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Honoré de Balzac: Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken

Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken Blick ins Buch

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-19675-2

Erschienen:  26.09.2016
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Rotzig, unsachlich, ergötzlich

Von: Alexander Weber – Ketâbkhâné|Sekandar Datum : 18.12.2017

ketabkhane.de

Honoré de Balzac – ein wahrer Meister der Polemik – wetzt in dieser kleinen Typologie der Pariser Presse seinen Schnabel an den schrägen Typen der Journaille und schimpft dabei wie ein Rohrspatz. Auf knapp 150 Seiten dieser Ausgabe versucht er, die Typen der Journaille – gemäß der binären Nomenklatur von Carl von Linné – aufzulisten, zu kategorisieren und zu beschreiben. Dabei erläutert er nicht nur die verschiedenen Charaktere der Presse, sondern auch die Aufmachungen der Zeitungen seiner Zeit. Doch auch die Abonnenten bekommen ihr Fett weg – schließlich sind sie es, von denen die Zeitungen leben. Balzac nimmt in seiner Typologie jeden einzelnen auseinander. In manischer Sorgfalt versucht er dabei jeden in Klasse, Ordnung, Gattung und Art einzuordnen.

Indes war Balzac kein Wissenschaftler oder Psychologe. Er verfügte aber über eine gute Beobachtungsgabe. Schließlich gilt seine Comédie humaine als ein äußerst gelungenes literarisches Abbild der französischen Gesellschaft seiner Zeit.

Aber: Ein Literat, der Opfer vernichtender Kritiken war, versucht sich an einer Beschreibung und Klassifizierung seiner Kritiker. Dass man das nicht als neutral, vor allem aber als unwissenschaftlich, einzustufen hat, liegt auf der Hand. Man sollte sich daher hüten, diese Typologie als der Wahrheit letzter Schluss zu sehen. Die Bezeichnungen Fake News oder Lügenpresse, die sich heute im gesellschaftlichen Sprachschatz herumtummeln, eins zu eins in Balzacs Pamphlet hineinzudichten, ist dann doch zu einfach. Balzac beschreibt nicht objektiv – er bleibt ein gekränkter Autor.

Ich mag Polemik. Sogar sehr. Und als solche ist »Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken« auch zu lesen. Ein Kritiker kritisiert seine Kritiker. Er ist rotzig, er ist unsachlich, aber dabei äußerst ergötzlich. Dass Balzac sich die Schriftsteller aussuchte, liegt wohl daran, dass er kein anderes Feld so genau kannte. Und auch er wird einer oder mehrerer seiner beschriebenen Gattungen und Arten angehört haben. Und auch innerhalb seines polemischen Vernichtungsschlages beweist er, dass er sein literarisches Handwerk beherrscht. Seine erfundenen Beispieltexte zu den schrägen Typen der Journaille sind nicht nur gelungen, sondern zeigen vielmehr, dass er selbst zu den Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken gehörte.

»Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken. Die schrägen Typen der Pariser Journaille« von Honoré de Balzac

Von: Shaakai Datum : 10.06.2017

https://bibliophiline.wordpress.com/

»Es sind Besessene, deren harmloser Wahn den gläubigen Abonnenten einlullt und den selbstdenkenden Abonnenten belustigt.« (S. 10)

Wo Honoré de Balzac hinschlägt, da wächst selten noch Gras. Sein diesmaliger Hieb geht vorallem gegen die Pariser Journalisten und Zeitungen, die gerade im 19. Jahrhundert eine wahre Blütezeit durchlebten. Zahlreiche neue Tageszeitungen schossen wie Pilze aus dem Boden, Journalisten, Kritiker und Feuilletonisten tummelten sich zuhauf auf dem Parkett der Presse und beglückten ihre Abonnenten mit Wahrheiten und weniger wahren Absonderlichkeiten. In diesem lebhaften Biotop machte auch der noch junge Honoré de Balzac seine ersten journalistischen Versuche und Jules Janin stellt es richtig dar, wenn er sagt, daß Balzac durchaus von der zeitgenössischen Kritik profitierte (S. 199). Doch man könnte meinen, die Dankbarkeit währte nicht lang und er setzte an zum Hieb gegen seine Gönner und auch Gegner. Eine Typologie der Pariser Journalistenszene ist es geworden, eine Schrift gegen all die Edelfedern, Ohrasendrescher und Schmierfinken, die den guten Ruf der Presse drohen zu zerstören.

