürdiger, da er mehr in ihr sieht als eine gute Freundin.

Bevor ich mit dem Lesen dieses Romanes begann, befand ich mich mehrere Wochen in einer Leseflaute, die ich selbst nicht so richtig wahrhaben wollte. Nach mehreren mittelmäßigen Büchern, hatte ich wirklich etwas die Lust am Lesen verloren und befand mich diesbezüglich in einer Zwickmühle. Dieses Buch holte mich jedoch bereits nach wenigen Seiten da raus und half mir die Flaute zu überwinden, da ich die Story überaus spannend und interessant fand.

Jess fühlt sich oftmals einsam, denn ihr Vater hat wenig Zeit für sie und verbringt oftmals den ganzen Tag im Büro. An ihre Mutter kann sie sich kaum erinnern, da sie frühzeitig verstarb und sämtliche Erinnerungsstücke an sie wurden vom Vater verbannt. Als er dann auch noch versucht, ihr die Leidenschaft für Filme madig zu machen, fühlt sich Jess immer unverstandener und verliert sich immer mehr in Tagträume. Von ihren Mitschülern wird sie ohnehin gemieden und als "Nerd" abgestempelt, was sie jedoch relativ gelassen sieht, denn sie hat ja ihre besten Freunde, die immer ein offenes Ohr für sie haben und ebenfalls begeisterte Filmseher sind.

Ich mochte die Charaktere auf Anhieb und vor allem Lisa fand ich absolut herrlich mit ihrem trockenen Humor. Während Jess fast schon ein bisschen naiv rüberkam, war Lisa ihr da stets ein Stückchen voraus. Naja, und Marvin war so der typische Freund zum Pferde stehlen. Er besaß die Fähigkeit Jess jeden Kummer von den Augen abzulesen und half den Mädchen sehr bei der Erstellung des Blogs.

Ursprünglich dachte ich ja, es ist so die typische Story über die ersten Erfahrungen in Sachen Verliebtsein, aber dieses Buch war soviel mehr, denn im Vordergrund stand stets die schwierige Beziehung zwischen Jess und ihrem Vater. Während Jess endlich ein bisschen mehr über ihre verstorbene Mutter wissen möchte, weicht dieser ihr immer wieder aus und kann ihre Leidenschaft fürs Kino absolut nicht nachvollziehen. Ich konnte Jessicas Verzweiflung sehr gut nachvollziehen und die Reaktionen ihres Vaters machten mich teilweise wirklich rasend.

Da ich selber viel viel lieber Filme im Kino als im Fernsehen schaue, fand ich es bemerkenswert, wie die Autorin hier das Gefühl vermittelte, bevor der Film losgeht oder wie es sich anfühlt, wenn man nervige Personen unter den übrigen Zuschauern hat. Ich finde es fast schon ein bisschen schade, dass all dies in Zeiten, in denen Leute vermehrt Filme übers Internet schauen, verloren geht.

So bedrückend die Geschichte oftmals auf mich wirkte, so bezaubernder fand ich hingegen den leichten und oftmals sehr humorvollen Schreibstil. Es ist leicht verständlich und ich bin förmlich durch die Seiten geflogen, da ich ja auch unbedingt wissen wollte, warum der Vater sich so seltsam und distanziert verhielt. Die Auflösung kam am Ende und letztenendes konnte ich auch ihn ein Stück weit verstehen.

Mein Fazit:

Mich konnte die Autorin mit diesem Roman vollkommen bezaubern und schaffte es damit schnell, mich aus meiner Leseflaute zu holen. Ein tiefgründiger Roman, den ich euch wirklich nur ans Herz legen kann.

Vielschichtiges und authentisches Jugendbuch!

Von: Lines Bücherwelt aus Nentershausen Datum : 09.11.2016

linejasmin.blogspot.de/

Ich hatte bisher noch kein Buch der Autorin gelesen, deshalb war ich natürlich noch gespannter was mich wohl erwarten würde.
Der Titel klang auf jeden Fall schon mal amüsant, gleichzeitig machte er mich aber auch neugieriger, als mich schließlich auch der Klappentext überzeugen konnte musste ich dieses Buch einfach lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen.
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch ausgelesen.
Erzählt wird die Story aus der Sicht von Jess.
Das gefiel mir auf Anhieb, denn so konnte ich eine Verbindung zu ihr aufbauen.
Sie wuchs mir ziemlich schnell ans Herz denn sie ist einfach sehr sympatisch, sie wirkte auf mich wie eine Tagträumerin. Denn sie liebt Filme und nutzt eben diese um den Alltagsproblemen für kurze Zeit zu entfliehen.

Die Charaktere sind allesamt voller Leben gezeichnet.
Was mir auch besonders gut gefallen hat, war die Vielschichtigkeit des Buches. Auf den ersten Blick vermutete ich einen locker leichten Jugendroman, doch weit gefehlt denn dieses Buch hat so viel mehr zu bieten.

Die Handlung an sich ist sehr fesselnd.
Und somit konnte mich dieses Buch echt überraschen, ich für meinen teil bin echt begeistert.
Daher kann ich es euch nur ans Herz legen.
Klare und uneingeschränkte Empfehlung!

Fazit:
Mit "Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" ist der Autorin ein authentisches und vielschichtiges Jugendbuch gelungen welches mich bestens unterhalten konnte.
Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

Wäre mein leben ein Film, würd ich kein anderes Buch verlangen

Von: Charlie Fitzgerald Datum : 26.10.2016

https://littlefreakblog.wordpress.com/

Ein gut geschriebener, mit Filmen und Serien bepackter Teenagerroman mit wichtigen Themen darunter, das ist „Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“, geschrieben von Cornelia Frauke.

Jess ist ein stolzer Nerd und Fan von allen möglichen Filmen. Wahrscheinlich kennt sich kaum einer wie sie mit Filmen aus! Da liegt es natürlich nahe, dass sie, als das neue Schulprojekt verkündet wird, sich sofort dafür entscheidet einen Blog zu machen, indem es um ihr Spezialgebiet geht: Film und Fernsehen. Es könnte ja sehr viel Spaß machen, gäbe es da nicht die ganzen Probleme neben bei. Aber welcher Teenager hat denn nicht bitte Stress mit seinem Leben und der Liebe? Das Dumme ist nur, dass die Liebe ausgerechnet von Jemanden kommt, den sie sehr gut kennt. Aber Marvin ist doch eigentlich ihr bester Freund! Und dann ist da noch der Rest ihres Lebens und langsam merkt Jess, dass nicht alles immer wie in den Filmen abläuft …

Meine Meinung:

~ Sollte man mal lesen!

