Leserstimmen zu
Westeros

George R.R. Martin, Elio M. Garcia Jr., Linda Antonsson

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Es ist ein Kreuz mit diesen Riesen - Sagas. Informationen in Hülle und Fülle über eine fantastische Welt, nicht nur sieben „Königslande“, es sind eine ganze Menge mehr Länder und Inseln und Städte, die man im Kopf behalten soll, wenn man DAS LIED VON EIS UND FEUER liest. Irgendwie war DER HERR DER RINGE übersichtlich dagegen, wobei J.R.R. Tolkien ja eine Sprache dazu erfand. Hier, im Buch WESTEROS erzählt ein Maester im Stile eines „Volksgeschichtsbuch“ die gesamte Geschichte dieser Ländereien und der wichtigsten Familien und Stammhäuser. Ein Kunstgriff sind die ständigen „Quellenverweise“ auf Literatur, anderer Maester bzw. die Trennung von Vermutungen und Tatsachen oder Wahrscheinlichkeiten. Geschickterweise bricht das Buch am Ende der bisherigen Handlung der eigentlichen Eis-und Feuer-Romane ab. Der Verfasser wünscht dem auf dem Thron der Sieben Königslande sitzenden König Tommen ein langes Leben, womit im Prinzip die gesamte bisherige Geschichte von WESTEROS erzählt ist. Das Buch ist ein Text-Bild-Band, ich habe es mir als Hörbuch zugelegt. Nach mehrmaligen Sehen (ja, stimmt) der Serie und Hören der 20 Hörbücher vermochte ich einigermaßen zu folgen, aber vermutlich ist der Bildband die bessere Alternative. Auf diese Art und Weise ist der Überblick sicherlich umfassender. Die Literatur ist ja unermesslich geworden. Gibt man bei Thalia das Stichwort GAME OF THRONES ein, bekommt man 2675 (!) Treffer angezeigt. Darunter sind die Romane selbst, DVD´s, Spiele und ein Stapel Begleitmaterial, wie zum Beispiel die Bücher, die „hinter die Kulissen“ der Filmproduktionen scheuen. Das nächste, Staffel 5 – 7, kommt im Jahr 2019 heraus. Während dessen wartet alles auf die Fortsetzung von Buch und Film. Spannenderweise wird die eine mit der anderen Handlung nicht mehr übereinstimmen. Ist das der Grund für die Verzögerungen? GAME OF THRONES bzw. DAS LIED VON EIS UND FEUER ist eine Geschichte, der man sehr schnell erliegen kann –mich hatte die Geschichte, obwohl kein ausgesprochener Fantasy-Fa, auch „schnell im Griff“.

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Im folgendem Video stelle ich euch die Chronik zur Welt von Eis und Feuer vor. Ein wahrlich beeindruckender Buchschatz, der die Vorgeschichte aus den Romanen nicht bloß wiederholt, sondern mit scheinbar unendlichen Informationen ergänzt und in wunderschönen Illustrationen abbildet. https://www.youtube.com/watch?v=H_pUGwFS9q0

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Meine Meinung zur Vorgeschichte von Westeros: Als ich dieses extremschwere Buch in meinem Briefkasten vorfand, war ich wirklich sehr überrascht. Mit so einem großen Rezensionsexemplar hatte ich wirklich nicht gerechnet. Vor allem, da die Versandbestätigung vom Verlag erst am gleichen Tag ankam wie das Buch selber. Jedoch war ich so glücklich, dieses Meisterwerk aus Geschichten und Illustrationen in meiner Hand halten zu dürfen. George R.R. Martin hat sich unheimlich viel Mühe mit diesem Wälzer gegeben, denn jede Geschichte ist auf ihre Weise höchstinteressant. Es gibt so viele Informationen auf nur einer einzigen Seite, dass man sie sich bei aller Liebe nicht alle merken kann. Jedoch wird es durch diese Massen an neuem Wissen teilweise sehr verwirrend, da man einfach nicht immer die richtigen Sachen rausfischen konnte, die dann noch für die nächste Seite relevant sind. Jedoch war Mr. Martin so nett und hat, wenn eine Person vor ein paar Seiten bereits einmal erwähnt wurde, man sich aber vielleicht nicht mehr so ganz an ihre Rolle erinnern konnte, noch einmal ihre Beziehung zum bisherigen Verlauf der Geschichte oder zum derzeit