Leserstimmen zu
Magonia

M. D. Headley

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Das Cover ist ein Traum. Ich würde wirklich behaupten, dass das mit zu meinen allerliebsten Buchcovern gehört. Ich finde einfach alles daran perfekt. Der dunkle Hintergrund, der aber trotzdem super detailreich ist, die wunderschöne Farbe der untergehenden Sonne, die sich in der Feder wiederspiegelt. Die Feder die sich langsam auflöst und in Vögel wandelt. Einfach nur wunderschön und unglaublich passend zum Buch. Es ist definitiv ein Cover, das mich rein äußerlich berühren kann. Niemals könnte ich daran vorbeigehen, ohne es in die Hand zu nehmen. Ich glaube so viel habe ich noch nie zu einem Cover geschrieben, das muss etwas heißen. Unsere Protagonistin Aza steht kurz vor ihrem sechszehnten Lebensjahr. Sie wächst behütet bei ihrer liebevollen Familie auf, denen bewusst ist, dass Aza keine Lebensdauer hat wie ein gesunder Mensch, denn sie ist schwer krank. Seit sie denken kann verbringt sie schon viel Zeit in Krankenhäusern und bei Ärzten. Sie wuchs mit der Gewissheit auf, dass ihr Leben nur von kurzer Dauer sein würde. Das größte Problem an der Sache? Niemand, kein Arzt, weiß was genau ihr fehlt, was genau zu ihren Symptomen führt. Die Handlung der Geschichte lässt sich in zwei Teile trennen. Zu Beginn ist sie das kranke Mädchen, mit dieser wunderbaren und leidenden Familie. Die erste Hälfte des Buches hat mir wirklich unfassbar gut gefallen und ich konnte so gut mitfühlen. Mit Aza, ihren Eltern, ihrem besten Freund Jason. Aza ist eine wirkliche Kämpferin, denn jeder Tag ist eine Qual für sie, noch schlimmer die Ungewissheit darüber, weshalb es ihr so schlecht geht, weshalb sie nur schwer Luft bekommt. Als es dann passierte, als der Tag kam, an dem ihre Qual ein Ende fand waren alle nicht drauf vorbereitet. Selbst wenn sie damit schon seit langer Zeit rechneten. Wie kann man auch jemals dafür vorbereitet sein einen geliebten Menschen zu verlieren? Und plötzlich beginnt der zweite Teil des Buches, nachdem Aza auf einem Schiff wieder ihre Augen öffnet. Wohingegen die erste Hälfte der Geschichte noch realistisch auf der Erde abspielt, befinden wir uns nun in einer ganz anderen Welt. Sie findet sich umzingelt von Kreaturen wieder, die sie noch nie zuvor gesehen hat. Ich möchte über die zweite Hälfte gar nicht zu viel verraten, weshalb ich zum Inhalt an dieser Stelle nicht mehr viel sagen werde. Nur so viel... ich bin unglaublich unentschlossen wie ich dieses Buch nun finden soll. Ich mochte die erste Hälfte wirklich sehr, sehr gerne und konnte jedes Gefühl nachempfinden. Jedoch war es für mich schwer, wahrscheinlich fast genau so schwer wie für Aza, mich in dieser neuen Welt zurechtzufinden und diesen krassen Wechsel anzunehmen. Der Schreibstil hatte für mich etwas poetisches. Er war einfach und doch sehr schön tiefgründig. Mit einfachen Sätzen hat es die Autorin geschafft sehr viele Emotionen rüberzubringen.

