Leserstimmen zu
Im ersten Licht des Morgens

Virginia Baily

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Taschenbuch
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Im ersten Licht des Morgens Das Cover gefiel mir sehr gut und hat mich direkt angesprochen. Es gibt einen ersten Einblick auf den Inhalt und macht neugierig. Der Schreibstil war für mich nicht ganz so flüssig wie ich es sonst gewohnt allerdings kann es dem doch sehr gewichtigen Thema geschuldet sein. Ich hatte meine Mühe in die Geschichte rein zu finden als ich jedoch, dann mit den Protagonisten immer besser zurecht kam ging mir dieses Buch immer leichter von der Hand. Das Buch spielt zu Zeiten des 2. Weltkrieges in Italien. Besonders gut hat mir gefallen das vieles wirklich sehr detailliert und den Jahrzehnt entsprechend dargestellt. Auch die Dramatik und Tragik zu dieser Zeit wurde sehr realistisch und emotional geschrieben, so dass der Leser beim lesen emotional gefangen ist und dieses Buch nur schwer aus der Hand nehmen kann. Alles in allem hat mir dieses Buch recht gefallen. Man hat mit den Protagonisten immer wieder mit gelitten und konnte sich gut in deren Gefühle hineinversetzen. Besonders gut tat dem Buch die verschiedenen Zeitsprünge, so dass der Leser ebenfalls ein auf und ab verspührt und unbedingt weiterlesen möchte.

