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Leserstimmen (19)

Heather Petty: My Dear Sherlock - Wie alles begann (Die My Dear Sherlock-Reihe) (1)

My Dear Sherlock - Wie alles begann Blick ins Buch

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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-17152-3

Erschienen: 28.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die Story entfaltet ihren eigenen Charme, ist tiefgründiger als gedacht und hat einige Gefühle in mir ausgelöst

Von: Kristina aus dem Tintenmeer Datum : 17.01.2017

www.tintenmeer.de

Also ich finde ja, Sherlock Holmes geht immer, und deshalb musste ich „My Dear Sherlock“ unbedingt lesen! <3 Ich bin ein großer Fan des berühmten Detektivs: Serien, Filme, Bücher … alles muss her. An Weihnachten lag dieses schicke Büchlein dann unter dem Baum und ich bin froh, es endlich von meiner Wunschliste erlöst zu haben. Allein schon das Cover hat mich fasziniert mit dem düsteren London im Hintergrund und einem schnuckeligen Sherlock-Rücken, der auch entzücken kann. :D Aber sehen wir uns das doch genauer an …

Zuerst mal: Das Buch hat mich für ein Debüt echt beeindruckt und überrascht! Ein Schreibstil, der sich flüssig und angenehm liest. Ohne übertriebene Ausschmückungen, auf den Punkt und trotzdem nicht oberflächlich. So hatte ich das Buch in Nullkommanichts inhaliert und wurde rundum gut unterhalten.

Bei den Charakteren war ich natürlich besonders gespannt auf den Mann, der in große Fußstapfen zu treten hat: Sherlock Holmes. Tja, vielleicht waren die Fußstapfen doch ein bisschen zu groß … Sherlock war mir schon sympathisch, aber er wirkte im Vergleich zu seinem Vorbild doch etwas blass und gewöhnlich. Da erwartete ich etwas mehr Extravaganz, Arroganz und Ausgeflipptheit.

Unser jugendlicher Sherlock ist dagegen süß, treu, verlässlich und hat seine Momente, in denen man ihn einfach nur knuddeln möchte. Es gab auch einige Anspielungen, die an den originalen Holmes erinnern, das wusste ich sehr zu schätzen. :) Ab einem gewissen Punkt habe ich beschlossen, ihn als eigenständige Persönlichkeit zu sehen und nicht zu viel mit seinem berühmten Vorbild zu vergleichen. Dann konnte ich ihn mehr schätzen und das Lesen genießen. Ich hätte die Geschichte aber gern zusätzlich aus seiner Perspektive gelesen. Das hätte ihn interessanter gemacht und es wäre ein toller Kontrast zu Moris Sichtweise gewesen.

Perfektes Stichwort, kommen wir direkt zu Mori, unserer Protagonistin. Wir erleben die gesamte Story aus ihrer Sicht in der Ich-Perspektive. Das brachte sie mir sehr nah. Mori ist ein interessanter Charakter, wenn auch sehr eigen. Ich konnte nicht all ihre Entscheidungen nachvollziehen, aber habe trotzdem mit ihr mitgelitten und -gefühlt. Sie enthält Sherlock viele Informationen vor, zickt ihn an und behandelt ihn ungerecht, obwohl er total geduldig mit ihr ist. Sherlock tat mir oft leid, weil er es mit ihr aushalten muss. :D Die Lovestory ist sehr süß und herzerwärmend. Sie schreitet etwas schnell voran, aber die zwei passen gut zusammen und als passioniertes Paar haben sie mich überzeugt.

Ich dachte, wenn ein Buch mit den Namen Sherlock und Moriarty wirbt, würde es viel zum Miträtseln geben und der Fall würde im Vordergrund stehen, aber dem war nicht so. Es geht eher um die Charaktere und der Fall läuft nebenher. Im Mittelpunkt stehen Moris Beziehungen zu Sherlock, ihrer verstorbenen Mutter, ihrem gewalttätigen Vater und ihrer (ex)besten Freundin Sadie. Die Hauptthemen sind der Tod von Moris Mutter und die daraus resultierenden Familienprobleme. Ihr Vater ertränkt seine Trauer im Alkohol und schlägt Mori und ihre Brüder immer wieder. Das hat mich so unglaublich wütend und traurig gemacht und es fiel mir schwer, diese Szenen zu lesen.

Die Gewalt in der Familie wird unverblümt geschildert und intensiv beleuchtet, was ich für ein Jugendbuch erstaunlich fand. Dort wird ja manchmal zum Schutz der jungen Leser einiges nur angedeutet, aber hier nicht. Sehr mutig, dass die Autorin dieses wichtige und traurige Thema aufgreift. Dafür hat sie auf jeden Fall meinen Respekt! Auch Mori verdient meinen Respekt. Sie ist so unglaublich stark für ihre Brüder und setzt sich gegen ihren Vater zur Wehr, auch wenn sie ihm körperlich unterlegen ist. Ich habe ihr zugejubelt und sie angefeuert und alles, was sie einstecken musste, tat mir genauso weh.

Leider war mir der Krimifall zu einfach und vorhersehbar gestrickt, da hatte ich mir mehr gehofft. Es gab keine großen Überraschungen oder Wendungen und miträtseln war nur bedingt möglich. Die Story schreitet aber spannend voran und das Ende hat mich besonders gefesselt. Es bleiben noch viele Fragen offen, die hoffentlich im Folgeband beantwortet werden, und es gibt noch ein bisschen Luft nach oben. Ich hatte schon wilde Vermutungen angestellt, die sich leider nicht bewahrheitet haben, und das Finale fiel etwas unspektakulärer aus als erhofft (jedenfalls was die Story angeht). Emotional war es eine wahre Wucht und hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Fazit: Man sollte diese Sherlock-Holmes-Neuinterpretation als eigenständige Geschichte betrachten und nicht zu viel vergleichen, dann kann man das Lesen genießen. Sie entfaltet ihren eigenen Charme, ist tiefgründiger als gedacht und hat einige Gefühle in mir ausgelöst. Die vielschichtige Protagonistin dominiert die Story, dabei kommen der Krimifall und das Rätselraten etwas zu kurz. Mit einem charismatischeren Sherlock und einer überraschenderen Auflösung hätte das hier der absolute Knaller werden können! So bleibt mir vor allem Moris heftige Familiengeschichte im Gedächtnis. Das ist mir satte 4 Sterne wert und ich habe direkt mit Band 2 weitergemacht, von dem ich mir ein paar Antworten und Überraschungen erhoffe …

Eine ganz andere "Sherlock Holmes Geschichte"

Von: Mell loves books Datum : 23.10.2016

melllovesbooks.blogspot.co.at

Ich bin durch Zufall auf das Buch gestoßen, und da ich ein Fan von Sherlock Holmes bin und mich der Klappentext sehr interessiert hat, muss ich es einfach lesen.
Ich finde, dass es mal eine ganz andere "Sherlock Holmes Geschichte" ist, die hier erzählt wird. Diese Geschichte ist komplett anders als alle Bücher, die es zu diesem Thema gibt, denn Heather Petty hat es geschafft den alt bekannten Charakteren neues Leben einzuhauchen und dadurch etwas vollkommen neues zu erschaffen. Anfangs war ich zwar ein wenig verwirrt wegen den Namen, da man, wenn man an Sherlock Holmes denkt, doch immer das gleiche Bild vor Augen hat, doch schon bald habe ich mich daran gewöhnt, da es sich hier um einen Jugendlichen geht, der zwar genauso heißt wie der berühmte Detektiv und auch einige Eigenschaften besitz, wie dieser, doch ein ganz anderer Carakter ist. :) Dasselbe gilt natürlich auch für Mori (James Moriarty), aus deren Sicht das Buch erzählt wird.

