Leserstimmen zu
Schwesterherz

Kristina Ohlsson

Martin Benner (1)

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Als ein junger, ungepflegter Mann im Büro des Anwalts Martin Brenner auftaucht, will dieser ihn am liebsten so schnell wie möglich wieder loswerden. Bei dem jungen Mann handelt es sich um Bobby Tell, dem Bruder der berühmt berüchtigten Sara Tell. Sara Tell ist eine geständige, fünffache Mörderin, die sich vor einer Verurteilung das Leben genommen hat. Ihr Bruder verlangt, dass Brenner den Fall wieder aufrollt, da er davon überzeugt ist, dass seine Schwester Opfer eines Komplotts geworden ist. Zunächst weigert sich Brenner, den Fall anzunehmen, doch als immer mehr Indizien auftauchen, die Bobby Tells Vermutungen bestätigen, beginnt Brenner sich für Sara Tells Schicksals zu interessieren. Doch er begibt sich auf gefährliches Terrain und bringt sich und seine Familie in höchste Gefahr. http://readplaybloggt.blogspot.de/2017/10/roman-schwesterherz-von-kristina-ohlsson.html

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Meine Rezi zu" Schwesterherz" von Kristina Ohlsoon Ein Thriller der sehr langatmig gehalten Ist,ich kam nicht wirklich in die Story hinein, eine regelrechte Berg und Talfahrt, die man sich nicht wirklich zusammenreimen kann. Viele Dinge erfährt man scheinbar nicht und anderes kann man nicht richtig zuordnen. Das einzig sichere ist wohl, dass Sara Tell Teil eines Prostituiertenrings war und einen Sohn hatte, der seit ihrem Tod verschwunden ist. Scheinbar soll man im zweiten Band die Aufklärung bekommeb , was für mich auch ein klares No Go ist. Bislang hat man nur ein Bündel merkwürdiger Fakten präsentiert bekommen, die noch keinen wirklichen Zusammenhang ergeben. Hoffentlich nimmt die Geschichte im zweiten Teil endlich Fahrt auf....

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Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an … Mal wieder habe ich geräubert beim bloggerportal und bin fündig geworden bei Kristina Ohlsson. Ich wollte einen schwedischen Krimi, der aber nicht so fürchterlich dramatisierend ist, also dachte ich, ich schau mal in ihre neue Serie rein (also um genau zu sein, es sind nur zwei Teile ;-) ) und lasse mich unterhalten. Und ich muss sagen: Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich tatsächlich so zwiespältige Gefühle beim Lesen hat erleben lassen. Erst einmal zur Story. Die Handlung ist gut, reißt mich mit und es gibt schöne falsche Fährten. Von Anfang an will man wissen, was es mit dieser seltsamen Geschichte auf sich hat. Das liegt mit Sicehrheit auch an der eher unkonventionellen Weise, mit der Ohlsson zum Teil erzählt. Das Buch beginnt erst einmal mit einem Dialog wie im Drehbuch, bevor es in Martins Ich-Perspektive wechselt. Spannend, weil man auf diese Weise direkt reingeworfen wird in eine Handlung, die man nicht vorhersehen kann. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Handlung an sich schon extrem an den Haaren herbeigezogen ist, das ganze hat eher was von USA als Schweden, wenn ihr wisst, was ich meine. Aber dennoch unterhält die Idee und macht Spaß beim Lesen, man sollte nur nicht unebdingt alles hinterfragen. Klassische "Kopf aus, Unterhaltung an"-Lektüre eben. Ebenso unkonventionell finde ich Ohlssons Entscheidung für den Protagonisten. Und der hat es mir im Laufe des Buchs echt nicht leicht gemacht. Martin Brenner ist ein arroganter, selbstverliebter Oberarsch. Anders kann man es nicht sagen. Der Kerl steht in so einem Widerspruch zu allem, was man eigentlich erwartet von der Hauptfigur eines "finde den wahren Täter und stochere im Trüben"-Krimis. Und gleichzeitig ein liebevoller Vater. Einerseits will man ihm ständig eine runterhauen für seine Oberflächlichkeit, andererseits schafft man es aber nicht, von ihm loszukommen. Er hat was, und ich muss gestehen ich finde ihn als Figur deutlich interessanter als die Charaktere in Ohlssons anderer Serie um Friederike Bermann. Brenner ist ein echter Typ, jemand, den ich zwar nicht mag, dem ich aber trotzdem Begleiter sein will. Das muss man als Autor wirklich erst einmal schaffen. Kann ich das Buch empfehlen? Mit Abstrichen ja. Es ist keine High-Class-Literatur und auch nicht der hochspannendste Krimi aller Zeiten. Aber er ist unkonventionell und macht dadurch sehr viel Vergnügen im Einheitsbrei aus Schweden. Ich will auf jeden Fall den zweiten Teil lesen, weil sie leider mit einem Cliffhanger endet, den man zu Ende gebracht wissen will :-D