Balzac ist diesmal aber nicht nur der filigrane Feingeist, der mit übermäßigen Witz und Charme in unnachahmlicher Weise dem Leser den Sinn und Unsinn eines Claqueurs aufzeigt oder mit scharfem Auge das Wesen der Menschen analysiert, er ist auch ein bißchen bissiger als man ihn üblicherweise kennt. Sein Seziermesser ist gewetzt und angesetzt, es gleitet durch die Journalistenmasse wie durch Butter: Zeilenangler gibt’s da, und Nihilisten und politisch anhängliche Exemplare, die wahlweise als Publizisten oder Kritiker aufzutreten vermögen.
Dabei läßt Balzac an so gut wie keinem seiner selbstaufgestellten Typen ein gutes Haar; der eine ist zu weich, der andere zu käuflich, der nächste zu starrsinnig.

»Auf wen ist Monsieur de Balzac denn so böse? So geladen war er noch nie, und so rot, und so zornig; niemals war sein Blick erzürnter.«
(»Sancte Balzac, ora pro nobis!«. Jules Janins Entgegnung auf Honoré de Balzacs Typenlehre der Pariser Presse, S. 196)

Ob Balzac auch die moderne Presselandschaft mit hochrotem Kopf anschauen und mit wütender Feder darüber schreiben würde? Gerade in Anbetracht der aktuellsten Debatte über Fake News und die Freiheiten der Presse haben Sätze wie »Man richtet die Presse zugrunde, wie man eine Gesellschaft zugrunde richtet: indem man ihr alle Freiheiten läßt.« (S. 9) bitter, ist denn nicht gerade die Presse- und Meinungsfreiheit eine der großen Errungenschaften der Neuzeit? Und im Wissen um Balzacs verdienstvollen und erfolgreichen Kampf für das Urheberrecht, das Autoren und ihr geistiges Eigentum in einer Zeit der Raubdrucke schützen sollte (sein Plädoyer wurde in das Buch aufgenommen), wirken diese Worte geradezu surreal. Doch kann man Balzac auch nie seine gute Beobachtungsgabe absprechen. Gerade die Arten der Kritiker, die er mit beißendem Spott auseinandernimmt, lassen doch viele Parallelen zum heutigen Kritikerwesen erkennen. Oder, so kann man sich auch fragen, hat sich bis heute nichts verändert, außer das Medium? Da gibt es immer noch den scharfrichtenden Kritiker, der mit Vorliebe alles zerreißt, was ihm unter die Feder kommt und da gibt es den Schönschreiber und den Lobhudler, der für alles, unabhängig von der Qualität, ein gutes Wort übrig hat. Wenn man dieses Buch liest, dann ist man immer wieder ob seiner Aktualität erstaunt und kann, wenn da nicht zahlreiche Anspielungen auf Gegebenheiten der Zeit Balzacs wären, sich des Eindrucks nicht erwehren, ein aktuelles Pamphlet in der Hand zu halten.

Rudolf von Bitter ist es zu verdanken, daß hier eine sehr gute und durchdachte Übersetzung vorliegt, die zum einen den Ton Balzacs in einem passenden Sinne trifft, ohne gestelzt zu wirken oder unlesbar zu werden. Desweiteren wurde das Buch mit einem umfangreichen Glossar angereichert, das ein Namens- und Zeitschriftenverzeichnis aufweist, das dem Leser eine Verständnishilfe an die Hand gibt, Kontexte, die dem Leser des Frankreichs des 19. Jahrhunderts ohne weiteres bekannt sein dürften, nachzuvollziehen.

