Leserstimmen zu
Die Nacht gehört den Wölfen

Wulf Dorn

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Das Cover passte, fand ich, sehr gut zum Thriller. Es sieht sehr düster aus, und auch der Thriller ist sehr düster. Es hat mich aber gestört, das der Thriller eine sehr unregelmäßige Kapitelverteilung hatte (mal hatte ein Kapitel eine Seite, mal drei Seiten, mal sechs Seiten). Der Thriller hat für einen Jugendthriller eine sehr düstere Handlung, der uns sehr weit in die Psyche eines Jungen geführt hat. So eine Tiefe kenne ich sonst meist nur von Psychothrillern. Die Handlung war aber wirklich tiefgründig, überraschend und unglaublich spannend und hatte viele Überraschungen und ein sehr psychisch - tiefgründiges Ende. Die Handlung fand ich rundum gut und wirklich überraschend. Dieses Buch ist so eines, wo ich mich frage, was sich der Autor dabei gedacht hat. Das Buch spielte vor allem in Wäldern, die Textabschnitte hier fand ich besonders toll. Die Wälder, die teilweise sehr düster sind, passen gut zum ohnehin düsteren Inhalt und verstärken die Angst in Simon, was auch für den Leser spürbar ist. Eine tolle Auswahl hat der Autor auch bei den anderen Orten getroffen, die die Handlung noch verstärken. Der Protagonist Simon ist sehr interessant. Er hat nach dem Autounfall, bei dem er der einzige Überlebende ist, psychische Störungen. Während dem Verlauf des Buches wird das sehr deutlich erkennbar. Ich konnte mich nicht mit dem Protagonist identifizieren, finde ihn aber trotzdem sehr gelungen. Der Schreibstil des Autors ist wirklich gut, geheimnisvoll und baut die Spannung in dem Buch auf. Der Schreibstil des Autors ist deshalb wirklich wichtig für das Buch. Auch schreibt der Autor gruselig und geheimnisvoll.

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Das Buch beginnt schnell. Nach einem etwas verwirrenden, aber die Spannung anheizenden Prolog werden wir direkt in Simons Welt eingeführt, für jede Szene ein Kapitel – wobei am Ende eine ganze Menge Kapitel zustande kommen (94 bei 456 Seiten). Dadurch wirkt die Handlung sehr eng strukturiert. Das Buch ist die meiste Zeit über sehr spannend. Nur einige Male schreibt der Autor etwas langatmig über die Vergangenheit und Erinnerungen Simons und seinen Bezugspersonen. Ich hatte von Anfang an eine Vermutung, wer dahintersteckt, und ab dem letzten Drittel des Buches war ich mir immer sicherer. Das hat die Spannung etwas herausgenommen, bis zu dem Punkt, an dem sich diese Vermutung als falsch herausstellte. Das Ende ist sehr plötzlich und wirklich – wirklich! – der Inbegriff eines Plot Twists. Mir persönlich gefiel diese Wendung nicht besonders, vor allem da sie die Glaubwürdigkeit des Protagonisten extrem infrage stellt – und, weil einiges mir unlogisch erschien. Das Mystische in „Die Nacht gehört den Wölfen“ – der Wolf – wird die ganze Zeit aufrecht erhalten, was das Buch gruseliger gemacht hat. Leider änderte sich das ebenfalls am Ende. Die Konsequenz: Ich hatte nicht diesen „Nachschauer“, nachdem ich das Buch gelesen hatte – und für mich ist das beinahe essenziell für einen guten Thriller. Aber auch das ist Geschmackssache. Das Buch ist komplett in der dritten Person geschrieben und aus mehreren Perspektiven, hauptsächlich aus Simons. Er ist die klare Hauptfigur. Simon ist ein eher schüchterner Junge – jedenfalls beschreibt er so sich selbst. Dass er aber Menschen offen und halbwegs freundlich begegnet, steht im Widerspruch dazu. Als Leser habe ich ihn nicht als schüchtern empfunden. Introvertiert vielleicht, aber nicht schüchtern. Er hat oft Albträume und versucht, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, wacht aber trotzdem fast jeden Morgen schweißgebadet auf. Auch sein Trauma plagt ihn, so wird er von Flashbacks und Illusionen geplagt. Da der Leser nicht weiß, on das, was Simon sieht, Realität ist, wirkt das sehr gruselig, macht ihn aber Simons Wahrnehmung gegenüber skeptisch. Generell ist es sehr interessant, so ein Trauma aus der Sicht eines Betroffenen zu lesen. Auch wenn es mit der Zeit etwas ermüdend wird. Simon als Charakter würde ich als entwickelt beschreiben. Er hat ein familiäres Umfeld, eine Vergangenheit und einige Ticks, die ihn sympathischer machen. Dennoch fehlte mir hier irgendwas, Hobbies vielleicht, oder einfach etwas, was ihn etwas realer gemacht hätte. Ich konnte einige Aktionen seinerseits nicht wirklich nachvollziehen – dadurch habe ich mich wahrscheinlich innerlich vom Charakter distanziert. Er wirkt nicht so präsent wie andere Charaktere (z.B. Saphira de Angelis in „Cold Princess“ – Rezension hier). Allerdings muss man hier sagen, dass „die Nacht gehört den Wölfen“ keine charakterbasierte Geschichte ist. Die anderen Figuren hängen alle zusammen und wirken zusammen – dieses Zusammenspiel hat mir besonders gut gefallen. Wie bereits gesagt haben sich einige Vermutungen nicht bestätigt, die sich auf Figuren bezogen – aber aufgeklärt wurden z.B. bestimmte Verhaltensweisen nicht. Sehr schade. Das Fazit „Die Nacht gehört den Wölfen“ ist ein spannender Thriller, der den Leser an seinem eigenen Verstand zweifeln lässt. Die Geschichte ist – um es umgangssprachlich auszudrücken – „brain fuck“ vom Feinsten. Leider ist die Handlung in sich nicht ganz schlüssig und wirkt somit nicht abgeschlossen, bietet also Potenzial für mehr. Auch bei den Motiven der Charaktere haben sich einige Lücken aufgetan. Dennoch ein ziemlich gruseliges Buch mit einer überraschenden Wendung – und es zeigt, zu was die menschliche Psyche fähig ist.

