Leserstimmen zu
Die Anatomie des Teufels

Jordi Llobregat

(3)
(5)
(3)
(1)
(0)
€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Generell kann ich euch “Die Anatomie des Teufels” wirklich empfehlen. Der historische Thriller ist spannend und unterhaltsam. Ist er annähernd so atmosphärisch wie die Werke von Carlos Ruiz Zafón? Nein. Mit seinen Romanen hat es nur gemein, dass sie in Barcelona spielen. Und auch der Dan Brown-Vibe bleibt für mich völlig aus. Aber gut, irgendwie muss das Buch ja beworben werden. Wir möchten darüber hinweg sehen. Nach einem etwas langsamen Einstieg nimmt die Geschichte ab Seite 80 an Fahrt zu. Die mysteriösen Geschehnisse schafften es wirklich meine Aufmerksamkeit zu fesseln. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und wer oder was dahinter steckt. Die Hauptfigur ist zwar Daniel Amat, noch interessanter sind jedoch der Journalist Bernat Fleixa und Pau, ein Medizinstudent. Das unterschiedliche Trio versucht, unter Einsatz ihres Lebens, das Rätsel zu lösen. Alle drei Figuren sind gut ausgearbeitet und haben ihre eigene Geschichte und Motivation. Das ist für mich gerade bei Nebenfiguren sehr wichtig, da sie mir sonst völlig egal sind und ich mich nicht für ihr Schicksal begeistern kann. So viel Spaß ich auch bei der gruseligen und etwas ekligen Lektüre hatte, war ich vom Ende nicht vollkommen überzeugt. Die Auflösung des Mysteriums war überraschend genug und gleichzeitig glaubwürdig, um befriedigend zu sein. Doch Daniels Geschichte hat mich etwas enttäuscht. Am Ende des Buches habe ich mich gefragt, ob das tatsächlich der Grund für den ganzen Rummel gewesen sein soll. Von mir gibt es aber trotzdem eine absolute Leseempfehlung. Es ist ein guter historischer Thriller, mit spannenden, rätselhaften Geschehnissen, sympathischen Figuren und der wunderschönen Kulisse Barcelonas. Sollte Jordi Llobregat sich dazu entschließen noch einen Thriller zu schreiben, wird dieser ganz sicher auf meinem SUB landen.

Lesen Sie weiter

..wow...

Von: Lesebegeisterte

26.09.2017

Ein spannender historischer Thriller der in Barcelona spielt. Als Leser weiss man nicht so recht wer oder was der Mörder ist? Mensch oder doch ein Tier? Lassen Sie sich überraschen, liebe Leser. Ich habe auch lange gerätselt worum es sich bei dem Mörder handelt. Spannend fand ich die Idee generell einen "Historischen-Thriller" zu schreiben. Ein fesselnder geheimnisvoller Thriller.

Lesen Sie weiter

Insgesamt begegnen uns in diesem Thriller drei Protagonisten, von diesen ist Daniel jedoch der wichtigste. Aber auch Bernat Fleixa, der Journalist, und Pau, ein Medizinstudent, nehmen eine wichtige Rolle ein. Daniel will eigentlich heiraten, sein Leben läuft ganz gut und ihm wurde soeben eine Stelle an der Universität angeboten. Im gleichen Momenterreicht ihn die Nachricht, dass sein Vater gestorben sei. Um letzte Angelegenheiten zu klären und der Beerdigung beizuwohnen reist er nach Barcelona und wird dort mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Diese Konfrontation wird größtenteils durch Fleixa ausgelöst, der eigentlich dachte bald einen ganz großen Coup zu landen. Doch dann stirbt sein Hauptinformant, Daniels Vater. Ziemlich in Bedrängnis geraten, sein Alkoholkonsum sowie Schuldenberg übersteigen momentan stark seine erfolgreichen Artikel, versucht er Daniel davon zu überzeugen mit ihm an dem Fall zu arbeiten. Währenddessen kommt Pau hinzu, als ehemaliger Assistent von Daniels Vater erhoffen Daniel und Fleixa über Pau an Informationen zu gelangen. Dies ist natürlich zu einfach, aber Pau hilft ihnen trotzdem mit dem Verbrechen auf die Spur zu kommen. Das alles spielt sich im Barcelona kurz vor der Weltausstellung 1888 ab. Wichtige historische Personen treten auf und setzen den Thriller so in ein realistischen Ambiente. Dieses wird meiner Meinung nach am Ende einmal kurz verlassen, aber kurz später wieder eingenommen. Das war mein erster historischer Thriller und mir gefällt diese Art echt gut. Fazit: Ein spannender Thriller, der uns nach Barcelona entführt. Nicht nur für Fans von Thrillern, aber auch nich nur für Fans von historischen Büchern etwas, sondern eine gute Mischung aus beidem. Meiner Meinung nach nicht zu spannend, an manchen Stellen jedoch ein wenig eklig. Wer allerdings mit Anatomie und Ratten gut zurecht kommt sollte sich das Buch auf den SUB legen.

