Leserstimmen zu
Die Gabe des Himmels

Daniel Wolf

Die Fleury-Serie (4)

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Wir steigen in dieser Fortsetzung - die man aber gut und gern auch separat und losgelöst von den Vorgängern lesen kann - im Jahr 1346 in die Handlung ein. Adrien de Fleury will Medicus werden, allerdings ist er nicht damit einverstanden, wie man ihm an der Universität Wissen vermittelt, es ist ihm zu einseitig - so ist er auch nicht allzu traurig, als er wegen eines Vorfalls vorzeitig, die Prüfungen waren nicht mehr weit, in Unehren entlassen wird. Er kehrt nach Hause zurück, der Vater geht in einen Orden, es ist nichts mehr wie es war, es passiert viel, wir lernen den Bruder und seine Familie kennen, lernen die Frau kennen, die Adrien in sein Herz schließt .... Allerdings kann erst einmal aus dieser Liebe nichts werden ... warum ? Das verrate ich nicht, lest selbst ... Im Verlauf des Buches gibt es Auf und Ab - Liebe, Machtspielchen, Intrigen und Krankheiten, die schlimmste Krankheit damals überhaupt hällt Einzug und Adrien versucht, sie zu bekämpfen ... Schafft er es ??? Das Mittelalter lebt auf, Wolf schafft es auch mit diesem historischen Roman um die Familie in Varennes wieder einmal, diese Zeit lebendig werden zu lassen. Ich fühlte mich wohl in die Handlung - wurde kurzweilig und spannend unterhalten und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Schicksalhaft möchte man sagen, spinnt sich alles durch diese Handlung - die Charaktere werden in ihren Handlungen sehr gut beschrieben und die Schreibweise des Autors passt perfekt zum Mittelalter und zum Genre historischer Roman, man fühlt sich bildhaft unterhalten, ich könnte mir sehr gut eine Verfilmung vorstellen, wobei schon das Buch wie ein Film vor meinem geistigen Auge vorbeizog. Super genial - gern mehr !!!

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In die Gabe des Himmels von Daniel Wolf geht es um den Medicus Adrien de Fleury, der vor seiner bisher größten Herausforderung steht: Die Pest wütet in Varennes und er kämpft um das Leben der Bürger - und um das Herz einer Frau. Beim Titel habe ich mich gleich gefragt, um was es sich bei dem Talent wohl handelt? Das Cover ist einfach, man sieht aber auf den ersten Blick, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Zu Beginn gibt es gleich ein Personenverzeichnis, was gerade bei so dicken Büchern immer gut zum Nachschlagen ist. Der Schreibstil ist flüssig und passend zum 14. Jahrhundert. Das Medizinstudium der damaligen Zeit sowie der Beruf von verschiedenen Ärzten wird thematisiert. Das Praktizieren als Arzt wird sehr gut dargestellt. Die Verhältnisse damals, die Rechte von Männern und Frauen, die Berufe sowie die Machtausübung spielen eine Rolle und werden sehr gut dargestellt. Der Glaube, die Religion werden genauso thematisiert wie die Sünden, die Buße und Gott. Christen und Juden spielen ebenfalls eine Rolle. Die Familie und die Liebe spielen eine wichtige Rolle. Die Pest ist ausgebrochen. Die Krankheit an sich wird näher beleuchtet, ebenso die Zustände, die herrschen, nachdem viele gestorben bzw. erkrankt sind. Im Nachwort wird erläutert, was von dem Erzählten einen wahren Hintergrund hat. Das finde ich immer super interessant. Ein sehr gelungener historischer Roman, der sehr vielfältig ist, von der Pest über die Familie und die Liebe bis hin zur Machtausübung. Sehr interessant.

