Leserstimmen zu
Schweige nun still

Emily Elgar

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Eine junge Frau ringt mit dem Tod. Nur ein Mann weiß, was geschehen ist. Doch er kann die Wahrheit niemanden mitteilen. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm und wirklich sehr einladend. Es wird hier aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, hier zeigt die Autorin immer ein gutes Timing um diese Perspektivenwechsel umzusetzen. Ich finde die Story wird wirklich sehr gefühlvoll erzählt, dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz. Zunächst beginnt sich sehr schnell eine Spannungskurve aufzubauen, dieser kann allerdings nicht immer in der gleichen Intensität während der gesamten Erzählung gehalten werden. Dafür punktet die Autorin hier mit ihren äußerst detailliert beschriebenen Protagonisten. Diese sind für den Leser gut spürbar, man kann sich wirklich gut in ihre Lage versetzen. Im gesamten erscheint die Story gut aufgebaut, glaubhaft und spannend, jedoch verliert sich diese in den Längen etwas. Grundsätzlich hätte ich mir unter einem Psychothriller etwas anderes erwartet, wurde allerdings trotzdem nicht enttäuscht. Von mir gibt’s es dafür 4 von 5 Sterne, da die Spannung eben nicht vollständig während der gesamten Erzählung gehalten werden konnte. Dennoch besticht dieses Buch durch die äußerst gefühlvolle und packende Erzählweise.

