Leserstimmen zu
Alles Licht, das wir nicht sehen

Anthony Doerr

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Manchmal begegnen sich zwei Menschen nur einen ganz kurzen Augenblick in ihren Leben und dieser Augenblick wirkt sich auf das komplette Leben danach aus, auch wenn sie sich danach nie wieder sehen. Zwei junge Menschen während des zweiten Weltkriegs, die komplett getrennt voneinander existieren und sich schliesslich einen kurzen, aber bedeutsamen Augenblick lang begegnen. Ein schicksalhafter Moment für Beide. Im kapitelweisem Wechsel erzählt das Buch die Geschichte von Marie-Laure und Werner. Marie-Laure ist blind. Wie sie sich durch ihr Leben bewegt, ohne zu sehen, aber umso mehr zu hören, zu fühlen, zu schmecken und zu tasten, hat mir an dem Buch am besten gefallen. Anhand eines Holzmodells des Viertels lernt sie sich in den Straßen von Paris zurechtzufinden, sie hat einen Faible für Schnecken und Muscheln und erkennt sie an ihren Formen. Außerdem liebt sie Bücher, die zu dieser Zeit nur selten in Blindenschrift verfügbar waren, und somit ihre kostbarsten Schätze sind. Werner ist ein technisch hochbegabter Waise, der alles hinterfragt und seine Fragen in einem kleinen Notizbuch aufschreibt. Seine Klugheit machen sich die Nazis zunutze. Als er von ihnen aus dem Waisenhaus geholt wird, beginnt er immer weniger zu hinterfragen und versucht nicht an seine Schwester Jutta und die gemeiname Kindheit zu denken, die von heimlichem Radiohören auf dem Dachboden geprägt war und dem Wunsch nach mehr Wissen. Mich hat die Beschreibung der Veränderung von Werner fasziniert, seine Unfähigkeit für das einzustehen, was ihm einmal wichtig war und die zunehmende Anpassung an das System. Aufgrund der Kriegsthematik ist es sicher kein leichtes Buch, dennoch ist es eine schöne und feinsinnige Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.

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Ein Krieg fordert Opfer. Bringt Menschen dazu an ihre Grenzen zu gehen und darüber hinaus. Eröffnet Sehnsüchte, die vorher nicht bekannt waren. Verlangt alles von dir. Und legt deine Seele frei. All diese Dinge haben sowohl die blinde Marie-Laure, als auch der Waisenjunge Werner durchlebt. Jedes Kind auf seine Weise. Ja, sie sind noch Kinder, als sie mitten hinein gerissen werden. Als sie vom Monster Krieg verschlungen werden. Marie-Laure muss ihre Heimat verlassen. Flieht mit dem Vater zum Onkel, der den ersten Krieg nicht gut überstanden hat. Man sagt ihm nach, dass er nun nicht mehr er selbst ist, aber wie soll man auch "er selbst" bleiben, wenn man all diese Gewalt gesehen und in Not gelebt hat. In Paris war sie Zuhause, kannte jeden Winkel, obwohl sie schon seit einiger Zeit nichts mehr sehen kann. Plötzlich dieser Wechsel. Die Heimat, die gewohnte Umgebung, Sicherheit und Geborgenheit verlassen, und vom recht angesehenen Vater-Tochter-Gespann zu Menschen zu werden, denen Misstrauen und Verachtung entgegengebracht wird. Letztendlich ist aber auch das nicht mehr wichtig, denn am Ende geht es nur ums Überleben. Werners Werdegang verläuft anders. Vom Waisen ohne Perspektiven, wird er zum jungen Mann, dessen Träume erfüllt werden sollen. Den Weg dorthin hat er sich jedoch anders vorgestellt. Unbeschwerter, erfüllter, ohne Gewalt, Hass und den Wahnsinn, der den Menschen im zweiten Weltkrieg eingetrichtert wird. In den tiefen seiner Seele ist er ein Guter. Gutmenschen sind verpönt. Einzig der Gemeinschaftssinn, der Kampf fürs Volk, fürs Land, zählt. Koste es, was es wolle. Anthony Doerr hat einen ganz besonderen Roman geschrieben, der schon nach wenigen Seiten ein unerwartetes Eigenleben entwickelt. Voller Kraft ziehen mich die sanften Worte des preisgekrönten Autors in ihren Bann. Lassen mich Gefühle, Ängste, Nöte der Protagonisten spüren. Ich bin begeistert davon, wie der Roman aufgebaut ist. In verschiedenen Ebenen nähern sich die Ereignisse einander an, bis sie ganz fein miteinander verwoben sind, immer stärker werden und am Ende zu einer Geschichte werden, die ausdrucksstark und beeindruckend ist. "Alles Licht, das wir nicht sehen" bekommt von mir eine ganz große Leseempfehlung.

