Leserstimmen zu
Erwin, Enten & Entsetzen

Thomas Krüger

Erwin Düsedieker (3)

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Grübchen

Von: wal.li

15.04.2017

Erwin Düsedieker war noch nie verreist. Er braucht das auch nicht. Seine Freundin Lina möchte ihre Schwester Theresa besuchen, die auf einer Ostsee-Insel lebt. Erwin und Lina wollen in Kontakt bleiben. Weil Erwin auch kein Telefon hat, verspricht Lina, alle paar Tage einen Brief zu schicken. Schon nach dem ersten Brief folgen keine weiteren und Erwin beginnt sich Sorgen zu machen. Als in der Zeitung dann auch noch ein Bericht von Todesfällen auf der Insel erscheint, gibt es kein Halten mehr. Gemeinsam mit seinen Nachbarn Hilde und Arne und den Enten Lothar, Lisbeth und Albrecht macht er sich zum ersten Mal auf in die Ferne. In diesem dritten Band um Erwin Düsedieker geht es wieder hoch her. Erwin, der als im Kopf eher langsam gilt, macht sehr deutlich, dass langsames Denken auch gründlich und methodisch bedeuten kann, besonders wenn man ein gutes Gedächtnis hat. Seine Art passt eigentlich gut zu der der Insulaner, aber trotzdem glaubt ihm zunächst niemand, dass seine Lina verschwunden ist und dass auf der Insel seltsame Dinge abgehen. Die Polizei untersucht nur die offensichtlichen Spuren. Doch schon bald nach einer Ankunft finden die Enten gemeinsam mit Erwin eine weitere Tote. Auch Lina hat hier ihre Geschichte. Was als relativ simpler Vermisstenfall beginnt entwickelt sich zu einem Fall, der für etliche Personen recht bedrohlich wird. Man weiß ja nie, was sich hinter der Fassade verbirgt. Und so könnte man hier zunächst meinen, die Geschichte wirke etwas sehr weit hergeholt. Doch fügt sich schließlich alles so zusammen, dass für alles eine Erklärung geboten wird. Rausgerissen wird die Handlung jedoch von Erwin (Äwinn), Hilde und Arne und natürlich den Enten, die ihre neugierigen Schnäbel in jede Ecke stecken. Der kauzige Erwin im Gefolge seiner geliebten Enten stolpert über so manchen Hinweis, während die energische Hilde der Polizei erklärt, welchen Hinweisen sie nachzugehen hat. Und der gutmütige Arne braucht manchmal ein Schlückchen, um sein Denkorgan in Gang zu bringen. Und so mischen die Westfalen die Inselbewohner auf oder auch die Touristen oder wer ihnen sonst in den Weg gerät. Witzig und spannend.

