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Leserstimmen (15)

Daniel Wolf: Das Gold des Meeres (Die Fleury-Serie) (3)

Das Gold des Meeres Blick ins Buch

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Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48318-1

Erschienen: 18.07.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Spannend, aber manchmal etwas zu abenteuerlich

Von: Curin Datum : 01.10.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Curin/

1260: Als sein Bruder heimtückisch ermordet wird, muss Balian sich um die Kaufmannsgeschäfte der Familie Fleury kümmern. Nur leider hat er dabei nicht das Talent seines Bruders geerbt und ist bald hoch verschuldet. Retten kann ihn nur noch eine Reise in das entfernte Gotland, wo er das Geschäft seines Lebens machen will. Gemeinsam mit anderen Kaufmännern und seiner Zwillingsschwester Blanche beginnt er das waghalsige Unternehmen... .
Dies ist der dritte Band, der sich um die Kaufmannsfamilie Fleury aus Varennes-Saint- Jaques dreht. Die ersten Bände habe ich noch nicht gelesen, was auch nicht weiter schlimm ist, weil ich auch so schnell mit den Figuren und der Handlung vertraut war.
Daniel Wolf ist es wirklich gelungen, eine spannende Abenteuergeschichte, die im Mittelalter spielt, zu entwerfen. Auch wenn es manchmal ein paar Zufälle zu viel gab, konnte er mich doch letztendlich überzeugen.
Sein Protagonist Balian ist ein Mann mit vielen Stärken, aber auch mit vielen Schwächen. Er ist ein guter Kämpfer, der allerdings erst lernen muss, überlegt und verantwortungsvoll zu handeln. Er ist nicht unbedingt ein Sympathieträger, aber im Laufe der Geschichte hat er mich mit seiner Weiterentwicklung und mit seinem außergewöhnlichen Sprachentalent überzeugt. Generell sind die Figuren alle vielschichtig und interessant gestaltet.
Daniel Wolf schreibt sehr anschaulich und schafft es, alles gut darzustellen. Manchmal waren mir die Beschreibungen zu genau, gerade, wenn es um intime Szenen ging. Die Handlung selbst ist fast die ganze Zeit über spannend und auch das Leben im Mittelalter mit seinen Beschwerlichkeiten gerade beim Reisen werden sehr deutlich gemacht.
Mich hat ,,Das Gold des Meeres" sehr gut unterhalten, obwohl es manchmal ein bisschen zu abenteuerlich war. Ich empfehle es daher gerne weiter.

Ja , meine Meinung

Von: Kaarina Rekola aus Schwerin Datum : 03.04.2017

Ist, dass dieses Buch bei Weitem nicht das erreicht, was die anderen zwei waren. Es ist natürlich schwierig zu erfahren, wie das Leben in früheren Rus/Nowgorod war, aber irgendwie hat diese Geschichte bei mir nicht gelandet.

Großartiger dritter Teil der Fleury-Saga!

Von: Klusi Datum : 26.01.2017

klusiliest.blogspot.de/

„Das Gold des Meeres“ ist der dritte Teil der Fleury-Saga. Diesmal lernt man auch bereits die dritte Generation der Fleurys kennen. Die Handlung beginnt im Jahr 1256, hier wird im Prolog die Vorgeschichte erzählt. Drei Jahre später steht das erfolgreiche Handelshaus Fleury vor dem Ruin. Vom Großvater Michel Fleury gegründet und zu wahrem Wohlstand gebracht, ist die Firma nun am Ende. Balian Fleury musste nach dem gewaltsamen Tod seines Bruders die Geschäfte alleine weiterführen, aber im Gegensatz zu seinem verstorbenen Bruder hat er die kaufmännischen Fähigkeiten seines Großvaters nicht geerbt.
Um nicht im Schuldturm zu landen, sieht Balian nur eine Möglichkeit, um das Handelshaus und die Familienehre zu retten. Zusammen mit seiner Schwester Blanche schließt er sich einer Gruppe von Kaufleuten an, die eine riskante Reise auf sich nehmen, um ihr Glück auf Gotland zu machen. Die langwierige Reise birgt viele Gefahren, und als die Gruppe in Varennes Saint Jacques aufbricht, haben die Kaufleute keine Ahnung, was unterwegs auf sie wartet. Ihre abenteuerliche Handelsfahrt führt sie von Lothringen aus quer durch das heilige römische Reich, bis weit in den Nordosten. Bereits unterwegs geraten sie nicht nur einmal in Situationen, wo sie gerade noch mit den nackten Leben davon kommen. Ihre Pläne und ihr Vorhaben, in Gotland Handel zu betreiben, ist so manchem ein Dorn im Auge, und so sehen sie sich mit mächtigen Gegnern konfrontiert, gegen die sie kaum gewinnen können. Unterwegs erhält Balian, der als Kaufmann keine Anerkennung erfahren hat, nun immer wieder die Gelegenheit, seine wahren Fähigkeiten gewinnbringend einzusetzen. Aber bei allen Bemühungen, das Handelshaus Fleury zu retten, gibt es noch etwas, das Balian antreibt, denn im Hinterkopf hat er den Wunsch, den Tod seines Bruders zu rächen.