erläuterten König wiedergegeben. Von George R.R. Martins Schreibstil sollte sich jeder Geschichtsbuchautor mal eine Scheibe abschneiden, denn auch wenn dieses Buch ein richtig dicker Schinken ist, hat es George mit seiner außergewöhnlichen Art das vergangene Geschehen aufzuschreiben geschafft, mir dabei keine Langeweile aufkommen zu lassen. Bisher hatte ich noch keine anderen Bücher von dem Autor gelesen, werde das bestimmt aber bald ändern, denn ich würde gerne mehr von seinen Meisterstücken begutachten. Sogar eine Geschichtsbuch, das von einem Mönch (?) niedergeschrieben wurde, macht er hochinteressant. Am meisten hat mich die Geschichte von Aegons (der Erste) Eroberung der Sieben Königslande, die damals natürlich noch nicht so hießen, und die Könige aus den Hause Thargaryen begeistert. Aegon war einfach von allen siebzehn Thargaryen - Königen der Beste, meiner Meinung nach. Es war nicht sein Ziel, Krieg zu führen. Und er wollte auch ganz sicher niemanden Töten, was er ja immer wieder gezeigt hatte, wenn er sich Ergebende begnadigte und sie in ihrem Posten ließ. Jedoch war er auch ein gerechter König und Kriegsherr und duldete nicht, wenn man sich gegen ihn auflehnte und ihm Gehorsam verweigerte. Er bot jedem gleiche Chancen und eine Möglichkeit, sich ihm zu unterwerfen. Das klingt zwar etwas von sich selbst eingenommen, ist aber an Aegons Stelle sogar sehr bescheiden - immerhin hatte er Balerion, den Schrecken, seinen Drachen. Er hätte auch einfach jeden, der ihm in den Weg kommt, verbrennen können, was jedoch sehr seinem Gemüt widersprochen hatte. Außerdem konnte keiner seiner Nachfahren ihm das Wasser reichen. Die meisten von ihnen fand ich sogar ziemlich unfähig, auf dem eisernen Thron zu sitzen. Jedoch gab es auch einige, wie Jaehaerys und Alysanne, Aegons Enkel und dessen Schwester, die ihrem Familiennamen ebenfalls Ehre gemacht haben. Beispiele zu den unheimlich schönen Illustrationen, die man in diesem Buch finden kann, findet ihr hier. Mein Lieblingsbild ist leider nicht dabei, jedoch kommt die Darstellung der Drachenherrn schon sehr nah an es heran. Fazit: Dieses Nachschlagewerk rund um die Welt von Eis und Feuer ist nicht nur für die Leser der Bücher geeignet, sondern hat viele bedeutende Informationen, welche auch den Serienliebhabern, wie ich einer bin, nützlich sind. Manche Begebenheiten ergeben gleich einen ganz neuen Sinn, wenn man zum Beispiel die Vorgeschichte des Hauses Stark ersteinmal genauer unter der Lupe hatte (ich sage nur L + R).

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Kurz zum Inhalt von "Westeros - Die Welt von Eis und Feuer" Klappentext: Die vollständige Chronik der Welt von Eis und Feuer Die Sieben Königreiche von Westeros - das bedeutet epische Schlachten, erbitterte Feindschaften und tödliche Intrigen. Diese Chronik enthält gesichertes Wissen, Spekulationen und überlieferte Sagen vom Zeitalter der ersten Menschen über die Ankunft von Aegon dem Eroberer bis zu Robert Baratheons Rebellion gegen den Wahnsinnigen König Aerys II. Targaryen. Und alle diese Ereignisse führten zu George R. R. Martins Meisterwerk Das Lied von Eis und Feuer und zu der Fernsehserie Game of Thrones. Meine Meinung "Wow!" war der erste Gedanke, als ich das Buch "Westeros - Die Welt von Eis und Feuer" in den Händen gehalten habe. Es ist einfach wunderschön gestaltet. Vom Design erinnert es an die deutsche Ausgabe von "A Song of Ice and Fire". Auf dem Cover stechen sowohl der Name von George R. R. Martin und der Schriftzug "Westeros" als auch das Wappentier der Targaryens der dreiköpfige Drachen durch ihre Erhabenheit hervor. Dadurch ist es bereits etwas ganz Besonderes, das Buch in den Händen zu halten. Auch der Hardcover-Einband gibt sein übriges, dass das Buch schon