Leserstimmen zu
Im Visier

Lee Child

Die-Jack-Reacher-Romane (19)

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Taschenbuch
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Spektakulär bis zum Schluss

Von: Michael Lausberg aus Doveren

28.09.2018

Der eigenwillige Ermittler Jack Reacher wird per Zeitungsannonce von dem Geheimdienstchef Tom O’Day mit einem heiklen Auftrag betreut. Ein kürzlich gescheiterter Attentatsversuch auf den französischen Präsidenten eines geschulten Scharfschützen ist der Hintergrund davon. Reacher soll den Täter ausfindig machen und ihn zur Strecke bringen. Auf der Liste der möglichen Täter steht der ehemalige Scharfschütze der US-Army, John Kott, den Reacher schon in einem früheren Fall dingfest machte. Kott ist mittlerweile wieder freigelassen worden und könnte die Gelegenheit gehabt haben, den Anschlag begangen zu haben. Zusammen mit der hübschen Agentin Casey Nice ermittelt Reacher, bis er aufgrund internationaler Hilfe den Tipp erhält, dass sich Kott in London aufhalten soll. Reacher und Nice eilen dorthin und schaffen es tatsächlich, Kott ausfindig zu machen und zu verhaften. Damit scheint der Fall abgeschlossen, aber schnell wird klar, dass im Hintergrund noch einige Überraschungen warten, die auch Jack Reachers Person und den eigentlichen Fall betreffen. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. An den verschiedensten Schauplätzen in Europa (Paris und London) ermittelt Reacher, die Bedeutung des Falls hat weltpolitische Dimensionen. Neben seinen früheren Ermittlungen gegen Kott erfahren die Leser in diesem Band dieses Mal mehr aus dem reichen Privatleben Reachers. Der Fall erfährt eine ungeahnte Wendung, baut deshalb viel an Spannung auf und ist spektakulär bis zum Schluss. Dabei steht nicht nur Reacher selbst, sondern auch Casey Nice im Mittelpunkt.

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Rezension von Melanie zu Im Visier: Ein Jack-Reacher- Roman (Band 19) von Lee Child 3 von 5 ⭐ Langsam richtig susgelutscht. Gönnt Jack mal eine Pause Klappentext "Der bislang beste Jack-Reacher-Roman.« Stephen King John Kott ist einer der besten Scharfschützen, die die U.S. Army jemals hervorgebracht hat. Doch er ist auch ein skrupelloser Mörder, der den französischen Präsidenten erschießen wollte. Das Attentat schlug fehl, aber in Kürze wird er eine neue Gelegenheit haben: der G8-Gipfel in London. Es gibt nur einen Mann, der ihn aufhalten kann. Nur einen, der Kott ebenbürtig ist. Jener Mann, der Kott schon einmal ins Gefängnis brachte: Jack Reacher!" Meinung Ich kann dem großen Meister Stephen King hier leider nicht zustimmen. Das Problem an diesen endlosen Reihen ist, das die richtig actiongeladenen Parts, bereits alle schon erzählt worden sind; so langsam ist die Luft draußen Andererseits ist es doch eine immer wiedererkennbare Struktur, die Lee Child seinem Hauptprotagonisten Jack Reacher und seiner Taten mit auf den Weg gibt. Deswegen werden die Habdlungen immer vorhersehbarer. Das Gute ust avef weiterhin due Geschichten haben ein gutes Tempo und sich auch durchaus realistisch, wenn auch manchmal dem Ziel voraus. Die Sorache ist klar und man kommt gut voran; von einigen kleineren Längen abgesehen auch durchaus spannend. Aber ich bin ehrlich und habe schon bessere Teile gelesen, die mich richtig mitgerissen hsben, diese Kraft fehlte mir hier einfach diesmal. Was die Figuren angeht waren diese wieder gut und real dargestellt. Was mich diesmal packte waren die vielen Orte, da Jack in ganz Europs unterwegs war wie z. B.London Paris, es waren packende Svhauplätze. Und dann auch wieder due Anlehnung an James Bond. Kam auch wieder eine absomut heiße Lady ins Spiel, darauf wartet der Leser auch und wurde auch hier nicht enttäuscht💃! Suksessive versteht es Lee Child, die Spannung aufzubauen. Und er hat auch Fakten drauf, die fast unglsubwürdig scheinen, aber wenn man nachforscht ist es war.Hier ein Beispiel: Aus einer Entfernung von 1300 Metern soll der französische Präsident bei einem Attentat erschossen werden. Ohne ein Oanzerglas wäre das gelungen! Diese Entfernung ist wirklich mschbar (krass, oder) Ein G-8- Gipfel findet in London statt, mit den Staatsgrössen der Welt nur 1 oder 2 tote Staatsmänner, die gewaltsam umkommen, wprddn die Welt ibs Chaos stürzen-> ideal für Attentäter Und Jack soll einem möglichen Anschlag zuvor kommen. Dem Schützen auf def Spur gerät auch Reacher in die Schußlinie, ubd geht dabei beinahe drauf! Auch gerät Jack an düstere Gesellen, egal wie griß die Überzahl auch ist aber natürlich kommt er im Großen und Ganzen heil davon bis auf ein paar Schrammen ubd blaue Flecken. Es ist halt ein typischer Jack Reacher, viel Action, gute Spannung und Jack ist wieder der Held! Wieder ein echter Jack Reacher, aber auch nix Neues. Trotzdem gibt es eine Leseempfehlung! Fakten 482 Seiten HC 20,00 € Ebook 15,99 € Erschienen im Blanvalet Verlag Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. Ich möchte mich bei @RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog: http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1

