Leserstimmen zu
Tausend Nächte aus Sand und Feuer

E. K. Johnston

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Ich mag Bücher, die ein orientalisches Flair haben oder in der Wüste spielen. Nachdem mir damals "Zorn und Morgenröte" so gut gefallen hatte, wurde ich wie magisch von "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" angezogen. Lo-Melkhinn hat schon über 300 Frauen geheiratet und dann ermordet. Als er nun in ihr Dorf kommt um sich eine neue Braut zu suchen, weiss sie, dass es ihre Schwester treffen wird, da sie das hübscheste Mädchen ist. Doch das will sie nicht zulassen und kehrt an ihrer Stelle in den Palast des Wüstenherrschers zurück. Die Geschichte beginnt wirklich recht ähnlich wie diejenige von Renée Ahdieh und weiss zu faszinieren. "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" nimmt dann jedoch einen total anderen Weg, wird viel phantastischer, mutet zum Teil sogar schon futuristisch an. Und das Buch ist in vielen Bereichen sehr speziell. So ist zum Beispiel der Wüstenherrscher Lo-Melkhinn die einzige Person im Buch, die einen Namen trägt. Die Protagonistin und alle anderen Charaktere werden mit 'sie' oder mir ihrem Zugehörigkeits- oder Verwandschaftsverhältnis wie zum Beispiel ‘die Mutter meiner Schwester’ benannt. Dies ist zwar sehr spannend und originell, jedoch auch sehr eigenwillig und zu gewollt. Wer besondere Bücher mit orientalischem Setting mag, sollte sich "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" genauer anschauen, denn vor allem die Sprache, aber auch der Inhalt entwickelt seinen ganz besonderen Reiz. Der Einstieg in die Geschichte konnte mich schnell faszinieren und das Ende ist sehr phantastisch und spannend. Dazwischen liest sich die Geschichte leider oft etwas zäh. Ein Grund dafür ist sicher auch, dass die Charaktere alle sehr distanziert wirken. Und dann hat mich wohl meine Vorfreude noch etwas enttäuscht, denn ich mag märchenhafte Geschichten mit orientalischem Flair. In Emily Kate Johnstons Werk dominiert aber ganz klar der Bereich Fantasy - und der war mir hier einfach ein bisschen zu viel des Guten. Der Schreibstil ist märchenhaft und hervorragend. Die Autorin ist hier ganz klar eine Meisterin ihres Fachs. Sie arbeitet mit vielen Vergleichen und schafft es, die Eigenarten der Geschichte sprachlich zu betonen. Durch die speziellen Personenbezeichnungen wie 'Der Vater des Vaters meines Vaters' wirkt die Geschichte manchmal etwas zu überladen, zu gezwungen. Fazit: "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" von Emil Kate Johnston ist eine eigenwillige Geschichte mit einem hohen Fantasy-Anteil und einem ganz eigenen Reiz. Man muss sich hier auf ein Lese-Experiment einlassen können. Mich konnte das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Ich hatte mit zähen Passagen im Mittelteil und der Distanz zu den Charaktere zu kämpfen. Entschädigt wurde ich zu einem Teil mit einem grandiosen Schreibstil.

