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Leserstimmen (61)

Holly Seddon: Locked in

Locked in Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41922-3

Erschienen: 14.03.2016
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Weder Krimi noch Thriller

Von: Das Bücherregaö Datum : 11.01.2017

dasbuecherregal.de/

Eine Geschichte über eines der furchtbarsten Verbrechen, dass eine Journalistin mithilfe einer Koma-Patientin zu lösen versucht.
Alex ist eine hervorragende Journalistin, oder besser gesagt war, denn der Alkohol hat ihr nach und nach die Kontrolle über ihr Leben entrissen und es zerstört.
Durch Zufall trifft sie auf die Komapatientin Amy, die vor Jahren verschwand und bei ihrem Wiederauftauchen ins Koma gefallen ist. Doch sie liegt im Wachkoma und kann so nach und nach Alex dabei helfen, ihre Geschichte aufzudecken.
Mit von der Partie ist zudem Jacob, der einzige, der Amy noch besucht und mehr über sie zu wissen scheint als jeder andere. Allerdings weigert er sich, Alex bei ihrer Recherche zu helfen.
Die Geschichte erzählt von Vertrauensmissbrauch, Jugend und vom Erwachsenwerden, Loslassen und den gestörten Gelüsten der Menschen.

Mehr als in dem kurzen Absatz möchte ich gar nicht über die Handlung verraten, da ich sonst nur Geheimnisse preisgeben würde, die jeder Leser selber lesend erfahren und lösen muss.
Doch ich kann verraten, dass Locked In aus Amys Perspektive aus dem Jahre 1995 und Alex' Perspektive aus dem Jahr 2010 geschrieben wurde. Wobei man Amys Jugendzeit auch durch einige charakteristische Merkmale dieser Zeit hätte erraten können, während man aus Alex' Zeit wenig mitbekommt.
Die beiden sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten mit komplett anderen Leben, doch ihnen beiden ist gemein, dass sie die Kontrolle über ihr Leben verloren haben und es ein mehr als mühsamer Weg ist, diese zurück zu erlangen. Selbiges gilt für Jacob, der einfach nicht die Fesseln der Vergangenheit abschütteln kann, die ihn immer wieder zurück zu Amy treiben und drohen, seine Ehe zu zerstören.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Leser auch Amys Sicht der Dinge erfahren konnte, ohne dass so viel verraten worden wäre, dass Alex' Teil die Spannung genommen worden wäre, sondern ganz im Gegenteil. Durch den gewählten Zeitpunkt zu dem Amys Perspektive angesetzt ist, wird der Leser nur noch neugieriger und auf weitere, verwirrende und meist falsche Fährten gelockt.
Die Alkoholprobleme von Alex treten während der Geschichte zwar eher in den Hintergrund, geben dem Ganzen aber diesen für die aktuellen Bücher typischen „menschlichen Touch“. Die Figuren werden zu mehr als „der ermittelnden Journalistin“ oder „dem Typen mit den Vergangenheitsbewältigungsproblemen“, sondern zu plastischen Menschen, die ein vollständiges Leben haben.
Weniger gut gefiel mir der Mangel an unterschiedlichem Stil für die verschiedenen Charaktere. Zwischen Amy und Alex gibt es zwar sprachlich durchaus Unterschiede, zu den anderen Erwachsenen in Alex' Umgebung jedoch weniger, was zu geringerer Differenzierung der Persönlichkeiten führte.
Mein Fazit: Locked In ist ein relativ spannender Roman, der viele schwierige Themen anspricht, ohne sie dabei übermäßig zu verdramatisieren. Wer etwas krimi-/ thrillerartiges sucht, was aber weder ein ausgesprochener Krimi noch ein Thriller ist, wird mit Locked In gut beraten sein.

Ein Buch mit sehr authentischen Charakteren

Von: Magische Momente in der kleinen Bücherwelt Datum : 21.08.2016

annaskleinebuecherwelt.blogspot.de/

Das Cover und der Klappentext
Das Cover ist wirklich ein Hingucker. Zwar ist es nur dunkelblau und schwarz, aber es glänzt sehr schön, was dem Buch ein besonderes Aussehen verleiht. Leider ist es dadurch aber auch sehr anfällig. Fingerabdrücke sieht man sehr schnell. Der Klappentext ist sehr kurz und verrät nur etwas über Alex, eine der Protagonistinnen. Zwar finde ich ihn gut, aber ein paar mehr Worte hätte ich hier wünschenswert gefunden.

Der Schreibstil
Der Schreibstil ist schwer zu bewerten, da das Buch aus dem Englischen übersetzt wurde. An sich finde ich ihn gut, an manchen Stellen fand ich die Übersetzung ein wenig komisch, wie z.B. das oben genannte Wort Mädchenrippen. Jedoch war er sonst gut zu verstehen und ich konnte mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen, was für einen sehr bildlichen Schreibstil steht.

Die Charaktere
Neben der im Klappentext genannten Alex, die hier schon gut beschrieben wurde, dreht sich die Geschichte natürlich um Amy, deren Gedanken immer wieder beschrieben werden. Amy liegt, nachdem sie zusammengeschlagen wurde, im Wachkoma, bekommt aber viel von ihrer Außenwelt mit. Ihr Freund Jacob besucht sie auch nach 15 Jahre noch im Krankenhaus. Auch Jacob begleitet der Leser immer wieder durch sein Leben, dass aus Höhen und Tiefen besteht. Richtig abgeschlossen mit seiner Vergangenheit hat er leider nicht. Die Charaktere waren sehr Interessant, da sie authentisch gewirkt haben und jeder sein Päckchen mit sich zu tragen hat. Hier findet man keine perfekten Menschen, sondern Menschen, die im wahren Leben so existieren könnten.

Der Einstieg in das Buch
Das erste Kapitel startet mit der Vergangenheit von Amy. Man lernt das junge Mädchen kennen und kann schon erahnen, was auf einen zu kommt. Der Einstieg hat mir gut gefallen, da man hier nicht Mitten ins Geschehen geworfen wurde. Wer ihr allerdings das Grauenvolle angetan hat, bleibt offen und wird erst im Verlauf deutlich.

Die Spannung, Handlung und Idee
Die Spannung blieb mittelmäßig. Es gab Stellen, bei denen ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Das Buch wird in den Bereich des Thrillers & Krimi eingeordnet. Für einen Thriller fehlt mir doch sehr viel, viel eher würde ich es dann als Krimi einordnen, obwohl ich mir da auch nicht so sicher bin. Man sollte hier nicht erwarten, viel Action zu bekommen. Vielmehr begleitet man die Arbeit von Alex, um den Fall von Amy aufzuklären. Die Idee finde ich gut und interessant. Gerade auch, dass Wachkomapatienten mehr mitbekommen, als man üblich denkt. Auch wenn die Spannung, wie bereits  erwähnt, eher mittelmäßig einzustufen ist, habe ich das Buch doch gerne gelesen, da es mich immer wieder überraschen konnte. Bis auf die letzten Seiten, wusste ich nicht, wer der Täter war, denn die Autorin hat es so geschickt verpackt, dass ich immer wieder auf die falsche Fährte gelockt wurde.

Das Ende
Das Ende hat mich doch überrascht. Auch wenn ich eine Vermutung hatte, hat die Autorin meine Idee noch einmal komplett über Bord geworfen. Es hat mir sehr gut gefallen und mich noch einmal begeistert.

Mein Fazit
Zwar kein actionreiches Buch, aber sehr gut und auch spannend zum Lesen. Wer auf Bücher steht, bei denen man mit rätseln kann und gerne interessante Charaktere begleitet, sollte das Buch unbedingt lesen.

Locked im Buch!!!

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum : 16.08.2016

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Wow, wow, wow!!! Ich habe von dem Buch weniger erwartet. Der Klappentext klang so, ok klingt ganz interessant und du hast mal Lust auf was anderes als Fantasy. Und dann lässt mich dieses Buch einfach nicht mehr los und ich hatte es binnen 2 Tage durch. Was ich nach dem Klappentext eigentlich nicht erwartet hätte. Aber man spielt selber Detektiv und ratet mit, wer Amy denn ins Koma gebracht haben könnte. Und natürlich kommt man nie drauf! Echt genial.
Beschrieben wird die Handlung von verschiedenen Personen, erzählt wird aus deren Leben oder Verbindung mit Amy. Auch total interessant ist Amy´s Sichtweise von den Neunzigern bis hin zur Gegenwart. Dadurch das alle so menschlich rüberkommen, da alle ihre Probleme haben, Amy z.B. ihre Teenie-Probleme oder Alex mit ihrem Alkohol-Problem, trifft das Buch einen Nerv und lässt einen mehr in der Handlung mitspielen, anstatt nur distanziert zu Beobachten. Teilweise fühlt man einfach mit den Personen mit.
Alex überrascht einen natürlich, denn am Anfang denkt man, sie bekommt nichts hin, da sie ihr Leben einfach nicht auf die Reihe bekommt, doch weit gefehlt. Je mehr sie in den Fall hinein gezogen wird, desto mehr wird wieder ihr journalistischer Spürsinn geweckt. Und es scheint, als würde es ihr dadurch besser gehen. Auch wenn sie ihr Alkohol-Problem auf einer Seite unsympathisch macht, macht sie ihre Sympathie für Amy wieder sympathischer, weil sie alles versucht den Fall aufzuklären.
Also alles in Allem ist es ein echt gutes Buch, was ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und auch das gar nicht wollte.

Fazit
5/5
Durch den Klappentext erscheint das Buch erstmal nicht so spannend, aber es ist wirklich ein Highlight! Es baut sich nach und nach so eine Spannung auf, dass man unbedingt wissen will, wer Amy ins Koma gebracht hat und das Buch wird kaum noch aus der Hand gelegt. Völlig verdiente volle Punktzahl!

Ein gutes Buch zum Miträtseln!

Von: Nadine's Bücherwelt Datum : 13.08.2016

everyones-a-book.blogspot.de/


Als ich dieses Buch entdeckt habe, musste ich es unbedingt lesen. Es hat auch nicht lange gedauert, bis ich es angefangen habe und hierbei habe ich mich ganz besonders auf das Locked-in-Syndrom gefreut, weil ich mich für Themen wie diese interessiere. Meine Erwartungen konnte das Buch nur teilweise erfüllen, gefallen hat es mir aber trotzdem.

In diesem Buch gibt es mehrere sehr unterschiedliche Protagonisten. So lernt man die Journalistin und "Alkoholikerin" Alex Dale kennen, dann wiederum die Syndromträgerin, bzw. die Wachkomapatientin Amy, um die sich alles dreht und den ehemaligen festen Freund Jacob, sowie seine Mutter Sue. Insgesamt kann man sich in alle Personen gut hineinversetzen und sollte einem das anfangs noch schwer fallen, vor allem aufgrund der Tatsache, dass das Auseinanderhalten erstmal nicht ganz leicht ist, wird es mit der Zeit immer einacher.

Besonders lieb gewonnen habe ich Amy und Alex, wobei Alex mich mit ihren Alkoholattacken immer wieder etwas genervt hat. Amy hingegen tat mir größtenteils leid, weil sie immer noch in ihrem 15-jährigen Ich gefangen war und keine Ahnung von ihrem tatsächlichen Alter hatte. Das wurde wirklich gut rübergebracht und ich habe unheimlich viel von alledem mitgenommen. Genau deswegen hätte ich mir in der Richtung noch mehr geüwnscht. Jacob habe ich lieb gewonnen, wobei es auch bei ihm immer wieder geschwankt hat. Sie hatten eben alle ihre Geheimnisse und sind ganz normale Menschen und im Grunde genommen lernt man sie alle recht gut kennen, sellbst wenn man nicht alles erfährt.

Neben ihnen gab es aber auch noch die Nebencharaktere, die ebenfalls unheimlich ausdrucksstark waren und das ist nicht übertrieben. Alle Charaktere hatten etwas unglaublich echtes, das einen immer wieder hat denken lassen, dass es wirklich mal passiert sein muss. Besonders schlimm fand ich Jacobs Familie, weil die drei Brüder, Jacob, Tom und Simon, so unterschiedlich behandelt wurden und es dort irgendwie immer angespannt war. Auch Becky und Jenny fand ich super beschrieben.

Schön war im Prinzip keine der Geschichten, denn alle Personen hatten ihre düsteren Geheimnisse und traurigen Gedankenwelten. Trotzdem muss ich nochmals hervorheben, dass alle Charaktere sehr überzeugend waren, doch dieses Düstere hat mich ziemlich runtergezogen und nachdenklich gemacht. Spaß hatte ich dafür beim Miträtseln um den Täter, womit ich nicht ganz falsch lag ;)

Die Story ist wirklich gut durchdacht und es gab immer wieder etwas zum Rätseln und kennenlernen. Das fand ich sehr gut gemacht und auch unterhaltsam. Schade ist wie gesagt, dass das Syndrom nicht noch näher in den Fokus gerückt ist und das Ende hat mich auch etwas zwiegespalten zurückgelassen. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich nun alle Fragen beantwortet habe, doch an sich ergibt alles Sinn.


Fazit:
Wahrscheinlich merkt ihr, dass ich zwiegespalten bin und meine Gedanken nicht richtig in Worte fassen kann. Wenn ich näher auf die Charaktere eingehe, würde ich euch zu viel vorwegnehmen und dementsprechend belasse ich es dabei. Trotzdem sind sie alle sehr überzeugend und vor allem echt gewesen, sodass man das Gefühl hatte Personen beschrieben zu bekommen, bzw. die Story einer Person zu erfahren, die so wirklich existiert. Das hat es für den Leser unglaublich realitätsnah gemacht. Da sich das Buch aber vor allem auf das Locked-in-Syndrom bezieht hätte ich in die Richtung noch etwas mehr erwartet und vor allem gegen Ende auf mehr Ergebnisse gehofft. Das fiel leider eher nüchtern aus, ein paar Erkenntnisse konnte ich aber trotzdem gewinnen. Dafür wurde sehr viel Wert auf das Aufdecken des Täters gelegt und man begleitet Alex sozusagen als absolute Hauptprotagonistin, es gibt schließlich 4 Stück ;) Bei allen vieren, ob nun Alex, Jacob, Amy oder Sue hatte ich gemischte Gefühle und trotzdem versteht man sie, weil man ja praktisch in ihrer Haut steckt. Der eher mäßige Anfang der Geschichte hat sich schnell in Spannung umgewandelt und trotzdem konnte mich das Buch nicht so fesseln, wie erhofft. Es ist alles sehr zwiegespalten und ich hatte einfach noch einen Hauch mehr erwartet, vor allem was Amys Situation gegen Ende angeht. An sich ist die Geschichte aber wirklich gut und das Ende sehr überzeugend, deshalb vergebe ich diesmal 4 Leseschmetterlinge :)

Super spannende Mischung aus Roman und Thriller!

