Leserstimmen zu
Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit

Rüdiger Bertram

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | € 9,30 [A] | CHF 12,90* (* empf. VK-Preis)

Flucht zerreißt Familien, sie bedeutet den Verlust aller Sicherheit, egal wann und wo. Das ist einer der Gründe, warum „Der Pfad“ ein tolles, lesenswertes Jugendbuch ist. Der andere: Rüdiger Bertram erzählt von der Flucht vor der Judenverfolgung durch die Nationalsozialist*innen und damit von einem Ereignis, über das nicht oft genug gesprochen werden kann. Wir lernen Rolf und seinen Vater in Marseille kennen und erfahren nach und nach, dass sie als Juden auf der Flucht sind – die Mutter, eine Tänzerin, ist bereits in den USA und wartet auf Rolf, ihren Mann aber auch ihren Hund. “Adi”, so heißt der Terrier als Dauerwitz, ist Glück und Unglück dieser Familie zugleich. Die drei sind jedoch in der Klemme: Sie kommen nicht mehr legal raus aus Frankreich, nötige Papiere hin oder her: Die Nazis haben das Land im Griff. Und so machen sich Rolf und sein Vater, geführt von Manuel, einem Hirtenjungen, auf den Weg durch die Pyrenäen nach Spanien, um von dort aus weiter zu kommen. Über Manuel und seine Eltern erfahren wir auch mehr über die Resistance und Netzwerke des Widerstands. Bertram gelingt es, Leichtigkeiten des Alltags genauso wie Momente der größten Verzweiflung zu vermitteln. „Der Pfad“ hat nur ein halbes Happy End, ist gleichzeitig erträglich zu lesen und lässt einen doch mit dem Wissen über die Grausamkeiten der nationalsozialostischen Ideologie und Verbrechen. Dass Rüdiger Bertram abschließend über die Entstehung des Buches berichtet, ist spanned und gibt tolle Einblicke. Allerdings wären Tipps zum Weiterlesen natürlich toll gewesen. Trotzdem: Absolut lesenswert! Sprache 4/5 weiterführende Tipps 2/5 Handlung 5/5 Rüdiger Bertram: Der Pfad. Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit. Mit Illustrationen von Heribert Schulmeyer. Cbj 2019 [Hardcover 2017]. Ab 12 Jahren. ISBN Taschenbuch: 978-3-570-31277-3. € 8,99.

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Rolf und sein Vater Ludwig sind auf der Flucht vor den Nazis. Von Marseille steht nun noch der lange Fußmarsch über die Pyrenäen an. Danach wollen sie mit dem Schiff nach New York übersetzen. Dort wartet bereits Rolfs Mutter sehnsüchtig auf die beiden. Bei ihrer Flucht werden sie von dem Hirtenjungen Manuel, ungefähr in Rolfs Alter, unterstützt. Er soll die beiden über die Pyrenäen führen. Als Rolfs Vater auf der Flucht festgenommen wird, müssen sich die beiden Jungen alleine weiter durchschlagen. Große Schuldgefühle plagen Rolf, denn er gibt sich die Schuld an der Festnahme des Vaters. Die Geschichte beruht auf historischen Fakten. Unzählige Menschen flohen während des zweiten Weltkrieges vor dem Naziregime über die Pyrenäen nach Spanien, um dann ihre Flucht weiter nach Südamerika oder in die USA fortzusetzen. Ein großartiges, fesselndes, bewegendes und trauriges Buch und doch ist es gepaart mit einer Prise Humor. Die Geschichte hat mich nachhaltig noch beeindruckt und mich auch gedanklich nicht wieder losgelassen. Was habe ich mit den beiden Jungen mit gefiebert, gehofft und gebangt. Das Buch ist sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene geeignet. Ich würde empfehlen, Jugendliche während des Lesens zu unterstützen und zu begleiten, denn es wird garantiert Gesprächsbedarf geben. Rüdiger Bertram ist es gelungen Jugendlichen, auf besonders einfühlsame, spannende Art und Weise die Brutalität und Gefährlichkeit des zweiten Weltkrieges näher zu bringen. Eine wirklich tolle Idee ist es, die Geschichte mit einem Comic zu beginnen und enden zu lassen. Zudem hat es mir persönlich sehr gut gefallen, dass „Der 35. Mai“ von Erich Kästner - einer meiner absoluten Lieblingsautoren - sich wie ein roter Faden durch das Buch schlängelt. Ich kann dieses Buch wirklich wärmstens und von Herzen empfehlen. Glückwunsch an Rüdiger Bertram für diese beeindruckende Geschichte.