Mich hat das Buch doch mehr als überrascht. Ich wusste zwar von Anfang an, dass darin Liebe vorkommen würde, ein Themengebiet, zu dem ich normalerweise großen Abstand wahre, aber ich dachte, ein Versuch wäre es wert. Und das war es, zu 100 %! Ich konnte mich wirklich ziemlich gut mit der Hauptperson identifizieren, tatsächlich glichen wir uns ungefähr wie ein grüner und ein roter Apfel. Viele Gemeinsamkeiten, aber die kleinen Unterschiede machen es dann aus. Aus diesem Grund konnte ich Jess‘ Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen und, auch dank eigener Erfahrung, bestätigen, dass hier weder über- noch untertrieben wird. Die Liebesgeschichte riss mich, obwohl ich von Anfang an diese kannte, dennoch mit und ich fand es eigentlich ziemlich süß. Was soll ich sagen außer: I SHIP IT!?! [Shipname „Jarvin“ XD] Interessant waren auch die ganzen Details. Da Jess ja so Kino- und Filmvernarrt ist, musste das natürlich durchkommen. Filmfreaks werden hier sicher etliche Anspielungen finden, unter anderem auf „PIEP“ [dafür gab’s bei mir ein Plus! xD], „PIEP“ oder „PIEP“, um nur ein paar nicht zu nennen, damit ich euch die Freude daran nicht versaue. Denn das ist eines der unterhaltbarsten Dinge zwischendurch: Anspielungen auf alle möglichen Filme zu suchen und auch, glücklicherweise, zu finden. Was mich letztendlich auch überrascht hat, ist, dass mich das Buch drei Mal, ich schwöre!, zum Weinen brachte. Keine Ahnung, wann mich das letzte Mal ein Buch solch starke Emotionen mir entlockte, aber ich glaube, das war „In meinem Himmel“ vor wahrscheinlich mehr als einem Jahr. Es wird wohl nicht bei jedem so sein, dass er weinen muss. Ich tippe darauf, dass die Ähnlichkeit zwischen Jess und mir größtenteils Schuld daran war, aber was soll’s.

Cover:
Ach ja… das liebliche, rosa oder auch pinke Cover. Sieht mega mädchenhaft aus (Randbemerkung: Charlie Fitzgerald möchte hierbei hinzufügen, dass sie diese typische Einteilung von Rosa-Mädchen, Blau-Jungs extrem und zutiefst hasst, aber für die Umgangssprache darauf zurückgreift!]… Wo war ich? Ach ja – Mädchenhaft. ABER, jetzt kommt das große ABER, die Geschichte dahinter ist nicht so Mädchenhaft, wie man denken mag. Tatsächlich bin ich der Meinung, dass selbst Jungen an dem Buch Gefallen finden können, auch wenn sie den Teil mit der Liebesgeschichte eventuell etwas kitschig finden (das ist kein Kitsch, sondern einfach nur etwas romantisch, ein wenig süß und niedlich!). Außerdem mag ich das Popcorn auf dem Cover sehr; Es sieht so lecker aus, dass man gleich Appetit darauf bekommt. Das Filmticket für den Buchtitel finde ich kreativ; eine schöne Idee. Und noch was: Das Cover sieht in Echt noch viel besser aus als auf dem Bild, wie ich finde.

Fazit:
Das Buch hat mich überzeugt, mich sogar zum Heulen gebracht. Ich konnte mitfühlen, die Geschichte vor meinem inneren Auge im Kopfkino ablaufen lassen und die Story selbst hat mich ebenfalls in den Bann gezogen.Empfehlen würde ich es Mädchen, aber auch Jungs ab zwölf Jahren, da es sehr leicht zu lesen und leicht verständlich geschrieben wurden ist. Fast hätte ich sogar ab zehn Jahren gesagt, aber besonders die Thematik am Ende des Buches benötigen doch noch etwas mehr Lebenserfahrung und Verständnis, die man vielleicht sogar erst noch später aufbringen kann. Das kommt, denke ich, auf die Person drauf an. Es werden wichtige Probleme aufgegriffen, unter anderem auch Mobbing. Und ich bin froh darüber und hoffe, dass man etwas aus diesem Buch mitnehmen kann, wenn einem dieses Thema noch nicht zu vertraut ist. Ein Kauf würde sich lohnen.



PS.: Für alle, die das Buch gelesen haben: Ich habe dafür in Gedanken einen „Anti-Onia“-Club gegründet. Wer es liest, wird es verstehen und darf gerne, ebenfalls in Gedanken eintreten.

PPS.: Mein erfundener Shipname „Jarvin“ darf gerne weiter verwendet werden��

PPPS.: „moviesonmymind.de“ existiert mehr oder weniger wirklich. Cornelia Franke, die Autorin, hat sich diese Domain schon gesichert, aber noch keine Zeit gefunden, irgendetwas zu machen. Vielleicht kann man es mal im Auge behalten und in ein paar Jahren mal sehen, ob was draus geworden ist.

Für begeisterte jugendliche Filmnerds, die etwas Schönes und Lockeres zum Weglesen suchen

Von: Bröselchen Datum : 25.10.2016

www.broesels-buecherregal.de

Mit „Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“ erscheint Cornelia Frankes erstes Jugendbuch ab 12 Jahren beim cbt Verlag. Die 27-jährige studierte Kulturwissenschaften in Berlin und engagiert sich seit 2011 für Schreibworkshops an Schulen.

In dem pinken Eyecatcher mit leckerem Popcorn geht es um Jess, die ein absoluter Filmjunkie ist – genau wie ihre besten Freunde Lisa, Tom und Marvin. Als sie für ein Schulprojekt einen Blog über ein Lieblingsthema erstellen soll, stellt sich hierbei keine Frage, welches das sein soll. Scheinbar ist das doch nicht ganz so einfach wie gedacht und ihr Freund Marvin scheint sich auch immer merkwürdiger zu verhalten. Jess wird klar, dass sich ein Gefühlschaos anbahnt und es im Leben oft schön wäre, wenn man sich einfach in seinen Lieblingsfilm verkriechen könnte.