Die Geschichte handelt von der junge James Moriarty, die nur Mori genannt wird, (warum sie einen männlichen Vornamen hat, hat man leider nicht erfahren) deren Leben nicht gerade einfach ist und die eines Tages in einem Chemielabor in der Schule auf Sherlock Holmes trifft. Auch ein wenig später begegnen die beiden sich im Regents Park, wo erst vor Kurzem ein Mord verübt wurde. Daraufhin bietet Sherlock, Mori an, dass sie sich um den Fall kümmern sollten, da beide überaus intelligent sind und er der Meinung ist, dass sie eher noch dahinter kommen als die Polizei. Für Sherlock ist es ein Spiel und auch anfangs noch für Mori, doch schon bald merkt sie, dass diese ganze Sache immer persönlicher für sie wird.

Die Sache mit den Morden und der Suche nach dem Täter fand ich unglaublich spannend erzählt und ich habe richtig mit gegrübelt und gerätselt. Normalerweise mag ich eigentlich keine Krimis, aber hier haben mich die Geschehnisse wirklich gepackt. :)
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Im Großen und Ganzen mochte ich Mori sehr gerne, da ich ihre Denkweise sehr interessant fand und auch weil sie eigentlich ein großes Herz hat. Doch hin und wieder haben mich ihre Handlungen doch ein wenig irritiert und auch ein wenig genervt. Sherlock hingegen mochte ich eigentlich die ganze Zeit sehr gerne und das von anfang bis zum Schluss. Ich fand es echt süß, wie er sich um Mori gekümmert hat und auch wie die beiden sich langsam immer weiter aneinander rangetastet haben.

Die Liebesgeschichte zwischen Mori und Sherlock fand ich sehr schön und einzigartig und doch auch nicht zu viel, sodass die Haupthandlung nicht in den Hintergrund gerückt ist. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und doch ist das Buch unglaublich spannend und interessant geschrieben. Die Geschichte hat mich von Anfang an fesseln können. :)

Cover & Gestaltung:
Das Cover ist meine Meinung nach ganz gut und passend für die Geschichte. Doch richtig schön finde ich es jetzt leider nicht. Jedoch hat mir sehr gut gefallen, dass bei jedem Kapitelanfang das London Eye zu sehen war. :)

Fazit:
"My dear Sherlock" ist ein sehr gelungener Jugendkrimi mit einem Hauch von Sherlock Holmes. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, nur das Ende fand ich ein wenig zu emotionslos und kurz. Deshalb bekommt das Buch von mir ein halbes Herz Abzug. Aber ansonsten ist es wirklich empfehlenswert und das nicht nur für Sherlock Holmes-Fans. ;D

Spannend mit Fanfiction Charakter

Von: Buchsammlerin Datum : 01.05.2016

buchsammlerin.blogspot.de

Erster Satz:
Bei meiner ersten Begegnung mit Sherlock Holmes trug ich einen Hut mit einer langen Feder.

Inhalt:
Seit der BBC- Serie ist Sherlock Holmes angesagter denn jeLondon 2015: Als das 17-jährige Genie Sherlock auf die 16-jährige James „Mori” Moriarty trifft , ist er fasziniert von ihrem Scharfsinn und ihrem Witz. Zwei Seelenverwandte haben sich gefunden – und als kurz nach ihrer ersten Begegnung im Regentspark ein schauerlicher Mord geschieht, dessen Opfer in der Jugend mit Moris verstorbener Mutter befreundet war, begibt sich das Mädchen auf die Suche nach dem Täter. Sherlock immer an ihrer Seite werden sie beide tief hineingezogen in die Vergangenheit von Moris Familie und decken ein schreckliches Geheimnis auf. Sollte Moris gewalttätiger Vater ein Mörder sein – und hat er sein nächstes Opfer womöglich schon im Visier?



Meinung:
Zugegebenermaßen war ich sehr Skeptisch, als ich mich dazu entschieden habe, das Buch zu lesen. Ich hatte es aus einer Laune heraus bestellt und dann eine Weile auf meinem SuB schmoren lassen.

Am Anfang haben mich Mori und Sherlock sehr irritiert, weil sie laut Klappentext 16 und 17 sein sollen, sich aber teilweise nicht so benommen haben. Besonders von der Sprache und den Gedanken und Handlungen her haben sich beide teilweise jünger benommen und dann doch wie Erwachsene geredet, was mich wirklich sehr irriteiert hat. Auch war ich etwas verwirrt, als Mori Sherlock ihren kompletten Namen genannt hat. James Moriarty. Dabei steht im Klappentext eindeutig Jamie Moriarty.Ein Fehler, der mich stutzig gemacht hat. Aber egal. Wichtig war das überhaupt nicht.
Die Beziehung wischen Mori und Sherlock habe ich nicht ganz verstanden. So kannten sie sich erst nicht, haben begonnen das "Spiel" zu spielen und dann hat Mori Sherlock geküsst und plötzlich waren sie sowas wie zusammen. Und Mori hat dann ständig festgestellt, dass Sherlock sehr hibbelig war und nicht wusste, was er tun soll. Sie hat gedacht, dass er doch irgendwie nervig ist... Das fand ich auch alles etwas komisch.
Außerdem wirkten die beiden jetzt nicht sonderlich intelligent auf mich. Und das sollte doch wohl das Wichtigste sein, wir jeden hier schließlich von Moriarty und Holmes - den beiden schlauesten Köpfen Londons!
Ich fand es außerdem seltsam, dass bei Sherlock und Mycroft nie jemand Erwachsenes zu Hause war. Es wirkte beinahe so, als seien sie auf sich selbst gestellt, dabei hat Sherlock mehrmals angedeutet, dass seine Mutter schwer krank sei und sich die Haushälterin Mrs. Hudson um alle kümmerte. Anwesend war jedenfalls keiner.
Das Ende war dann aber sehr spannend und ich konnte über die kleineren (oder vielleicht doch nicht ganz so kleinen) Ungereimtheiten hinweg sehen. Der Schluss war sehr spannend. Das sehr offene Ende hat mich allerdings sehr geärgert!

Schreibstil:
Es wird aus Moriartys Sicht in der 1. Person geschrieben. Man bekommt ihre Gedanken und gefühle mit, wobei das meißte, das außerhalb geschieht, ausser Acht gelassen wird.    

Cover:
Das Cover finde ich recht hübsch, jedoch erinnert es mich sehr an die Folge von Sherlock, in der dieser vom Dach gesprungen ist. Damit hat das Buch jedoch wenig zu tun, wesshalb es mich eher stört. DIe Farben finde ich aber ganz cool und ich mag die Silhouette der Stadt!

Bewertung:

3 von 5,

weil mich das Buch eher an eine mittelmäßige FanFiction erinnert als an ein eigenständiges Buch. 

