Leserstimmen zu
Götter der Rache

Giles Kristian

Sigurd (1)

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Die Kultur der Wikinger birgt jede Menge interessanten Stoff. Wo die Überlieferungen aufhören muss man die Lücken zwar auffüllen, aber auch das kann man mit Feingefühl und umfangreicher Recherche ausgleichen. Leider ist davon in der ersten Hälfte des Buches wenig zu spüren. Ein Klischee reiht sich an das nächste und die Rachegeschichte kennt man auch schon aus anderen Büchern. Dabei enthalten gerade die Entdeckungsfahrten und kulturellen Kontakte der Nordmänner (und -frauen) noch so viel unerforschtes Terrain. Stattdessen verarbeiten Sigurds Männer ihren Götterglauben in belustigende Flüche ("Bei Thórs haarigen Eiern!" und dergleichen) und saufen, raufen und schippern durch mehrere episodische Szenen. Noch dazu bezieht man sich in gefühlt jedem zweiten Satz auf die Heldentaten irgendwelcher Sagengestalten, die die Taten der Truppe legitimieren sollen. Rhetorische Fragen und die ausführlichen Gedankengänge Sigurds sorgen zudem oft für einen schleppenden Lesefluss. In der zweiten Hälfte gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer. Die bunt gemischte Kriegerschar enthält manchen überraschend gestalteten Charakter, was Schwung in Figurenkonstellation und Handlung bringt. Zudem wirken die Segeltechniken und die Sagenwelt ausführlich recherchiert. Letztendlich bleiben diese Aspekte aber Randerscheinungen in einem überschaubaren Szenario, das nur selten aus seiner stringenten Erzählweise ausbricht. Wolfgang Thon, der selbst wiederholt als Buchautor und Übersetzer entsprechender Genreliteratur in Erscheinung getreten ist, überträgt den Roman sinnvoll ins Deutsche, lässt stellenweise aber noch die Satzstruktur des englischen Originals durchschimmern. Ob das Absicht ist oder im Eifer des Gefechts geschah weiß man nicht. Schön ist jedenfalls die verwendete Schriftart, die mit ihrer dezenten Eleganz das Thema des Romans angemessen hervorhebt. Positiv hervorzuheben sind außerdem die sinngemäß verwendeten (alt)nordischen Buchstaben wie ð und ø bei diversen Eigennamen, insgesamt erfolgt das aber eher inkonsequent. Immer wieder variieren die Schreibweisen, was aber auch bei der typografischen Umsetzung passiert sein kann. Insgesamt ein eher einfach gehaltenes Wikingerabenteuer, das anspruchsvollen Lesern von Historienromanen vermutlich nicht ausreichen wird. Wer mehr Wert auf ausführlich recherchierte Hintergründe legt, dem seien die Uthred-Romane von Bernard Cornwell empfohlen, der ebenfalls einen jungen Mann unter Wikinger geraten lässt, das Ganze im Gegensatz zu Giles Kristian aber mit historischen Ereignissen verknüpft. Wikingerfans finden hier aber zumindest die Grundlagen ihrer Leidenschaft, was manch einem vielleicht genügt. Originaltitel: "God of Vengeance" ("Gott der Rache") Seitenzahl: 608 Format: 11,8 x 18,7 cm Verlag: Heyne Bonusmaterial: Glossar mit Erläuterungen zu den verwendeten Begriffen

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Giles Kristian entwirft mit 'Götter der Rache' ein gleichermaßen abwechslungsreiches wie blutrünstiges Schlachtengemälde vor dem Setting der alten Wikinger, bei dem man zwar ob der vielen fremden Namen mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen hat, das im Nachhinein aber mit einer temporeichen und kurzweiligen Geschichte entlohnt, bei der sich der Autor spürbar bemüht hat, früheren Begebenheiten und Gepflogenheiten Rechnung zu tragen.

