Leserstimmen zu
Locked in - Wach auf, wenn du kannst

Holly Seddon

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[REZENSION] Locked in – Wach auf wenn du Kannst | Holly Seddon (Hörbuch) Verlag: Randome House Audio | Erschienen: 14.03.2016 | Hördauer: 9 Stunden 10 Minuten | Preis: Mp3-CD 12,99€ | ISBN: 978-3-8371-3346-2 Klapptext: Manche Geheimnisse verschwinden von selbst. Andere nie. Sie sind nur eingeschlossen. Alex Dare ist Journalistin. Und Alkoholikerin. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Plötzlich wird Alex‘ journalistischer Spürsinn wieder wach. Denn sie kennt Amy. Und sie meint zu ahnen, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll ihr schon glauben? Es sei denn, Amy gibt ihr Geheimnis preis ... Meine Meinung: Ich habe es endlich beendet, wuhu. Ich habe jetzt Relativ lange gebraucht für dieses Hörbuch, was aber nicht am Buch sondern an meiner Zeit Lag. Doch jetzt im Urlaub konnte ich es endlich zu ende Hören. Es war eine tolle Geschichte. Wir befinden uns Relativ am Anfang als Amy was grausames zustößt. Jahre Später trifft Alex durch einen Zufall darauf und versickt sich total in diese Sache. Es war Spannend und konnte mich gut unterhalten. Die Story wird aus drei Perspektiven erzählt was dem ganzen noch mal einen Kick gibt. Wir haben die Sicht von Amy, die in ihrem Teenie alter festhängt. Wir haben Alex´s Sicht, die eigentlich genug eigene Probleme hat und dann haben wir die Sicht von Jacob. Der die Vergangeheit einfach nicht ruhen lassen kann. Es war die Perfekte Mischung. Und das ende hat mich umgehauen. Es kommt etwas raus da hätte ich im Leben nicht mit gerechnet. Was das ist müsst ihr Natürlich selber lesen. Die Charaktere waren auch sehr gut aufgebaut. Da Amy im Koma liegt, bekomen wir nur ihre gedanken mit. Aber diese Reichen schon um zu grübeln von wem sie Spricht. Sie erzählt ihre errinerugen doch diese bleiben sehr schwammig. Sie weiß selber nicht wirklich was mit ihr Passiert ist. Sie ist auch jahre Später immer noch das Teenie Mädchen. Alex hat einen arsch voll Probleme will man meinen. Doch um sich das nicht eingestehen zu müssen flüchtet sie sich in die Story von Amy. Doch das tut ihr auch ganz gut, sie blüht wieder auf und versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen. Dabei Stößt sie auf ein Tief gehendes geheimnis. Jacob führt eigentlich ein Glückliches Leben. Er hat einen guten Job, eine tolle Frau und wird bald Vater. Wäre da nicht seine und Amy´s Vergangenheit die ihn einfach nicht loslässt. Er kann einfach nicht mit alle dem Abschließen. Als Alex auftaucht ist er alles andere als begeistert, doch er merkt das er für sich und seine Familie mit allem abschließen muss. Und daher rafft er sich auf und hilft Alex bei ihren Recherchen. Gelesen wird das ganze von Marie Bierstedt (Amy), Simon Jäger (Jacob) und Anna Carlsson (Alex). Die drei haben das unheimlich gut gemacht. Vor allem Simon Jäger. Er hat eine super tolle erzähl Stimme die mir echt Gänsehaut Verpasst hat. Doch die drei in Kombie waren echt super. Das hat genau gepasst. Auch wenn ich die gekürzte Lesung hatte, habe ich nicht das gefühl etwas verpasst zu haben. Ja gut das Cover ist eher nichtssagend Blau. Im laden hätte es mich wohl nicht so angesprochen denke ich. Bewertung: Ein toller Thriller der mich echt Packen und überraschen konnte. Doch ich muss einfach sagen das ich schon Bessere Thriller hatte. Ich habe mit mir gerungen aber ich denke mit Soliden 3 Sternen ist das Buch gut abgedeckt. Führ mehr hat einfach irgendwas gefehlt. Ich danke dem Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Die genannten Fakten sind der Website vom Randome House Verlag entnommen