Von: Mathematiqua Datum : 12.08.2016

www.mathematiqua.com/lesemonat

Alex ist freie Journalistin, geschieden, und hat ein Alkoholproblem. Als sie einen Artikel über Wachkomapatienten schreiben soll, bietet sich ihr eine Chance, wieder einen Schritt zurück ins Leben zu wagen. Sie trifft auf Amy, ein Mädchen, das vor Jahren verschwunden war und dann fast tot geschlagen wiederaufgefunden war und seither im Wachkoma liegt. Der Fall wurde nie geklärt. Vor ihrem Tod ging Amy mit einem mysteriösen Mann mit, der offensichtlich nicht ihr Freund gewesen ist. Doch wer war dieser Mann? Und was ist damals wirklich geschehen?

"Locked in" ist eine Mischung aus Roman und Thriller, also das perfekte Buch für meinen Geschmack. Die Geschichte ist intelligent aufgebaut, die Sprache ist einfach hervorragend und macht Lust auf mehr. Der Perspektivenwechsel von Kapitel zu Kapitel verstärkt die Spannung zusätzlich und die Story kann auch mit der ein oder anderen Pointe aufwarten.
Mir haben die Charaktere, die sehr detailreich und lebendig beschrieben werden, ausgesprochen gut gefallen, und auch das Setting, in dem der Roman stattfindet, wirkt glaubhaft, plausibel und anrührend.

Zum Ende kann ich jetzt nicht viel sagen, ohne zu spoilern, aber an dieser Stelle sei so viel gesagt, dass ich es sehr schön fand, dass es nicht so "klassisch" endete mit einem Standard-Happy-End (was aber jetzt auch nicht heißen soll, dass es ein trauriges Ende hätte, seht einfach selbst). Ich würde es hauptsächlich als überraschendes Ende beschreiben, das Raum zum weiterdenken lässt.

Der Roman bekommt von mir fünf von fünf Sternen, da er mich direkt vom ersten Kapitel an fesseln konnte und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen hat. Und das alles mit einer inhaltlich wie sprachlich herausragenden Geschichte. Ein bisschen gestört hat mich manchmal das Verhalten von Jacob gegenüber Fiona, da hätte man doch sicherlich einiges "einfacher" gestalten können, aber alles in allem ist "Locked in" einfach top und man muss es echt gelesen haben!

Für Menschen, die es gerne aufregend mögen, aber trotzdem keine Lust auf eine klassische Kriminalgeschichte mit Polizei, FBI oder was auch immer haben, sondern lieber das Innere der beteiligten Personen verfolgen.

Locked In - ein spannender Fall zum mitraten.

Von: Elizzy Datum : 19.07.2016

https://readbooksandfallinlove.wordpress.com/

Zusammenfassend
Ein Verbrechen, das vor 15 Jahren geschehen ist, holt Alex Dale auf einer Krankenstation ein. Als sie für einen Artikel über Wachkoma Patienten recherchiert, entdeckt sie Amy. Amy ein Mädchen, das als Teenager entführt, misshandelt und beinahe getötet wurde. Alex ist sofort an dem Fall interessiert, will für Gerechtigkeit sorgen und dem Täter auf die Spur kommen. Doch wie weit kann sie in den Fall zurück gehen? Ist es nicht schon viel zu spät?


Amy ist immer noch irgendwo da drin. Das weiss Alex und sie kann es sogar ab und zu noch fühlen. Amy steckt in einem Gedankenstrudel fest und scheint im Gedächtnis nicht älter als 15 zu sein. Sie macht sich sorgen, wieso sie so lange schläft, wann der Abschlussball stattfindet und wer mit wem gerade geht. Ausserdem vermisst sie ihre Mutter schrecklich fest. Und doch kann sie sich nicht mehr genau erinnern, was passiert ist und wer ihr das angetan hat.


Jacob besucht Amy beinahe jede Woche. Er hält ihre Hand und spricht mit ihr, doch er ist ein Ehrenamtlicher und sitzt am Bett eines jeden Patienten. Oder etwa nicht? Wer ist Jacob, der seine hochschwangere Frau anlügt, um Amy zu besuchen? Hat er etwas mit dem Fall vor 15 Jahren zu tun?


Abwechselnd zwischen Alex, Jacob, Amy und Sue werden die Geschehnisse der vergangenen 15 Jahre noch einmal erlebt. Was wurde übersehen? Wurden alle Zeugen gründlich befragt? Mit Hilfe von Alex' Ex Mann Matt, kommt sie an wichtige Polizei Daten und kann neue Verdächtige ins Spiel bringen. Schliesslich wuchs Amy mit ihrer Mutter bei ihrem Stiefvater Bob auf. Bob, der nur das Beste für sie wollte, doch einen grossen Kontrollzwang ausübte. Hatte er vielleicht etwas damit zu tun? Oder war es sogar ihr leiblicher Vater? Alex muss jeder Spur nachgehen, doch so einfach ist das nicht, denn Alex kämpft mit ihrem Alkoholproblem und kann sich nur schwer für mehrere Stunden konzentrieren, wird sie es trotzdem schaffen den Fall aufzuklären?


Gefiel mir sehr
Ich mochte es sehr, dass viele Protagonisten zu Wort kamen und man so aus verschiedenen Blickwinkeln auf die Geschichte blicken konnte. Man bekam ein viel besseres Gespür für den Fall und lernte Amy immer besser kennen. Auch fand ich recht schnell ein Gefühl für Alex und konnte mich in sie hineinversetzen. Natürlich weiss ich nicht wie schwierig es sein muss mit einem Alkoholproblem zu kämpfen aber ich fand durchaus, dass die Autorin es schaffte ein realistisches Szenario dafür zu schaffen. Jacob war mir Anfangs nicht sehr symphatisch, da ich dachte, er hätte mehr damit zu tun als gut für ihn wäre, doch dies änderte sich zum Glück nach ein paar Kapiteln und ich konnte mich mit seiner Rolle in der Geschichte anfreunden.


Gefiel mir nicht
Ich mochte es nicht, dass Jacob nicht ehrlich zu seiner Frau war. Ausserdem konnte ich mit ihr so rein gar nichts anfangen. Sie war mir ein zu abstrakter Charakter und wirkte mit ihrer übertriebenen Art eher unrealistisch. Auch wenn vielleicht ihre Hormone verrückt spielten, sie war mir in machen Szenen doch zu abgedreht. Erst gegen Ende konnte ich mit mir ihr anfreunden und fand ein paar tolle Seiten an ihr.


Schreibstil & Cover
Der Schreibstil ist einfach gehalten und kann Spannung aufbauen, auch versuchte die Autorin am Ende den Leser in die Falsche Richtung zu leiten und meiner Meinung nach ist ihr das gut gelungen, denn ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Täter war!


Das Cover ist schlicht in Blau und Schwarz gehalten, gefällt mir an sich recht gut ist aber jetzt nicht sonderlich Originell. Die Printausgabe glänzt jedoch viel mehr, als hier das Bildcover!


Fazit
Für mich war Locked in ein tolles Lesevergnügen, das zurecht ein Roman ist. Natürlich hatte es einige Thriller Aspekte, doch letzten Endes behielt es seine Roman Eigenschaften. Ich kann euch das Buch wirklich sehr empfehlen, wenn ihr spannende Fälle mögt, bei denen ihr selbst mitraten könnt, wer der Täter sein könnte! Ich wünsche euch ganz viel Spass damit und lasst mich wissen, wie euch das Buch gefallen hat!


Bewertung
Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)



Vielen Dank an Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Hier geht es zur Leseprobe.
Hier gibt es den Buchtrailer!
Hier könnt ihr das Buch kaufen.

Ein fesselndes Buch welches ich jedem Leser nur empfehlen kann. Volle Punktzahl!

Von: Mordsbuch Datum : 30.06.2016

www.mordsbuch.net/

Buchinfo
Locked in: Wach auf, wenn du kannst - Holly Seddon
Broschiert - 432 Seiten - ISBN-13: 978-3453419223
Verlag: Heyne Verlag - Veröffentlichung: 8. März 2016 - EUR 12,99
Kurzbeschreibung
Manche Geheimnisse verschwinden von selbst. Andere nie. Sie sind nur eingeschlossen.
Alex Dare ist Journalistin. Und Alkoholikerin. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Plötzlich wird Alex‘ journalistischer Spürsinn wieder wach. Denn sie kennt Amy. Und sie meint zu ahnen, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll ihr schon glauben? Es sei denn, Amy gibt ihr Geheimnis preis ...
Psychologische Spannung auf höchstem Niveau ― fesselnd gelesen von Anna Carlsson, Marie Bierstedt und Simon Jäger.
Bewertung
„Locked in: Wach auf, wenn du kannst“ ist der Debütroman von Holly Seddon. Das Buch hat alles was ein gutes Buch braucht. Es ist spannend, unterhaltsam und ergreifend. Erzählt wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und zwei Zeitebenen, wodurch man einen guten Einblick in die Handlungen und Gedanken der verschiedenen Personen bekommt. Die unterschiedlichen Charaktere sorgen für Abwechslung, sie sind realistisch und authentisch. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und zu den Themen „Alkoholismus“ und „Koma“ wurde gut recherchiert.
Fazit: Ein fesselndes Buch welches ich jedem Leser nur empfehlen kann. Volle Punktzahl!

Beeindruckend und ungewöhnlich

Von: Martina Meyen Datum : 25.06.2016

www.eseloehrchen.de

Das Locked-in-Syndrom bezeichnet laut Wikipedia einen Zustand, in dem ein Mensch zwar bei Bewusstsein jedoch körperlich fast vollständig gelähmt und unfähig ist, sich sprachlich oder durch Bewegungen verständlich zu machen. Eine schreckliche Vorstellung, aber genau das ist Amy widerfahren. Zunächst lerne ich den unbeschwerten Teenager Amy kennen und schon im nächsten Kapitel finde ich mich auf der Krankenstation für Wachkomapatienten wieder. Dort begegne ich ebenfalls Alex, die für einen Artikel dort recherchiert und zufällig am Bett von Amy landet. Ab diesem Moment nimmt das Schicksal seinen Lauf und das Leben beider Frauen wird sich verändern. Alex, die eigentlich nur noch für ihre Sucht lebt, sieht plötzlich einen neuen Sinn, sie hat ein Ziel und ihr Jagdinstinkt wird neu geweckt. Sie will unbedingt heraus finden, was damals vor 15 Jahren mit Amy passiert ist und hilft sich damit auch selbst. Ihre Vergangenheit ist ebenfalls dramatisch, allerdings auf eine ganz andere Art. Der Dritte im Bunde ist Jacob, den ich zunächst gar nicht zuordnen konnte und dann ist er eine wichtige Schlüsselfigur. Deshalb möchte ich hier gar nicht so viel über seine Passagen sagen, damit die Spannung erhalten bleibt. Ja, ich erlebe immer wieder Spannungsmomente, aber auch viele leise Passagen, die nachdenklich machen.

Holly Seddon baut ihren Roman sehr gekonnt auf. Sie widmet die einzelnen Kapitel Alex und Jacob, springt ein wenig zwischen den Zeiten hin und her und lässt auch Amy zu Wort kommen. Das habe ich als besonders dramatisch und emotional empfunden. Der Rest liest sich ein bisschen wie ein Thriller. Aber es ist definitiv kein Thriller. Wer das erwartet, wird enttäuscht sein. Es gibt zwar viele Spannungsmomente, aber das Hauptmerkmal dieses Romans ist ein anderes. Denn die leisen Passagen, die mich unweigerlich nachdenklich machten, machen diesen Roman zu etwas Besonderem. Auch wenn mich die Gedanken von Amy sehr berührt haben, so geht mir auch das Schicksal von Alex sehr nah. Sehr einfühlsam und dann wieder knallhart berichtet Holly Seddon über ihre Exzesse. Mitgefühl mischt sich mit Ekel und wandelt sich zu Achtung vor dem eisernen Willen, den die junge Frau an den Tag legt. Und auch Jacob hat ein schweres Päckchen zu tragen, das völlig anders geartet ist und mir einen interessanten Blickwinkel bietet. Am Ende fügt sich alles zusammen zu einem stimmigen und sehr emotionalen Ganzen.

Fazit: Beeindruckender Roman über das Locked-in-Syndrom, informativ, berührend und mit vielen Spannungselementen!

Hat das Zeug zum *Lieblingsschmöker*

Von: corinnabub Datum : 01.06.2016

www.seistillsieliest.blogspot.de/

Der deutsche Titel des Buches passt perfekt, denn 'Locked in' heißt übersetzt 'eingeschlossen' - im übertragenen Sinne 'Im eigenen Körper gefangen'.

Im Vordergrund der Geschichte steht die Journalistin Alex, die einen Artikel über Komapatienten schreiben soll. Während ihrer Recherchen wird sie auf die mittlerweile 30-jährige Amy aufmerksam, die seit 15 Jahren im Wachkoma liegt. Sie wurde 1995 schwer verletzt im Wald aufgefunden, aber bis heute hat niemand herausgefunden, was damals mit dem Mädchen passiert ist, bzw. wer ihr die schweren Verletztungen zugefügt hat.

Alex, die im gleichen Alter ist, erinnert sich noch an das Geschehen und weiß auch noch, wie sehr sie dieses Ereignis damals mitgenommen hat. Sie kann Amy nicht aus ihren Gedanken verbannen und beschließt, den Fall neu aufzurollen. In erster Linie für Amy, die keine Angehörigen mehr hat, aber auch um vielleicht einen guten Artikel daraus zu machen.