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Kurzbeschreibung Eine unerwartete Wendung beginnt in dem Fall, als sich eine junge Frau entschließt sich selbst, anstatt ihre bildhübsche Schwester dem Wüstenherrscher Lo-Melkhinn zu überlassen. Leider hat sie nicht damit gerechnet, das sich hinter den Sagen mehr verbirgt und das sie einem großen Geheimnis auf die Spur kommt. Die Frage ist nur, wie lange wird sie leben, den der Herrscher ist dafür bekannt seine Bräute in der ersten Nacht zu töten. Somit sind schon hunderte auf seinem Gewissen, die zwar vom Volk verehrt werden, aber trotz allem Tod sind. Wie wird diese Geschichte enden, mit dem Mut der jungen Frau... Cover Das Cover ist passend zu der Geschichte die ja mitten in der Wüste spielt. Sehr schön daran ist der Sternenhimmel und der Titel der mit dieser goldenen Schrift. Schreibstil Die Autorin E. K. Johnston hat hier eine interessante Geschichte erschaffen, die von den Erzählungen der jungen Frau über ihre Familie geht und ihren Empfindungen am Herrscherhof. Ich fand es teilweise sehr interessant, aber der Spannungsbogen konnte mich nicht wirklich fesseln. Den man denkt immer es geht weiter und weiter und es dauert, bis man dann wirklich soweit ist, das es interessant wird. Denn die Charaktere haben mich jetzt leider nicht so in ihren Bann gezogen. Deshalb muss ich leider Punkte abziehen, wobei das nur meinem persönlichen Leseempfinden entspricht. Meinung Wenn Geschichten Dir das Leben retten können... Dann sind wir bei Lo-Melkhinn der jedes Mal eine neue Braut erwählt aus einem Dorf wenn seine erst angetraute verstorben ist und dies passierte jetzt schon über 300-mal. Erschreckend und Furchterregend möchte man am liebsten die Töchter aller Familien verstecken, wenn man von er Staubwolke erfährt die der Herrscher und sein Gefolge an den Tag legen. Genau das dachte sich auch eine junge Frau die mit ihrem Jahreszwilling aufgewachsen ist und sich lieber selber opfert, als ihre Schwester in den sicheren Tod reiten zu lassen. Dabei geschieht das erste Mal merkwürdiges, den sie wird wirklich die nächste angetraute, obwohl der Herrscher Lo-Melkhinn sehr wohl weiß, das sie nicht diejenige war die ihm zugedacht ist. Er ist interessiert und möchte mehr erfahren, dessen ist seine Braut sich sicher und fängt an ihm jede Nacht Geschichten zu erzählen und seltsamerweise hat sie keine Angst vor ihm. Am Tag erfährt sie dann mehr über den Herrscher, seine Mutter und einen Vorfall der alles veränderte. Gelungen finde ich den Ansatz der Idee und der Geschichte, der einen mitnimmt in die Wüste die mehr als ein Geheimnis ihr Eigen nennt. Des Weiteren hat auch die junge Frau mehr an sich als man zuerst vermutet, denn sie ist stärker als gedacht und beide müssen feststellen dass sie mehr als nur keine Furcht vor dem anderen haben. Fazit Eine interessante Geschichte die mich leider nicht fesseln konnte. Wenn ein Ereignis alles verändert. 3 von 5 Sternen

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Emily Kate Johnson – Tausend Nächte aus Sand und Feuer Erscheinungsdatum: 24. Mai 2016 Format: Gebundene Ausgabe Verlag: cbt Verlag Seiten : 368 Preis: 16,99 € ISBN: 978-3570164068 Klappentext/Inhaltsangabe: Lo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen. Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück. Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird ... Meine Meinung: Das Buch beginnt in einem kleinen Wüstendorf, indem die Protagonistin mit ihrer Familie lebt. Sie hat Angst davor, dass der bekannte König Lo-Melkhinn ihr Dorf besucht um sich das nächste schönste Mädchen auszusuchen. Dies wäre ihre Schwester. Lo-Melkhinns Frauen leben nicht lange. Die Protagonistin schafft es, dass sie anstelle ihrer Schwester ausgewählt und mit in das königliche Ksar genommen wird. Sie weiß durch die Geschichten, dass sie nicht lange leben wird. Aber sie denkt sich, lieber solle sie sterben, anstatt ihrer schönen Schwester. Ich hatte eine wunderschöne Liebesgeschichte aus dem Orient erwartet. Doch leider wurde ich enttäuscht. Die Geschichte ist zwar märchenhaft, aber leider keine Liebesgeschichte. Das Buch wird aus der Sicht der Protagonistin erzählt. Leider hat diese keinen Namen. Es wird immer geschrieben "Die Mutter meiner Schwester; Der Vater des Vaters meines Vaters" etc. Das war für mich ein Minuspunkt. Die Geschichte war sehr ausgeschmückt und detailreich. Eigentlich stört mich sowas nicht, aber hier wurden viele Sachen wiederholt und andere blieben auf der Strecke. An manchen Punkten wurde es spannend, aber dann flachte es wieder ab und zog sich. Ich konnte absolut keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, da mir die Emotionen gefehlt haben. Was mir aber wiederrum gefallen hat, war das Cover und das ich auch ein paar Einblicke in die Bräuche und Rituale erhalten habe. Die Detailverliebtheit bei der Beschreibung der Gewänder hat mir gut gefallen. Fazit: Ich hatte mir wesentlich mehr unter dem Buch vorgestellt. Die Autorin konnte mich leider nicht in ihren Bann ziehen. Leser, die einen sehr ausführlichen Schreibstil mögen und denen es nicht stört, dass die Protagonistin und fast alle anderen namenlos sind, könnten Gefallen an diesem Buch haben. 2,5 von 5 Büchern Anmerkung: "Tausend Nächte aus Sand und Feuer" wurde mir vom cbt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank !