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Das Hörbuch beginnt in der Vergangenheit, mit der Geschichte der fünfzehnjährigen Amy, wie sie von ihrer Liebschaft mit einem deutlich älteren Mann erzählt, dass (leider), genau wie Alex‘ Trunkenheit und daraus folgende One Night Stands und Erbrechen, sehr detailreich ausgeschmückt wurde, etwas, das ich für meinen Teil nicht in einem (Hör-)buch brauche. Das hat sich dann allerdings nach den ersten paar Kapiteln wieder gelegt. Der Krimi wird von drei Sprechern gelesen, eine für Amy, eine für Alex und einen für Jacob. Etwas verwirrend jedoch zuerst, da es sich um keinen personalen Erzähler handelt, und trotzdem die Stimmen dieser Personen den allgemeinen Erzähler in ihren jeweiligen Geschichten bilden. Die drei handelnden Charaktere kennen sich zu Beginn nicht und ihre Geschichten verweben sich im Lauf der Zeit. Ich bin am Anfang auch nicht wirklich mit den Charakteren klargekommen, Amy war mir zu naiv, Alex‘ Trinkverhalten hat mich absolut angeekelt und Jacob hatte mir zu wenig Durchsetzungsvermögen und Selbstbewusstsein seiner nervigen Frau Fiona gegenüber. Was mich zu einem nächsten Problem bringt – es gab einfach zu viele Namen. Den Mann von der, alte Freundinnen von Amy, der Vater von der und der, das hätte man meiner Meinung nach besser regeln können, oder mehr Rollen zusammen legen, oder gleich weglassen können, die kaum vorkommen. Als ich dann mit den Charakteren warm geworden bin, konnte auch endlich die Geschichte losgehen. Die mich dann total überrascht hat. Wahnsinnig spannend, und ich wusste wirklich bis zu den letzten fünf Minuten nicht, wer der Täter war. Der Krimi ist wirklich sehr gut gemacht, das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war, dass man als Zuhörer oder Leser, gerade zu Beginn, der Ermittlerin immer voraus war, dadurch, dass man Amys Geschichte in der Vergangenheit immer wieder durch Einwürfe mitbekommen hat. Wirklich viel Action gab es jetzt auch nicht, also keine Morde und gefährliche Zweikämpfe, aber die Ermittlungen und Nachforschungen über fünfzehn Jahre fand ich wirklich interessant und spannend.

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Zunächst einmal muss ich ein großes Lob für die Hörbuchsprecher vergeben. Simon Jäger kannte ich schon von verschiedensten Fitzek-Thrillern und mochte in diesen schon sehr gerne. Doch auch Anna Carlsson und Marie Bierstedt passten einfach perfekt zu den Rollen und zogen mich zusätzlich zu der Handlung in den Bann der Geschichte. Sie spielten gekonnt mit ihren Stimmen und schafften es die Gefühle und Gedanken der Charaktere perfekt widerzugeben. Ein Mädchen wird im Alter von 15 Jahren so brutal zusammen geschlagen, dass sie fortan im Koma liegt. Ihr Wesen altert nicht und so hat sie selbst viele, viele Jahre später noch das Denken einer 15-Jährigen. Der Täter konnte nie geschnappt werden. Die Charaktere des Buches sind alles andere als Stereotypen. Alex ist Alkoholikerin. Dies schreit gerade nach Stereotyp, doch gerade dies empfand ich als authetisch, da nicht nur das Trinken an sich thematisiert wurde, sondern auch dessen Begleiterscheinungen wie bspw. das Bettnässen und Einblicke in die eigentliche Sucht. Ihr Zustand wird schonungslos beschrieben, ohne von der eigentlichen Geschichte abzuweichen. Dabei ist sie nicht immer sympathisch, aber wer ist das schon? Doch auch Jacob ist unglaublich authentisch. Über ihn möchte ich gar nicht viel sagen, da man als Leser / Hörer seine Position und seine "Rolle" zunächst gar nicht so recht zuordnen kann und das ist auch gut so. Das Buch ist in drei unterschiedliche Perspektiven aufgeteilt. Den größten Platz nimmt wohl Alex ein, auf der Suche nach der Wahrheit. Dann ist da noch Jacob und auch Amy kommt immer wieder zu Wort. Denn auch, wenn sie nach dem schweren Unfall im eigenen Körper eingeschlossen ist, hat sie dennoch ein Bewusstsein. Auch gibt es immer wieder Rückblicke in die Zeit vor der schrecklichen Tat, die Amy ins Koma brachte. Das Buch selbst würde ich eher in die Sparte "psychologischer Spannungsroman" als "Thriller" stecken. Denn auch, wenn ich die Handlung unglaublich spannend und mitreissend fand: Die Geschichte ist sehr unblutig und ruhig. Es gibt keinen heftigen Countdown und keine großartigen Jagden. Doch das macht die Geschichte deshalb nicht weniger packend. Mich hat das Buch vom Stil (nicht von der Handlung) sehr an "Die Falle" von Melanie Raabe und "Gone Girl" von Gillian Flynn erinnert. Ich habe das Buch im Auto auf dem Weg zur Arbeit gehört und musste mich teilweise wirklich dazu zwingen auszusteigen und zur Arbeit zu gehen. Irgendwann reichte ich es mir dann und ich schnappte mir die CDs um das Hörbuch zuhause zu beenden. Teilweise war mir das Buch vielleicht ein klein wenig zu ruhig, aber das waren wirklich nur wenige Momente. Ansonsten hielt mich die Geschichte um Amy, Alex und Jacob völlig gefangen. Das Ende ist ansich befriedigend. Es bleiben keine wichtigen Fragen offen und auch der Täter / die Täterin kann identifiziert werden. Dennoch war mir das Ganze ein wenig too-much. Fazit: Ein ruhiger, aber dennoch spannender psychologischer Spannungsroman mit authentischen, nicht immer sympathischen Charakteren und grandiosen Hörbuchsprechern!

