Leserstimmen zu
Geständnisse

Kanae Minato

(47)
(21)
(6)
(1)
(0)
Taschenbuch
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Sehr gelungen

Von: Tesorino27

07.10.2018

Geständnisse Ein Buch was mich von der ersten Sekunde nicht mehr los gelassen hat, direkt am Anfang hatte ich einen Klos im Hals . Was wahrscheinlich normal ist , Kinder sind irgendwie ne tabuzone die noch mehr weh tut, als wenn es ein erwachsener ist. Die Lehrerin und Mutter Moriguchi Überzeugte mich mit Ihren taten und ihren Schmerz, was völlig verständlich war . Obwohl am Anfang das Gefühl rüber kam , das sie sehr mechanisch war . Was man aber nachvollziehen kann , das man unter Schock steht aber funktionieren muss . Das einzigste was etwas störend in diesem kopfkino war, waren die Monologen die aneinander gereiht waren und das die Perspektiven sich ständig änderten . Aber die Mischung zwischen vorhersehbar und verblüffend war berauschend. Es haperte zwar mit dem Schreibstil , aber im großen und ganzen war das Buch spannend und hielt das Versprechen was ich erwartet hatte. Das Ende war schockierend . Viele werden den Film kennen und wenn ich den Film mit dem Buch vergleichen soll , bin ich 101 Prozent bei dem Buch obwohl der Film ziemlich am Vichy abgelehnt ist . Eine lese Empfehlung ist es Aufjedenfall .

Lesen Sie weiter

SCHOCKIEREND! Nicht nur das Buch selbst, sondern auch das ich fast nichts in der Bloggerwelt von diesem kleinen Thrillerschatz gesehen habe. Nur Dank der großartigen Nessi bin ich überhaupt darauf aufmerksam geworden & holy moly, THANK GOD! Diese knapp 300 seitige Geschichte ist ein Paradebeispiel für einen wirklich gut durchdachten Psychothriller. Mit den verschieden Erzählperspektiven nimmt auch die Erzählform noch einen besonderen Teil der Spannung ein & trotz der vielen verschiedenen Informationen wurde ich wieder & wieder überrascht. Zudem beherrscht Kanae Minato jede ihrer Erzählformen, haucht den zunächst unnahbaren Charakteren den nötigen Gruselfaktor ein & hinterließ bei jedem Kapitel das Gefühl von Beklemmung, Angst und den Zwang weiterlesen zu müssen. Das erste Kapitel ist ein reiner Monolog und war für mich nicht die beste Art des Erzählens, doch inhaltlich war es an Fassungslosigkeit kaum zu steigern. Danach folgen Erinnerungen, (Folge-)Ereignisse und Gedanken der Täter. Oder Opfer? Hier gibt es keine Schubladen – Charaktere, hier gibt es nur Taten die wie Dominosteine, einer nach dem anderen, fallen. Und dabei bleibt das Ganze dann auch noch irgendwie distanziert. Man schaut nur zu, was für mich das Gesamtkonzept vollendet. Und dann dieses Ende. Es ist ein bisschen offen, aber es passt auch wieder in dieses Konstrukt des nie endenden, heimtückischen Karussells. Das Cover .. ich finde es wirklich schön. So schlicht & doch auch wieder so unheimlich, nur passt es für mich nicht so richtig zur Geschichte, außer ich interpretiere einfach ein bisschen herum. Schlussendlich denke ich, wird mir dieses Buch noch eine Weile im Kopf erhalten bleiben & ich bin mir sicher, dass ich irgendwann noch einmal danach greifen werde. So ist es für mich ein Highlight & eine ganz klare 5 von 5 Punktlandung!