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Tausend Nächte aus Sand und Feuer ist eins der im Moment so beliebten "Retellings", eine Nacherzählung, die sich an einer anderen Geschichte orientiert, aber bei der irgendwas anders ist als im Original. Dieses Buch ist ein "Tausend und eine Nacht" Retelling. Im Original geht es um einen bösartigen Herrscher, der sich jede Nacht eine neue Braut holt, mit ihr die Hochzeitsnacht verbringt. Am nächsten Morgen tötet er seine Frau stehst und das ganze Spiel geht von vorne los. Bis er eines Tages ein Mädchen heiratet, dass anders ist. Sie erzählt ihm Geschichten und bleibt somit am Leben. Tausend Nächte aus Sand und Feuer ist eine besondere Geschichte. Unsere Protagonistin in namenlos genau wie ihre Schwester, ihre Eltern, Brüder und alle anderen Personen, abgesehen vom bösen Herrscher Lo-Melkhinn. Ich weiß, dass das ein Kritikpunkt für viele ist, aber mir hat es nichts ausgemacht, dass niemand einen Namen hatte. Ich wusste das schon vorher und darauf eingestellt und in gewisser Weise hat es zu der besonderen Stimmung des Buchs beigetragen. Im Buch geht es um jungen Mädchens, das sich als ihre Schwester ausgibt, damit sie an ihrer Stelle als Braut für Lo-Melkhinn ausgewählt wird. Das ist eines der wichtigsten Motive in diesem Roman - die Wichtigkeit, die in anderen Büchern Romantik einnimmt, wird hier an die Schwesternliebe übergeben und das habe ich geliebt. Alles, was unsere Heldin tut tut sie für ihre Schwester, sie ist für sie von Anfang an bis zum Schluss die wichtigste Person und nichts kann das ändern. Die Protagonistin opfert sich also und wird zur Braut von Lo-Melkhinn. Sie kommt an den Hof und aus irgendeinem Grund wird sie vom bösartigen Lo-Melkhinn nicht umgebracht sondern überlebt die erste Nacht. Als er sie in ihrem Zimmer besucht geschieht etwas Merkwürdiges - eine Art Energie oder Feuer geht von ihren Händen aus. Sowohl er als auch sie scheinen eine Macht in sich zu haben. Und so lernt das Mädchen den adligen Hof kennen und lernt auch sich dort zurechtzufinden. Wir erfahren, dass Lo-Melkhinn nicht immer so war wie er jetzt ist. Eines Tages kam er aus der Wüste zurück und aus einem guten und weisen Herrscher wurde eine Tyran. Es wird gemunkelt, dass er von etwas besessen wird, eine Art Dämon aus der Wüste. Ob es wohl eine Möglichkeit gibt Lo-Melkhinn das Böse auszutreiben und ihn wieder in sein altes Ich zurückzuverwandeln? Etwas ganz besonderes war, dass die Perspektiven gewechselt haben - zwischen der Protagonistin und dem Dämon, der von Lo-Melkhinn Besitz ergriffen hat. Seine Kapitel waren unglaublich spannend und haben etwas ganz Besonderes und Neues zum Buch beigetragen. Sehr interessant fand ich das Buch gerade deshalb, weil ich bereits ein Retelling dieser Geschichte gelesen hatte - Zorn und Morgenröte von Renee Adieh (was ich bereits für euch rezensiert habe). Ich war gespannt darauf, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede sich wohl zwischen den beiden Geschichten finden lassen würden und alles in allem kann ich sagen: Beide Geschichten sind komplett unterschiedlich und ich mag beide sehr gerne! Ich habe in diesem Jahr etwas über mich herausgefunden - ich liebe Bücher die im Orient spielen! Ob The Wrath and the Dawn, Rebel of the Sands oder nun eben dieses Buch - diese Atmosphäre von Wüste und Exotik... Ich liebe es! Aber nicht nur wegen dem Setting hat mir dieses Buch so gut gefallen - ich mochte auch die Geschichte und die Charaktere. Es hat einfach alles gepasst. Perfekt war das Buch allerdings nicht. Es dauert ein bisschen, bis man sich mit dem Schreibstil angefreundet hat und manchmal gab es kürzere Durststrecken, in denen nicht allzu viel passiert ist, aber alles in allem hat es mir trotzdem super gefallen. Ich vergebe vier von fünf Sternen und würde euch auf jeden Fall empfehlen es zu lesen, falls es interessant für euch klingt!