Gute Idee, nur leider mangelte es an der Umsetzung

Von: Lesendes Federvieh Datum : 26.03.2016

lesendesfedervieh.blogspot.de

London im 21. Jahrhundert: Die 16-jährige James Moriarty, kurz Mori, trifft das 17-jährige Genie Sherlock Holmes das erste Mal, als sie ihn bei einem Feueralarm aus dem Keller holen soll. Sherlock ist sogleich fasziniert von ihrem Scharfsinn und nicht zuletzt von ihrer Schönheit. Als kurz nach ihrer ersten Begegnung im Regentspark ein Mord geschieht und die beiden gemeinsam den Tatort inspizieren, nachdem die Polizei in ihrem Unvermögen lediglich von einem Unfall spricht, entschließen sich Mori und Sherlock dazu, selbst Ermittlungen in Form eines Spiels anzustellen. Dabei sollte derjenige gewinnen, welcher den Mörder zuerst findet, wobei man mit dem anderen stets alle Informationen teilen sollte. Das hält Mori allerdings nicht davon ab, Sherlock einiges vorzuenthalten, da sie schnell herausfindet, dass der Mord und viele weitere, die im letzten halben Jahr im Park geschehen sind, mit der Vergangenheit ihrer verstorbenen Mutter zusammenhängen.

Als großer Sherlock Holmes Fan war für mich der erste Band der neuen Serie rund um meinen Lieblingsdetektiv "My Dear Sherlock - Wie alles begann" natürlich Pflicht, doch leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, weshalb dieses Buch von mir nur drei Sterne bekommt. Der Einstieg in die Geschichte gelang mir recht schnell, weil ich mich zu Beginn noch gut in die Hauptfigur, Mori, die zugleich die Ich-Erzählerin des Buches ist, einfühlen konnte. Doch mit der Zeit legte sie immer eigenartigere Handlungsmuster an den Tag und wurde in meinen Augen zu einer vollkommen anderen Person, mit der ich mich kaum mehr identifizieren konnte. Sehr zu meinem Missfallen musste ich auch bald feststellen, dass Sherlock Holmes in diesem Buch als Nebencharakter eher eine kleine Rolle einnimmt und an manchen Stellen so dargestellt wird, als ob er überhaupt kein Talent besäße und jedes Mal die falschen Schlussfolgerungen ziehe. Es kam mir vielmehr so vor, als wäre er nur Moris Spielzeug, das ab und zu auch mal zu Wort kommen darf, um seine Erkenntnisse zur Lösung des falls beizutragen. Zu diesem Verdacht trug auch die Romanze der beiden bei, die auf einmal da war, ohne dass man von den Gefühlen Sherlocks und Moris erfuhr. Das liegt vielleicht auch an den generell platten Figuren. Heather Petty hat zwar ganz nette Akteure geschaffen, dennoch ist es ihr nicht gelungen, ihnen Leben einzuhauchen, was der Geschichte, die grundsätzlich eigentlich gar nicht schlecht ist, die gesamte Dynamik nimmt. Während des Lesens hatte ich zudem stets ein unbehagliches Gefühl, da mir die gesamte Szenerie ziemlich düster erschien und nur so vor negativer Energie strotze, was sogleich sinnbildlich für Moris Inneres steht, das mit dem Fortschreiten der Geschichte immer dunkler wird und an die Oberfläche dringt, sodass sie zu einer wahren Gefahr wird. Auch das Ende war deshalb nicht ganz mein Fall, es erinnerte mich vielmehr an ein bedrohliches Gewitter vor dem Sturm. Eine weitere Sache, die mich gestört hat war die für meinen Geschmack etwas zwanghafte Unterbringung des Namens John Watson in die Handlung. Eine vollkommen unbedeutende Person, der Freund der Tochter der Ermordeten, trägt den Namen des treuen Gehilfen von Sherlock Holmes, obwohl die beiden rein gar nichts miteinander zu tun haben. Vielleicht hält sich Heather Petty damit die Möglichkeit für die Folgebände offen, ihn an die Seite des Meisterdetektivs zu stellen, denn wenn sich meine Vermutung bewahrheiten sollte, wird Mori zu dem gefürchteten Untier, das der schwierigste Gegner von Sherlock Holmes wird. Obwohl mich die Geschichte nicht wirklich gefesselt hat, werde ich wahrscheinlich dennoch einen weiteren Teil der Reihe lesen, wenn er denn erscheint, da es mich doch brennend interessiert, ob ich mit meiner Hypothese richtig liege. Wer als Sherlock Holmes Fan dieses Buch lesen möchte, der sollte seine Erwartungen allerdings etwas herunterschrauben, um einer etwaigen Enttäuschung zu entgehen.

Spannender Jugendkrimi mit Romantik

Von: Strutz Ramona Datum : 19.01.2016

schmoekereck.wordpress.com

Jamie Moriarty lebt in London, im Jahre 2015, als sie den gleichaltrigen Sherlock Holmes kennenlernt. Er ist zwar ein schräger Vogel, dennoch fühlt sie sich in seiner Gegenwart sehr wohl. Doch dann möchte Sherlock eigenständige Ermittlungen bei einem Mordfall auf sich nehmen und Jamie soll ihm dabei helfen. Dabei stellt sie auch noch fest, dass der Getötete ein Freund ihrer kürzlich verstorbenen Mutter ist und auch nicht der erste, der auf diese Weise gestorben ist. Nebenbei muss Jamie sich dann auch noch mit ihrem gewalttätigen Vater auseinander setzen und kommt dabei so manchem Familiengeheimnis ziemlich nahe.
Bei diesem Buch handelt es sich wirklich um einen Jugendkrimi/thriller, der unter die Haut geht. Was Jamie so alles durchmachen muss, hat einen schon zittern lassen, sie tut einem richtig leid. Da lernt sie Sherlock kennen, einen richtig schrägen Vogel, aber mit dem Herz am rechten Fleck. Er kümmert sich rührend um Jamie und auch die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich wundervoll, was der ganzen Geschichte einen romantischen Touch gibt. Für mich war das Buch wirklich toll, es hat einen gefangen, ich wollte nur noch weiterlesen und wissen, wie sich diese Mordserie entwickelt, bzw. ob sie endlich aufgedeckt wird. Dies ist ein Buch mit vielen Geheimnissen und Dramatik, aber auch einer Portion Romantik, so dass genug Ausgewogenheit für Jugendliche vorhanden ist.

Eine etwas andere Geschichte von Sherlock Holmes

Von: Griinsekatzes-Leseecke Datum : 04.01.2016

griinsekatzes-leseecke.blogspot.de/

Nach einem etwas holprigen Start flogen die Seiten nur so dahin und ich wollte "My dear Sherlock" nicht mehr aus der Hand legen. Sherlock Holmes, ein 17-jähriger Junge mit verwuschelten Haaren, der seine Gefühle gut verbergen kann. Er hat ein paar bekannte Sherlock Eigenheiten aber im Großteil ganz anders als der Sherlock, den man so kennt. Er ist mir aber mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen mit seiner süßen Art mit Mori umzugehen.