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Als Chiara eines Morgens im Jahr 1943 auf den Straßen in Rom unterwegs ist, wird sie Zeugin, wie viele jüdische Familien abtransportiert werden sollen. Zu einer dieser jüdischen Familien gehört ein kleiner Junge – Daniele Levi – dem man jedoch nicht ansieht, dass er tatsächlich jüdisch ist. Es gelingt ihr, vorzugeben, dass der Junge zu ihr gehört und ihn zu retten. Sie nimmt ihn also mit zu sich nach Hause und kümmert sich von da an um ihn. Der kleine Daniele ist aber nicht der einzige, für den sie von nun an die Verantwortung trägt. Da ist auch noch ihre Schwester Cecilia, die auch noch an Epilepsie leidet. Cecilia ist ganz und gar nicht von dem unverhofften Familienzuwachs begeistert und hat auch keine Scheu, dies deutlich zu machen. Auch das Verhältnis zu Daniele ist schwierig. Er spricht kaum und ist sehr zurückhaltend, vermisst seine Familie. Da die Situation in Rom sehr gefährlich ist und Chiara in ständiger Angst lebt, Daniele könnte auffliegen, beschließt sie, mit ihm und Cecilia zu ihrer Großmutter aufs Land zu fliehen. Auch dort bessern sich die Verhältnisse untereinander nicht. Nach einiger Zeit auf dem Land stirbt Chiara’s Großmutter dann jedoch leider. Chiara beschließt dann, kurzzeitig mit dem Jungen zurück nach Rom zu gehen. Ihre Schwester lässt sie in dieser Zeit zurück bei Bekannten, die sich um sie kümmern und auf sie achten sollen. Cecilia verspricht sie, dass sie nach zwei Wochen zu ihr zurückkommen werde, hält ihr Versprechen jedoch nicht. 30 Jahre später – Maria ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Wales. Sie findet heraus, dass ihr Vater gar nicht ihr wirklicher Vater ist. Ihr tatsächlicher Vater ist ein Mann namens Daniele Levi. Sie findet die Telefonnummer von Chiara und nimmt Kontakt zu ihr auf. Nach einigen Telefonaten einigen sich Maria und Chiara darauf, dass Maria den Sommer in Italien bei Chiara verbringt. Noch weiß Maria aber nicht, dass Chiara so etwas wie ihre Großmutter ist. Sie denkt, Chiara sei lediglich die ehemalige Vermieterin von Daniele. Natürlich hofft sie aber darauf, einiges über ihren Vater zu erfahren und ihn vielleicht sogar in Italien ausfindig zu machen. Leider hat jedoch auch Chiara sämtliche Anhaltspunkte für eine Kontaktaufnahme mit Daniele verloren. Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, ist sehr bewegend. Chiara denkt erst gar nicht darüber nach; sie nimmt einfach so eine so immense Verantwortung auf sich, um das Leben eines Kindes zu retten. Obwohl der Junge lange Zeit nicht richtig verstehen kann, dass sie ihm das Leben gerettet hat und dies immer wieder durch rebellisches Verhalten deutlich macht, liebt sie ihn doch so sehr, als wäre er ihr eigenes Kind. Chiara liebt diesen Jungen so sehr, dass sie ihre eigene Schwester auf gewisse Art für ihn fallen lässt. Wobei… Eigentlich weiß ich gar nicht, ob man wirklich sagen kann, dass er es lange nicht verstanden hat, denn eigentlich könnte man sein Verhalten bis ins Erwachsenenalter so auslegen, dass er vielleicht sogar lieber mit seiner Familie gestorben wäre. Als Daniele älter wird, fängt der an mit Drogen zu experimentieren und rutscht ab in die Sucht. Das ist der Grund dafür, dass Chiara irgendwann den Kontakt zu ihm verliert. Als Maria dann in ihrem Leben auftaucht, wird sie mit allem neu konfrontiert und ihr Gefühlsleben wird dadurch sehr aufgewühlt. Über Daniele erfährt man im Buch eigentlich nicht wirklich viel. Man erfährt einiges über die ersten paar Jahre, die er bei Chiara verbracht hat und man erfährt, dass er später drogenabhängig wurde. Wie er sein Leben an sich aber ab seiner Jugend verbracht hat bleibt offen. Die Kapitel springen zum Einen zwischen der Zeit 1943 und 1973 und die Kapitel, die von der Zeit in 1973 erzählen, wechseln sich dazu noch zwischen Chiara und Maria ab. Die Themen Verantwortung, Aufopferung, Mut, Familie und Leid, die hier aufgegriffen werden, sind super in die Geschichte eingearbeitet und werden authentisch dargestellt. Besonders den Weg von Daniele in die Drogensucht finde ich sehr realitätsnah. Leider hat mir in dem Buch aber irgendwie der Spannungsbogen gefehlt. Es wird viel erzählt und die Geschichte geht auch ans Herz, aber es passiert nicht wirklich viel. Gerne hätte ich auch etwas mehr über Daniele erfahren. Insbesondere seine Gedanken und Gefühle bleiben komplett außen vor, der Leser kann sich immer nur vorstellen, wie es ihm wohl gegangen sein mag. Da er der zentrale Punkt des Buches ist, finde ich das sehr schade. Fazit Mut, Verantwortung, Familie und Leid sind die Themen von „Im ersten Licht des Morgens“. Die zentrale Figur ist Daniele Levi, von dem man jedoch leider nur sehr, sehr wenig erfährt. Die Geschichte ist zwar sehr bewegend und authentisch, trotzdem ist es teilweise etwas langweilig.