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Ersteinmal vielen Dank ans Bloggerportal und den btb Verlag das ich dieses Buch rezensieren durfte. Ich habe mich echt riesig gefreut. Auch die Geschichte hat mich begeistert. Ich hatte erst gemischte Gefühle was die "gesplittete" Handlung betrifft. Aber zu Unrecht. Anthony Doerr hat mit seinem großartigen Schreibstil auf jeden Fall überzeugt. Die Situationen, so schlimm sie auch sein mögen, waren super beschrieben. Die Vorstellungskraft kam hier auf keinen Fall zu kurz. Noch nie konnte ich mich so in eine blinde Person hineinfühlen. Entscheidungen und Gefühle der Personen sind nachvollziehbar und lassen einen nicht sofort wieder los. Einiges regt sicher zum Nachdenken an. Trotz der immer nur sehr kurzen Kapitel beibt man gut in der Handlung. Die Charaktere muss man einfach ins Herz schließen. Sie sind so liebenswürdig und einzigartig zugleich. Umso bewegender auch das Ende. Einziger Kritikpunkt sind meine nicht vorhandenen Französisch Kenntnisse. Manche Sätze und auch einmal ein kleiner Absatz wurden komplett im Französischen verfasst. Deren Bedeutung wurde mir dann natürlich erst später bewusst. Auch das Cover gefällt mir gut. Es bietet fast schon eine ausgleichende Ruhe zur aufwühlenden Handlung. Fazit Bücher über den Zweiten Weltkrieg gibt es viele aber sicher ist keins so wie dieses. Alle 512 Seiten sind es auf jeden Fall wert.

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Inhalt; In seinem Roman erzählt Anthony Doerr kenntnisreich und in einer wunderschönen Sprache, kunstvoll miteinander verwoben, die Geschichte zweier Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg, der blinden Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus dem besetzten Paris nach Saint-Malo flieht, und des jungen Waisen Werner, der in der Wehrmacht eingesetzt wird. Unaufhaltsam treibt die Geschichte sie aufeinander zu, spannend, labyrinthisch und atemlos. Meine Meinung: Das sind die Schauspieler in dieser unvergesslichen Geschichte, die sich während des zweiten Weltkriegs abspielt, angefangen mit der deutschen Besetzung von Paris im Juni 1940 bis zur Befreiung von Saint-Malo – bis dahin von der deutschen Wehrmacht hartnäckig verteidigt – im Sommer 1944. Das Buch wechselt zwischen der Geschichte von Werner, dem Jungen – wie er und seine Schwester in einem Kinderheim aufwachsen, wie sein Talent entdeckt und er wider alle Erwartungen in eine Napola, eine der nationalsozialistischen Erziehungsanstalten aufgenommen wird, wie er dort von Schuldgefühlen darüber heimgesucht wird, dass er nicht mehr für seinen Freund tut, der als „Schwächling“ brutal von den anderen gehänselt und geschlagen wird, und wie er doch nicht den Mut findet, etwas dagegen zu tun – und derer Marie-Laures, des französischen Mädchens, ab. Ihr Vater ist Schlossermeister im Nationalmuseum der Naturgeschichte in Paris und wird mit der Aufbewahrung eines der bedeutendsten Nationalschätze betraut, als die deutsche Wehrmacht schon vor den Toren steht. Sie fliehen bis nach Saint-Malo an der Küste der Bretagne, um bei dem Großonkel Zuflucht zu suchen, aber selbst dort können sie dem Krieg nicht entgehen und der Rolle, die sie letztendlich in ihm spielen müssen. Eine dritte, kleinere Handlung wird immer wieder stückchenweise in diese zwei Stränge mit eingewoben: die des Mannes, der es sich zum Ziel gemacht hat, den sagenumwobenen Juwel – genau den Schatz, den Marie-Laures Vater hütet – zu finden und sich komme was wolle zu eigen zu machen… Zuletzt treffen gegen Ende des Kriegs all diese Handlungsstränge zusammen während der langen, verheerenden Bombardierung der Festungsstadt Saint-Malo. Marie-Laure und Werner sind zwei Protagonisten, die man sofort ganz fest ins Leserherz schließen kann. Das unsichtbare Licht steht wohl nicht nur für Marie-Laures Blindheit, sondern es verkörpert noch so vieles mehr. Auch die Rundfunktechnik ist sehr wichtig in der Story: etwas, das zwar immer da ist, aber unseren Augen verborgen bleibt. Das Unsichtbare können aber auch einfach nur die Geister unserer Vergangenheit sein, die uns nie mehr ganz loslassen. Anthony Doerr schafft es, feinfühlig die Ereignisse zu beschreiben und mitfühlend seine Protagonisten zu begleiten, ohne dabei kitschig zu werden. Es steckt so viel Zuversicht und Leben in diesem Buch, dass es fast philosophisch Der Schreibstil ist poetisch, Die Sprache dieses Romans ist einfach wundervoll.Ich habe selten ein solch fantastisches Buch gelesen, das mich zu Tränen gerührt und zum Lachen gebracht hat. Fazit: Die Geschichte hält einen fest im Griff und bleibt auf Hochspannung bis zum absoluten “Show-Down” der in einer eher ernüchternden Weise endet. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen.