Lesen Sie weiter

SCHOCKIEREND! Nicht nur das Buch selbst, sondern auch das ich fast nichts in der Bloggerwelt von diesem kleinen Thrillerschatz gesehen habe. Nur Dank der großartigen Nessi bin ich überhaupt darauf aufmerksam geworden & holy moly, THANK GOD! Diese knapp 300 seitige Geschichte ist ein Paradebeispiel für einen wirklich gut durchdachten Psychothriller. Mit den verschieden Erzählperspektiven nimmt auch die Erzählform noch einen besonderen Teil der Spannung ein & trotz der vielen verschiedenen Informationen wurde ich wieder & wieder überrascht. Zudem beherrscht Kanae Minato jede ihrer Erzählformen, haucht den zunächst unnahbaren Charakteren den nötigen Gruselfaktor ein & hinterließ bei jedem Kapitel das Gefühl von Beklemmung, Angst und den Zwang weiterlesen zu müssen. Das erste Kapitel ist ein reiner Monolog und war für mich nicht die beste Art des Erzählens, doch inhaltlich war es an Fassungslosigkeit kaum zu steigern. Danach folgen Erinnerungen, (Folge-)Ereignisse und Gedanken der Täter. Oder Opfer? Hier gibt es keine Schubladen – Charaktere, hier gibt es nur Taten die wie Dominosteine, einer nach dem anderen, fallen. Und dabei bleibt das Ganze dann auch noch irgendwie distanziert. Man schaut nur zu, was für mich das Gesamtkonzept vollendet. Und dann dieses Ende. Es ist ein bisschen offen, aber es passt auch wieder in dieses Konstrukt des nie endenden, heimtückischen Karussells. Das Cover .. ich finde es wirklich schön. So schlicht & doch auch wieder so unheimlich, nur passt es für mich nicht so richtig zur Geschichte, außer ich interpretiere einfach ein bisschen herum. Schlussendlich denke ich, wird mir dieses Buch noch eine Weile im Kopf erhalten bleiben & ich bin mir sicher, dass ich irgendwann noch einmal danach greifen werde. So ist es für mich ein Highlight & eine ganz klare 5 von 5 Punktlandung!

Lesen Sie weiter

Ich glaube, das war nach „Battle Royale“ erst mein zweiter Roman überhaupt aus dem asiatischen Raum und ich war sehr gespannt darauf, inwiefern sich die Kultur einerseits in der Geschichte selbst zeigen wird, sich aber andererseits auch auf den Erzählstil auswirkt. Eines wurde dabei sehr deutlich: Die Japaner gehen mit ihren Charakteren nicht zimperlich um, denn wie bereits in „Battle Royale“, war auch „Geständnisse“ auf subtile Art sehr viel düsterer, als ich es von europäischen oder amerikanischen Thrillern gewohnt bin. Ich kann dabei gar nicht mal richtig mit dem Finger darauf deuten, was ich damit meine, aber mich hat während des gesamten Buches ein sehr beklemmendes Gefühl begleitet, dass durch die teilweise schon sehr verstörenden Geschichten der einzelnen Charaktere verursacht wurde, ohne dass diese so reisserisch ausfielen, wie man es aus amerikanischen Thrillern gewohnt ist. Das erste Kapitel fängt direkt schon sehr zermürbend an. An dieser Stelle muss ich allerdings erwähnen, dass es mir fast unmöglich erscheint, überhaupt irgendetwas zum Inhalt des Buches zu sagen, ohne nicht zumindest einen kleinen Spoiler zu erwähnen. Ich beschränke mich hierbei aber ausschliesslich auf das erste Kapitel (das auch schon in der offiziellen Inhaltsangabe angerissen wird), so dass ihr die ganzen restlichen Kapitel spoilerfrei geniessen könnt. Wir lernen zuerst die Klassenlehrerin Yuko kennen, aus deren Perspektive das erste Kapitel geschildert wird. Sie spricht dabei direkt zu ihrer Klasse und erzählt, wie ihr erst 4-jährige Tochter von ausgerechnet zwei ihrer Schüler umgebracht wurde. Statt die beiden anzuzeigen, hat sie sich als „Bestrafung“ etwas ganz Anderes ausgedacht und die beiden durch einen perfiden Plan zu einer Art „psychischer Folter“ gebracht, die massgeblich an den Entwicklungen der darauffolgenden Handlung beteiligt ist. An dieser Stelle musste ich schon einmal schwer schlucken, denn was sich die Lehrerin (oder besser gesagt die Autorin) da ausgedacht hat, wäre mir nie im Leben in den Sinn gekommen und ist schlicht und ergreifend als krank zu bezeichnen. Trotzdem fand ich ihren Plan etwas weit hergeholt und hatte schon von Anfang an meine Zweifel, ob das, was sie sich als Bestrafung ausgedacht hat, in der Realität überhaupt funktionieren kann. Und meine Zweifel waren berechtigt, wie es sich am Ende herausstellt. Nach diesem äusserst verstörenden, aber gleichzeitig neugierig machenden Anfang, wird in den darauffolgenden Kapiteln jeweils aus der Sicht von allen direkt oder indirekt beteiligten Charakteren erzählt, wie es ihnen vor dieser Szene im Klassenzimmer ergangen ist und wie es nach Yukos Verkündung, dass sich zwei Mörder in der Klasse befinden, weitergegangen ist. Dabei kommen auch die beiden Hauptverdächtigen zu Wort und man erfährt nach und nach, was in ihren Köpfen vorgegangen ist – und das grenzt wahrlich schon an Psychopathie. Während man die einzelnen Charaktere besser kennenlernen konnte, habe ich mich aber je länger je mehr gefragt, wo die Geschichte eigentlich hinführen soll und wie sie überhaupt enden soll. Das passiert dann leider irgendwie unbefriedigend und abrupt. Minato zeigt zwar, dass sie das Talent für subtile Bösartigkeit in Worte fassen kann, aber mir hat insgesamt ein roter Faden gefehlt. Das alles wirkte auf mich letztendlich so unfertig und nicht richtig abgerundet. Es war zwar erschreckend zu sehen, welches Ausmass dieses „Experiment“ der Klassenlehrerin für Folgen hatte, aber so richtig glaubhaft kamen mir die Handlungen nicht rüber. Vielleicht liegt das aber auch an den Kulturunterschieden, dass mir einiges so haarsträubend und unrealistisch vorgekommen ist und in Japan sind diese Begebenheiten gebräuchlich. Fazit: Die Geschichte glänzt vor allem mit ihrer verstörenden, subtilen Bösartigkeit, die man nicht so recht glauben will, folgt dabei aber leider keinem ersichtlichen roten Faden. Das Buch ist dadurch zwar einerseits kurzweilig und liest sich schnell weg, wird mir andererseits aber vermutlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben. Deshalb vergebe ich dem Buch 3.5 Sterne.

