Leserstimmen zu
Herbstblond

Thomas Gottschalk

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"Wollen Sie mir unter die Schminke schauen? Wollen Sie wissen, was ich von Geld, Glamour, Gott und Gottschalk halte? Dann folgen Sie mir hinter die Kulissen meines Lebens. Dieses Buch ist mein Dank dafür, dass Sie mich fast vierzig Jahre in Ihr Wohnzimmer gelassen haben" (Thomas Gottschalk) Jeder kennt ihn. Ob nun von „Wetten, dass...“, dem Radio oder anderen TV- Shows. Thomas Gottschalk ist eine Legende. Als ich im November mein Praktikum in der Bibliothek absolviert habe, war dieses Buch so ziemlich das meist angefragteste. Da habe ich mir die Frage gestellt, was wohl so toll an diesem Buch sei und habe es auf dem Bloggerportal angefragt. Ich wurde nicht enttäuscht und es ist eine wirklich interessante Biografie. Thomas Gottschalk erzählt mit seinem „typischen Gottschalk Charme“ munter aus seinem Leben. Angefangen mit in seiner Kindheit, wie er erste Erfahrungen mit Medien durch das Radio sammelte und es letztendlich auf die Bildschirme von Millionen Zuschauern schaffte. Man sieht, wie auch er mal klein angefangen hat, oft mit vielen Kritiken und enttäuschten Zuschauern zu kämpfen hatte jedoch auch, wie er zu einer Fernseh- legende wurde. Mir hat besonders gut gefallen, dass er das Hörspiel selber liest. So hatte man die ganze Zeit das Gefühl, man selbst ist in einer von Gottschalk moderierten Radiosendung und die Geschichte wirkt, von ihm selbst erzählt noch authentischer. Und auch wenn Biografien normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre sind hat mich diese durch ihre Leichtigkeit überzeugen können. Es gab nur wenige Stellen, an denen sich alles etwas gezogen hat und durch Gottschalks Talent von der ersten Minute an zu fesseln konnte ich gar nicht anders als zuhören. Ich würde für einige Längen und das Gesamtpaket 3,5/5 Sternen geben. Damit ist ist diese Biografie sehr hervorzuheben und gut gelungen. Von selbst hätte ich sie mir wahrscheinlich eher nicht gekauft jedoch als Rezensionsexemplar hat sie mir gut gefallen und hat mir gezeigt, dass nicht jede Biografie total langweilig sein muss und ich vielleicht öfter mal die Eine oder Andere lesen könnte.

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Er war Dauergast in allen deutschen Wohnzimmern: Thomas Gottschalk. Frisch, fromm, fröhlich und frei hat er Wetten dass..? zu dem gemacht, was es bis (fast) zuletzt war: Große Fernsehunterhaltung am Samstag Abend. Seine schrägen Klamotten, seine flapsigen (auch zu flapsigen) Sprüche und seine Kuschel-, Knuddel- und Kussanfälle auf offener Bühne sind die Markenzeichen dieses Meisters der Mattscheibe. Man kann Thomas Gottschalks Memoiren lesen - aber man sollte sie hören. Das Eulengezwitscher stellt seine gesprochenen Erinnerungen vor. Die ganze Rezension gibt's im Biografien-Blog Eulengezwitscher...