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Der Inhalt Eine junge Frau wird in die Station für Koma-Patienten des St. Catherine Hospital eingeliefert, nachdem man sie bewusstlos in einem Straßengraben gefunden hat. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Im Bett neben Cassie liegt Frank, der am Locked-in-Syndrom leidet: Er nimmt alles wahr, kann sich aber nicht mitteilen. Die Menschen um ihn herum verhalten sich so, als wäre Frank gar nicht da. Und so ist er es, der als einziger die Puzzleteile von Cassies Vergangenheit zusammensetzt und erkennt, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt. Denn jemand aus ihrer nächsten Nähe würde alles tun, damit das Schweigen gewahrt bleibt, niemals ans Licht kommt, was wirklich geschehen ist … (Quelle: Goldmann Verlag) Meine Meinung Handlung und Charaktere Anfangs war ich von der Handlung selber nicht überzeugt. Sie plätscherte, nach dem Prolog, sehr vor sich hin. Jedoch muss man hier auch bemerke, dass sehr viele Zeilen und somit auch sehr viel Zeit, für die Ausarbeitung der Hauptcharaktere benötigt wurde. Sie alle haben ihre eigene Geschichte, in der Vergangenheit und Zukunft, und man merkt das Emily Elgar sich sehr viel Mühe bei der Ausarbeitung der Details gegeben hat. Wegen der guten Ausarbeitung kann ich auch sagen dass die drei Hauptakteure mir sehr sympathisch sind. Ja, genau, drei. Natürlich lernen wir Cassie kennen aber auch Frank, auf dessen Sicht ich sehr gespannt war. Überraschender Weise lernen wir aber noch eine dritte Person kennen, die junge Alice, eine Krankenschwester die auf der Station arbeitet, auf welcher Cassie und Frank liegen. Nebenbei lernen wir auch viele Nebenprotagonisten kennen, die einen mehr, die anderen wenigere in die Geschichte eingebunden. Natürlich sind da die anderen Krankenschwestern, die Ärzte aber wir lernen auch Cassies, Alice‘ und Frank’s privates Umfeld näher kennen. Die Haupthandlung, welche man dem Klapptext entnehmen kann, rückte bei mir recht schnell in den Hintergrund. Alice‘ private Sorgen und Frank’s Vergangenheit sind sehr bewegend und haben mich das ein oder andere Mal sehr traurig gemacht. Nebenbei bekommen wir natürlich noch Cassie’s Geschichte mit – welcher aber nicht so viel Platz gewährt wurde wie man meinen sollte. Das finde ich jedoch nicht schlecht, auch wenn ich andere Erwartungen hatte. Zur Handlung ist noch zu sagen das alles medizinische gut recherchiert ist und man sich alles sehr gut vorstellen kann. Das Ende zur Haupthandlung kam sehr plötzlich und wurde sehr schnell „abgefrühstückt“. Dies fand ich etwas schade, vor allem weil man sich Mühe gegeben hat, den Weg dorthin lang und spannend zu gestalten. Zwischendurch gibt es immer wieder neue Enthüllungen oder Vermutungen, welche wie Brotkrummen gestreut werden und bis zum Ende versuchen, den Leser zu verwirren – eine gute Taktik, die nach und nach Spannung aufbaute, welche sich am Ende entlud. Schreibstil Der Schreibstil wirkt auf den ersten Blick nicht besonders, was nicht heißt das er schlecht ist. Es wird sehr gern in, „poetische Metapher“ geschrieben, was Abwechslung bringt und wirklich schön klingt. „Die Ärzte erhalten einen am Leben, wie Kinder einen Schmetterling an einer Schnur festhalten, sie lassen nicht los, sie spielen ihr Spiel verbissen weiter, denn die Apparate abzuschalten, die Schnur loszulassen würde bedeuten, das Spiel zu verlieren, den Schmetterling davonflattern zu lassen, und das darf nicht sein. Da kann man nichts machen, schätze ich. Die Lebenden sind im Allgemeinen besessen vom Leben.“ – Quelle: Schweige nun still von Emily Elgar, Seite 40, Zeile 2-10 Die Kapitel beginnen jeweils mit einer Überschrift, die dem Leser zu beginn mitteilt, um welche Person es hier primär geht. In Alice‘ Kapitel wird in der Ich-Form und in der Gegenwart erzählt, ebenfalls wie in Franks Kapitel. Einzige Ausnahme bilden hier die Kapitel rund um Cassie. Zu Anfang war ich hier verwirrt, denn nach der Ich-Form in den anderen Kapiteln, ist es etwas schwierig in Cassie’s Kapitel reinzukommen. Sie sind nämlich aus der Perspektive einer Dritten Person geschrieben. Ich habe ein wenig Gewöhnungszeit gebraucht, um mich mit Cassie’s Sicht der Dinge, rein literarisch anzufreunden, aber es hat sich gelohnt. Wirkung Als ich das Buch vorhin fertig gelesen habe musste ich mir danach klar machen wie unwichtig mir irgendwann die Haupthandlung war. Ich habe mit beinahe allen Figuren, allen voran Alice, Frank und Cassie, gelitten, mich gefreut, geweint und war geschockt. Ich bin definitiv auf meine Kosten gekommen, was Emotionen betrifft. Sie wurden durch die ausschweifenden Erklärungen und den poetischen Beschreibungen sehr gut transportiert, und haben mich entsprechend berührt. Es war nicht die Spannung welche mich bei diesem Buch hielt, sondern das Schicksal der Protagonisten – Sie lagen mir wirklich am Herzen. Das Buch selber hat mich irgendwie ratlos zurück gelassen, ich fühlte mich alleine und wollte wissen wie es weiter geht – obwohl das Ende nicht offen war. Im Buch ist die Emotion Hoffnung präsent, schwerwiegend, wie die drückenden Schwüle vor einem Sommergewitter. (Ich wollte mich auch mal an Poesie wagen :D) Die Hoffnung über Leben und Tod, in mehr als einer Hinsicht, wörtlich und im Übertragenen Sinne. Und diese Hoffnung keimte auch in mir, und starb auch in mir – das ein oder andere mal. Lesen oder nicht? Lesenswert wenn man sich abseits des Klapptext überraschen lassen möchte und keinen durchgehend, spannungsgeladenen Psychothriller braucht. Ebenfalls lesenswert wenn man gern fernab der Hauptgeschichte wandelt und einen leicht poetischen Schreibstil mit der Liebe zum Detail sucht. Nicht Lesenswert wenn man einen durchgehend, hochspannenden Psychothriller mit viel Blut und Psycho sucht – gibt es meiner Meinung nach hier nicht. Eine hochverwirrende Story findet man hier ebenfalls nicht – dafür eine gut abgerundete, gut recherchierte Story. Hier muss man definitiv wissen was man will. Oder, wie ich, die Erwartungen anpassen. Fazit Ein Buch was für mich ein Überraschungspaket war. Der Klapptext rückte nach kurzer Zeit in den Hintergrund und zwischen den Dialogen und Erzählungen bringen Poetische Metaphern ein wenig Abwechselung. Die Handlung und die Charaktere sind schlüssig und wirklich gut ausgearbeitet, ein Grund weshalb ich dieses Buch empfehle, obwohl es meinen Erwartungen nicht entsprach. Hier sieht man mal wieder – beurteile ein Buch nicht nach seinem Einband, oder eher nach dem Klapptext.