Nach außen wirkt die Journalistin tough, aber in Wirklichkeit endet ihr Arbeitstag und auch ihr Alltag um Schlag Mittag. Danach wendet sie sich dem Alkohol zu und ist zu nichts mehr zu gebrauchen. Eine zerstörte Ehe und eine gescheiterte Karriere können sie auch nicht davon abhalten, sich weiterhin systmatisch zu zerstören. Da ihr Ex-Mann Polizist ist, nimmt sie Kontakt zu ihm auf und bittet ihn um Hilfe. Er ist zwar bereit ihr zu helfen, möchte aber keinen Kontakt auf privater Basis, da er neu liiert ist und das Paar sein erstes Kind erwartet. Ein weiterer Schlag für Alex und sie "schießt" sich erstmal komplett ab. Doch der "Fall Amy" hilft ihr wieder auf die Beine und sie beginnt mehr oder minder nüchtern mit ihrer Arbeit - in der sie einmal ein richtiges Ass war. Allerdings gibt es da jemanden, dem ihre neugierigen Fragen gar nicht gefallen....

Alex ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Ihre private Geschichte fand ich fast spannender als den Fall. Sie versucht vom Alkohol wegzukommen und der Leser erfährt viel über ihre Vergangenheit als Ehefrau und angesehene Journalistin. Trotz allem hat sie aber immer noch Biss und diese Tatsache entgeht auch ihrem Ex-Mann nicht...

Ein weiterer Erzählstrang handelt von Jacob, über den ich euch aber nichts weiter verraten möchte. Nur soviel - er sitzt so oft er kann an Amys Bett und hält ihre Hand. Zuhause hat er eine schwangere Frau, die von seinen Besuchen im Krankenhaus nichts weiß. Doch die Journalistin Alex kommt irgendwann dahinter und konfrontiert Jacob mit ihrem Wissen. Wird und kann er ihr helfen Amys Peiniger zu finden? Oder ist er etwa die gesuchte Person?

Da es in der Geschichte einige Zeitsprünge gibt, was mir übrigens sehr gut gefallen hat, ist jedes Kapitel mit einem Datum versehen und dem Namen des jeweiligen Protagonisten. Leider wurde die Erzählung nicht in der Ich-Form geschrieben, denn so mag ich es am liebsten. :-)

Das Thema Wachkoma ist unheimlich vielschichtig und interessant. Es gibt zahlreiche Formen und um hier so authentisch wie möglich zu bleiben, hat die Autorin viel recherchiert und viele Bücher darüber gelesen. (s. Interview auf www.randomhouse.de)

In einigen wenigen Kapiteln kommt auch Amy zu "Wort", denn sie bekommt sehr wohl alles mit und so kann der Leser auch an ihren Gedanken teilhaben. Außerdem weiß sie genau, wer ihr das angetan hat. Die Abschnitte mit der Komapatientin sind nicht nur sehr berührend, sondern auch sehr spannend. Denn hier erfährt man so einiges über ihre Besucher, von denen Alex natürlich nichts mitbekommt und da Amy nicht sprechen kann, muss sie wohl von alleine darauf kommen.

Am ehesten würde ich den Roman in das Genre "Psychologischer Spannungsroman" einordnen. Es gibt einen Täter/eine Täterin und ein Opfer. Außerdem viele Geheimnisse und noch mehr spannende Momente. Ich habe das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zugeklappt, denn auch das Ende war so wie ich es gerne habe - realistisch, glaubhaft und authentisch!!!

Fazit: Ein vielschichtiger und spannender Schmöker ganz nach meinem Geschmack. Es hat einfach an nichts gefehlt und die Geschichte war total authentisch. Besonders spannend fand ich die Kapitel mit ihrem Ex-Mann, der sich von ihr zu einigen nicht ganz legalen Recherchen überreden lässt und natürlich den Aspekt des Täters/der Täterin, der/die immer ein Auge auf Alex hat.

Eine tolle Geschichte!

Von: Lee-Lou Datum : 27.05.2016

leelouswelt.blogspot.de/

Alex Dale ist Journalistin und möchte einen Artikel über Wachkomapatienten schreiben. Bei ihrer Recherche wird sie auf Amy aufmerksam, die seit 15 Jahren in einem Krankenhausbett liegt und dazu verdammt ist, sich die Poster ihrer Jugend anzuschauen.

Amy war 15 Jahre alt, als sie sich heimlich auf einen älteren Mann eingelassen hat, der sie nicht nur vergewaltigt sondern auch schwer misshandelt ihren Verletzungen überlassen hat.

Alex setzt sich ein Ziel: Sie möchte neben ihren Recherchen für den Artikel auch rausfinden, was Amy wirklich zugestoßen und wer für ihren Zustand verantwortlich ist. Denn die Polizei hat diesen Fall schon längst zu den Akten der ungelösten Fälle gelegt.

Persönliche Meinung:

Gleich zu Beginn wird man in die Geschichte hineingeworfen und bekommt mit, dass Alex ein massives Alkoholproblem hat und wie selbstzerstörerisch sie handelt.
Trotz der Alkoholsucht versucht Alex ihren Job - den sie sehr liebt - nicht zu vernachlässigen und sich nichts anmerken zu lassen.

Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen.

1995: In diesem Jahr wird immer wieder ein wenig beschrieben, wie Amy in die Situation kam, in der sie sich im ganzen späteren Verlauf befindet.

2010: Hier verfolgt der Leser, wie Alex mit ihrer Alkoholsucht umgeht und wie ihre Recherchen laufen bzw. Form annehmen.

Neben diesen beiden Zeitsprüngen, gibt es auch mehrere Perspektiven von verschiedenen Personen.

"Ein messerscharfer, rasanter Plot und faszinierend komplexe Figuren. Seit GIRL ON THE TRAIN hat mich kein Roman so beeindruckt." Tess Gerritsen

Ja, es gibt tatsächlich ein paar parallelen zu Girl on the Train, weshalb ich - als ich das gemerkt habe - wirklich Angst hatte diesen Roman zu lesen. Doch der Inhalt und die ganze Geschichte ist vollkommen anders!! Im Nachhinein muss ich sagen: Holly Seddon hat genau das umgesetzt und erreicht, was Paula Hawkins nicht gelungen ist. Ganz ohne die Journalistin ständige Blackouts durchleben zu lassen!

Es gab immer wieder ein paar Tage, an denen ich keine Lust hatte etwas zu lesen. Aus diesem Grund hat sich dieser Roman - meinem Lesetempo geschuldet - etwas in die Länge gezogen. Was aber nicht daran lag, dass mir der Inhalt nicht gefallen hat.

Während "Girl on the Train" eine mehrwöchige Leseflaute bei mir ausgelöst hat, hat "Locked in" mich wirklich toll unterhalten!

Locked in. Wach auf, wenn du kannst.

Von: Liz Datum : 26.05.2016

https://www.instagram.com/bookish.whisper/

Thema:
Das Buch "locked in, wach auf wenn du kannst" von Holly Seddon ist im Heyne Verlag erschienen und umfasst 430 Seiten. Die Journalistin Alex schreibt einen Artikel über Komapatienten und wird auf Amy Stevenson aufmerksam. Amy liegt seit Jahren im Wachkoma und wurde misshandelt, jedoch weiß niemand was genau passierte und wer ihr das angetan hat.

Cover:
Das Cover ist wirklich unfassbar schön. Wenn man es gegen das Licht hält, glänzt es, was es für mich total besonders macht.

Meinung:
"Locked in, wach auf wenn du kannst" ist ein unfassbar spannendes Buch. Es wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, wie zum Beispiel aus der von Journalistin Alex und der im Wachkoma liegenden Amy. Man will das Buch kaum aus der Hand legen, weil man einfach immer wissen will, wie es weiter geht. Was man zu Alex vielleicht noch wissen sollte, ist dass sie ein Alkoholproblem hat, was das Ganze noch erschwert. Für mich hat das Buch auch noch ein wenig was von einem Thriller, da noch einige unerwartete Dinge passieren. Es ist auf jeden Fall eine Empfehlung von mir, wenn ihr gerne mal spannende Bücher lest!

➡ es gibt übrigens das sogenannte "locked-in-Syndrom", welches den Zustand beschreibt, dass ein Mensch bei Bewusstsein ist, jedoch körperlich gelähmt und somit unfähig ist, sich sprachlich oder durch Bewegungen verständlich zu machen.

"Locked in, wach auf wenn du kannst" bekommt von mir 4 von 5 ⭐ - der eine Stern Abzug, weil ich gerne mehr von Amy selbst gelesen hätte und mir die Kapitel manchmal ein wenig zu kurz waren, was das Buch aber nicht schlecht machen soll! 4/5 ist immer noch eine großartige Bewertung und ich würde es immer wieder lesen ��

Ein bewegendes und spannendes Debüt aus geschickt verflochtenen Perspektiven und interessanten Figuren.

Von: Nisnis's Bücherliebe Datum : 26.05.2016

nisnis-buecherliebe.blogspot.de/

Die Journalistin Alex Dale arbeitet an einer Reportage zu Wachkomapatienten. Als Alex bei ihrer Recherche für einen Artikel auf Amy Stevensons stößt, die sich seit vielen Jahren im Wachkoma befindet, ist der Ehrgeiz der einst brillanten Journalistin neu entfacht. Alex erahnt ein düsteres Geheimnis um Amy, doch da sie alkoholkrank ist, wird man ihren Recherchen wohl kaum Glauben schenken.

Die Autorin:

Holly Seddon wuchs im Südwesten Englands auf und leb mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Amsterdam. Sie arbeitete fünfzehn Jahre lang in verschiedenen Nachrichtenredaktionen. Als freie Journalistin schreibt sie für Magazine, Tageszeitungen und Onlinemedien.

Reflektionen:

Die Journalistin Alex Dale leidet unter der Trennung von ihrem Mann, an Einsamkeit und einem „versucht“ kontrolliertem Alkoholproblem. Die ersten Worte der Autorin zu Alexs Alkoholproblem stießen bei mir zunächst Unmut aus, denn diese Thematik wurde allzu oft von aufgegriffen und in Figuren verarbeitet. Holly Seddon hat Alex Figur jedoch gekonnt anders als „normal“ alkoholkrank dargestellt und so entpuppte sich diese Figur als besonders interessant. Das Alkoholproblem ist zwar kontinuierlich in der Geschichte präsent, doch es wird nicht sonderlich oder zu hoch gehoben. Alex ist bemüht ihr Leben in kontrollierten Bahnen laufen zu lassen, doch es gelingt ihr nur ansatzweise.

Als die 28 jährige Alex, die eine Reportage über Wachkomapatienten schreiben will, auf die Komapatientin Amy Stevensons aufmerksam wird, wird ihr journalistischer Instinkt und ihr ursprünglicher Ehrgeiz erneut entfacht. Alex möchte unbedingt herausfinden, was der tiefgründige Grund für Amys Koma ist. Sind es unglückliche Umstände oder gibt es einen Menschen der dafür verantwortlich ist? Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser immer mehr über Amy. Zunächst sind es scheinbar vergangene Gedanken die aufblitzen, bis sich nach und nach ein vollständig schlüssiges Bild ergibt, der den Charakter Amys preisgibt und die Figur formt.

Unterstütz wird Alex durch Amys damaligen Freund Jake, der heute noch immer regelmäßig an Amys Bett sitzt. Jake steht mit seiner schwierigen und besitzergreifenden Ehefrau Fiona kurz vor der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes.

Holly Seddons Schreibstil ist federleicht und flüssig. Erließ mich geschmeidig durch die Seiten gleiten. Ihre Sprache ist unverblümt und angenehm klar.

Mehrere Handlungsstränge und Perspektiven, die zunächst für sich allein agieren, bilden sich im Laufe der Handlung zu einem großen Ganzen. Die unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen es dem Leser die Geschichte nachzuvollziehen, zu begreifen und mit zu rätseln. Die Perspektiven bilden sich häufig durch die Gedankenwelt der Protagonisten, die es ermöglichen, die Figuren maßvoll und interessiert kennen zu lernen. Irgendwann, circa ab Mitte des Buchs hatte ich eine erste Vermutung, was der Auslöser für Amys Koma war. Ab diesem Zeitpunkt kamen mir ein paar Figuren leider vorhersehbar vor und die bis dato knisternde Spannung verpuffte ein wenig.

Insgesamt habe ich diesen authentischen Roman sehr gern gelesen und genossen. Er stimmte mich nachdenklich und machte mich betroffen. Holly Seddon ist ein meisterliches Debüt gelungen, doch ich hätte mir noch etwas mehr Tempo und eine Prise mehr Pfeffer gewünscht.

Mein Fazit:

Ein bewegendes und spannendes Debüt aus geschickt verflochtenen Perspektiven mit interessanten Figuren. Leseempfehlung!

Ein packender Thriller, der einen nicht mehr loslässt

Von: Book-addicted Datum : 23.05.2016

book-addicted.de

"Locked in: Wach auf, wenn Du kannst" ist ein Roman der Autorin Holly Seddon. Aufmerksam geworden bin ich auf diesen Roman dadurch, dass ich beim Friseur eine Zeitschrift gelesen hatte, in der dieses Buch vorgestellt wurde (ja, ehrlich *lach*) und irgendwie sagte es mir sofort zu.

Ruckzuck werden wir hineingeworfen, in Alex Dale's Leben, welches sich schon von Anfang an als ziemlich schwierig entpuppt, denn sie hat ein massives Alkoholproblem. Auch wenn sie versucht, "gemäßigten" und kontrollierten Konsum zu betreiben, endet dies meist damit, dass sie am nächsten Morgen aufwacht und sich nicht mehr an die Geschehnisse des Abends erinnern kann, während ihre Beine, feucht durch den eigenen Urin, in einer nassen Lache liegen. Trotzdem versucht sie ihr Leben irgendwie zu managen, was aber nur mäßig gut funktioniert. Als sie auf Amy Stevensons Fall aufmerksam wird, setzt sie alles daran, das Geheimnis der jungen Frau zu lüften und den Täter aufzuspüren, dem es Amy zu verdanken hat, dass sie im Wachkoma ans Bett gefesselt ist, doch dies entpuppt sich als komplizierte Angelegenheit.