ohne es gelesen zu haben, einen sehr hochwertigen Eindruck vermittelt. Das Buch ist aus der Sicht des Maesters Yandel verfasst. Er schrieb diese Chronik ursprünglich für König Joffrey. Doch nach dessen Tod entfernte er dessen Namen aus der Widmung und ersetzte ihn durch "Tommen". In dem Werk fasste er sämtliche Meisterwerke längst verstorbener Maester zusammen und berichtet über Ritter und Schurken sowie über bekannte und fremde Völker. Maester Yandel erzählt vom Anbeginn der Zeit, der Ankunft der Ersten Menschen, der Herrschaft der Drachen und Roberts Rebellion. Ebenso widmet er sich den sieben Königslanden in detaillierten Kapiteln, die die Geschichte der einzelnen Regionen preisgibt. Landkarten helfen der Orientierung. Doch Maester Yandel bleibt mit seinen Ausführungen nicht nur in Westeros, sondern lässt sich zu einem kleinen Abstecher in die Länder jenseits der Meere verleiten. Bereits beim Lesen der einzelnen Bände von "A Song of Ice and Fire" fiel es mir schwer, einen Überblick über die einzelnen Häuser und Namen zu wahren.Genau wie die in der Buchserie bietet auch "Westeros - Die Welt von Eis und Feuer" Stammbäume aller Häuser. Die Bilder illustrieren die Geschichte der Welt von Eis und Feuer auf eine sehr liebevollen Art und Weise und geben dem Buch seinen ganz eigenen Charme. Personen, deren Name in "A Song of Ice and Fire" nur kurz gefallen ist, bekommen nun ein Gesicht. Einige Bilder aus dem Buch findet ihr auf der Webseite des Verlages. Fazit: Das Buch als Bildband zu bezeichnen, finde ich persönlich ein wenig übertrieben. Unter dem Begriff stelle ich mir ein Buch mit großformatigen Bildern vor, die den Inhalt des Buches überwiegen. In "Westeros - Die Welt von Eis und Feuer" kommen zwar zahlreiche sehr gute Bilder vor, dennoch überwiegt der Textanteil zu einem deutlich höheren Prozentsatz. Auch hat sich in der Gliederung ein Fehler eingeschlichen. Das Kapitel "Die sieben Königslande" steht eigentlich übergeordnet über "Der Norden", "Die Flusslande", "Das Grüne Tal", etc., im Inhaltsverzeichnis ist es jedoch gleichwertig aus gepriesen. Dennoch finde ich das Buch hervorragend und kann es jedem empfehlen, der noch tiefer in die Welt der besten Serie aller Zeiten eintauchen will.

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Inhalt Viele kennen es, ob nun aus der Serie Game of Thrones oder den Büchern: Das Reich Westeros mit seinen Sieben Königslanden, der Hauptstadt Königsmund und den Wächtern des Nordens, Ostens, Westens und Südens. Doch das ist nicht das Einzige, was die Welt von Eis und Feuer ausmacht. Seine lange Geschichte von den Anfängen der Kinder des Waldes und der ersten Menschen bis hin zu den Andalen und schließlich den Drachenherren von Aegon zu dem irren König Aerys II ist nur ein weiterer Teil davon. Berühmte Burgen und andere Sehenswürdigkeiten wie die bekannte Mauer, die einzelnen Häuser und ihre Hintergründe und vor allem die Nachbarländer finden ebenfalls ihren rechtmäßigen Platz in dem Werk. Meinung Als bekennender Fan der Serie sowohl in geschriebener Form als auch im TV war ich natürlich ganz begeistert von der Tatsache, dass George R. R. Martin einen ganzen Bildband zu seiner Welt veröffentlicht hat. Und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen! Als Erstes fällt einem wahrscheinlich die stattliche Größe (DinA4) und die hochwertige Verarbeitung auf. Unter dem Gesichtspunkt machen auch die 336 Seiten sehr viel mehr her. Und sie sind prall gefüllt mit vielen nützlichen Informationen und historischen Zusammenhängen, die man sich sonst erst mühsam aus den einzelnen Romanen herleiten muss. So bekommt man wie bei einem echten Geschichtsbuch einen ausführlichen Überblick über alles und jeden, dessen Namen in den einzelnen Kapiteln