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Schweige!

Von: vickis_books

28.05.2018

Dies war mein erstes Buch von Emily Elgar. Bisher habe ich von der Autorin noch nichts gehört oder gelesen. Ich muss sagen das Cover gefällt mir wirklich gut, doch die Aufmachung des Buches gefällt mir nicht so toll. Es wirkt ziemlich hart und eher unhandlich beim lesen. Dies ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt. Das Buch wird wie in letzter Zeit alle Bücher in verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Protagonisten wechseln sich immer ab und ich komme da manchmal wirklich durcheinander. Das Buch beginnt erst einmal langsam, alle Protagonisten und Geschehnisse werden beleuchtet. Am meisten nimmt mich das Schicksal von Frank mit. Er liegt im Koma und wird von den Ärzten als Hirntod gehalten. Leider bekommt er alles mit. Berührungen, Geräusche, Gerüche, Temperaturen und sogar Schmerzen beim Waschen des Pflegepersonals. Als dann eine Frau namens Cassie nach einem Unfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde, merkt Frank wie Fremde Menschen an das Bett der Frau gehen. Er bekommt alle Dinge mit die Cassie passieren, doch leider kann er sie niemanden mitteilen. Im Großen und Ganzen ist das Buch wirklich gut geschrieben. Als Medizinische Schreibkraft finde ich es umso interessanter das sich ein Psychothriller im Krankenhaus abspielt. Eine wirkliche Spannung kann sich trotzdem nicht immer bei mir aufbauen. Das Buch war aber wirklich gut und man kann es mal lesen. Ich will nicht sagen das es schlecht ist.

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Meinung Schweige nun still fängt relativ ruhig an und lässt sich Zeit, damit die Figuren auf ihre Leseschaft wirken können. Eine Frau liegt nach einem Unfall mit Fahrerflucht im Koma. Und auch wenn sie nichts mitzubekommen scheint, schwirren doch unermüdlich Menschen um sie herum. Einige davon sind ihr gut gesonnen, andere wiederum wollen ihr schaden. Doch der einzige der weiß was wirklich vor sich geht, ist in einer ähnlichen Situation wie sie selbst. Der wahre Horror dieser Geschichte entfaltet sich in den Kapiteln aus Franks Sicht, der unter dem Locked-in-Syndrom leidet. Nach einem Schlaganfall befindet sich sein Körper in einem völligen Zustand der Gelähmtheit. Er kann sich weder bewegen, noch sprechen und seine Augen gehen völlig unsystematisch auf und zu. Doch sein Geist funktioniert einwandfrei. Dies führt dazu, dass er mehr mitbekommt als es einigen Personen lieb ist. Dadurch begibt sich Frank unabsichtlich selbst in Gefahr. Die Art und Weise, wie durch Frank das Gefangensein im eigenen, unbeweglichen Körper beschrieben wird ist wahrlich bedrückend. Emily Elgar zeigt hier ihr Können und erschafft (nicht nur mit Frank) lebensnahe Charaktere, deren Schicksale schnell zu den eigenen werden. Insgesamt sind es hier die Figuren, die den Reiz des Thrillers ausmachen. Durch verschiedene Erzählperspektiven rücken die Ereignisse nach und nach zusammen und werden vor allem durch die involvierten Personen vorangetragen. Viel Zeit wird dem Aufbau des Plots sowie dem Einführen der Charaktere gewidmet. Da bleibt leider wenig Raum für die Auflösung, die nur auf wenigen Seiten runtergebrochen wird. So gemächlich wie die Story am Anfang und bis kurz vor Schluss abläuft, so explosiv ist plötzlich die Stimmung auf den letzten 40 Seiten. Und auch wenn das Katz-und-Maus-Spiel seitens der Autorin recht gelungen ist und das Erraten der Person durch einige Fallen erschwert wird, sind die Begründung zu lasch und mögen von der Art und Weise der Erzählung nicht so recht zum Rest passen. Fazit Schweige nun still ist ein Thriller mit bemerkenswert gut inszenierten Charakteren, der wirklich Spaß macht. Ich würde allerdings nicht so weit gehen, ihn als Psychothriller zu bezeichnen, da dieser Aspekt ein wenig zu kurz gekommen ist. Was hier an Spannung fehlt, wurde durch eine bedrückende Grundstimmung wieder aufgefangen, allerdings wirkt das Ende ein wenig zu abgehackt. Für Freunde von sich langsam aufbauenden Spannungsbögen sehr zu empfehlen. Dunkle, menschliche Abgründe finden sich hier allerdings nicht.