Sicherlich ist die Lektüre Balzacs heutzutage nicht mehr für jedermann etwas, womit er seine lauen Abendstunden zubringen möchte, wer sich aber darauf einläßt oder gar wie ich ein Liebhaber seiner Literatur ist, dem sei dieses kleine Bändchen mit seinem auffälligen blaumetallenen Druck nur empfohlen, denn es wird ihm einige lustige Lesestunden verschaffen – Balzac kann sehr amüsant und unterhaltend sein, wenn man sich darauf einläßt.

Gehässig, aber interessant: Wie Balzac vor 200 Jahren über die Pariser Presse herzog

Von: Die kleine Bibliothek Datum : 14.05.2017

www.die-kleine-bibliothek.de

Wen man ein Buch rezensiert, schreibt man kritisch über das Buch. Man wägt ab, was dem Autor besonders gut gelungen ist oder benennt dramaturgische Schwächen, flache Charaktere und was einem sonst aufgefallen ist und der Rede wert erscheint. Man ist also zwangsläufig ein Kritiker und damit einer jener „schrägen Typen der Journaille“, wie sie Honoré de Balzac in seiner Polemik gegen die Presse charakterisiert. 1843 erschien die Streitschrift, 2016 brachte der Schweizer Manesse-Verlag das Traktat erstmals in deutscher Übersetzung auf den Markt: Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken. Die schrägen Typen der Journaille

Fünf Gattungen Kritiker gibt es nach Balzac und schon der Titel stellt klar, dass er nur wenig von ihnen hält. Ob es nun um Publizisten, Politiker, Übersetzer geht. Er übergießt sie alle mit beißendem Spott, dessen sarkastische Qualität an Voltaire erinnert und vielleicht eine Besonderheit französischer Literatur ist. Der Gedanke an Voltaire drängt sich schon deshalb auf, weil er seinerzeit Journalisten als „cannaille de la littérature“ bezeichnet hatte. 100 Jahre vor Balzac schütteten Schriftsteller also auch schon Hohn über die Presse aus.

Das Wichtigste am Charakter eines Kritikers oder Publizisten sei, das sie keinen besäßen, ätzt Balzac gleich zu Beginn seines Werkes. An späterer Stelle heißt es.

Der Charakter des Kritikers ist insofern bemerkenswert, als in jedem Kritiker ein verhinderter Schriftsteller steckt. Da er selbst zur Schöpfung nicht taugt, wirft er sich zum Haremswächter auf (…). Gemeinhin hat der Kritiker damit angefangen, Bücher zu veröffentlichen, in denen er vielleicht sein Französisch unter Beweis hat stellen können, die aber weder Dramaturgie noch Charaktere bieten, Bücher bar allen Interesses.

Was Balzacs Typologie der Pariser Presse auszeichnet, sind Passagen wie die Zitierte. Er legt den Finger in die Wunde und benennt Dinge, die nicht von der Hand zu weisen sind, kombiniert mit Gehässigkeit, die auf die Dauer etwas enervierend, aber immerhin ausgezeichnet in Worte gegossen ist. Es steckt stets ein wahrer Kern in seinen überzeichneten Charakterisierungen. So ist es auch beim freien Journalisten, der pro Zeile bezahlt wird und den Balzac (soviel kann ich nicht zuletzt aus eigener beruflicher Erfahrung sagen) pointiert beschreibt:

Der Zeilenangler ist der Autor, der von der Zeile lebt wie der Angler von der Schnur. Tag für Tag bringt er die kostbarste Begabung auf, um eine Albernheit über ein oder zwei Spalten auszuwalzen (…).