Lesen Sie weiter

Die kleine Tochter der alleinerziehenden Lehrerin Moriguchi ist im Schulschwimmbad ertrunken; ein tragischer Unfall, wie es scheint. Wenige Wochen später kündigt Moriguchi ihre Stelle an der Schule, doch zuvor will sie ihrer Klasse noch eine letzte Lektion mit auf den Weg geben. Denn sie weiß, dass ihre Schüler Schuld am Tod ihrer Tochter haben. Mit einer erschütternden Offenbarung setzt sie unter ihnen ein tödliches Drama um Schuld und Rache, um Gewalt und Wahnsinn in Gang, an dessen Ende keiner – weder Kind noch Erwachsener – ungeschoren davonkommt. Die Los Angeles Times hat gesagt das sei "das feinste böse Buch des Jahres". Und vielleicht liegen die damit gar nicht so falsch. Dieses Buch hat mich beeindruckt. Und zwar aufgrund des Stils. Es ist für mich typisch japanisch. Geradezu monoton wird hier eine unglaubliche Geschichte erzählt, die doch so sehr nachzuvollziehen ist. Was tut eine Mutter, deren Kind tot ist und sie weiß, die Täter sind ihre Schüler? Zu jung um vom Staat angemessen bestraft zu werden. Ist es richtig, eine Art Selbstjustiz zu vollziehen? Oder doch nicht? Wie sehen es alle Beteiligten ganz für sich? Jedes Kapitel läßt Eine aller beteiligten Personen zu Wort kommen und aus seiner/ihrer Sicht erzählen. Und da bleibt einem manchmal einfach der Mund offen stehen. Ein Buch das vielleicht harmlos erscheint, aber am Ende einfach ein Knaller ist. Ich gebe definitiv fünf von fünf Sternen und empfehle dieses Buch für den Lesesommer 2018!

Lesen Sie weiter