Holly Seddon schafft es, zu begeistern, zu verführen, uns rätseln zu lassen und in eine Welt zu entführen, die uns nicht nur nachdenklich stimmt, sondern dazu animiert, helfen zu wollen. Die Hauptprotagonistin Alex ist alles andere als perfekt und ist uns dadurch weitaus näher, als ein Charakter, der stets genau das schafft, was er sich wünscht und bei dem sich stets alles zum guten wendet. Auch wenn sie an ihrer Misere nicht ganz unschuldig ist (denn Alkoholsucht ist auch eine Sache, die viel mit eigener Entscheidung zu tun hat, zumindest bis zu einem gewissen Punkt), so hat sie einen gewissen Kämpferwillen, auch wenn dieser nicht immer so massiv zutage tritt, wie man es sich wünschen würde. Auch die anderen, relevanten Charaktere (Jacob, Amy) sind alles andere als der bloße Einwurf eines farblosen Charakters, vielmehr ist jeder von ihnen ein kleines Kunstwerk, mit einer Geschichte, einem Hintergrund und einem eigenständigen Leben. Die Geschichte entwickelt sich aus mehreren Handlungssträngen, die sich immer mehr zu einem Strang verflechten und immer mehr Dinge kommen ans Licht, die diese verstrickte Situation nach und nach verständlich aufdröseln. Mehrere Erzählerperspektiven (Jacob, Alex, Amy) machen das Verständnis der Geschichte unglaublich leicht und ermöglichen einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der wichtigsten Darsteller, wobei mir Amys Part, der aus dem Wachkoma heraus erfolgt, am besten gefiel.

Insgesamt muss ich "Locked in: Wach auf, wenn Du kannst" als absoluten Geheimtipp anpreisen, denn dieses Buch fesselte mich so sehr, wie es selten ein/e Thrillerautor/in geschafft hat, besonders weil ich bis zu etwa 3/4 des Buches überhaupt keine Ahnung hatte, wer der Täter war!

Wertung: 5 von 5 Sterne!

Tolle Geschichte!

Von: Mella Datum : 22.05.2016

book-angel.blogspot.de/

Klappentext/Inhalt:

Du denkst, sie hört dich nicht. Aber du täuschst dich.

Alex Dale ist eine brillante Journalistin. Doch sie hat ein Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden am Tag hält sie ohne Drink nicht aus, beruflich hangelt sie sich von einem Freelance-Job zum nächsten. Bei der Recherche für einen Artikel stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, die seit vielen Jahren im Koma liegt. Und plötzlich erwacht Alex’ untrüglicher journalistischer Spürsinn wieder. Sie ahnt, dass Amy ein Geheimnis hat. Aber wer soll einer Alkoholikerin schon glauben?

Meine Meinung:

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar erhalten und wollte mich hiermit bedanken.

Als ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich das Buch lesen muss. An das Buch hatte ich so einige Erwartungen und vieles wurde auch erfüllt.

Das Leben von Alex Dale ist derzeit nicht gerade schön. Sie ist geschieden, hat ein Problem mit Alkohol und ist freie Jornalistin. Als sie für einen neuen Artikel recherchiert stößt sie auf den Fall von Amy. Amy ist vor vielen vielen Jahren etwas entsätzliches zugestoßen und liegt seit dem im Koma. Alex will unbedingt mehr über Amy erfahren. Wie ist es dazu gekommen? Wie ist der gesundheitliche Zustand und noch vieles mehr. Dies müsst ihr unbedingt selber lesen.

Alex ist gut in ihrem Beruf aber durch ihr Problem mit Alkohol hat sie sich schon vieles vermasselt. Als sie auf die Geschichte von Amy aufmerksam wird, ist sie Feuer und Flamme. Bei ihren Nachforschungen erfahren wir unfassbare Dinge über Amy aber auch wie es mit ihrem Gesundheitszustand aussieht.

Als ich die ersten Seiten gelesen habe, war ich schon gefesselt. Die Autorin hat einen tollen und fesselnden Schreibstil. Die Geschichte verfolgen wir aus verschiedenen Perspektiven und Jahren. Dadurch erfährt man vieles noch über Amy aber auch über andere Charaktere. Ich konnte mir alles gut vorstellen und hatte wunderschöne Lesestunden mit diesem Buch. Das einzige was ich etwas kritisieren muss ist das Ende. Für mich sind nicht alle Fragen geklärt und hätte es mir auch einfach etwas anders gewünscht.

Fazit:

Wir bekommen hier eine sehr aufwühlende aber auch aufregende Geschichte geboten. Auf der einen Seite haben wir Alex, die ein Alkoholproblem hat und sich dadurch schon vieles kaputt gemacht hat. Auf der anderen Seite haben wir Amy, der vor vielen Jahren etwas schlimmes zugestoßen ist und seit dem im Koma liegt. Dennoch kreuzen sich die Wege der beiden und eine spannende Geschichte entflammt.

Bewertung:

Cover: 5/5
Klappentext: 5/5
Inhalt: 4,5/5
Schreibstil: 4,5/5
Gesamtpaket: 4,5/5

4,5 von 5 Sterne

Von: Nicole Pienkoß aus Potsdam Datum : 13.05.2016

Buchhandlung: Bornstedts kleine Bücherstube

Ein besonderer Psychothriller, der im wahrsten Sinne des Wortes viel Kopfkino mit sich bringt. Eigentlich laufen zwei Stories parallel - die Geschichte der jungen Komapatientin, die sich peu à peu vor dem Leser entwickelt und die Geschichte der alkoholabhängigen Journalistin, die sich mit der Entwicklung der Geschichte aus der Vergangenheit selber immer mehr entwickelt und ihrer Vergangenheit ein bisschen entfliehen kann. Angenehm Psycho, ohne zu viel Schrägheit und Gewalt. Glaubhafte Personen und immer die Überlegung, ob die zarten Signale der Komapatientin nur Einbildung oder vielleicht doch wahr sind. Am Ende eine schlüssige Auflösung und ein guter Umgang mit der Patientin. Kleiner Minuspunkt - hier und da wiederholen sich die Szenen dann doch und Ähnlichkeiten in Ablauf und Sprache wirken manchmal etwas ermüdend. Sonst super.

Mal eine ganz andere Art Protagonistin

Von: Leseträume Datum : 12.05.2016

www.sabrinaslesetraeume.de

Alex Dale ist eine alkoholkranke, freischaffende Journalistin, die in Tunbridge Wells, einer Stadt südöstlich von London, lebt und sich irgendwie von einem Job zum Anderen hangelt. Ihren journalistischen Spürsinn hat sie, zusammen mit ihrem Job bei der Times und ihrer Ehe, schon vor langer Zeit dem Alkohol geopfert. Aber als sie für einen neuen Artikel recherchiert, stößt sie auf die Geschichte von Amy Stevenson, die seit über 15 Jahren im Koma liegt. Als 15-jähriges Mädchen, kam Amy nämlich eines Tages nicht mehr nach Hause und die großangelegte Suchaktion fand sie einige Zeit später mit schwersten Verletzungen. Der Täter wurde jedoch nie gefasst. Von der Geschichte fasziniert, begann Alex immer tiefer in Amys Vergangenheit zu graben und stieß schnell auf ein furchtbares Geheimnis. Überzeugt, einen wichtigen Hinweis gefunden zu haben, versucht sie sich Hilfe zu holen, aber wer würde einer Alkoholsüchtigen schon glauben?

Bevor ich es etwas zum Inhalt des Buches sage, möchte ich noch ein paar Worte über das Cover verlieren: Es ist in den Farben blau und schwarz gehalten, wobei das blau richtig schön glänzt und sehr edel wirkt. Was der schwarze Fleck, in dem sich sowohl Titel, als auch Untertitel befinden, darstellen soll, kann ich leider nicht sagen, aber vielleicht macht es das ja aus. Denn Amy kann auch nichts erkennen oder irgendwie mit der Außenwelt kommunizieren. Der Titel passt hervorragend zu dem Buch und gefällt mir sogar besser, als der englische Originaltitel. Nun aber zu den wichtigeren Themen.

Das Buch, aber vor allem die Protagonistin sind wirklich anders. Es gibt einige Bücher mit Protagonisten, die ihr Päckchen zu tragen haben und alles andere als perfekt sind, aber die Beschreibung von Alex Alkoholsucht und ihres (selbst)zerstörerischen Verhaltens war, nicht nur sehr realistische beschrieben, sondern hat mir im Nachhinein auch sehr gut gefallen. Während des Lesens hat es mich allerdings ab und zu ein wenig gestört, besonders wenn Alex die spannenden Stellen mit ihrem Wunsch etwas zu trinken zu dürfen, unter- bzw. abgebrochen hat. Allerdings war es dadurch wieder sehr realistisch, da die Sucht bei Stresssituationen immer stärker wird. Während man also das Buch liest, verfolgt man also nicht nur einen Thriller, sondern erlebt nebenbei noch die Versuche eines Alkoholikers, sich selbst zu mäßigen. Dieser Aspekt wird jedoch wiederum dadurch gedämpft, dass Alex oft einfach viel zu beschäftigt ist und es oft schafft ihr Verlangen unter Kontrolle zu bekommen. Die Autorin hat somit einen recht guten Weg gefunden, um diese Problematik realistisch einzubauen, ohne dass es zum Hauptthema der Geschichte wird.

Alex konnte den Gedanken an Amy nicht abschütteln. Vermisst wird Amy. Telegene tragische Halbwüchsige in Schuluniform, strahlendes Schulfoto in jeder überregionalen Nachrichtensendung, Amys schluchzende Mutter und ihr besorgter Vater, oder war es Stiefvater gewesen? (Seite 19 )

Die Handlung ist zum Großteil aus Alex‹ Sichtweise beschrieben, aber es gibt auch einige Szenen mit Amy, sowie einer dritten Person, so dass ein wenig Abwechslung rein kommt. Das Buch hat neben der Haupthandlung noch eine weitere, die sich aber auch auf Amy und ihre Vergangenheit bezieht. Also ein schönes Geflecht, in das man gut eintauchen kann, ohne das es langweilig wird. Bis zum Ende wird man im unklaren gelassen, wie die ganze Sache nun ausgeht und man kann nicht vorhersehen, wer der Täter war, weil fast alle Indizien auf mehrere Personen verweisen.
Der Stil ist einfach und schnell zu lesen, so dass ich auch recht schnell durchgekommen bin. Nur ein einziges Mal bin ich ein wenig hängen geblieben und das war bei einer Erinnerung von Alex, die ziemlich lang war und die ich nicht richtig einordnen konnte. Aber das nur nebenbei. Insgesamt war es eine spannende Handlung, mit einigen überraschenden Wendungen und einem unvorhersehbaren Ende. Für alle Fans von Thrillern, die sich nicht von einer ziemlich eigenen Protagonistin abschrecken lassen, kann ich das Buch empfehlen und es gibt auch

4 von 5 Punkte

Stark geschrieben

Von: Harakiri Datum : 06.05.2016

harakirisleseecke.jimdo.com/

Amy hat ein Geheimnis: ein älterer Freund. Als sie sich näher auf ihn einlässt, tut er ihr Gewalt an. Fortan liegt Amy im Wachkoma: 15 Jahre lang.
Die freie Journalistin Alex schreibt an einem Artikel über Wachkomapatienten, als sie Amy dort liegen sieht. Amy und Alex sind gleich alt und Alex spürt eine Verbindung. Sie will unbedingt wissen, was Amy passiert ist und beginnt zu recherchieren. Doch da ist ihre Alkoholsucht im Weg und die verzweifelte Liebe zu ihrem Ex-Ehemann Matt.

Alex ist ganz schön fertig! Doch Amy gibt ihr den Mut, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Je näher Alex dem kommt, was damals geschehen ist und wer Amy das angetan hat, desto weniger trinkt sie.
Sehr schön fand ich die Szenen, in denen man merkt, dass Amy sehr wohl ihre Umwelt wahrnimmt. Fiction oder Wirklichkeit? Nichts ist ja so heftig umstritten wie die Frage, ob Locked-In-Patienten hören, was um sie herum vorgeht. In diesem Buch hören sie sehr wohl und reagieren auch teilweise. Durch Amys Gedanken ist der Leser den Ermittlungen von Alex ein klein wenig im Vorteil. Doch leider wird schlussendlich nicht genau aufgeklärt, was mich etwas gestört hat. Ein klein wenig Abzug gibt es auch für die Anklage am Ende, die fand ich dann doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Ansonsten ein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. Menschen mit ihren Ecken und Kanten, keine schön gezeichnete Welt und dennoch gibt es auch viel Harmonie. Eine Handlung, die gut durchdacht ist und logisch aufgebaut und zu fesseln wusste.
Danke an die Autorin, dass der Schluss so ist wie er ist – und nicht kitschig unglaubwürdig!

Leseempfehlung

Von: Christian Datum : 06.05.2016

bieberbruda.blogspot.de/

Das Schriftsteller-Debüt "Locked In" setzt die Messlatte für alles Weitere ziemlich hoch, denn bereits jetzt bin ich vollkommen begeistert!

Inhalt:
Alex Dale ist freie Redakteurin mit einem starken Alkoholproblem. Nachdem ihre Beziehung daran scheiterte, hangelt sie sich eher schlecht als recht durchs Leben. Bei der Recherche einer neuen Story über Kommapatienten und die Wachkomaforschung wird sie eher zufällig auf Amy Stevenson aufmerksam. Amy verschwand als Jugendliche und wurde leblos in einem Waldstück aufgefunden - seit 15 Jahren liegt sie jetzt im Koma und scheint nichts aus Ihrer Umgebung mitzubekommen. Der Fall erregte damals großes Aufsehen und die Hintergründe wurden nie aufgeklärt. Alex wittert die Gelegenheit einer großen Story und geht auf Spurensuche...

Meine Meinung:
Die Geschichte wird durch unterschiedliche Perspektiven erzählt und die Ereignisse der Gegenwart wechseln sich mit Rückblicken aus der Vergangenheit ab. Der Zugang zu den Charakteren fällt deshalb leicht und man kann ihre Handlungen gut nachvollziehen. Am meisten sticht natürlich der spannende Erzählstrang von Amy heraus, da man als Leser bis zuletzt im Dunkeln tappt und die Hintergründe nur häppchenweise aufgelöst werden.
Ermittler mit Alkoholproblemen gibt es ja immer wieder, aber das destruktive Verhalten und die Tiefpunkte von Alex Dale habe ich in bisher keinem Buch so gelesen. Als Leser hatte man das Gefühl, dass man es hier mit echten Problemen eines alkoholkranken Menschen zu tun hat (und nicht nur mit jemandem, der gerne mal ein Bier zu viel trinkt).
Insgesamt also ein sehr spannendes und vielschichtiges Buch, dass auch ernste Themen glaubwürdig anspricht. Eines meiner Lesehighlights

Fazit:
Eine spannende, mitreißende und vielschichtige Geschichte, die mich vollkommen überzeugen konnte. Ich vergebe 5 Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Ein wunderschönes Buch, super spannend

Von: Booklover0405 Datum : 02.05.2016

booklover0405.blogspot.de/

Als ich das Buch das erste mal in der Hand hielt, fiel als erstes das Cover ins Auge. Dieses ist blau schimmernd und ein echter Hingucker.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die wiederum aus der Sicht der verschiedenen Personen geschrieben sind. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr schön. Kurze einfache Sätze und auch das medizinische Wissen wird gut erklärt.