Äußerlich passt sich auch dieser dritte Band perfekt den Vorgängern an. Das Cover ist ganz im Stil mittelalterlicher Buchmalerein gestaltet, indem die Initiale des Titels den Rahmen für eine Miniatur bildet. Diese Gestaltung passt wunderbar zur Saga um das Handelshaus Fleury, denn sowohl Balians Vater als auch seine Schwester üben den Beruf des Buchmalers aus.
Schon vorab und auch während des Lesens ist es interessant, immer einmal einen Blick auf die inneren Buchdeckel zu werfen. Diese können aufgeklappt werden, und vorne im Buch findet man den Stammbaum der Fleurys. Der hintere innere Buchdeckel zeigt eine Karte, auf der man die Reise der Händler aus Varennes Saint Jacques mitverfolgen kann. Hier sieht man die Ausdehnung des Heiligen Römischen Reiches, und man erkennt, wie groß der Machtkreis des Deutschen Ordens war, der im Roman auch eine große Rolle spielt. Dass einige der Gefährten sogar bis nach Nowgorod kommen, hätten sie sich vorher nicht träumen lassen. Sowohl bei der Reisegesellschaft als auch unterwegs begegnet man Charakteren ganz unterschiedlicher Art. Daniel Wolfs Protagonisten sind klar gezeichnet und vielschichtig dargestellt, und manch einer ist für eine Überraschung gut, sei es im Negativen oder im Positiven.
Was die Handlung insgesamt betrifft, unterscheidet sich dieser dritte Band gravierend von seinen Vorgängern, denn diese spielten weitgehend direkt in Varennes Saint Jacques oder der näheren Umgebung der Stadt. Diesmal hat die Heimatstadt der Fleurys eher eine untergeordnete Rolle, denn ein Großteil der Handlung dreht sich um die beschwerliche und äußerst gefährliche Reise der Geschwister Balian und Blanche und ihrer Handelsgefährten. Unterwegs müssen sie sich mit Wegelagerern und Raubrittern herumschlagen und werden für Angelegenheiten zur Rechenschaft gezogen, mit denen sie eigentlich gar nichts zu tun haben. Dies alles ist sehr authentisch und lebendig erzählt. Obwohl Varennes Saint Jacques und die Familie Fleury sowie die meisten Charaktere fiktiv sind, so lässt der Autor doch sehr viel wahre Geschichte in die Handlung einfließen. Besonders die Situation von Reisenden der damaligen Zeit ist sehr realistisch dargestellt. Durch die verschiedenen Handlungsorte ist der Roman überaus kurzweilig und mitreißend, denn man stürzt sich quasi von einem Abenteuer ins nächste. Der Schreibstil ist leicht verständlich, dabei aber der damaligen Zeit gut angepasst. Ich bin immer wieder fasziniert, mit welcher Leichtigkeit Daniel Wolf die überaus komplexe Handlung seiner Romane in Worte fasst. Wie bereits die Vorgänger, so habe ich auch diesen Band verschlungen. Die Bücher der Fleury-Saga sind nicht gerade dünn, aber sie haben die Eigenschaft, dass man sich regelrecht daran fest liest und erst hinterher staunend und mit Bedauern merkt, dass die Geschichte schon wieder zu Ende ist. Aber zu meiner großen Freude steht bereits fest, und der Autor hat es auch schon verraten: die Fleury-Saga geht weiter! Ich freue mich jetzt schon auf den vierten Band, der noch umfangreicher werden soll als die bisherigen Bücher und daher noch mehr Abenteuer und damit sicher auch jede Menge Lesespaß bieten wird.

[Rezension] „Das Gold des Meeres“

Von: Ninespo Datum : 11.11.2016

www.ninespo.de

„Das Gold des Meeres“ in drei Worten?

Authentisch, faszinierend, fesselnd.

Cover & Gestaltung von „Das Gold des Meeres“?

Ich finde ja, dass alle Teile der Fleury-Saga kleine Hingucker sind. Der Umschlag sieht aus wie dickes Pergament und auch die Gestaltung des Covers ist passend mittelalterlich. Der erste Buchstabe ist kunstvoll verziert, der restliche Titel erhaben. Die Farben Rot und Grün, in denen Titel und Autorname gehalten sind, bilden einen schönen Kontrast. Die Kapitel werden von einer kleinen schlichten Verzierung eingeleitet.

Worum geht es in „Das Gold des Meeres“?

Im dritten Band der Fleury-Saga geht es um die neue Generation der Fleury Handelsfamilie, bestehend aus Michel, Balian und Blanche. Nach einem tragischen Unglück steht die Zukunft der Familie Fleury auf dem Spiel. Der Leser begleitet die Protagonisten bei ihrem Versuch, ihre Familie vor dem Ruin zu bewahren, weshalb ich euch auch nicht mehr verraten werde.
Das Setting hingegen ist gewohnt authentisch, sehr gut recherchiert und lebhaft dargestellt. Es wirkt, als wäre Geschichte lebendig geworden.

Der Schreibstil von Daniel Wolf?

Daniel Wolf schreibt sehr angenehm. Er schafft es, typisch mittelalterliche Begriffe gekonnt mit modernen Worten zu kombinieren und den Ton dennoch ein wenig mittelalterlich zu gestalten. Mit seiner Figurenrede trifft er den Ton der von ihm dargestellten Zeit unglaublich gut. Der Schreibstil ist flüssig und unwahrscheinlich angenehm. Es gibt keine unangenehmen Brüche, sodass ein schnelles Vorankommen sicher ist.

Das Figurenpersonal in „Das Gold des Meeres“?