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Der Klappentext zog mich magisch an und ließ mich ein hohes Spannungspotential erwarten: Eine junge Frau wird in die Station für Koma-Patienten des St. Catherine Hospital eingeliefert, nachdem man sie bewusstlos in einem Straßengraben gefunden hat. Ein tragischer Unfall mit Fahrerflucht? Im Bett neben Cassie liegt Frank, der am Locked-in-Syndrom leidet: Er nimmt alles wahr, kann sich aber nicht mitteilen. Die Menschen um ihn herum verhalten sich so, als wäre Frank gar nicht da. Und so ist er es, der als einziger die Puzzleteile von Cassies Vergangenheit zusammensetzt und erkennt, dass sie noch immer in tödlicher Gefahr schwebt. Denn jemand aus ihrer nächsten Nähe würde alles tun, damit das Schweigen gewahrt bleibt, niemals ans Licht kommt, was wirklich geschehen ist … Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Obwohl der Plot alles hat, was zu einem Psychothriller gehört, kann sich durch die extrem gemächliche, ausschweifende, fast betuliche Erzählweise keine Spannung aufbauen. Der eigentlich geschickte Schachzug, die Geschichte aus drei verschiedenen Sichtweisen zu erzählen, verliert im Verlauf der Seiten immer mehr an Reiz, umso mehr, als die dargestellten Personen nicht wirklich psychologisch nachvollziehbar denken und handeln. Streckenweise kamen mir die geschilderten Szenarien vor wie eine Mischung aus „Chicago Hope“ und „Barnaby“, was zwar durchaus seinen Reiz hat, aber doch weit weg ist von einem Psychothriller. Viele, viele Seiten lang geschieht im Grunde nichts, man liest und liest, fühlt sich mäßig unterhalten, macht sich so seine Gedanken und Vorstellungen, hat Vermutungen, aber bleibt weitgehend unberührt. Erst auf den letzten 50 Seiten passiert alles auf einmal. Das Geschehen explodiert quasi. Und schon ist das Buch zu Ende und man fühlt sich als Leser wie nach einem überraschenden Gewitter: erschreckt und froh, es hinter sich zu haben.