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Die Fakten: Am 19. März 2018 ist im Goldmann-Verlag mit „Die Gabe des Himmels“ der vierte Band der Fleury-Saga von Autor Daniel Wolf erschienen. Die Taschenbuchausgabe umfasst 960 Seiten und ist für 9,99 Euro im örtlichen Buchhandel und auf allen gängigen Verkaufsplattformen erhältlich. Weiterhin verfügbar sind das E-Book, eine Audio-Fassung und ein Hörbuchdownload. Hinter dem Pseudonym Daniel Wolf verbirgt sich Christoph Lode. 1977 geborene Schriftsteller war u.a. als Musiklehrer, in einer Chemiefabrik und in einer psychiatrischen Klinik tätig, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit den historischen Romanen „Das Salz der Erde“, „Das Licht der Welt“ und „Das Gold des Meere“ stürmte er die Bestsellerlisten und schuf sich eine große Fangemeinde. Der Autor lebt mit seiner Frau und den Katzen in Speyer, einer der ältesten Städte Deutschlands. Wie es aussieht: „Die Gabe des Himmels“ reiht sich ansatzlos in die Gestaltung der Vorgängerbände ein. Ich finde die Titelbilder, die Bezug nehmen auf die Buchmalerkunst, die in der Handlung eine bedeutende Rolle spielt, sehr gelungen. Hoher Wiedererkennungswert. Auch die im Umschlag enthaltenen Karten sind wertvoll, sie helfen, sich Varennes-Saint-Jacques bildlich besser vor Augen führen zu können. Um was es geht (Klappentext des Verlages): Anno Domini 1346. Der junge Kaufmannssohn Adrien Fleury studiert in Montpellier Medizin und träumt von einer Laufbahn als Arzt. Als er nach Varennes-Saint-Jacques zurückkehrt, erkennt er seine Heimatstadt kaum wieder. Reiche Patrizier regieren Varennes rücksichtslos. Das einfache Volk rebelliert gegen Unterdrückung und niedrige Löhne. Die Juden leiden unter Hass und Ausgrenzung. Als Adrien eine Stelle als Wundarzt antritt, lernt er die jüdische Heilerin Léa kennen. Sie verlieben sich und bringen sich damit in höchste Gefahr. Doch dann wütet der Schwarze Tod in Varennes, und Adriens Fähigkeiten werden auf eine harte Probe gestellt ... Wie es mir gefallen hat: Kurz und knapp: Hervorragend. Ich durfte Christoph Lode in diesem Jahr bei einer Lesung zu „Die Gabe des Himmels“ live erleben. Das war mein erster Kontakt mit dem Schriftsteller. Ich fand ihn sehr sympathisch und war sofort von der Story angefixt. Also startete ich von Anfang an in die Saga, die insgesamt bis jetzt fast 4.000 Seiten umfasst. Von Beginn an war ich komplett gefesselt von den Ereignissen um die Familie Fleury. Ich habe mit ihnen gelacht, geweint, gehandelt, gute und schwere Zeiten durchgemacht. Lodes Schreibstil ist flüssig zu lesen, mitreißend, bildgewaltig und historisch perfekt recherchiert. Seine Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und vielschichtig. Man merkt, wie viel Wert darauf gelegt wird, die handelnden Personen zu skizzieren. Der Leser wird mitgenommen auf eine unterhaltsame, aber auch lehrreiche Reise ins Mittelalter. Daniel Wolf/Christoph Lode schreibt auf einem Niveau, das ich bisher nur von Rebecca Gablé kannte. Ihre Waringham-Reihe war für mich stets das absolute Maß der Dinge, Christoph Lode macht ihr den Platz an der Spitze des Genres allerdings streitig und braucht den Vergleich mit der „Grande Dame des historischen Romans“ nicht ansatzweise zu scheuen. Die Bände sollten in der Reihenfolge ihres Erscheinens gelesen werden, sonst gehen dem Leser viele bedeutsame Handlungsstränge und Beziehungen verloren. Zu „Das Gold des Meeres“ ist eine E-Book-Only-Kurzgeschichte mit dem Titel „Der Vasall des Königs“ erschienen. Diese ist allerdings nicht notwendig, um die weiteren Bände zu verstehen. Zu meinem größten Bedauern hat Christoph Lode im Juni 2018 in seinem Newsletter mitgeteilt, dass er momentan nicht weiß, ob, wie und wann die Reihe weitergeführt wird. Er bräuchte erst einmal eine Pause von den Fleurys und arbeite an einem neuen Stoff. Auch wenn das für Fans wie mich eine traurige Nachricht ist, kann ich die Beweggründe sehr gut nachvollziehen und freue mich schon auf Neues vom Autor. Ich bin mir sicher, dass ich auch davon begeistert sein werde. Leider kann ich nur 5 von 5 Sternen vergeben. Die Fleury-Saga ist ein Muss für jeden Fan historischer Romane.