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Als Jack Reacher, ehemaliger Eliteermittler der Militärpolizei, im Bus nach Seattle sitzt, stößt er in der Army Times auf eine an ihn gerichtete Kleinanzeige, dass er Rick Shoemaker anrufen solle. „Man kann die Army verlassen, aber sie verlässt einen nie“, weiß der hochdekorierte Ex-Soldat, der wegen seiner Rastlosigkeit auch „Sherlock Homeless“ genannt wird. Da Reacher Shoemaker einen Gefallen schuldig ist, ruft er zurück und erfährt von General Tom O’Day die Hintergründe des Attentats, das vor zwei Tagen auf den französischen Präsidenten in Paris verübt worden war, dank des schusssicheren Panzerglases aber nicht von Erfolg gekrönt wurde. Der mögliche Täterkreis ist allerdings überschaubar klein: Wer sich aus dreizehnhundert Metern vornimmt, ein panzerbrechendes Geschoss Kaliber .50 auf ein kopfgroßes Ziel abzufeuern, muss ein extrem gut ausgebildeter Scharfschütze sein, von denen es weltweit nur eine Handvoll gibt, darunter John Knott, den Reacher vor sechzehn Jahren festgenommen hat, der sich aber wieder auf freiem Fuß befindet. Reacher soll mit der CIA-Agentin Casey Nice in Paris herausfinden, ob sich Knott und sein möglicher Komplize noch immer vor Ort aufhält und die nächste Möglichkeit plant, sein Ziel zu erwischen – beim G8-Gipfel in London. Dort geraten Reacher und Nice gleich in einen Bandenkrieg zwischen den Serben und den Romford Boys, die von dem bärengroßen Gangster Littley Joey angeführt werden und von dem Reacher vermutet, dass er Knott Unterschlupf gewährt. Um an Knott heranzukommen, sichert sich Reacher die Unterstützung des SAS-Agenten Bennett, doch all die brauchbaren Informationen können nicht vermeiden, dass Reacher das riesige Haus des Gangsterbosses betreten muss … „Ich mochte Joey Green nicht. Teils aus den richtigen Gründen wie die Teenager aus Estland und Litauen und die Familienväter, die Wucherzinsen zahlen mussten. Aber auch aus anderen, primitiveren Gründen, denn bevor der Mensch zivilisiert worden war, hatte er siebenmal länger als Wilder gelebt, was Spuren hinterließ. Unterdessen gab der primitive Teil meines Gehirns den Ton an: Meine Stammesversammlung will, dass du beseitigst wirst, Kumpel. Noch dazu bist du hässlich. Und du bist ein Waschlappen.“ (S. 370f.) Auch in seinem neunzehnten Abenteuer – von denen bereits zwei mit Tom Cruise in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt wurden – bleiben sich Jack Reacher und vor allem sein geistiger Schöpfer Lee Child treu: Ohne festen Wohnsitz und eigenes Auto zieht der hochdekorierte Ex-Militärermittler Jack Reacher durch die Lande und gerät durch einen „vorhersehbaren“ Zufall an einen ebenso lebensgefährlichen wie lebenswichtigen Auftrag. Wie so oft erhält er dabei eine attraktive weibliche Begleitung, mit der Reacher aber ausnahmsweise mal nichts anfängt und die überhaupt erschreckend blass bleibt. Das intellektuelle Geplänkel spielt sich diesmal zwischen Reacher und seinem Kontaktmann in London ab, den undurchsichtigen, aber bestens informierten Bennett, die Action wird aber allein von Reacher entfacht. Der Plot von „Im Visier“ folgt dabei vertrauten Mustern. Reacher macht sich detailliert mit den Umständen des versuchten Anschlags in Paris vertraut, stellt komplizierte Berechnungen und Überlegungen über den Tathergang und die Täter an, um dann seinerseits einen Plan zu entwickeln, in dessen Details er weder Nice noch Bennett einweiht. Bis es zum Showdown kommt, muss der Leser einige von Reachers wie immer erstaunlichen Analysen und somit auch einige Längen über sich ergehen lassen, denn so sehr die faszinierenden Beschreibungen Jack Reacher als grandiosen Ermittler und überlegten Kämpfer erscheinen lassen, so unrealistisch wirken manche Rückschlüsse. Da sich „Im Visier“ an der Struktur früherer Reacher-Bände orientiert, erwartet den Leser wenig Überraschendes, dafür aber gewohnt kurzweilige, knackige Unterhaltung mit pointierten Dialogen und effizienter Action.