Das finde ich persönlich sehr schön, denn es gibt dem Leser einen Einblick in die verschiedenen Gedanken der Personen. Besonders hat mir die Sicht von Amy gefallen. dies gibt einen tieferen Einblick in die Gedanken und Abläufe eines Wachkoma Patienten.

Der Roman ist spannend geschrieben und es gibt immer wieder ungeahnte Wendungen, die das Buch bis zum Schluss spannend sein lässt.
Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne, ich kommte es kaum aus der Hand legen. Außerdem fand ich das Ende wunderschön. Es ist schön wenn die Gerechtigkeit siegt.

Eine klare Lese - und Kaufempfehlung.

Ein spannendes Buch von Anfang bis Ende

Von: Taya aus Salzgitter Datum : 01.05.2016

tayachanlovesalisu.blogspot.de/

Das Cover ist sehr auffällig. Das Blau leuchtet regelrecht, wenn das Licht drauffällt und es lockt einen regelrecht an. Auch die Schrift, die in dem gleichen blau gehalten ist, leuchtet stark, mit dem Schwarzen Hintergrund. Ein Cover, dass mich zum Kaufen einladen würde. Aber auch als ich es als Rezensionsexemplar bekommen habe und in den Händen hielt, war ich total begeistert von dem Cover.

Alex, eine allein lebende Journalisten, von ihrem Mann wegen ihrer Alkoholabhängigkeit verlassen, arbeitet an einem Artikel über einen Arzt. Bei ihren Recherchen in der Klinik trift sie mehr oder weniger auf Amy.

Amy ist in jungen Jahren missbraucht worden und fast umgebracht worden. Doch ganz hat der Täter, der noch immer gesucht wird, es nicht geschafft, weshalb Amy in einem Wachkoma liegt.

Der Arzt sagt, dass man mit ihr Kommunizieren kann, denn er hat durch Forschungen eine Möglichkeit gefunden. Auch wenn dies nicht bei jedem Wachkomapatienten klappt.

Wie sollte es anders sein? Alex kann gar nicht anders, als sich diesen Fall genauer anzuschauen und fängt an zu recherchieren. Arbeitet dabei auch unter anderem mit ihrem Ex-Mann zusammen.

Sie findet einiges heraus und beisst sich richtig an der Sache feste, um das Schicksal der damals 15 jährigen aufklären zu können.

Wir als Leser verfolgen die Arbeite von Alex und die Probleme, die sich in ihrem Privatleben durch den Alkohol hat. Aber auch Amy lernen wir kennen, in dem wir etwas von der Vergangenheit erfahren, als dieses Schicksal geschehen ist.

Holly Seddon hat es geschafft, mich von Anfang an zu packen (das ich lange gebraucht habe, dieses Buch zu lesen lag garantiert nicht an dem Buch, sondern an der mir fehlenden Zeit). Und dazu kommt, dass Holly Seddon mich am Ende sogar ein wenig überrascht hat, da sie mich doch irgendwie auf die falsche Spur gebracht hat.

Ein Thriller, der von Anfang an spannend und interessant war, der mich auf jeder Seite gefesselt hat.

Locked In and find out !

Von: Paloma Pixel Datum : 24.04.2016

palomapixel.blogspot.de

Der Titel des Buches zog mich magisch an, denn das so genannte Locked In Syndrom ist eines der medizinischen Rätsel die noch nicht völlig erforscht sind. Denn es gibt einen Unterschied zwischen Wachkoma und Locked In. Leider wurde ich medizinisch gesehen vom Buch etwas enttäuscht, aber als Frau vom Fach sieht man solche Sachen ja auch anders.
Die Story aber war alles andere als enttäuschend. Sie war so mittreißend und spannend das ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Alex Dare ist Journalistin und stößt bei Recherchen auf die Wachkoma Patientin Amy. Alex kann sich noch gut an den 15 Jahre zurückliegenden Fall erinnern. Amy wurde vergewaltigt und verprügelt und dann versuchte der Täter sie zu ermorden. Es gelang ihm nicht gänzlich, denn seit dem liegt Amy mit schweren Kopfverletzungen im Koma. Schnell verbeißt Alex sich in den Fall und sie ist davon überzeugt das Amy auf irgendeine Art mit ihr kommuniziert. Doch Alex steht vor einer Wand der Probleme, nicht nur bei dem Fall, sondern auch bei sich selber. Denn sie ist seit Jahren Alkoholikerin und wer sollte ihr schon glauben.

Es beginnt eine bruchstückhafte Erinnerungssuche, auf der man Amy und Alex begleitet. Man muss zusehen wie Alex ihr Leben zwischen ein paar wachen Stunden am Tag und besoffenem Wegdrifften in der Nacht, begleitet von Panikattacken fristet. Sie glaubt sie hat ihren Konsum im Griff , wie übrigens jeder Pegeltrinker. Im Buch sind sehr schön die Höhen und Tiefen einer solchen Promillekarriere beschrieben. Sehr schonungslos und darum sehr glaubwürdig. Das gefiel mir gut. Amy hängt im wahrsten Sinne des Wortes fest und erinnert sich an kaum etwas. Die Abschnitte aus ihrer Sicht erinnern an kurze Traumsequenzen. Trotzdem bekam man hier einen Eindruck davon, was ein Komapatient noch mitbekommen könnte. Niemand weiß es ja genau und bei jedem Patienten ist dies unterschiedlich und individuell.

Der Kriminalfall ist spannend eingebaut. Man kämpft mit Alex zusammen für Gerechtigkeit und sieht ihr dabei zu, wie sie sich Stück für Stück vorarbeitet. Das gilt nicht nur für Amys Fall, sondern auch für ihr Privatleben. Amy wird für Alex ein Rettungsanker. Sie hält ihr gleichzeitig den Spiegel vor und die Situation die sich entwickelt zwingt Alex zurück ins Leben. Das war für mich mindestens genau so spannend wie die Frage, ob es Alex gelingt nach so vielen Jahren den Täter ausfindig zu machen.

In der Zeit wird hin und her gesprungen. Mal erleben wir Szenen der Tat aus Amys Sicht vor 15 Jahren, dann wird wieder in die Gegenwart oder in die Vergangenheit anderer beteiligter Personen gesprungen. Mich hat das aber nicht gestört. Die Spannung wurde so schön aufrecht erhalten und man tappte wirklich bis zuletzt im dunkeln. Es war schon ein kleines bisschen in Richtung Psychothriller für mich. Außer für Alex und Amy konnte ich für keine anderen Protagonisten wirkliche Sympathie entwickeln. Es wurde eher ein hartes Bild von allem gezeichnet und die Beschreibungen des Verbrechens an Amy waren genau so schonungslos.

Was am Ende bei Alex Ermittlungen heraus kommt, war dann auch überraschend und ich war mit dem Ende trotzdem zufrieden, denn es war realistisch. Mein kleiner Wermutstropfen an einem ansonsten perfekten Buch, war nur der medizinische Aspekt. Ich finde man hätte gut noch Erklärungen über das Wachkoma in die Szenen, in denen Alex mit Amys Arzt redet einbauen können. Locked In, das ja auch den Titel des Buches stellt, wird überhaupt nicht erwähnt. Das fand ich sehr schade, denn das kann man in zwei Minuten googlen und in sein Buch einbauen. Es hätte der Geschichte noch zusätzliche Glaubwürdigkeit verliehen. Denn so macht es ja wenig Sinn, sein Buch nach etwas zu benennen, dass dann im Buch gar nicht vor kommt.

Zur besseren Erklärung : Amy liegt nach der Beschreibung des Buches im Wachkoma. Dieser Begriff wird dort auch dafür mehrmals genannt. Liegt man im Wachkoma wirkt man für die Umwelt zwar wach und hat eventuell geöffnete Augen und unwillkürliche Bewegungen, der Patient hat aber kein Bewusstsein, kein Sprachverständnis und kann auch nicht wie beschrieben im Buch kommunizieren. Was nicht erwiesen ist, ob er gar nichts mehr mitbekommt z.B. Musik oder Stimmen, die er aber nicht zuordnen kann so wie wir uns das vorstellen. Musik spielt im Buch eine große Rolle. Das sorgte für Ohrwürmer beim lesen.
Locked In Syndrom jedoch bedeutet, dass ein Patient Bewusstsein hat, er aber vollständig gelähmt ist und dadurch unfähig wird sich durch Sprache oder Bewegungen verständlich zu machen. Meist funktionieren nur Augenbewegungen oder die im Buch dargestellte Methode durch ja / nein Fragen. Da Amy im Buch durchaus Passagen hat in denen sie bei Bewusstsein ist und nachdenken kann, wenn auch nicht so wie ein gesunder Mensch, würde das also auf sie eher zutreffen. Dann wäre aber der Begriff Wachkoma im Buch falsch gewählt und Locked In, was eigentlich zutrifft wird nicht erklärt. Dieser medizinische Fehler wird aber dem normalen Leser nicht auffallen. Ich bin aber für genaue Recherche beim Bücher schreiben. Der spannenden Story schadet es aber nicht. Sie bleibt gut geschrieben und überzeugend.

Sehr gutes und interessantes Thema

Von: Weltenwandler Datum : 20.04.2016

www.weltenwandler-blog.de

Titel: »Locked in«
Autor: Holly Seddon
Erscheinungsdatum: 14.03.2016

Alex Dale ist eine erfolgreiche Journalistin gewesen, bevor der Alkohol ihr Leben zerstörte. Sie verlor ihren Job bei der »Times«, ihren Lebensgefährten und ihr Kind. Sie recherchiert auf einer Wachkomastation als sie Amy Stevenson, dort liegend, erkennt. Amy wurde 15 Jahre zuvor als vermisst gemeldet, und schwer verletzt aufgefunden. Der Fall war landesweit in allen Nachrichten zu lesen. Die Umstände, die dazu führten, wurden nie ganz aufgeklärt. Alex entscheidet sich dazu, die Wahrheit zu ermitteln. Dazu muss sie auch ihren Ex kontaktieren, der bei der Polizei arbeitet, um an Informationen zu kommen. Dessen Begeisterung hält sich zunächst in Grenzen darüber. Gleichzeitig muss sie ihre Alkoholsucht, in den Griff bekommen. Denn sonst bleibt ihr nicht mehr viel Zeit zu Leben.
Jacob besucht Amy regelmäßig, er hat sich als »Ehrenamtlicher« im Krankenhaus verpflichtet, sich zu den verschiedenen Wachkomapatienten zu setzen, mit ihnen zu reden, auch wenn diese nur dort liegen, als würden sie einen ewigen Schlaf, schlafen. Aber sein Hauptinteresse gilt eigentlich nur Amy.
Amy scheint nicht bei Bewusstsein zu sein, scheint! Gefangen in ihrem gelähmten Körper, ist sie es doch, wenn auch mit ganz anderen Zeitgefühl, und die Frage stellt sich, wird sie mit den Aussenstehenden eines Tages kommunizieren können!?
Auf der Station, lernen sich Alex und Jacob schließlich kennen, und Jacobs Rolle bringt Alex letztendlich auf einen Weg, der zur Lösung führen könnte.

Holly Seddon schafft es mit interessanten parallelen Handlungssträngen, verschiedene Spannungsbögen, im großen Ganzem, zu spannen. Keiner davon ist lasch und die Abfolge ist zeitlich auch gut gesetzt. Für mich ist es immer wichtig, das der Autor nicht zu viel ausschmückt, um ein Buch nicht langatmig zu machen, die Dosis entscheidet. Holly Seddon hat hier gute Arbeit geleistet, ich wurde in die Geschichte gezogen, und konnte es von Anfang bis zum Ende flüssig durchlesen.

Sehr gut empfand ich auch die Sprache, die hier verwendet wird, sicher nicht zu anspruchsvoll, aber zweckmäßig einfach und verständlich. Es ist ein Buch, das halt von der Geschichte lebt. Die Handlung ist logisch, mir ist kein Widerspruch in sich, aufgefallen.

Tatsächlich erinnert mich die Geschichte vom Geschehen und Ablauf her an »Der namenlose Tag« von Friedrich Ani. Beide Hauptakteure, beschäftigen sich mit einem Fall in der langen Vergangenheit, und müssen sich gleichzeitig mit ihren persöhnlichen »Geistern« auseinandersetzen. Wobei Ani sicherlich die schönere Sprache und Schreibe hat. Trotzdem ist es Holly Seddon auch gut gelungen.

Das Buch ist wirklich gut gelungen und war jede Minute wert, die ich mit ihm verbrachte, auch wenn es mir am Schluss schwerfiel, was aber daran lag, das meine Mutter in dieser Zeit verstarb. Da sie zunächst einen Schlaganfall hatte, und dann auch teilweise verwirrt wirkte, konnte ich mir auch nicht sicher sein, ob meine Mutter wirklich bei uns war mit ihrem Geist. Da kamen schon Parallelen zum Vorschein. Da meine Mutter am Samstag gestorben ist, werde ich das leider nicht mehr erfahren. Zumindest hat sie, nach Aussagen der Ärzte nicht gelitten.
Das Buch wirkte halt nicht künstlich dramatisiert, ob Wach-Komapatienten, tatsächlich dieses Bewusstsein haben, wie es über Amy geschrieben ist, weiss ich nicht. Ich hoffe das Holly Seddon, hier gut recherchiert hat. Es wirkte im Gesamten alles, als könnte sich die Geschichte auch im wahren Leben abspielen.


Mein Fazit zum Buch:

Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen. Da es eher eine Mischung von allgemeinen Roman und Kriminalroman ist, hat es sicher eine große Zielgruppe, und wird vielen Menschen auch zusagen.

Meine Bewertung: 4 Sterne von 5 möglichen, bedeutet sehr gut. 5 bekommen bei mir ja nur noch grandiose Werke ;)

Ich danke euch für eure Aufmerksamkeit und das ihr meine Rezensionen lest.