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Herbstblond

Von: Merendina

19.07.2015

Nach etlichen Büchern stelle ich euch heute wieder mal ein Hörbuch vor: Thomas Gottschalks "Herbstblond", seine Autobiographie. Thomas Gottschalk ist in Deutschland ja vor allem durch seine Sendung "Wetten dass..." bekannt, die vor einiger Zeit abgeschafft wurde. Aber auch von verschiedenen Filmen und als Radiomoderator ist er vielen Menschen bekannt. Ich war sehr auf seine Biographie gespannt. Das Cover des Hörbuchs ist recht schlicht gehalten. Es zeigt ein aktuelles Foto von Thomas Gottschalk. Das Hörbuch besteht aus 4 CDs mit insgesamt mehr als 4,5 Stunden Laufzeit. Gottschalk selbst liest in diesem Hörbuch aus seiner Biographie, was mir sehr gut gefällt, da er eine angenehme, sympathische Stimme hat. Man erfährt einiges über seine Kindheit in Kulmbach, über seine Schulzeit bis zum Abitur, seinen frühen Verlust des Vaters usw. Dann beginnt er schon bald über seinen beruflichen Werdegang zu sprechen, seine Zeit beim Radio, seine Filme und Sendungen, vor allem über "Wetten dass...". Dabei streut er so einige Anekdoten ein, erzählt über Prominente, die auf seiner Couch saßen und erklärt, warum es dazu kam, dass er aus "Wetten dass..." ausstieg. Leider erfährt man nicht sehr viel über seine eigene Familie. Er erwähnt zwar kurz, wie er Thea, seine Ehefrau, getroffen hat und geht auch kurz auf seine beiden Söhne ein. Hier hätte ich mir etwas mehr aus seinem Privatleben gewünscht. Insgesamt finde ich die Autobiographie aber sehr gelungen und es machte mir großen Spaß, den 4 CDs zu lauschen. Langatmig oder langweilig wurde es nie. Oft musste ich schmunzeln, vor allem, wenn er Prominente imitierte. Gottschalk geht in seiner Biographie nicht chronologisch vor, aber man hat keinerlei Probleme, dem Ganzen zu folgen. Sehr nett fand ich auch den Bonus-Track, als Gottschalk die "Telefonbuchpolka" von Georg Kreisler aufsagt. Für Gottschalk-Fans ist diese Autobiographie ein Muss! Ich gebe diesem Hörspiel vier Sternchen, denn etwas mehr Erzählungen über sein Privatleben hätte ich mir schon gewünscht.

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Ich gehöre denfinitiv zu der Generation, die mit Gottschalk aufgewachsen ist und auch wenn ich den letzten Jahren kein „Wetten Dass“ mehr geschaut habe, gehörte er einfach zur Fernsehlandschaft dazu. Zu seinem 65. Geburtstag – der ewig Junggebliebene ist also tatsächlich doch schon im Rentenalter – erschien nun seine Autobiografie im Heyne Verlag und wenn der Autor schon selbst liest, war in dem Fall klar, daß hier das Hörbuch her muß. Gottschalk liest so wie er moderiert, frei von der Leber weg. Dabei gibt er den Hörern Einblicke in sein vergangenes Leben, beginnend mit dem Bayrischen Rundfunk bis hin zu seinem Lebenswerk „Wetten Dass“ und nachfolgenden Versuchen im Fernsehen danach weiter Fuß zu fassen. Diese Sendung nimmt auch den größten Teil in diesem Hörbuch ein, leider aber nur mit ganz wenigen Anekdoten zu und über diverse Prominente, von denen er ja allein durch diese Show unzählige getroffen hat. Nur ein paar vereinzelte Geschichten gibt er Preis, besonders die um Samuel Koch, der in der Sendung schwer verunglückte und damit auch die Entscheidung festigte, sich nun endlich von diesem Fernsehformat zu verabschieden. Besonders gefallen hat mir Gottschalks doch recht bescheidene Art gerade von seinen Anfängen zu erzählen, daß er eben oft einfach nur Glück hatte und sich nie für besonders talentiert hielt. Auch seine oft kritisierte Art zu moderieren erklärt er ganz einfach so, daß er das Publikum in erster Linie unterhalten will und das sei ihm ja nun nachweislich auch geglückt – Recht hat er! Wirklich persönliche Dinge erfährt man allerdings nicht. Er erzählt zwar am Anfang wie er seine Frau Thea kennengelernt hat und auch kurz von seinen zwei Söhnen – aber das war es fast auch schon. Einserseis verständlich, andererseits hatte ich schon gehofft auch ein wenig mehr von dem Menschen und nicht nur von dem Moderator Thomas Gottschalk zu erfahren. Nichtsdestotrotz war es ein sehr unterhaltsames Hörbuch, das mir mehrere Stunden Autofahrt sehr kurzweilig hat werden lassen.

