Leserstimmen zu
Heilige Kuh

David Duchovny

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Inhalt Die junge Kuh, mit dem Namen Elsie, macht sich auf den Weg etwas an ihrem Schicksal zu ändern. Gemeinsam mit einem jüdischen Schwein und einen daher plappernden Truthahn beginnt sie eine Reise, in der, der Leser viel Wahres über die Menschheit erfährt. Cover Das Cover hat mich positiv angesprochen, weil es nicht mit irgendwas unnötigen vollgeklatscht wurde und nur eine Kuh als Hauptpunkt dargestellt wird. Der Titel und der Name des Autors sind gut positioniert und haben eine relativ angenehme Größe, mir sind sie etwas zu groß. Meine Meinung Das Buch 'Heilige Kuh' wurde von David Duchovny geschrieben und ich habe es als ebook von der Verlagsgruppe Randomhouse bekommen. Die allgemeine Idee hörte sich recht amüsant an und ich habe mir eher etwas lustiges vorgestellt. Meine Erwartungen wurden nicht wirklich erfüllt. Zwar war da auch einiges wahres über die Menschheit, was ich ebenfalls erwartet habe, aber auch da von gab es nicht so viel, wie gedacht. Der Anfang war etwas langatmig, was bei der geringen Seitenzahl schon eher schade war. Für den Rest gab es also nicht mehr so viele Seiten und alles ging relativ schnell vorbei. Die Sprache der Charaktere ist in der heutigen Zeit gehalten und zwischendrin gibt es immer mal kleine Bildchen. Nebenbei hat dann die Protagonistin Elsie, immer wieder mal über ihre Verlegerin geredet oder gar mit ihr. Sprich, die Kuh hat dieses Buch geschrieben und darüber nebenbei geredet, was ich persönlich nicht sonderlich nötig fand. Es wurde auch im Allgemeinen aus der Sicht von Elsie geschrieben und sie war definitiv mein liebster Charakter im Buch aber ganz ins Herz, schloss ich sie nicht. Alle Charaktere waren auf ihre Weise interessant aber nicht mein Fall. Sie waren etwas zu farblos, obwohl sie alle einen Traum hatten und dann hatten sie noch so anstrengend gesprochen, was einfach beim Lesen sehr gestört hat. Das Ende war anders als erwartet. Aber es war in Ordnung. Ich wusste sowieso nicht genau, was ich mir hätte vorstellen sollen. Im Allgemeinen ging es also darum, dass die drei Tiere Ihren Traum erfüllen wollten und dafür einiges auf sich nahmen. Fazit Da der Anfang etwas langatmig war und mich einige Gespräche sehr gestört haben, gebe ich dem Buch drei Sterne. Aber die kleinen Bildchen sind sehr angenehm anzusehen und geben dem Buch etwas Schönes und besonderes. Es ist auf jeden Fall ein nettes Buch für zwischendurch.

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Inhalt Elsie hat uns etwas Wichtiges mitzuteilen. Elsie ist eine junge Kuh, die auf einem amerikanischen Bauernhof glücklich und zufrieden vor sich hin lebt. Durch einen mehr oder weniger selbstgeschuldeten Zufall erfährt die junge Kuh jedoch, was mit den meisten Tieren auf dem Bauernhof passiert. Ihr wird klar, dass ihre Mutter sie nicht einfach verlassen hat, sondern ermordet wurde, um als Nahrungsmittel verkauft zu werden. Völlig entsetzt beginnt Elsie einen Ausweg zu suchen. Anstatt sich mit ihrer Situation abzufinden, beschließt sie zu fliehen. Sie will nach Indien, denn sie hat erfahren, dass dort Kühe heilig