Mori oder auch James Moriarty - es wurde übrigens nie geklärt, warum sie einen Jungennamen hat - ist etwas schwierig. Den Großteil der Zeit mochte ich sie sehr. Wie sie sich für ihre Brüder einsetzt, wie sie sich mit Sherlock anfreundet und immer mehr in ihn verliebt ... aber besonders gegen Ende hin wurde mir ihre eigenbrötlerische Art immer unverständlicher und sie hat es sogar geschafft, sich auf den letzten 5 Seiten bei mir noch unbeliebter zu machen. Ich mag aber ihre Denkweise sehr und wie sie die Verbrechen und die Hinweise miteinander verknüpft. Sie hat schon ihre liebenswerten Seiten, mit denen sie bei mir punkten konnte.

In der Handlung geht es um eine Mordserie die Mori und Sherlock zusammen lösen wollen. Was erst als Spiel gedacht war, entwickelt sich zu einer ziemlich ernsten Angelegenheit, in die die beiden mit hineingezogen werden. Die Morde und die Ermittlungsversuche der beiden Jugendlichen sind von der ersten bis zur letzten Seite spannend und man fiebert mit und versucht die Verbindungen zu ziehen und das Rätsel zu lösen. Sehr süß finde ich wie die beiden sich dabei immer näherkommen. Einzig die Emotionslosigkeit, mit der über die Morde gesprochen wird, ist für mich ein Kritikpunkt ... und das Ende. Das Ende des Buches überrascht mich zwar nicht aber es gab dort einige Entwicklungen, die mir nicht gefallen haben.

Fazit
Eine etwas andere Geschichte von Sherlock Holmes. Es ist süß wie die beiden Protagonisten sich aneinander herantasten und lernen sich zu vertrauen und das Ermitteln in der Mordserie ist spannend von Anfang bis zum Schluss. Es gibt Abzugspunkte für das Ende und die Emotionslosigkeit, mit der über die Fälle gesprochen wird, aber im Großen und Ganzen ein Buch, was mir super gefallen hat. Anscheinend ist "My dear Sherlock" sogar der Auftakt für eine Reihe.

Ein junger Sherlock im modernen London

Von: Herba Datum : 25.11.2015

https://minorherba.wordpress.com

Die Rezension bezieht sich auf das englische Original

Inhalt:
Bei einem Feueralarm in der Schule trifft die hochintelligente 16-jährige James ‘Mori’ Moriarty den 17-jährige Sherlock Holmes.
Als im Regent’s Park eine Leiche gefunden wird und die Polizei sich nicht gerade ein bein ausreißt, um den Täter zu finden, läßt sich Mori leicht genervt von Sherlocks Besserwisserei auf ein Spiel mit ihm ein, bei dem der gewinnt, der zuerst den Mord aufklärt.
Dabei gibt es nur eine Regel: Alle Hinweise müssen miteinander geteilt werden. Doch als Mori durch Zufall einen Zusammenhang zwischen dem Toten und ihrer Familie entdeckt, bricht sie diese Regel.
Werden die beiden trotzdem erfolgreich zusammen einen Mörder zur Strecke bringen?

Leseeindruck:
Als ich durch die Ankündigung der deutschen Übersetzung (My Dear Sherlock – Wie alles begann) auf ‘Lock & Mori‘ aufmerksam geworden bin, war mein erster Gedanke: Noch jemand, der auf den Sherlock-Zug aufspringt und die Kuh melken will!
Neugierig hatte mich die Buchinfo trotzdem gemacht und nach ein wenig innerem Hin und Her landete das englische ebook auf meinem ebook-Reader – schließlich hat Frau ja noch nicht genug ungelesene Bücher zur Verfügung…
Ich fand den Ansatz der Autorin in ihrem Erstling zu erklären wie sich Sherlock und Moriarty kennengelernt haben könnten, total gelungen, denn sie verbindet in anschaulicher Weise Ursprungsmaterial von Conan Doyle mit einem modernen Setting und der Prämisse, daß Mori ein Mädchen ist.
Genau wie Andrew Lane in seiner Jugendbuchreihe hat auch Pettys Sherlock schon einige Eigenschaften, die den erwachsenen Detektiv so unverwechselbar machen.
Allerdings steht hier ganz klar Mori im Vordergrund, aus deren Sicht das Buch auch erzählt wird.
Und das intelligente junge Mädchen hat so einiges am Hals, was man keinem Teenager auf der Welt wünscht.
Trotz einem gewissen Einzelgängertum schafft es Mori sich Sherlock zu öffnen, was ich sehr schön fand.
Und umso tragischer fand ich den Hintergedanken beim Lesen, daß diese Harmonie vermutlich nicht lange anhalten wird, denn wie jeder weiß sind Holmes und Moriarty Gegner, was sicher auch Heather Getty beibehalten und in ihrer Trilogie verarbeiten wird.
Von Sherlock erfährt man als Leser eigentlich gar nicht so viel, außer daß er super-intelligent ist, eine kranke Mutter und einen Bruder hat, der auch mehrfach auftaucht und mir, genau wie Sherlock recht sympathisch war und daß er sich sehr um Mori bemüht und alles tut, um ihr zu helfen.
Die Mordermittlung war spannend und sehr rund beschrieben, London bildet die gewohnte Holmes-Kulisse, wenn auch ohne wirklich viel EIndruck zu hinterlassen und darüber, daß selbst Watson einen kurzen Auftritt hat, mußte ich doch sehr schmunzeln!
Insgesamt war ‘Lock und Mori’ für mich ein überraschend kurzweiliges Lesevergnügen und ich kann es kaum abwarten, wie es mit dem beiden im zweiten Band der Reihe, der auf Englisch im Herbst 2016 erscheinen soll, weitergeht!

Gut, müsste aber besser sein.

Von: Aaron Sievers Datum : 08.11.2015

Die Idee und der Inhalt, den das Buch bietet, sind interessant, abwechslungsreich und bewegend. Auch finde ich es gut, dass die Autorin wagt, die Figur Sherlock Holmes in die Handlung ihres Romans einfließen zu lassen, dies gelingt ihr, meiner Meinung nach aber nicht vollständig.
Wenn man eine Vorgeschichte zu einem bereits bestehendem Werk verfasst, sollte man unbedingt beachten, den Bezug zu diesem Werk herzustellen. In der Fernsehserie ist Sherlock ein Mensch, der mit Gefühlen nichts anzufangen weiß. Dies ist im Buch nicht der Fall. Er steht mit "Mori" sogar in einer Beziehung. Dies kann man wagen, wenn man am Ende erklärt, wie es zur Situation in der Orginalgeschichte gekommen ist. Doch dies tut die Autorin nicht. Ein weiterer, fehlender Aspekt ist die Erklärung von Namen, wie beispielsweise Moriarty. Der Zusammenhang zwischen den Personen im Buch und der in der Serie ist bis auf den Namen nicht vorhanden. Der Leser wird in die Irre geführt und denkt, es gäbe einen solchen Zusammenhang, der das Verhältnis der Person in der Serie erklärt. Dies ist jedoch nicht der Fall.
Zudem ist noch wichtig vorab zu wissen, dass neben dem Fall auch noch ein großer Schwerpunkt auf der Liebesgeschichte liegt.
Zusammenfassend ist das Buch wirklich kaufenswert, man muss jedoch wissen, auf was man sich einlässt.