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Heyne Verlag, 3. April 2017 "Magonia" hat bereits durch das zauberhafte Cover meine Aufmerksamkeit erregt, das auch super zum Thema passt. Ich war mir dennoch nicht sicher, ob das Buch etwas für mich ist, denn das Thema "schwere Krankheit" ist doch schwierig und ich habe auch manche negative Rezension gelesen. Zum Inhalt: Aza Ray sagt selbst, ihre Vergangenheit besteht aus Krankenhäusern. Sie ist schwer krank, sie kann nicht atmen - oft wacht sie am Morgen im Krankenhaus auf. Auch äußerlich wirkt sie krank und anders. Ihre Eltern und ihr bester und einziger Freund Jason setzen alles daran, sie am Leben zu halten, doch es ist klar, dass sie sterben wird. Dann sieht sie ein Schiff im Himmel und hört Vögel, die nach ihr rufen - halluziniert sie? Das ist das, was ihr am meisten Angst macht: verrückt zu werden. Zwischen ihr und Jason bahnt sich etwas tieferes an, doch plötzlich liegt Aza im Krankenwagen, der Sanitäter kämpft um ihr Leben... und sie findet sich im Himmel auf einem großen Himmelsschiff wieder, dessen Crew sie als lang vermisste Kapitänstochter begrüßt. Nun beginnt ein ganz neues Leben für sie, hier kann sie atmen, hat eine Aufgabe... Meine Meinung: Ich finde, Aza Ray ist ein tolles Mädchen! Sie ist mir sehr sympathisch mir ihrem Sarkasmus und ihrem offenen Umgang mit dem Tod. Da ich bereits wusste, um was es geht, konnte ich mich gut auf sie einlassen und ihr Verhalten nachempfinden. Sie lässt uns schonungslos und ehrlich daran teilhaben, wie besch... das Leben zu ihr ist. Sie hat natürlich große Angst und braucht eine große Portion Kaltschnäuzigkeit und schwarzen Humor, um damit klarzukommen. Das ist das Mädchen, das wir auf den ersten 100 Seiten kennenlernen. Ich war sehr berührt von der Szene, als sie im Sterben liegt - es flossen auch Tränen. Die Welt, welche die Autorin mit Magonia erfindet, ist sehr spannend und interessant, aber viel erfährt man hier noch nicht darüber, da Aza sich fast ausschließlich auf einem Schiff befindet. Das wünsche ich mir, dass es noch ausgebaut wird. Spannend finde ich die kleinen "Faktenwissenhappen", welche die Autorin einbaut und die man am liebsten nachschlagen würde, wie z.B. Sternbilder, die Zahl Pi, der Ganzfeld-Effekt, Gedichte von E.E. Cummings oder Epiphyten. Sie ist auch Drehbuchautorin und Journalistin und begeistert sich für historische Sternatlanten, was sich auch in diesem Werk bemerkbar macht. Vieles in der Geschichte hat einen tatsächlichen historischen Hintergrund. Das Buch hat auch einen moralischen Anspruch mit Themen wie Umweltverschmutzung, saurer Regen, Machtgier und gegenseitiger Hilfe. Das Ende finde ich nicht ganz passend, sondern schwer vorstellbar, aber ich bin gespannt, wie es im Folgeteil weitergeht. Das Buch bekommt von mir drei Sterne und einen extra für das Cover.