Lesen Sie weiter

Eine tolle Idee

Von: Justine

11.07.2017

Ich liebe Geschichte, ich liebe Thriller - ergo: Ich musste dieses Buch lesen. Der Vergleich mit Dan Brown hat mich natürlich ebenfalls etwas angefixt, immerhin ist dieser einer der besten Autoren die ich kenne. Mit viel Freude nahm ich mir also dieses kleine Büchlein vor, und verschlang es.

Lesen Sie weiter

1888 in Barcelona, kurz vor der Eröffnung der Weltausstellung, hat es ein Serienkiller auf junge Frauen abgesehen. Ihre Leichen werden grausam verstümmelt gefunden. Zur gleichen Zeit macht sich Professor Daniel Amat auf den Weg in seine Heimatstadt Barcelona. Sein Vater, mit dem er seit sieben Jahren keinen Kontakt mehr hatte, ist verstorben. Auf dessen Beerdigung trifft er den Journalisten Bernat Fleixa. Fleixa ist davon überzeugt, dass Daniels Vater ermordet wurde. Klingt nach einer spannenden Geschichte, insbesondere, weil ein mysteriöses Tagebuch gefunden wird, welches den Verdacht von Fleixa erhärtet. Leider waren meine Erwartungen an die Geschichte etwas zu hoch. Über weite Strecken des Buches reiht sich ein Ereignis an das nächste, aber es kommt nicht das typische „Thriller-Feeling“ auf. Über weite Strecken ist es ein guter historischer Roman, bei dem Daniel und Fleixa versuchen, das Rätsel aus dem Tagebuch zu lösen und so herauszufinden, was mit Daniels Vater geschehen ist. Die Figuren bleiben allerdings weitestgehend oberflächlich, so dass es schwerfällt, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Positiv ist zu sagen, dass es am Ende der Geschichte doch noch spannend wird. Wäre diese Spannung bereits am Anfang oder im Mittelteil aufgetreten, hätte das den Gesamteindruck der Geschichte deutlich verbessert. Der Schluss, und somit die Auflösung, ist gelungen. Das Buch lässt sich gut lesen, wobei die Geschichte nicht unbedingt knappe 600 Seiten benötigt hätte. Vielleicht hätte hier eine Straffung der Erzählung für mehr Spannung gesorgt. Die Geschichte selbst ist gut gelungen, der Autor hat gut recherchiert und hat einen leicht verständlichen Schreibstil. Die Menschen und der Zeitgeist des 19. Jahrhunderts sind gut eingefangen. Zusammengefasst kann ich sagen, dass „Die Anatomie des Teufels“ eine gute Geshichte ist. Für Einsteiger in das Genre „historische Thriller“ dürfte es das richtige Buch sein. Wer nicht, wie ich, mit zu hohen Erwartungen an den Roman heran geht, kann durchaus Gefallen am Roman finden. Ich danke dem Bloggerportal und dem Blanvalet-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

Lesen Sie weiter

das Cover hat mir sehr gut gefallen, und auch der Klappentext war sehr vielversprechend. Gleich vorweg, leider hat es mir nicht so gut gefallen wie anfangs gehofft. Die Geschichte selbst spielt in Barcelona im Mittelalter. Die Rundumgeschichte, sprich, die damaligen Einstellungen gegenüber Ärzten, Frauen und anderen Gesellschaftschichten wird sehr gut beschrieben. Der Kern der Geschichte bezieht sich auf die Ärzte und deren Experimente und Studien. Ich habe sehr lange gebraucht, bis ich endlich in das Buch reingekommen bin, erst ab ca. der Mitte ging es dann flüssig für mich dahin und das Ende war einfach da, ohne großen Spannungsaufbau. Für mich ist das Buch eher enttäuschend und deshalb bekommt es auch nur 2 Sterne für mich. Den Genre Thriller hat es in meinen Augen auf jedenfall nicht verdient, auch einem Krimi würde ich ihm nicht zugestehen, es wäre für mich eher ein Roman.