Spannendes Jugendbuch – gelungener Krimi- verwoben in einer Liebesgeschichte

Von: buchrättin Datum : 04.11.2015

2 Jugendliche. „ Sherlock Holmes“ 17 Jahre alt und seine Freundin „ Jamie Moriarty“. Sie sind eigentlich normale Teenies, gehen zur Schule, sind sehr intelligent und sie versuchen gemeinsam einen Kriminalfall zu lösen.
Ich war gespannt, was mich hier erwartet. Der berühmte Detektiv auf einen Jugendlichen in der Jetztzeit übertragen? Sein Erzfeind zumindest als Name nach, als seine Freundin? Es gibt Ähnlichkeiten zu dem berühmten Detektiv und ich fand es ist doch eine ganz eigene Geschichte daraus geworden.
Es hat Spass gemacht, die Geschichte der beiden zu lesen. Den Fall mit zu erleben, mit zu ermitteln und auch das zarte Knistern der Liebesbeziehung zwischen ihnen zu entdecken.
Es ist ein gelungenes Jugendbuch. Hier wird eine eigene Geschichte erzählt, die mich als Fan des Detektives neugierig gemacht hat, wie sehr spielte das große Vorbild hier mit hinein.
Es liest sich sehr gut und flüssig. Die Figuren fand ich gut ausgeformt. Gerade Sherlock zeigt Kennzeichen, die man an ihm kennt, als Detektivfigur, aber trotzdem fand ich ist es der Autorin gelungen ihren ganz eigenen Sherlock hier zu entwickeln. Das hat mir sehr gut gefallen. Ich fand es spannend zu lesen. Auch die weibliche Figur, Jamie, mit ihren familiären Problemen, bekommt dadurch eine gute Tiefe und wird vielschichtig.

Spannendes Jugendbuch – gelungener Krimi- verwoben in einer Liebesgeschichte- ich hoffe auf eine Fortsetzung.

Eine etwas andere Sicht auf Sherlock Holmes...

Von: Nadja_13 Datum : 02.11.2015

booksaretrueadventures.blogspot.com/

Meine Meinung:
Seit ich die BBC Serie Sherlock gesehen habe interessiert mich alles was irgendwie mit Sherlock Holmes zu tun hat total, egal ob Filme, Serien oder Bücher. Die Idee die hinter dieser Geschichte steckt, nämlich die Beziehung zwischen Sherlock und Moriarity bevor sie Feinde wurden zu erkunden, hat mich daher sofort fasziniert. Besonders interessant fand ich, dass Sherlock und Moriarity beide noch Teenager sind und natürlich, dass Moriartiy in diesem Buch weiblich ist.

Anders als man auf den ersten Blick erwarten könnte ist die Geschichte, obschon Sherlocks Name im Titel steht und er auch auf dem Cover zu sehen ist, aus der Sicht von James "Mori" Moriarity erzählt. Am Anfang des Buches ist sie ein ganz normales 16-jährigens Mädchen. Ihr Leben ist alles andere als einfach, denn seit dem Tod ihrer Mutter hat sich ihr Vater in ein regelrechtes Monster verwandelt, der ihre jüngeren Brüder regelmässig schlägt und Mori schreckliche Beleidigungen an den Kopf wirft. Man kann sich dennoch schlecht vorstellen, wie ein Mädchen, welches sie so um ihre Brüder kümmert, irgendwann zu dem berüchtigten Moriarity, Sherlocks Erzfeind werden könnte.

Die beiden sind in dem Buch auch alles andere als Feinde. Man erlebt wie sich die beiden kennen lernen und wie sie sich schnell zueinander hingezogen fühlen. Ehrlich gesagt hat mir die Liebesgeschichte leider nicht besonders gut gefallen. Nicht nur entwickelt sie sich meiner Meinung nach viel zu schnell, besonders im ersten Teil des Buches nimmt sie leider auch einen viel zu grossen Teil der Geschichte ein. Anstatt mit dem Fall vorwärts zu kommen, sind Mori und Sherlock mehr damit beschäftigt bei jeder sich bietenden Gelegenheit rumzuknutschen. Zudem bleibt Sherlock leider eher blass und man konnte nicht besonders viel von seinem angeblichen Genie erkennen.

In der zweiten Hälfte des Buches wurde die Geschichte jedoch bedeutend spannender. Auch wenn der Fall nicht besonders aussergewöhnlich oder gut durchdacht wirkte, fand ich es doch spannend zusammen mit Mori heraus zu finden, wie ihre Familie darin verwickelt ist. Selbst wenn einem als Leser so ziemlich seit das erste Opfer aufgetaucht ist klar ist, wer der Mörder ist. Dafür, dass das Buch für Leser ab zwölf Jahren empfohlen ist, wurde die Geschichte gegen Ende wirklich sehr düster und tragisch. Besonders eine Wendung hat mich echt schockiert.

Im Verlauf der Geschichte, als Mori immer mehr in den Fall hineingezogen wird, kann man erkennen wie sie die Ereignisse verändern. Es gab immer wieder Szenen wo man erahnen konnte, dass sie auch eine dunklere Seite hat und dass sich diese immer mehr an die Oberfläche drängt. Mir hat diese Entwicklung sehr gut gefallen, besonders weil dies auch viel Potential für Konflikte gibt. Allerdings haben es mir Moris Entscheidungen teilweise auch etwas schwer gemacht mit ihr mitzufühlen, besonders da sie teilweise ziemlich selbstsüchtig wirkt und ihre Gründe ihr Verhalten teilweise einfach nicht wirklich rechtfertigen konnten. Das Ende zeigt jedoch, dass auf jeden Fall noch Potential für die weiteren Teile besteht und ich denke es wird interessant zu sehen, wie sich Mori und Sherlock von einem Liebespaar zu Erzfeinden entwickeln...

Fazit:
Während ich die Geschichte in der ersten Hälfte als eher langweilig empfand, wurde sie mit der Zeit spannender und bedeutend düsterer. Dennoch fand ich es ein bisschen schade, wie sehr die Liebesgeschichte zwischen Mori und Sherlock im Zentrum stand. Während die meisten Charaktere leider ziemlich blass blieben, fand ich Moris Entwicklung sehr interessant und ich bin gespannt wie die Autorin diese in den nächsten Teilen weiterführt…

Ein ganz neuer Sherlock Holmes

Von: Meggie Datum : 30.10.2015

licentiapoeticae.blogspot.de/

"Ich begriff, dass ich diesen Jungen wahrscheinlich mein Leben lang lieben würde. Aber ich wusste auch, dass ich ihm nie, niemals verzeihen würde."

Als das 17-jährige Genie Sherlock auf die 16-jährige Jamie Moriarty trifft , ist er fasziniert von ihrem Scharfsinn und ihrem Witz. Zwei Seelenverwandte haben sich gefunden – und als kurz nach ihrer ersten Begegnung im Regentspark ein schauerlicher Mord geschieht, dessen Opfer in der Jugend mit Moriartys verstorbener Mutter befreundet war, begibt sich das Mädchen auf die Suche nach dem Täter. Sherlock immer an ihrer Seite werden sie beide tief hineingezogen in die Vergangenheit von Moriartys Familie und decken ein schreckliches Geheimnis auf. Zugleich gerät Moriarty immer mehr in den Sog ihrer Gefühle. Sie will Sherlock vertrauen und bei ihm bleiben, fühlt sie sich bei ihm schließlich sicher, doch sie kann ihm unmöglich vertrauen, denn wenn sie ganze Wahrheit ans Licht käme, dann wäre ihr Leben und auch das ihrer Brüder nie wieder das gleiche.