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Der Pfad

Von: Liz

25.03.2018

Die Idee des Buchs fand ich interessant und spannend. Oft wurde mir das Buch vorgeschlagen, aber als ich es dann gelesen habe, fand ich es nicht mehr so toll. Meiner meinung nach fehlte in dem Buch etwas. Im Mittelteil fehlt mir etwas aufregendes und unvorhersehbares. Für mich war es nicht besonders schwerzu erraten, was passieren wird. Dies bedauere ich sehr, da die Grundidee sehr schön ist. Des weiteren sind mir kleinere Schreibfehler aufgefallen, aber das ist ja nicht so dramatisch. Dieses Buch bekommt von mir lieb gemeinte 2 von 5 Sternen.

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I N H A L T: Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges, Hitler ist an der Macht und deutsche Flüchtlinge werden von der Gestapo gesucht, daher flüchten viele Deutsche aus Deutschland. So auch Rolf und sein Vater Ludwig, die immer wieder auf Hilfe anderer angewiesen sind. Die beiden sind vor einiger Zeit in Frankreich angekommen und warten auf den richtigen Moment und die richtigen Papiere einer Fälscherin, um über die Pyrenäen zu wandern und schließlich per Schiff in die USA zu gelangen, wo Rolfs Mutter bereits auf die beiden wartet. Doch dieses Vorhaben ist leichter gesagt als getan, und so müssen Vater und Sohn sich zahlreichen Herausforderungen stellen,denn der einzige Weg in die Freiheit ist ein Pfad über die Pyrenäen. Dort wartet der Hirtenjunge Manuel, kaum älter als Rolf auf sie, um sie über die Berge zu führen. Ihren Hund Adi, der die Zwei die ganze Zeit begleitet, müssen sie zurücklassen. Doch das kommt für Rolf überhaupt nicht in Frage und so begeht er einen schlimmen Fehler, denn sein Vater wird festgenommen... M E I N U N G: Dieses Buch ist für Jugendliche ab 12 Jahre gedacht, wo ich nur zustimmen kann. Als Schülerin habe ich Geschichte als Hauptfach und gehofft, dass die Thematik um Judenverfolgung und Gefahren in Nazi-Deutschland im Vordergrund steht. Jedoch wurde ich etwas enttäuscht, da mir die Geschichte ziemlich kindlich vorkommt. Es kam mir vor, wie eine Abenteuergeschichte gemischt mit Freundschaft. Der Einstieg und Abschluss in die Geschichte mit einem Comic fand ich eine sehr gute Idee. Ein großer Kritikpunkt war der Name des Hundes, Adi. Ich fand es sehr unrealistisch, dass jemand zur damaligen Zeit seinen Hund so benennt. Als der Hirtenjunge ins Spiel kommt und Ralf seine besserwissenden Sprüchen raushaut, wurde ich schnell genervt. Denn der Weg über die Pyrenäen wurde mit Gefahren und Patrouillen von Soldaten beschrieben. Rolf und Manuel, bald auch auf sich allein gestellt, erleben viele Bedrohungen auf ihrer Reise. Dieser Teil war voller Spannung und Unterhaltung. Das Buch liest sich schnell, dank der gr0ßen Schrift und Überschriften. F A Z I T : Meiner Meinung nach eine Geschichte über Freundschaft und Vertrauen. Leider hatte ich auf etwas anderes gehofft. Auch nicht unbedingt meine Lieblingscharaktere... 2/5 Sternen