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Die nordische Mythologie finde ich sehr interessant. Allgemein das ganze Leben damals und alles rund um die Wikinger. So wurde ich auf das Buch aufmerksam. Doch war ich etwas unsicher, habe befürchtet, es sei zu "trocken". Völlig zu unrecht, denn Blut und Met fließen in strömen ;-) Die Aufmachung des Buches passt zum Inhalt. Das Cover zeigt einen Krieger, mit einem Heer im Rücken. Besonders schön, die Details auf dem Schwert. Die Schriftart ist eine andere als gewöhnlich, sie wirkt älter und leicht verschnörkelter, aber trotzdem sehr gut zu lesen. Am Ende gibt es ein Glossar mit den nordischen Begriffen und den Göttern. Sehr informativ und auch notwendig, beim lesen war es eine große Hilfe. Hier hätte ich mir noch ein kleines Personenverzeichnis gewünscht. Die nordischen Namen sind für mich nicht sehr geläufig und ich kam öfters Durcheinander am Anfang. Es gibt auch eine Karte, welche mir sehr geholfen hat, die Orientierung zu behalten. Die Charaktere fand ich gut gezeichnet. Das Hauptaugenmerk des Autors liegt auf den Hauptcharakteren, doch wurden für mich auch die Nebencharaktere zum Teil lebendig, nur oft leider nicht für lange ;) Im Mittelpunkt steht Sigur, der Sohn eines Jarls. Er ist gerade dabei sich seinen Armreif zu verdienen. doch muss er dann sehr schnell erwachsen werden. Ich fand seinen und auch die anderen Charaktere sehr glaubhaft. Ich habe ihnen, dass was sie taten und fühlten, voll und ganz abgekauft. Die Handlung an sich ist einfach. Mann verrät anderen Mann, Sohn schwört Rache und versucht diese auch durchzusetzen. Gespickt ist dies mit sehr vielen Kampfszenen. Diese lese ich eigentlich nicht sehr gerne, da ich mir sie oft nicht vorstellen kann. Doch anders hier. Genau vor Augen hatte ich die Schildwalle, wie sie aufeinander treffen, Saxs die durch die Luft fliegen. Das Lebensgefühl von damals kam extrem gut bei mir an. Ehre war so wichtig damals und der Ruf eines Mannes entschied über so vieles. Ein guter Tod war manchmal erstrebenswerter als ein weiterleben......Ich konnte beim lesen so einiges lernen, über die Gebräuche und Sitten damals und auch über die Götter. Wirklich sehr Informativ, wenn man ein Gefühl für das Leben damals bekommen möchte. Seine Merkwürde Mannschaft auf Ausgestoßenen und Besitzlosen, aus Männern und Frauen von so unterschiedlichen Herdstätten hatten Blut vergossen und das Schwertlied miteinander gesungen. Es gab kein stärkeres Band zwischen Kämpfern, hatte sein Vater immer gesagt. Seite. 495 Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Es gab so einige brutale Szenen. Eingeweide, die auf den Boden fällt etc. Aber es wirkte nie ordinär oder gewollt brutal ( wie in vielen Thrillern). Es wirkte echt, nicht gespielt, die Zeiten waren rau und brutal. Ich habe wohl noch nie ein Buch gelesen, in dem so oft geflucht wurde und noch nie hat es mich so wenig gestört.Auch hier wirkte es einfach nur echt und wurde nie zu vulgär. Außerdem gab es so einige witzige Sprüche, die mich zum lachen gebracht habe. Ich hoffe, es werden noch mehr Bücher von Giles Kristian übersetzt, da mir sein Schreibstil sehr gefallen hat. Fazit: Ein abtauchen in eine andere Zeit. Für alle, die mehr über die alten Sitten, Gebräuche und Götter der Nordmänner erfahren möchten Für Fans von Wikingergeschichten. Rau und Brutal, aber ehrlich. Eine Liebesgeschichte sucht man vergebens, dafür findet man Mut und Freundschaft und sehr viel Ehrgefühl. Rasant und Spannend, mit vielen Kampfszenen. Wer die Tv-Serie " Vikings" mag, ist hier richtig.