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Die junge und schöne Cassie wird von einem Auto angefahren, landet erst schwerverletzt im Straßengraben und nach einiger Zeit als Komapatientin im St.Catherine Hospital. Im Patientenzimmer liegt ihr Frank gegenüber , der am „Locked-in-Syndrom“ leidet. Er ist geistig vollkommen da, kann sich aber überhaupt nicht bewegen und somit auch niemandem mitteilen. Da Unterhaltung in diesem Zustand Mangelware ist, ist er an seiner neuen Zimmergenossin natürlich sehr interessiert und bekommt durch seine geschärften Sinne einiges mit. Auch Alice, die Stationsschwester auf Station 9B, hat ein besonderes Gespür für ihre Patienten. Sie ahnt, dass Frank bei Bewusstsein ist und spricht regelmäßig mit ihm. An der neuen Patientin Cassie und ihrem Unfall ist sie auch schnell sehr interessiert, weil sie merkt das an der Geschichte etwas faul ist. Frank und Alice müssen nun irgendwie versuchen, sich zusammenzureimen wer Cassie angefahren hat und verhindern, dass ihr in ihrem wehrlosen Zustand etwas zustößt.. Stil, Machart, Meinung In diesem Psychothriller, den ich eher als Kriminalroman mit besonderer Spannung bezeichnen würde, vermittelt die Autorin das Geschehen durch 3 sehr besondere Perspektiven. Die Gedanken eines voll bei Bewusstsein aber doch komplett regungslosen - und kommunikationsunfähigen Komapatienten und die Perspektive der Stationsschwester Alice, die ein sehr gutes Gefühl für ihre Patienten und andere Mitmenschen hat und nebenbei ein eigenes, schweres Schicksal zu tragen hat. Die dritte Perspektive ist die von dem Opfer Cassie selbst, die im gut balancierten Wechsel der Perspektiven nebenbei von ihrem Leben und den Problemen und Personen darin erzählt. Je weiter man liest, desto mehr setzt sich ein Bild von Cassies Leben zusammen, welches so gar nicht der schönen Fassade entspricht die die Familie nach außen trägt.. Jede der 3 Perspektiven hat ihren eigenen Charme, ihre eigene Stimmung und ist wirklich gut gemacht. Alle Blickwinkel und alle Personen sind detailliert, aber nicht langweilig angelegt. Sich unterhaltsam in einen Komapatienten hineinzuversetzen war dabei sicherlich die größte Leistung. Jede Perspektive trägt außerdem dazu bei, dass der Leser neue Fragmente für sein Puzzle hat. Denn die Frage ist: Wer war es? Die Spannung ist anders als in anderen Thrillern, denn die Komponente des hilflosen Zuschauens und der über der Patientin schwebenden Gefahr zusammen mit dem Rätseln über die Identität des Täters ist etwas besonderes. Dabei hat die Geschichte durch die gut beschriebenen Personen und deren Geschichten auch etwas von einem unterhaltsamen Roman. Diese Mischung ist gelungen, auch wenn ich ja bekanntlich wenig von detailliertem Geschwafel halte, war ich sehr gut unterhalten und nie gelangweilt. Fazit Ich schwankte vor dem Schreiben der Rezension noch zwischen 4 und 5 Sternen, vergebe jetzt aber 5. Mir ist einfach nichts Negatives zu dem Buch eingefallen, und die Mischung der verschiedenen Stilmittel ist so gut gemacht, dass das Buch keinesfalls 08/15 ist und man sich noch lange an die Geschichte erinnert. Besonders interessant ist das Buch für Fans von Cosy Crime, düsteren Romanen, interessanten Perspektiven, Spannungsliteratur und Thrillern mit tiefgehenden Figuren. Fans von brutalen, möglichst viel Blut vergießenden Thrillern und Action.. ja, die dürften es vielleicht schwer haben. Ich kann das Buch nur empfehlen und werde mir diese Autorin defitiniv merken. Daumen hoch!