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Ich liebe das Cover einfach und dazu hat mich der fantastische Klapptext auch noch sehr neugierig auf das Buch gemacht. "Magonia" bildet den Auftakt zu einer Dilogie Aber Puh irgendwie war die Geschichte nichts für mich. Zunächst bin ich mit den beiden Hauptprotagonisten so überhaupt nicht warm geworden. Aza ist todkrank und versucht das durch ihre sarkastische und zynische Art zu überspielen. Leider wirkte sie auf mich sehr unsympathisch obwohl ich selbst eine gesunde Portion Sarkasmus besitze. Ich konnte ihren Gedankengängen oft nicht folgen und auch ihr Handlungen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Auch ihren besten Freund Jason fand ich etwas...Nunja...seltsam trifft es wohl am Besten. Er hat so einige ungewöhnliche Eigenarten die ihn haben merkwürdig erscheinen lassen. Das nächste Problem hatte ich mit dem Schreibstil. Dieser wirkte sehr nüchtern und irgendwie abgehackt. Es fehlte jegliche Emotion und manche Beschreibungen waren eher stichpunktartig. Die Autorin scheint Schachtelsätzen auch sehr zugeneigt zu sein aber anstatt mich zu fesseln, haben mich diese oft eher verwirrt. Wahrscheinlich konnte ich mir deshalb die "Vogelwelt"Magonia nicht so richtig vorstellen. Keine Frage die Autorin hat eine ausgeprägte Fantasie, allerdings verwirrt sie mich mehr, als dass sie in meinem Kopf mit dem kurz angebundenen Schreibstil Bilder hervor rufen kann. Und obwohl ich düstere Geschichten eigentlich sehr mag waren die ersten 40 Prozent des Buches doch sehr drückend. Der 2.Teil ist bisher im Deutschen noch nicht erschienen, aber ich würde diesen leider auch nicht lesen. Mein Fazit "Magonia" hat mit dem traumhaften Cover und dem fantastischen Klapptext leider zu viel versprochen. Der abgehackte und nüchterne Schreibstil haben es mir schwer gemacht mich auf die Geschichte einzulassen. Leider war "Magonia" für mich kein Lesevergnügen.

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Als Leser begleitet man Aza, welche durch eine unbekannte Lungenkrankheit nur schwer atmen kann und immer wieder um ihr Leben kämpfen muss. Zu Verwunderung aller stirbt sie nicht wie erwartet bereits als Kleinkind, sondern lebt Jahr um Jahr weiter. Immer an ihrer Seite, Jason. Ihr bester Freund seit Kindheitstagen. Doch als der Tag kommt, vor dem alle Angst haben, landet Aza in der Welt von Magonia. Dort ist sie nicht das kranke Mädchen, sondern eine kräftige und gesunde junge Frau. Doch plötzlich sieht sie sich zwischen dem Krieg zweier Welten - Magonia und der Erde... Der Einstieg in die Geschichte erschien mir keineswegs zu lang, denn so konnte man Aza erst einmal kennen lernen. Man brauchte den Anfang um zu verstehen, wer Aza ist und wie sie seit ihrer Geburt leidet. Aza ist eine direkte, sarkastische und oft auch in sich zurückgezogene Fünfzehnjährige, welche Bücher, Filme und die Wissenschaft liebt. Sie ist auf ihre Art einzigartig und so hofft man als Leser inständig, dass sie wie durch ein Wunder wieder gesund wird. Natürlich weiß man gleichzeitig, was passieren wird, denn man hat den Klappentext vorher gelesen - und so wartet man auf das Unabdingbare. Headley schafft es dabei den Leser emotional zu packen und ihn in eine schwierige Lage zu bringen. Man will das Aza lebt, aber gleichzeitig wartet man darauf das sie stirbt. Was? Ja so ist es! Denn auch wenn man keinem den Tod wünscht, so weiß man doch, dass Magonia auf einen wartet und so ist es ein innerer