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Das Buch fängt ziemlich schnell an. Man hat keine unnötigen Umschweifungen und wie ich finde eine sehr klare Linie in der Handlung. Man merkt sehr schnell, dass es Simon unserem Protagonisten in seinem neuen Leben nicht besonders gut geht und auch der Wechsel in ein Internat macht es nicht einfacher. Der Protagonist ist für das Alter schon sehr erwachsen, was dem Buch einen angenehmen Stil gibt. Die Atmosphäre in dem Buch ist aber wirklich sehr sehr gut! Man bekommt schon Angst beim Lesen.... Schon sehr schnell merkt man, dass der Unfall noch immer eine starke Belastung für ihn ist. Dazu kommen aber noch diese unheimlichen Stimmen, die es echt in sich haben und keine schönen Dinge sagen. Während der Handlung nehmen diese auch immer mehr zu und es wird immer spannender und die Handlung spitzt sich immer mehr zu. Sind die Stimmen nur eine posttraumatische Belastung? Schuldeingeständnisse? Oder verfolgt ihn wirklich etwas? Aber was und wieso erst seit dem Unfall? Diese Fragen habe ich mir beim Lesen gestellt und habe zum Glück auf alle eine Antwort gefunden...Dafür muss man aber selber lesen ☺

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Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmen Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang … So langsam bin ich ja bei Jugendbüchern etwas skeptisch. Ich lese fast nur noch Erwachsenenthriller, doch dieses Buch von Wulf Dorn hat mich gereizt. Und ich muss sagen: Für ein Jugendbuch eine wirklich ordentliche Umsetzung. Genau die richtige Mischung aus Spannung, mysteriösen Ereignissen, "Jugendbuch" und Psycho. Die Story war zwar in weiten Teilen klar - dennoch hat mich die Auflösung zumindest ein bisschen überrascht. Ansonsten hatte die Story einen roten Faden, der immer mal wieder unterbrochen wurde durch Rückblenden, Tagträume, etc., wodurch die Spannung erhöht wurde und die Story mysteriöser wurde. Der Schreibstil war flott und recht einfach, für ein Jugendbuch aber wirklich gut geeignet, da er die Leser an die Geschichte fesseln kann. Junge Leser werden sicherlich auch mit den sympatischen Protagonisten, allen voran Simon, gut klar kommen und auch mitfiebern. Fazit: Ein gutes Jugendbuch mit einer richtigen Mischung aus spannender Story, Wulf-Dorn-typischen Psycho-Elementen, authentischen Charakteren und flottem Stil.