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Cassie wurde nach einem tragischen Unfall ins Krankenhaus gebracht. Sie liegt im Koma, von dem Fahrer, der sie angefahren hat fehlt jede Spur. Neben ihr im Zimmer liegt Frank. Er kann sich nicht mehr äußern, kriegt jedoch alles mit. Daher gerät er schnell in Vergessenheit und damit erfährt Frank Dinge, die Cassie vielleicht noch das Leben retten. Denn der vermeintliche Unfall war ein Anschlag und der Täter ist unter Cassie’s engsten Vertrauten. Meine Meinung: Der Schreibstil is sehr flüssig und die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt. In welcher Perspektive man sich gerade befindet wird immer angezeigt, so kommt es zu keinerlei Schwierigkeiten. Frank leidet am Locked-In-Syndrom. Er kann sich nicht äußern oder bewegen. Aber er bekommt alles mit. Frank ist sozusagen gefangen in seinem eigenen Körper und allein die Vorstellung daran ist einfach nur schlimm. Auch für Frank,der sich nicht mal alleine Kratzen kann ist es sehr schlimm und zwischendurch bekommt man auch mit, dass er hofft, dass er einfach gehen könnte. Er ist fast schon froh, als Cassie zu ihm ins Zimmer kommt. Genauso wie wenn Alice ihn besuchen kommt. Er ist äußerst stark! Er versinkt nicht im Selbstmitleid, manchmal habe ich sogar das Gefühl gehabt, dass er einfach sauer war, weil er in dieser Situation feststeckte. Alice ist die Krankenschwester auf der Station, auf der auch Frank und Cassie liegen. Sie kümmert sich sehr liebevoll um ihre Patienten und wünscht sich mit ihrem Mann David ein Baby. Alice wird von Anfang an irgendwie von Cassie angezogen. Sie sucht sie bei Facebook und versucht am herauszufinden, was wirklich passiert ist. Alice war wirklich eine Krankenschwester mit Herz und Seele und ich mochte sie gleich. Cassie ist eine junge Frau, die eigentlich glücklich verheiratet ist. Jack liebt sie und sie liebt Jack. Am Anfang scheint alles idyllisch, ihr Mann weiß nicht, was er tun soll und seine Mutter steht ebenfalls immer mit an ihrem Bett. Doch das täuscht, denn Jack und Cassie waren nicht mehr glücklich miteinander. Er hat sie betrogen und sie haben sich furchtbar gestritten. Nach dem Unfall wurde Cassie vom Nachbarn gefunden und dieser geriet somit ebenfalls in die Schußbahn der Polizei. Cassie ist für mich nicht ganz so greifbar gewesen, wie die anderen Beiden Protagonisten. Nach und nach erfährt man durch die Rückblenden und die Gespräche immer mehr von der schönen Scheinwelt, die Jack und Cassie sich aufgebaut haben. Wer allerdings das Auto am Ende nun gefahren hat war für mich bis zum Schluss unklar. Schade finde ich, dass Frank so darunter leiden musste, dass er mehr wusste, als alle anderen. Aber in diesem Buch geht es nicht nur um den Unfall, es geht um Wünsche und Träume. Darum, dass man sich manchmal unwohl fühlt, es sich aber nicht eingesteht. Das nicht alles was nach außen hin glänzt auch innen wunderschön ist und das man sich manchmal doch mit den falschen Menschen einlässt, einfach weil man meint, dass sie die Richtigen sind. Cassie hatte diesen „Unfall“, weil ihre Taten falsch interpretiert wurden. Beide haben Fehler gemacht, aber nur einer musste darunter leiden. Niemand hat das Recht über das Leben eines Anderen in diesem Ausmaß zu entscheiden und gerade das macht dieses Buch zu einem Psychothriller. Weil es einfach im Kopf bleibt und man sich fragt, wozu ein Mensch fähig ist, um die zu beschützen, die er liebt. Bei dieser Geschichte stimmte meiner Meinung nach einfach alles. Dir Protagonisten waren außergewöhnlich und jeder hatte sein eigenes Päckchen zu tragen. Die Geschichte war spannend und erzeugte von Anfang an genau die richtige Atmosphäre, es war düster, und die Luft war stickig. Das Ende war nicht vorhersehbar, weil man vorher immer wieder auf falsche Spuren geführt wurde. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sterne.

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„Schweige nun still“ von Emily Elgar spielt auf der Station für Koma-Patienten eines Krankenhauses, auf der eine bewusstlose junge Frau eingeliefert wird. Die Geschichte wird dabei aus den Perspektiven drei unterschiedlicher Protagonisten erzählt. Die Autorin verfügt über einen ansprechenden Schreibstil. Mit ihrer atmosphärischen Darstellung erzeugt sie durchgängige Spannung beim Lesen. Es handelt sich bei diesem Thriller um keinen actionreichen Nervenkitzel, er punktet vielmehr durch interessante Charaktere und einen verstörenden Grundtenor. Das düstere Cover weckt Neugier und passt perfekt zu einem Psychothriller. Fazit: Ein atmosphärischer Thriller mit gelungenen Psychoelementen, der mir unter die Haut ging. Beim Lesen stellte sich ein beklemmendes Gefühl ein, welches bis zum Schluss anhielt. https://buchkatzeblog.wordpress.com/2018/04/07/schweige-nun-still-emily-elgar/

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