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Während der Recherche für einen Artikel begegnet die Journalistin Alex der gleichaltrigen Amy, die seit einem Angriff vor 15 Jahren im Wachkoma liegt. Kann Alex herausfinden, was damals passiert ist und den Schuldigen ausfindig machen? Die Geschichte wird in drei Erzählsträngen geschildert, die in der Hörbuchversion auch von drei verschiedenen Sprechern gelesen werden. Einerseits wird aus der Sicht der Journalistin Alex erzählt, die gegen ihre Alkoholsucht kämpft und sich mit Amy verbunden fühlt, da sie gleich alt sind und in der Nähe voneinander aufwuchsen. Der zweite Erzählstrang wird aus der Sicht von Jacob geschildert, bei dem erst im Laufe der Geschichte klar wird, was er mit der ganzen Sache zu tun hat. Und die dritte Perspektive wird aus der Sicht von Amy geschildert, wie sie alles erlebt hat, beginnend am Tag ihres Verschwindens. Die Autorin Holly Seddon gibt sich Mühe, nicht zu viel zu verraten, während die Geschichte fortschreitet. Das hält zwar einerseits die Spannung hoch, erschwert aber andererseits das Miträtseln. Im Grunde war ich ab Buchmitte überzeugt, den Täter zu kennen, schlussendlich wurde er aber dann doch ziemlich „aus dem Hut gezaubert“, da er zuvor kaum erwähnt wurde. Die Stimmung riss mich sehr mit, sodass auch ich unbedingt wissen wollte, wer Amy misshandelt hatte. Einige unrealistische Details haben mich allerdings etwas gestört, wie beispielsweise der Londoner Polizist, der einfach so mal einen Fall aus Kent übernimmt, weil das Opfer kein Vertrauen zur dortigen Polizei hat. Schon mal etwas von Zuständigkeiten gehört? Da kann man nicht einfach so einen Fall aus einem anderen Distrikt übernehmen! Und wieso muss immer wieder betont werden, dass Amy nicht hirntot sei? Sie atmet selbstständig, da ist wohl klar, dass zumindest gewisse Hirnfunktionen noch vorhanden sind! Den Figuren stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber. Die Protagonistin Alex ist mir zwar eigentlich sympathisch, allerdings ist sie eine Alkoholikerin mit den typischen Verhaltensweisen, was es schwierig macht, wie wirklich zu mögen. Jacob ist recht verlogen, und seine Frau Fiona eine hysterische, eifersüchtige Kuh (auch wenn sie nicht mit all ihren Vorwürfen unrecht hat). Nur Amy war mir durchgehend sympathisch. Auch wenn ich nicht alle ihre Handlungsweisen gutheissen konnte, so konnte ich sie doch in Anbetracht von Amys Alter nachvollziehen. Die drei Sprecher der Hörbuchversion machten ihre Sache gut, jedoch hatte vor allem die „Alex-Sprecherin“ Anna Carlsson oft etwas Mühe mit den Dialogen. In vielen Fällen konnte man kaum unterscheiden, wer da nun welchen Satz sagte. Mein Fazit Berührende Stimmung für den spannenden Kriminalfall.