Die Polemik Balzacs ist gewiss nicht mit den dumpfen Beschimpfungen zu vergleichen, die zunehmend in der Öffentlichkeit die Runde machen. Es wäre anachronistisch seine Kritik an Opportunismus und Heuchelei mit dem von rechts außen kolportierten Propaganda-Wort der Lügenpresse zu vermengen. Aber es zeigt, dass die Medien schon vor knapp 200 Jahren einen schweren Stand hatten und schon immer von denen diskreditiert wurden, denen die Tonalität der Artikel nicht behagte. Es sind nicht zuletzt die Verrisse seiner eigenen Werke, die Balzacs Zorn erregten.

Komplettiert wird die Typologie der Pariser Presse von einem kundigen Nachwort, das hilft, den Text besser zu verstehen, und einigen Briefen Balzacs, zum Beispiel sein Plädoyer für die Etablierung eines Urheberrechts.

Honoré de Balzac: Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken

Von: Birgit Böllinger Datum : 04.02.2017

www.saetzeundschaetze.com

Was „La Comédie humaine“ im großen Ganzen zugrunde lag, das wandte Balzac auch auf einen Text an, der 1843 erschien: „Die Monographie de la presse parisienne“. Rudolf von Bitter, Kulturchef beim BR, hat diese Mischung aus Satire, Pamphlet und Essay erstmals ins Deutsche übersetzt, erschienen ist der Text, ergänzt durch Balzacs „Brief an die französischen Schriftsteller“ und weitere Beispiele, die sein prekär-streitbares Verhältnis zu Kollegen und Kritikern beleuchten, 2016 beim Manesse Verlag.
Balzac war ein temperamentvoller und empfindlicher Mensch: Und so ist seine Monographie eine bissige Abrechnung mit Journalisten, eine Presseverurteilung der literarisch gehobenen Art, gespeist wohl auch von einer inneren Wut. Rudolf von Bitter ordnet in seinem umfangreichen Nachwort die Polemik  – „eine systematische und systematisch verunglimpfende Streitschrift gegen „die Journalisten“, gegen „die Presse“, mit einer Anordnung einzelner Charaktertypen wie im Biologiebuch, nach dem Vorbild von Carl von Linné mit seinen Rangstufen von Klasse, Ordnung, Gattung, Art und Varietät, voll ausgesuchter und offenbar über die Jahre aufgesammelter Einfälle und Wortspiele“ – sachlich ein und zeigt auf, in welche Fehden mit der Feder sich Balzac im Laufe seines Lebens begab. Sein Hinweis, beim Lesen des Textes Verständnis für die Nöte Balzacs mit den dargestellten Typen zu haben, ist wichtig – auch mit dem Blick auf die Medienlandschaft heute. Auch wenn man bei manchem Absatz schmunzeln und an die eine oder andere Figur aus dem aktuellen Medienbetrieb denken mag: Balzacs Text ist eine subjektive, aus persönlichen Erfahrungen und Verletzungen gespeiste Polemik.

"Gedrucktes Geschrei"

Von: YukBook Datum : 18.12.2016

www.yukbook.me

Dass der französische Schriftsteller Honoré de Balzac ein Meister darin war, die Menschheit zu typisieren und zu kategorisieren, hat er mit seinem Monumentalwerk „Comédie Humaine“ bewiesen. In der „Monographie de la presse parisienne“ von 1843 knöpfte er sich auch die Journalisten vor. Seine Abrechnung mit der Pariser Presse ist nun erstmals in deutsch erschienen und trägt einen sehr treffenden Titel.

Balzac hielt offenkundig nicht viel von der schreibenden Zunft, obwohl er selbst 1826 bis 1832 in diesem Metier tätig war und unter anderem für ‚Figaro‘ oder ‚La Silhouette‘ schrieb. Sein Urteil fällt äußerst harsch aus, ganz gleich ob er sich über Feuilletonisten, Lobhudler oder Propheten auslässt. In spöttischem Ton wirft er ihnen vor, Albernheiten auszuwalzen, lediglich die Meinungen der Leser wiederzugeben und für gedrucktes Geschrei Papier zu verschwenden. Nur wenige Schreiberlinge kommen gut weg wie jene, die Hintergrundartikel verfassen; ihnen traut er gedankliche Aufrichtigkeit, gewissenhaftes Talent und ernsthafte Recherchen zu.