LG euer Weltenwandler

Spannendes Debüt mit aussergewöhnlichem Themenfeld

Von: Bloggerhochzwei Datum : 13.04.2016

www.bloggerhochzwei.de

Alex Dale ist eigentlich eine talentierte Journalistin. Doch seit einiger Zeit hat sie massive Alkoholprobleme. Nun hat sie mal wieder einen kleinen Artikel zu schreiben bei welchem es sich um Patienten im Wachkoma drehen soll. Lustlos macht sie sich auf den Weg ins Krankenhaus, um mit dem dortigen Personal auf der Wachkomastation zu sprechen. Da sieht sie plötzlich Amy. Vor 15 Jahren war Amys Fall in allen Zeitungen und bis heute ist er nicht geklärt. Amy ist damals spurlos verschwunden und wurde Tage später in einem entlegenen Waldgrundstück gefunden. Ihr Zustand war sehr schlecht und seit diesem Zeitpunkt liegt sie im Wachkoma. Alex Dale beginnt zu forschen und beisst sich an dem Fall fest. Jedoch hat sie nach wie vor mit ihrem größten Feind, dem Alkohol, zu kämpfen.

Nun ich muss sagen, dass Holly Seddon mit ihrem Debütroman „Locked in“ eine Meisterleistung gelungen ist. Spannend von Anfang an mit glaubwürdigen Figuren und einem lockeren und mitreisenden Schreibstil. Die Kapitel sind kurz gehalten und in jedem Kapitel schreibt sie aus Sicht eines anderen Protagonisten. Super gemacht, auch die Gedanken von Amy.

Zunächst lernen wir Alex kennen. Eine tolle Journalistin die auch schon für renomierte Verlage gearbeitet hatte. Mittlerweile ist ihr Leben jedoch ein einziges Trümmerfeld. Der Flasche verfallen, von ihrem Mann geschieden, immer noch liebend und total einsam. Sie schafft es nicht ein normales Leben zu führen und eine Sache ordentlich zu Ende zu bringen. Dank ihrem Alkoholproblem prognostiziert der Arzt noch ein Jahr, außer sie lässt sich helfen.

Dann ist da noch Amy. Vor 15 Jahren im Teenageralter verschwunden. Sie hat ein großes Geheimnis, welches keiner kennt und sie nun auch mittlerweile nicht mehr mitteilen kann. Sie versteht nicht was passiert ist, wann und wo. Sie wundert sich nur, dass ihr alles so lange vorkommt und sie keine Antworten auf ihre Fragen erhält. Amy nimmt ihr Umfeld total wahr, jedoch kann sie nicht in der herkömmlichen Weise kommunizieren.

Alle Figuren sind menschlich und authentisch dargestellt, man kann sich hineinfühlen und verstehen. Neben der Auflösung des Falls spielen die Alkohlsucht und das Wachkoma eine große Rolle. Durch diese Tabu-Themen konnte dieser Roman noch mal so richtig an Fahrt aufnehmen.

Fazit

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Durch den lebendigen Schreibstil und den Perspektivenwechsel liest es sich Ruck-Zuck Weg. Genau das Richtige für zwischendurch! Von der Thematik war es mal was ganz anderes, ist mir bislang so noch nicht begegnet.

bis aufs Ende ein wirklich guter Roman

Von: Manja Datum : 11.04.2016

www.manjasbuchregal.de

Meine Meinung
Alex ist von Beruf Journalistin. Dieser Beruf ist hart, sie hetzt von einem Ort zum nächsten. Der Druck unter dem sie steht ist immens und so greift Alex immer wieder zur Flasche. Sie hat ein Alkoholproblem.
Während sie für einen Artikel recherchiert stößt sie auf die Geschichte von Amy Stevenson. Sie liegt seit einigen Jahren im Koma. Alex Spürsinn ist geweckt, die möchte Amys Geheimnis herausfinden. Doch das ist gar nicht so einfach …

Der Roman „Locked in: Wach auf, wenn du kannst“ stammt von der Autorin Holly Seddon. Es ist der Debütroman der Autorin und ich war wirklich mehr als gespannt als ich mit dem Lesen anfing.

Alex ist eine an sich sympathische junge Frau. Sie ist eine wirklich sehr gute Journalistin, hat einen richtig feinen Spürsinn. Allerdings Alex wird leider immer wieder schwach, verfällt immer mehr dem Alkohol. Diese Schwäche macht sie menschlich aber ich glaub keiner möchte mit ihr tauschen. Ihre Sucht macht ihr das Leben immer wieder schwer. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und habe mit ihr gehofft, dass sie es schafft vom Alkohol loszukommen. Ich muss zugeben zu Anfang hatte ich ein paar kleinere Probleme mit Alex, die haben sich aber im Verlauf gegeben.

Auch die anderen Charaktere, wie Amy, die man besonders in der Vergangenheit gut kennenlernt oder auch Alex‘ Ex-Freund Matt, sind authentisch und wirklich sehr gut beschrieben. Auch hier konnte ich mir alles vorstellen und die Handlung nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist ungemein fesselnd. Sie hat mich von Anfang an gepackt und ich bin sehr flott durch die Seiten geflogen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Dieser Perspektivenwechsel macht das Buch komplex. Außerdem gibt es immer wieder Sprünge in Amys Vergangenheit.
Die Handlung ist wirklich spannend. Ich war von Beginn an drin und habe das Buch beinahe in einem durchgelesen (es lag nur eine Nacht dazwischen). Langeweile sucht man hier wirklich vergebens.
Durch die erwähnten Zeitsprünge in Amys Vergangenheit bekommt die Handlung immer wieder eine neue Richtung. Und man lernt Amy so auch besser kennen. Und nach und nach setzt sich das Puzzle zusammen, bekommt man als Leser immer mehr Details die wichtig sind.

Das Ende ist leider der Schwachpunkt dieses Romans. Es wirkte irgendwie merkwürdig auf mich, es hat mir doch etwas gefehlt. Die Autorin hätte hier noch einen besonderen Kick einbauen können, etwas das nochmals Spannung erzeugt.

Fazit
Letztlich gesagt ist „Locked in: Wach auf, wenn du kannst“ von Holly Seddon ein guter Roman, der mich fesseln konnte.
Die gut beschriebenen Charaktere, der einnehmende Stil der Autorin und eine spannende Handlung haben mich, abgesehen vom doch schwachen Ende, nicht losgelassen und sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!

Was wirklich geschah

Von: Silly2207 Datum : 11.04.2016

worldofbooksanddreams.blogspot.de

Die fünfzehnjährige Amy verschwindet auf dem Heimweg von der Schule nach Hause spurlos. Niemand weiß, wo sie ist und keiner hat sie gesehen, erst nach Tagen wird sie in einem einsamen Waldstück gefunden. Mit schweren Misshandlungen wird sie ins Krankenhaus gebracht. Dort liegt sie auch heute, fünfzehn Jahre später, immer noch. Sie liegt im Wachkoma und niemand weiß, ob sie je wieder aufwachen wird. Als die Reporterin Alex, die einen Artikel über die Wachkomastation schreibt, auf Amy aufmerksam wird, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln. Doch Alex hat ganz viele eigene Probleme und für sie beginnt nicht nur eine aufregende Jagd nach dem Täter, sondern auch ein Kampf mit und gegen sich selber. Gemeinsam mit Amys damaligen Freund Jacob, Jake, beginnt sie in der Vergangenheit zu wühlen und schnell wird klar, dass auch Amy ihre Geheimnisse hatte.

Meine Meinung:

Dieses Buch zog mich gleich von der ersten Seite an in seinen Bann. Mir ist es schon lange nicht mehr passiert, dass ich so tief in einer Geschichte drin war, dass ich nicht merkte, wie schnell die Zeit beim Lesen verging. Der Schreibstil ist sehr eindringlich und sehr außergewöhnlich, die Sprache flüssig zu lesen und sehr prägnant. Man wird in die Geschichte gezogen und will einfach immer mehr wissen. Die Kapitel sind kurz und wechseln sowohl in der Perspektive als auch in der Zeit. So verfolgen wir Alex und Jacob, aber auch ein paar andere Personen, diese jedoch eher unregelmäßig, in der Gegenwart und bekommen durch Amy ein paar Rückblicke auf die Vergangenheit. Da über jedem Kapitel sowohl der Name der handelnden Person als auch das Datum steht, war es leicht nachzuverfolgen, um wen es da gerade geht. Dabei sind die Kapitel sehr kurz gehalten und verlocken dazu, immer noch ein Kapitel mehr lesen zu wollen und das Spannungslevel recht konstant hoch zu halten. Ab und zu gab es mal ein kurzes Kapitel, bei dem ich mich fragte, was genau das jetzt sollte, aber zum Schluss hin, gaben dann alle kleinen Puzzleteile ein großes stimmiges Gesamtbild. Schön waren auch die vielen kleinen Wendungen, die es gab und mich immer wieder in die Irre leitete. Ich hatte bis zum Ende hin keine Ahnung, wer denn nun tatsächlich der Täter war.
Auch die Themen des Buches fand ich sehr interessant, so ging es hier nicht nur um das Wachkoma, sondern auch den Alkoholismus der Journalistin Alex und wie dieser weitestgehend ihr Leben im Griff hat. Auch das Thema Wachkoma war interessant, wobei ich nicht einschätzen kann, in wie weit so etwas möglich ist oder ob es sich um reine Fiktion handelte. Ich fand es auf jeden Fall sehr interessant und gut umgesetzt.
Die Charaktere waren alle sehr gut und in ihrem Handeln glaubwürdig dargestellt. Alex tat mir zuerst sehr leid, aber es war interessant zu verfolgen, wie sie an ihrer eigenen Aufgabe, nämlich Amys Fall aufzuklären, wächst. Je mehr sie ihre "Beziehung" zu Amy aufbaut, desto besser scheint es ihr zu gehen. Aber auch andere Charaktere, wie z. B. Jacob waren einfach sehr menschlich dargestellt. Jeder hatte seine Ecken und Kanten und ich hatte einfach das Gefühl, die Charaktere gut kennenzulernen und einschätzen zu können.

Mein Fazit:

Ein wirklich sehr gelungenes Debüt, das vom Thema sehr interessant war. Die Autorin hat einen sehr einprägsamen, flüssigen Schreibstil, der mich nur so in die Geschichte zog. Die Charaktere bleiben menschlich, mit Fehlern, aber auch ihren guten Seiten und ich konnte eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Ein Buch, das ich sehr gerne und bedenkenlos weiterempfehlen möchte. Von mir gibt es fünf von fünf Sternen!

Rasante Story mit packenden Schicksalsschlägen

Von: Simone von Nickypaulas Bücherwelt Datum : 08.04.2016

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Ich habe sowohl das Hörbuch zum Roman gehört, als auch das Buch gelesen. Im Folgenden werde ich also auf beides eingehen. Was ich aber auf jeden Fall sagen kann ist, dass beides wirklich, wirklich toll war.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Amy war eine Schülerin wie jeder sie kennt, sie hatte einen Freund, zwei beste Freundinnen mit denen sie fast alles teilst. Ihr Geheimnis jedoch kannte kaum einer. Ein erwachsener Mann. in Ihrer Kindlichkeit erkannte sie die Gefahr darin nicht. Sie wurde entführt und seit sie gefunden wurde, liegt sie im Wachkoma.

15 Jahre später, im Jahre 2010, wird die alkoholabhängige Journalistin Alex zufällig auf Amy aufmerksam und will einen Artikel über sie schreiben. Damit einher geht, dass sie das Schicksal des armen Mädchens aufdecken will, zum einen für sich um wieder einen Sinn in ihrem Leben zu haben, zum anderen für Amy, die nicht mehr selbst für sich einstehen kann. Eine Hilfe ist ihr dabei der Ehrenamtliche Jakob, der ebenfalls etwas mit Amys Vergangenheit zu tun hat.

Es ist nun also an den beiden, den Fall um Amy mit etwas Hilfe zu lösen und dabei auch noch selbst mit dem eigenen Leben klarzukommen. Das scheint nämlich auch gerade nicht besonders einfach zu sein, trägt doch jeder sein eigenes Päckchen mit sich herum.

Das Besondere an dem Buch ist auch, dass wir weiterhin aus Amys Sicht erzählt bekommen, was sie, seit dem sie im Koma liegt alles wahrnimmt, was sie denkt und wie sie sich fühlt.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Das Cover ist schlicht in schwarz und einem glänzenden Dunkelblau gehalten. Für mich wirkt es, als wolle man Amys Hirnaktivitäten gestalterisch festhalten, was ich ziemlich passend finde.

Die Kapitel werden aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben. So wird uns erzählt was Alex und Jakob gerade 2010 machen und gleichzeitig bekommen wir mit was 1995 bis heute mit Amy geschehen ist oder sie zumindest denkt, was eben passiert.

Daher werden die Kapitel immer mit dem Datum eingeleitet, damit man weis, zu welcher Zeit der Abschnitt gerade spielt. Man startet mit Amy im Jahr 1995 und erfährt Schritt für Schritt was sie in ihren letzten wachen Tagen getan hat. Als sie im Koma liegt, wechselt die Autorin zur Ich Perspektive, was meines Erachtens eine gute Wahl für die Darstellung des Wachkomas ist. Für die anderen Protagonisten bleibt Holly Seddon bei der Erzählerperspektive. Nichts desto trotz wird die Geschichte chronologisch erzählt, nur für Amy scheint die Zeit in ihrem eigenen Tempo zu vergehen.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Der Roman ist ein wirklich spannender Krimi und endlich mal NICHT aus der SIcht des FBI oder sonstigem. Holly Seddon geht sehr gut auf die Probleme ihrer Protagonisten ein, seien es Beziehungsprobleme, die Alkoholsucht oder das Wachkoma. Alles wird sehr gut geschildert und man kann die Charaktere nachvollziehen, da die Personen einfach echt wirken. Ich konnte das Buch vor Spannung nicht aus der Hand legen geschweige denn das Hörbuch ausschalen.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Besonderes zum Hörbuch? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Gesprochen wird das Ganze von mehreren Autoren, was es nochmal einfacher macht sich in die Charaktere hinein zu fühlen. Besonders habe ich mich über Simon Jäger als Jakob und Marie Bierstedt als Amy gefreut, da es einfach meine beiden Lieblingssprecher sind. Besser hätte man die Charaktere nicht wiedergeben können und man erkennt Jakobs Verzweiflung und Amys Hilflosigkeit definitiv in den Stimmen wieder. Natürlich haben aber auch die restlichen Sprecher einen tolle Leistung abgeliefert. Dennoch sind es gleichzeitig auch nie zu viele Sprecher, so dass es überladen wirkt. Je nach Sichtweise, gibt es eben immer einen Sprecher.