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von Rüdiger Bertram Cbj, 2017 Hardcover, 231 Seiten ab 12 Jahren ISBN:978-3-570-17236-0 12,99 Euro Ludwig sprach Französisch und auch Rolf hatte in Paris genug aufgeschnappt, um sich in der fremden Sprache verständigen zu können. Was er nicht konnte, war Englisch. Aber das würde er brauchen, wenn sie schon bald mit dem Schiff von Lissabon nach New York reisten. Rolf war immer zufrieden mit seinem Leben. Als sein Vater, ein bekannter Journalist, kritische Artikel schreibt, muss die Familie nach Paris fliehen. Es ist 1941, wir befinden uns mitten im zweiten Weltkrieg. Rolfs Mutter ist nach New York vorausgereist. Rolf muss mit seinem Vater nur noch die Pyrenäen überqueren, dann sind sie in Sicherheit. Doch diese Überquerung ist sehr gefährlich. Nicht nur deutsche Soldaten haben es auf die Flüchtlinge abgesehen… „Der Pfad“ ist aus der Sicht von Rolf geschrieben. Mit ihm erlebst du die aufgeladene Stimmung in Paris, aber auch die Ängste auf der Flucht. Du kannst dich gut in Rolf hinein versetzen, was der Geschichte eine große Tiefe verleiht. Einzigartig wird dieses Buch durch die Beschreibung von Kameradschaft, Freundschaft und Zusammenhalt. Rolf muss lernen, Vertrauen zu haben — aber auch, dass es manchmal gut ist, wenn man sie an gegebene Anweisungen hält. Die Freundschaft zum Hirtenjungen Manuel gibt ihm große Kraft, als sein Vater auf der Flucht verhaftet wird. Ich empfehle dir, „Der Pfad“ zu lesen, wenn du dich für den zweiten Weltkrieg, Flucht oder Nationalsozialismus interessierst. Auch wenn du eine besondere Geschichte über Freundschaft und Vertrauen lesen möchtest, kann ich dir dieses Buch ans Herz legen. Katrin Berszuck, 16 Jahre

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Klappentext: Frankreich 1941: »Gut oder böse?« ist mehr als nur der Name eines Spiels, mit dem sich der zwölfjährige Rolf und sein Vater die Zeit auf der Flucht vertreiben. Wie so viele andere deutsche Flüchtlinge, die von der Gestapo gesucht werden, sitzen die beiden in Marseille fest, weil sie keine Ausreisegenehmigung erhalten. Ihr Ziel ist New York, wo Rolfs Mutter auf sie wartet, doch der einzige Weg in die Freiheit ist ein steiler Pfad über die Pyrenäen. Fluchthelfer Manuel, ein Hirtenjunge kaum älter als Rolf, soll sie über die Berge führen. Heimlich und gegen das Verbot seines Vaters, nimmt Rolf seinen geliebten Hund Adi mit, und so machen sie sich zu viert auf einen gefährlichen Weg in eine ungewisse Zukunft. Meine Meinung: Diese Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ich mag historische Romane aus der Sicht von Kindern geschrieben. Man bekommt durch diese andere Perspektive die Gefühle und deren Sicht auf die Geschehnisse ganz anders mitgeteilt. Der Autor berichtet über die Flucht im Jahr 1941 von Rolf und seinem Vater von Deutschland über Frankreich/Spanien nach New York. Dabei hilft ihnen ein Hirtenjunge mit dem sich Rolf dann ganz alleine durchschlagen muss. Ich finde das Buch genau richtig um auch den jüngeren Lesern solche ernsten Themen früh zu berichten. Das Einzige was ich zu bemängeln habe ist, das mir der Perspektivenwechsel zu sprunghaft war. Es wurde zwischendurch immer zwischen den Protagonisten gewechselt. Dabei hatte ich leichte Schwierigkeiten dem Ganzen zu folgen. Das Nachwort/ Die Danksagung fand ich sehr spannend, da der Autor durch einen Erfahrungsbericht die Idee des Buches hatte. Wirklich eine tolle Umsetzung! Fazit: Als bekennender John Boyne - Fan bin ich wirklich begeistert und freue mich das auch andere Autoren diese Themen so umsetzen.