sind und wie Götter behandelt werden. Kurz bevor sie verschwinden will, wird sie von Shalom, einem jüdischen Schwein, aufgehalten. Auch er weiß, was ihm blüht, wenn er auf dem Hof bleibt. Elsie beschließt, ihn mitkommen zu lassen und ihm zu helfen, nach Israel zu kommen. Als dann auch noch Tom der Truthahn zu der Gruppe stößt, beginnt das Abendteuer der drei. Aufmerksam auf das Buch wurde ich durch den Autoren. Als großer Akte X Fan und somit auch David Duchovny Verfallene, hatte ich das Buch kurz nach dem Erscheinungstermin auf Englisch gelesen. Und nun eben noch einmal auf Deutsch. Es war sein erstes Buch und umso mehr stieg die Neugierde, wie er sich als Autor machte. Der Schreibstil ist nicht sehr poetisch oder anspruchsvoll. Das habe ich aber auch nicht erwartet. Dieses Buch hat eine Botschaft und möchte die auf witzige und ironische Weise vermitteln. Es geht nicht um Poesie oder ausgeklügelte Geschehnisse. Es geht nicht um das Wie, sondern um das Was. Die Junge Kuh Elsie ist die Hauptprotagonistin. Sie hat ein lockeres Mundwerk und sagt, was sie denkt. Sie besitzt einen oft überzogenen Wortwitz in der Übersetzung. In der englischen Ausgabe harmonieren die eingestreuten Witze und frechen Kommentare wesentlich besser. In der deutschen Ausgabe wirkt Elsie manchmal etwas zu gewollt witzig. Dennoch gefiel mir die Rolle der selbstbewussten, lebensbejahenden Elsie sehr. Obwohl sie weiß, was die Menschen ihres Gleichen antut, wünscht sie sich nichts mehr als Frieden, für alle. Die Nebencharakter, also Tom der Truthahn und Shalom das Schwein waren gute Begleiter. Shalom war mir an manchen Stellen zu naiv und starrköpfig. Dennoch harmonierte er mit den anderen beiden, weshalb man über seine Macken gern mal hinweg sehen konnte. Tom ist ein großer Angsthase, der im Moment lebt und nicht wirklich um zwei Ecken denken kann. An manchen Stellen sehr amüsant, an anderen überzogen. Spannung gibt es in diesem Buch eher weniger. Aber das macht dem Unterhaltungsfaktor nichts aus. Meine Meinung zu diesem Buch ist simpel. Es ist ein reines Unterhaltungsbuch, welches sich perfekt zwischendurch lesen lässt. Die 222 Seiten sind gefüllt mit Witz und einer wichtigen Botschaft. Niemals sollte sich der Mensch für wichtiger nehmen, als das Leben der Tiere. Und hier kommen wir nun auch zu der Botschaft hinter der Geschichte. Und die kann wohl keiner so gut übermitteln, wie Elsie: “Ich würde nie einem Menschen den Gefallen tun, ihn mit einem Tier zu vergleichen, denn Tiere töten vielleicht, um zu überleben, aber keines von ihnen lebt, um zu töten. Das Recht, ‘Tier’ genannt zu werden, müssen sich die Menschen erst wieder verdienen.” Mein Fazit kann ich kurz halten. Lest es! Nicht um der Unterhaltungswillen, sonder um etwas zu begreifen. Lest diese Geschichte der drei Tiere, die leben wollen. Denkt darüber nach, was uns hier versucht wird zu sagen. Es ist wichtig und endlich an der Zeit, etwas zu ändern.

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Elsie ist eine echt coole Kuh. Sie erlebt auf ihrer Abenteuer Reise so einiges über die Welt und über die Menschheit. Es ist eine irrwirtzige Geschichte, vor allem aus der sicht einer Langschnautze!