lediglich am Rande erwähnt wird. Besonders die Targaryen und ihre Drachen haben es mir sofort angetan und in der Hinsicht wurde ich auch nicht enttäuscht. Man erfährt genau, wie sie an die Macht kamen und was zu ihrem Sturz führte. Es ist alles so detailliert beschrieben, dass man fast glauben könnte, die Sieben Königslande und die angrenzenden Staaten wären wirklich real und der Autor hätte sie bereist, um uns von ihnen zu berichten. Der Schreibstil passt wunderbar dazu. Man gewinnt schnell den Eindruck, ein Maester der Zitadelle hätte den Text verfasst. Hin und wieder sind einige Formulierungen ein bisschen schwergängig und ein Sachverhalt wird eher trocken berichtet, aber ich finde, genau das trägt zu der passenden Atmosphäre bei. Unterstützt wird die tolle Aufmachung von grandiosen Bildern (siehe unten) und mit einem aufwendigen Rand verzierten Seiten, die an altes Papier erinnern. Abgerundet wird das Ganze von einem geprägten Buchdeckel und einem sehr praktischen Lesebändchen, das ich gerade hier nicht missen wollte. Mein einziger Kritikpunkt ist: Das Werk kann einen erschlagen und ich meine nicht (nur) aufgrund des Gewichts. Es gibt soviel zu entdecken, dass es den Leser manchmal schon überfordern kann. Außerdem sind einige Charaktere ähnlich oder gleich benannt, sodass man die eine oder andere Stelle mehrmals lesen muss, um zu erkennen, wer gemeint ist. Daher würde ich Westeros vor allem eingefleischten Fans empfehlen, die mehr über die genauen Hintergründe wissen wollen. Fazit Der aufwendig verarbeitete Bildband Westeros von George R. R. Martin ist sein Geld wirklich zu hundert Prozent wert! Allein die hochwertige Aufmachung des Einbands, die vielen farbigen und wunderschön detaillierten Zeichnungen und die Masse an übersichtlich gegliedertem Hintergrundwissen entschädigen jeden, der sich dafür entscheidet, fast dreißig Euro für dieses Werk auszugeben. Allerdings muss man dieser wahren Flut an Informationen schon gewachsen sein und sich wirklich für diese Welt begeistern, sonst könnte man schnell die Lust am Lesen verlieren. Wer die Serie und/oder die Buchreihe liebt, gerne ausführlich in die Geschichte fremder Welten eintaucht und zusätzlich ein Faible für eine liebevolle Gestaltung hat, der kann hier beruhigt zugreifen!

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Wer meine Rezensionen regelmäßig liest, wird wissen, dass ich normalerweise kein großer Fan davon bin, als Inhaltsangabe einfach den Klappentext bzw. Buchtext hinzuzufügen. Bei "Westeros" möchte ich aber einmal eine Ausnahme machen, weil es mir ehrlich gestanden schwerfällt, Meinung und Inhaltsangabe zu trennen. Rückentext: Die Sieben Königreiche von Westeros - das bedeutet epische Schlachten, erbitterte Feindschaften und tödliche Intrigen. Diese Chronik enthält gesichertes Wissen, Spekulationen und überlieferte Sagen vom Zeitalter der Ersten Menschen über die Ankunft von Aegon dem Eroberer bis zu Robert Baratheons Rebellion gegen den wahnsinnigen König Aerys II. Targaryen. Und alle diese Ereignisse führten zu George R.R. Martins Meisterwerk "Das Lied von Eis und Feuer" und zu der Fernsehserie "Game of Thrones". Meine Meinung: Ich möchte hier gleich einmal etwas vorausschicken: Ich bin schaue leidenschaftlich gern die TV-Serie "Game of Thrones" an. "Das Lied von Eis und Feuer" kenne ich aber bisher nur als Hörbuch (die Audible-Ausgabe mit den englischen Namen und Begriffen), hier habe ich es aber nicht weiter als bis zum Ende des ersten Buches geschafft ... Trotzdem finde ich die Welt, die Martin hier nach und nach geschaffen hat, bemerkenswert. So viele Namen und Details - und jedes Jahr ertappe ich mich dabei, dass ich mich nach irgendwelchen Namen und Details frage, wenn eine neue Staffel beginnt :). Da finde