Das Besondere an diesem Buch ist nicht nur die edle Gestaltung, sondern die Sammlung verschiedenster Beiträge zu dem Thema, darunter ein Auszug aus Balzacs Roman mit einem Journalisten als Hauptfigur, seine kritische Beurteilung des Schriftstellers Sainte-Beuve sowie ein ausführliches Nachwort. Zusammen ergeben die Texte ein sehr umfassendes und anschauliches Bild der Zeitungslandschaft im allgemeinen und Balzacs Haltung im speziellen. Der Leser erfährt dabei so manche interessante Details: zum Beispiel warum Kurzmeldungen für die Zeitung so wichtig waren oder weshalb ständig Theaterstücke, aber keine Literatur besprochen wurde. Politische Hintergründe werden ebenso erläutert wie die Entstehung der Massenpresse und die Etablierung von Karikaturen. Ich fand die Lektüre sehr amüsant und informativ – manchmal fühlte ich mich sogar als Bloggerin angesprochen und kam ins Grübeln, was es eigentlich heißt, die Werke anderer zu beurteilen und seine Meinung kundzutun.

Sehr kritisch....

Von: EvaMaria Datum : 13.12.2016

https://buecherfansite.wordpress.com

Ich mag ja die Bücher des Autors sehr gerne, obwohl viele davon, besonders stellenweise recht anstrengend sind zu lesen, was ich denke, aber damit zusammenhängt, dass doch die Sprache sehr ausdrucksvoll ist und auch teilweise alte Ausdrücke verwendet werden.
Natürlich habe ich mich dann sehr gefreut, dass ich dieses schöne Exemplar hier gesehen habe, da ich es noch nicht kannte und somit sehr gespannt darauf war.
Wie auch die anderen Bücher des Verlages, passt auch dieses hier wieder wunderbar in meine Sammlung, da es wieder das kleine Format hat und schön dezent gestaltet wurde.
In diesem Buch werden die Schreiberlinge sehr kritisch vom Autor aufs Korn genommen, was ich absolut klasse gemacht fand.
Das Buch wurde, wie eine Art Lexikon aufgebaut und jede Gattung an Journalisten, wurde bis ins kleinste Detail unterteilt, womit der Leser eine wirklich sehr schöne Übersicht über das ganze hat. Fand ich aber auch eine witzige Idee, die ganzen Untergattungen.
Die Schreiberlinge werden als sehr selbstverliebt dargestellt, denen doch die Auflage wirklich sehr wichtig ist.
Ich empfand manche Stellen des Buches doch auch sehr zeitlos und finde, die Beschreibungen könnten heute noch stimmen.
Zusätzlich zum Haupttext gibt es noch ein 64seitiges Nachwort.
Fazit:
5 von 5 Sterne. Definitiv eine Kauf – und Leseempfehlung für dieses Buch. Ich denke, wer Klassiker mag, ist hier richtig.

Treffende Analyse

Von: Nomas Literaturblog Datum : 06.12.2016

nomasliteraturblog.wordpress.com/

Das Buch ein zeitlos in seiner Kritik an der (Lücken/Lügen)presse. Denn es stellt die Redakteure als das heraus, was sie sind: Selbstgerechte Gockel, welche nur ihre Meinung gelten lassen und denen ihre Opfer am Ende recht egal sind - Hauptsache, die Auflage stimmt.

Dabei reichert Balzac die Beschreibungen verschiedenen Charaktertypen mit Pressebeispielen am und ganz ehrlich: Die Texte könnten von heute stammen. Die Pressebranche hat es also geschafft, sich seit Balzacs Zeiten nicht zu verbessern.

Abgerundet wird das Buch durch ein 64seitiges Nachwort.