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Der Inhalt: Die Kuh Elsie hat es satt, wie die Menschen mit den Kühen umgehen. Zusammen mit einem Schwein, welches zum Judentum konvertiert ist, und einem Truthahn macht sie sich auf die Reise durch die Welt. Sie alle DEN perfekten Ort zu leben... werden sie ihn finden? Rezension: Zuerst einmal finde ich, dass der Klappentext sehr irreführend ist. Ich habe vom eigentlichen Klappentext eine ganz andere Geschichte erwartet. Im Grunde habe ich eine reine Abenteuergeschichte erwartet - welche ich zwar auch bekommen habe, doch es geht die meiste Zeit um den Fleischverzehr von Kühen und anderen Tieren. Mal wird dies ganz direkt kritisiert, mal eher unterschwellig. Es regt also auf jeden Fall zum nachdenken an, kann aber auch Leser schnell abschrecken, wenn diese die so offenen Kritik an ihrer Person (wenn sie Fleisch essen) vielleicht nicht vertragen. Man sollte dabei aber auch bedenken, dass David Duchovny sich selber für Tierschutz einsetzt und bekennender Vegetarier (oder Veganer? Sicher bin ich da nicht) ist.. daher wird dies auf jeder Seite in diesem Buch deutlich. Es scheint sein Aufruf an die Welt zu sein, auf Fleisch zu verzichten. Zumindest kam dies als Botschaft bei mir an. Und ja, es ist der Akte X Darsteller ;) Das klingt ja nun wirklich ernst!.. Nun es sind ernste Themen die Teil dieser Geschichte sind, dennoch ist all dies in eine wirklich sehr kuriose und skurrile Geschichte gepackt. Eine Kuh, ein Schwein und ein Truthahn im Flugzeug auf den Weg in die Türkei, verkleidet mit Sonnenbrillen und Hüten? Da muss man auch erst mal drauf kommen. Trotz der kritischen Themen habe ich mich unterhalten gefühlt und musste oft über die Ideen des Autors schmunzeln. Der Humor wechselt zwischen wirklich humorvoll und eher flach. Dennoch regt das Buch durch Sätze wie z.B. "Mit einer Mauer errichtet man nicht nur ein Gefängnis, sondern zwei." oder auch "Wir sind alle Tiere, wie die Schweine, die Vögel und sogar die Menschen" an zum nachdenken. Das Buch ist eine Mischung aus einer moralischen / ethischen Standpauke und amüsanter Unterhaltung. Die Charaktere im Buch fand ich alle echt... eigen :D Elsie hat man als Kuh einfach super gern und man muss sie einfach mögen. Sie begleitet man gerne auf ihrer abenteuerlichen und sehr verrückten Reise. Auch das Schwein und der Truthahn sind sehr liebevoll ausgearbeitet und auf ihre Art sehr speziell. Und mit speziell meine ich hier wirklich speziell! Der Schreibstil lässt sich sehr gut lesen, da er locker, direkt und bildhaft ist. Dennoch braucht der Leser allein durch die Handlung auch eine Menge Vorstellungskraft. Auch Dialekte kommen viele in dem Buch vor, weshalb es manchmal schon schwerer war zu verstehen, was der Charakter genau sagt. Man muss dann echt genau lesen. Zum Beispiel gibt es einen Schäferhund aus München, welcher eben einen äußerst starken Dialekt hat. Da hab ich dann auch schon mal Wörter nicht lesen bzw. verstehen können. Das Ende fand ich eigentlich sehr schön - aber unerwartet. Und wie alles in dem Buch auch wieder skurril. Ich glaube dieses Wort beschreibt das Buch einfach perfekt. SKURRIL! Fazit: Mir fiel es echt schwer eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, da es echt sehr speziell ist. Man muss als nicht-Vegetarier/Veganer auf jeden Fall mit der Kritik klarkommen, da man sonst die Geschichte wohl nicht genießen kann. Insgesamt hätte ich mir "mehr Weltreise" erhofft und manchmal war es dann doch etwas flach. Zum nachdenken regt es aber allemal an! Daher 4/5 Sterne.

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Bei dem Buch „Heilige Kuh“ versucht sich der aus „Akte X“ als Fox Mulder bekannte Schauspieler David Duchovny als Autor. Es ist im Heyne Verlag erschienen. Das Cover ist mir gleich aufgefallen. Auf schwarzem Hintergrund ist in weiß eine Kuh, sowie der Autor und der Titel des Buches abgebildet. Auf einem roten Punkt bekommt man noch die Information, dass das Buch von Timur Vermes übersetzt wurde. Dieser ist bekannt durch seinen Debütroman „Er ist wieder da“. In der Fabel geht es um die junge Kuh „Elsie“ die auf einer Farm eigentlich recht zufrieden lebt, bis sie irgendwann durch Zufall im Fernsehen die Wahrheit über den Verbleib der anderen Tiere erfährt. Sie macht sich nun auf den Weg, um ihr Schicksal zu ändern. Begleitet wird sie von Jerry dem Schwein und Tom dem Truthahn. Eine Leseprobe erhaltet ihr hier: Erzählt wird das Buch von Elsie. Am Anfang klingt das noch recht lustig, wenn eine pubertierende Kuh sich auch dementsprechend äußert, jedoch ist hier der Witz irgendwann vorbei gewesen, so dass es mich nur noch genervt hat. Ich finde für einen Erwachsenen ist es eindeutig zu kindisch, einem Kind würde ich dies aber auch nicht zu lesen geben. Die Botschaft hinter dem Buch kann ich nur unterschreibe: Die Menschen sollten respektvoller mit den Tieren umgehen. Doch die Schreibweise hat es mir wahnsinnig schwer gemacht, dieses Buch überhaupt fertig zu lesen. Als Fazit bleibt mir nur zu sagen: „Schuster bleib bei deinen Leisten“. David Duchovny gefällt mir als Schauspieler sehr gut. Als Autor konnte er mich hier leider nicht überzeugen. Da mir die Botschaft des Buches gefällt, kann ich noch 2 Sterne vergeben. Für mich gibt es hierfür keine Leseempfehlung.