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Jack Reacher ist auf dem Weg nach Seattle. In einem Bus. Von Langeweile geplagt, greift er nach einer Armypostille, die jemand auf einem Sitz liegengelassen hat und findet darin eine an ihn gerichtete Kleinanzeige, in der er zur Kontaktaufnahme aufgefordert wird. Der französische Präsident ist nur knapp dem Anschlag eines Snipers entgangen. Aber was hat Reacher damit zu tun? Nun, da auch er ein ausgebildeter Scharfschütze ist, kann er die Verdächtigen beurteilen. Und zu allem Überfluss ist unter ihnen auch ein alter Bekannter, John Kott, den er vor Jahren verhaftet hat und der mittlerweile wieder auf freiem Fuß ist. Und man kann davon ausgehen, dass der Attentäter den französischen Präsidenten noch immer im Visier hat. Die nächste gute Gelegenheit würde der G8-Gipfel in London bieten. Schnelles Handeln ist angezeigt. Und so macht sich Reacher mit der noch recht unerfahrenen CIA-Agentin Casey Nice auf den Weg, um seine Mission zu erfüllen. „Im Visier“, Band 19 der Reihe, verlegt Lee Child den Schwerpunkt der Handlung nach Europa, England und Frankreich. Quasi ein Heimspiel für ihn, den gebürtigen Engländer und Teilzeit-Franzosen. Aber eigentlich ist der Handlungsort ja auch egal. Und auch in Europa funktioniert die Reacher-Story einwandfrei, da Child nicht auf die aus den Vorgängern bewährten Zutaten verzichtet. Ein Mann auf einer Mission, eine hübsche Frau an seiner Seite, zahlreiche Bösewichte, die dem Protagonisten und seiner Begleitung an die Wäsche wollen, Schießereien, Prügeleien, ein Plot, der konsequent auf den Showdown hin ausgerichtet ist - wo Reacher draufsteht, ist Reacher drin. Man liebt ihn, oder man hasst ihn. Philosophischen Tiefgang sucht man hier vergebens, dafür bekommt man eine unterhaltsame Superman-Geschichte geboten. Und nichts anderes habe ich erwartet.