Die Geschichte spielt im Winter und obwohl ich es schon im Sommer als locker-leichte Lektüre empfand, finde ich doch, dass es in der kalten Jahreszeit noch besser aufgehoben ist. Sitzt man nicht lieber vor der Flimmerkiste und im Kino, wenn es draußen kalt, stürmisch und ungemütlich ist? Mit einer frischen und warmen Tüte Popcorn, versteht sich?

Besonders positiv aufgefallen ist mir selbstredend das Thema Film und Kino, denn ich könnte mich nicht erinnern in der Vergangenheit ein Jugendbuch gelesen zu haben, in dem das Hauptaugenmerk darauf lag. Jess ist ein nettes Mädel und macht dem Klischee als kleiner Nerd ein bisschen Ehre, denn die Infos zu Serien, Filmen & Co braucht sie sich quasi nur aus dem Ärmel zu schütteln, da das Kino ihre zweite Heimat ist. Dabei wird auch deutlich, dass sie damit nicht in die klassischen Mädchencliquen passt, sich schwer tut mit ihnen ins Gespräch zu kommen und wohl auch lieber dabei bleibt, sich auf ihre besten Freunde zu verlassen.

Kumpel Marvin ist der EDV-Nerd, auf den jederzeit Verlass sowie der treue Freund, mit dem man eben nur befreundet ist. Oder? Klar, dass man bereits beim Lesen des Klappentextes seine Spekulationen hat, aber ich persönlich habe auch kein total tiefsinniges Jugendbuch erwartet, bei dem man zwischen den Zeilen lesen muss.
Ein bisschen dramatisch wird es trotzdem. Das Verhältnis von Jess und ihrem Vater ist seit dem Tod ihrer Mutter recht angespannt und wo die Jugendliche alle Infos über ihre Mutter in Erfahrung bringen will, versucht der Vater dies zu verhindern. Es ist einer dieser Handlungsstränge, der eine gewisse Würze reinbringt und verhindert, dass man schon bei den ersten Seiten weiß, wie die Geschichte genau verlaufen wird.

Cornelia Frankes Buch ist für begeisterte jugendliche Filmnerds, die etwas Schönes und Lockeres zum Weglesen suchen. Die Freundschaft in allen ihren Facetten schätzen, auch wenn es mal turbulenter zugeht.

Süße Geschichte für Zwischendurch

Von: Anni-chan Datum : 14.10.2016

anni-chans-fantastic-books.blogspot.de

Kurzbeschreibung

Jess große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt ...
(Quelle und Bildcopyright liegen bei cbt)

Äußere Erscheinung

Das Buch ist pink! Es ist einfach nur schweinchenrosa-quietschpink mit Popcorn und einer rosa Kinokarte drauf. Man sieht also auf der Stelle, dass es um Kino und Filme im allgemeinen geht und dass dieses Buch definitiv jüngere Leserinnen ansprechen soll. Nun bin ich schon kein kleines Mädchen mehr, aber trotzdem hat mich diese süße, niedliche Aufmachung auf der Stelle angesprochen. Süß und niedlich geht eben immer und wenn dann auch noch der Titel Lust auf mehr macht, dann kann man doch gar nicht anders, als sich darauf zu stürzen.

Meine Meinung

Vom ersten Moment an ist klar: Das hier ist ein Kinderbuch. Man merkt es an der Aufmachung und natürlich auch am Alter der Protagonisten. Ein weiterer wichtiger Punkt in dieser Hinsicht ist der Schreibstil, denn es ist verdammt schwierig, ein Kinderbuch zu schreiben, an dem sich die Zielgruppe und gleichzeitig auch ältere Leser erfreuen können. Cornelia Franke ist das jedoch einwandfrei gelungen. Die 16-jährige Ich-Erzählerin wirkt genau so wie sie ist. 16. Nicht älter, aber auch nicht Jahre jünger und der Schreibstil spiegelt das klasse wieder. Es gibt spritzige Dialoge zwischen Jessica und ihren Freunden und genauso interessant gestaltete Beiträge zum Thema Film. Außerdem kann man sich auf etwas Romantik freuen, aber dazu später mehr.

Kurz und knapp geht es in dem Buch um Jessica. Jessica verbringt ihre Zeit gerne im Kino, schwänzt gerne mal den Unterricht, um sich donnerstags die neuen Filme reinzuziehen und besitzt sogar eine Kinojahreskarte. Als bei ihr an der Schule eine Art Wettbewerb gestartet wird, wer in seiner Gruppe von 2-3 Personen den aktivsten Blog gründen und führen kann, bietet sich ihr die Chance, ihre Leidenschaft publik zu machen. Der Blog »moviesonmymind« ist schnell gegründet, aber bei der Führung brauchen sie dann doch Hilfe von Marvin, dem liebenswerten Nerd ihrer Klasse …

Man möge denken, alles ist vorhersehbar. So wie es in jedem Kinderbuch ist, aber … okay, zum Teil ist es das auch, aber wie schon gesagt, es ist ein Kinderbuch. Und ein richtig süßes noch dazu, da will ich also nichts sagen. Trotz der Tatsache, dass es stellenweise für mich offensichtlich erschien, hielten die letzten 20 Seiten noch so einige Überraschungen für mich bereits, so dass der Begriff »vorhersehbar« eigentlich doch nicht mehr passt. Für das Ende jedenfalls nicht. Mittendrin schon. Das nur so als kleiner Manko.

Ein wichtiger Part des Buches nimmt ganz klar das Thema »Film« ein und das zu Recht. Neben bekannten Klassikern gibt es eine Reihe von erfundenen Filmen, die sich die Filmindustrie schnell sichern sollte, einfach weil sie richtig cool beschrieben werden. Die Filmkritiken, die Jessica im Laufe des Buches verfasst und mit ihrem Leben verknüpft, lockern die Handlung immer wieder auf und passen einfach handlungstechnisch richtig gut rein. So bekommt man einen schönen Eindruck inwiefern man die Kinorealität mit der Wirklichkeit verknüpfen kann. Das ist der Autorin gelungen.