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Die Story wird aus drei Perspektiven erzählt: Alex berichtet von ihren journalistischen Ermittlungen, Jakob (Amys Jugendliebe) von seinem Leben und seinen Schuldgefühlen und Amy von früheren Erlebnissen und dem, was sie im Koma so mitbekommt. Insgesamt macht das die Story genial, Stück für Stück wird so das Geheimnis um Amys Überfall aufgedeckt, der im Mittelpunkt des Geschehens steht. Amy wurde vor 15 Jahren missbraucht und überfallen. Seit dem liegt Sie im Wachkoma, ist aber nicht hirntot. Was ist damals mit ihr Geschehen? Was ist Amys Geheimnis? Klar ist, dass sie vor dem Missbrauch einvernehmlichen Sex hatte. Klar ist auch, dass dieser nicht mit Jakob passiert ist. Gemeinsam beginnen Alex und Jakob, die Ereignisse um Amy zu rekonstruieren. Euch erwarten ca. 9h Hörspaß. Anna Carlsson, Marie Bierstedt und Simon Jäger passen perfekt zu ihren Charakteren. Bierstedt schön naiv, Carlsson unsicher und kaputt, Jäger ängstlich und verloren. Sehr nice.

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Ein Psychothriller der Sonderklasse, mit Sogpotential. Langsam aber zwingend entwickelt sich die Geschichte, betrachtet aus verschiedenen Perspektiven. Immer wieder gibt es einen Verdacht, der sich als nichtig erweist, eine Spur die im Nirgendwo endet, einen Focus der nicht so richtig ist, wie es scheint. Wohin führen die Spuren? Gerade als alles logisch erscheint, erweist sich der Verdacht als falsch – das macht den reiz des Romanes – in meinen Augen eher des Psychothrillers – aus. Einzig die etwas abrupte Auflösung hinterlässt eine leichte Enttäuschung. Der Stil ist nicht zu anspruchsvoll, verständlich und recht schlicht, was aber dem Hörvergnügen keinen Abbruch tut. Die Charaktere sind realistisch und authentisch geschildert. Gelesen wird das Hörbuch von Marie Bierstedt, Anna Carlson und Simon Jäger, wobei jeder der wohlklingenden Stimmen ein Charakter zugeordnet ist.

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Vor über 10 Jahren wurde die Jugendliche Amy Stevenson brutal vergewaltigt und anschließend so heftig zusammengeschlagen, dass bis heute im Koma liegt. Der Täter wurde nie gefasst und die Ermittlungen sind längst eingestellt worden. Das Leben der Journalistin Alex Dare ist alles andere als perfekt gelaufen: Sie ist Alkoholikerin, ihre Ehe ist zerbrochen und sie hat ihre fixe Anstellung verloren. Derzeit arbeitet sie an einem Artikel über Menschen im Koma. Bei ihren Recherchen im Krankenhaus trifft sie auf der Komastation auch auf Amy und erinnert sich an ihre Geschichte. Sie fühlt sich mit Amy verbunden und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Amy bekommt nicht nur von Alex Besuch, sondern da ist auch ein geheimnisvoller Mann, der freiwillig Komapatienten besucht. Doch schnell wird klar, dass er eigentlich nur Amy besuchen will. Wer ist er und was weiß er über Amy? In ihren Debütroman kann die Autorin Holly Seddon mit einer komplexen und interessanten Geschichte punkten. Das Hörbuch wird von drei Sprechern vertont: Anna Carlsson, Marie Bierstedt und Simon Jäger. Anna Carlsson erzählt die Geschichte von Alex und sie stellt die junge Journalistin und ihre Probleme ganz gut dar. Ihre Stimme ist recht angenehm und passt hervorragend zu der Figur. Marie Bierstedt spricht die Rolle von Amy, die obwohl sie im Koma liegt etwas von ihrer Umwelt mitbekommt, dennoch das junge Mädchen geblieben ist. Auch Marie Bierstedt trifft genau den richten Ton um Amy eine eigenen Stimme zu geben und ihre Sicht der Dinge zu erzählen. Als dritter Sprecher wurde Simon Jäger engagiert, der den zu Beginn noch geheimnisvollen unbekannten Mann seine Stimme schenkt und seine markante Stimme rundet das ganze Hörbuch gekonnt ab. Der Autorin gelingt es durch die Wechsel der Perspektiven und der Zeiten eine gute Spannung zu erzeugen, durch die drei unterschiedlichen Sprecher wird das im Hörbuch noch deutlicher. Es ist sehr unterhaltsam die Entwicklungen der Figuren zu verfolgen, auch wenn es stellenweise doch eher langsam geschieht und die Geschichte erst zum Schluss richtig Tempo bekommt.