Wer liebt Sherlock Holmes nicht? Spätestens seit der Serienadaption der BBC mit Benedict Cumberbatch und Martin Freemann ist klar, Sherlock Holmes, das geht auch in der Moderne noch sehr gut. Entsprechend war mein Interesse bei diesem Titel natürlich direkt geweckt. Einen Moment habe ich gestutzt. "Die Jamie Moriarty"? Ein Mädchen? Zuerst hat sich da alles in mir blockiert, doch auf der anderen Seite zeigt die Serie "Elementary", dass auch eine solche Kombination nicht am eigentlich Witz eines Sherlock Holmes rüttelt. Also habe ich es gewagt und das Buch gelesen. Gelesen ist allerdings nicht ganz richtig. Ich habe es verschlungen.
Das Cover mutet modern und zugleich doch traditionell an. Es ist gleich zu erkennen, dass Sherlock sein Markenzeichen schon hat, doch allein vom Cover her hat mich das Buch leider nicht angesprochen, was ja aber nichts über den Inhalt zwischen dem Einband aussagt.
Die Geschichte wird aus Sicht von Jamie Moriarty erzählt. Ein sechzehnjähriges Mädchen, das mit drei jüngeren Brüdern aufwächst. Ihre Mutter ist vor einem halben Jahr gestorben und seitdem ist ihr Vater, der Polizist ist, nicht mehr derselbe. Sie muss ihre Brüder vor ihm beschützen, die oftmals Schläge einstecken. Helfen tut den vier Kindern keiner, zumindest nicht, bis Mori in der Schule auf Sherlock trifft und die beiden gleich spüren, dass sie ähnlich schnell denken und Schlüsse ziehen können. Dabei haftet Mori nach und nach immer mehr die Freude an den düsteren Verbrechen und der Macht an, die man als intelligente Person über andere haben kann. Sherlock hingegen besitzt seinen ganz üblichen Charme, der ihn, zusammen mit seiner absoluten Unfähigkeit Gefühle einfach zu offenbaren, zu einem der tollsten Charaktere im Buch macht. Sogar sein Bruder Mycroft ist irgendwie ganz typisch seltsam, während Watson und Mrs. Hudson eher am Rande auftreten.
Obwohl recht schnell klar ist, dass Mori und Sherlock Gefühle für einander entwickeln und die typische Jugendbuch Romanze bilden werden, schafft Heather Petty es durch die Mordfälle, die vor allem Mori immer mehr persönlich betreffen, eine durch und durch spannende Geschichte zu erzeugen. Selbst als klar ist wer letztlich der Mörder ist, bleibt die Spannung bestehen und der Leser fragt sich: Wie wird die Protagonistin nun verfahren?
Selbst wenn es mehr um das Lösen des Falls und die immer wieder eingeschobenen romantischen Anwandlungen der Protagonisten geht, werden Szenen emotionaler Tiefe erzeugt. Es sterben Menschen, die Mori nicht egal sind und das kann die Autorin sehr gut vermitteln. Die Liebesszenen fand ich zwar zwischenzeitlich etwas platt und einfach, aber dafür war ihr Leid, ihre Wut und auch ihre aufkeimende Liebe zur Macht deutlich spürbar.
Der Schreibstil der Autorin ist modern und passt zur Situation und den Gegebenheiten. Die wörtliche Rrede wirkt nie eingeschoben, sondern fließt in den restlichen Text sehr schön ein. Auch die kurze Szenerie, in der sich Mori mit einigen Jugendlichen anlegt, wirkt nicht wie so oft aufgesetzt und so, als würde die Autorin nur versuchen heutige Jugendsprache nachzuahmen. Sicher ist dies in der deutschen Version auch der Übersetzerin zu Gute zu halten.

Heather Petty ist es gelungen mich voll und ganz zu überzeugen. Die Geschichte ist stimmig, kommt nicht ins stocken und bietet dabei zwei starke, liebenswerte und zuweilen situationsbedingt komische Charaktere, die dem Leser sicher bekannt sind, aber die er ganz sicher noch nie so erlebt hat. Rundum ein gelungenes Konzept, das nicht nur Sherlock Holmes Fans fesseln wird.

Aussehen: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Spannung: ♥♥♥♥♥
Schlüssigkeit: ♥♥♥♥
Emotionale Tiefe: ♥♥♥♥
Schreibstil: ♥♥♥♥♥

Tolle Geschichte mit etwas zu wenig echtem Sherlock Holmes Feeling

Von: regenbogengarten Datum : 30.10.2015

https://www.youtube.com/regenbogengarten

Die Geschichte in My Dear Sherlock beginnt überaus spannend und es wird von Anfang an klar, dass es eine etwas anders konstruierte Story ist. Denn das ganze ist aus Sicht der jungen Jaime Moriarty geschrieben, die gemeinsam mit dem jungen Sherlock Holmes in einer Mordserie ermittelt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. Allerdings hätte der Geschichte ein klein bisschen mehr Tiefe nicht geschadet und das richtige Sherlock Holmes Feeling, das durch die typische Raffinesse eines Holmes ausgelöst wird, wollte sich auch nicht so recht einstellen. Zwar wurde mal kurz die Beobachtungs- und Schlussfolgerungsgabe die Holmes ausmacht angeschnitten aber einfach zu wenig. Dafür bekommt man aber eine gefühlvolle Liebesgeschichte, ein furchtbares Familiendrama und eine aufopfernde Freundschaft mitgeliefert. Aber mein größter Kritikpunkt und Grund für den Sternabzug war, das der Täter zu schnell offensichtlich war und dem Buch dadurch an Spannung genommen wurde.

My Dear Sherlock

Von: Bücherwürmchenswelt Datum : 28.10.2015

buecherwuermchenswelt.blogspot.de/

London 2015: Als das 17-jährige Genie Sherlock auf die 16-jährige Jamie Moriarty trifft , ist er fasziniert von ihrem Scharfsinn und ihrem Witz. Zwei Seelenverwandte haben sich gefunden – und als kurz nach ihrer ersten Begegnung im Regentspark ein schauerlicher Mord geschieht, dessen Opfer in der Jugend mit Moriartys verstorbener Mutter befreundet war, begibt sich das Mädchen auf die Suche nach dem Täter. Sherlock immer an ihrer Seite werden sie beide tief hineingezogen in die Vergangenheit von Moriartys Familie und decken ein schreckliches Geheimnis auf. Sollte Jamies gewalttätiger Vater ein Mörder sein – und hat er sein nächstes Opfer womöglich schon im Visier?

"Wie alles begann" ist der erste Band der "My Dear Sherlock"-Trilogie von Heather Petty.

Als großer Sherlock Holmes Fan war dieses Buch von Anfang an ein Must-Read und schon auf den ersten Seiten wird klar, dass es sich hierbei um eine interessant konstruierte Geschichte handelt, die auf wohlüberlegten Ideen beruht. Ein junger Sherlock Holmes und eine junge weibliche Moriarty? In groben Zügen schon in Andrew Lanes "Young Sherlock Holmes"-Reihe und der amerikanischen TV-Serie "Elementary" aufgeworfen, kombiniert die Autorin diese und viele weitere Facetten um den Charakter Sherlock Holmes zu einer Geschichte, die in unserer Gegenwart angesiedelt ist und sich deren Annehmlichkeiten bedient.