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Simon verliert bei einem tödlichen Autounfall seine Eltern, er selbst konnte sich gerade so aus dem Wrack befreien. Nach dem Unfall wurde er in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht, da er unter Albträumen und Angstzuständen leidet. Als sein Entlassungstag näher rückt, fühlt er sich unwohl und hat Angst vor dem, was auf ihn zukommt. Wohnen wird er in Zukunft bei seiner Tante und seinem größeren Bruder Mike. Doch Simon kann sich nur schwer mit seinem neuen Leben anfreunden, da er einen geregelten Tagesablauf benötigt. Darüber hinaus quälen ihn noch immer schlimme Albträume, die mehr und mehr zur Realität werden. Umso schlimmer wird es für ihn, als ein junges Mädchen spurlos verschwindet. Irgendetwas Böses geht in Fahlenberg um und Simon befürchtet, dass dies erst der Anfang ist. Mit Beginn der Geschichte lernen wir Simon und seine Eltern kennen und begleiten Sie auf der Fahrt zu seiner Tante Tilia. Auf der Fahrt dorthin kommt es zu einem Autounfall, wobei seine Eltern sterben. Er kann sich gerade noch so aus dem Fahrzeug retten, bevor dieses in Flammen aufgeht. Simon ist ein sehr intelligenter Junge, er ist Klassenbester in der Schule, aber er wird von den Schülern, allen voran Ronny, geärgert und beschimpft. Grund hierfür sind seine leicht autistischen Züge, die die anderen Kinder nicht verstehen können. War sein Leben vorher schon schwierig, so wird es nun noch schwerer, denn seit dem schrecklichen Erlebnis plagen ihn zudem Albträume und Angstzustände. Denn jede Nacht träumt er den Unfall wieder und wieder. In diesen Träumen ist etwas Böses hinter ihm her. Was genau kann er nicht sagen, doch er spürt die Anwesenheit ganz deutlich. Dabei möchte Simon so sein, wie sein großer Bruder Mike, den er als Vorbild sieht. Er möchte genauso stark und furchtlos sein. Doch seine immer wiederkehrenden Angstzustände erschweren seinen Alltag Zusehens. Seine Tante Tilia gibt sich Mühe, es ihm so angenehm wie möglich zu machen. Liest ihm fast jeden Wunsch von den Augen ab und ist doch schon nach kurzer Zeit überfordert. Als wäre Simons Leben nicht schon kompliziert genug, soll er ab dem neuen Schuljahr auf ein Internat in Fahlenberg gehen, da seine Tante nicht die Möglichkeit sieht, Erziehung und Beruf miteinander zu vereinbaren. Geschockt von dieser neuerlichen Veränderung schwingt sich Simon auf sein Mountainbike und radelt wie der Teufel davon. Er muss das Ganze erstmal verarbeiten und nur so bekommt er den Kopf frei. Als er nach Hause kommt, sitzt seine Tante im Wohnzimmer und schaut die Nachrichten. In diesen Nachrichten wird das Verschwinden eines jungen Mädchen aus dem Ort bekannt gegeben und beide sind entsetzt. Am nächsten Tag besuchen Tilia und Simon die Schule und Simon bekommt einen ersten Eindruck von seinem neuen "Zuhause". Der stellvertretende Schuldirektor Herr Henning ist ihm sofort unsympathisch und ihm ist nicht wohl bei dem Gedanken an die kommende Schulzeit. Nach einem kurzen Gespräch, soll Simon draußen auf seine Tante warten, da Herr Henning noch mit ihr unter vier Augen sprechen möchte. Während Simon also draußen auf der Treppe vor der Schule sitzt, spricht ihn ein Mädchen namens Caro an, die ebenfalls auf die Schule geht. Nach und nach freunden sich die beiden an. Caro ist ein leicht durchgeknalltes Mädchen, sie läuft nur in schwarzen Klamotten rum, ruht auf einer Marmorplatte auf dem Friedhof und treibt sich überall und nirgends rum. Eine geheimnisvolle Aura, so möchte ich es mal beschreiben, umgibt sie und ich war gespannt zu erfahren, was wohl dahinter stecken mag. Mike, sein älterer Bruder, der gerade seine gemeinsame Zukunft mit seiner Freundin Melina plant, freut sich zwar, dass sein Bruder wieder zu Hause ist, doch er hat wenig Zeit für ihn. Auch weiß er nicht, wie er ihm beibringen soll, dass er ihn schon bald wieder verlassen wird. Als Mikes Freundin etwas Schreckliches zustößt, sieht Simon seine Befürchtungen, dass etwas Böses um ihn herum vorgeht, bestätigt. Gemeinsam mit Caro beschließt er, diesem auf den Grund zu gehen. Auch wenn dies bedeutet, sich seinen Ängsten zu stellen. Mit "Die Nacht gehört den Wölfen" ist Wulf Dorn ein, wie ich finde, sehr toller Roman gelungen. Zwar finden wir in dieser Geschichte nicht wie gewohnt, den psychischen Thriller, dafür umso mehr die ureigenen Ängste und Abgründe der menschlichen Seele. Wulf Dorn hat Simon so viel Leben eingehaucht, das ich beim Lesen gedacht habe, er ist real. Seine Albträume und Ängste konnte ich sehr gut nachempfinden. Mit fortschreitender Geschichte, dachte ich schon, ich wäre dem Ganzen auf die Schliche gekommen, doch da hatte ich die Rechnung ohne Wulf Dorn gemacht :) Denn das Ende kam für mich so überraschend und ist für mich das Tüpfelchen auf dem "I".