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Der Handlungsort Rom verspricht ein Buch mit warmen Flair, mit Leichtigkeit und Lebenslust. Das Thema ist jedoch ein ganz anderes. Leichtigkeit und Lebenslust sind nicht immer oder vielleicht auch eher gar nicht wirklich anzutreffen. Mit dem Zweiten Weltkrieg hatten die Italiener ja auch zu tun und genau darüber handelt „Im ersten Licht des Morgens“ von Virginia Baily. Schön verpackt wird die Geschichte von Chiara erzählt, die einen kleinen Jungen bei sich aufgenommen hat. Dieser kleine Junge hat ihr Leben verändert, er war nämlich Jude. In Rückblenden wird dem Leser erzählt, was die beiden zusammen erlebt haben und welche Schwierigkeiten sie hatten. Hier wird auch sehr schön auf die psychische Ebene eingegangen, die meiner Meinung nach in vielen anderen Büchern ernachlässigt wird. Neben dem Erzählstrang um Chiara und ihren Findelsohn Daniele entwickelt sich ein zweiter Erzählstrang. Dieser spielt anfangs nicht im sommerlichen Rom, sondern im rauen Wales. Protagonistin ist hier die junge Maria, die ihr Leben auf den Kopf gestellt sieht. Um zu verstehen wer sie ist reist sie nach Rom und trifft dort auf Chiara. So werden beide Erzählstränge miteinander vereint, jedoch gibt es trotzdem noch Einblicke in die jeweilige Protagonistin. So weiß der Leser immer mehr, als die Protagonistinnen, was die Geschichte natürlich spannend gestaltet. Fazit: Insgesmt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und der Leser kann sich gut mit ihnen identifizieren. Die Gefahren während des Krieges werden gut deutlich, es wird sich aber nicht zu sehr auf dieses Thema versteift, weshalb das Lesen trotzdem noch angenehm und locker ist. Ich kann es auch nur weiterempfehlen. Wenn euch dieses Buch gefällt würde ich euch Der Italienische Garten von Alyson Richman empfehlen.

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Rom 1943. Als die Italienerin Chiara Ravello eines Morgens miterleben muss, wie zahlreiche jüdische Familien von deutschen Soldaten in ein Arbeitslager abtransportiert werden, gelingt es der jungen Frau in letzter Minute den kleinen Jungen Daniele Levi vom LKW zu ziehen. Sie nimmt das jüdische Kind mit zu sich nach Hause und kümmert sich um Daniele wie um einen eigenen Sohn. Nach wenigen Tagen beschließt Chiara mit dem Jungen und ihrer jüngeren Schwester Cecilia, die sie ebenfalls liebevoll umsorgt, aus Rom zu fliehen und zu ihrer Nonna aufs Land zu ziehen. Das harte Kriegsjahr nimmt seinen Lauf und die Beziehung zu Daniele wird immer schwieriger, denn der Junge ist verschlossen und rebellisch, lässt niemanden an sich heran und ist durch den Verlust seiner Familie schwer gezeichnet. Jahre später 1973, erhält Chiara einen schicksalhaften Anruf, der sie plötzlich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und sie schlagartig ins Jahr 1943 zurückversetzt. Chiara lebt mittlerweile wieder in Rom und führt ein ruhiges Leben. Doch als ihr ein 16-jähriges Mädchen namens Maria am Telefon verkündet, dass sie den Sommer bei ihr in Italien verbringen möchte, um mehr über einen gewissen Daniele Levi zu erfahren, weckt Maria bei Chiara alte Geister und eine tief verborge Sehnsucht. Die Autorin Virginia Baily konnte mich mit ihrem Drama rund um den jüdischen Jungen Daniele und seine wagemutige Retterin Chiara sehr gut unterhalten. Der Roman wird in zwei Zeitperioden erzählt, die sich kapitelweise abwechseln. Die aktuelle Handlung spielt 1973 und der zweite Erzählstrang beschreibt die Geschehnisse des Jahres 1943, eine Zeit voller Schrecken und Leid. Trotzdem präsentiert uns die Autorin keinen klassischen Kriegsroman sondern eine mutige Familiengeschichte. Obwohl wir über Danieles Lebensweg und seine Entwicklung vom kleinen Jungen zum erwachsenen Mann recht wenig erfahren, konnte ich einen guten Zugang zu dem jungen Protagonisten finden und mit seinem schweren Schicksal mitfühlen. Seine Verletzlichkeit und Traurigkeit war stets spürbar, doch ich hätte mir mehr Details zu Danieles Lebensgeschichte gewünscht. Neben Themen wie Mut, Familie und Verlust, spielen ganz klar Schuld und Verantwortung die Hauptrollen in diesem Buch. Schlicht und ohne Kitsch verpackt die Autorin diese zentralen Themen in ihre Geschichte und am Ende bleibt die Erkentniss, dass sich Familie nicht ausschließlich über Blutsverwandtschaft definieren muss.