Fazit

Das ganze Buch ist ein Lesespaß für Groß und Klein. Und für Kino- und Filmliebhaber natürlich. Trotz kleinerer Schwächen konnte es mich daher überzeugen und ich vergebe guten Gewissenes 4 Schmetterlinge.

Bewertung

4/5

Freundschaft, Film, und die erste Liebe!

Von: Fairy-book Datum : 08.10.2016

www.fairy-book.blogspot.de

Mit ihren Freunden Lisa und Tom verbindet Jess eine große Leidenschaft: Filme, Filme, und nochmal Filme! Als sie für ein Schulprojekt einen Blog ins Leben rufen solle, sind Jess und Lisa noch unsicher. Doch schon bald er sich mit vielen Infos rund um das Thema Film.
Viel zu beschäftigt mit dieser Aufgabe und ihrem Alltag, übersieht sie dabei, daß ihr guter Freund Marvin mehr als nur eine Freundschaft im Sinn hat.

Schon der Titel fiel mir direkt ins Auge, denn wer hat nicht genau so etwas schon selbst gedacht?
Und als ich dann erfuhr das Jess eine Film-Liebhaberin ist und auch noch an einem Blog mitschreibt, war für mich klar: Ich möchte Cornelia Frankes Roman auf jedem Fall lesen!

Jess ist ein typischer Teenager, und lebt alleine mit ihrem Vater.
Ihre Mutter ist verstorben, und Jess hat nur wenige Erinnerungen an sie.
Die Beziehung zwischen ihr und ihren Eltern, und Dinge die in der Vergangenheit passiert sind, sind hier das große Geheimnis, und geben dem Roman eine gewisse Tiefe.

Diesen Teil ihres Lebens zusammen mit Jess zu erforschen gefiel mir sogar fast am besten.
Aber auch das Schulprojekt, an einem Blog zu arbeiten, war ein interessantes Thema.
Denn als Bloggerin kenne ich natürlich Einiges davon, was Jess und Lisa passiert ist.
Man gibt sich Mühe beim Aufbau, beim Design, beim Erstellen der Beiträge, und dann gibt es da aber auch die negative Seite, wenn erst einmal negative und bösartige Kommentare folgen.
Ich konnte also vieles nachvollziehen, was auch an dem klaren Stil der Autorin lag.
Cornelia Franke ist eine deutsche Autorin und das spürt man auch beim Lesen.
Es wirkt alles so bekannt, nicht wie in Romanen die z.B.von amerikanischen Autoren geschrieben wurden, und die gelegentlich übertrieben und unrealistisch wirken.

Neben den ersten Familienhintergründen und dem Shulprojekt kommt auch die Liebe nicht zu kurz.
Allerdings blickt Jess erst ziemlich spät durch, was sie umso symphatischer macht.
Sie ist oftmals verpeilt oder auch einfach ab und zu in ihrer eigenen Welt.
Kein Wunder das sie davon träumt die Rolle wechseln zu können.
Ihre Liebe zu Filmen hat auch etwas mit ihrer Mutter zu tun,und das Kino ist ihr zweites Zuhause.
Auch ich habe so allerlei Neues über einige Filme erfahren, und bekam Lust das Popcorn auszupacken und den Dvd-Player anzuwerfen.

Dieser Roman ist unterhaltsam, und auch für jüngere Leserinnen geeignet.
Ich hatte meinen Spaß mit Jess und ihren Freunden, und könnte mir auch sehr gut eine Fortsetzung vorstellen.

Auch Nerds sind nicht ohne!

Von: danielamariaursula Datum : 23.09.2016

nichtohnebuch.blogspot.de/

Wäre mein Leben ein Film, würde ich eine andere Rolle verlangen, Cornelia Franke, Cbt
Dies scheint meine literarisches Jahr der Nerds zu werden!
Jessica ist 16 Jahre alt und lebt alleine mit ihrem Vater in Berlin, seit dem Unfalltod ihrer Mutter vor fast 10 Jahren. Die Erinnerung an ihre Mutter verblasst immer mehr, sie kann sich nur noch an ihre schönen gemeinsamen Zeiten im Kino erinnern. Daher ist sie stolze Besitzerin einer Kinojahresdauerkarte und geht jeden Donnerstag mit ihren Nerd-Freunden Zwergenkriegerin Lisa, Sternenflottenkapitän Tom und Gameplanner Marvin in den aktuell anlaufenden Blockbuster und wann immer sie Zeit hat. Der Filmvorführer Olaf, ein alter Freund ihrer Mutter, ist wie ein Onkel für sie und sie redet mit ihm intensiver, als mit ihrem eigenen Vater.
Als sie für die Schule mit ihrer besten Freundin Lisa einen Blog zum Thema Kino ins Leben rufen soll, ändert sich plötzlich einiges für sie. Dabei mag Jess keine Veränderungen, sie machen ihr Angst, es sollte am besten alles immer so bleiben wie es jetzt ist. Aber die Welt steht ebenso wenig still, wie das Kino. Daher flüchtet Jess sich immer wieder in Tagträume, die das Leben aber auch nicht ändern können.
In diesem Jugendbuch geht es um Freundschaft, Verlust, Veränderung, Mobbing, Anders-sein und die erste Liebe. Bis auf die Trauer um die schon früh verstorbene Mutter sind dies eigentlich alles Themen die 12- 18 Jährige betrifft. O.k. nicht jeder ist ein Nerd, aber zum einen finde ich Jess, Lisa, Marvin und Tom nicht wirklich merkwürdig. Sie werden sehr schön liebevoll und konturiert gezeichnet, zum anderen kann ja auch nicht jede Leserin die ungekrönte Stufenqueen sein. Diese heißt in Jess Fall Antonia und scheint sich irgendwie an ihr festgebissen zu haben. Etwas wütend hat mich ja schon gemacht, daß ihr der Medien-Lehrer nicht mal mehr Einhalt gebietet. Das geht ja gar nicht! Auch eine glänzende Wallemähne und ein tiefer Ausschnitt berechtigten nicht zu solchen unregulierten Gemeinheiten, da mag die Beinlänge mal dahingestellt sein! Das Mobbing durch Antonia ist aber gar nicht Jess größtes Problem, denn sie hat ja die besten Freunde der Welt! Da kann eine Antonia einem ja eigentlich gar nicht wirklich was anhaben. Aber die Kommunikation mit ihrem Vater wird immer schwieriger, auch wenn Marvin sie immer wieder ermutigt und ihn sogar verteidigt. Fast-Patenonkel Olaf sieht es genauso, aber irgendwie scheinen Vater und Tochter nicht wirklich zu einander zu finden. Bis…. Ja, das wird nicht verraten! Zur ersten Liebe habe ich auch nix gesagt? Na klar, es muß ja noch spannend bleiben. Aber ehrlich, der Typ ist zu gut um wahr zu sein! So einen muß man festhalten und darf ihn nicht gehen lassen, in der Realität sind solche Jungs viel zu selten (ja, ich stehe nicht auf Bad Boys, die taugen nur für’s Poster, aber nicht für’s echte Leben und die Idee sie reformieren zu wollen ist ganz schlecht, ehrlich!). Ob Jess das noch rechtzeitig merkt? Und was steckt hinter dem „totgeschwiegenen Tod“ ihrer Mutter, da stimmt doch was nicht? Einfach reinlesen, mitfiebern, mit träumen und mittrauern! Mannomann, hatte ich teilweise eine Wut auf Jess Vater! Ja, es ist ein Buch voller Gefühle, irgendwie süß, aber nicht im klebrig rosa Sinne, auch wenn man es bei dem Cover meinen darf! Nix für Barbie…..
Etwas schade finde ich, daß ich den Focus des Buches nicht genau bestimmen kann. Geht es mehr um Mobbing, 1. Liebe, unbewältigte Trauer oder um Eltern-Kind-Konflikte. Aber Teens wissen ja auch nicht immer so genau wo ihr Focus liegt und was genau sie wollen. Ihre Welt steht Kopf und wahrscheinlich liegt die Priorität irgendwie in der Selbstfindung, zu der das oben erwähnte alles dazugehört.
Wer ein Herz für junge Kinofans, Gamer, Nerds, Geeks, Handtuchträger am 11.2, die Zahl 42 und ähnliches hat, ist hier goldrichtig! Und wer nicht, der kann hier noch einiges über den Handtuchtag und die Zahl 42, die Antwort auf alle Fragen des Universums lernen, ohne den ganzen Hitchhikers Guide through the Galaxy (per Anhalter durch die Galaxis) zu lesen (schadet aber nicht, weiß ich aus Erfahrung. Ich habe ihn gelesen, meine Mädels pressen ihre Blumen darin ;))
Eine klare Leseempfehlung von 4,5 von 5 Sternen.

