Leserstimmen zu
Gangsterland

Tod Goldberg

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„Ich hab ein paar Leute umgebracht.“ […] „Ein paar?“ „Das ist mein Job. Ich bringe Leute um. Und ich habe die Falschen umgebracht.[…]“ (S.88) Da geht man einmal zurück. Etwas, was man sonst nie macht. Bringt dabei Menschen um, die man eigentlich nicht umbringen sollte. Man sollte generell keine Menschen umbringen, aber hier gehört das nun mal zum Job. Und gerade diese Menschen hätte Sal nun wirklich nicht töten sollen. Er ist Profi. Er hätte es wissen müssen. Aber jeder macht bekanntlich mal Fehler und dieser Fehler – drei FBI-Beamte zu ermorden – schneidet im tief ins Fleisch. Wortwörtlich ins Fleisch. Nicht nur emotional. So eine operative optische Veränderung ist schließlich nicht ohne. Also wird aus Killer Sal ein netter Rabbi David. Diese Maßnahme dient nicht nur zu seinem Schutz, sondern auch dem seiner Familie und seinem Umfeld. Denn Sal ist recht bekannt und wird seit längerem gesucht. Dieses i-Tüpfelchen hat nun das Fass zum überlaufen gebracht und fiese Menschen, wie Agent Jeff Hopper haften sich gerne wie lästige Motten an solche Spuren. Denn jetzt hat man Beweise für eine Festnahme. Zum Glück ahnt niemand, dass der gute Sal sein Äußeres verändert hat. Man spürt nur, dass er noch irgendwo als freier Mann lebt und gedeckt wird. So darf sich Sal als Rabbi David einer kleinen Gemeinde in Las Vegas widmen. Ist Seelentröster, eine Schulter an der man sein Leid klagen kann und Begleiter bei Beerdigungen. Dabei muss er hebräisch lernen und sich mit der jüdischen Religion auseinander setzen. Gar nicht so einfach, wann man ein Mann weniger und derber Worte ist. Und den zwischenmenschlichen Kontakt stets gescheut hat. Doch David ist anpassungsfähig und dabei vergisst man fast, was er eigentlich ist: Ein Profikiller. Mit „Gangsterland“ hat Tod Goldberg wirklich eine interessante Story erschaffen, die einen von der ersten Seite an, in seinen Bann zieht. Denn Sal ist keineswegs ein naiver Mensch. Er hat sich nur schlichtweg von seinen Emotionen führen lassen. Was absolut menschlich ist. Dummerweise halt nicht schlau in so einer Situation, mit so einem Job. Sein nicht gerade sonniges Gemüt, führt dann in seinem neuen „normalen“ Leben öfters zu komischen Momenten. Vor allem, weil man seine dunklen Gedanken förmlich spüren kann. Das Buch hat mich am ehesten an „Spademan“ erinnert. Nur ausgefüllter erzählt, in einer anderen Welt, mit einem Mann, der einen Ticken mehr menschlich ist, als der Spademan und mit ein wenig anderen Grundsätzen. Außerdem kann ich mir das Leben von David/Sal sehr gut als Film vorstellen. Nur bitte mit dem richtigen Regisseur. Damit das Feeling auch so herüberkommt und das Ende genau so bleibt wie es ist. Stimmig. Passend. Ein runder Abschluss. Alles in allem kann ich das Buch allen Crime-Liebhabern empfehlen! Es ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne. Er tanzt schon ein wenig aus der Reihe, ist deshalb aber nicht minder spannend oder gar schwächer besetzt. Ganz im Gegenteil.

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Ich hab mich auf einen guten und spannenden Thriller gefreut, jedoch wurde ich leider enttäuscht. Die Idee des Buch ist fantastisch, die Umsetzung leider nicht. Das Buch beginnt super spannend, jedoch nimmt diese Spannung mit jeder Seite ab. Zu Beginn konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil es mich so in seinen Bann gezogen hat. Ich hatte mir gewünscht, dass dies genauso weitergeht, jedoch habe ich irgendwann die Lust am Lesen verloren. Es war sehr trocken, viele Handlungen sind aufeinander gefolgt, jedoch nicht wirklich etwas spannend. Das Buch hat mich immer weiter verwirrt. Ich konnte die Namen nicht den Personen zuordnen. Ich hab mich jedoch immer weiter durch das Buch gezwungen, weil ich dachte es wird besser, jedoch konnte es mich einfach nicht mehr begeistern. Ich würde das Buch sehr gerne viel besser bewerten, aber ich möchte natürlich ehrlich zu euch sein und das Buch konnte mich einfach nicht begeistern!