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Das Buch: Marseille 1941. Rolf und sein Vater warten auf die Überfahrt nach Amerika. Denn sie sind auf der Flucht vor dem Nazi-Regiment. Doch die Zeit schwindet und Rolfs Vater entschließt sich, mit Rolf über die Pyrenäen in das sichere Spanien zu flüchten – und von dort nach Amerika zu Rolfs Mutter zu gelangen. Doch der Landweg über die Berge wird zusammen mit dem Schleuserjungen Manuel und dem Hund Adi ist doch gefährlicher als gedacht… Das Fazit: Beginnen wir mit dem Einstieg in das Thema dieses Jugendbuches. Dieser wurde in einem zweiseitigen Comic dargestellt, wie Rolf und sein Vater von Berlin über Paris nach Marseille flüchteten. Diese Kurzfassung der geschichtlichen Ereignisse ist klar und prägnant dargestellt. Gleiches gilt für das Ende. Hier erfährt man, wie es nach dem Ende weiterging in der Geschichte und den Protagonisten. Die Story selbst ist liebevoll geschrieben. Vater und Sohn sind zusammen mit dem Hund Adi ein eingespieltes Team. Für Rolf ist es Anfangs doch sehr ein Spiel als eine Gefahr. Beide erinnerten mich an E.O. Plauens Figuren „Vater und Sohn“. Vater groß und mit dickem Bauch. Der Sohn klein und verspielt. Seine Hoffnung auf das Gute verliert er nie in dem Buch. Auch wenn so einige tragische Momente passieren. Allen voran mit dem Vater. Aber es kann auch gut sein, dass Rolf es einfach noch nicht ganz verstanden hatte, was in der Welt geschieht. An Rolfs Seite steht der gleichaltrige Schleuserjunge Manuel. Sie werden sehr schnell Freunde, auch weil es nicht anders geht. Und bald verfolgt Manuel seine eigenen Ziele, die nicht über die Grenze Spaniens führen. Auch das ist sehr sensibel geschrieben, und man kann ihn gut verstehen. Hier stehen beide Seite an Seite. Für beide ist es ein geheimer Trip durch die Wälder Frankreichs. Der Spaß geht trotz allem Leid nicht verloren. Auch wenn dies alles sehr realitätsnah geschrieben wurde, gibt es doch eine Person, die den beiden Jungs mehrmals hilft. Und dabei Rolfs Vater aus Berlin und auch Manuels Eltern kennt (und auch weiß, was mit diesen passiert ist). Und das beim ersten Treffen mitten im Wald. Natürlich können in so einer Zeit viele Dinge, auch Zufälle passieren. Aber hier hatte man doch sehr das Gefühl, diese Person musste immer dann auftauchen, wenn der Autor nicht mehr weiterwusste. Immer nach den Gesprächen ging es voran in der Story. Der Weg bis zum Buchende ist natürlich geprägt von Traurigkeiten. Aber auch voll von Hoffnung. Und das macht das Buch bittersüß. Die Charaktere sind liebenswert. Die Flucht mit allen Gefahren ist mehr als traurig. Doch die Freundschaft der Jungen macht alles wett. Zusammenfassend ist es ein tolles Jugendbuch über die Zeit des 2. Weltkrieges. Es bringt dem Leser eindringlich die geschichtlichen Ereignisse näher, ohne als Moralapostel dazustehen. Rolf und Manuel begeben sich zusammen mit dem Leser auf eine Reise durch die Wälder. Das Ziel wird zwar wechseln, aber verlieren werden sie sich nie.

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Ich danke dem cbj Verlag für das Rezensionsexemplar. 
Das Buch "Der Pfad - Die Geschichte einer Flucht in die Freiheit" geschrieben von Rüdiger Bertram erzählt die Geschichte von Rolf, der zusammen mit seinen Eltern aus Deutschland flüchten musste. Seine Mutter wartet bereits in Amerika auf die beiden. Doch als Rolfs Vater plötzlich festgenommen wird, ändern sich Rolfs Pläne. 
Zusammen mit Manuel einem Jungen, den er auf seiner Reise kennen gelernt hat erlebt er eine unglaubliche (...) 
Das Buch spielt im zweiten Weltkrieg, wie der Titel schon sagt, handelt es von der Flucht aus Deutschland. 


Meinung + Weiter Empfehlung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe alle Charaktere lieb gewonnen. Achtung Spoiler***** Deshalb hat mich auch der nur am Rande erwähnte Satz, dass Rolf seinen Vater nie wieder gesehen hat, sehr mitgenommen.
Das Buch hatte ein gutes und passendes Ende, obwohl man sich natürliches ein anderes Ende erhofft hatte. 
Es muss nicht immer ein Happy End wie im Märchen geben, das hätte auch nicht zu der Geschichte gepasst.


Ich empfehle das Buch an junge Erwachsende und Erwachsene und vergebe 4 von 5 Sternen.

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