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen

Von: Laraundluca Datum : 14.09.2016

zauberhaftebuecherwelten.blogspot.de/

Inhalt:

Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist auf die Altersklasse abgestimmt, schön locker, einfach und jugendlich frisch. Das Lesen war so unheimlich leicht, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Die Idee, die vielen Anspielungen auf die Filme fand ich wirklich toll, auch wenn ich nicht alle erkannt habe. Dazu schaue ich einfach zu wenige Filme. Bei manchen Filmmeinungen musste ich schmunzeln, andere sagten mir gar nichts und ich bin dadurch über einige Stellen etwas gestolpert.

Die Handlung hat mich wirklich überrascht, da doch viel mehr Tiefe darin zu finden war, als ich zuerst erwartet habe. Hier geht es nicht nur um die Liebe zum Film, sondern um ein junges Mädchen, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und auf dem Weg zu sich selbst. Die Beziehung zu den Eltern, Freundschaft, die erste Liebe, Verlust und Mobbing werden thematisiert.
Dennoch war die Auflösung, weshalb der Vater sich so in Schweigen hüllte, was die verstorbene Mutter betraf, für mich vorhersehbar.

Die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte hält sich mehr im Hintergrund. Sie ist sehr zart und wirklich süß, passend zur Altersklasse erzählt.

Jess ist eine nicht ganz so leichte Protagonistin. Sie lebt nur fürs Kino, für Filme, sie interessiert sich ansonsten für nichts, was normalerweise Mädels in dem Alter anspricht. Als Mutter fand ich das schon etwas erschreckend und auch traurig, dass Jess sich ansonsten für wirklich gar nichts interessierte.
Die Beziehung zwischen Vater und Tochter war sehr angeschlagen. Er verschwieg Jess viel, erzählte nichts über die verstorbene Mutter. Jess kann sich kaum an sie erinnern, da ist es natürlich,d ass sie versucht, so viel wie möglich über sie herauszufinden. Sie steckten beide in einer schwierigen Situation. Ich konnte sowohl die Beweggründe von Jess, als auch von ihrem Vater nachvollziehen.
Und weil diese Probleme noch nicht genug waren, gibt es natürlich noch Antonia, die Gegenspielerin, die ich am liebsten aus dem Buch geworfen hätte. Fies, hinterhältig, geht sie bei jeder Gelegenheit auf Jess los.
Die vier Freunde sind ein tolles Gespann. Marvin mochte ich sehr gern, ein süßer und liebevoller junger Kerl, der mein Herz erobern konnte.

Eine schöne Geschichte für junge Mädchen, die einiges zu bieten hat, humorvoll und unterhaltsam ist.

Fazit:

Ein schönes Buch für junge Mädchen und Filmliebhaber, eine Geschichte, die mich mit ihrem Tiefgang doch überrascht hat. Leseempfehlung.

Überraschend tiefgründiger Jugendroman

Von: Denise Otten Datum : 13.09.2016

kitsunebooks.de

Rezension zu Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen von Cornelia Franke

Titel: Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen
Autor: Cornelia Franke
Verlag: cbt
Genre: Jugendbuch, Coming of Age
Erscheinungsdatum: 11.07.2016
Isbn: 978-3570310144

Ich habe das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks gelesen und bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei Cornelia und Dominic für das Rezensionsexemplar.

Inhalt:

Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt.

Meinung:

Ich hatte mich für diese Leserunde entschieden, weil mich die Inhaltsangabe angesprochen hatte und die Autorin, die die Runde begleiten würde, auf den ersten Blick sehr sympathisch erschien. Erwartet habe ich einen locker flockigen Jugendroman mit Turbulenzen und ganz viel Liebe (und Popcorn). Dass mich dieses Buch aber so begeistern und auch überraschen würde, hätte ich nicht gedacht. Und an dieser Stelle sei wieder gesagt: Never judge a book by it’s cover!