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Meine Meinung: Wenn ich das Buch mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es unentschlossen. Es wankt zwischen kindlich (manchmal sogar kindisch) bis hin zu dunkel und mysteriös. Ehrlich gesagt waren mir die dunkel-mysteriösen Teile, bei denen man nicht wusste woran man als Leser war, lieber. Auch sehr einfach geschriebene Bücher wie Perfks of beeing a Wallflower können reizend sein, wenn der Protagonist es raushaut. Der Protagonist, Simon, aus Die Nacht gehört den Wölfen ähnelt Charlie aus dem bereits erwähnten Buch, allerdings kommt er nicht besonders authentisch rüber. Zum einen liegt dies daran, dass zwischen dem Leser und den Charakteren eine Diszant ist, die auch bis zum Ende bleibt. Die Wahl des ich-Erzählers fände ich geeigneter, als die des personalen-Erzählers. Durch das ständige hin und her hatte ich Probleme mich auf das Geschehen einzulassen. Mal war das Buch absolut spannend und so düster, dass ich mich sogar bei Tageslicht gefürchtet habe und mal war es so seicht wie eine Pfütze. Die einfache Schreibweise, die zu einem raschen Lesen führt und dazu die Dialoge, die für mich selten als echte Dialoge durch gingen, haben dazu geführt, dass ich nicht immer Spaß dabei hatte, das Buch zu lesen. Die Idee ist keine neue, aber dennoch interessant. Schade, denn wenn die Umsetzung sich für eine Richtung entschieden hätte, hätte die Grundidee sehr reizend sein können. Bewertung: Bis zum Mittelteil zieht sich das Buch, da nicht wirklich Spannung aufkommen will. Ab da geht es rasanter weiter, bis es am Ende seinen Höhepunkt erreicht. Das Ende ist ziemlich gut und fesselnd, weshalb ich dem Buch auch eine bessere Bewertung gebe, als die Rezension den Anschein erwecken mag. Somit ♥♥♥,♥ Herzchen, Wulf Dorn behalte ich mit Sicherheit im Auge, da er viel Potential hat, um zu einem meiner Lieblingsautoren zu werden.

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Das Cover fand ich sehr interessant, der schwarze Hintergrund, darauf der Titel in blutrot und natürlich darf der Wolf nicht fehlen, der in weiß gehalten ist, er wirkt wie eine unheilvolle Kreidezeichnung, denn die Blutspuren sind noch auf seinen Zähnen zu sehen. Ich hatte bisher noch nichts von Wulf Dorn gelesen, aber er hat mich ziemlich überzeugt mit diesem Buch. Der Schreibstil ist spannend, sehr bildlich und der Protagonist ist sehr detailreich beschrieben. Man möchte einfach mehr von dem klugen und sympathischen Jungen, Simon erfahren. Simon wirkt nachdenklich und sein Handeln scheint immer sehr durchdacht zu sein, er wirkt nicht eine Sekunde flach oder unrealistisch. Dieser Junge könnte in meiner Nachbarschaft wohnen. Simon zieht zu seiner Tante und muss dort auch eine neue Schule besuchen, ich glaube der Grauen für jeden Teenager, nochmal an einem anderen Ort völlig von vorne zu beginnen, stelle ich mir schwierig vor. Simon lernt schnell Caro kennen, die das komplette Gegenteil von ihm ist, aber sie ergänzen sich gut und das wird genau der Grund sein warum sie sich auf Anhieb so gut verstehen. Zusammen Versuchen sie das Verschwinden der 16-jährigen Leonie aufzuklären, doch die Suche wird nicht einfach und auch nicht unbedingt ungefährlich. Dieses Buch bedeutet Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aber das Ende hat mich dann noch einmal völlig überrascht. Das Ende, so unvorhersehbar es auch gewesen ist, passt gut zur Geschichte, man muss am Ende erst einmal schlucken und wieder zur Besinnung kommen, innerlich alles durchgehen, damit man wieder in die Realität kommt. Ich hatte schon einiges über den Autor gehört, er hat den Ruf, mit sensiblen Themen wie Depressionen, oder psychische Probleme sehr gut umzugehen und diese aussagekräftig dem Leser rüber zu bringen. Dieser Meinung kann ich nur zustimmen, er hat seinen Charme und kann dabei trotzdem, solche Themen vermitteln. Ich denke die Balance dazwischen zu finden ist nicht einfach und deswegen habe ich großen Respekt vor dieser Leistung. Fazit: Eine geniale Geschichte, die mich voll und ganz begeistert hat, das wird nicht das letzte Buch von Dorn sein, das ich lesen werde. Dieses Buch ist aber definitiv nicht nur etwas für Jugendliche auch Erwachsene werden hier sehr gut unterhalten. Ich bereue es nicht, dieses Buch gelesen zu haben und freue mich jetzt schon auf weitere Bücher des Autors.