Schon der Einstieg in diesen Roman wirft den typischen Charme eines Sherlock Holmes auf, aber auch das Genie Moriartys ist bereits klar erkennbar. Aus ihrer Sicht erzählt, kann man sich hervorragend in ihr Seelenleben einfühlen und nach und nach nachvollziehen, weshalb sie zu dem Charakter mutiert, der sie letztendlich wird.

Die Geschichte ist durchaus spannend konstruiert und beweist eine Vielzahl an genialen Elementen. Auch das Tempo ist überaus hoch, sodass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Allerdings hätte man die Geschichte mit ein wenig mehr Tiefe versehen können, um die ausgeklügelte Raffinesse von Sherlock Holmes und dem aufklären des Rätsels um die Morde mehr Raum zu geben. Auch verrät der Klappentext schon etwas zu viel von der eigentlichen Handlung, sodass die Überraschungen im Verlauf ins Hintertreffen geraten und nicht mehr die selbige Wirkung erreichen, die sie eigentlich erreichen sollen. Dennoch ist das ausgeklügelte Potential schon klar erkennbar und wartet nun in den Folgebänden darauf, dies vollends auszuschöpfen.

Die Atmosphäre des Romans ist ziemlich düster und entspricht dem Charme englischer Kriminalliteratur oder TV-Serien. Im Verlauf treten auch immer wieder gewalttätigere Szenen auf den Plan, die für jüngere Leser eher ungeeignet erscheinen.

Am Ende erschließt sich den Leser der Ausblick auf ein neues Abenteuer der beiden Hauptprotagonisten, da dieser erste Band im Groben abgeschlossen ist. Im Folgeband darf man als Leser einiges erwarten, da die letzten Sätze so einiges versprechen.

Fazit: Spannender Auftakt der Trilogie, der man durchaus noch mehr Raum für die Genialität der beiden Hauptprotagonisten hätte lassen können, um diese stärker zum Ausdruck zu bringen.

Eine Mordserie und eine Liebe, die auf die Probe gestellt wird.

Von: Jessy Melodyofbooks Datum : 20.10.2015

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My dear Sherlock verbindet die Welt vom berühmtesten Detektiv der Welt mit einer seidig zarte Liebesgeschichte. Aber natürlich gibt es auch ein menge Spannung und Geheimnisse. Mehr dazu in meiner Rezension.

Wenn ein Zufall dein Leben verändert...

Von: Susanne Glahn (Solara300 / Solaria) Datum : 11.10.2015

fantastikbooks.blogspot.de/

Kurzbeschreibung
Ein Tag der unvergesslich wird ist an einem vierten März im Leben von Jamie Moriarty die mit ihren 16 Jahren niemals auf die Idee gekommen wäre das ihr Leben sich so extrem verändern würde durch einen jungen Mann Namens Sherlock Holmes.

Denn genau dies passierte bei einem Feueralarm in ihrer Schule und Jamie war damit beauftragt Sherlock aus seinem extra eingerichteten Labor unten im Keller des Theaters zu holen.
Und beide trafen aufeinander und es begann etwas großes....


Cover
Das Cover ist sehr gelungen und genauso stell ich mir Sherlock vor wie er da steht, alles im Blick und doch tief in seinen Überlegungen ohne auch nur das kleinste Detail zu verpassen und seinen Gedanken folgend.
Für mich sehr gut gelungen mit dem Hintergrund Londons. Aber auch das Dunkle und die rote Schrift lassen einen Neugierig werden.
Denn wie begann alles... ;)


Schreibstil
Die Autorin Heather Petty
hat einen flüssigen und bildhaften Schreibstil denn ich inhaliert habe. Anders kann ich es gerade nicht beschreiben.
Nicht nur das ich es mir einfach wie einen Film vorstellen konnte. Es war Hammer geschrieben und auch die Gefühlsregungen und die Einsichten über die Art was zum Beispiel Jamie über Sherlock denkt gefällt mir und auch die kleinsten Details. Es ist einfach Super und ich liebe es und hätte so weiterlesen können.
Sehr gelungen und ich freu mich schon auf mehr von der Autorin.


Meinung
Wenn ein Zufall dein Leben verändert...


Dann sind wir bei der 16 Jährigen Jamie Moriarty angekommen, die seit ihre Mutter verstorben ist ein sehr schlechtes Leben daheim hat.
Ihr Vater der eigentlich aufsteigen sollte zu einem Detective Constable ist mittlerweile zum Trinker mutiert und schlägt auch schon mal eines seiner Kinder.
Trotz allem bleibt Jamie stark für sich und ihre Brüder, denn so hätte es auch ihre Mutter gewollt die sie schmerzlich seit ihrem Tod vermisst.

Aber nicht nur das, auch ihr Fotografisches Gedächtnis und ihr ungewöhnliches Talent Schluss Folgerungen zu ziehen und zu verbinden, teilt sie mit einem gewissen Sherlock Holmes.

Woher ich das weiß...
Nun sagen wir mal so Jamie und Sherlock gehen in eine Schule und der junge Sherlock Holmes mit seinen 17 Jahren hat ein Labor im Keller des Theaters wo Jamie die Ersatzbesetzung spielt.

Eines Tages wie es der Zufall oder ich würde eher Schicksal sagen so will, treffen sich diese beiden außergewöhnlichen Charaktere und Jamie ist fasziniert von Sherlocks Beobachtungsgabe, seiner Präsenz und seinem arroganten Auftreten.
Aber auch gleichzeitig fasziniert.

Beide sehnen sich aber auch nach Abgeschiedenheit und dem Reiz etwas zu lösen und so hat Sherlock eine brillante Idee die er mit Jamie in einer Art Wettkampf auch gleich umsetzten möchte. Und zwar den Mordfall im Londoner Regent's Park der sich dort zugetragen hat zu lösen. Nachdem sie beide heimlich am Tatort aufgetaucht sind und zum Glück von niemandem Bemerkt wurden müssen sie feststellen dass die Polizei wirklich zu wünschen übrig lässt und auch kleinste Details nicht bemerkt werden.

Hier muss ich sagen eine tolle Schlussfolgerung und erkennbar wenn man ein Auge dafür hat, das mich immer wieder fasziniert.
Aber der Tote ist kein absolut unbekannter wie Jamie und Sherlock feststellen müssen und der angebliche Mord ist geplant gewesen. Nur weshalb und vor allen warum???

Denn der Tote war Lily Patels Vater die Hauptakteuren des Stücks wo Jamie die Stellvertretung spielt.
Um genaueres rauszufinden machen sich die beiden an die Arbeit und die einzige Regel ist bei diesem Spiel.
Absolute Transparenz. Das heißt was der eine weiß, weiß der andere auch.
Aber leider ist das so eine Sache mit den Geheimnissen und den Gefühlen und bald befinden sich die beiden auf einer Reise die sie zusammen beginnen ...
Die Frage ist nur. Wird sie auch enden und wenn Ja wie...


Fazit
Absolut empfehlenswert und Klasse geschrieben!!!
Ich freu mich schon auf mehr von der Autorin.


5 von 5 Sternen

Ein neuer Sherlock ist geboren

Von: frischgelesen.de Datum : 04.10.2015

frischgelesen.de

Dass ich als Sherlock Holmes Fan „My Dear Sherlock - Wie alles begann“ von Heather Petty lesen musste war natürlich selbstverständlich. Und ich wurde nicht enttäuscht - nun hat es einen Ehrenplatz zwischen meinen anderen Sherlock Holmes Büchern.