Kampf zwischen Neugierde, Trauer, Hoffnung und Angst. Die Welt welche die Autorin, basierend auf dem Mythos, erschaffen hat, ist einfach genial. Wie gerne würde ich mit einem Schiff durch Magonia segeln. Mitten auf den Wolken, umgeben von sturmerzeugenden Walen und mit meinem eigenen kleinen Vogel eines der magonischen Lieder singen. Die Bewohner Magonias finde ich ebenso spannend. Neben den Walen, gibt es gigantische Haie, Tintnefische oder auch riese Fledermäuse. Aber die eigentlichen Bewohner sind halb Vogel, halb Mensch. Haben Federn oder können sich sogar gänzlich in einen Vogel verwandeln. Auch Magie spielt eine große Rolle, in welcher Form mag ich aber nicht verraten - nur eins sei gesagt: In dieser Form habe ich sie noch in keinem Buch gefunden. Headley hat den Mythos um Magonia wunderbar ausgearbeitet und erweitert. Ich konnte mir all die vielen Wesen wunderbar vorstellen und war glatt neidisch auf Aza. Die Autorin schreibt oft in kurzen Sätzen, die aber meiner Meinung nach die Emotionen und Botschaften wunderbar transportieren. Ich fand es sehr leicht in die Geschichte hineinzufinden und konnte das Buch flüssig und schnell lesen. Ich hab es nur ungerne aus der Hand gelegt. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Aza und Jason. Vielleicht habe ich zu viel in die Geschichte interpretiert, aber ich finde das viele wichtige Themen angesprochen werden. Der Tod und wie Menschen damit umgehen - vor allem die erkrankte Person. Die Nachwirkungen, wenn eine geliebte Person einen verlässt - die Isolation und Einsamkeit die aus der Trauer resultiert. Das Verlangen danach, dass es alles nicht wahr ist, sondern nur ein böser Traum. Die Abhängigkeit der Welten voneinander und wie das Leben der Menschen auf der Erde nicht nur die Welt Magonias beeinflussen, sondern auch das Klima und ihr eigenes Leben. Die Wichtigkeit und Anerkennung von Tieren als Lebewesen, Gut und Böse, Unabhängigkeit und die Identitätsfindung (Azas) sind weitere Themen. Ich glaube man kann das Buch sehr "oberflächlich" lesen, aber hinterfragt man hier und da die gesagten Worte, erkennt man viele Themen die einen längerfristig beschäftigen können. "Ich bin bloß die blasse Version eines echten Mädchens, oder zumindest behaupte ich das, wenn ich was von mir preisgebe, worüber ich eigentlich nicht reden möchte, es aber hinter mir bringen muss, damit wir uns besseren Themen zuwenden können." (Aza, S. 13) Ich liebe dieses Buch und würde es jedem, wirklich jedem, empfehlen. Dennoch gibt es auch Punkte die ich ebenfalls kritisieren würde. So fehlten mir ab und zu mehr Erklärungen oder einfach mehr Informationen. Das Ende... nun ich weiß noch nicht ganz was ich davon halten soll, aber da es einen zweiten Band gibt, habe ich es akzeptiert und bin gespannt wie es weitergeht. Fazit: Magonia kann durch eine fantasievolle Welt beeindrucken, in welche man als Leser gerne eintauchen möchte. Die Verbindung dieser Welt mit unserer ist gut ausgearbeitet und der Mythos wurde klasse aufgegriffen. Es passiert viel und man kommt oft aus dem Staunen nicht heraus. Wenn es auch nicht DAS beste Buch ist, so kann es mit einer grandiosen Idee überzeugen. Azas Suche nach sich Selbst und ihrem Leben ist ebenfalls toll umgesetzt - was nicht zuletzt am Schreibstil liegt. Wer fiktive Welten liebt und mal in eine ganz neue und magische Welt eintauchen will, sollte dem Buch eine Chance geben. Ich meine, wer will denn nicht mit Walen durch die Wolken schwimmen?