Ich muss ja sagen, die Familie Fleury habe ich unheimlich gerne. Umso mehr schmerzt es mich immer, mich von liebgewonnenen Figuren trennen zu müssen. Die neu eingeführten Figuren konnten mich im Sturm erobern. Jede Figur hat ihre Eigenheiten, keine zwei Figuren sind gleich. Zwar teilen sich die Mitglieder der Familie Fleury einen gewissen Sturkopf, darüber hinaus sind die Figuren sehr detailverliebt und realistisch dargestellt. Man merkt den Figuren auch eine gewisse Tiefe an, die später in ihrer Figurenentwicklung zum Tragen kommt. Sollte ich meine Lieblingsfigur dieses Bands wählen müssen, käme ich stark in Bedrängnis, denn ich mochte sie alle – zumindest diejenigen Figuren, die als Sympathieträger erdacht zu sein scheinen. Aber auch die Antagonisten sind gut ausgearbeitet, da sie mir so unheimlich unsympathisch waren, als hätte ich sie selbst getroffen.

Positives über „Das Gold des Meeres“?

Ich liebe Daniel Wolfs historische Romane. Sie sind wie lebendig gewordene Geschichte. Eingeweihte Leser entdecken in seinen Romanen historische Begebenheiten, Personen und Ereignisse, die der Autor gekonnt in seine Handlung einbaut und deutet. Dabei ist die Darstellung aller Dinge immer unglaublich authentisch. Es wird nicht das Klischeebild des dunklen Mittelalters heraufbeschworen, sondern ein sehr realitätsnahes Bild gezeichnet. Die fiktive Stadt Varennes bietet die Möglichkeit, eine eigene Geschichte zu schreiben, ohne zu sehr an historische Begebenheiten gebunden zu sein. Darauf ergibt sich die Möglichkeit vielfältig aus historischen Geschehen zu wählen und diese einzubauen. Dabei geht Daniel Wolf äußerst akribisch vor. Er füllt Leerstellen der Historien mit Leben aus, wie es mittelalterliche Chronisten taten. Ganz großes Kino!

Empfehlung zu „Das Gold des Meeres“?

Ich kann euch die Fleury-Saga uneingeschränkt ans Herz legen. Leser, die authentische und sehr gut recherchierte historische Romane schätzen, werden hier vollkommen auf ihre Kosten kommen. Allerdings sollten die Bücher zum besseren Verständnis ihrer Reihenfolge entsprechend gelesen werden, da sonst bestimmte Ereignisse vorweggenommen werden oder unter Umständen nicht richtig nachvollzogen werden können. Ich danke dem Goldmann Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Das Gold des Meeres“.

Daniel Wolf – Das Gold des Meeres, eine Buchbesprechung

Von: Michael Taube Datum : 27.09.2016

www.60minuten.net

Nachdem die ersten beiden Romane der Familienchronik derer von Fleury klasse waren, griff ich schnell und beherzt zur 3. Folge. Schon beim Griff zeigte sich die erste Besonderheit des Romans. Er ist fast nur halb so dick wie seine Vorgänger. Gut 650 Seiten hat das Buch. Die zweite Überraschung habe ich beim Blick auf den Zeitraum des Romans gehabt. Diesmal spielt der Roman vom Mai 1256 bis zum August 1261, grad mal 5 Jahre. Ein Schelm, der jetzt denkt, dass es noch weitere 4 Bände über Balian Fleury geben wird, damit 30 Jahre wieder voll werden.

Im Roman „Das Gold des Meeres“ ist der Sohn von Remy und Philippine Fleury die Hauptperson. Nachdem er durch einen Mord Bruder und Schwager in London verloren hat, übernimmt er die Geschäfte des Familienunternehmens. Das geht natürlich schief und er muss auf eine letzte gewagte Handelsreise gen Osten gehen. Unterstützt wird er durch seine Zwillingschwester Blanche, ein paar anderen Händlern, Odet und einem Hund.

Natürlich bekommen die eigentlichen Schurken des Romans ihre gerechte Strafe, der offensichtliche Schurke wird ein Freund und bekommt die Schwester und der blutgierige Hund ist auch ganz lieb. Dass alles empfinde ich als nicht sehr überraschend, aber solide.

Aber die Geschichte ist auch nicht das Besondere an diesem Werk. Mit gefällt diesmal besonders die Handlungsorte. Es geht über einige Orte Norddeutschlands, über Lübeck und die Ostsee bis nach Nowgorod.

Dabei werden Dänen, baltische Stämme, die Rus bis hin zu Mongolen aufs Schönste verquickt. religiöse Riten werden erzählt, historische Fakten und Ausgedachte Fakten vermischt bis sich ein dichtes und mich sehr überzeugendes Szenarium des Baltikums im 13. Jahrhundert ergibt.

Im Roman wimmelt es von Begriffen und Namen, die ich noch nie gehört habe. Der Autor Daniel Wolf bleibt sich seiner bisherigen Linie treu und erklärt im Glossar ausreichend und legt eine Karte bei, die die Verfolgung der Handelsreisen erlaubt.

Ich habe diesmal wieder gehofft, dass der Titel des Romans im Verlauf adäquat berücksichtigt wird. Ich dachte an Bernstein und große Fischfanggeschichten oder wenigstens an Männer, die im Fluss Goldauswaschen – wieder nichts. Wolf liegt immer knapp daneben, vermutlich ist das bereits eine Strategie von ihm.

Übrigens geht die Geschichte mit einem Sequel weiter: die Vorgeschichte von Balian Fleury in der E-Only-Zusatzgeschichte „Der Vasall des Königs“.