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Meine Meinung Anfänglich wird man hier sofort ins kalte Wasser geworfen. Der Autor bombardiert den Leser förmlich mit nordischen Namen und Gegebenheiten und man brauch seine Zeit bis man die doch recht ähnlichen und seltsamen Namen zuordnen kann. Als Hilfestellung in Hinsicht auf die nordischen Gottheiten und allgemeine nordische Begriffe, wurde am Ende ein Glossar angehangen, welches ich nicht nur hilfreich beim Lesen, sondern auch als Informationsschatz empfand. Und damit wir einen besseren Überblick bekommen, welcher Jarl wo seine Halle hat und welche Seewege genommen werden, befindet sich am Anfang des Buches eine tolle Karte. Mit diesen beiden Voraussetzungen findet jeder seinen Weg in das Buch! Der Betrug des Königs gegenüber Jarl Harald und all seinen Männern wurde hier grandios dargestellt. Spätestens nach der ersten großen Schlacht war ich begeistert, sowohl von der Idee, als auch vom Schreibstil und der daran hängenden Umsetzung der Idee. Ob wir heutzutage anders handeln würden? Ich weiß es nicht. Damals hieß es RACHE und diese hat Jarl Haralds jüngster Sohn Sigurd im Sinn und sei es drum, dass es das letzte ist, was er tut. Sollte er sterben, wird er in der Halle des Allvaters Odin wieder mit seinem Vater vereint sein. Zusammen mit den letzten überlebenden Männern seines Vaters macht er sich auf die Suche nach weiteren Kriegern, um sich am König und an Jarl Randver zu rächen, der seine Schwester Runa mit sich genommen hat, um sie zu verheiraten. Auf dieser Reise lernen wir immer neue Charaktere kennen, die zumeist Kämpfer sind, die sich Sigurd anschließen. Zum Schluss ist es eine "merkwürdige Mannschaft aus Ausgestoßenen und Besitzlosen" (S. 495) und ich hatte fast zu jedem Krieger ein Bild vor Augen und dieser Punkt ist für mich sehr wichtig und für mich ein Highlight dieses Werkes. Ein weiteres Highlight war, dass es endlich mal ein Buch war, der die nordische Mythologie so perfekt in einen Roman einbindet. Würde es bereits einen zweiten übersetzten Band gebe, ich würde ihn aus Neugierde sofort im Anschluss lesen. ____________________________________________________________ Als Kritikpunkt möchte ich es nicht anmerken, aber es ist noch eine Steigerung drin. Vor allem sehe ich diese Chance im Charakter Sigurd. Er war für mich bis zum Schluss der kleine Sigurd und ich erhoffe mir noch den Mann Sigurd. Ich hoffe der Autor hat noch viel Ideen und Potenzial diese Reihe grandios fortzusetzen. Mein Fazit Wollt ihr wissen, ob Sigurds Racheplan in die Tat umgesetzt wird? Dann lest dieses Buch. Ich kann es euch nur empfehlen, denn ich bin begeistert von diesem Auftakt der Wikinger-Saga und ich hoffe, dass es weitergehen wird mit Sigurd und seinen Kämpfern. Giles Kristian konnte hier wirklich ein hautnah-Buch erschaffen. Für mich hatte es alle charakteristischen Mittel, die ein Wikingerbuch mit sich bringen sollte. Allerdings hätte ich mir den Protagonisten noch etwas stärker und härter gewünscht, aber er kann ja noch wachsen.

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„Götter der Rache“ von Giles Kristian habe ich beim Bloggerportal von Random House angefragt, weil die Lektüre ein neuer, weiterer Versuch mit einem historischen Roman sein sollte. Bisher habe ich weder den richtigen Zeitabschnitt noch die richtige Region für mich gefunden, obwohl dieses Genre unheimlich vielfältig ist. Da ich die Kultur der Wikinger faszinierend finde und darüber hinaus ein riesiger Fan der Serie „Vikings“ bin, beschloss ich, es darauf ankommen zu lassen und es mit „Götter der Rache“ zu versuchen. Ich hoffte, mir mit diesem Buch die Wartezeit bis zur Veröffentlichung der vierten Staffel in Deutsch verkürzen zu können und freute mich auf Männer und Frauen, die Stahl in den Venen haben. Sigurd, jüngster Sohn von Jarl Harald, wünscht sich nichts sehnlicher, als sich endlich im Kampf beweisen zu können. Er ist zornig auf seinen Vater, weil dieser ihm diese Ehre verwehrt. Sigurd muss sich damit begnügen, die ruhmversprechende Seeschlacht an der Seite von König Gorm gegen