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Sein neuer Mandant ist dem Anwalt Martin Brenner zwar alles andere als sympathisch, aber der Fall weckt sein Interesse. Denn seine Schwester soll einen fünffachen Mord begangen haben, hat diesen sogar freimütig gestanden und sich kurz vor dem Prozess selbst getötet. Ihr Bruder Bobby will die Sache aber nicht auf sich beruhen lassen und seine Schwester rehabilitieren. Martin nimmt das Mandat an – nicht ahnend, in welche Gefahr er sich bei seinen Ermittlungen begibt... Kristina Ohlsson hat abseits ihrer Reihe um Fredrika Bergmann mit „Schwesterherz“ einen neuen Thriller verfasst, der jedoch mit dem Nachfolger „Bruderlüge“ eine Einheit ergibt. Die Geschichte wird darin weitererzählt, sodass man am Ende von „Schwesterherz“ einem recht offenen Ende gegenübersteht und viele wichtige Fragen nicht beantwortet werden. Dem sollte man sich bewusst sein und sich darauf einlassen können, wird dann aber mit einem spannenden Roman belohnt. Die oben beschriebene Ausgangssituation ist früh an den Anfang gesetzt und hat so schnell mein Interesse geweckt, und auch wenn die ersten Ermittlungen noch etwas langatmig ausfallen, schimmert nach und nach das Konstrukt hinter dem Fall durch – und dann wird „Schwesterherz“ richtig spannend. Martin selbst begibt sich dabei in hochgefährliche Kreise und deckt hochkriminelle Strukturen auf, die in eine ganz andere Richtung führen als anfangs vermutet. Die vielen kleinen und großen Wendungen halten den Leser bei der Stange und sorgen für aufregende Momente. Und zum Schluss gibt es dann doch noch so etwas wie ein „kleines“ Ende, das die Lust auf den weiteren Teil geweckt hat. Mit Marin Brenner hat sich die Autorin einen sehr speziellen und nicht gerade einfachen Charakter ersonnen. Der Anwalt ist ziemlich narzisstisch veranlagt, dazu arrogant und sexbesessen, kümmert sich aber liebevoll um seine verwaiste Nichte. Ein Zwiespalt, der dennoch glaubwürdig wirkt, eine spannende Rolle, die man immer besser kennenlernt und eine richtig gut gelungene Hauptfigur. Auch die Nebencharaktere haben ihre eigene Aura, die Ohlsson sehr geschickt einzusetzen versteht. Die Sprache hat mir jedoch nicht immer gut gefallen, vieles wirkt abgehackt und verkürzt, sodass sich oft kein wirklicher Lesefluss einstellt. Ob dies ein gewolltes Stilmittel oder eine unerwünschte Nebenwirkung ist, vermag ich nicht zu beurteilen, es hat mich jedoch an einigen Stellen doch gestört. Interessant sind die kleinen Interviewfetzen, die zu Anfang jeden Kapitels eingebaut sind, die rekapitulieren das bisher Gehörte und wecken das Interesse an den kommenden Entwicklungen. „Schwesterherz“ zieht viel Reiz aus seiner schilldernden, ziemlich kantigen Hauptfigur, aber auch der Fall des Anwaltes kann mit einigen spannenden Momenten punkten. Die Autorin zieht ihre Leser immer tiefer in einen Sog, nur um sie dann in einem intensiven Cliffhanger auf die Folter zu spannen. Das allzu offene Ende kommt dann unerwartet, die Fortsetzung mit Bruderlüge lässt aber glücklicherweise nicht allzu lang auf sich warten.

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