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„Die Gabe des Himmels“ ist bereits der vierte Band der Mittelalter-Saga um die Kaufmannsfamilie Fleury. Es geht jedoch immer um eine neue Generation, sodass die Teile unabhängig voneinander gelesen werden können. Daniel Wolf verwebt wie immer die Entwicklung der Protagonisten, eine Liebesgeschichte, die äußeren Umstände und einen Bösewicht miteinander, und das bewährte Rezept geht voll auf. Zwar sind die Kategorien „Gut“ und „Böse“ recht klar umrissen, dennoch sind die Protagonisten vielschichtig und nahbar. Mein heimlicher Held ist indes César, Adrianus‘ Bruder, der die stärkste Entwicklung durchmacht. Nicht jede Wendung der Geschichte war indes völlig unerwartet, hier und da hätte ich mir fast noch mehr Verwicklungen und Konsequenzen gewünscht. Der Spannung beim Lesen tat das allerdings keinen Abbruch. Ich habe beim Lesen kaum gemerkt, wie die knapp 1000 Seiten verflogen sind, und ich hätte die Figuren gerne noch länger begleitet. Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

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Adrien Fleury, ein Nachfahre von Michel Fleury studiert Medizin und kehrt in seine Heimat Varennes-Saint-Jaques zurück zu seiner Familie. Dort lebt sein Bruder mit seiner Frau und den beiden Kindern und der Vater, der sich aber entschlossen hat ins Kloster zu gehen, da er schon alt ist. Dazu nimmt er viel Besitz mit, dass er den Mönchen als Spende gibt. Das führt natürlich zu Streitikeiten in der Familie, denn Adriens Bruder hat nun finanziell ganz schöne Einbußen. Adrien wird in der Zeit als Lehrling eines Arztes ausgebildet und assistiert seinem Meister. Während er den Menschen hilft, muss Adrien auch mal in der Apotheke vorbeischauen, um Medizinvorräte zu holen und lernt dort Lea kennen. Zwei Heiler und gerade Lea will ihm eines besseren belehren...das trifft auf Gegenwehr. Aber bald lernen sich Lea und Adrien besser kennen und verlieben sich ineinander. Die Umstände die in Varennes herschen, zwingen den angehenden Arzt zu einer vorzeitigen Prüfung. Nun ist er Arzt und bezieht auch ein Haus, in dem er seine Praxis einrichtet, in der er die Menschen behandelt. Er ist ein sehr guter Arzt, was ihn bei anderen Personen nicht gerade beliebt macht. Der Konkurrenzkampf ist eben immer allgegenwärtig. Er wird als Judenfreund bezeichnet, denn in der Stadt werden die Juden total abgegrenzt. Sie sind die Menschen, die das Geld horten und den Christen emense Gebühren für einen Kredit abnehmen. Aber Adrien geht mit Juden und mit Christen gleichermaßen um, denn es sind alles Menschen. Doch wenn es um eine Liebesbeziehung geht, darf es nicht sein und da sie nicht voneinander lassen können, begeben sie sich automatisch in Gefahr. Als der schwarze Tod übers Land kommt müssen alle Ärzte zusammen halten. Viele Menschen sterben und die Ärzte sind knapp. Meine Meinung: Natürlich bin ich schon ein Fan von der Fleury Reihe, jedoch bevorzuge ich hier das Hörbuch. Johannes Steck ist so ein großartiger Erzähler/ Sprecher, wie auch immer. Man hört genau heraus welche Person gerade spricht. Einfach großartig! Ich würde mir sogar Bücher anhören, deren Genre ich gar nicht mag, weil ich genau weiß, dass ich sie mögen werde wenn Johannes Steck sie spricht. Er haucht den Protagonisten einfach Leben ein und macht es so noch viel spannender. Zu der Geschichte selbst muss ich sagen, dass sie super war. Megaspannend. Vielleicht wäre ein Stammbaum im nächsten Teil mal ganz schön, denn bei den vielen Namen, der Zeitspanne die zwischen Band 1 und Band 4 jetzt liegt, würde ich doch schon gerne wissen von welchem Liebespaar in den vorherigen Bänden die Nachfahren sind. Im Gegensatz zu Band 3 - Gold des Meeres, der eher schwach war, war Band 4 wieder mega. Der Autor bringt die ganze Geschichte so authentisch rüber, als wäre er einer der Protagonisten die damals zu der Zeit gelebt haben. Es ist emotional, auch traurig, denn man kann sich vorstellen, dass um Spannung und Trauer reinzubringen viele Menschen die man von Beginn der Geschichte kennt vielleicht nicht das Ende überleben, denn der schwarze Tod ist nunmal eine Krankheit, wo wirklich eine Kettenreaktion an Tode herrscht. Das ist ja schon Allgemeinwissen. Es passiert in den 20 Stunden bzw. 960 Seiten soviel und es ist so interessant. Ich habes beim Spazieren Gehen gehört, beim Häkeln, ich war so gefesselt und wollte gar nicht mehr aufhören. Ich hatte auch nach 21 Stunden noch nicht genug von den Charakteren und vor allem von Johannes Steck. Es lohnt sich auf jeden Fall diesen Teil gehört oder gelesen zu haben.