den ambitionierten Jarl Randver aus der Ferne zu beobachten. Er konnte nicht ahnen, dass die Entscheidung seines Vaters sein Leben retten würde. Die Schlacht ist eine Falle. Hilflos muss Sigurd zusehen, wie der gierige König seinen Vater verrät und die tapferen Krieger gnadenlos von Jarl Randvers Männern abgeschlachtet werden. Auf einen Schlag verliert Sigurd alles, was in seinem Leben von Bedeutung ist. Nun kennt er nur noch einen Gedanken: Rache. Lediglich eine Handvoll treue Kämpfer begleiten ihn bei seinem Vorhaben, doch ihr Hass brennt heißer als die Sonne. König Gorm und Jarl Randver werden den Tag verfluchen, an dem sie sich gegen Jarl Harald wandten, denn Sigurd und seine Männer werden Blut in Strömen vergießen… Wisst ihr, was mir beim Lesen von „Götter der Rache“ gefehlt hat? Leidenschaft. Objektiv betrachtet hat dieser Roman von Giles Kristian alles, was ein spannendes Buch ausmacht: einen Rachefeldzug, viele Kämpfe, sympathische Charaktere und eine stabile Atmosphäre. Und doch hatte ich nicht den Eindruck, dass der Autor wirklich Spaß beim Schreiben hatte. Es fühlte sich nicht so an, als würde ihn die Welt seiner fiktiven Figuren tatsächlich begeistern. Dadurch gestaltete sich die Lektüre zugegebenermaßen etwas schwierig für mich. Ich hatte Probleme, mich mit Kristians distanziertem Schreibstil anzufreunden, weil dieser stark mit der Handlung kontrastiert, die sehr blutig, sehr brutal und sehr explizit ist. Eine Jugendwarnung auf dem Cover wäre durchaus berechtigt. Ich bin wahrlich nicht empfindlich und kann gewalttätigen Szenen eine Menge abgewinnen, aber selbst mir war es fast zu viel. Nicht, weil ich mich geekelt hätte, sondern weil ich der Meinung bin, dass die Geschichte rund um Sigurd und seine tapferen Mannen hinter all den Kämpfen etwas dünn geraten und dadurch nur mäßig packend ist. Darüber hinaus konnte ich mich nicht gut in Sigurd hineinversetzen. Kristian ließ mich nicht an der Planung seiner Rache an König Gorm und Jarl Randver teilhaben, weswegen ich seine Entscheidungen nur selten nachvollziehen konnte. Ich fühlte mich vor vollendete Tatsachen gestellt und ausgeschlossen. Ich hatte keine Chance, Sigurd wirklich nahe zu kommen und muss gestehen, dass ich ihn von allen auftretenden Charakteren am unsympathischsten fand. Seine Truppe hingegen hat einige interessante Persönlichkeiten zu bieten. Die meisten der Krieger sind recht einfach gestrickt, erschienen mir mit ihrer derben Rauheit und ihrem Hang, genau das auszusprechen, was sie denken, allerdings äußerst bodenständig und auf brachiale Weise liebenswert. Sie sind genau so, wie man sich Wikinger vorstellt: unanständig, laut und niemals um einen Kampf verlegen. Das Problem mit dieser Charakterisierung, so sympathisch sie auf den ersten Blick sein mag, ist die Klischeehaftigkeit. Ich konnte nicht anders, als mich während des Lesens zu fragen, ob Wikinger zu ihrer Zeit wohl tatsächlich so waren. Eigentlich ist es paradox, dass mich diese Gedanken umtrieben, denn schließlich wollte ich ein typisches Wikinger-Abenteuer erleben. Ich denke, hätte mich die Geschichte an sich mehr überzeugt, hätte mich ein wenig Schubladendenken nicht gestört, aber da mich Sigurds Rachefeldzug nicht voll und ganz mitriss, hatte mein Kopf die Zeit, an dem Roman herumzukritteln. Vielleicht waren meine Erwartungen auch zu hoch, das will ich nicht ausschließen. Durch „Vikings“ bin ich hinsichtlich der Wikinger-Thematik absolut verwöhnt – ich habe freilich gehofft, dass „Götter der Rache“ ähnlich dramatisch, subtil und perfide ist. Ich liebe Verrat, Intrigen und Geheimnisse einfach. Giles Kristian hat einen direkteren Handlungsverlauf gewählt. Diese Wahl akzeptiere ich und möchte sie ihm unter keinen Umständen ankreiden. „Götter der Rache“ war ein Ausflug in eine Welt, die mich seit jeher fasziniert und in ein Genre, mit dem ich bisher nicht richtig warm werden konnte. Leider fand ich dieses Buch von Giles Kristian nicht so grandios, dass ich nun meine unsterbliche Liebe zu den historischen Romanen entdeckt hätte. Es ist solide, doch der große Knall blieb aus. Ich