Bei manchen Büchern ist man einfach absolut traurig, wenn sie irgendwann zu Ende sind. So auch bei „My Dear Sherlock“ von Heather Petty. Aber wie man bei der Unterzeile „Wie alles begann“ schon vermuten kann, ist es erst der Auftakt einer Serie und ich freue mich jetzt schon riesig auf den zweiten Teil.

Aber nun zum Buch: Natürlich handelt sich um einen Krimi und dieser spielt auch in London, aber unser Sherlock (im Buch „Lock“ genannt) ist erst 17 Jahre alt und Moriarty ist hier ein 16-jähriges Mädchen (im Buch „Mori“ genannt). Sie ist genauso scharfsinnig und klug wie der Bösewicht James Moriarty aus den Sherlock Holmes Bänden von Sir Arthur Conan Doyle. Aber unsere Jamie Moriarty ist sehr sympathisch und sie ist mit Sherlock befreundet.

Lock ist wie das Original ein Genie und eine geheimnisvolle Person. Er ist fasziniert von Mori, die ihn nicht nur mit ihrem Verstand beeindruckt, sondern auch noch mit ihrer Schönheit. Als es dann im Regent’s Park eine schaurige Mordserie gibt und alle Opfer auf rätselhafte Weise mit Jamie Moriarty’s verstorbener Mutter in Verbindung standen, kommen sich Mori und Lock immer näher. Aber ein schreckliches Familiengeheimnis droht alles zu zerstören…

So, mehr wird jetzt nicht verraten. Mir haben die Charaktere wirklich sehr gut gefallen und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Ich denke der Roman von Heather Petty wird Jungen und Mädchen ab dreizehn Jahren begeistern, denn er ist spannend, cool geschrieben und auch ein wenig romantisch. Und für alle Sherlock Holmes Fans ist das Buch „My Dear Sherlock“ sowieso Pflicht.

Die Autorin selbst ist auch ein Fan von Romanen in denen rätselhafte Morde und alte englische Stadt- oder Landhäuser eine Rolle spielen. „My Dear Sherlock - Wie alles begann“ ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Mann in Nevada und ist Besitzerin von „vier hoffnungslos verwöhnten Katzen“.
Spätestens das mit den Katzen hätte mich überzeugt, ha, ha…

Auch die Übersetzerin Anne Brauner ist keine Unbekannte. Viele kennen Anne Brauner sicher als Übersetzerin diverser Holly Black Romane und auch die Aprilynne Pikes Elfenbände hat sie ins Deutsche übersetzt. Auf ihrer Website findet man viele weitere Übersetzungen aus dem Englischen und auch aus dem Französischen.

My Dear Sherlock – ich liebe das Buch!

Von: Janas Traumwelten Datum : 29.09.2015

janastraumwelten.blogspot.de/

Meinung:
My Dear Sherlock – ich liebe das Buch!
Nachdem ich Klappentext gelesen habe, wollte ich das Buch gerne lesen, aber es war jetzt nicht mein „Must Read“ im September. Umso überraschter war ich, wie unglaublich gut mir das Buch gefallen hat.
Die ganze Geschichte beginnt eigentlich damit, dass Mori Sherlock in der Schule in seinem Chemielabor im Keller kennen lernt. Kurz darauf treffen sie sich erneut und Sherlock schlägt Mori ein Spiel vor. Er denkt, sie sind viel besser dazu in der Lage das Rätsel um den Mordfall im Park zu lösen, als die Polizei. Doch bald ist das Ganze vor allem für Mori kein Spiel mehr, denn es wird immer persönlicher für sie.
Bei den Beiden dreht sich immer viel um den Wettbewerb, sie wissen beide, dass sie clever sind und wollen sich gegenseitig keine Niederlage eingestehen. Sherlock fordert Mori immer wieder heraus und das macht auch einen besonderen Part ihrer Beziehung aus.
Für Sherlock ist immer alles ein Rätsel, so auch Mori, und auch wenn er versucht, Mori nicht zu „lösen“, fällt es ihm doch sehr schwer. Durch Mori nehmen wir ihn als ganz besonders war, in jedem Aspekt seines Lebens merkt man, dass er ein Genie ist. Aber es wird auch deutlich, dass er auch ein Teenagerjunge ist und an manchen Stellen ziemlich verunsichert und schüchtern ist. Vor allem da Mori es ihm nicht leicht macht und er sie gar nicht einschätzen kann. Ich mochte es, wenn er so ratlos ist, denn ansonsten weiß er immer alles. Er ist sehr aufmerksam, anhand kleiner Details kann er viel herausfinden, aber man merkt, dass er nicht so viele soziale Fähigkeiten hat. Er und Mori ergänzen sich daher gut und ich liebe es, wie er versucht, Mori auf seine Art zu beschützen. Auch sein Bruder Mycroft ergänzt das Buch toll, er bleibt ziemlich undurchschaubar, aber man merkt, dass er ein gutes Herz hat, denn er unterstützt Mori und Sherlock und er will nur das Beste für seinen Bruder.
Ich mag Mori, sie ist ein kompliziertes Mädchen und die Autorin hat vermutlich auch bewusst nicht so geschrieben, dass sie sympathisch wirkt. Aber sie ist relativ einzigartig, denn sie ist sehr, sehr klug, zynisch , mutig, aber auch leichtsinnig, sie beschützt ihre Brüder und sie ist zielstrebig. Sie ist wieder einer solcher Charaktere, die man gar nicht wirklich beschreiben kann, sondern die man selbst erleben muss. Seit dem Tod ihrer Mutter hat sie es nicht leicht, aber sie gibt nicht auf und plant, wie ihr Leben weiter verlaufen soll. Manche ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen, sie ist sehr geheimniskrämerisch und versucht alles selbst hinzubekommen.
Obwohl die Liebesgeschichte zwischen den Beiden eine wichtige Rolle spielt und auch ziemlich schön ist, nimmt sie nicht zu viel Platz ein und verdrängt die eigentliche Handlung. Sherlock und Mori passen super zusammen, ein tolles Pärchen, dass auch ohne viel Kitsch und Ähnliches auskommt.
Die Handlung des Buches ist ziemlich spannend, einige Sachen hätte ich nie erwartet, und am Ende gab es eine sehr traurige und überraschende Wendung. Vor allem der letzte Satz ist irgendwie hoffnungsvoll und düster zu gleich. Es gibt viele verschiedene Handlungsorte, ich liebe es, dass das Buch in London spielt und die Kapitel sind immer auch so schön am Anfang mit dem London Eye gestaltet. Viele Schauplätze in London werden angesprochen, der Regentpark oder die große Bibliothek.
Der Schreibstil von Heather Petty hat mir gut gefallen, an den richtigen Stellen spannend und ziemlich flüssig.
Fazit:
Es war völlig überraschend, dass mir dieses Buch so gut gefallen hat. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und bin jetzt unglaublich gespannt auf den nächsten Teil. Leider ist noch nicht mal im englischen bekannt, wann der nächste Teil heraus kommt, deswegen fürchte ich, dass ich noch gefühlte 100 Jahre warten muss, bis ich weiter lesen kann.
Von mir gibt es 5 Sterne!