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Das Cover ist passend für einen historischen Roman und hat mich sofort neugierig gemacht. Ich habe vorher immer mal wieder von dem Autor gehört und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wollte ich dann auch endlich mal ein Buch von ihm lesen! Leider hätte ich mich genauer erkundigen sollen da es sich hier um den 4. Band einer Reihe handelt, rund um die Familie Fleury. Das war jetzt nicht besonders schlimm, da es sich ja trotzdem um eine eigene Geschichte handelt aber es ist doch nicht schlecht wenn man vorher die anderen Teile auch schon Gelsen hat. Ich werde das eventuell noch nachholen, da der Autor einfach einen tollen Schreibstil hat. Dann kommen wir mal zu dem Schreibstil, der erstmal sehr bildhaft ist, was ich besonders mag und vor allem bei der Seitenanzahl eine wahnsinnige Leistung ist. Der Leser wird entführt und durch die Geschichte getragen, die Seiten verfliegen und die Spannung ist die ganze Zeit greifbar. Die Charakter sind alle mit tollen Charakterzügen gezeichnet, jeder hat eine richtige Persönlichkeit nicht einer wirkt aufgesetzt oder unrealistisch. Natürlich habe ich besonders Lèa in mein Herz geschlossen, was aber nicht nur am Namen liegt sondern auch an ihrer Ausstrahlung. Daniel Wolf hat wirklich ganze Arbeit geleistet!!! Einziger Minuspunkt war, dass manche Stellen relativ schnell abgehandelt wurden, für meinen Geschmack etwas zu schnell. Dadurch kamen mehrere Dinge zum Ende wohingegen andere Stellen relativ lang gezogen waren. Da hätte ich mir etwas mehr Ausführung gewünscht. Das ist jedoch meckern auf hohem Niveau schließlich sprechen wir sowieso schon von 1000 Seiten, der Autor hätte also anbauen müssen um manche dinge noch weiter führen zu können. Außerdem wäre das Buch dann wohl recht unhandlich! Fazit: Ein Buch, dass einen mitreißt und man fliegt nur so durch die 1000 Seiten am Ende habe ich mir gewünscht nicht mehr aufzuhören mit der Geschichte denn auch die Thematik war spannend und die Protagonisten und Charaktere einfach toll beschrieben. Ein wirklich interessanter historischer Roman und ich bin richtig traurig die ersten drei Bände nicht zu kennen, ich hoffe das kann ich zeitlich mal nachholen!