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"In seinem Roman erzählt Anthony Doerr kenntnisreich und in einer wunderschönen Sprache, kunstvoll miteinander verwoben, die Geschichte zweier Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg, der blinden Marie-Laure, die mit ihrem Vater aus dem besetzten Paris nach Saint-Malo flieht, und des jungen Waisen Werner, der in der Wehrmacht eingesetzt wird. Unaufhaltsam treibt die Geschichte sie aufeinander zu, spannend, labyrinthisch und atemlos." Im Alter von sechs Jahren erblindet das Mädchen Marie-Laure. Mit ihrem Vater, der im Pariser Naturmuseum arbeitet, flieht sie nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nach St. Malo, einer Stadt an der Küste der Bretagne. Marie-Laures Vater kümmert sich liebevoll um seine Tochter. Er kauft ihr Blindenbücher, in denen sie völlig versinken kann. Eines Tages wird er nach Paris zurückbeordert. Marie-Laure gibt die Hoffnung zwar nie auf, aber sie wird ihren Vater nie wiedersehen... Fortan kümmert sich ihr Großonkel Etienne um sie. Werner und seine Schwester Jutta leben in Deutschland. Sie sind Waisen und in einem Heim untergebracht. Werner interessiert sich sehr für Funk und Radiotechnik und bringt sich selbst das Reparieren alter Radios bei. Aufgrund seines Talents wird er schließlich auf eine Schule berufen, die Soldaten für die Wehrmacht ausbildet. Er wird in St. Malo stationiert. Neben Marie-Laures und Werners Leben, bekommt der Leser auch einen Einblick in das Leben anderer. Marie-Laures Großonkel Etienne, Madame Manec oder Harvé Bazin, der Marie-Laure eine Grotte am Meer zeigt, die noch eine Rolle in der Geschichte spielen wird. Und auch in das Leben von Werners Schwester Jutta und Werners Soldaten-Kollegen bekommt man einen Einblick. Die geheimnisvolle Suche nach einem Diamanten rundet die Geschichte ab. Marie-Laures und Werners Geschichte sind miteinander verwoben, dies hat der Autor kunstvoll vollbracht. Die Schrecken des Krieges, seine Entbehrungen, die Angst, das Schicksal und Leid der Menschen sind allgegenwärtig. Trotzdem hat die Geschichte etwas poetisches, hoffnungsvolles. Die Sprache des Autors ist einzigartig. Man versinkt tief in diese anrührende und bewegende Geschichte. Man fühlt, was Marie-Laure und Werner fühlen. Der Ort des Geschehens ist wunderschön. Ich war mehrmals in St. Malo und so konnte ich mich beim Lesen in die typischen Häuser und engen Straßen und Gassen des Stadtkerns (der 1944 nach den Bombardierungen der Alliierten fast vollständig zerstört wurde, dann aber wieder nahezu originalgetreu aufgebaut wurde) reinfühlen. Das kann man aber auch wunderbar, ohne je da gewesen zu sein. Ein absolut intelligenter und inspirierender Roman, der seinesgleichen sucht. Einfach ein wundervolles Buch, in meinen Augen ein Meisterwerk. Aufgrund meiner Empfehlung hat es auch schon Einzug in das ein oder andere Regal von Freunden und Familienmitgliedern gefunden. Sehr empfehlenswert!