Balian Fleury wird am Ende des Buches „Das Gold des Meeres“ nach Santiago de Compostela pilgern und danach..ich will nicht zu viel verraten. Aber ich bin mir sicher, es wird einen weiteren Teil geben. Und das ist auch gut so!

Ein mitreißender Epos rund um die Familie Fleury

Von: Jana aus Köln Datum : 19.08.2016

https://redshelf.wordpress.com/2016/08/19/rezension-das-gold-des-meeres-von-daniel-wolf/

Balian Fleury übernimmt nach dem plötzlichen und tragischen Tod seines älteren Bruders die Handelsgeschäfte seiner Familie. Leider liegt ihm das Gewerbe nicht recht, weswegen er nach und nach die Besitzgüter der Familie verkaufen muss, um sich über Wasser zu halten. Als er einen letzten großen Coup starten will, um das Familienunternehmen zu retten, verliert er durch Leichtsinn auch noch seine restlichen Rücklagen und steht schließlich sogar mit erheblichen Schulden dar, die er nicht mehr begleichen kann. Ihm und seiner Familie droht so der Hungerturm.
Mithilfe seiner Schwester Blanche kann er seine Gläubiger aber noch einmal überzeugen, die Schulden für ein halbes Jahr aufzuschieben. In dieser Zeit möchte er zusammen mit vier anderen jungen Händlern nach Gotland reisen um dort das Geschäft seines Lebens zu machen. Blanche, die gerade erst Witwe geworden ist, ermöglicht ihm diese Handelsreise mit ihrer Morgengabe. Da so auch für sie viel auf dem Spiel steht, beschließt sie mit auf die Reise zu gehen und Balian im Auge zu behalten.
Es beginnt eine abenteuerliche Reise quer durch Deutschland, über Köln und Bremen, bis nach Lübeck und schließlich weiter bis ins entfernte Nowgorod. Die Gefährten müssen so einige Gefahren überstehen und erleben viele Abenteuer.

Meine Meinung:
Das Buch reißt einen mit. Ich war sofort in der Geschichte um Balian Fleury gefangen und habe das Buch an einem einzigen Wochenende durchgelesen, ohne es groß wegzulegen. Die ca. 650 Seiten vergingen so wie im Flug.
Es sollte jeder lesen, der sich für den Handel im 13. Jahrhundert interessiert und für seine Schwierigkeiten und Wagnisse, die ein Händler zu dieser Zeit eingehen musste, wenn er Gewinn erzielen wollte. Die Händler legten zu dieser Zeit oft große Strecken zurück und dass nur mit Ochsenfuhrwerken und Schiffen. Dafür brauchten sie Monate. Daniel Wolf legt das in diesem Buch sehr schön dar. Er zeigt auch welch große Macht die reichsten Händler in dieser Zeit hatten, sie konnten beispielsweise Königen mit ihrem Geld auf den Thron verhelfen, dafür bekamen sie dann Handelsprivilegien, die von anderen kaum zu durchbrechen waren. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass Wolf auf die Gotländische Genossenschaft eingeht, aus der sich später die einflussreiche deutsche Hanse entwickelte. Insgesamt verbindet er sehr schön die historische Fakten mit seinen Romanfiguren, so dass man nicht nur unterhalten wird, sondern auch einiges lernt.

Das Gold des Meeres

Von: Karthause Datum : 19.08.2016

https://karthause.wordpress.com/

Als sich Michel, Clement und Balian im Jahr 1256 auf einer Geschäftsreise in London aufhalten, werden Michel und Clement brutal ermordet. Balian erhascht noch einen Blick auf die fliehenden Mörder und schwört Rache. Nun ist er es, der das Handelsunternehmen der Familie Fleury weiterführen soll. Aber nicht nur sein fehlendes kaufmännisches Geschick, auch große Naivität bringen das Haus Fleury bis an den Rand des Ruins. So bleibt Balian nur die Flucht nach vorn. Er muss und will in den Handel mit den Gotländern eintreten, der eigentliche in der festen Hand der Lübecker ist.

Nach „Das Salz der Erde“ und „Das Licht der Welt“ mit jeweils 1152 Seiten setzt Daniel Wolf sein monumentales Mittelalterepos mit dem gut 650 Seiten umfassenden „Das Gold Meere“ fort. Damit vervollständigt und erweitert er ein ausgezeichnetes Zeit- und Sittenbild. Historische Fakten und fiktive Begebenheiten verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen. Die Hauptpersonen durchlaufen eine nachvollziehbare Entwicklung. Auch wenn man nicht immer alle Entscheidungen der Protagonisten hundertprozentig versteht, stehen diese doch im Kontext zu ihrer Persönlichkeit.

Obwohl dieser Teil der Saga um die Familie Fleury 400 Seiten kürzer ist, empfand ich im Handlungsablauf doch ein paar – wenn auch nur wenige – Längen. Den Handlungsort im Baltikum fand ich dagegen sehr interessant und gut gewählt.

Wie auch die vorherigen Teile ließ sich auch dieser sehr schnell und leicht lesen. Auch wenn ich von Beginn an überzeugt war, den Ausgang der Geschichte zu kennen, folgte ich dem Autor sehr gern auf den verschlungenen und schwierigen Pfaden dorthin. Mit eingebauten Wendungen überraschte er mich immer wieder.

Was bleibt nun nach einer klaren Leseempfehlung für dieses Buch? Die Vorfreude auf einen weiteren Teil dieses in Umfang und Inhalt beeindruckenden Epos.