ich es umso interessanter, wie Martin es schafft, den Überblick über seine Welt zu behalten. Eine Antwort auf diese Frage bekommen wir mit "Westeros", einem Buch, das ich grob in die Rubrik "Sekundärliteratur" zu "Game of Thrones" einsortieren würde. Grob deswegen, weil das Buch nicht wie ein Sachbuch geschrieben ist. Im Gegenteil, man bekommt die Vorgeschichte dieses Fantasy-Epos als Erzählung von Maester Yandel erzählt, der sich die Mühe gemacht hat, eine Chronik für König Tommen zu erstellen. Und genau wie eine Chronik sieht das Buch auch aus. Angefangen bei dem etwas vergilbten Look, der an die aktuelle Ausgabe der deutschen Taschenbücher von "Das Lied von Eis und Feuer" erinnert, über die bräunlichen Seiten bis hin zu den Illustrationen, die die einzelnen Informationen begleiten. Auf etwa 330 Seiten bekommt man als Leser alles erzählt, was man schon immer über das "Game of Thrones"-Universum wissen wollte. Die Anfänge, die ersten Menschen, die Andalen, der Bau der Maier, das alte Valyria oder die Herrschaft der Targaryens (jeder einzelne König bekommt ein Kapitel!) - alles wird von Maester Yandel beschrieben. Darüber hinaus werden die freien Städte in Essos und die einzelnen Regionen in Westeros vorgestellt, der Abschnitt über die Bewohner jenseits der Mauer ist allerdings ein bisschen kurz, da hätte ich mir ein paar Details mehr gewünscht (Vielleicht ist aber auch vorgesehen, dass man das alles erst beim Lesen von "Das Lied von Eis und Feuer" lernt, wer weiß?). Spannend fand ich auch die Stammbäume am Schluss, leider sind aber nicht alle Familien von Westeros darin vertreten. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil. Natürlich entspricht er einer Chronik, das ist keine Frage, aber an manchen Stellen wird er meiner Meinung nach etwas weitschweifig. Und ganz in der Tradition von "Das Lied von Eis und Feuer" bekommen wir nocheinmal jede Menge neuer Namen an den Kopf geworfen (welcher Maester jetzt was geschrieben hat, da bin ich recht großzügig drübergeflogen). Gleichzeitig werden einem Gott sei Dank aber auch einige Dinge klarer, einige Zusammenhänge tun sich durch "Westeros" auf. Worauf ich gut verzichten hätte können, waren die zahlreichen kleinen Exkurse. Ich gebe zu, ich mag so etwas nicht besonders, weil ich nie weiß, wann ich sie lesen soll, ob am Anfang oder am Ende des Haupttextes. Wenn ich sie am Ende gelesen habe, war es oft auch mit Zurückblättern verbunden, weil die Hauptgeschichte dann schon mal über mehrere Seiten ging. Habe ich sie davor gelesen, habe ich sie meist (noch) nicht verstanden ... Eine kleine Kritik möchte ich auch zum Index anbringen, der sich ganz am Ende des Buches befindet: Die Schriftgröße ist ziemlich klein! Da hätte ich lieber ein oder zwei Seiten mehr im Buch gehabt und etwas bessere Lesbarkeit, da ich schon das Buch in Zukunft auch als Nachschlagewerk benutzen möchte. Was ich mir auch gewünscht hätte, wäre eine Karte von Essos, die ähnlich detailliert die Städte und Regionen des Ostens zeigt wie bei den sieben Königslanden - hier musste eine Google-Suche am Ende für eine Übersicht herhalten ... Ihr seht schon, "Westeros" ist kein Buch für eben mal zwischendurch, das ist schon dem extra großen Format geschuldet. Für dieses Buch muss man sich Zeit nehmen! Es hat aber auch den Vorteil, dass man nicht Kapitel für Kapitel chronologisch lesen muss, sondern bis zu einem gewissen Maß auch zwischen den Abschnitten hin- und herspringen kann. Mein Fazit: Wer schon leidenschaftlicher Fan der Bücher oder der TV-Serie ist, für den ist dieses Buch ein Muss! Alle anderen bekommen mit diesem Buch einen guten Einstieg in das Martinsche Universum, der einem das Verständnis für "Das Lied von Eis und Feuer" vor allem am Anfang sicherlich erleichtert.

