Leserstimmen zu
Im Visier

Lee Child

Die-Jack-Reacher-Romane (19)

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Jack Reacher ist zurück und dieser Fall wird besonders persönlich! Als ein Scharfschütze auf den französischen Präsidenten schießt, kommen weltweit nur vier Personen in Frage, die auf diese Entfernung so zielsicher sind, auch wenn eine Glasscheibe den Schuss abfangen konnte. Einer davon ist John Kott, den Reacher vor 16 Jahren hinter Gitter gebracht hat. Jetzt ist er wieder frei und Reacher soll ihn finden, bevor mehr passiert. Denn der nächste G8 Gipfel in London steht bevor und der amerikanische Geheimnisdienst ist sich sicher, dass der erste Schuss nur ein Test war. Reacher muss nach London um seinen alten Rivalen zu finden und ruhig zu stellen. „Im Visier“ ist der neuste Roman von Lee Child mit seinem Protagonisten Jack Reacher, ehemaliger Militärpolizist und Herumtreiber, der sich immer mal wieder von Militär oder Geheimdienst für einen Auftrag einspannen lässt. Obwohl mir auch die bisherigen Romane mit Reacher, die ich gelesen habe, immer sehr gut gefallen haben, halte ich „Im Visier“ für den bisher besten! Die Handlung ist sehr durchdacht und logisch aufgebaut, Reacher als Figur so unkonventionell wie immer, was einen sofort in die Story reinzieht und mit der jungen CIA-Agentin Nice an seiner Seite hat er einen guten Sidekick bekommen, der die Geschichte vorantreibt und neue Dimensionen der Entwicklung ermöglicht. Denn Reacher ist nicht nur für sich verantwortlich, er will auch Nice schützen und handelt so vielleicht manchmal anders, als er es als einsamer Wolf gewohnt ist. Der Stil von Child überzeugt durch sehr detailreiche Schilderung, oft hat man das Gefühl, dass sich vor einem eine ganze Filmszene entwickelt, so genau beschreibt er Bewegungsabläufe und Handlungen der Personen. Hauptfigur Reacher steht dabei immer im Mittelpunkt, als Leser wissen wir immer nur so viel wie er auch weiß, was die Spannung noch erhöht. Lee Child hat mit „Im Visier“ wieder einen großartigen Krimi abgeliefert, der einen sofort packt und nicht mehr loslässt. Reacher als Protagonist bietet ihm einfach unglaublich viele Entwicklungsmöglichkeiten und so kann man das Buch erst wieder aus der Hand legen, wenn die letzte Seite gelesen und man auf dem neusten Stand ist, was Jack Reacher angeht.

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Einerseits ist es doch eine immer wiedererkennbare Struktur, die Lee Child seinen Jack Reacher Romanen mit auf den Weg gibt. Insofern sind die Werke auf Dauer ein wenig vorhersehbar. Anderseits ist es immer wieder straff, mit Tempo, durchaus realistisch in den Szenarien und einfach auch passend, was die Figuren angeht, was Lee Child ein um das andere Mal abliefert. Dieses mal gar in Europa, Paris und London sind kongeniale Schauplätze der neuen Fahndung Reachers, die diesmal von offizieller Stelle her auf interessantem Wege her angefragt wird, Wozu dann auch, wie gewohnt, gehört, dass Reacher mit einer attraktiven Frau(en) zusammenarbeitet. Kunstvoll steigert Child in diesem Thriller dann auch die Spannung, in dem er immer wieder Parallelen zu einem alten „Duett“ Reachers zieht und somit die Gefahr für die Agentin Casey Nice ständig steigert. 1300 Meter Entfernung bei einer offiziellen Rede des französischen Präsidenten und dennoch trifft der Schuss fast. Wenn auch von einer neuen Panzerglasumrandung abgefangen. Nicht viele Scharfschützen auf der Welt wären zu solch einem Schuss befähigt, Und einer der in Frage kommenden „Freelancer“ hat noch eine persönliche Rechnung mit Reacher offen. Und der G8 Gipfel wird sich in London treffen. Eine interessante Gruppe von Staatslenkern, bei denen schon ein gelingender Anschlag auf 1-2 Chaos auf der Welt verursachen würde. Nicht umsonst also wird Reacher dem Schützen auf die Fersen geschickt. Wohl auch, doppelbödig, in der Hoffnung, dass der Auftragsmörder mit dem Spezialgewehr sich aus der Reserve locken lässt, um seinen Feind Reacher auf offener Bühne zu erledigen. Was in Paris fast gelingt. Dass Jack Reacher dabei ebenso doppelbödig zu planen versteht, immer ein As im Ärmel hat, nie die Nerven verliert, im dichten Finale noch ruhig verdeckte Anweisung zu geben versteht und zudem mehr und mehr einen konkreten Verdacht entfaltet, dass all das vordergründige vielleicht gar nicht den eigentlichen Plan darstellt. Wenn dann Londoner Mafia-Banden gegen ihn in Stellung gebracht werden, gebrochene Nasen und, in einer Szene, satt geschildert, Reacher in einer engen Hütte auf eine Vielzahl ihm übelwollender Gestalten trifft (was diesen, natürlich, auch in eklatanter Überzahl nicht wohl bekommen wird, dann ist Child wieder einmal in seinem Element. Cool, trocken, schlagkräftig, mit allen Wassern und Waffen gewaschen und einer, der seine „Rechnungen“ bezahlt und nicht gedenkt, in der Schuld eines anderen stehen zu bleiben, dann ist wieder beste Unterhaltung und „Page-Turnen“ angesagt. Wobei es weiterhin erholsam bleibt, dass Reacher sich weder groß mit Affären noch Liebeleien aufhält (das war in manchen Vorgänger-Romanen anders, was eine Armeeangehörige anging, die nun keine Rolle mehr spielt). Eine sehr zu empfehlende Lektüre mit perfektem Timing versehen.