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Zum Inhalt : Adrien Fleury, ein Kaufmannssohn aus Varennes-Saint-Jacques träumt davon in Montpellier Medizin zu studieren. Er strebt die Laufbahn des Arztes an. Während des Studiums leistet er sich allerdings ein paar Eskarpen und kehrt nun als Wundarzt in seine Heimat zurück. Sein Vater Josselin versucht derweil sein Seelenheil im Kloster zu finden. Um dort aufgenommen zu werden verschenkt er beinahe alles Hab und Gut der Familie. Dieses Agieren zwingt seinen Bruder Cesär Fleury der zu Hause in Varenne die Geschäftet leitet, die Löhne um die Hälfte zu kürzen. Das hat zur Folge das der Aufstand unter den Webern tobt. Und die ehemals sehr reiche Familie sieht sich schon am Bettelstab und mittellos. In Varenne angekommen , lernt Adrien die hübsche Tochter des örtlichen Apothekers kennen. Lea ist Jüdin und versteht sich in der Wissenschaft der Kräuterkunde. Die Juden in Varenne werden von den Christen abgegrenzt und haben ihren eigenen Bereich. Armut nährt den Hass auf selbige und deren Möglichkeit des Geld verleihens . Zu den Unruhen in der Stadt kommt noch die Pest. Das kostet viele Bürger Varennes das Leben. Luc ein ganz übler Bursche nutzt diese unruhigen Zeit für sich und bringt das einfach Volk gegen die Juden auf . Mein Fazit: Fulminant, genial. Absolut hörenswert. Ohne zu übertreiben würde ich dieses Hörbuch als eines der besten beschreiben. Johannes Steck der dieses Buch liest, passt hier perfekt. Hat man sich die erste CD einmal angemacht, möchte man gar keine Pause einlegen. Auch wenn dieses Buch aus einer vierteiligen Reihe ist, hat man keinerlei Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen. Hier steht jeder Roman für sich. Die Geschichte ist leicht nachvollziehbar und flüssig geschrieben . Sämtliche Charaktere sind sehr gut durchdacht und hervorragend beschrieben. Für mich ist dieses Hörbuch wirklich eines der besten . Es fesselt von Anfang bis zum Ende. Daher vergebe ich überzeugende 5***** und ein extra +