Zu Beginn wird man direkt ins Geschehen hineingeworfen und lernt die Hauptfigur Jessica - von allen nur Jess genannt - , sowie ihre besten Freunde in ihrer liebsten Umgebung kennen: Dem Lichtspielhaus. Filme haben in Jess’ Leben einen ganz besonderen Platz eingenommen und so ist es nicht verwunderlich, dass sie im Fach Medien, in dem die Klasse als Projekt einen Blog erstellen soll, das Thema Filmkritik auswählt. Hier könnte nun eigentlich eine kunterbunte Teenagerkomödie ihren Lauf nehmen, in dem - wie im Film - das Gute siegt und die Liebe auf rosaroten Wolken schwebt. Doch umso mehr der Roman an Fahrt aufnimmt, zeigt er seine tiefergehenden Seiten. „Wäre mein Leben ein Film…“ ist ein Coming of Age Roman über ein junges Mädchen, dass seinen Platz im Leben zunächst nicht gefunden hat. Er behandelt Themen wie Mobbing und das „sich anders als andere“ Fühlen, ohne seinen Humor zu verlieren. Denn dieser ist, dank dem flüssigen und leichten Schreibstil immer, aber nicht aufgesetzt, vorhanden.
Jess flüchtet sich bei unangenehmen Situationen gerne in ihre Tagträume, um sich sich den Ausgang dieser filmisch vorzustellen. Warum dies so ist wird schnell klar, wenn man einen Blick auf ihre Familienverhältnisse wirft. Sowohl diese, als auch die aufkommende Romanze wurden von der Autorin realistisch und genau gegenteilig zu den ganzen Filmvorlagen dargestellt. Wer meinen Geschmack kennt weiß, dass ich Liebesgeschichten mit Schnulzen-Happy End und ellenlangen Liebesbekundungen überhaupt nicht leiden kann. Der Autorin scheint es ebenso zu ergehen und räumt zusammen mit Jess’ Gedankenwelt mit diesen Klischees auf.

Gut gefallen haben mir die hin und wieder eingestreuten Blogeinträge von Jess und ihrer Freundin Lisa, die noch ein wenig mehr von der Gefühlswelt der beiden Preis gegeben haben.

Mich konnte das Buch durch seine mit Ecken und Kanten versehenen Charaktere und die überraschende Tiefe überzeugen. Der Verlag gibt mit 12 Jahren eine realistische Altersangabe an, wenn man nicht den nächsten Young Adult Schundroman sucht. Wenn man jedoch Jugendbücher mit Charakterentwicklung mag und sucht, ist dieses Buch auch für ältere Leser geeignet. Mit ihren 16 Jahren wurde eine realistische Hauptfigur geschaffen, die sich abseits der Gossip- und Modewege bewegt und mir der ich mich aufgrund meiner eigenen Schulzeit wirklich sehr gut identifizieren konnte.

Wirklich nett sind auch die kleinen Anspielungen zu real existierenden Filmen. Da ich selbst eher ein Serienfan bin, konnte ich allerdings nicht alle ausmachen.


Zitat:

„Wie würde Lisa sagen? Das Abenteuer beginnt, wenn man den ersten Schritt aus der Tür wagt.“ Seite 287


Fazit:

„Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“ bekommt von mir die volle Punktzahl. Mich konnten sowohl die liebevoll gezeichneten Charaktere, deren Entwicklung, die niedliche jedoch realistische erste Liebe, als auch (und gerade wohl deswegen) die Verbundenheit mit der Hauptfigur überzeugen. Dies wird sich nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.

Ich lege diesen Roman allen Geeks, Elfen und Weltraumkapitänen zu Herzen. Fans von Rainbow Rowells „Fangirl“ werden sich auf ihre Kosten kommen.

5 von 5 Sterne.

Kinofans und Leseratten aufgepasst, hier kommt euer zukünftiges Lieblingsbuch!

Von: Nadja & Luna Datum : 12.09.2016

lesen-ist-leben.simplesite.com/

Jess liebt Kino und dass sie mindestens einmal pro Woche ins Kino geht, ist mindestens so sicher, wie dass Harry Potter eine blitzförmige Narbe auf der Stirn hat.
Im Kino fühlt sie sich angenommen, so wie sie ist. Ihr Zuhause ist zwar ihr Zuhause, aber abgesehen von ihrem Zimmer fühlt sie sich dort nicht wirklich wohl. Dazu trägt die Einrichtung, aber auch ihr Vater bei. Er kann ihre Filmleidenschaft kein Bisschen nachvollziehen. Das neue Schulprojekt, das daraus besteht, einen Blog zu gestalten und zu führen, verbessert das Verhältnis zwischen ihrem Vater und ihr auch nicht, im Gegenteil.
Zum hat sie Lisa, Tom und Marvin, ihre besten Freunde. Marvin ist immer zur Stelle, wenn Lisa und Jess Hilfe mit ihrem Blog brauchen.
Doch dann bricht das absolute Gefühlschaos bei Jess auch.
Lisa macht immer wieder komische Andeutungen über sie und Marvin, Marvin verhält sich auch irgendwie komisch und Jess kann den Drang, mehr über ihre verstorbene Mutter zu erfahren, nicht mehr unterdrücken. Nicht zu vergessen Antonis, die fiese Hydraprinzessin, die ihr (leider mit Erfolg) das Leben noch schwerer machen will…
Aber Jess wäre nicht Jess, wenn sie sich nicht ihren lebensgroßen E.T. schnappen und sich zusammenreißen würde!

Ihr findet, das klingt spannend? Ihr mögt Filme, Kino und Bücher? Protagonistinnen, die sich nicht für den typischen Bad Boy aufopfern und ein lebhaftes Kopfkino heben? Dann kann ich euch nur eins sagen:
Kauft dieses Buch, wünscht es euch oder leiht es euch aus. Hauptsache, IHR LEST ES.

toller Jugendroman mit viel Gefühl......

Von: Lesezauber Datum : 26.08.2016

steffis-und-heikes-lesezauber.blogspot.de

Meinung
Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen war für mich ein leichter, aber sehr emotionaler Jugendroman über das Erwachsen werden und seine Tücken. Es ging viel um Freundschaft und Familie und wurde von der Autorin wie im richtigen Leben dargestellt.