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>> Legst du Kinder oder den Köter von einem um, landet so was in der Zeitung, und die Polizei interessiert sich dafür. Legst du einen Drecksack um, hast du bloß einen Drecksack weniger. Legst du vier Bundesbeamte um, kann sich deine ganze Welt verändern. << S. 30 Erster Satz Wenn Sal Cupertine einen umlegte, ging er so nah wie möglich ran und schoss ihm in den Hinterkopf. Meinung Nach einem Fehlhandeln seinerseits, wird Sal Cupertine von seiner Familie ins vermeintliche Exil geschickt, dachte er jedenfalls. Doch statt den frühzeitigen Tod zu finden, landet er in Las Vegas, muss sich einigen Gesichtsoperationen unterziehen und bekommt dann eine neue Identität: Rabbi David Cohen. Dieser soll in einer jüdischen Gemeinde im Tempel seiner Arbeit nachgehen, dabei jedoch nicht seine alte Arbeit vergessen. Bald schon kommt David die ganze Sache etwas fragwürdig vor und er versucht dahinter zukommen, was eigentlich Sache ist. Das Cover war für mich gleich ansprechend, schlicht und einfach und doch sehr aussagekräftig. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Die Wortwahl in manchen Situationen finde ich sehr gelungen, vor allem die Charaktere sprechen ihrer Art passend. Die Gespräche und die Atmosphäre haben auf mich immer einen ruhigen und entspannten Eindruck gemacht und bei mir nie eine Spannung bewirkt, die ich mir bei Thrillers erhoffe und wünsche. Im Storyverlauf folgen wir abwechselnd dem Protagonisten und einem FBI Agenten, der Sal Cupertine mit allen Mitteln versucht zu finden. Die Charaktere waren nicht sehr tiefgründig, was aber nicht weiter schlimm war, da es zu der Geschichte passte. Der Protagonist hat zu Anfang sehr rational gedacht und hat einfach seine Aufgaben erledigt, ohne großartig nachzufragen warum. Passend für einen Hit Man eben. Später als er sich mit der Religion und ganz normalen Menschen auseinander gesetzt hatte, brachte es ihm dazu, mehr über seine Taten und Aktionen nach zu denken. Die gesamte Thematik Mafia und organisiertes Verbrechen wird gut erklärt und von den verschiedensten Standpunkten betrachtet und kommentiert, mit viel scharfen Humor. Das Ende hatte ich mir gehofft, aber ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. Fazit Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich die Mafia und das organisierte Verbrechen an sich sehr interessant finde. Auch wenn ich es nicht als Thriller einstufe - dazu fehlt einfach ein Spannungsbogen - gebe ich dem Buch 4/5 Sternen.

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Der Autor liefert hier einen sehr leichten, zynischen und modernen amerikanischen Thriller. So ist die Geschichte sehr unterhaltsam, lässt aber insgesamt vergeblich auf Spannung hoffen. Hier gibt es einen rasanten und spannenden Einstieg und dann leider nur noch die leichte „Kost“. Die Geschichte ist amüsant, doch mehr leider nicht, bei einem Thriller erwarte ich mehr ich erwarte, von einem Spannungsfaktoren in den nächsten zu kommen und ein überraschendes Ende. Das Ende war mir leider viel zu offen und verwirrend, es ließ mich mit vielen Fragen zurück und kam mir so vor als wenn der Autor hier einfach nur einen Punkt gesetzt hat. Mir fehlen hier die Abrundung und ein Abschluss. Der Hauptprotagonist entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter, er zweifelt am Glauben und macht einen enormen Wandel durch. Dieses wurde sehr glaubhaft dargestellt und hat mir auch gut gefallen. Der eigentliche FBI Ermittler kam mir allerdings wie ein Kleinkind und sehr naiv rüber, auf diesen Charakter hätte der Roman gut und gerne verzichten können, da er nur noch nervig war und nicht viel zur Abrundung der Geschichte beitrug. Erwähnenswert sind hier noch die vielen tollen Zitate aus dem Talmud, die zum nachdenken anregen. Der Schreibstil ist angenehm und liest sich gut, so habe ich mich zwar unterhalten gefühlt, aber bei einem Thriller erwarte ich mehr. Dieses Buch kann ich somit Jeden empfehlen der leichte Thriller mag, richtigen Thrillerfans, die Action und Spannung erwarten würde ich allerdings abraten.

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