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Inhalt John Kott ist einer der besten Scharfschützen, die die U.S. Army jemals hervorgebracht hat. Doch er ist auch ein skrupelloser Mörder, der den französischen Präsidenten erschießen wollte. Das Attentat schlug fehl, aber in Kürze wird er eine neue Gelegenheit haben: der G8-Gipfel in London. Es gibt nur einen Mann, der ihn aufhalten kann. Nur einen, der Kott ebenbürtig ist. Jener Mann, der Kott schon einmal ins Gefängnis brachte: Jack Reacher! (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Band 19 der „Jack Reacher“ – Reihe. (Dieser Band kann ohne Vorwissen gelesen werden.) Jack Reacher ist wieder auf Achse, als ihm in einer Armee-Zeitung ein Aufruf für ihn auffällt. Er wendet sich zähneknirschend an den Auftraggeber, denn Jack weiß, dass das alles nur ein mieser Schachzug von jemandem ist, für den er niemals etwas machen würde. Also macht er sich auf dem Weg und landet bei O´Day, einem alten Bekannten. Lange Jahre haben sie Jagd auf Jack gemacht und nun soll er ihnen helfen einen Scharfschützen zu finden, der einen Anschlag verübt haben soll. Zusammen mit allen möglichen Institutionen der USA, die ihm alle notwendigen Informationen zuspielen. Schnell stellt sich heraus, das es ein alter Bekannter sein könnte, den Jack vor 16 Jahren in den Knast manövriert hat. Jack macht sich an die Verfolgung und bekommt Nice an die Seite gestellt, die ein Auge auf ihn haben soll. Wird Jack alles verhindern können, oder wird er selbst Opfer des Scharfschützen? Und immer noch macht Jack sein eigenes Ding auf seine Art und Weise – aber mit messerscharfen Verstand und einer großen Auffassungsgabe. Er erkennt vieles lange vor seinen Mitstreitern und alle sind immer wieder überrascht. Hier scheint er aber auch wieder mit der Vergangenheit (Kot) und einer unschönen Erinnerung daran konfrontiert zu werden. Doch auch das meistert er und bekommt mit Nice einen interessanten Charakter an die Seite gestellt – mal schauen, ob sie irgendwann wieder mal auftaucht. Ich würde mich freuen. Aber zurück zu Jack Reacher, der mir hier auch wieder sympathisch ist. Da ich ihn nur aus dem 18. Band und diesem kenne, kann ich den negativen Rezensionen bezüglich dem Autor, der Reacher verrät, nicht zustimmen. Bisher zumindest nicht, vielleicht würde ich meine Meinung darüber noch ändern, wenn ich alle Bände kennen würde. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Jack Reacher, was einen guten Einblick in seine Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Wieder eine klasse Geschichte über Jack Reacher, die hier zwar nur solide Ermittlungsarbeit war und weniger Krimi in sich hatte, mir aber gefallen hat. Dazu muss man aber auch erwähnen, das ich die behandelte Thematik rund um die Scharfschützen und die Theorien bzw. die theoretischen Inhalte interessant finde. Nachdem ich erst im letzten Monat „Jack Reachers Gesetz“ gelesen habe, fand ich seine dort erwähnten Grundregeln hier sofort wieder – und auch seine weibliche Begleitung scheint so eine Informationssammlung vorzuliegen, denn sie kennt ihn sehr gut. Ich freue mich schon auf den nächsten Band, aber vorher werde ich die Vorgängerbände nach und nach lesen. 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

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