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„Ich war ein Regel-drei-Typ. Niemals verlieren. Damit war ich immer gut gefahren.“ Trocken, pragmatisch, effektiv und militärisch knapp, ein typischer Reacher Spruch. Dabei ist sein Denken weit weniger einfach strukturiert und er sehr wohl fähig, zu differenzieren und empfänglich für Feinheiten der Körpersprache, Mimik und Gestik seiner Mitmenschen. Mit Band 19 füttert Lee Child die Jack Reacher Fans weiter an. Die Geschichte um den ehemaligen Militär Polizisten der seit seinem Austritt ein Outlaw Leben nach seinen eigenen Gesetzen führt, permanent on the road à la: wherever he layed his hat was his home [Papa was a rolling stone] – wobei er, deutlich geprägt durch seine Kindheit auf Armystützpunkten weder eine Heimat hat noch ein Heim sucht – hat auch im xxten Band noch Biss. Stählerne Macho Attitude, die hartem Drill entsprungen ist formte seinen charismatischen Charakter. 😉 Gepaart mit ausreichend Selbstbewusstsein um mit emanzipierten Frauen keinerlei Probleme, sondern in Glücksfällen Spaß, sonst Achtung zu haben. Immer höflich und mit guten Manieren ausgestattet zieht Reacher durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ihn bei seinen, meist nicht selbst gewünschten, Abenteuern begleiten zu dürfen ist eine wahre Freude für Menschen die wissen, dass das Gute nicht immer nur von guten Absichten genährt gewinnen kann, sondern ab und an einen kräftigen Stups nicht immer völlig legaler Eigeninitiative benötigt. Hier kommt Reacher ins Spiel. Retter der Witwen und Waisen, Helfer der Schwachen ein moderner Robin Hood mit altmodischem Wertesystem. „[…] und eine Tafel, auf der mit Kreide Dinge angeschrieben waren, von denen neunzig Prozent nicht in einen Kaffee gehörten: Milchprodukte in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Temperaturen, seltsame Aromen auf Nussbasis und weitere Verunreinigungen. Ich bestellte die Hausmarke, schwarz ohne Zucker in einem mittelgroßen Becher […]“ Diesmal beginnt das Abenteuer mit einer Annonce in einer Militärzeitschrift, in der Rick Shoemaker Reacher um Kontaktaufnahme bittet. Aufgrund eines ungeschriebenen Ehrenkodex meldet er sich und schwupps … ist er auf dem Weg zum ebenso verrufenen wie legendären Tom O’Day, Infanteriegeneral zuständig für’s nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Grobe. O‘ Day braucht Reachers Spürnase um irgendwo auf der Welt einen Scharfschützen zu finden dem es möglich war auf eintausenddreihundert Meter den französischen Präsidenten wegzupusten, hätte dieser nicht hinter einer neuentwickelten kugelsicheren Glasscheibe gestanden, die den Mord vereitelte. Weshalb, warum, niemand weiß, wer dahintersteckt und die Geheimdienste überschlagen sich bereits. Reacher und einen der potentiellen Attentäter verbindet eine gemeinsame Geschichte und so macht er sich auf die Suche. Ein Spürhund, dem seine Vergangenheit im Nacken sitzt. Lee Childs Thriller um den unkonventionellen Held wider Willen haben sich mittlerweile eine begeisterte Fangemeinde erobert. Niveau und trockener Humor sowie gesellschaftskritische Betrachtungen und Militärinterna aus den USA halten das Niveau hoch. Im Visier ist der neunzehnte Band, hier (ohne Gewe[ä]hr) die vermutlich korrekte Reihenfolge: Größenwahn Ausgeliefert Sein wahres Gesicht Zeit der Rache In letzter Sekunde Tödliche Absicht Der Janusmann Die Abschussliste Sniper Way Out Trouble Outlaw Underground 61 Stunden Wespennest Der letzte Befehl Der Anhalter Die Gejagten Im Visier Make Me (bisher nur auf Englisch) Night School (dito) Diese macht Sinn, man kann aber auch querbeet lesen wie ich es getan habe und nach dem ersten ausgeliehen Band vom Reacher Sog gepackt war. Wer gute Thriller und pragmatische Schlägertypen mit Anstand mag liest hier richtig.