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Tausend Nächte aus Sand und Feuer Inhalt: Immer wenn Lo-Melkhiin in ein Dorf kommt, nimmt er sich ein neues Mädchen zur Braut. Jede seiner Braut stirbt nach kurzer Zeit, keiner außerhalb kann sich das wirklich erklären. Als Lo-Melkhiin in ein neues Dorf kommt, in das der Erzählerin, fasst sie den Entschluss ihre Schwester zu retten und bietet sich als seine neue Frau an. Nacht für Nacht erzählt sie ihm eine neue Geschichte von sich und ihrem Dorf, jeden morgen erwacht sie gesund, mit einer inneren Funken…. Das Cover: Das Cover ist schön auch wenn ich finde das es nicht sehr viel aussagt. Die ersten 3 Sätze: Lo-Melkhiin hatte bereits dreihundert Mädchen getötet, bevor er zur Brautschau in mein Dorf kam. Die von ihm Erwählte würde eine Heldin sein. Sie würde den anderen das Leben schenken. Meine Meinung: Meiner Meinung nach ein Buch mit einer guten Idee im Gedanken aber bei der Umsetzung hat es meiner Meinung nach an vielem gefehlt. Mir fehlte die Spannung, der rote Faden und der eigentliche Höhepunkt des ganzen. Die Geschichte zieht sich einfach unheimlich ohne das was großes wirklich passiert, vieles ist Vorhersehbar. Was mich besonders gestört hat waren all die namenlosen Charaktere. Fazit: Für mich einfach kein Buch, daher weiß ich auch nicht so wirklich was ich dazu noch sagen soll. Von mir gibt es 2 von 5 Sternen. Über die Autorin: Emily Kate Johnston hat eine Ausbildung zur forensischen Archäologin, ist von Beruf Buchhändlerin und liebt von Natur aus Grammatik. Sie ist sich sicher, dass sie die „reale Welt“ eines Tages verstehen wird, aber bis dahin verbringt sie so viel Zeit wie möglich in anderen Welten. Wenn sie nicht gerade auf tumblr unterwegs ist, träumt sie vom Reisen und von Tolkien. Oder sie schreibt Bücher. Kommt ganz auf das Wetter an. Format: Hardcover Verlag: cbt ISBN: 978-3-570-16406-8 Preis: 16,99€ Seiten: 350 Seiten Erschien: 24.05.2016

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„Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ ist neben „Zorn und Morgenröte“ die zweite Märchenadaption rund um die Geschichte von tausendundeiner Nacht. Ich habe zwar gehört, dass sich manche darüber aufregen und nachzuweisen hoffen, wer wohl bei wem abgeschrieben hat, aber ich habe beide gelesen und meiner Meinung nach, haben die beiden Bücher nichts miteinander zu tun. Es geht bei beiden um die Grundgeschichte, dass ein Herrscher ständig junge Frauen heiratet und diese dann sterben müssen, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Beide Romane haben ebenfalls eine völlig unterschiedliche Herangehensweise und Auflösung des ganzen Dramas und ich vermute fast, dass es daher eher wenig Leser geben wird, denen beide Bücher gleichzeitig gefallen – gerade, weil sie so unterschiedlich sind. Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Wüstendorf und der Angst der Protagonistin, dass der Herrscher dieses Mal in ihr Dorf kommt und das hübscheste Mädchen auswählen wird, nämlich ihre Schwester. Leider haben beide Mädchen keinen Namen, außer dass sie jeweils als die Schwester der anderen bezeichnet werden, daher kann ich immer nur von „Protagonistin“ oder „Heldin“ sprechen. Das ist übrigens auch ein Minuspunkt von mir an das Buch: es gibt eigentlich nur zwei Personen, die einen Namen haben, nämlich der Herrscher: Lo-Melkhinn und eine Wache. Die Heldin bekommt ganz am Ende einen Namen verpasst, aber man kann eigentlich nicht von einem Rufnamen sprechen. Die Entscheidung, ansonsten keine Namen zu verwenden, fand