Spannende Handelsfahrt

Von: Eliza Datum : 14.08.2016

https://elizasbuecherparadies.wordpress.com

Nach „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und der E-Only-Geschichte „Der Vasall des Königs“ der neue Bestseller von Daniel Wolf. Nicht nur optisch reiht sich dieses Buch in die Reihe seiner Vorgänger ein, auch inhaltlich kann Daniel Wolf wieder auf ganzer Linie überzeugen. Das Cover ist wieder in der alt bekannten Manier gehalten und das finde ich sehr gut.
Ein Stammbaum der Familie Fleury (Klappbroschur vorne), eine Landkarte (Klappbroschur hinten), ein Personenregister, ein Nachwort sowie Glossar runden für mich die perfekte Aufmachung des Buches ab. So würde ich mir das Zusatzmaterial für jeden historischen Roman wünschen, denn hier eignet man sich noch Wissen an.
Die Geschichte von Balian und Blanche steht der Story’s um Michel und Remy um nichts nach. Das Buch überzeugt wieder mit einer authentischen Darstellung. Als Leser hat man einfach das Gefühl, „Ja, genau so könnte es gewesen sein.“. Man taucht ein in eine faszinierende Welt, voller Abenteuer und Gefahren. Die Handelsreise die Balian und seine Zwillingsschwester Blanche antreten ist ein einzig großes Abenteuer: die Tücken der damaligen Handelsabkommen und Schuldübertragungen, der Welt der Ritter und Piraten oder einfach die Hinterhältigkeit und Gier der anderen Kaufleute, machen es Balian und Blanche schwer ihr Ziel zu erreichen. Daniel Wolf aka Christoph Lode erzählt in bekannter Manier eine lebendige Geschichte, die vor dem inneren Auge der Leser zum Leben erwacht. Balian hat mit als Figur gut gefallen, genauso wie seine Schwester Blanche. Meine Lieblingsfigur hingegen ist, wenn ich so zurückblicke, Odet, denn der Knecht war es der mir das eine oder andere Mal ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Ich habe das Buch beim Lesen in die „länge gezogen“ indem ich zwischendurch ein anderes Buch parallel gelesen habe, sonst hätte ich dieses Buch wohl innerhalb von 2-3 Tagen regelrecht inhaliert. Für mich war es so, wenn ich einmal begonnen hatte, habe ich gar nicht bemerkt wie viele Seiten ich umblätterte. Für mich war dieses Buch Lesegenuss pur, denn dieses Buch überzeugt für mich auf der ganzen Linie, es wird niemals langweilig, die Spannungsbögen sind gut gesetzt, was auch durch die verschiedenen Erzählperspektiven noch unterstützt wird. Auch die Geheimnisse, die im Laufe der Geschichte zu Tage treten, werden logisch und konsequent aufgelöst. Am Ende steht ein Happy End und doch ein Fragezeichen, sodass der Autor sich die Tür offen lässt, einen weiteren Band zu schreiben, dieses würde ich sehr begrüßen. Das Buch wäre quasi schon gekauft, bevor ich wüsste, um was es diesmal geht ;-) Daniel Wolf muss sich meiner Meinung nach mit seiner Fleury-Saga nicht hinter den großen des Genres „historische Romane“ verstecken. Für mich ein Buch, dass ich allen Fans der historischen Romane deshalb unbedingt ans Herz lege. Aber auch hier gilt, sicherlich kann man die Bände auch einzeln lesen, aber es empfiehlt sich doch sehr aufgrund der Familienbande bei Band 1 zu beginnen.
Ich bedanke mich bei der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Abenteuerlich und kurzweilig

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum : 06.08.2016

blog4aleshanee.blogspot.de/

Meine Meinung

Ich bin ja leider momentan eher selten in dem Genre unterwegs, aber die Fortsetzung um die Familie de Fleury musste ich natürlich sofort lesen!

Nach den ersten Sätzen war ich schon wieder mitten drin im Geschehen, denn Daniel Wolf versteht es ganz hervorragend, die damalige Zeit wieder aufblühen zu lassen. Der Schreibstil passt wunderbar zu der Epoche, ohne dass es aufgesetzt wirkt und man kommt flüssig und viel zu schnell durch die Seiten. Nur gegen Ende zog es sich etwas, da war meiner Meinung nach noch was mit reingepackt, was man etwas kürzen hätte können.

Insgesamt war ich fasziniert von den vielen Ideen und Wendungen, die den jungen de Fleury Balian und seine Schwester Blanche auf der beschwerlichen Reise überraschen. Auch die Zusammensetzung der Reisegefährten versprach schon einiges an Zündstoff und gerade die Entwicklung der Figuren war sehr interessant zu beobachten. Es geht in einem gemächlichen Tempo voran, ohne dass es langweilig wird und mit viel Liebe zum Detail, ohne überladen zu wirken.

Besonders interessant finde ich ja immer die Stellung der Frau, die ja nicht viel zu sagen hatte: einerseits unterdrückt und doch geachtet. Die unsicheren Zeiten haben damals auch redliche Kaufleute und Handwerker schneller ins Armenhaus gebracht, als man denken möchte und die allgegenwärtige Kirche und der Glauben waren stark in der Gesellschaft verankert. Das alles bringt der Autor wunderbar in die Geschichte mit ein und lässt ein sehr eindrucksvolles Bild entstehen. Man kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie lange und beschwerlich große Entfernungen zu überwinden waren und wie viel Mühe aufgewandt wurde, um neue Handelswege zu erschließen!