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Locked in

Von: analog 2.0

24.05.2016

"Locked in" von Holly Seddon hat mir gut gefallen. Das Hörbuch wird auf zwei Zeitebenen aus drei verschwenden Perspektiven erzählt, die am Ende wirklich toll zusammen gefügt werden. Zum ersten haben wir da Alex, eine junge Mittzwanzigerin mit einem großen Alkohol Problem. Während einer ihrer unzähligen Versuche einen Artikel für das lokale Magazin zu schreiben, stolpert Alex im Jahre 2010 über die im Koma liegende Amy. Alex wird hierbei von Anna Carllson gesprochen und Amy von Marie Bierstedt. Obwohl beide Protagonisten eigentlich im gleichen Alter sind, erkennt man einen deutlichen Unterscheid zwischen den beiden Personen. Alex (Anna Carllson) klingt sehr erwachsen, reif aber mit Problemen belastet. Amy hingegen (Marie Bierstedt) klingt eher wie die junge quirlige 16 jährige die sie vor dem Koma war. Die Geschichte wird gleichzeitig aus der aktuellen Situation (Koma 2010) beschrieben, als auch aus der Zeit davor (1995). Der dritte um Bunde ist Simon Jäger der den Part von Jonathan einem freiwilligen Besucher der Koma Station übernommen hat. Es dauert nicht lange bis eine Verbindung zur Amy im Jahre 1995 entsteht. Der Schreibstil hat es mir ganz besonders angetan. Durch die permanenten Wechseln zwischen Person und Zeit sind überall kleine gemeine "Cliffhanger" entstanden. Immer wenn man gerade glaubt ein Puzzle Teil eingefügt zu haben, dann gibt einem die Autorin ein neues an die Hand. Die Handlung dreht und wendet sich und es macht wirklich Spaß beim zuhören. Da Amy Stevenson im Koma liegt und scheinbar auch zunächst gar nicht weiß was um sie herum geschieht ist ihre Entwicklung eher klein. Obwohl mir die Auflösung gut gefallen hat, hätte mir ein klein wenig mehr in Sachen Amy gut gefallen. Die junge Journalisten Alex hingegen macht über das gesamte Hörbuch gesehen eine wirklich große Veränderung durch, leider kann ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten um euch den Spaß nicht zu nehmen. Sie wächst über sich selbst hinaus und schafft es einige Dinge ihres Lebens zu regeln. Was oben beschriebenes Ende angeht, gefallen mir die Wendungen rund um Alex sehr gut. Tja und "Jonathan" hat mich am Ende vollkommen überrascht, es passiert sehr leicht ihn falsch einzuschätzen. Alles in allem hat mir Hörbuch sehr gut gefallen. Eine wirklich packende Geschichte mit einem unvorhersehbaren Ende, gelesen von diesen 3 wirklich guten Sprechern, was könnte man sich mehr wünschen? Die Geschichte alleine bekomme von mir 4 Sterne, das Gesamtpaket aus Geschichte, Sprecher, Aufmachung und Umsetzung bekommt von mir 4,5 Sterne.

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