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Um es kurz zu machen, dieses Buch hat alle meine Erwartungen übertroffen. Die Geschichten von Werner Hausner, einem jungen deutschen Soldaten und Genie, und Marie-Laure einem blinden, französischen Mädchen werden wunderschön miteinander verwoben und zeigen beide Seiten des 2. Weltkrieges ohne altbekannte Geschichten über KZs zu wiederholen. Diese schrecklichen Ereignisse schwingen immer mit, aber sie werden nur angedeutet, denn wir alle wissen bereits um die Schrecken dieses Krieges. Stattdessen zeigt dieses Buch die Wichtigkeit von Freundschaft und Familie. Ich war 500 Seiten lang gefangen von dieser wunderschönen Atmosphäre, die Doerr schafft, mit wenigen Mitteln, denn es werden nicht seht viele Figuren und nur etwa 4 Schauplätze eingeführt, aber deren Wirkung wurde voll ausgeschöpft. Ich werde noch lange über diese Buch nachdenken und ich kann es nur weiterempfehlen.

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Licht und Farben sind für Marie-Laure nur mehr Erinnerungen. Mit sechs Jahren wurde sie blind und trotzdem schafft sie es mit ihrem liebevollen Vater zu einer lebensfrohen und mutigen Frau heranzuwachsen. Der 2. Weltkrieg stellt sich den beiden jedoch in den Weg und sie müssen beide mit ihren besonderen Lebensumständen in Frankreich das Beste daraus machen. Werner wächst als Waise zusammen mit seiner Schwester in einem Heim in Deutschland auf. Er Entwickelt eine Leidenschaft für Radio und Funk und schafft es als einer der besten in eine Schule, die Soldaten für die Wehrmacht ausbildet. Anthony Doerr schafft es auf beeindruckende Weise die beiden unterschiedlichen Leben unaufhaltsam aufeinanderzuzutreiben und es doch wie Zufall aussehen zu lassen. Der Autor liebt die Details und versteht es, diese gekonnt in die Geschichte miteinfließen zu lassen, ohne dass es irgendwann langweilig wird. Die Sprache des Autors ist außergewöhnlich, poetisch und gleichzeitig schonungslos. Die kurzen Kapitel verleiten zum Immer-weiter-lesen und sind trotz der Kürze äußerst spannend und vollgepackt mit Informationen, Ideen, Gedanken und Gefühlen. Die Geschichte hat mich tief in meinem Inneren berührt und zu Tränen gerührt. Der Autor schaffte es, mir die Figuren so nahe wie möglich zu bringen und diese außergewöhnlichen Protagonisten mit inspirierenden Ideen zu vervollständigen. Der Autor erzählt einerseits eine Geschichte, die einerseits liebevoll, andererseits grausam während des 2. Weltkrieges spielt. Die Perspektiven sind die zwei junger Teenager, die versuchen trotz Krieg ihren Platz in der Welt zu finden und selbst zu bestimmen. Die Perspektive wechselt zwischen Marie-Laure und Werner abwechselnd. Vereinzelt wird auch zu anderen Personen geschwenkt, die das Gesamtwerk komplett machen. Fazit Anthony Doerr ist mit seinem Roman ein Meisterwerk gelungen. Außergewöhnliche Figuren, eine detailreiche und poetische Sprache sowie eine berührende und eindringliche Geschichte verbinden sich zu einem großartigen Gesamtwerk. Lesen! Lesen! Lesen!