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Inhalt Simon ist fast 16 und Mitglied im Club der ehrenwerten Durchgeknallten. Nachdem er einen Autounfall überlebt hat, seine Eltern dabei jedoch starben, versucht er sich das Leben zu nehmen. Denn seine heile Welt, in der alles seine Ordnung und seinen rechten Platz hat, gab es von nun an nicht mehr. Er muss eine längere Therapie in der psychiatrischen Einrichtung Waldklinik hinter sich bringen, um wieder einigermaßen gefestigt im Leben zu stehen. Nach dem Klinikaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder und versucht wieder am Leben teilzuhaben. Doch dunkle Alpträume und Halluzinationen plagen ihn. Etwas Böses scheint Simon zu umgeben… Meinung Die ganze Geschichte hat mich sehr begeistern können und ich bin mal wieder von Wulf Dorns Schreibstil angetan. Locker, flüssig zu lesen, keine gestellten und aufgesetzten Dialoge und dann kommen hin und wieder diese spannenden Szenen, die mir fast die Nerven geraubt haben. Simon hat Halluzinationen, sobald er in ein Auto steigen soll. Diese Beschreibungen der Wahnvorstellungen fand ich schon sehr beeindruckend und auch erschreckend. “Die Nacht gehört den Wölfen” ist in erster Linie ein Buch für Jugendliche, aber ich würde es doch eher als Thriller, denn als Roman betiteln. Simon als Protagonist war mir sehr sympathisch und ich habe mit ihm gelitten und konnte mich sehr gut, mehr als man vielleicht meinen mag, in seine Gefühlswelt hinein versetzen. Er ist klug und ordentlich, handelt nicht überstürzt, ist besonnen und nachdenklich. Als er dann zu seiner Tante zieht, soll er natürlich auch eine neue Schule besuchen und lernt die etwas andere Caro kennen. Caro ist ein wenig das Gegenteil von Simon und dennoch (oder gerade deshalb) haben die beiden sofort einen Draht zueinander. Sie versuchen das Verschwinden der 16-jährigen Leonie aufzuklären, die kurz nach Simons Auftauchen in der Stadt, wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheint. Dabei begeben sich die beiden auf sehr gefährliches Terrain… Ich bin mal wieder beeindruckt, wie sensibel und authentisch Wulf Dorn mit den Themen Selbstmord, Depression, Psyche und Angstzuständen umgeht, vor allem im Hinblick darauf, dass wir es hier mit einem Jugendbuch zu tun haben. Gegen Ende hin steigt die Spannung enorm (wobei im gesamten Buch ein gutes Spannungslevel vorhanden ist) und man fragt sich: war es das nun? Fall gelöst? Nein, natürlich kommt noch ein unglaublicher Twist, den ich nie, nie, nie erwartet hätte. Wirklich nicht! Und ich war geschockt und vor allem auch traurig. Dennoch ist die Auflösung zum Schluss stimmig und fügt sich super in diese gut durchdachte Geschichte ein. Den letzten Seiten und dem Nachwort des Autors ist es zu verdanken, dass ich sogar mal ein Tränchen verdrückt habe. Wohlgemerkt bei einem Thriller! ;) Fazit Ich bin schwer angetan von “Die Nacht gehört den Wölfen”. Ich mag das “Wolf”-Thema, dass sich durch die gesamte Geschichte zieht und auch plausibel erklärt wird. Und die Geschichte hat mich mehr als beeindruckt! Ich würde das Buch für Jugendliche ab 14 Jahren empfehlen, aber auch als Erwachsener wird man viel Lesevergnügen damit haben.

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