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Auf Magonia habe ich mich bereits vor dem Release gefreut und umso größer war die Freude, als ich es von Random House als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe. Dafür möchte ich vorab schon einmal bedanken und komme damit gleichzeitig auch meiner Pflicht nach, diesen Artikel als Werbung zu kennenzeichnen. Doch Werbung wird diese Rezension ganz bestimmt nicht, aber kommen wir erst einmal zu den Fakten: Klappentext: Jenseits der Wolken wartet eine ganz eigene Welt – nur auf dich Noch nie hat die 16-jährge Aza irgendwo so richtig dazugehört: In der Schule fehlt sie oft wegen Krankenheit. Das Atmen ist für sie eine Qual. Zudem nimmt sie merkwürdige Dinge wahr, Luftschiffe am Himmel, Vögel, die ihren Namen rufen. Bis auf ihren besten Freund Jason glaubt ihr niemand. Dann stirbt Aza beinahe – und findet sich in Magonia wieder, einem magischen Reich in den Wolken. Und plötzlich ist Aza keine Außenseiterin mehr, hier oben ist sie stark und die Tochter einer Luftschiffkapitänin. Eine große Aufgabe wartet auf Aza- doch ist sie bereit dafür? Ihr Herz hängt noch an der Erde, vor allem an Jason… Details: * heyne fliegt * 362 Seiten * Hardcover * 16,99 € * Erschienen am 03.04.2017 * Fangen wir mit den schönen Dingen an und den Punkten, die mich an Magonia wirklich begeistern konnten, um nicht gleich so negativ starten zu müssen. Als ersten Punkt und das ist auch das, was man als Leser ja zuerst wahrnimmt, möchte ich das Cover erwähnen. Gott, ich bin so verliebt! Ich finde es so unfassbar schön mit dem Farbverlauf, die Farbauswahl überhaupt und durch den Glanzdruck der Feder und der Vögel sind es sehr hochwertig und wunderschön aus! Tja, und als Coverlover war ich dem Ganzen schon verfallen! Aber seid mal ehrlich, ist es nicht ein Traum? Ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus und war schon beim Auspacken völlig fasziniert! Nächster Punkt: Aza auf der Erde. Ich liebe Azas Art auf der Erde. Sie versucht die Starke zu sein, so zu tun, als würde ihr ihre Krankheit keine Angst machen und die Vorstellung zu sterben sie nicht halb in den Wahnsinn treiben. Sie versteckt sich hinter einer Fassade aus Selbstironie, Abgeklärtheit und ein wenig Arroganz, häuft sinnloses Wissen an und mag so ziemlich all das, was sie in ihrem Alter vielleicht noch gar nicht so interessieren sollte. Man möchte sie als altklug bezeichnen und mir gefällt Aza unheimlich gut, auch wenn sie bestimmt eine anstregende Freundin wäre, was Jason bestimmt anders sieht, denn er ist ihr bester Freund. Vielleicht auch mehr. Auch Jason legt im ersten Moment ähnliche Charakterzüge an den Tag und ich kann mir die beiden sehr gut als das schräge, nerdige Pärchen in der Schule richtig gut vorstellen. Außenseiter, die sich gefunden haben und diese Vorstellung gefällt mir richtig gut. Was mir wiederum weniger gut gefällt, ist der Punkt, dass ich im Netz immer einen anderen Klappentext zu lesen bekommen habe und zwar folgenden: Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft … Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen… …und dieser weckte auch mein Interesse an dem Buch. Per se ist dieser natürlich genauso zutreffend, aber mit dem feinen Unterschied, dass er 1. viel weniger Informationen enthält, als der Klappentext, der auch wirklich auf dem Buch steht (oben vermerkt) und 2. ich das Buch gar nicht zur Hand genommen hätte, wenn ich auch den Buchklappentext irgendwo gelesen hätte, denn ich bin weiß Gott kein Vogelfan. Nein, ich finde sie gruselig mit ihren Knopfaugen und dem starren Blick und dass ihre Knochen hohl sind, macht die Sache nicht besser. Sie sind mir echt suspekt und so konnte mich der Mittelteil, also so ziemlich alles, was in Magonia passiert, überhaupt nicht von sich überzeugen. Selbst wenn ich den Vogelaspekt beiseite schiebe, fällt mir praktisch nichts Gutes ein, das man erwähnen könnte. Die Handlung wird plötzlich in einem Tempo vorangetrieben, dass ich schnell den Überblick verloren habe und auch die Aufgabe, die Aza bevorsteht, ist für mich völlig an den Haaren herbeigezogen. Außerdem- und das ärgert mich richtig- was ist plötzlich mit Aza los? Während sie auf der Erde als kleines, kränkelndes Mädchen eine absolut coole