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Meine Meinung: Nachdem ich die beiden ersten Bücher über Erwin und seine Enten gelesen hatte, war ich natürlich neugierig auf das dritte Buch. Denn ich hatte Äwinn und seine Enten ja immer besser kennen gelernt und Spaß daran, ihn und seine Freunde zu begleiten. Begleiten sollte ich sie auch diesmal, aber nicht in Bramschebeck, sondern auf eine Insel namens Oddinsee. Vorgesehen war das eigentlich nicht, denn Lina wollte ihre Schwester besuchen und nach einer Weile wieder nach Hause zu Erwin kommen. Aber oft kommt alles anders. In der Zeitung lesen Erwin, Arno und Hilde von einer unbekannten Toten, die auf der Insel gefunden wurde. Beunruhigt, weil Lina nicht wie verabredet jeden zweiten Tag einen Brief schickt, will Erwin sich auf den Weg machen und Lina suchen. Alleine will er nicht fahren, seine Enten sollen mit, aber da hat er nicht mit seinen besten Freunden Arno und Hilde gerechnet, die ihn begleiten wollen. Mit sehr viel Humor hat Thomas Krüger in seinem besonderen Schreibstil beschrieben, wie sich alle auf den Weg machen. Ich hätte das ja alles zu gerne mit eigenen Augen gesehen, obwohl der Autor es schon wunderbar beschrieben hat. Nun will ich hier nicht die ganze Geschichte erzählen, die soll jeder Interessierte selber lesen. Mich hat das Buch auf jeden Fall wieder gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, was dort auf der Insel denn nun eigentlich los ist. Einiges hat mich sehr verwirrt, Zusammenhänge konnte ich nicht so gut erkennen und mit Zitaten der Bücher, die Erwin und Lina gemeinsam lesen, auch wenig anfangen. Da habe ich schon sehr über Erwin gestaunt, der doch eher schlichten Gemütes sein sollte. Davon habe ich auf der Insel kaum etwas gemerkt. Auf jeden Fall ging es dort hoch her. Zwielichtige Gestalten, viele Tote und immer noch keine Spur von Lina. Stellenweise wurde es mir tatsächlich etwas zuviel. Am Ende war ich froh, dass alles in Ruhe erklärt wurde und ich die ganze Geschichte auch verstand. Wenn ich nun alle Bücher miteinander vergleiche, dann schneidet dieses von den dreien am schlechtesten ab, was nicht heißt, dass es schlecht ist, halt nicht so gut, wie die beiden anderen. Das Buchcover, wie auch alle anderen dieser Serie, gefällt mir sehr gut. Die drei Enten und ein Boot namens Lina, alles passt bestens zum Buch und den Geschehnissen. Fazit: Wie so oft, gefällt mir ein Buch einer Serie mal mehr und mal weniger gut. Deshalb bin ich jetzt wirklich sehr gespannt auf Band vier, denn abbrechen will ich das Lesen der Bücher auf keinen Fall. Bei dem Verlag Heyne möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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Ohne lange Ansprachen möchte ich hier, wie schon in der Überschrift lesbar, direkt aussprechen, dass diese Geschichte für mich nicht den Platz auf die Topliste der besten Krimis 2015 schaffen wird. Auf einen dieser Plätze in meiner (nur im Kopf vorhandenen) Topliste der besten Krimis zu kommen, ist aber auch nicht einfach. Ich lese sehr viele Bücher aus dem Genre Krimi/Thriller. Und da kann auch nicht jeder der Beste sein. Thomas Krüger hat mit ERWIN, ENTEN und ENTSETZEN einen interessanten Krimi geschrieben. Er spielt zum großen Teil an der Küste, er ist witzig aufgebaut und die Protagonisten sind Leute, die nun wahrlich nicht alle Tassen im Schrank zu haben scheinen. Aber gerade solche Typen mag ich (auch im Realen) ganz gern. Normal kann jeder. Aber mit 3 Enten auf Reisen gehen, um einen Mord aufzuklären, das kann nur Erwin. Und wie er auf diese Reise geht, wen er sonst mitnimmt, wie er sich vorbereitet und und und. All das läd den gespannten Krimileser dazu ein, neben der erhofften Spannung ein kleines Schmunzeln auf den Lippen zu haben. Besonders bewegen konnte mich diese Geschichte, trotz aller Schmunzelei dann aber dennoch nicht. Einige Krimis, die witzig sind, habe ich 2015 gelesen. Jedoch war der Unterhaltungsfaktor und Spannungsfaktor etwas größer, als bei Dem, worum es hier geht. Das könnte eventuell auch am Alter der Hauptprotagonisten liegen, die nicht nur einpaar wenige Jahre älter sind, als ich selbst, sondern doch einpaar mehr. Vielleicht kann man sich mit Menschen, die im ähnlichen Alter sind, doch ein Stück mehr identifizieren, als mit Solchen, die schon weiter fortgeschritten leben. Die Leistung des Sprechers Dietmar Bär hat mir hier sehr gut gefallen. In Hörbüchern habe ich ihn bisher noch nie gehört. Jedoch bin ich sonst auch mehr Leser, als Zuhörer. Aber durch seine Auftritte im Kölner Tatort kenne ich den Schauspieler schon seit einigen Monaten. Bisher hat er schon sehr oft die Hauptaufgabe in Hörbüchern wahrgenommen und mit seiner eindrucksvollen Stimme so manchen Autoren zu Erfolg verholfen. Auch in diesem Kriminalroman wurde sein Stimmumfang deutlich. Er hat sowohl den Erzähler, als auch die einzelnen Rollen mit viel Freude am Detail gesprochen und mir als Zuhörer dadurch tolle Stunden beschert. Als Fazit muss ich sagen, dass mir hier die Stimme und das Vorlesens des Hörbuches zwar gefallen hat, der Spannung des Buches jedoch nicht zu mehr Glanzstunden verhelfen konnte. Wenn man sich auf der Messe oder auch vor (und nach) Lesungen mit anderen Menschen unterhält, kommt oft die Frage, ob man ein Buch, oder in diesem Fall Hörbuch, empfehlen kann. Ich selbst habe nicht so ein großes Interesse an diesem Buch gefunden. Aber das ist meine Einschätzung. Diese Einschätzung müsst ihr nicht teilen. Deshalb würde ich natürlich empfehlen, andere Rezis noch zu lesen und euch das Buch im Buchladen mal anzusehen oder in Hörproben rein zuhören. Vielleicht bekommt ihr total Lust darauf und habt anschließend eine völlig andere Meinung. Ich würde es Thomas Krüger und Dietmar Bär wünschen. Dem Bloggerportal möchte ich danken für die Bereitstellung des Hörbuches. Es ist toll, dass es ein Portal für Blogger gibt, was es einfach macht, den Überblick zu behalten und mit Verantwortlichen der Verlage in Kontakt zu treten.