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Als ich den Klappentext gelesen hab, wusste ich sofort, dass das Buch mich interessieren wird, allerdings hatte ich sehr Schwierigkeiten am Anfang in die Geschichte einzutauchen und mich mit den Protagonisten anzufreunden. Das Cover des Buches gefällt mir total. Ich liebe generell Bilder die etwas mit Sonne zu tun haben. Der Schreibstil war auch sehr flüßig zu lesen

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Die Geschichte wird in zwei Zeitabschnitten erzählt, und zwar 1943 und 1973, die sich je nach Kapitel immer abwechseln. Chiara begibt sich eines morgens auf die Straßen von Rom. Dabei ist zu erwähnen, dass Rom zu der Zeit von Nationalsozialisten besetzt ist. Als Chiara am Getto entlang läuft, sieht sie einen Transporter, der mit Juden beladen ist und von Soldaten bewacht wird. Besonders die junge Frau mit dem Kind am Rockzipfel fällt ihr auf. Als sich ihre Blicke treffen, weiß Chiara sofort, was sie tun muss. Sie beginnt loszuschreien, dass ihr Neffe versehentlich im Transporter sitzt. Ab diesem Moment beginnt für Chiara die große Herausforderung. Sie nimmt den kleinen jüdischen Jungen zu sich und rettet ihm das Leben. Später, als Daniele, der damals kleine jüdischer Junge, älter wird, gerät er in die schiefe Bahn. Er wird drogenabhängig und macht sich das Leben selbst kaputt. Nach seinem spurlosen Verschwinden ist Chiara am Boden zerstört. Nichts kann sie trösten. Genau dann, als sie anfängt, alles loszulassen, bekommt sie einen Anruf von der in Wales lebenden Maria, Danieles Tochter. All die Erinnerungen an Daniele kommen ihr wieder hoch, die sie seit Jahren zu verdrängen versuchte. Das pubertierende Mädchen möchte mehr über die Herkunft ihres Vaters erfahren und will den Sommer über bei Chiara in Rom wohnen. Anfangs fand ich das Buch sehr reizvoll, aber irgendwann, mittendrin war die Spannung einfach weg. Rom wird bis ins Details beschrieben und man fühlt sich wie auf einer Stadttour. Was in mir Skepsis ausgelöst hat, war, dass ich gar nicht so genau sagen könnte, wie alt Chiara ungefähr ist. Im Jahr 1943 scheint sie sehr jung zu sein, aber 30 Jahre später verhält sie sich immer noch so wie ein "Teenie". Was aber sehr zu loben ist, ist der Schreibstil der Autorin. Lust auf eine Reise nach Rom ? Lass dich von Virginia Baily durch die schönsten Ecken Roms führen. Erfahre selbst ob es ein Happy End gibt ;)

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Der Schreibstil vermittelte eine sehr große mystische und packende Spannung. Man blieb immer am "Faden" und das Buch wurde kontrolliert und Punkt für Punkt genau erzählt. Man konnte sich direkt in die Protaginisten hineinversetzen, da es wirklich mit herzblut geschrieben wurde. Die Idee der Autorin war einfach grandios, da ich sowas auch noch nie gelesen habe und es solche Bücher auch nicht häufig gibt. Außerdem wurde die Geschichte mit den Zeitsprüngen näher gebracht und man wurde auch nicht verwirrt. Das vermittelt ein sehr intensives und detailreiches Bild. Fazit: ein ernstes Thema, das mit Spannung und Hingabe erzählt wird.