Socke und war alles hinterfragte, spielt sie in Magonia das brave Schoßhündchen von Leuten, die sie praktisch nicht kennt und sagt zu allem Ja und Amen? Nee, also, echt mal… Das kann es doch nicht sein! Letztendlich haben wir also einen umwerfenden Start, bei dem ich nicht nur Tränchen in den Augen hatte, sondern wirklich, richtig heulen musste. Heulen, nicht weinen! Das hat mir so viel Hoffnung gemacht, aber nein… Meine Rettung waren zwischendurch die Kapitel aus Jasons Sicht, denn auch die waren wieder sehr emotional und auch nachvollziehbar und auch das Ende war wieder sehr schön. Nur bei den Kapiteln in Magonia scheint sich die Autorin verzettelt zu haben. Sehr schade, denn es wurde viel Potential verschenkt. Um einen logischen Handlungsablauf aufbauen zu können, hätte das Buch gute hundert Seiten mehr benötigt, so würde ich ihm bestenfalls drei Sterne zugestehen. Ganz nach dem Motto „Stark begonnen und stark nachgelassen!“…

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Magonia

Von: Sine

17.09.2017

Fazit: Als ich das Buch das erste Mal gesehen habe, hat es mich schon gepackt. Es war anders, irgendwie. Aza und ihre Krankheit und Jason, alle haben mich in ihren Bann geschlagen. Dann passierte das unglaubliche und das war einfach so unwirklich. Wirklich unwirklich und nicht so recht glaubhaft. Alle waren so geheimnisvoll und wollten nicht viel preisgeben. Das hat mich etwas gestört, denn kann man nicht einfach was erklären? Einige Zeit später hat Aza dann auch Glück und ihr werden ein paar Dinge erklärt, dass reißt das Ruder etwas rum und die Geschichte nimmt die Fahrt bis zum Ende auf. Also durchaus gelungen mit ein paar Schlenkern, würde ich sagen. Bewertung: Aza leidet seit sie klein ist an einer Lungenkrankheit und verbringt damit ihre Zeit viel zu Hause und im Krankenhaus. Es ist eine seltene Krankheit, die bisher nur sie hat und auch ihren Namen trägt. Sie bekommt oft schlecht Luft, bis sie Magonia sieht, das fliegende Schiff, auf diesem sie endlich Luft bekommt. Aza wird wohl sterben und sieht hat es auch eingesehen, nur die Menschen in ihrer Umgebung nicht ganz, jedenfalls nicht damit abgeschlossen. Sie schlagen Dinge vor, packen sie am liebsten in Watte, damit sie ihr helfen, damit helfen sie ihr aber so gar nicht. Aza hasst das. Es ist schon etwas traurig, denn sie will bestimmt auch normal sein, auch wenn sie gerne andere mit solchen Sachen vor den Kopf stößt. Es ist eine Art Schutzmechanismus, weil sie es einfach anders nicht ertragen kann. Die Blicke und Reden, was ich auch gut nachvollziehen kann. Denn sie wird irgendwann nicht mehr da sein und nicht die anderen. Und dann gibt es Magonia was einfach nur unwirklich wirkt. Das kommt bestimmt auch davon, dass Aza es auch so empfindet. Wie eine Halluzination. Vorher war es ganz gut zu lesen, aber da kommt ziehe ich oft nur die Stirn in Falten. Viel wird Aza nicht wirklich erklärt, was ich schon ärgerlich finde. Das nervt mich wirklich, warum kann ihr niemand was erklären, noch nicht mal das Grundlegende. Das war wirklich nervig. Irgendwann wird mir und ihr dann auch etwas erklärt und das freut mich. Es schwingt alles in eine andere Richtung wieder und ich finde es ab dem Moment wieder sehr spannend, bis zum Ende hin. Es hört sich wirklich so an, als ob es ein Mehrteiler werden könnte. Charaktere Aza ist sehr direkt und verschreckt gerne Leute oder tut ein auf Mitleidsmasche, damit sie das bekommt was sie will. Meistens Ruhe. Sie ist kämpferisch drauf und mag gerne Leute gegen die Wand fahren lassen. Sie mag sonst kein Mitleid, obwohl sie es einsetzt. Sie liest gerne und ist wissbegierig und doch schon intelligent. Jason ist ihr einziger richtiger Freund. Er ist anders als die anderen und sie bekommt von ihm kein Mitleid oder reden über die Krankheit. Er ist auch ein kleiner Rebell und schwimmt gerne gegen den Strom, ist aber gerne an Azas Seite. Er wirkt recht sympathisch, besonders da er Aza aufmuntern zu scheint. Die späteren Charaktere die auftauchen, wirklich alle erst sehr unangenehm, viele tauen erst nach einer Zeit auf und es scheint sich noch einiges mehr hinter ihnen zu verstecken. Dai mochte ich auf eine Art, genau wie Caru. Ich hoffe, wenn es einen weiteren Band gibt, dass sie wieder auftauchen.