Manche Entscheidungen und Entwicklungen waren zwar für mich nicht so ganz nachvollziehbar, da macht Daniel Wolf es ihnen teilweise zu leicht bzw. zu schwer, aber darüber hab ich gerne hinweggesehen.

Meine Heldin der Reise war auf jeden Fall Blanche, die oft für ihren sorgenlosen Bruder einstehen und ihm in den Hintern treten musste; dabei ist sie sich immer treu geblieben und hat selbst auch eine große Entwicklung durchgemacht.

Eine Heldenreise der besonderen Art, denn es ging nicht nur um die Kaufleute, die im fernen Gotland den Profit wittern, sondern auch um die Menschen dahinter, die jeder für sich zwar das gleiche Ziel, aber einen anderen Weg vor Augen haben.

Vorne im Buch gibt es eine Stammtafel der Familie de Fleury und die Dramatis Personae, zu denen auch einige reale Personen gehören. Im Anhang findet sich auch eine Karte, auf der man die Reiseroute der kleinen Handelsgesellschaft verfolgen kann.

Fazit

Ein farbenprächtiger und abwechslungsreicher Roman, der den Leser auf eine unbequeme, aber höchst abenteuerliche Reise quer durch das mittelalterliche Römische Reich bis hoch in den Norden nach Littauen führt. Ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt!

Toller dritter Teil

Von: HEIDIZ Datum : 06.08.2016

heidizengerling.blogspot.de/

• Taschenbuch: 672 Seiten
• Verlag: Goldmann Verlag (18. Juli 2016)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3442483182
• ISBN-13: 978-3442483181
• Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 5 x 19 cm

PREIS: 9,99 Euro

Wer ist Daniel Wolf, der mich nun schon mit seinem dritten Wälzer in den Bann gezogen hat? Er heißt Christoph Lode, ist Jahrgang 1977 und lebt mit seiner Frau und den zwei Katzen in Speyer.

Wir lernen das Handelshaus der Fleurys kennen, welches vor dem Ruin steht. Ein tragisches Unglück ist dafür zuständig. Mit diesem Buch geht die Geschichte dieser Familie weiter.

Band 1: Das Salz der Erde

Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...

Band 2: Das Licht der Welt

In seiner Heimat tobt ein brutaler Krieg. Er kämpft für Frieden und Wohlstand. Doch er hat einen mächtigen Feind, der alles daransetzt, ihn zu vernichten.

Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt ...

Quelle: amazon.de

"Der Vasall des Königs" kann man im e-book-Format als Zusatzgeschichte lesen !!!

Einführend bekommt man die handelnden Personen aufgelistet. Einige davon kennt man, andere kommen hinzu. Die historischen Personen sind extra aufgelistet.

Wir steigen mit dem Prolog in die Handlung ein - finden uns im Mai des Jahres 1256 wieder. Kapitel 1 entführt uns in den November des Jahres 1259.

Vorn im Buch aufklappbar im Buch sieht man farbig die Stammtafel der Familie und hinten die Karte des Heiligen Römischen Reiches und der angrenzenden Gebiete.

Michel ist Kaufmann durch und durch, wie einst sein Großvater und er schaffte es, das Erbe auszubauen nicht nur zu erhalten. Balian hingegen ist zum Soldaten geschaffen, er möchte Ruhm auf dem Schlachtfeld erarbeiten. Dumm nur, dass Michel stirbt und Balian die Geschäfte des Imperiums weiterführen muss. Man kann sich denken, dass das nicht lange gut geht. Seine Schwester Blanche versucht ihm zu helfen und geht auf große Fahrt ....
... auf gefährliche Fahrt, die die beiden nicht wissen, wer da noch mit ihnen reist ...

Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, da ich die Spannung nicht vorwegnehmen möchte.

Leseprobe:
========
Das Feuer zuckte und wisperte wie ein spöttischer Dämon, als Blanche mit einem Ast in den Flammen stocherte. Funken wallten auf, wurden vom unaufhörlichen Wind fortgetragen und verglühten in der Finsternis über den Grabsteinen.

meine zusammenfassende Meinung:
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Ich fand die Lektüre extrem spannend und die Handlung klug konstruiert. Ich hatte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung gewartet und bin auch jetzt wieder gespannt, wann und ob und wie es weitergeht.

Das Gold des Meeres ist eine würdige Weiterführung der beiden ersten Bände. Der Autor lässt überhaupt nicht nach, im Gegenteil bleibt er mindestens genauso gut, genauso spannend , wenn er nicht sogar noch einen draufsetzt. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, einmal, weil sie spannend geschrieben ist, und natürlich auch, weil die Szenen lebendig geschildert sind und der Stil des Schreibens absolut zum Genre passt.

Man nimmt dem Autor sein Geschriebenes ab, man spürt, dass er dahinter steht, dass das Geschriebene aus ihm kommt und mit dem Herzen geschrieben wurde. Ich empfand es während des Lesens so und kann es einfach nicht anders definieren. Weil es so ist, sind auch mir die Figuren so ans Herz gewachsen und ich wurde in die Handlung einbezogen - fühlte mich involviert und wurde davon getragen in eine ferne Zeit, die wie eine Kinohandlung vor meinem geistigen Auge ablief. Man könnte sich diesen momentanen Dreiteiler gut als Verfilmung vorstellen.

Fesselnder Abschluss einer spannenden Reihe!

