Leserstimmen zu
Puppentod

Erik Axl Sund

Die Kronoberg-Reihe (2)

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"Puppentod" ist ein genial konstruierter Thriller, der mich oftmals an meine Grenzen gebracht hat. Keine leichte Kost, die definitiv unter die Haut geht. Junge Frauen und Kinder, die Gewalt und Brutalität erleben, um zu überleben, überfordert und schürt echte Wut. Wut auf Männer, die sich diesen Geschöpfen bedienen, ohne Gewissen. Ich war entsetzt, wie der Autor dieses umsetzt und aufzeigt, wie hier Kindheit und Unschuld in Lethargie, Depression oder anderen psychischen Erkrankungen als Folge von Gier und Macht von Männern getragen werden müssen. Nicht immer wird alles ausführlich geschildert, was seine guten Seiten hat, ansonsten wäre der Thriller noch unerträglicher als er schon war, anhand mancher Ausführungen von Gewalt. SPOILER! Was wirklich gelungen geschildert ist, ist die Flucht aus Nigeria, die ganz deutlich macht, wie hart das Schicksal zuschlägt, wenn Menschen nur auf Profit aus sind und Rettungswesten daher nur mit alten Zeitungen gefüllt wurden und im Notfall, wenn das überfüllte Boot sinkt, zur tödlichen Falle wird und das Meer diejenigen verschluckt, die sich ein besseres Leben erhofft haben. Es ist so grausam und anhand der Protagonisten wird sehr deutlich, warum Menschen fliehen müssen, aufgrund von Armut oder eben auch anderer Kultur, Religion oder einem anderen Denken. Nicht alle sind Wirtschaftsflüchtlinge, sondern eben auch Verfolgte, die alles zurücklassen, um zu Überleben. Ich werde hier nicht komplett auf die Story eingehen, da ich sonst vieles vorwegnehmen würde, was den Thriller ausmacht in seiner Komplexität durch viele verschiedene Perspektivwechsel und Zeitebenen, die letztendlich miteinander verwoben werden, um diejenigen zu überführen, die Blut an ihren Händen haben, beziehungsweise großen Einfluss darauf nehmen, Menschen innerlich zu zerbrechen. Es schockiert definitiv und ist nichts für schwache Nerven. Der Titel ist gut gewählt, denn ich interpretiere darin das Zerbrechen einer Kinderseele / die Seele junger heranwachsender Mädchen, die sich auf den Puppenspieler einlassen und damit innerlich sterben. Eine harte Story, die mich noch tagelang beschäftigt hielt. Leute, passt auf eure Kinder auf, das Internet kann wirklich zur tödlichen Falle werden. Sensibilisiert sie immer und immer wieder, nicht zu viel von sich preiszugeben, um nicht in die Fänge Krimineller zu gelangen. Meine Warnung an dieser Stelle: "Puppentod" kann definitiv triggern, daher überlege dir gut, ob du Dich auf Gewalt und Brutalität gegenüber Kindern und jungen Frauen einlassen kannst.

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Vergewaltigungen,Mord, Pädophilie... Dieser Thriller enthält einfach alles dieser Art. Ich muss zugeben es ist für mich der erste so extreme Thriller, der mir ziemlich unter die Haut ging. Diese Themen sind trotzallem auch Themen die zur Realität unserer Welt gehören. Leider. Das Autoren Duo ist für mich mit Abstand einer der besten Thriller Autoren. Sie verstehen es den Leser mitzureißen und so zu schocken, das einem die Luft weg bleibt. Verdiente 5/5⭐⭐⭐⭐⭐ Aber absolut nichts für schwache Nerven!

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Wenn man ein Buch immer wieder zur Seite legen muss, kann das ein schlechtes oder ein gutes Zeichen sein. „Puppentod“ vom Autorenduo Erik Akl Sund, erschienen im Goldmann Verlag, ist ein solches Buch und es spricht in diesem Fall für die Qualität des Psychothrillers. Das Beschriebene geht einem so dermaßen unter die Haut, geht so sehr an die Grenze des Ertragbaren, spricht so sehr das an, was man sich kaum anhören kann, dass man immer wieder Pausen machen muss. Ich musste mehrfach tief durchatmen, um nicht völlig in diese grausame Parallelwelt zu versinken. Der Klappentext kann die Komplexität der erzählten Geschichte nicht einfangen und das ist genau die Stärke des Thrillers. Er ist zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar, die erzählten Handlungsstränge geschehen auf unterschiedlichen Zeitebenen, in verschiedenen Handlungsorten, in unterschiedlichen sozialen Schichten und alles ist am Ende grausam miteinander verwoben. Es gibt nicht DIE eine Auflösung, sondern zahlreiche Offenbarungen, die einen schockiert zurücklassen. Einem wird eiskalt und man hat das Gefühl, einem kann nie wieder richtig warm werden.

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Ein Roman über Drogen, Kinderprostitution und Kindesmissbrauch. Eigentlich ein sehr aktuelles Thema, nur geht Sund das in meinen Augen zu verschwurbelt an. Zu viel passiert, ohne dass der Leser weiß, worum es geht. Das macht den Einstieg extrem schwierig. Da sind zum einen Nova und Mercy, dann Tara, Olof, Kevin und diverse andere Personen, die zunächst schwer zuordenbar sind. Die Handlung entwirrt sich nur mäßig schnell und teilweise wusste ich wirklich nicht, was der Autor von mir will, bzw. wo er jetzt zeitlich ist. Die Story wechselt öfters die Zeiten, was aber im jeweiligen Kapitel angegeben ist. Dennoch hatte ich so meine Probleme mit den Überschriften, die aber für meine Begriffe durchaus passend waren. Die Kommissar Emilia und Kevin machen sich auf die Suche nach jemand, der sich „Der Puppenspieler nennt“ und kommen einem Netz von Pädophilen auf die Spur, das zu zerschlagen sich als sehr schwierig erweist. Soweit habe ich die Handlung verstanden, auch die harten Szenen, die im Buch häufig vorkommen, fand ich ansprechend und realitätsnah. Vor allem die Flucht von Mercy und ihrer Familie aus Afrika. Eigentlich ein spannendes Thema und das Buch ist teilweise auch sehr flüssig zu lesen, größtenteils aber eher von hinten nach vorne geschrieben und ich habe oft nicht verstanden, worum es im Detail geht. Zum Glück wird am Ende noch einiges aufgelöst, aber irgendwie kam mir der Name Frederic dann das erste Mal unter und auch die Schilderung von Kalifornien war – wie das ganze Buch eben – doch rätselhaft. Fazit: ich wurde mit der Schreibweise des Autors nicht so richtig warm. Leider. Denn das Thema an sich hat mir sehr gut gefallen.

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