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Laut eigener Aussage gehört Maria Dahvana Headleys wahre Leidenschaft den fantastischen Geschichten und das Ausmaß dieser sog. Leidenschaft spiegelt sich in ihrem Buch wider. Gott hat die Welt mit seinem Wort erschaffen und auch Maria Headley ist dieses Wunder mit "Magonia" gelungen. Versteht mich nicht falsch, für mich persönlich ist "Magonia" nicht mal annährend das beste Buch dieses Jahres gewesen, aber bei Weitem das Buch mit der originellsten Idee. Das Buch habe ich freundlicherweise von der Verlagsgruppe Random House als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, doch leider ist es schon ein paar Monate her, dass ich es gelesen habe und ich habe es versäumt, zeitnah eine Rezension dazu zu schreiben. Tja, und nun sind meine Erinnerungen nicht mehr so frisch, aber ich möchte euch trotzdem von diesem Buch erzählen – es euch empfehlen. Schon der Beginn der Story stach mir ins Auge: Wir schlüpfen in die Haut von Aza Ray Boyle, einem 16-jährigen Mädchen mit einer unheilbaren Lungenkrankheit, die kein Arzt wirklich erklären kann. Nur eines ist sicher – nämlich dass Aza nicht mehr lange zu leben haben wird, doch die Geschichte steuert nicht auf ihren Tod hin, sondern auf ihre Wiedergeburt. Aza Ray kommt in Wirklichkeit gar nicht von der Erde – sondern aus Magonia, einer Welt, in der der Himmel das Meer ist und Schiffe durch von fliegenden Walen erschaffene Wolken gleiten. Die fundamentalen Fragen, die sich dem Mädchen in Folge dessen ergeben, werfen sie in eine Identiätskrise, die Maria Headley auf ihre ganz eigene Art und Weise beschreibt. "Irgendwie wünsche ich mir, ich hieße auch Thor. Das klingt so kriegerisch. Aber nein. Aza. Benannt nach was? Nach niemandem. – Seite XY" Maria Headley arbeitet hier zum Großteil mit sehr kurzen, prägnanten Sätze, um Azas köstlichem Sarkasmus *schmunzel* mehr Tiefe zu verleihen (so hatte ich das Gefühl). Ehrlich gesagt brauchte ich einige Seiten um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, aber dann hat es "Peng" gemacht und ich war in der Geschichte drin. Letztendlich war ich in Gedanken so unglaublich nah am Geschehen des Buches, dass es sich für mich sogar so angefühlt hat, als ob ich es selber miterlebt bzw. einen Zuschauerplatz in der ersten Reihe eingenommen hätte. Es sind vor allem die Charaktere, die die Autorin mit so liebevoller Präzision zeichnet. Die ersten 100 Seiten lernen wir Aza kennen, ihre Familie und auch ihren besten Freund Jason und obwohl Aza eine sehr verbitterte und bissige Figur ist, mochte ich ihre Art auf Anhieb sehr gerne. Auch Jason, der ein verkanntes Genie ist, das bereits seine eigenen Erfindungen verkauft, mochte ich sehr gerne. Gerade, weil nicht alles, was Maria D. Headley in der Geschichte schreibt ausgedacht ist, sondern einige der Dinge sogar auf realen Recherchen und wahren Mythologien beruhen, ist das Konstrukt „Magonia“ so einzigartig und kreativ und besonders. Gleichzeitig