Leserstimmen zu
Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter

Massum Faryar

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ein guter Wegbegleiter

Von: Günther Stampfl aus Brixen, Südtirol

27.07.2017

ich wandere und höre Bücher. Wenn eine Wanderung ein Hörbuch lang dauert ist es gut, wenn es mehrere Wanderungen dazu braucht, wandere ich möglichst in der gleichen Gegend, denn: die erzählte Geschichte verflechtet sich mit der Umgebung. Und ich bin dann nicht mehr in Südtirol, sondern in Afghanistan. Und da war ich jetzt alle 25 Stunden und mehr, denn auch wenn ich nicht gehörbucht habe, so habe ich dazu sinniert. Ja, stimmt, etwas kompliziert die ganzen neuen Namen und Verwandschaften, aber was solls, man kann sich das Kapitelchen ja nochmals anhören und notfalls nochmals. Langweilt nie! dieses Hörbuch geht auf wie ein guter Hefekuchen. Bravo!

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Schaer kehrt aus Deutschland nach Afghanistan zurück um seine Mutter zu besuchen. Diese leidet unter Demenz. Doch über ihren Lieblingsteppich, den sie zur Hochzeit bekommen hat findet Schaer wieder Zugang zu ihr. Nach und nach taucht er immer tiefer in ihre und somit auch seine Geschichte ein. Eine opulente Erzählung über die Geschichte und das Land Afghanistan. Anhand der Familien-Geschichte von Schaer und seiner Eltern erzählt Massum Faryar unheimlich detailliert aus dem mir bis dato eher unbekannten Land. Natürlich hört man immer wieder in den Medien von Afghanistan, aber wer weiß schon genaueres über diese Kultur, ihre Traditionen und eben auch dessen Geschichte? Ich, für meinen Teil habe sehr viel dazugelernt. Verfasst wurde dieses Buch in einer sehr blumig und farbenfrohen Sprache. Das ist auf der einen Seite wirklich toll, aber manchmal wurde es mir dann doch zu langatmig. Ebenso kommen so viele Personen und Erlebnisse darin vor, dass ich schon ab und an den Überblick verloren habe... Manchmal wäre es für das Verstehen besser gewesen, schon vorher mehr über Land und Geschichte zu wissen. Alles in allem fand ich die Geschichte wirklich interessant aber am Stück konnte ich diese fast 26 Stunden nicht hören. So gebe ich 3 von 5 Sterne

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Eine große umfassende und blumige Familiengeschichte, die in ein Land entführt, welches man selten im positiven Licht sieht, hört oder liest. Afghanistan. Vorweg, wer sich an dieses Hörbuch wagt, muss über 25 Stunden Zeit haben. Zeit für all die vielen bunten, ausschweifenden und sehr detaillierten Beschreibungen der Familie, der Traditionen und des Lebens. Der Autor packt so viele Personen, Orte und Erlebnisse in diese Geschichte, dass man zu tun hat ihm zu folgen. Es fiel mir schwer, mir die ganzen Namen und die Verwandtschaftsgrade zu merken. Leider hatte das Hörbuch kein Booklet mit einer kleinen Übersicht, was hier jedoch sehr hilfreich gewesen wäre. Die Geschichte wird sehr opulent erzählt, d.h. der Autor erzählt nicht nur, sondern er malt Bilder für seinen Leser/Zuhörer und diese sind laut, bunt und exotisch. Sie sind sehr kraftvoll und beeindruckend, aber auch teilweise erschlagend und sehr ausschweifend. Häufig werden Figuren aus Sagen, alten Geschichten des Landes und zahlreiche Metaphern verwendet. Wer sich (wie ich) nicht so gut mit der Geschichte des Landes auskennt, könnte hier Probleme beim Nachvollziehen und Verstehen bekommen. Gerade in der Mitte des Hörbuches hatte ich ein kleines Tief, da ich die vielen Details nicht mehr aufnehmen konnte. Ich empfand es fast schon als anstrengend, obwohl mich gerade die ganzen Informationen über das Land, das Leben der Menschen und der Politik sehr interessiert haben. Ich habe es nicht bereut mir die Zeit zu nehmen, um dieses Land, die Familie und die Traditionen kennenzulernen. Es hat dafür gesorgt, dass das Land von mir nicht mehr nur aus einem Blickwinkel gesehen wird. Wer große Familiengeschichten mit vielen Charakteren in blumiger Sprache geschrieben, mag, sollte hier zugreifen.

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