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Jack Reacher ist zurück und dieser Fall wird besonders persönlich! Als ein Scharfschütze auf den französischen Präsidenten schießt, kommen weltweit nur vier Personen in Frage, die auf diese Entfernung so zielsicher sind, auch wenn eine Glasscheibe den Schuss abfangen konnte. Einer davon ist John Kott, den Reacher vor 16 Jahren hinter Gitter gebracht hat. Jetzt ist er wieder frei und Reacher soll ihn finden, bevor mehr passiert. Denn der nächste G8 Gipfel in London steht bevor und der amerikanische Geheimnisdienst ist sich sicher, dass der erste Schuss nur ein Test war. Reacher muss nach London um seinen alten Rivalen zu finden und ruhig zu stellen. „Im Visier“ ist der neuste Roman von Lee Child mit seinem Protagonisten Jack Reacher, ehemaliger Militärpolizist und Herumtreiber, der sich immer mal wieder von Militär oder Geheimdienst für einen Auftrag einspannen lässt. Obwohl mir auch die bisherigen Romane mit Reacher, die ich gelesen habe, immer sehr gut gefallen haben, halte ich „Im Visier“ für den bisher besten! Die Handlung ist sehr durchdacht und logisch aufgebaut, Reacher als Figur so unkonventionell wie immer, was einen sofort in die Story reinzieht und mit der jungen CIA-Agentin Nice an seiner Seite hat er einen guten Sidekick bekommen, der die Geschichte vorantreibt und neue Dimensionen der Entwicklung ermöglicht. Denn Reacher ist nicht nur für sich verantwortlich, er will auch Nice schützen und handelt so vielleicht manchmal anders, als er es als einsamer Wolf gewohnt ist. Der Stil von Child überzeugt durch sehr detailreiche Schilderung, oft hat man das Gefühl, dass sich vor einem eine ganze Filmszene entwickelt, so genau beschreibt er Bewegungsabläufe und Handlungen der Personen. Hauptfigur Reacher steht dabei immer im Mittelpunkt, als Leser wissen wir immer nur so viel wie er auch weiß, was die Spannung noch erhöht. Lee Child hat mit „Im Visier“ wieder einen großartigen Krimi abgeliefert, der einen sofort packt und nicht mehr loslässt. Reacher als Protagonist bietet ihm einfach unglaublich viele Entwicklungsmöglichkeiten und so kann man das Buch erst wieder aus der Hand legen, wenn die letzte Seite gelesen und man auf dem neusten Stand ist, was Jack Reacher angeht.

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Einerseits ist es doch eine immer wiedererkennbare Struktur, die Lee Child seinen Jack Reacher Romanen mit auf den Weg gibt. Insofern sind die Werke auf Dauer ein wenig vorhersehbar. Anderseits ist es immer wieder straff, mit Tempo, durchaus realistisch in den Szenarien und einfach auch passend, was die Figuren angeht, was Lee Child ein um das andere Mal abliefert. Dieses mal gar in Europa, Paris und London sind kongeniale Schauplätze der neuen Fahndung Reachers, die diesmal von offizieller Stelle her auf interessantem Wege her angefragt wird, Wozu dann auch, wie gewohnt, gehört, dass Reacher mit einer attraktiven Frau(en) zusammenarbeitet. Kunstvoll steigert Child in diesem Thriller dann auch die Spannung, in dem er immer wieder Parallelen zu einem alten „Duett“ Reachers zieht und somit die Gefahr für die Agentin Casey Nice ständig steigert. 1300 Meter Entfernung bei einer offiziellen Rede des französischen Präsidenten und dennoch trifft der Schuss fast. Wenn auch von einer neuen Panzerglasumrandung abgefangen. Nicht viele Scharfschützen auf der Welt wären zu solch einem Schuss befähigt, Und einer der in Frage kommenden „Freelancer“ hat noch eine persönliche Rechnung mit Reacher offen. Und der G8 Gipfel wird sich in London treffen. Eine interessante Gruppe von Staatslenkern, bei denen schon ein gelingender Anschlag auf 1-2 Chaos auf der Welt verursachen würde. Nicht umsonst also wird Reacher dem Schützen auf die Fersen geschickt. Wohl auch, doppelbödig, in der Hoffnung, dass der Auftragsmörder mit dem Spezialgewehr sich aus der Reserve locken lässt, um seinen Feind Reacher auf offener Bühne zu erledigen. Was in Paris fast gelingt. Dass Jack Reacher dabei ebenso doppelbödig zu planen versteht, immer ein As im Ärmel hat, nie die Nerven verliert, im dichten Finale noch ruhig verdeckte Anweisung zu geben versteht und zudem mehr und mehr einen konkreten Verdacht entfaltet, dass all das vordergründige vielleicht gar nicht den eigentlichen Plan darstellt. Wenn dann Londoner Mafia-Banden gegen ihn in Stellung gebracht werden, gebrochene Nasen und, in einer Szene, satt geschildert, Reacher in einer engen Hütte auf eine Vielzahl ihm übelwollender Gestalten trifft (was diesen, natürlich, auch in eklatanter Überzahl nicht wohl bekommen wird, dann ist Child wieder einmal in seinem Element. Cool, trocken, schlagkräftig, mit allen Wassern und Waffen gewaschen und einer, der seine „Rechnungen“ bezahlt und nicht gedenkt, in der Schuld eines anderen stehen zu bleiben, dann ist wieder beste Unterhaltung und „Page-Turnen“ angesagt. Wobei es weiterhin erholsam bleibt, dass Reacher sich weder groß mit Affären noch Liebeleien aufhält (das war in manchen Vorgänger-Romanen anders, was eine Armeeangehörige anging, die nun keine Rolle mehr spielt). Eine sehr zu empfehlende Lektüre mit perfektem Timing versehen.