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~
Allen Krimifans, die gerade genug vom FBI etc. haben, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen und auch jedem, der es interessant findet, wie Seddon sich mit dem Thema Wachkoma befasst hat. Für dieses Thema und Alkoholsucht sollte man allerdings etwas offen sein und kein Problem damit haben. Wer auf Spannung steht und gern aus der Sicht eines Erwachsenen, aber auch Teenagers liest, der muss dieses Buch gelesen haben. Ich war auf jeden Fall hin und weg!

Simone von Nickypaulas Bücherwelt

Ein interessanter und tragischer Thriller- Roman

Von: Caboo_Stories Datum : 08.04.2016

caboostories.blogspot.com


Was man auf dem Bild vom Buch leider nicht sehen kann ist, dass das Cover metallisch blau glänzt. Obwohl es ziemlich schlicht gehalten wurde, zieht es, durch diesen Glanz- Effekt direkt, alle Blicke auf sich. Ich finde, dass es richtig gut gestaltet ist und bin begeistert davon wie toll es sich in meinem Bücherregal macht.
Die Story ist hauptsächlich aus drei verschiedenen Sichten geschrieben. Einmal aus der Sicht der alkoholkranken Journalistin Alex, dann aus der Sicht von Jacob, der in seiner Jugend der feste Freund von Amy gewesen ist, jetzt jedoch ein Kind mit seiner Frau Fiona erwartet. Und dann, was ich sehr interessant und spannend finde, ist das Buch aus Amys Sicht geschrieben. Diese ist wiederum aufgeteilt in die Zeit bevor Amy als junges Mädchen ins Koma gefallen ist, bis hin zu dem Zeitpunkt in der die Geschichte eigentlich stattfindet.
Ein paar Mal jedoch liest man auch aus der Sicht von Sue, Jacobs Mutter, was ein bisschen Abwechslung und noch mehr Spannung in das Buch bringt.

Amys Perspektive hat mich dabei am meisten fasziniert. Es war sehr spannend, darüber zu lesen, wie Amy fühlt und was sie im Koma wahrnimmt. Eigentlich ist ihr Zustand unvorstellbar und dass sie soviel mitbekommt, aber nur hilflos daliegen kann, hat mich sehr berührt.

Auch Alex Leben ist alles andere als perfekt. Es gleicht ehre einer Katastrophe. Nicht nur, dass sie ihren festen Job verloren und ihr Mann Matt sie, auf Grund ihres starken Alkoholproblems, verlassen hat, nein, auch gesundheitlich steht es dadurch sehr schlecht um Alex. Dadurch ist es umso bemerkenswerter, wie Alex sich den Dingen stellt und auf eigene Faust versucht, heraus zu finden was mit Amy passiert ist. Sie ist stark. Und zwar nicht nur für Amy, sondern auch für sich selbst.

Jacobs Handlungen konnte ich stellenweise leider nicht ganz nachvollziehen. Ich glaube deswegen hat es mir auch, an so manchen Stellen, die aus seiner Sicht geschrieben sind, an Spannung gefehlt und das hat die Geschichte dann auch etwas in die Länge gezogen.

Alles in allem ist "Locked in" für mich ein interessanter, tragischer und emotional berührender Thriller- Roman, mit einem ziemlich überraschenden, aber sehr zufriedenstellendem Ende, der auf jeden Fall lesenswert ist.
Ich bewerte das Buch mit guten 4 von 5 Sternen.

Wer tat das Amy an?

Von: leseratte1310 aus Mönchengladbach Datum : 01.04.2016

Die Journalistin Alexandra Dale hat ein Riesenproblem. Eigentlich ist sie eine ausgezeichnete Journalistin, doch der Alkohol hat sie fest im Griff. Als sie für einen Artikel in einer Klinik recherchiert, sieht sie zufällig auch Amy Stevenson auf der Station. Sie erinnert sich, dass der Fall vor vielen Jahren hohe Wellen in den Medien schlug. Die 15jährige Alex wurde entführt und schwer misshandelt. Als man sie Tage später fand, war sie komatös und ist seither in diesem Zustand. Der Fall interessiert Alex und sie versucht mehr darüber herauszufinden. Warum wurde der Täter nie gefunden?
Durch den Alkohol hat Alex nicht nur die Kontrolle über ihr Leben, sondern auch ihren Mann und ihren Job verloren. Dieser Fall ist nun der Anstoß zu versuchen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Denn ihr Arzt hat ihr angedroht, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, wenn sie so weitermacht. Alex ist davon überzeugt, dass sich ihr Problem erledigt, wenn sie Amys Geheimnis herausfindet. Aber sie braucht Unterstützung und die findet sie bei Jacob und bei ihrem Ex, dem Polizisten Matthew Livingstone. Jacob war zu der Zeit, als das Fürchterliche passierte, mit Amy befreundet und er besucht sie nach all den Jahren immer noch regelmäßig.
Doch Alex hofft auch auf die Unterstützung von Amy, aber kann die überhaupt helfen? Wieviel bekommt sie denn mit von dem, was um sie herum geschieht?
Die kaputte Alex entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer starken Person. Sie wächst an ihrer Aufgabe, die sie sich selbst gestellt hat. Es ist toll, wie sie kämpft, um diesen ungeklärten Fall für Amy aufzuklären.
Aber wir lernen auch die Geschichte aus Amys Perspektive kennen, die eben nicht total weggetreten ist, sondern ihre Gedanken und Erinnerungen hat. Sie redet zwar nicht, aber sie reagiert, wenn Alex mit ihr über das, was damals geschehen ist, spricht.
Die Geschichte ist gut und flüssig zu lesen. Die Perspektivwechsel sorgen für Abwechslung und der Spannungsbogen ist gut gesetzt. Dazu kommen Protagonisten, die interessant und authentisch gezeichnet sind. Ich konnte gut mit ihnen fühlen.
Dieses spannende Buch hat mich gut unterhalten.

Toller Thriller mit einer ungewöhnlichen Heldin

Von: Lilly Datum : 01.04.2016

lilianlovesbooks.blogspot.de/


Vor fünfzehn Jahren ereignete sich ein brutales Verbrechen an Amy, seitdem liegt sie im Komma, auf der Wachstation. Durch Alex frisch erwachte Lust, ihrem Leben wieder eine Wende zu geben, versinkt diese immer mehr in dem Fall und deckt nach und nach wichtige Details aus Amys früherem Leben auf.

Dabei hat Alex selbst mit einigen Dämonen zu kämpfen, der größte davon ist ihre Alkoholsucht. Es war interessant zu lesen wie sie sich langsam versucht wieder davon zu lösen. Ich mochte Alex, auch wenn ich manchmal einfach nur angeekelt von ihr war. Nasse Bettwäsche, mal als Hinweis. Stellenweise trat sie mir auch ein wenig zu überzogen auf. Auf der einen Seite hat sie ein angeknackstes Selbstbewusstsein, das nicht zuletzt mit Ex-Mann Matt zu tun hat. Aber auf der anderen ist sie wieder stark und lässt sich nicht von ihrem Weg abbringen.

Trotzdem konnte mich das Buch unterhalten, es war unglaublich spannend zu lesen und auch Amy trug ihren Teil dazu bei. Die Themen Wachkoma und Alkohol wurden sehr geschickt in die Geschichte um Amy und Alex eingebaut. Man konnte mitraten. Ich hatte zuerst einen völlig falschen im Verdacht, im zweiten Buch-drittel lag ich dann aber richtig. Trotzdem gelang es der Autorin tolle Haken zu schlagen.

Gefallen hat mir auch das die Geschichte von mehreren Personen erzählt wurde, So erhielt man einen guten Eindruck in die Gedanken und Handlungsweisen der Figuren. Sogar Amy selbst kam zu "Wort".

Ein echt klasse Buch mit einer eher gewöhnungsbedürftigen Heldin. Anfangs mochte ich Alex nicht besonders, aber das hat sich relativ schnell geändert und ich habe mich mit ihr über ihre noch so kleinsten Erfolge gefreut. Das Buch ist spannend, aufwühlend und macht Spaß zu lesen. Fans von Thrillern mit außergewöhnlichen Charakteren können hier beherzt zugreifen.

Locked in - Wach auf wenn du kannst erhält 4 von 5 Sternen

Spannendes Debüt welches durch seine Thematik punkten kann!

Von: Lines Bücherwelt Datum : 01.04.2016

linejasmin.blogspot.de/

Auf dieses Buch bin ich durch einen reinen Zufall aufmerksam geworden.
Das Cover sprang mir natürlich sofort ins Auge und gefiel mir auf Anhieb richtig gut. Der Titel machte mich wahnsinnig neugierig, als ich schließlich auch den Klappentext gelesen hatte war es um mich geschehen. Die ganze Thematik klang außerordentlich spannend und meine Erwartungen waren ziemlich hoch.

Das Buch beginnt aus der Sicht von Amy. Es ist wie eine Art Prolog denn kurze Zeit später ist Amy verschwunden, als sie schließlich wieder gefunden wird ist sie mehr Tod als lebendig. Dennoch gelingt es den Ärzten Amy zu retten. Doch zu welchen Preis? Denn Amy liegt von nun an im Koma...

Kurz danach lernte ich Ales kennen, diese ist eine erfolgreiche Journalistin. Was jedoch niemand ahnt sie hat ein starkes Alkoholproblem. Mehr als ein paar Stunden schafft sie es nicht ohne Alkohol zu sein. Bei einer Recherche stößt sie durch Zufall aus den Fall von Amy, die seit Jahren im Koma liegt. Alex ahnt sofort das da etwas nicht stimmt, doch wie soll sie es beweisen? Wer würde einer Alkoholikerin schon glauben?

Das Buch zeigt zwei Sichtweise auf, einmal die Vergangenheit von Amy, so erfuhr ich was ihr passiert ist. Diese Kapitel rund um Amy waren unglaublich spannend. Denn ihre Geschichte endet nicht als sie im Koma liegt, nein, sie erlebt alles mit und doch kann sie sich nicht bemerkbar machen.

Auf der anderen Seite ist da Alex die alles daran setzt Amys wahre Geschichte heraus zu finden. Doch leider steht ihr ihre Sucht immer wieder im Weg.

Durch diesen Stil setzten sich langsam aber sicher die Puzzle Teile zusammen und Alex kommt dem Täter immer weiter auf die Spur.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig, durch liest sich dieses Buch sehr angenehm, ich habe es in einem Zug ausgelesen denn einmal begonnen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere in diesem Buch sind vielschichtig und realistisch gezeichnet.
Amy habe ich schnell in mein Herz schließen können, doch auf der anderen Seite tat sie mir unglaublich leid.
Alex war mir auch sehr sympatisch doch leider steht ihre Sucht ihr immer wieder im Weg. Ich habe wirklich gehofft das sie es schafft ohne Alkohol aus zukommen.

Die Handlung ist unglaublich spannend und fesselnd, zu keiner Zeit gab es langatmige Szenen oder ähnliches.
Gerade der Zeitsprung aus Amys Vergangenheit und der Gegenwart haben mir richtig gut gefallen und natürlich hat dies noch die Spannung gesteigert.

Zusammenfassend gesagt ist dieses Buch ein grandioses Debüt der Autorin welches mich bestens unterhalten konnte und mir so sehr fesselnde Lesemomente bescherte.

Klare Empfehlung von mir!

Fazit:
Mit "LOCKEDin - Wach auf, wenn du kannst" ist der Autorin ein spannungsgeladenes und fesselndes Debüt gelungen welches gerade durch seine Thematik punkten kann.
Dieses Buch bekommt von mir 5 Eulen!

Wie aus dem Leben gegriffen

Von: Pergamentfalter Datum : 29.03.2016

www.pergamentfalter.blogspot.de/

Menschen, die im Koma liegen, bekommen nichts mehr mit. Im Grunde lebt nur noch ihr Körper. Oder nicht? Heutzutage gibt es viele, die überzeugt davon sind, dass Menschen im Wachkoma trotzdem Stimmen hören und Berührungen fühlen können. Aber wie weit können sie tatsächlich mit uns kommunizieren?
Mit dieser Frage im Gepäck macht sich Alex Dale auf den Weg zu einem Interview mit Dr. Haynes, einem Mediziner und Wissenschaftler, der überzeugt davon ist, mittels MRT und gezielten Fragen mit einigen Wachkoma-Patienten tatsächlich kommunizieren zu können. Dabei stößt die freie Journalistin auf Amy Stevenson, die als Jugendliche schwer misshandelt wurde und seitdem im Wachkoma liegt. Der Fall wurde niemals aufgeklärt. Alex beschließt, ihrer Geschichte auf den Grund zu gehen und herauszufinden, was damals tatsächlich mit Amy geschehen ist. Derweil hat sie noch mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen.
Mit 78 Kapiteln plus Epilog ist "Locked in" wohl eines der kapitelstärksten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer Person erzählt, meistens sind das Alex, Amy damaliger Freund Jacob und Amy. Die Kapitel sind zudem jeweils mit einem Datum versehen, sodass sich der zeitliche Ablauf sehr gut nachvollziehen lässt.
Die Grundidee ist schnell zusammengefasst. Im Detail jedoch eröffnete sich mir eine verzwickte, spannende, emotionale Geschichte um Menschen, denen außerhalb eines Krankenhauses kaum noch Bedeutung beigemessen wird. Im Laufe der Geschichte baut sich eine subtile Spannung auf. In Verbindung mit den meist eher kurzen Kapiteln und der angenehmen Sprache wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Es hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere ein Stück in ihrem Leben zu begleiten. Sie waren lebendig dargestellt und vor allem die Persönlichkeit der Protagonisten Alex und Jacob war sehr detailliert ausgearbeitet. So ist Alex nicht nur Journalistin, sondern auch Alkoholikerin, die durch ihre Sucht beinahe alles verloren hat und langsam beginnt, dagegen anzukämpfen. Und Jacob hängt noch immer an seiner Jugendliebe Amy, aber hat gleichzeitig ein vollkommen neues, anderes, erwachsenes Leben, zu dem Amy im wahrsten Sinne kein Stück dazugehört, obwohl ihm die Vergangenheit keine Ruhe lässt. Die Konflikte, die die Figuren in sich selbst tragen, haben die Geschichte noch einmal lebendiger, echter, werden lassen, sodass ich das Gefühl hatte, diese Geschichte könne ebenso gut aus der Realität gegriffen sein - ein Stück wahre Geschichte aus dem englischen Ort Tunbridge Wells.
Wie man es von einer guten Geschichte kennt, war das Ende dann auch viel zu schnell erreicht. Während der Rest der Handlung allerdings sehr detailliert und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde, war mir das Ende zu knapp. Auflösung, Blick in die Zukunft - alles da, was ich mir bei dieser Geschichte gewünscht hatte, nur deutlich zu knapp und fast schon hastig erzählt, beinahe als wären nicht mehr Buchseiten oder keine Zeit mehr vorhanden gewesen. Schade.