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Meine Meinung Wir haben September. Herrliches Wetter lädt zum Schwimmen, Eis essen, Brotzeiten im Biergarten und Radeltouren ein. All diese Dinge genieße ich am Tag. Abends lese ich in "Alles Licht, das wir nicht sehen!" Ein paar Tage lebe ich in zwei Welten, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Vor vielen Jahren hatte man sämtliche Menschen der Sonne beraubt. Zum Inhalt Werner und seine Schwester Jutta lebten in einem kleinen Heim in Essen. Werner war als kleiner Junge schon ein kluges Köpfchen und konnte kaputte Radios reparieren. Marie-Laure lebte mit ihrem Vater in Paris. Ihr Vater arbeitete in einem Naturmuseum. Das Verhältnis zu seiner Tochter war sehr innig. Als sie ihr Augenlicht verlor, kaufte er ihr teure Blindenbücher. Als der zweite Weltkrieg ausbrach, flüchteten Marie.Laure und ihr Vater nach Saint Malo. Dort ist auch der deutsche Werner stationiert. Meine Meinung Ich war sehr gespannt, wie sich denn die Wege von Werner und Marie-Laure kreuzen werden. Versprach es die Geschichte doch von Anfang an. Kann man über den zweiten Weltkrieg mit einer wunderschönen Sprache erzählen? Vor diesem Buch hätte ich nein gesagt. Anthony Doerr kann. Und wie er kann! Einmal wurde die Geschichte in der Vergangenheit- dann wieder in der Gegenwart erzählt. So erfuhr man viel, über die Kindheit der Protagonisten. Werner war in seiner Schulzeit manchmal ein Feigling. Sein bester Freund wurde in "Schulpforta" regelrecht fertig gemacht. Werner hätte, meiner Meinung nach, wenigstens seiner Mutter Bescheid geben müssen. Werner war sehr erfolgreich. Sein kluges Köpfchen und seine Handfertigkeiten waren ihm sehr hilfreich. Marie-Laure lebte nach ihrer Flucht mit ihrem Vater bei ihrem Großonkel Etienne. Von der der älteren, warmherzigen Madame Manec wurden sie bekocht. Nachdem Marie-Laures Vater wieder nach Paris zurückbeordert wurde, sah sie ihn nie wieder . Das Museum hatte ihn angeblich wieder gebraucht. Ich machte Bekanntschaft mit dem sonderbaren Harvé Bazin. Er zeigte Marie-Laure eine Grotte am Meer, dessen Wände mit Schnecken überzogen waren. Diese Grotte sollte in der Geschichte noch eine große Rolle spielen. Harvé Bazin war nicht unbedingt ein Glückspilz. Hatte man ihm im ersten Weltkrieg das halbe Gesicht weg geschossen, so verschwand er im zweiten spurlos. Fazit Die Suche nach einem Diamanten hauchen der Story zusätzlich etwas Geheimnisvolles ein. Die Geschichte dazu, wurde im Naturmuseum in Paris erzählt. Eigentlich ein Märchen .... Wieder eine Erzählung, bei der wir mit erleben, wie Menschen verschleppt werden. Wie Menschen zum Töten gezwungen werden. Wie Menschen nach anfänglicher Euphorie den Wahnsinn erkennen. Und trotzdem, es menschelt in dieser Geschichte. Ein verschütteter deutscher Soldat in Frankreich bekommt Kontakt mit einer blinden jungen Frau. Wie es dazu kommt ist spannend und traurig. Man fiebert dem Ende entgegen. Man will wissen ob- und wann sich Werner und Marie-Laure begegnen. Der Anfang des Buches vermittelt ein großes Gefühl der Einsamkeit. Bombenangriffe, eine blinde Frau allein in einem Mietshaus. Flyer die die Einwohner warnen und zu einem Bunker bestellen. Doch, wie soll diese eine blinde Frau lesen? Was soll die Frau machen, deren einzige Gesellschaft eine kleine Ortschaft ist, die ihr Vater gebastelt hatte. Ein kleines Häuschen, in welchem sie sich tatsächlich befand. Außerhalb des Hauses die große Gefahr "MENSCH!" >>Wenn in den Armen und Beinen der Person neben ihnen nicht ihr Blut fließt, können sie ihr nicht trauen.<< (Seite 274) Ob mir das Ende gefallen hat? Nicht ganz. Wirklich nur zum Teil! Ich habe noch nie so lange gebraucht, um über ein Buch zu sprechen. Ich werde ihm nicht gerecht. Lest es bitte selber. Ihr werdet mir Recht geben. Danke Anthony Doerr Mein Dank geht an den btb-verlag

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