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Was für „Herr der Ringe“ das „Similarion“ ist, ist die Chronik „Westeros“ für die „Game of Thrones“-Reihe. Autor George R. R. Martin schafft sich mit diesem Werk eine lückenlose Komplettierung seiner Fantasywelt. Denn wer nach diesem Hörbuch noch Fragen über die Geschichte von Westeros und seinen Bewohnern hat, der hat nicht richtig zugehört – oder hatte nie ein Interesse an verdammt guten Geschichten… INHALT: Der Gelehrte BLUB sammelte und untersuchte Jahrzehnte schriftliche Quellen und verfasste eine umfassende Chronik über Westeros und dessen Bewohner. Bei seinen Ausführungen beginnt er mit den Vormenschen, den Kindern des Waldes, den Riesen und anderen Sagengestalten. Ihnen folgen die ersten Menschen, die friedlich mit den naturverbundenen Ureinwohnern zusammenlebten, die Flussmenschen in den ersten befestigen Dörfern und die kriegerischen Andalen. Am Ende der Chronik steht die gewaltsame Einigung der einzelnen Kleinkönigreiche in Westeros durch die brutalen Drachenreiter Valyrians. Mitten drin finden sich immer wieder Exkursionen über das Leben einzelner Helden, Ankedoten über adlige Schwerenöter sowie Erzählungen über Intrigen, Tragödien und den Aufstieg und Fall einzelner Häuser, Familien und Völker. FAZIT: Das Hörbuch „Westeros“ beinhaltet eine ca. 20-stündige Vorlesung des gleichnamigen Pseudo-Sachbuchs von George R.R. Martin. Der Sprecher ist Reinhart Kuhnert. Kuhnert hat eine sehr angenehme Sprecherstimme gleich einem geschichtenerzählendem, vielwissenden Onkel, an dessen Lippen man, einmal angefangen, hängen bleibt muss Die Kinder des Waldes, die Anadalen, die Pfahlbaumenschen, das Flussvolk am Schwarzwasser, die freien Städte oder die Westerosi: Die Zahl der Völker, die in dieser Chronik aufgezählt und behandelt werden, ist so unzählig, wie die komplexen Stammbäume der hohen Häuser weit zurückreichen. Romanautor Martin gelingt es mit diesem Werk seine erdachte, mittelalterliche Welt noch mehr Tiefe zu geben, viele Lücken zu schließen und aufkommende Fragen aus der Romanreihe zu beantworten. Und trotz der vielen Namen, Orte und Handlungsstränge kann man der Geschichte von Westeros gut folgen. Ganz ohne Vorwissen geht es jedoch nicht, um das Vorgetragene auch optimal einordnen zu können. Wer also noch keine Berührungspunkte mit der Fantasywelt hatte, dem wird der recht sachliche Vortrag eventuell abschrecken. Jeder Fan der Romanreihe versinkt jedoch förmlich in den Ausführungen und wünscht sich schon bald eine Folgeserie über die Geschichten der Vorzeit und den Ereignissen der Rebellion gegen den „irren König“. Kurz nach Beginn der zweiten MP3-CD endet die Geschichte genau dort, wo die Bücher und damit auch die erfolgreiche Serie GAME OF THRONES beginnt. Die nachfolgenden Ausführungen in tiefergehende, nicht minder interessante Geschichten über die einzelnen Gebiete in Westeros beginnend mit dem Norden und den Starks von Winterfell. Das Hörbuch „Westeros“ ist eine Mischung aus Fakten und Anekdoten, die mal tiefer mal weniger tief ausgeführt werden. Manchmal finden sogar nur Aufzählungen von Mitgliedern einzelner Adelsfamilien statt. Nicht selten wiederholt sich an einigen Stellen der ein oder andere Name und auch Geschichten kreuzen einander. Einerseits zeugt dies von komplexen Geschichtssträngen, andererseits helfen diese bewussten Wiederholungen auch in der wahren Faktenflut nicht völlig die Orientierung zu verlieren. Die Einzelgeschichten und Schilderungen beruhen dabei nicht selten auf Werken früherer Gelehrter. Dies zeugt von einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit alten Quellen, Liedern und Legenden aus Westeros. Auch sehr komplexe Darstellungen von Bauwerken (z.B.: Winterfell oder Casterly Stein), die wissenschaftlich fundiert scheinen, werden ebenso durch Quellen belegt, wie die Ausführungen über Stammbäume, Kriege, Konflikte und kleine tragische Geschichten wie heroische Heldentaten. Ein interessanter Erzählstil, der sich an unsere antike Geschichtsschreibungen von Herodot oder Plutarch erinnert. Dabei