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Das steht drin Was haben Kühe, Popkultur und der Palästinakonflikt miteinander zu tun? Nun, sie sind alle Teil unserer heutigen Welt. Und in dieser Welt macht sich eine junge Kuh namens Elsie auf, etwas an ihrem Schicksal zu ändern. Gemeinsam mit einem zum Judentum konvertierten Schwein und dem wild plappernden Truthahn Tom begibt sie sich auf eine Abenteuerreise, in deren Verlauf der Leser viel Wahres über die Menschen erfährt. Kritik Moment mal, David Duchovny? Ja, so in etwa dachte ich mir das auch beim Stöbern im Sortiment des Heyne Verlages. Denn David kennt man ja eigentlich eher als Schauspieler. Egal ob Agent Fox Mulder bei "Akte X", als Ermittler bei "Aquarius" oder (und da schließt sich der Kreis auch schon) als Schriftsteller Hank Moody in der großartigen Serie "Californication". Umso erstaunter war ich, dass er tatsächlich auch Bücher schreibt, oder zumindest eines veröffentlicht hat. Ein bisschen Recherche ergab dann, dass der gute Mann tatsächlich einen Master-Abschluss in Englischer Literatur besitzt und sogar eine Doktorarbeit angefangen, allerdings niemals beendet hat. Kurzum: Ich war sehr neugierig auf sein Buch. Das Cover sticht ziemlich ins Auge. Zu sehen ist vor einem schwarzen Hintergrund eine Karikatur der Hauptfigur, Elsie. Ihre Pose wirkt zunächst ungewohnt, denn wann streckt eine Kuh schon mal alle Viere von sich? Aber im Laufe der Geschichte wird recht gut ersichtlich, wieso das Cover genau diese Pose zeigt. Der knallrote Sticker mit dem Verweis auf den deutschen Übersetzer, Timur Vermes, lässt sich leider nicht entfernen. Ich muss gestehen: Ich musste googlen, um herauszufinden, wer er ist. "Er ist wieder da" geht auf seine Kappe, allerdings habe ich weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen. Im Buch wirken einige Übersetzungen stellenweise recht seltsam, wer sich die englischen Gegenstücke nicht zurechtreinem kann, dürfte sich das eine oder andere Mal wundern. David Duchovny selbst ist überzeugter Veganer, und seine Motivation ist in so ziemlich jeder Seite des kurzweiligen Buches spürbar. Was als witzige Umkehr der gewohnten Verhältnisse beginnt, in der die Tiere darüber sinnieren, wie ihr Leben auf der Farm verläuft, bekommt allerdings schnell härtere Untertöne. Entdeckt Elsie erst einmal, dass ihr Leben nicht sonderlich lang dauern wird, beginnt ein im wahrsten Sinne des Wortes wilder Road Trip. Die drei Tiere erleben Abenteuer in der Welt der Menschen. Dafür muss man die Vorstellungskraft schon mal ein wenig strapazieren. Truthähne betätigen sich als Piloten, und die Tiere laufen in menschlicher Kleidung unerkannt umher. Ein ums andere Mal wirkt die Mahnung, man solle sich um seinen Fleischkonsum doch mal Gedanken machen, ziemlich mit dem Holzhammer reingetrichtert. Andererseits regen kleine Weisheiten wie "Eine Mauer sperrt nicht nur die Menschen darin ein, sondern auch die anderen aus" zum Nachdenken an. Ich denke, Duchovny wollte hier eine Gratwanderung zwischen Moralkeule und Unterhaltung wagen. Diese ist zwischendurch etwas einseitig ausgefallen, insgesamt ist das Konzept jedoch gut durchdacht. Mindestens liefert die Lektüre ein paar Denkansätze, und das ist heutzutage doch schon eine Menge wert. Fazit Mit "Heilige Kuh" ist David Duchovny eine kurzweilige Parabel gelungen. Stellenweise ist der Humor etwas arg flach, an anderen Ecken wird dies durch wunderbare Seitenhiebe auf