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Kurze Zusammenfassung: Über eine Armeezeitung erhält Jack Reacher seinen nächsten Auftrag. Anders hätte er von dem Auftraggeber auch nicht erreicht werden können, denn eigentlich möchte Jack nicht für ihn arbeiten, aber im Visier ist ein alter Bekannter von Reacher. John Kott, ist ein begnadeter Scharfschütze und Kott hat noch eine Rechnung mit Reacher offen. Vor vielen Jahren war Reacher als Militärpolizist für Kotts Verhaftung verantwortlich und Reacher weiß genau wozu Kott fähig ist. John Kott hat ein misslungenes Attentat auf den französischen Präsidenten hinter sich und der nächste Versuch wird auf dem G8 Gipfel in London stattfinden. Jack Reacher soll dieses Attentat verhindern. Gemeinsam mit einer jungen CIA Agentin macht er sich auf die Jagd nach Kott .... Fazit: Lee Child hat schon eine tolle Schreibe - bildhaft, lebendig und spannend. Mit Jack Reacher hat er eine Figur geschaffen, die fast einzigartig ist. Einen Militärhelden, der sich fast komplett aus dem System verabschiedet hat, ordentlich zuschlagen kann und eine ganze Menge Schrullen hat. Reacher macht mit seiner hohen Moral aber all seine Mängel wieder wett und der Leser weiß: Reacher hat immer recht und ist immer auf der guten Seite. Jack ist so weit es geht immer anonym unterwegs, reist in Überlandbussen, schläft in billigen Motels und häuft keinen Ballast an. So braucht er auch keinen Koffer, er wirft seine getragenen Sachen einfach fort und kauft sich neue Kleidung. Mich macht das immer ganz fertig und diese Lebensweise übt einen eigenartigen Magnetismus auf mich aus. Vielleicht bin ich deshalb so ein großer Fan von Reacher, er ist so ganz anders als ich. So beamt mich Lee Child in eine ganz fremde Welt und ich kann den schnöden Alltag eine Zeit lang vollkommen ausschließen. Ich mag das. Dies ist der 19 Band mit Jack Reacher als Hauptfigur, allerdings sind alle Bücher in sich geschlossen und man muss nicht die ganze Reihe lesen um die Figur Reacher zu verstehen. Gelegentlich wird Bezug auf Vergangenes genommen, aber die Informationen sind nicht wirklich so relevant, dass man unbedingt einen Vorgängerband lesen müsste um die Zusammenhänge zu verstehen. In diesem Roman wird Reacher mit einer anderen Lebensweise konfrontiert. Nach Europa kommt man nicht mit einem Überlandbus und auch die Hotels in die er eingebucht wird, sind um Klassen anders als seine üblichen Übernachtungsmöglichkeiten. Mich hat Reachers Umgang mit diesen neuen Bedingungen sehr amüsiert, also auch nach 18 Bänden hat Lee Child noch eine Überraschung gut, was die Persönlichkeit von Jack Reacher betrifft. Insgesamt ist dies wieder ein guter Held/Antiheld-Roman mit einem ordentlichen Spannungsbogen und einem sehr ansprechenden Schreibstil.

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