Lesen Sie weiter

Schon der Einleitung des Klappentextes merkt man es an: Die Werbung nimmt den Mund ziemlich voll. Ich habe zwar noch nichts von Carlos Ruiz Zafón gelesen, Dan Brown ist mir allerdings ein Begriff. Und zumindest bis zum „Verlorenen Symbol“ habe ich seine Veröffentlichungen verschlungen. Die Messlatte wird also schon einmal sehr hoch gelegt, aber die Story selbst verspricht tatsächlich, dass es interessant werden könnte. Zu Beginn wird der Leser dann jedoch erst einmal mit einer gehörigen Portion Verwirrung bedacht. „Die Anatomie des Teufels“ haut eine Menge verschiedene Figuren heraus, die auf den ersten Blick nicht übermäßig viel miteinander zu tun haben und bei denen auch zunächst nicht unbedingt klar ist, inwieweit sie mit der Geschichte zu tun haben. Das wirkt anfangs doch etwas unübersichtlich und macht es recht schwer, sich gut in den Roman einzufinden. Nach und nach werden die Fäden jedoch miteinander versponnen, sodass nach etwa einem Viertel ein recht gutes Gesamtbild entsteht, dem man auch ohne Schwierigkeiten folgen kann. Glücklicherweise überrollt Llobregat in seinem Erstling die Leser nicht noch zusätzlich mit einem übermäßig hohen Tempo. Action wird eher sparsam eingesetzt, der Autor konzentriert sich auf die Konstruktion eines ansprechenden Spannungsbogen, der vor allem im späteren Verlauf des Buchs durch immer wieder eingewobene Cliffhanger an den Kapitelenden getragen wird. Richtig Fahrt nimmt „Die Anatomie des Teufels“ dann zum Mittelteil hin auf. Hier kommt es dann auch immer wieder zu unvorhersehbaren und stimmig eingebauten Wendungen in der Geschichte. Bis dahin lebt das Buch in erster Linie von der durch Llobregat sehr schön eingefangenen und transportierten Atmosphäre des Barcelona im späten 19. Jahrhundert. Das Ende konnte mich allerdings nicht überzeugen. Der finale Twist ist nicht so überraschend, wie er wohl sein sollte. Auch wenn mir nicht klar war, was passieren würde, so war es doch logisch, dass das vorgebliche Ende noch nicht alles sein würde. Was allerdings noch folgte wirkte auf mich sehr aufgesetzt und gezwungen. Da habe ich mir fast schon gewünscht, dass man es doch beim offensichtlichen Ende belassen hätte. Wie eingangs bereits erwähnt war der Roman vor allem zu Beginn durch einen Figurenoverflow geprägt. So viele Namen, und nicht alle von ihnen waren dauerhaft in der Geschichte präsent. Daraus resultierte, dass ich immer wieder einmal überlegen musste, wer nun Figur XYZ gewesen ist. Das ist schon ärgerlich, besonders da „Die Anatomie des Teufels“ mit einem tollen Hauptfiguren-Trio daher kommt, welches – zumindest aus charakterlicher Sicht – kaum unterschiedlicher sein könnte. Da wäre an erster Stelle natürlich Amat selbst. Schon zu Beginn zerrissen in seinen Gedanken und seiner Motivation steigert sich das mit Voranschreiten der Story zunehmend. Allerdings in einem Maß, welches durchaus glaubwürdig ist. Auch Sidekick Fleixa ist deutlich vielschichtiger, als es zu Beginn den Eindruck macht. Dann wäre da noch Pau, der … nein, das solltet ihr wirklich selbst lesen, denn besonders dieser Teil der Story ist sehr gelungen. Dass „Die Anatomie des Teufels“ der erste Roman Llobregats ist, merkt man seiner Schreibe nicht an. Die sehr plastischen und greifbaren Beschreibungen von Örtlichkeiten und vor allem Personen sorgten dafür, dass das Kopfkino bei mir meistens auf Hochtouren lief. Sie sind ein wesentliches Qualitätsmerkmal und wussten die Geschichte an den Punkten, an denen der Spannungsbogen doch einmal etwas einknickte, ohne Schwierigkeiten zu tragen. Gekonnt! Stephanie Karg scheint bei ihrer Übersetzung also ganze Arbeit geleistet zu haben. Fazit: „Die Anatomie des Teufels“ ist ein starker Roman, der gekonnt Thriller mit historischem Roman verbindet. Ganz deutlich muss man sagen, dass Jordi Llobregats größte Stärke in der Ausgestaltung und Beschreibung seiner Charaktere und Örtlichkeiten liegt, auch wenn sich die Spannungskurve zumeist auf einem zumindest guten Niveau bewegt. Am finalen Twist arbeiten wir allerdings noch etwas, damit er beim nächsten Mal nicht so aufgesetzt wirkt, gell? Denn das war tatsächlich ziemlich ärgerlich. Wem allerdings Ulf Torrecks „Fest der Finsternis“ gefallen hat, der dürfte auch hier seinen Spaß haben.

Lesen Sie weiter

Grandios!

Von: Carlos1910 aus Hamburg

13.06.2017

Ich habe selten solch einen spannenden Thriller gelesen. Der einzige Kritikpunkt bezieht sich auf das schlampige Lektorat: Ist wirklich niemandem aufgefallen, dass der ermittelnde Polizist manchmal Sanchez und an anderer Stelle dann Sanchis heisst? So etwas sollte eigentlich nicht passieren.

Lesen Sie weiter