ich persönlich schade, weil dadurch eine gewisse Identifikation verlorengeht. Namen haben ja bekanntlich Macht und diese ist für mich ein Stück weit verloren gegangen. Die Heldin hat also Angst, dass Lo-Melkhinn ihre Schwester mitnimmt und sorgt mit einem Trick dafür, dass sie statt dessen ausgewählt wird. In dem Märchen würde sie dem Herrscher jede Nacht eine Geschichte erzählen, die so spannend ist, dass sie den Morgen überlebt und es Abends wieder von vorn beginnt. Wie ich aber bereits sagte, ist dieses Buch zwar angelehnt an das Märchen, die Erklärung ist aber eine völlig andere – sowohl für das Handeln des Herrschers, als auch für das Überleben des Mädchens. Warum sie viele Wochen überlebt, will ich hier nicht verraten, aber es hat nichts mit dem Erzählen von Geschichten gemein (auch wenn das in der Inhaltsangabe steht – keine Ahnung warum der Verlag sich dafür entschieden hat, denn es entspricht nicht wirklich der Handlung) und er verliebt sich auch nicht in sie. Und auch wenn ich es gut fand, dass sie sich nicht einfach (grundlos und instant) verlieben, so hat mir die Interpretation leider nicht gefallen. Es spielt sehr viel Magie eine Rolle und wie das alles miteinander verflochten ist, wurde zwar märchenhaft-malerisch erzählt, aber mir persönlich hat diese Umsetzung nicht gefallen. Ich kann „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ grundsätzlich allen Liebhabern von arabischen Märchen empfehlen, aber wem die Umsetzung gefallen wird und wem nicht, kann ich leider nicht abschätzen. Vom Schreibstil her hat mir das Buch absolut gefallen (bis auf die fehlenden Namen), ich bin wunderbar in der Welt versunken und habe mich gen Osten entführen lassen. Aber die Umsetzung mit der ganzen Magie, dem Feuer, dem Weben und die Tiere, die später entstehen (müsst ihr selbst lesen!), war mir zu weit hergeholt bzw. hat mir einfach nicht gefallen. Geschmäcker sind aber verschieden, weswegen ich das Buch wirklich empfehlen kann, auch wenn ich nur 3 von 5 Sternen vergeben werde.

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Aufgrund der recht vielen negativen Kritiken, war ich zunächst etwas skeptisch gegenüber der Geschichte von "Tausend Nächte aus Sand von Feuer". Umso überraschter war ich dann jedoch, wie gut mir die Story, die Charaktere und vor allem der Sprachstil gefallen haben. Lo Melkhiin, der Herrscher dieser arabisch angehauchten Welt, machte sich bereits unendlich viele Mädchen zur Frau - um sie dann zu töten. Einige halten einen Tag aus, andere bis zu einem Monat. Die namenlose Protagonisten, weiß sofort - als ihr Dorf an der Reihe ist, alle unverheirateten Töchter vorzustellen - dass ihre Schwester von Lo Melkhiin ausgewählt werden wird. Durch einen kleinen Trick kann sie dies verhindern und rettet ihre Schwester, indem sie sich selbst als Frau Lo Melkhiins opfert. Als sie jedoch länger als bisher alle Frauen vor ihr überleben merkt, merkt sie schnell, dass sie etwas in sich trägt, was sie vor dem Herrscher schützen könnte. Ihn vielleicht sogar bezwingen könnte. Der märchenhafte Schreibstil der Autorin, die namenlose Protagonistin, die einem schnell ans Herz wächst und die geschilderte Lebensart der Wüstenbewohner der Welt Lo Melkhiins lassen einen schnell in dieses (für mich) so bisher noch nicht gehabte Setting einsinken - nach anfänglichen Schwierigkeiten. Der Vergleich mit "Zorn und Morgenröte" von Renee Adieh hat für mich keinen Stellenwert, da ich dieses Buch noch nicht gelesen habe. Alles in allem hat mich dieses Buch auf jeden Fall verzaubern können!