Die Handlung begann schon ganz amüsant. Ich wurde in das Leben von Jess eingeführt und betrat mit ihr ihren Weg ins Erwachsen werden. Die erste Liebe, ihre Suche nach Antworten über ihre verstorbene Mutter und die Streitigkeiten mit ihrem Vater waren nur ein paar „Probleme“ die in diesen tollen Jugendroman einflossen. Gefühle und Emotionen standen an erster Stelle und die Bedeutung von Freundschaft und Familie wurde sehr groß geschrieben.

Natürlich blieben im Laufe der Geschichte einige Schmunzler nicht aus und ich musste immer wieder an meine Tochter denken und wie dieses Erwachsen werden bei ihr war. Trotz dass ich schon etwas älter bin, habe ich dieses Werk genossen und finde die Zielgruppe ab 12 Jahren genau richtig. Aber auch etwas „Ältere“ haben bestimmt Spaß an diesem Buch.

Durch den natürlichen und einfachen Schreibstil war ich ganz schnell fertig, die Seiten flogen nur so dahin und hinterließen am Schluss ein wohliges Gefühl bei mir. Klar, das Ende war schon etwas vorhersehbar, bei den meisten Jugendromanen gibt’s ja immer ein Happy End, aber für mich war es ausreichend und zufriedenstellend.

Die Charaktere erschienen mir gut durchdacht und wurden perfekt in Szene gesetzt. Egal ob Zicke, nettes Mädchen von Nebenan, bester Freund, Lehrer oder Vater, alle hatten einen bestimmten Part zu erfüllen und taten dies auch hervorragend. Sie kamen authentisch und real rüber und war mir eigentlich alle sehr sympathisch.

Die Umgebungsbeschreibungen waren auch klasse. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Vor allem die Szenen im Kino und dessen Beschreibungen waren einfach irre.

Fazit
„Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“ ist ein toller Jugendroman mit vielen Gefühlen und den Schwierigkeiten beim Erwachsen werden. Tolle Charaktere, ein toller Plot und ganz viel Emotionen runden das Ganze ab. Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Leider enttäuschend und langweilig

Von: Mein Bücherchaos Datum : 25.08.2016

jennybuecher.blogspot.de/

Auf dieses Buch wurde ich durch den unglaublich kreativen und zum Klappentext passenden Titel aufmerksam. Auch das Cover sieht dazu super aus mit dem Popcorn. Jedoch war das leider auch schon das was mir am Buch am besten gefallen hat.

Der Schreibstil von Cornelia Franke machte mich leider nicht allzu sehr an. Ich bin schwer ins Buch reingekommen, was zum einen an der Protagonistin Jess lag, aber auch daran, dass mich die Handlung nicht besonders fesseln konnte. Das Buch war zwar fließend geschrieben, aber richtig unterhalten konnte es mich nicht. Geschrieben wurde es dabei aus der Sicht von Jess. Doch leider konnte mich auch das ihr nicht näher bringen.

Jess verlor vor Jahren ihre Mutter, woraufhin ihr Vater immer mehr arbeitete und sie ihr zweites Zuhause im Kino und den Filmen fand. Mit ihren besten Freunden besucht sie so zwei bis dreimal die Woche das Kino und entflieht ihrem einsamen Zuhause. Für die Schule soll sie einen Blog erstellen, woraufhin sie sich mit ihrer besten Freundin für einen Film-Blog entscheidet.

Doch dies ruft Probleme mit ihrem Vater herauf, denn dieser möchte die Leidenschaft seiner Tochter zu Filmen unterbinden. Was ich zu Beginn des Buches gar nicht verstanden habe. Wieso will ein Vater seiner Tochter ihre Leidenschaft verbieten? Im Laufe der Geschichte kam ich dahinter und muss gestehen, dass mir diese Probleme zu gestellt und gewollt vorkamen.

Auch die Beziehung zu ihrem besten Freund Marvin kam mir zu geplant und perfekt vor. Jahrelang ahnte sie von seinen Gefühlen nichts und nun sieht sie ihre Freundschaft gefährdet. So nahm auch diese Handlung einen großen Teil der Geschichte ein, welche mich aber auch nicht begeistern konnte.

Die Protagonistin Jess blieb mir während des ganzen Buches leider zu blass und farblos. Die Probleme mit ihrem Vater und ihrem besten Freund Marvin wirkten zu gestellt und auch die Blog-Geschichte die ich mir spannend und interessanter vorstellt hatte, langweilte mich. Ich denke, dass mir das Buch vor Jahren - als Jugendliche - besser gefallen hätte. Also würde ich das Buch eher - wie auch vom Verlag - an Mädchen ab 12 empfehlen. Die können bestimmt mehr mit der Geschichte von Jess anfangen.

Rezension zu „Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen“ von Cornelia Franke

Von: Yvi's kleine Wunderwelt Datum : 24.08.2016

yviskleinewunderwelt.blogspot.de

Meine Meinung:

Jess und ihre Freunde sind absolut begeistert von Filmen. Das ist im Buch toll verarbeitet. Es gibt unzählige Anspielungen auf diverse Filme in verschiedenen Genres, die jeden Filmliebhaber begeistern. Es hat mich immer zum Schmunzeln gebracht, wenn ich diese entdeckt habe. Und ja, ich würde auch an eine blaue Telefonzelle klopfen.

Nun aber zurück zu Jess und ihren Freunden. Sie verbringen die meiste Zeit im Kino, spielen aber auch gerne Videospiele und einige auch LARP. Für ein Schulprojekt sollen sie einen Blog betreiben und da kommt es ihnen wie gerufen, dass auch das Thema „Film“ vertreten ist. Es macht Spaß Jess und Lisa bei dem Aufbau ihres Blogs zu begleiten und es ruft viele Erinnerungen wach. Jeder, der vielleicht gerne mal bloggen möchte, kann sich hier sogar einige Tipps holen. Die Autorin hat sehr gut beschrieben an was man alles denken muss und sogar, welches Gefühlschaos man durchlebt. Wie kommt der Artikel an? Was macht man mit Negativkommentaren? Wie bekommt man Follower? Ich fand toll, wie sich Jess über ihren ersten richtigen Kommentar gefreut hat. Wer kennt das als Blogger nicht. Ich freue mich auch wie ein Honigkuchenpferd über jeden Kommentar. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man Gleichgesinnte erreichen konnte und sich so über das liebste Hobby austauschen kann. Das wird im Buch toll rübergebracht.