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Im Januar war ich bei der Lesung von “Erwin, Mord & Ente” und “Entenblues“. Ich war von diesen zwei Büchern so begeistert, dass ich mich jetzt über die Zusendung von “Erwin, Enten & Entsetzen” als Hörbuch sehr gefreut habe. Auf dem Cover kann man als Kenner des zweiten Buches schon sehen, dass Lothar und Lisbeth Nachwuchs bekommen haben. Alfred ist im Gegensatz zu seinen Eltern pechschwarz. Und der Name des Bootes “Lina” deutet für mich auf Lina Fiekens hin. Also alt bekannte Figuren auch im dritten Buch über Erwin Düsekieker. Mein ersten Hörversuch startete ich im Hinflug nach Atlanta, da ich aber immer wieder einschlief musste ich nach dem Urlaub nochmal von vorne starten. Konzentriert am Basteltisch ließ ich mich verführen in die Welt von Erwin. Erwin lebt inzwischen mit Lina zusammen in der alten Polizeiwache. Doch sie ist gerade auf Besuch bei ihrer Schwester auf der Insel Oddinsee. Die Insel ist sehr schön abgebildet im 1. CD Fach. Sie liegt irgendwo in der Ostsee und hat Ähnlichkeiten mit einer Ente. Dieses Detail finde ich sehr amüsant. Durch Berichte in der Zeitung von Morden auf Oddinsee verläßt Erwin zum ersten Mal in seinem Leben Bramschebeck zusammen mit Hilde und Arno. Natürlich sind die drei Enten auch mit im Gepäck. Auf der Insel geht Erwin seinem Hobby nach und versucht Lina zu finden und etwas über die Morde zu erfahren. Dietmar Bär haucht den Personen leben ein. Er kennt durch seine Herkunft den westfälischen Humor des Autors und kann diesen sehr gut umsetzen. Er ist natürlich nicht Thomas Krüger, der mit seinem ganzen Herzblut aus seinen Büchern vorliest, aber Herr Bär kommt ihm schon sehr nahe. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Zum besseren Verständnis empfehle ich jedoch die anderen Bücher vorher zu lesen. Es ist zwar ein eigenständiges Buch und man braucht das Vorwissen nicht, aber es macht es noch ein bisschen lustiger, wenn man die Hintergründe versteht.