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Medizin

Von: Michael Sterzik

11.05.2018

Der vorliegende Band „Die Gabe des Himmels“ von Daniel Wolf ist der vierte Band der Fleury-Saga. Der in Speyer lebende Autor Christoph Lode hat unter seinem o.g. Pseudonym, eine herausragende und vielseitig, spannende historische Reihe geschaffen. Seit dem ersten Band um die Patrizierfamilie Fleury hat diese fiktive Familie für die kleine Stadt Varennes-Saint-Jacques viel erreichen können. „Das Salz der Erde“ spielte im historischen Zeitraum 1173 – 1206, der zweite Band „Das Licht der Welt“ umfasste die Jahre 1214-1248 und die Handlung von „Das Gold des Meeres“ spielt zwischen den Jahren 1256 – 1261. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1346. Die Stadt ist gewachsen, der Wohlstand seiner Bürger ebenfalls, Handwerker haben sich in Zünfte organisiert, der nationale und internationale Handel floriert – doch es gibt es auch viele Probleme. Der Unmut der Bevölkerung wächst, der Rat der Stadt kann nicht jedem Berufszweig gerecht werden, eine gewisse soziale Unruhe breitet sich in den Straßen und Häusern von Varennes aus. Der Neid auf die „erfolgreichen“ Juden, die wie in vielen anderen Städten auch, in ihrem eigenen Viertel leben, entfaltet sich zu einem riskantem Hass. Auch die Familie Fleury hat ihre Probleme: Josseline Fleury, ein angesehener Kaufmann und Ratsmitglied verschenkt, große Teile seines Besitzes an die Kirche um seine Sünden reinzuwaschen. Sein Sohn Cesar, der ebenfalls Kaufmann ist, bekommt damit erhebliche wirtschaftliche Probleme und sieht berechtigterweise, die Existenz seiner Familie gefährdet. Adriannus, auch genannt Adrien Fleury studiert Medizin an der Fakultät Montpellier. Mit seinem wachem Geist, und seinem querdenkendem, aber wissenschaftlichem Fokus, gerät er in einem Konflikt mit der traditionellen Schulmedizin und wird kurz vor der Abschlussprüfung rausgeschmissen. Seine erworbenen, medizinischen Kenntnisse und seine tatkräftige Hilfe bei einem ansässigen Wundarzt bereiten ihn allerdings auf eine epochale Katastrophe vor, die Europa heimsuchen wird – der Pest. Spielte die Handlung des dritten Teils „Das Gold des Meeres“ größtenteils, wie der Titel schon preisgibt auf den Meeren, konzentriert sich der Autor mit nun auf die Stadt Varennes. Fast alle Haupt- und Nebenhandlungen komprimieren sich innerhalb dieser Stadtgrenzen und mit ihnen alle Probleme. Das Thema Medizin im Mittelalter, ist uns spätestens seit Noah Gordons „Der Medicius“ wohlbekannt. Auch Daniel Wolf befasst sich zu einem großen Anteil mit diesem sehr interessanten und vielfältigen Beruf. Das ist auch gut so, denn wenn sich schon die ersten drei Bände fast ausschließlich mit kaufmännischen Herausforderungen befassen, warum nicht mal einen anderen Weg einschlagen. Doch es bleibt nicht nur bei der Medizin; auch Themen wie der aufkeimende und dann später eskalierende Antisemitismus gegenüber der jüdischen Bevölkerung, und der Unmut der Handwerkszünfte wird von Daniel Wolf hervorragend in die Handlungen eingepasst. Natürlich darf die Religion in einem mittelalterlichen Epos nicht fehlen, und so finden auch die Flagellanten und Geisler Einzug in die Handlung. Daniel Wolf baut diese einzelnen Parts gewitzt und gekonnt auf, um diese dann innerhalb der Handlung zu einem Handlungsstrang zu verweben. Großartig gemacht – da sich der Spannungsbogen auf über 900 Seiten nicht abwärts bewegt. Im Gegenteil – die Erzählkunst des Autors ist ein verdammt imposantes Panorama, dem sich der Leser nicht entziehen kann. Größere und kleine Konflikte nicht nur der Hauptpersonen werden bestens in Szene gesetzt, ohne sich dabei in Langwierigkeiten zu verlieren. Die Haupthandlung neben der Medizin und dem „Schwarzen Tod – das große Sterben“ ist die Situation der Juden. Massive Einschränkungen und Übergriffe und spätere hasserfüllte Gewaltorgien werden thematisiert. Aber nicht nur diese Übergriffe, sondern werden vom Autor vielmehr auch die Gründe und Vorurteile auf dem literarischen Tisch gebracht. Auch die soziale Spaltung der Bevölkerung findet seine Gewichtung. Der Zwist zwischen den Patriziern und den Zünften mündet in einem gewalttätigen Aufstand, der auch die jüdische Bevölkerung angreift. „Die Gabe des Himmels“ ist ein großartiges Epos. Fakten und Fiktion feinsinnig miteinander kombiniert. Die Figuren mitunter und größtenteils nicht nur klassisch eindimensional, sondern facettenreich spielend aufgestellt. Die Spannung ist immer vorstellig – im gesamten Roman gibt es keine Passagen, die Langweile aufkommen lassen. Analysiert man die Verteilung der Themen, so hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der Anteil der religiösen Massenhysterie weniger ausgebaut hätte sein können, dafür aber der Ausbruch und die Behandlung der Pest größere Betrachtung finden könnte. Fazit „Die Gabe des Himmels“ ist einer der stärksten, historischen Romane und nach „Das Salz der Erde“ wohl mit der interessanteste und spannendste dieser Reihe. Er ist nicht vergleichbar mit „Der Medicus“, auch wenn es natürlich wenige Parallelen gibt. Jedem Leser empfehle ich allerdings, die Reihe chronologisch zu lesen – es geht auch ohne, doch die Eigenarten und der Einfluss der Familie Fleury versteht man dann doch deutlich besser. „Die Gabe des Himmels“ von Daniel Wolf ist ein historisches Panorama, dass Spannung garantiert und die dunklen Kapitel des Mittelalters etwas heller beleuchtet. Pageturner und ein must-read-titel im historischen Genre. Michael Sterzik

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