wünschte wirklich, ich hätte mehr Hingabe seitens des Autors spüren können. Es fällt mir schwer, die Qualität von „Götter der Rache“ einzuordnen, weil ich so gut wie keine Erfahrung mit dem Genre habe. Vielleicht ist Giles Kristian DIE Autorität in Sachen Wikinger-Romane? Ich weiß es nicht. Ich denke, wenn ihr euch für die Kultur der Wikinger begeistern könnt, ist „Götter der Rache“ eine naheliegende Wahl. Bei einem schwachen Magen würde ich euch allerdings davon abraten. Spritzendes Blut, gebrochene Knochen und abgetrennte Gliedmaßen sind eben nicht für jede_n etwas. ;) Vielen Dank an das Bloggerportal von Random House für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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Ich fand das Buch einfach Klasse. Der Schreibstil ist einfach super. Wir erleben die Geschichte aus mehreren Erzählperspektiven die dann aber irgendwann zusammen finden. Das Buch wurde sehr flüssig, unverblümt und dennoch mit Liebe zum Detail verfasst. Aber auch nicht zu viel Beschreibungen, so dass es für mich zu keiner Zeit langweilig oder langatmig war. Die Charaktere sind super gut ausgearbeitet, jedoch hat es ein bisschen gebraucht bis ich im Buch drin war, da die nordischen Namen mich am Anfang doch leicht verwirrt haben. Auch die Fachbegriffe habe ich zwischendurch im Buch nachgeschlagen, was mich aber auch nicht weiter gestört hat, weil das einfach in so ein Buch gehört um es realistischer wirken zu lassen. Die Geschichte war einfach super und man erlebt hier einfach eine Emotionale Achterbahn fahrt. Ich konnte mich in die Rache, Trauer und Freundschaften super hineinversetzten. Auch die Brutalität die zu dieser Zeit herrschte wurde super beschrieben, aber so dass es nicht eklig war. Es wird nichts beschönigt oder verblümt beschrieben was das Buch einmalig realistisch und immer spannend macht. Natürlich enthält dieses Buch auch reichlich Blut und Gewalt jedoch finde ich, dass hier definitiv nicht das Hauptaugenmerk drauf liegt sondern viel mehr ausgedrückt wird. Das Buch hat sehr viel Tiefgang und konnte mich sehr berühren. Auch historisch war es sehr wahrheitsgetreu verfasst. Mein Fazit: Eine sehr spannende und realistische Wikingersaga die unter die Haut geht.

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Meinung Ja was soll ich sagen? Es ist einfach nicht mein Genre. Ich habe es wirklich versucht und fand das Buch tatsächlich nicht schlecht, ganz im Gegenteil, aber es ist halt einfach nicht so mein Ding. Aber da der Lieblingsmann tierisch auf solche Bücher abfährt und nur drauf gewartet hat, dass ich endlich fertig werde, wird es nicht einstauben, sondern erneut gelesen und sicher für fantastisch befunden ;-) Über den Inhalt brauche ich eigentlich gar nichts sagen, denn das macht der Klappentext zu genüge. Ein Dorf wird vom König verraten und in einen Hinterhalt gelockt, Männer sterben und andere überleben. Die, die überleben schwören Rache, es gibt Gemetzel, Blut und Met ;-) Aber hier gilt: Der Weg ist das Ziel! Ich persönlich finde es nicht schlimm, dass der Klappentext so viel verrät, denn auch wenn man die Story an sich schon kennt, erlebt man auf 599 Seiten eine wirklich gute Geschichte. Im Jahre 785 waren Männer noch echte Männer. Trugen langes, wildes Haar (manchmal auch zwei geflochtene Zöpfe), Bärte, fluchten und tranken, kämpften und rangelten, aber waren unglaublich loyal und es gab Freundschaften, die über den Tod hinaus gingen. In diesem Buch sind Wikinger, wie wir sie uns wünschen! Zu jeder guten Wikingergeschichte gehören Schlachten auf Gedeih und Verderb. Und diese gibt es in diesem Buch auch. Arme und Köpfe werden abgeschlagen, Schwerter in Bäuche gerammt und Schilde mit einer Axt gespalten. Es ging ganz schön blutig zu damals ;-) Wer das nicht mag, der sollte einen Bogen um dieses Buch machen. Und zwischen all der rohen Gewalt und dem Tod kommt eine Sache nicht zu kurz - wahre Freundschaft und Loyalität bis zum (eigenen) Ende. Giles Kristian versteht es Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Ach was sag ich...Bilder...ganze Videos der