Fazit
Emotionale, spannende, unheimlich real wirkende Geschichte, die ich sehr gerne mitverfolgt habe. Einen Punkt Abzug gibt es aufgrund des Endes, das zwar befriedigend, aber zu hastig erzählt war.
Alles in allem aber ein definitiv zu empfehlendes Buch!

Leider nur mittelmäßig

Von: ErikaonTour Datum : 22.03.2016

https://www.youtube.com/user/Heanewarrior

Alex Dale ist freie Journalistin. Aktuell beschäftigt sie sich mit den Arbeiten von Dr. Haynes, einem Arzt dem Herausragendes in der Forschung mit WachkomapatientInnen gelingt.

Eher zufällig stößt sie auf den Fall von Amy Stevenson, das Mädchen wurde vor 15 Jahren schwer misshandelt und liegt seitdem im Wachkoma. Alex ist ungefähr im gleichen Alter wie Amy und kann sich dunkel an ihren Fall erinnern, da sie zum Zeitpunkt des Verbrechens auch in der gleichen Gegend wohnhaft waren.

Sie versucht mit Hilfe ihres Ex-Mannes, der bei der Polizei arbeitet, den Fall neu aufzurollen. Dabei steht ihr aber ein Umstand gewaltig im Weg. Ihre massive Alkoholsucht.

Aus der Sicht von 4 unterschiedlichen Personen rollt Holly Seddon ihre Geschichte auf. Besonders interessant ist dabei die Perspektive von Amy, die seit Jahren im Wachkoma liegt und dennoch ihre Umgebung wahrnimmt. Obwohl gefangen in ihrem Körper, versucht sie aus den Einflüssen, die auf sie einströmen ihre Schlüsse zu ziehen und zu verstehen was um sie geschieht.

Alex kämpft gegen den Dämon Alkohol und ihr Kampf, lässt uns mit ihr mitfiebern. Ihre Leidenschaft Amys‘ Geschichte aufzudecken trotz der vielen Hindernisse, die sie sich selbst in den Weg stellt, ist ein Beispiel für Disziplin auch unter widrigsten Umständen.

Der Plot ist stimmig und wird spannend vorangetrieben. Leider verabsäumt Holly Seddon neben der Story auch die Charaktere weiter zu entwickeln. Komplexe Situationen lösen sich gerade im letzten Drittel des Buches in Wohlgefallen auf. Offensichtlich psychologische Probleme mancher Charaktere verschwinden angesichts schöner Ereignisse im Nichts.

Das Buch endet an der Stelle wo es im Eigentlichen Sinn erst interessant werden könnte. Die Tragik des Falls wird nach seiner Auflösung zwar deutlich, was dieser Umstand allerdings mit den Beteiligten macht, wie sie alle mit dieser Traumatisierung umgehen und sie vielleicht lösen oder an ihr scheitern, bleibt völlig offen. Ebenso Amys‘ weitere Geschichte.

Ein interessantes, auch ein wenig ungewöhnliches Buch für zwischendurch, ohne wirklichen Tiefgang.

Fesselnd!

Von: Lucy Sommer aus Bebra Datum : 18.03.2016

Buchhandlung: Hoehlsche Buchhandlung

Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so sehr gepackt hat, wie dieses. Es kommt schnell zum Punkt, die Handlung ist realistisch und vor allem finde ich das Alkoholproblem der Protagonistin gut dargestellt. Daumen hoch für dieses Buch. Rasantes Ende, aber unerwartet.

Spannung die unter die Haut geht

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum : 17.03.2016

derachentaler.de

Alex Dale schreibt an einen Artikel über die wissenschaftliche Erfassung von Kommunikationsmöglichkeiten bei Wachkomapatienten. Im Rahmen ihrer Recherchen, besucht sie eine Wachkomastation und erkennt in einer der Patientinnen Amy. Beide sind in etwa gleich alt und im selben Ort aufgewachsen. Das Schicksal von Amy berührt Alex tief und plötzlich hat die, wegen ihrer Alkoholabhängigkeit am Rande des totalen Zusammenbruchs stehende Journalistin wieder eine Story. Sie beginnt zu recherchieren und es gelingt ihr tatsächlich Amy's Geschichte zu rekonstruieren.
Aus den von Alex geführten Interviews, setzt sich nach und nach ein Gesamtbild der damaligen Geschehnisse zusammen, das durch die Gedanken der im Wachkoma liegenden Amy vervollständigt wird. Während die Journalistin sich immer tiefer in die Materie einarbeitet muss sie begreifen, dass dies ihre letzte Chance ist ihr Alkoholproblem in den Griff zu bekommen und so wird die Aufklärung um das Verbrechen an Amy zur Therapie für Alex.

Fazit
Ein sehr eindrucksvoller Roman, bei dem es vor allem um die Themen Sucht und Missbrauch geht, die auch wenn sie offensichtlich sind, oft nicht bemerkt werden (wollen). Sehr anschaulich werden Nöte und Hilflosigkeit von in Abhängigkeit geratenen Personen geschildert und auf interessante Weise mit dem Thema Wachkoma verknüpft. Eine spannende und ergreifende Geschichte, die sich intensiv und glaubhaft mit diesen Tabuthemen auseinandersetzt.

Hochspannend!

Von: Thrillertante Datum : 14.03.2016

www.thrillertante.blogspot.de

Amy Stevenson war 15 Jahre alt, als sie schwer misshandelt aufgefunden wird. Wer dem Mädchen die Verletzungen beigebracht hat, ist auch 15 Jahre nach der Tat nicht bekannt. Alex Dale, Journalistin und Alkoholikerin, stößt bei Recherchen auf Amys Fall und ist fest entschlossen, Amys Täter, mit der Hilfe,der im Wachkoma liegenden jungen Frau, zu finden....

Ich beschäftige mich schon lange mit den Thema Wachkoma, denn es fasziniert mich unheimlich und ich frage mich, ob und was die Patienten von ihrer Außenwelt mitbekommen.

Holly Seddon hat hier weder Thriller noch Krimi, sondern einen hochinteressanten und sehr spannenden Roman geschrieben, den ich förmlich gefressen habe.

Alex Dale ist Alkoholikerin. Irgendwie hat sie sich so weit im Griff, dass sie morgens - mehr schlecht als recht- ihrere freiberuflichen Arbeit als Journalistin nachgehen kann und dem Alkohol dem Nachmittag und Abend widmet. Sobald Alex getrunken hat, kann sie sich am nächsten Tag an nur noch wenig erinnern und wacht oft in einem nassen Bett, weil sie ihre Blase nicht mehr unter Kontrolle hat, auf. Auch ihre Ehe mit dem Polizisten Matthew Livingstone, den sie immer noch liebt und vermisst, ging wegen ihrer Sucht in die Brüche. Trotzdem bittet sie ihren Exmann ihr bei dem Fall etwas unter die Arme zu greifen, was dieser ihr nur widerwillig und nach gutem Zureden, mit Einschränkungen zusichert.

Die Geschichte wird uns abwechselnd von verschiedenen Personen erzählt. Besonders fasziniert hat mich, dass Amy selbst ihre Geschichte und ihre Gedanken preisgibt. Sie wartet auf ihre Mum, freut sich, dass ihr Freund sie ab und an besuchen kommt, hat aber keine Ahnung, dass sie im Koma liegt und schon gar nicht wie lange. Vielmehr denkt sie, dass sie einfach nur viel schläft und wundert sich, dass anscheinend niemand sie hören kann. Wenn Alex an ihrem Bett sitzt und ihr erzählt, was mit ihr geschehen ist und dass sie versucht den Täter zu finden, reagiert Amy teils heftig, was den Ärzten und Schwestern im Krankenhaus natürlich nicht gefällt. Aber nicht nur Amys Reaktionen, sondern auch Alex´ Leben ändert sich langsam und Stück für Stück.

Holly Seddon erzählt die Geschichte von Amy und auch die von Alex´ sehr feinfühlig. Ohne Sensationshascherei führt sie den Leser immer weiter in Amys Kopf und in Alex´ Seelenleben. Alex leidet und will unbedingt mit dem Trinken aufhören, denn der Alkohol hat schon zu viel in ihrem Leben kaputtgemacht. Einzig das Durchhaltevermögen macht ihr schwer zu schaffen und man leidet beim Lesen mit der Journalistin aber auch mit Amy mit. Amy hat mir unwahrscheinlich leid getan, denn sie denkt, dass sie immer noch 15 ist, hat keine Ahnung, was in der Zwischenzeit alles geschehen ist und ich hatte fast Angst davor, dass die, nun schon erwachsene Frau, aufwacht und mit dem Schock einfach nicht umgehen kann.

Der Roman ist sehr komplex und ich hatte verschiedene Personen in Verdacht, bin aber bis zum Schluß mit meiner Vermutung falsche gelegen. Im letzten Drittel werden die Kapitel immer kürzer, sodass man, den ohnehin schon unglaublich spannenden Pageturner, gar nicht mehr aus der Hand legen mag!

Das Ende hat mich sehr zufrieden gestellt und ich hatte sehr kurzweilige, hochspannende und interessante Lesestunden. Insgeheim hoffe ich, dass es mit der Journalistin Alex Dale weitergehen wird, denn ich denke, dass sie selbst ihre Geschichte noch nicht ganz zu Ende erzählt hat. Auf jeden Fall würde ich mich sehr freuen nochmal von der mutigen Journalistin lesen zu dürfen!

Fazit: Hochspannender Pageturner für den ich gerne eine absolute Leseempfehlung gebe!

Spannende Geschichte & interessante Thematik!

Von: Meine Lieblingsbücher Datum : 09.03.2016

meinelieblingsbooks.blogspot.co.at/

Seit die jugendliche Amy Stevenson entführt und zusammengeschlagen wurde liegt sie im Komma. Als die freiberufliche Journalistin Alex die schlafende Amy zufällig in der Station für Kommapatienten sieht, erinnert sie sich an die Geschichte des armen Mädchens das wochenlang das lokale Fernsehen in Atem hielt. Eigentlich schreibt sie einen Gesundheitsartikel über Kommapatienten, doch Amy erweckt den Spürsinn der Journalistin und sie beginnt auf eigene Faust mehr über das Mädchen herauszufinden. Dabei stößt sie nicht nur auf noch nie erkannte Zusammenhänge sondern muss auch lernen ihr schweres Alkoholproblem in den Griff zu bekommen.
Der Klappentext des Buches hat mich direkt neugierig gemacht. Ich liebe es nämlich wenn Personen, die nicht irgendwie mit der Polizei oder dem FBI zu tun haben, ermitteln da diese oft einen ganz anderen Blickwinkel auf Dinge haben. Außerdem ist es viel spannender normale Personen bei so etwas zu begleiten, als einen routinierten Polizisten. Amys Geschichte scheint anfangs sehr simple gestrickt zu sein. Sie wurde als junges Mädchen entführt, vergewaltigt und später halbtot gefunden. Seitdem liegt sie im Koma. Dabei ist ihre Vergangenheit viel facettenreicher als es auf den ersten Moment scheint und im Laufe der Geschichte kommt es zu der ein oder anderen Überraschung mit der man wirklich gar nicht gerechnet hätte.

Sehr interessant fand ich auch die Thematik 'Alkohol' welche die Autorin aufgegriffen hat. Alex ist eine starke Alkoholikerin und trinkt jeden Tag mindestens eine Flasche Wein. Wie gerne ich die Protagonistin eigentlich gewonnen hatte, merkte ich erst als ihr behandelnder Arzt ihr sagte dass sie nur noch ein Jahr zu leben hat, wenn sie so weiter macht. Das war wirklich ein großer Schock für mich! Selten wurden die innerlichen Auseinandersetzungen unter denen Alkoholiker zu leiden haben, so gut beschrieben, wie in diesem Buch. Das hat mir wirklich richtig gut gefallen und mich sehr betroffen gemacht. Ein anderes Thema das in diesem Buch auch behandelt wird ist, dass Komapatienten einen gewissen Teil von ihrer Umgebung wahrnehmen und darauf reagieren können. Darum sollte sich eigentlich auch Alex Artikel drehen, als sie das Krankenhaus das erste Mal besuchte. Darüber möchte ich eigentlich aber auch nicht mehr verraten, aber wie gesagt, ein sehr spannender Aspekt!
Ich habe schon ziemlich viele Bücher gelesen in denen es um einen verzwicketen Fall geht in dem schließlich eine Privatperson auf eigene Faust zu ermitteln beginnt. Trotzdem würde ich sagen dass dieses Buch hier anders ist. Einfach weil es sich um Amy's Geschichte dreht, aber die alkoholkranke Alex mit dieser Aufgabe wächst und sich stark verändert. Neben der Hauptstory dreht sich die Geschichte auch noch die im oberen Absatz angeschnittenen Themen Koma und Alkoholismus. Dadurch dass das Buch so viele Facetten zeigt, war das Lesen unglaublich interessant und ich konnte den Roman bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen.

FAZIT:
Eine spannende Geschichte, die sich nicht nur durch interessante, vielschichtige Charaktere auszeichnet sondern auch für die beiden Themen Alkoholismus und Wachkomma welche neben der Hauptstory, der Aufklärung von Amys Fall, eine große Rolle spielten und mich sehr bewegen konnten. Definitiv ein 5-Sterne-Buch!