Von: Mara Datum : 05.08.2016

www.cakesandcolors.de/

In letzter Zeit lese ich sehr gerne historische Romane und bin so auch irgendwann auf die „Fleury“ Serie gestoßen, die aus drei Bänden besteht: „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und „Das Gold des Meeres“. Letzteres möchte ich euch heute etwas genauer vorstellen, da mir die Reihe einfach wahnsinnig gut gefallen und besonders der Abschluss komplett überzeugt hat. Die Bücher hängen zwar zusammen, da es um die verschiedenen Generationen der Fleury Familie aus Varennes-Saint-Jacques geht, können aber auch problemlos alleine gelesen werden.

Daniel Wolf gelingt es meisterhaft, das Mittelalter in seinen Büchern wiederauferstehen zu lassen, was wohl vor allem an seinem Schreibstil liegt. In vielen anderen historischen Romanen die ich gelesen habe verwenden die Autoren eine sehr ausschweifende Sprache, wodurch die Geschichten sehr langatmig und schnell langweilig werden. Nicht so hier; die Sätze sind flüssig zu lesen aber trotzdem nicht zu einfach gehalten. So fällt das Lesen leicht und man hat nach Beenden keineswegs das Gefühl, gerade ein über tausend Seiten starkes Buch verschlungen zu haben.

In „Das Gold des Meeres“ wird der Schauplatz der vorherigen zwei Bücher, Varennes-Saint-Jaques in Lothringen, verlassen und die Charaktere des Buches begeben sich auf eine Reise, die sie quer durch das damalige Heilige Römische Reich nach Gotland führt. Ich fand es wahnsinnig spannend, über die verschiedenen Städte und die dort herrschenden Gepflogenheiten zu lesen; zudem lässt Wolf am Rande auch immer wieder reale historische Begebenheiten und Personen einfließen, was ich in Romanen immer sehr gerne mag. Auch die Geschichte an sich lässt keine Langweile aufkommen, da immer irgendetwas passiert und mit jedem neuen Kapitel auch neue Konflikte und Probleme auftreten. Nie kann man sicher sein, was das Schicksal als nächstes für die kleine Handelsgemeinschaft bereit hält und was geschehen wird.

Im Vergleich mit den ersten beiden Bänden haben mir auch die Charaktere in „Das Gold des Meeres“ am besten gefallen. Die Zwillingen Balian und Blanche sind beide starke Persönlichkeiten, wobei Balian anfangs allerdings so gar nicht den Eindruck eines versierten Händlers erweckt. Stattdessen scheint er vom Pech verfolgt zu sein und trifft ständig die falschen Entscheidungen, wodurch er die Familie schließlich beinahe in den Ruin treibt. Das ändert sich aber im Laufe der Reise und er wird zu einem entschlossenen und klugen Menschen. Blanche dagegen hat mir seit Beginn des Buches gefallen, was an ihrer aufgeschlossenen und durchsetzungsfähigen Persönlichkeit lag. Sie tut was getan werden muss und ist sich auch nicht zu schade, selbst an der gefährlichen Reise teilzunehmen. Auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und besitzen alle viele Facetten. Besonders mochte ich Raphael – nach außen hin kalt und unnahbar, innen aber ganz anders.

Fazit: „Das Gold des Meeres“ ist ein vollends überzeugender historischer Roman, der das Mittelalter wiederauferstehen lässt. Zudem bietet er eine spannende und ereignisreiche Geschichte, sympathische und vielschichtige Charaktere und macht beim Lesen einfach Spaß!

Der beste Band der Reihe

Von: Jiskett Datum : 21.07.2016

archive-of-longings.blogspot.de/

"Das Gold des Meeres" ist meiner Meinung nach der bislang beste Teil der Reihe.

Die Geschichte ist von Anfang an packend, aber auch sehr emotional. Es gab mehrere Momente, die mich getroffen und mir die Tränen in die Augen getrieben haben. Besonders bewegend waren hier Szenen, in denen die uns aus den vorherigen Bänden bereits bekannten Figuren vorkamen, aber auch Balian und Blanche und ihre Gefährten sind mir ans Herz gewachsen, sodass mir ihr Schicksal keinesfalls gleichgültig war.
Der Protagonist in diesem Teil ist Balian, den wir schon in "Der Vasall des Königs" kennengelernt haben. Durch unglückliche Umstände muss er das Familienunternehmen leiten, obwohl er als Kaufmann nur wenig Begabung hat. Er wirkt als Charakter sehr realistisch; er ist ein sympathischer Mann mit einigen Stärken, aber auch mit großen Schwächen. So trifft er mehrere leichtsinnige Entscheidungen, handelt teils unbedarft und von Frauen lässt er sich leicht ablenken. Teilweise konnte ich über sein Verhalten nur den Kopf schütteln, aber diese Fehler machen ihn menschlich und sorgen dafür, dass man sich mehr mit ihm identifizieren kann. Besonders gut hat mir gefallen, dass er nicht aufgegeben hat und weiter um das Familienunternehmen kämpfte, selbst wenn es aussichtslos wirkte. Und als endlich Momente kamen, in denen er wirklich glänzen konnte, habe ich mich sehr für ihn gefreut.
Seine Schwester Blanche spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der Geschichte und auch sie war mir sehr sympathisch, ebenso wie einige der Nebenfiguren. Bei ihnen war es teilweise sehr schade, dass wir nicht mehr über sie erfahren konnten, aber das hätte wohl den Rahmen des Buches gesprengt. Der Autor hat es dennoch geschafft, Informationen über verschiedene Kulturen der damaligen Zeit einfließen zu lassen, was sehr interessant war und mich dazu animiert hat, eigene Recherchen zu betreiben, um mehr über sie zu erfahren.