Schlachten liefen in meinem Kopf ab. Schwarzer Humor und gut platzierte Sprüche/Flüche lockten mir das ein oder andere Schmunzeln ins Gesicht und ich gestehe, dass ich ein paar Tränchen vergossen habe. Verurteilt mich nicht, ich bin eben ein Mädchen ;-) Es kommen zu Beginn unglaublich viele Namen vor, die für die heutige Zeit stellenweise etwas ungewöhnlich sind. Ich hatte mir am Anfang einen Zettel gemacht, auf dem ich die Namen und einige Eigenschaften und Handlungen notiert hatte. Aber zwischendrin müssen wir uns von dem ein oder anderen verabschieden, die Namen werden weniger und das Lesen dadurch leichter. Für alle (und da gehöre ich auch dazu) die sich mit den Begriffen rund um dieses Thema nicht so gut auskennen, wurde hinten ein Glossar angehängt, in dem alles Wichtige erklärt wird. Auch eine Seite mit den nordischen Göttern ist dabei. Generell gibt es hier Nachhilfe für alle, die in der nordischen Mythologie nicht so bewandert sind, denn die Wikinger waren eben gottesgläubig und auch -fürchtig. Das empfand ich persönlich als absoluten Pluspunkt. Wurde ich doch durch den Lieblingsmann etwas in dieses Thema eingeführt und in über zwei Jahren recht nahe herangebracht, weiß ich doch so vieles nicht, was hier nebenbei erklärt wird. Einige Geschichten kannte ich schon, andere waren mir neu. Auch wenn ich jetzt feststellen musste, dass dies leider nicht mein Genre ist, fand ich dieses Buch wirklich gut. Es ist der Beginn einer neuen Reihe, die ich wohl nicht verfolgen werde - durch den Lieblingsmann aber sicherlich auf dem neusten Stand darüber bleibe ;-) Fazit Hier sind Männer noch Männer und Schlachten werden geführt bis auf Gedeih und Verderb. Blutig, rau, aber auch loyal, witzig und eine kleine Nachhilfe in nordischer Mythologie. Im Endeffekt nicht mein Genre, aber ein wirklich gutes Buch! Für Fans von "Vikings" sicherlich wärmstens zu empfehlen :-)

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Dies ist ein Buch über Rache und Feindschaft, über Loyalität und Treue, über Gottesfurcht und Götterglaube. Dies ist ein Buch über Wikinger, wie wir sie uns vorstellen. Dies ist kein Buch für alle, die Schlachtgewimmel, Gemetzel, Blut und Tod nichts abgewinnen können. Aber dies ist ein Buch für alle, die sich mit Sigurd und seinen Gefährten in den Kampf für Ehre und Freundschaft stürzen wollen, die die Gunst der Götter suchen und etwas über den tief verwurzelten Glauben und die Lebensansichten und Traditionen unserer nordischen Vorfahren erfahren möchten. Giles Kristian erzählt eine spannende, rasante und ziemlich blutrünstige Geschichte - schnörkel- und schonungslos. Da spritzt viel Blut und da werden Schwerhände abgeschlagen, man steht und schwitzt mit den Kriegern im Schildwall. Aber man sitzt auch mit ihnen in der Halle des Jarls, trinkt Met, feuert die Raufbolde an und lauscht Geschichten des Skalden, bei denen man zur Sicherheit schon mal nach seinem Mjöllnir-Amulett greift, um sich gegen das Böse zu schützen. Mit anderen Worten: es wird kein Klischee ausgelassen, aber gerade das macht das Buch in meinen Augen aus: es ist eine Wikinger-Saga und genau das wollte ich lesen. Ich kenne nun mindestens 10 Beinamen von Odin, die mir vorher nicht bekannt waren. Es werden Legenden um die Götter erzählt, die zum Weiterlesen in anderen Büchern inspirieren und man merkt, dass der Autor mit Herzblut an seinen Figuren arbeitet. Aus der deutschen Beschreibung ging nicht ganz hervor, dass es sich um eine Reihe handelt, dies wird erst am Ende des Buches klar. Zwar wird eine Etappe von Sigurds Rachezug zu Ende erzählt, aber das Ende der ganzen Geschichte ist noch sehr offen. Und das finde ich gut, denn ich freue mich darauf, mehr von Sigurd und seinen Gefährten zu lesen. Ich empfehle das Buch allen, die einfach mal in die Welt der Wikinger und nordischen Mythen eintauchen wollen. 4 Sterne von mir. Fazit: Wikinger, wie man sie sich vorstellt: rau, kompromisslos, furchteinflößend und auf der Suche nach einem ruhmreichen Tod. Eine Geschichte, wie sie die Skalden erzählten.

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