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Kurzbeschreibung: Erwin Düsediekers Freundin Lina Fiekens ist verschwunden. Sie wollte ihre Schwester auf der Insel Oddinsee besuchen. In den Zeitungen wird von einer unbekannten Toten berichtet. Erwin muss in den Norden, ans Meer, um sie zu finden. Selbstverständlich reist Erwin nicht ohne seine Laufenten Lothar und Lisbeth und deren Nachwuchs Alfred. Auf Oddinsee erleben sie eine Welt voller Mythen & Morde. Zum Autor: Thomas Krüger, geb. 1962 in Ostwestfalen, ist Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Die 3 Superbrillen) und zahllosen Sonetten an Donald Duck. Mit Erwin, Enten & Entsetzen legt er den dritten Band um Erwin Düsedieker vor. Meinung: Erwin, Enten & Entsetzen ist der 3. Band der Erwin Düsedieker-Reihe, daher besteht beim Weiterlesen Spoilergefahr! Erwin Düsediekers Freundin Lina Fiekens besucht ihre Schwester Theresa, die sie schon lange nicht mehr gesehen hat, auf der Insel Oddinsee. Sie hatte versprochen, regelmäßig zu schreiben, doch plötzlich bleiben ihre Briefe aus. Als dann auch noch in der Zeitung von einer aufgefundenen Leiche auf Oddinsee berichtet wird, die Ähnlichkeiten mit Lina aufweist, ist Erwin krank vor Sorge. Er überredet seinen Freund Arno und dessen Arbeitgeberin Hilde, mit ihm und den Laufenten Lothar, Lisbeth und Nachwuchs Alfred nach Oddinsee zu reisen und sich auf die Suche nach Lina zu machen. Dort angekommen, fehlt jede Spur der Schwestern Lina und Theresa, selbst die Mieter der zum Hof gehörenden Ferienwohnungen haben keine Ahnung über deren Verbleib. Es geschehen weitere Morde und Erwin findet in Linas Zimmer einen Zettel mit mysteriösen Notizen von ihr, die scheinbar mit ihrem Verschwinden zu tun haben. Der 3. Teil der Reihe um Erwin Düsedieker ist diesmal völlig anders als noch seine Vorgänger: Erwin verlässt zum ersten Mal seine ihm so vertraute Umgebung und es geschehen mehr Morde, es wird blutiger und leichenreicher. Erwin ist und bleibt ein sehr liebenswerter Charakter, dem es sichtlich schwerfällt, seine gewohnte Umgebung zu verlassen und sich nach Oddinsee aufzumachen, um Lina zu suchen. Zwar hat er seine geliebten Laufenten bei sich, doch er fühlt sich recht unwohl an dem fremden Ort, wobei er aber Unterstützung durch Hilde und Arno findet, die ihm hilfreich unter die Arme greifen. Die Handlung selbst gestaltet sich wieder sehr unterhaltsam, da Thomas Krüger den Leser in die Welt der Mythologie einlädt (die Odyssee und die Edda spielen hier eine große Rolle) und durch seinen Schreibstil viel Poesie an den Tag legt. Besonders die Insel Oddinsee wird von ihm sehr bildhaft, detailliert und atmosphärisch beschrieben als wäre man selbst vor Ort. Am Ende nimmt die Handlung nochmals eine für mich nicht zu erahnende Wendung, die mich begeistern konnte. Und somit beginnt nun die Wartezeit auf den nächsten Band dieser unvergleichlichen Reihe, und man kann nur hoffen, dass noch zahlreiche Teile folgen werden. Erwähnenswert ist noch die anschauliche Karte von der Insel Oddinsee, anhand der man sich dort gut orientieren kann und am Ende des Buches findet man ein von Thomas Krüger geschriebenes Sonett mit dem Titel Denn du bist anders..., das der Laufente Alfred gewidmet ist, was mir sehr gut gefallen hat. Fazit: Der 3. Teil der Reihe um Erwin Düsedieker, Erwin, Enten & Entsetzen, entwickelt sich blutiger, leichenreicher und auch düsterer als noch seine Vorgänger, begeistert aber genauso. Eine aus der Masse herausstechende Krimi-Reihe, die ich mir auch sehr gut als TV-Verfilmung vorstellen könnte.

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Ich habe das Buch mühelos in wenigen Tagen durchgelesen. Es ist spannend geschrieben, mit einem spritzer Humor. Ein leichter Kriminalroman der eine klare Linie hat. Erwin Düsedieker (Hauptfigur) hat einen ehrlichen Charakter und immer dabei seine Enten Lothar, Lisbeth und Alfred. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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Als ich den Titel las, dachte ich, das wird sicher irgendein alberner Krimi mit den Enten. Aber weit gefehlt! Die Story wir echt interessant und spannend und das Einbringen der Enten hatte etwas sehr Niedliches, was sich deutlich von anderen Krimis abhebt. Der Schreibsti war gut zu lesen. Ich hatte die ersten beiden Entenkrimis nicht gelesen, aber trotzdem keine Probleme gehabt, direkt mit den dritten zu beginnen, ich kam direkt in die Story rein. Allerdings hatte ich anfangs echt Probleme mit dem Dialekt von Erwin, Hilde und Arno. Manche Stellen fand ich auch etwas zu langatmig beschrieben, z.B. als sich Erwin mit dem Boot im Nebel verirrte oder als Erwin den verwirrten Vogelmann traff. Aber ansonsten ein sehr gelungener Krimi! Auch das Ende war überraschend, aber mehr möchte ich hier nicht verraten.