liegt meines Empfindens nach hier aber auch der Schwachpunkt der Geschichte, denn an einigen Stellen hatte ich den Eindruck, dass in die 360 Seiten wahnsinnig viel reingestopft wird. Dadurch bekommt die Geschichte zwar ein sehr schnelles Tempo, aber ich hätte mir dennoch an einigen Stellen eine Pause gewünscht, um mit mehr Informationen gefüttert zu werden. Einige Dinge blieben mir bis zum Schluss zu abstrakt und überstiegen mein Vorstellungsvermögen, so dass ich nicht immer nachvollziehen konnte, was gerade vor sich geht und wieso. FAZIT Maria Headleys lyrischer Schreibstil, der ebenso wie die Charaktere und der Weltenbau die Einzigartigkeit des Romans ausmacht, macht das Buch trotz kleiner Schwächen zu einer absoluten Leseempfehlung.

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Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft … Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen … Magonia ist eine extrem fantasievolle Geschichte, die meiner Meinung nach eine tolle Idee enthält, diese aber nicht so gut umgesetzt wird, wie ich es erwartet hatte. Zu Anfang lernen wir die ziemlich sarkastische und ehrliche Aza Ray Boyle kennen, die an einer seltenen und unerklärlichen Krankheit leidet. Mit dem Gedanken, bald zu sterben und ihren 16. Geburtstag womöglich nicht mehr zu erleben, hat sie sich längst abgefunden. Doch dann geschieht etas merkwürdiges und Azas Welt wird nicht mehr die selbe sein – genau wie sie selbst. In den ersten Kapiteln war der Schreibstil der Autorin (die ich vorher nicht kannte) sehr flüssig und humorvoll geschrieben, weshalb ich die ersten 100 Seiten schnell durch hatte. Aber als die Geschichte ihre heftige Wendung nahm, konnte ich teilweise nicht wirklich wieder in den Lesefluss kommen und legte das Buch oft beiseite, was ich sehr traurig fand. Das lag zum Teil wirklich daran, dass, obwohl ich Fantasy liebe, viele Dinge passierten, die lange ungeklärt blieben und für mich einfach zu unrealistisch waren. Das Buch ist ab 14 Jahren, was ich eigentlich auch empfehle, aber an manchen Stellen lies das Potenzial einfach nach und ich konnte nur mit dem Kopf schütteln. Die Autorin erklärte viele Situationen ungenau und Personen kreutzen wie aus dem Nichts auf, was mich teilweise echt verwirrt hat! Andererseits waren die Verbindungen, die zwischen der Erde und Magonia, der neu entdeckten Welt, sehr passend und kreativ. Meine Kritik soll aber auch nicht heißen, dass ich das Buch im Gesamten schlecht fand. Wäre das der Fall gewesen, hätte ich es nicht beendet, denn irgendwie wollte ich trotzdem wissen, wie es mit Aza und ihrem neuen Leben weitergeht. An anderen Passagen gefiel mir die Story richtig gut und die Aufmachung und die vielen Details innerhalb der Texte waren wunderschön! Allgemein kann ich mit Sicherheit sagen, dass ich das Buch nicht rereaden würde, aber für eingefleischte Fantasy Fans ist dieses Buch vielleicht ein Tipp!

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