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INHALT: Bevor an einem Morgen im Jahr 1943 die Sonne aufgeht, tritt Chiara im besetzten Rom auf die Straße. Noch ahnt sie nicht, dass sie an diesem Tag einem kleinen Jungen das Leben retten wird. Doch als sie Daniele begegnet, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Chiara nimmt ihn allen Widrigkeiten zum Trotz an wie einen Sohn. Aus Liebe tut sie fortan alles, um ihn zu schützen – und aus Liebe begeht sie nach Kriegsende einen folgenschweren Verrat … MEINUNG: Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und zwar um 1943 und dann 1973. Die Kapitel wechseln sich immer ab. Fast ausschließlich spielt die Geschichte in Italien bzw. Rom. Aus dem Klappentext ist nicht so richtig ersichtlich, wie die Geschichte konstruiert ist bzw. hatte ich zumindest eine andere Vorstellung. Daniele Tochter, Maria, die allerdings in Wales lebt ist die Person, die die ganze Geschichte ins Rollen bringt und vor allem auch Chiara zwingt sich wieder mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, denn seit 10 Jahren weiß niemand, wo Daniele ist und ob er noch lebt. Als Maria, 15 Jahre alt, heraus bekommt, dass ihr vermeintlich geglaubter Vater nicht ihr richtiger ist, kommt in ihrer Familie zu einem Eklat und sie macht sich auf den Weg nach Italien. Maria ist ein typisches pubertierendes Mädchen, die herauszufinden versucht, wer sie wirklich ist. Ich fand es sehr mutig, dass sie ganz alleine in ein ihr fremdes Land fährt, dessen Sprache sie nicht spricht, um ihre Wurzeln zu finden. Manchmal habe ich schnell vergessen, dass die „Gegenwart“ des Buches ja 1973 ist. Von daher scheint es auch kein Problem zu sein, dass man mit 15 schon raucht und scheinbar auch noch nicht fliegt, sondern mit der Bahn fährt. Daniele lernt man nur indirekt kennen, aber es ist deutlich spürbar, dass er innerlich wohl völlig zerrissen war und auf die schiefe Bahn gerät. Ihm ist auch sehr wohl bewusst, dass Chiara nicht seine leibliche Mutter ist. Das lässt er sie vor allem in der Vergangenheit spüren. So spricht er zum Beispiel ganze drei Monate nicht mit ihr, nachdem sie ihn in ihre Obhut genommen hat, weil seine Mutter deportiert worden ist. Ihm scheint nicht so richtig klar zu sein, dass ihm damit das Leben gerettet worden ist. Ob er noch lebt oder nicht, weiß Chiara nicht. Eine Verkettung sehr unglücklicher Zustände führte allerdings dazu, was dann so nach und nach raus kommt. Die Suche nach Daniele liegt allerdings nicht im Fokus des Buches, was ich ein wenig schade fand, aber mir ist schnell klar geworden, dass es mehr um das geht, was Chiara getan hat. Was für Auswirkungen es auf Daniele und sein weiteres Leben hat und Chiara damit leben kann. Man muss sich mit der Frage auseinander setzen, wie viel Schuld Chiara trägt und ob, das was sie getan hat nicht zu Daniele Besten war, sondern vor allem zu ihrem Besten. Chiara mochte ich dennoch sehr gerne. Anfangs habe ich immer rum gerätselt, wie alt sie wohl sein möge, aber an einer Stelle wurde indirekt gesagt, dass sie 60 Jahr alt sei. Mir kam sie deutlich jünger vor. Ich mochte ihre Stärke und zugleich ihre Unsicherheit. Ich mochte ihre Neurosen und Spleens, die vor allem sehr humorvoll von ihrer Putzfrau beschrieben worden sind Man spürt auf das ganze Buch hinweg, dass sie Daniele bedingungslos liebt, auch als er auf die schiefe Bahn gerät und dass sie ihn nicht vergessen kann. FAZIT: Virginia Bailey schafft eine großartige Atmosphäre und gestaltet ihre Charaktere so, dass man nach Beendigung des Buches das Gefühl hat sie wirklich zu kennen. Man bekommt nicht nur einen Einblick in das Italien zur Zeit des zweiten Weltkriegs und das Italien der 1970er Jahre, sondern die Autorin fängt auch das italienische Flair einzigartig ein. Ich hätte mir noch ein wenig mehr den Fokus auf der Geschichte von Daniele, späteren Manns, in den 1970er gewünscht, aber ansonsten hatte mich das Buch wirklich begeistern können. Ich freue mich auf weiter Romane von der Autorin!

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