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Zum Hörbuch: Es ist keine Übertreibung: Ich bin mit Thomas Gottschalk groß geworden. Samstags abends wurde in den 80ern frisch gebadet und mit einem Teller voller Salamibrote bei Oma ‘Wetten daß…’ geguckt. Da hieß der Moderator sogar noch Frank Elstner. Ich blieb der Sendung treu, in guten wie in schlechten Zeiten, bis im neuen Jahrtausend dann meine eigenen Kinder frisch gebadet mit Butterbroten neben mir vor der Glotze hockten. Für die gehört zu ‘Wetten daß…’ untrennbar einer: Thomas Gottschalk. Selbstverständlich, dass seine Autobiographie jetzt auf meine Ohren musste. Mir war auch klar, dass Gottschalk als ehemaliger Radiomoderator auch unterhalten kann, ohne dass man seine schrägen Klamotten und die allzeit blonde Vokuhila-Frisur sieht. (Beides ergänzt das Gehirn sowieso automatisch.) In munterem Plauderton, mit sanftmütiger Ironie, erzählt der große Blonde Anekdoten aus seinem Leben. Größtenteils linear verfolgen wir die Karriere des Entertainers, von gekonntem Geschwafel als gänzlich unbegabter Schüler über unermüdlich optimistische Berufsanfänge beim Rundfunk bis hin zu Gottschalks Aufstieg in den TV-Zenith als Showmaster des ZDF-Mutterschiffs ‘Wetten daß…’. Es fühlt sich an wie ein wohliger, amüsanter Mix aus deutschem Geschichtsunterricht und einer gerafften Zeitreise durch die jeweilige Pop- und Fernsehkultur. Die Anekdoten sind kurz, man hört sie mit einem Lächeln und findet alles recht interessant und sympathisch. Wer noch nicht wusste, wie Thomas Gottschalk dort gelandet ist, wo er jetzt steht, kann das hier Schritt für Schritt nachvollziehen. Langeweile kommt dabei nie auf. Der Moderator führt durch den Verlauf seiner Showkarriere als der schwungvolle und leichtfüßige Conferencier, den wir aus dem Fernsehen gewohnt sind. Was die Presse vielfach an Gottschalk kritisiert hat, kann man auch hier anmerken: Es ist alles ganz nett, aber Tiefgang oder gar bitterer Ernst kommen selten vor. Ein paar Momente gibt es, die unter die Oberfläche reichen. Der letzten Worte von Gottschalks Vater, die eingestreuten Augenblicke der Selbsternüchterung, ein kurzer Ausflug in amerikanische Solzialkritik, Gottschalks Gedanken zum tragischen Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch. Grundsätzlich sind diese Momente jedoch rar, und auch wenn das an der Kürze der einzelnen Passagen liegen mag, hätte ich gegen einen tieferen, stärker reflektierenderen Blick ‘unter die Schminke’ nichts gehabt. (Ob die ungekürzte Printausgabe da tiefer ausholt, kann ich übrigens nicht beurteilen.) Überhaupt bleibt Gottschalks Privatleben fast komplett außen vor. Erst am Schluss erzählt er ein bisschen etwas über seine Frau Thea und die beiden Kinder, ihr Leben in den USA. Nichts davon droht in irgendeiner Form, die Privatsphäre seiner Familie preiszugeben. Alles ist unverfänglich. Was ich tatsächlich gut finde! Privatsphäre geht Gottschalk über alles, das hat er immer deutlich gemacht, und diesen Grundsatz beherzigt er auch in seiner Autobiographie. Man muss das nur wissen. Wer glaubt, hier mehr über den Ehemann und Vater Thomas Gottschalk zu erfahren, wird etwas enttäuscht sein. Unterm Strich bietet HERBSTBLOND genau das, was Thomas Gottschalk über so viele Jahre seinem Publikum in die Wohnzimmer gebracht hat: gute Unterhaltung. Ein paar private Kleckse hier dazu, ein nettes Anekdötchen da, dazu Gottschalks gewohnt charmante Lausbubenstimme, gereift wie ein guter Wein – es ist, als hätte Deutschlands bekanntester Showmaster uns nach dem Finish nochmal zu Kaffee und Kuchen und Plaudern aus dem Nähkästchen eingeladen. Am liebsten möchte ich mich jetzt mit einem Handkuss bei Thomas Gottschalk für den netten Abend bedanken und ihm einen von diesen riesigen, grässlichen ZDF-Blumensträußen überreichen. Und dazu den Eurovisions-Jingle summen.

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