die aktuelle Popkultur aber locker wieder wettgemacht. Der deutschen Übersetzung sind einige Ausflüge in diverse Dialekte geschuldet, was sich stellenweise etwas schwerfällig liest. Und zu guter Letzt sind auch die Appelle an den gesunden Menschenverstand hier und da wirklich mit dem Holzhammer vorgetragen. Das schadet aber nicht, denn wenn dort draußen noch immer Menschen herumlaufen, die von den Schattenseiten unseres Fleischkonsums nichts wissen (wollen), dann muss wohl weiter darauf aufmerksam gemacht werden. Ein bissiges, herrlich schräges, stellenweise überzogenes Debüt, das neugierig auf mehr aus der Feder des Autors macht. Fakten zum Buch Heilige Kuh von David Duchovny | Verlag: Heyne | erschienen am 11. Juli2016 | Übersetzer: Timur Vermes | Softcover | 224 Seiten | 9,99€

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Als ich mir die Inhaltsangabe zu diesem Buch durchgelesen hab, hätte ich es mir im Traum nicht vorgestellt, dass es so ablaufen würde, wie es naja abgelaufen ist. Die Geschichte wird aus der Sicht von einer Kuh erzählt. Yep, eine Kuh. Eine Kuh namens Elsie, die eigentlich ziemlich zufrieden ist mit ihren Leben und am liebsten auf der Weide steht, Gras frisst und sich mit ihrer ABF Mallory unterhält. Als jedoch Elsie und Mal eines Tages beschließen einen nächtlichen Ausflug zu den Bullen zu machen (jah, auch Kühe können flirten), scheint die Welt auf einmal doch nicht so rosig. Elsie beobachtet ihren Bauern und seine Familie, wie sie in ihrem Wohnzimmer sitzen und dem "Schachtelgott" zu hören. Und dieser Schachtelgott (besser bekannt als der Fernseher) erzählt Dinge - schreckliche Dinge - die Elsie's Weltbild bis zu den Grundmauern erschüttern. Denn was geschieht mit den Kühen, die auf einmal vom Hof verschwinden? Spricht der Schachtelgott die Wahrheit und sie werden geschlachtet und bis auf ihre kleinsten Teile verarbeitet? Elsie will dieses schreckliche Schicksal nicht ebenfalls erdulden und beschließt, den Hof zu verlassen und nach Indien zu reisen, denn da werden Kühe nämlich verehrt. Auch das Schwein mit dem Namen Schalom weiß über das schreckliche Schicksal der Bauernhoftiere Bescheid und hängt sich gleich an Elsie - nur geht's für ihn nach Israel (Juden essen kein Schwein, klar ne?) und auch der Truthahn Tom, der nicht als der nächste Thanksgiving-Braten enden will, beschließt mit zu gehen (für ihn geht's in die Türkei, ist doch klar!). Nun macht sich das dynamische Trio auf den Weg von Amerika in die Türkei - Israel und Indien. Und wie macht man das am besten? Natürlich! Man klaut ein Flugzeug und fliegt! Das Buch entführt uns auf eine aberwitzige Reise quer über den Globus und regt ab und zu auch mal zum Nachdenken an. Hier wird die Tierhaltung kritisch betrachtet, der Palästina-Konflikt wird behandelt (und sogar gelöst!) und vieles mehr. In diesem Buch steckt mehr als es auf den ersten Blick erscheint und das ist bemerkenswert. (es hat auch einen gewissen Animal Farm-Touch) Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war witzig, zum Nachdenken anregend und einfach nur anders - aber anders gut. Es liest sich unglaublich schnell und bleibt trotzdem im Gedächtnis. Und obwohl die Protagonistin 'nur' eine Kuh ist - fühlt man sich ihr trotzdem mit ihr verbunden und teilt ihre Gedanken (auch wenn nicht alle). "Heilige Kuh" von David Duchovny hat mich positiv überrascht und ich würde es jedem nahelegen, der einfach mal eine Abwechslung braucht.