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Inhalt Um ihre Schwester zu schützen liefert sie sich dem unbarmherzigen Lo-Melkhinn aus. Dieser hat schon hunderte Frauen auf dem Gewissen und keine von ihnen hat nach ihrer Abreise mit ihm den nächsten Morgen erlebt. Aber für sie gilt das nicht, sie erzählt ihm jede Nacht eine Geschichte und schafft es so am Leben zu bleiben. Aber für wie lange? Und was ist es, das Lo-Melkhinn zu einem so ungnädigen Mann macht? Kann sie seinen Fluch brechen? Eigene Meinung Im Moment scheinen Geschichten die im Orient spielen groß in Mode zu kommen. Auch mich fasziniert diese Kulisse seit jeher, weswegen ich „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ unbedingt lesen wollte. Mir fällt es ziemlich schwer diese Rezi zu schreiben, da man das Buch einfach erlebt haben muss. So richtig in Worte zu fassen ist es nicht, aber ich werde es trotzdem versuchen. Bereits im Prolog macht sich eine düstere Stimmung breit, welche sich mehrfach im gesamten Buch wiederholt: Es sind die Abschnitte aus der Sicht eines Dämon, der Lo-Melkhinn zu dem macht was er ist. Zwischen diesen Abschnitten lernen wir die Protagonistin kennen welche, und das ist mir erst nach dem Lesen aufgefallen, gar keinen Namen hat. Genauso ist es aber auch bei den anderen Charakteren. Alle werden nur als das bezeichnet was sie sind, z.B. nennt die Protagonistin ihre Schwester nur „Schwester“ oder Lo-Melkhinns Mutter nur „Mutter meines Herzens“. Wirklich gestört hat es mich beim lesen nicht, da es mir, wie schon gesagt, gar nicht aufgefallen ist. Vermutlich war der Lesefluss so auch besser, als wie wenn man sich mit unleserlichen und unaussprechlichen Namen rumschlagen müsste. Die Protagonistin war mir von Anfang an recht sympathisch, auch wenn sie manchmal ziemlich naiv rüberkommt., was allerdings auch irgendwie passend ist, wenn man bedenkt wo sie aufgewachsen ist. Toll fand ich, dass der Urglaube der Wüstenmenschen z.B. gegenüber den Sternen mit eingebracht wurde, wodurch die Geschichte ein wenig mehr Charakter bekommt. Was ich schade fand war, dass die Geschichten, die sie ihm laut Klappentext erzählt, eigentlich gar keine wirklichen Geschichten waren und das Ganze dadurch eher trist war. Immer wieder erzählt sie nur von ihrer Schwester und ihrem alten Leben. Gut fand ich jedoch, was sie letztendlich mit ihren Worten bewirkt hat. Die Entwicklung der Story war in dem Maße, wie sie letztendlich vonstattenging nur teilweise vorhersehbar und es gab für mich einige Überraschungsmomente. Der Verlauf an sich war doch recht überzeugend und es hat mir Spaß gemacht den „Kampf“ der Protagonistin zu verfolgen. Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz besonderes! Passend zur Geschichte ist dieser anmutig und wunderschön zugleich. Allerdings muss man sich auch darauf einlassen können, dass die ganze Ausdrucksweise etwas „alt“ wirkt, was definitiv nicht jedermanns Sache ist. Mir hat es sehr gut gefallen, auch ihre Umschreibungen waren meistens richtig schön. Schon allein wegen des Stils würde ich ein weiteres Buch der Autorin lesen wollen. Mein absolutes Highlight ist aber dieses wahnsinnig tolle Cover! Ich habe mich vom ersten Moment an schockverliebt und im Prinzip wäre es mir fast egal gewesen was zwischen den Klappen steht, ich musste dieses Buch im Regal haben! Es passt so wunderbar zu „1001 Nacht“ und durch dieses feurige glühen auch zum Titel des Buches. Fazit Ich glaube man kann es meiner Rezi entnehmen, dass dieses Buch mich etwas aufgewühlt hat und ich gar nicht so recht wusste wie ich es in Worte fassen sollte. Es hat mir gut gefallen, auch wenn es ab und an seine Schwächen hatte, vor allem durch die fehlenden Geschichten. Den Schreibstil muss man definitiv mögen, aber ich mag ihn! Empfehlung Jeder, der „1001 Nacht“ mag sollte es mit diesem Buch versuchen. Allerdings empfehle ich vorher die Leseprobe zu lesen, da der Schreibstil, wie mehrfach erwähnt, ziemlich eigen ist.

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