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„Erwin , Enten & Entsetzen“ von Thomas Krüger ist der dritte Band einer Serie bei dem der Westfale Erwin Düsedieker und seine Laufenten Lothar und Lisbeth, und inzwischen auch deren Sohn Alfred, bei den Ermittlungen zu dem jeweils vorliegenden Kriminalfall behilflich sind. Diesmal führt die Aufklärung des Falls den in Gummistiefeln durch seine Welt stiefelnden Endfünfziger Erwin an die See, die für ihn ungeheure 500 km entfernt im Norden liegt. Obwohl ich die beiden ersten beiden Bücher der Reihe nicht gelesen habe, konnte ich der Handlung mühelos folgen. Erwins knapp über 70 Jahre alte Freundin Lina ist auf die Insel Oddinsee gefahren, um dort ihre Schwester Therese zu besuchen. Nach einem ersten Brief bricht der Kontakt ab. Erwin macht sich große Sorgen. Wenig später wird in der Tageszeitung von einem weiblichen Leichenfund auf der Insel berichtet. Die Tote starb an den Verletzungen eines Pfeils. Er überredet seine Nachbarin Hilde wie auch seinen Freund Arno dazu, ihn nach Oddinsee zu begleiten. Mit dabei sind auch die Laufenten. Vor Ort steigert sich seine Sorge um Lina noch, weil niemand im Haus von Therese anwesend ist. Auch die Feriengäste aus den nebenliegenden Wohnungen haben nichts gesehen und gehört. Nur ungern dringt Erwin in Linas Reich, ihrem Schlafzimmer, ein. Dort findet er Notizen, die für ihn keinen Sinn ergeben. Aber sein gesunder Menschenverstand und seine Freunde bringen eins ums andere im Laufe der Zeit zusammen. Derweil geschehen weitere Morde und die Zeit scheint den Freunden bis zur Aufklärung des Falls davonzurennen. Bisher ist Erwin nie über die Gegend des fiktiven Bramschebeck in Westfalen hinausgekommen. Doch vor allem durch das Lesen von Büchern ist er zwar der unerfahrene, aber kenntnisreiche Landwirt vom Dorf. Es fällt es ihm zwar schwer, sich auf die Reise zu machen, aber vor allem seine durchsetzungsfreudige Nachbarin Hilde unterstützt ihn dabei tatenreich. Das Zusammenspiel der drei ungewöhnlichen Charaktere Erwin, Hilde und Arno verursacht manch amüsante Situation. Einen wesentlichen Anteil daran haben die Dialoge in westfälischer Mundart zwischen den Dreien. Erwin ist ein Sympathieträger ohne Gleichen. Seine selbstreflektierende, um seine Naivität wissende Art konnte mich für sich einnehmen. Für seine Freunde ist er bereit bis über den Rand seiner Welt hinaus zu gehen. Ich fand es gut, dass die Laufenten respektvoll als Tiere behandelt und nicht zu Ermittlern Sondergleichen aufgebaut wurden. Der Krimi ist aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers geschrieben. Auf diese Weise erfährt der Leser teilweise wesentlich mehr, als Erwin in der jeweiligen Szene gerade wissen kann, ohne ihm jedoch bei der Aufklärung des Falls je vorauszueilen. Die Ermittlungen führen hinein in die Welt der Mythologie, in der Erwin und Lina sich durch gemeinsames Lesen auskennen. Der Sprachstil, in der Thomas Krüger schreibt, ist geprägt von kurzen Sätzen und Gedankenausflügen von Erwin mit Liebe zu Details. Teilweise wirkt der Text jenseits der Dialoge sogar lyrisch. Zur besseren Orientierung erhält der Leser beim Aufklappen des Covers eine Landkarte der Insel Oddinsee mit bemerkenswerter Silhouette. In der Klappe der Rückseite des Buchs findet sich als kleine Zugabe ein Sonett vom Autor. Gerade weil die Zeit den Ermittlern davonläuft, während die Mordserie nicht abreißt, bleibt die Spannung erhalten. Kurz vor Schluss gibt es ein groß inszeniertes Finale und schließlich noch einmal eine unerwartete Wendung.

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