sind je nach der angeblichen Quellenlage manche der Geschichten tatsächlich belegt, andere beruhen jedoch nur auf Gerüchten, Sagen und Märchen. Trotz der für unser Verständnis rückständigen Lebensweisen in der Fantasywelt des Erzählers, wirken seine Ausführungen erstaunlich aufgeklärt. So schmettert er viele Legenden durch sein fortschrittliches Wissen über Geologie, Medizin oder Technik oft ab. Etwas verwirrend ist die Tatsache, dass englische Originalnamen von Orte und Personen mit den deutschen Übersetzungen vermischt werden. So wird beispielsweise von „Kings Landing“ und nicht von „Königsmund“ gesprochen, während an anderen Stellen entweder „Blackwater“ oder „Schwarzwasser“ als Begriffe fallen. Für Leser und Zuschauer, die bisher nur die deutsche Übersetzung kannten, kann dies den Einstieg in das Hörbuch erschweren. Trotz der angenehmen Stimme des Sprecher und der spannender Geschichten aus Westeros traten bei mir immer wieder Ermüdungserscheinungen auf. Die Faktendichte ist einfach viel zu groß (eine Tatsache, die auch gut ist) und wenn man das Hörbuch nebenbei hört, läuft man häufig Gefahr die eine oder andere Geschichte zu verpassen. Konzentration auf „Westeros“ ist zwingend notwendig. Nichtsdestotrotz sind die Geschichten und Ausführungen in „Westeros“ trotz der Tatsache, dass wir nur der Stimme eines Erzählers lauschen, spannend und für jeden Fan der Romanreihe, wie auch der TV-Serie, nur zu empfehlen. Das 20-stündige MP3-Hörbuch „Westeros“ ist seit dem 16.03.2015 im Handel erhältlich. von Jörg Gottschling

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Klappentext: Um eine fantastische Welt lebendig erscheinen zu lassen, benötigt sie eine Vergangenheit. Daher erschuf Bestsellerautor George R.R. Martin den fiktiven Kontinent Westeros, auf dem sein Meisterwerk Das Lied von Eis und Feuer / Game of Thrones spielt, in jahrelanger Detailarbeit. Dieser prachtvoll ausgestattete Bildband präsentiert erstmals die Geschichte von Westeros – beginnend in der Zeit, in der die ersten Menschen den Kontinent betraten, über die Ankunft von Aegon dem Eroberer und seinen Drachen bis zu Robert Baratheons Rebellion gegen den wahnsinnigen König Aerys II. Targaryen. Damit ist WESTEROS – Die Welt von Eis und Feuer der wahre Prolog der erfolgreichsten Fantasyserie unserer Zeit. Cover: Was soll man dazu sagen? Das Cover passt perfekt zur "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe. Das Buch ist übrigens ziemlich schwer und hat A4-Größe. Meine Meinung: Nachdem ich im Mai "Die Herren von Winterfell" gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr über die Welt wissen, in der die Reihe spielt. "Westeros" wird zwar fast überall als Bildband bezeichnet, enthält allerdings mehr Text als Bilder und erinnert eher an ein Geschichtsbuch. Trotzdem findet man darin viele wunderschöne Zeichnungen. Die Seiten sind wie die eines uralten Buches aufgemacht, also nicht weiß, sondern beige und an den Rändern auch mal braun, keine Seite sieht aus wie eine andere. Das "Geschichtsbuch" wurde von einem Maester verfasst und immer wieder wird man auf fehlende, unsichere oder mehrere Quellen aufmerksam gemacht. Das macht das Buch noch glaubwürdiger. Die Texte selbst sind ziemlich lang und teilweise kompliziert geschrieben. Das passt zwar zu einem Geschichtsbuch, aber ich hätte mir gewünscht, dass das Ganze ein bisschen interessanter erzählt wird. Man erfährt im Buch von der Geschichte von Westeros, die Helden und Sagen und die sieben Königslande. Auf fast jeder Seite findet man kleine Zusatzinformationen, Bilder, Zeichnungen oder Karten. Ich habe ja erst den ersten Band, "Die Herren von Winterfell", gelesen, trotzdem bin ich durch das Buch kaum gespoilert worden. Nur bei den Stammbäumen muss man aufpassen! Fazit: "Westeros" gibt einen guten Einblick in die Welt der "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe, die Texte hätten aber etwas interessanter und weniger kompliziert geschrieben sein können. Für Fans allerdings ein Muss! 4 von 5 Sternen!

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