Das Hauptaugenmerk liegt aber auf Jess und ihr Leben als Nerd. Sie hat ihre Freunde, die so sind wie sie, aber von den restlichen Leuten der Schule wird die Clique eher gemobbt. Ständig müssen sie sich gehässige Kommentare gefallen lassen. Ich finde es aber toll, wie die vier zusammenhalten und sich dadurch auch ihr Hobby nicht vermiesen lassen. Jeder hat seine eigene Rolle in der Gruppe. Während Tom irgendwie der Chef ist, ist Marvin der Technikbegabte Gamer und Lisa die Elbenprinzessin. Ich finde es einfach witzig, wie sie ständig auf ihren Elbennamen „Nessa Faelivrin“ besteht, den sich irgendwie keiner ihrer Freunde merken kann. Welcher Herr der Ringe-Fan hat den nicht schon mal recherchiert? Meiner ist übrigens „Napolde Ancalime“ und auch recht schwierig. Grins.
Marvin ist schon seit geraumer Zeit heimlich in Jess verliebt. Jess ahnt lange nichts davon und hat große Schwierigkeiten mit der neuen Situation umzugehen. Sie muss selber herausfinden, wie sie empfindet und will ihn auch nicht als Freund verlieren. Dazu kommt noch, dass sie erfährt, dass ihr Vater ihr Dinge über ihre verstorbene Mutter verheimlicht. Das alles belastet sie sehr und ihr Vater schweigt vehemend.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus Jess‘ Sicht geschrieben. Es hat einen sehr lockeren, leicht verständlichen und jugendlichen Schreibstil. Eine wundervolle Geschichte über Hobbies, Freunde, die erste Liebe und ein dramatisches Familiengeheimnis. Absolut empfehlenswert.


Cover:

Das Cover ist toll und passt perfekt zur Geschichte. Man bekommt direkt Lust auf Kino und Popcorn.


Fazit:

Eine tolle jugendliche Geschichte, die jeden Filmfan begeistern wird.

Eine besondere Empfehlung für Filmfans

Von: Nadja Datum : 22.08.2016

booksaretrueadventures.blogspot.com/

Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen von Cornelia Franke

Zum Inhalt:
Jess liebt Filme und besonders liebt sie es jede Woche mit ihren Freunden ins Kino zu gehen. Als sie für ein Projekt in der Schule einen Blog starten soll ist natürlich sofort klar worüber sie schreiben will. Doch niemals hätte Jess gedacht, dass dieses Projekt ihr Leben so ins Chaos stürzen könnte. Was hat ihr Vater nur plötzlich so gegen ihre Filmleidenschaft? Und was sollen die Anspielungen ihrer besten Freundin Lisa, bezüglich Marvin, ihrem besten Freund? Natürlich ist er nur so hilfsbereit, weil er ein guter Freund ist! Oder könnte er vielleicht doch mehr von ihr wollen? Wieso ist das Alles nur im echten Leben so viel komplizierter als im Film?

Meine Meinung:
"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" hat mich allein schon durch den tollen Titel angesprochen, denn geht es nicht jedem von uns manchmal so, dass wir lieber eine andere Rolle spielen würden? Unserer Protagonistin Jess geht es in dem Buch jedenfalls öfters mal so, denn ihr Leben beginnt langsam aber sicher im Chaos zu versinken und dabei würde sie doch am liebsten einfach entspannt im Kino sitzen und sich mit einer Tüte Popcorn in der Hand zusehen wie jemand anderes versuchen muss scheinbar unmögliche Aufgaben zu lösen. 

Wie man schon am Titel und dem richtig gelungenen Cover erkennen kann spielen Film in dieser Geschichte eine wichtige Rolle, denn Jess ist ein kleiner Filmnerd und versinkt am liebsten in fiktionalen Welten, besonders wenn es im realen Leben mal wieder nicht ganz so läuft wie es sollte. Und dies ist bei ihr in letzter Zeit öfters mal der Fall, nicht nur muss sie sich in der Schule mit ziemlich kindischen Oberzicken herumschlagen, auch mit ihrem Vater läuft es nicht so gut.

Zudem sorgt eine erste Liebe bei Jess, die sich bis anhin eigentlich kaum für Jungs interessiert hat, weiter für Verwirrung. Einerseits mag sie den Jungen total, andererseits ist sie sich nicht ganz sicher, ob sie wirklich mit ihm zusammen sein will. Was wenn es doch nicht funktioniert? Auch ihre geliebten Filme können Jess hier leider nicht weiterhelfen und so muss sie sich vollständig ins Gefühlschaos hineinstürzen. 

In solchen Momenten vermisst sie ihre verstorbene Mutter schrecklich, nur leider erinnert sie sich kaum mehr an sie und ihr Vater weigert sich Jess von ihr zu erzählen. Das Thema Verlust spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte und Cornelia Franke behandelt dieses sehr feinfühlig ohne Dinge schön zu reden. Man kann sehr gut mit Jess und ihrem Vater mitfühlen, auch wenn es ein bisschen an meinen Nerven zerrte wie dickköpfig sich beide verhalten haben, am Schluss kann man beide Seiten auch irgendwie verstehen. 

Zum Glück hat Jess jedoch noch ihre besten Freunde Lisa, Tom und Marvin. Die vier sind echt eine super sympathische Gruppe aus Nerds, die nicht nur gerne zusammen ins Kino gehen, sondern auch in jeder sonstigen Lebenssituation füreinander da sind. Besonders Lisa und Tom sorgen zudem für einige der lustigsten Momente in der Geschichte, man kann eigentlich gar nicht anders als die vier ins Herz zu schliessen und mit ihnen mitzulachen und mit zu fiebern. 

Fazit:
Wer ein richtig süsses und humorvolles Sommerbuch sucht (welches man natürlich auch in anderen Jahreszeiten lesen kann) der ist hier absolut richtig. Die Geschichte hat einiges zu bieten Freundschaft, erste Liebe und Familie spielen alle eine grosse Rolle und auch ernstere Themen wie Verlust werden angesprochen. Eine besondere Empfehlung gibt es zudem für Filmfans und Blogger, ihr werdet in Jess eine Gleichgesinnte finden.