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Klappentext: Hören Sie auf Elsie, die Kuh! Was haben Kühe, Popkultur und der Palästinakonflikt miteinander zu tun? Nun, sie sind alle Teil unserer heutigen Welt. Und in dieser Welt macht sich eine junge Kuh namens Elsie auf, etwas an ihrem Schicksal zu ändern. Gemeinsam mit einem zum Judentum konvertierten Schwein und dem wild plappernden Truthahn Tom begibt sie sich auf eine Abenteuerreise, in deren Verlauf der Leser viel Wahres über die Menschen erfährt. Eine saukuhle Fabel, geschrieben von einem saucoolen Autor. Cover: Das Cover ist schlicht schwarz mit einer Kuh-Zeichnung darauf. Mir gefällt es und es hat mich angesprochen. Noch neugieriger wurde ich dann, als ich gesehen habe, von wem dieser Roman stammt. Da konnte ich mich nur noch dafür entscheiden. Hauptcharaktere: - Elsie Q (die Hauptprotagonistin, eine Kuh) - Schalom (ein zum Judentum konvertiertes Schwein) - Tom (ein Truthahn, der auf Dauerdiät ist um an Thanksgiving nicht sterben zu müssen) Erster Satz: Die meisten Leute glauben, dass Kühe nicht denken können. (Original aus dem Buch) Mein liebstes Zitat aus dem Buch: Und ich fragte mich, ob ich in diesem Moment wirklich als aller letztes Tier auf der Welt mitbekommen hatte, dass Menschen uns alle essen, und nicht nur das, sie werfen das meiste von uns weg, ohne es zu essen, sie werfen uns weg wie Abfall. (Zitat) Für mich die spannendste Stelle im Buch: Als der Spürhund sie am Flughafen fast auffliegen ließ. Meine Meinung: Als erstes möchte ich mich beim Verlag bedanken, der mir das Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Das Buch habe ich wirklich sehr gern gelesen, auch weil es zum Nachdenken aufruft, aber auch oft zum lauten Lachen. Die Selbstironie von Elsie ließ mich oft schmunzeln, z.B. als sie zwischendurch mal erwähnte, wenn dieses Buch verfilmt werden sollte, wer sie dann spielen solle. Oder auch als beschrieben wurde, wie Tom der Truthahn seine ersten Flugversuche machte. Das Buch brachte mich aber auch oft zum Nachdenken (positiv). Ich habe mir zum Beispiel nie Gedanken darüber gemacht, wie viel Antibiotika wir indirekt in unserem Körper aufnehmen, da die ganzen Tiere in der Maßthaltung damit vollgestopft werden. Oder habe ich mir auch nach dem Buch fest vorgenommen, nur noch zu Kaufen, was ich auch wirklich verbrauchen bzw. essen kann. Den Satz "Eine Mauer sperrt nicht nur die Menschen darin ein, sondern auch die anderen aus" hat mich auch zum Nachdenken bewegt und der Autor, bzw. Elsie haben in diesem Buch mit so vielen Dingen recht, über die wir uns eigentlich nie Gedanken machen. Eine Kleinigkeit ist mir negativ aufgefallen: Der Autor schreibt gerne im Dialekt. Beispielsweise hat der Drogenspürhund am Flughafen im kölscher Dialekt gesprochen und so wurde es auch im Buch geschrieben... Ich habe die Hälfte leider nicht kapiert, was gesagt wurde. Auch manche Sätze von Schalom habe ich übersprungen, da ich es einfach nicht verstanden habe und noch so oft wiederholen konnte. Alles im Allen fand ich den Roman sehr gelungen und gebe deshalb drei von fünf Sternen.

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