Im Gegensatz zu den beiden vorherigen Büchern spielt die Geschichte von "Das Gold des Meeres" innerhalb weniger Jahre, was bedeutet, dass der Fokus auf der Handelsreise, die die Protagonisten antreten, liegt. Mir hat in den vorherigen Bänden gut gefallen, dass wir Michel und Rémy für lange Zeit begleitet haben, aber dort war es dann irgendwann absehbar, wann etwas schief gehen würde, da die Geschichte sonst vorbei gewesen wäre. Dieses Gefühl hatte ich hier nicht, obwohl auch Balian Rückschläge erlebt und für sein Ziel kämpfen muss. Vielleicht lag es wirklich daran, dass hier in schneller Folge viel passiert ist und dadurch die Spannung größer war.
Gut gefallen hat mir auch, wie der Autor die historischen Hintergründe dargestellt hat. Große Ereignisse wie die doppelte Königswahl, aber auch Details aus dem alltäglichen Leben wurden gut eingearbeitet. Für mich wirkte die Geschichte sehr authentisch und die detailreichen Schilderungen haben mich in die damalige Zeit zurückversetzt.

FAZIT
Insgesamt hat mir "Das Gold des Meeres" gut gefallen. Die Geschichte ist gut geschrieben, spannend und stellenweise sehr bewegend, die Protagonisten sind sympathisch und dem Autor ist es gelungen, seine Geschichte gut mit den realen Ereignissen zu verbinden.
4,5/5 Sternen

Spannend mit vielen Abenteuern - sehr lesenswert!

Von: Nicoles Bücherwelt Datum : 21.07.2016

nicolesbuecherwelt.blogspot.de/

Band 3 der Fleury-Saga

Varennes -Saint-Jacques im Jahre 1260: Während sein Bruder Michel erfolgreich das Kaufmannsgeschäft weiterführt, das einst sein Großvater aufgebaut hat, liegt dem jüngeren Balian das Geschick zum Handeln nicht wirklich. Doch plötzlich ändert sich für ihn alles: Nach einem tragischen Unglück muss er nun das Handelsimperium der Familie weiterführen. Schließlich kommt es, wie es kommen muss: Balian hat sich tief verschuldet, die Gläubiger verlangen ihr Geld. Um das Geschäft und den Besitz seiner Familie zu retten, gibt es nur eine Lösung: Eine waghalsige Handelsfahrt, die ihn weit weg von zu Hause führt und von der er sich gute Geschäfte verspricht. Trotz Sicherheitsbedenken schließt Balian sich dem Handelszug an. Noch ahnen die Kaufleute nicht, was sie auf ihrem langen Weg wirklich erwartet. Es beginnt eine Reise voller Abenteuer und Gefahren - und großer Hoffnung...

" 'Ich mache das nicht zum ersten Mal, Vater', erwiderte Balian lächelnd, obwohl er nicht verhehlen konnte, dass seine Anspannung seit Tagen wuchs. Dies war keine gewöhnliche Handelsfahrt. Diesmal ging es um alles." - Seite 98

Der lang erwartete 3. Band der Saga um die Kaufmannsfamilie Fleury beginnt schon mit einem dramatischen Prolog: Ein Familienmitglied stirbt. Nun liegt das berühmte Handelsimperium der Familie in den Händen von Balian Fleury, der leider nicht das kaufmännische Geschick seines Großvaters geerbt hat: Das Geschäft steht kurz vor dem Ruin, seine einzige Hoffnung sieht er in einer Reise, die ihn in weit entfernte, fremde Länder führt . Während in den beiden ersten Romanen sich die Geschehnisse hauptsächlich in und um die kleine Stadt Varennes-Saint-Jacques abgespielt haben, geht es in "Das Gold des Meeres" auf eine abenteuerliche Handelsreise. Und auf der passiert einiges. Es ist sehr empfehlenswert, die beiden (ebenfalls gelungenen) Vorgänger zu lesen, um so auch die Vorfahren von Balian und Blanche, sowie die Geschichte der Familie Fleury kennen zu lernen. Zwingend erforderlich ist es aber nicht, denn auch ohne Vorkenntnise ist dieser Roman sehr gut verständlich.

Sehr gefallen haben mir auch die beiden abgebildeten Karten in diesem Taschenbuch (Klappbroschur): Vorn im Buch findet man den Stammbaum der Familie Fleury und hinten ist eine Landkarte abgebildet, auf der man den Weg der Kaufleute sehr gut verfolgen kann

"Das Firmament, klar und wolkenlos, erstrahlte in einem kräftigen Blau, wie man es in Lothringen nie zu sehen bekam, beinahe wie Lapislazuli - und mit einem Mal erschein ihr dieses Land unsagbar fremd, ihre Heimat unermesslich weit entfernt." -Seite 402

Mein Fazit: "Das Gold des Meeres" ist genau so beeindruckend wie seine beiden Vorgänger. Ein packender historischer Roman, in dem es viele Abenteuer, aber auch Dramen, Liebe und Intrigen gibt. Die Hauptfiguren, die Zwillinge Balian und Blanche Fleury kommen sehr gut zur Geltung, ihr Handeln, sowie die verschiedenen Schauplätze werden vom Autor sehr detailreich und klar beschrieben. Die Spannung bleibt während der ganzen Geschichte erhalten, langatmige Passagen gibt es so gut wie gar nicht. Zudem warten einige Überraschungen auf den Leser.
Kurz gesagt: Der Roman hat meine Erwartungen voll und ganz erfühlt - Sehr gelungen!