Leserstimmen zu
In Liebe, Layla

Annie Barrows

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In der Wirtschaftskrise 1938 ist Senator Beck alles andere als einverstanden mit dem Verhalten seiner Tochter. Das verwöhnte Gör hat sich erdreistet, den Antrag eines reichen Langweilers abzulehnen. Nun soll sie das wahre Leben der arbeitenden Menschen kennenlernen. Gegen eine staatliche Unterstützung muss Layla für die kleine Stadt Macedonia in West Virginia zu deren 150jährigen Jubiläum eine Geschichte der Stadt verfassen. Sie wird also in dieses abgelegene Nest verfrachtet, muss dort in ein möbliertes Zimmer bei der Familie Romeyn einziehen und wundert sich, dass diese verschrobene aber sehr sympathische Familie nicht zu den ersten der Stadt zählt. In ihrem zweiten Roman nach „Deine Juliet“ bleibt die Autorin dem Briefe schreiben treu, wenn auch in abgeschwächter Form. Diesmal entführt sie in ein kleines amerikanisches Städtchen, in der es mehr zu beschreiben gibt als nur die Geschichte der Stadt. Eine Geschichte, die im Gedächtnis der Stadt schöner ist als in der Wirklichkeit, die sich Layla darstellt. Viel interessanter ist für die junge Frau allerdings die Familie, bei der sie einziehen durfte. Jottie scheint die Mutter der Nation zu sein, obwohl sie erst Mitte dreißig ist. Sie kümmert sich liebevoll um Bird und Willa, die Töchter ihres geschiedenen Bruders. Damit nicht genug, sie kümmert sich um alle, die ihr vor die Füße kommen. Dabei merkt sei allerdings schon so langsam, dass sie selbst zu kurz kommt. Wieder ist es der Autorin gelungen, eine herzerwärmende Story zu erzählen. Layla, die man durchaus als verwöhntes reiches Blag bezeichnen kann, lernt einiges fürs Leben. Willa, der man wünscht, sie möge ihren Weg machen, überschreitet die Schwelle zum Erwachsen werden, was sich als durchaus schwierig und schmerzvoll erweist. Und auch Jottie muss sich einigen Wahrheiten stellen, die ihr Leben stark verändern. Sympathische und weniger sympathische Menschen geben sich die Klinke in die Hand. Kunstvoll dargelegt sind die Wege des Schicksals, die Familiengeheimnisse, die Stadtgeschichte. Mit leichter Hand wird von dramatischen aber auch humorigen Ereignissen berichtet. Vielleicht erreicht dieser Band nicht ganz die Klasse des ersten Buches, aber dennoch bietet er sowohl einen wunderbaren Einblick in das Kleinstadtleben und einen Blick hinter die Kulissen des Familienlebens des Romeyns.

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Zuerst wurde ich beim Bloggerportal auf dieses wunderschöne Cover aufmerksam und als ich dann mir dann den Inhalt durchgelesen habe, war ich wirklich sehr gespannt auf das Buch und wollte es unbedingt lesen. Das Buch ist aus mehreren Sichten geschrieben, aber die Sicht der Hauptprotagonistin Willa, die Tochter der Romeyns wird am häufigsten benutzt. Ab und zu sind in dem Buch auch Briefe zu finden, die Layla Beck an ihre Verwandten oder Vorgesetzten schreibt und die einen so ein bisschen mehr aus Laylas "früheren Leben" und die Beziehung zu ihrer Familie in Washington zeigen. Die ersten 100 Seiten war ich ehrlich gesagt sehr verwirrt wegen der vielen Perspektivenwechsel, den vielen Namen und auch ein bisschen wegen dem leicht ungewöhnlichen Schreibstil der Autorin. Doch mit der Zeit bin ich schnell in die Geschichte rein gekommen, hab mich an den Schreibstil gewöhnt und konnte mir auch die Namen merken xD Die Charaktere sind alle sehr vielschichtig und jeder spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, für das große Ganze. So kommt es natürlich, dass man sich mit manchen Charakteren beziehungsweise deren Entscheidungen besser identifizieren kann, als mit anderen, was aber auch völlig normal und in Ordnung ist. Da das Buch relativ lang ist, zieht die Handlung sich an manchen Stellen leider echt stark und wird auch zwischendurch ein bisschen langweilig. Trotzdem fand ich die Handlung irgendwie interessant und besonders gefällt mir, dass das Buch mal etwas ganz anderes ist, als die Bücher, die ich sonst lese. Fazit: Insgesamt hat mir dieses Buch wirklich unglaublich gut gefallen, obwohl es manchmal ein paar Längen hatte. Die Charaktere sind echt gut ausgearbeitet und die Handlung ist abwechslungsreich gestaltet. Der Schreibstil der Autorin ist zwar etwas anders, aber trotzdem gut. Zudem muss ich das Cover wirklich loben! Es ist so schön schlicht, die Farben sind gut gewählt und aus irgendeinem Grund passt es auch zur Geschichte. Der Titel gefällt mir auch wirklich gut, aber man hätte ich, finde ich noch einen besseren finden können. Letztendlich gebe ich dem Buch 4,5/5 Sternen.

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Macedonia, eine Kleinstadt in West Virginia, feiert im Jahr 1938 ihr hundertfünfzigstes Jubiläum. Für den Bürgermeister Grund genug, dieses mit einem eigenen Geschichtsbuch zu würdigen. Layla Beck, Tochter des Senators Grayson Beck in Washington, lehnt den Heiratsantrag von Nelson, dessen Familie extrem reich, in ihren Augen aber einfach nur langweilig ist. Layla begeht gegenüber ihrem Vater den Fehler, die Aussage zu tätigen, sie könne keinen Mann respektieren, der nicht arbeitet. Daraufhin wird sie "enterbt" und ist auf Staatliche Fürsorge angewiesen. Durch ihren Onkel erhält sie den Job in Macedonia als Stadtschreiberin zu arbeiten. Diese Art von Projekten wurden vom Staat gefördert. Bei der Familie Romeyn wird sie für den Zeitraum von einigen Monaten zur Untermiete wohnen. Diese kann das Geld gut gebrauchen. Wer "Deine Juliet" gelesen hat, merkt gleich zu Beginn an, dass auch in ihrem neuesten Buch die Autorin teilweise wieder in Briefform schreibt. Aber nicht so wie bekannt. So sehr Layla sich anfangs gegen den Aufenthalt und ihre Aufgabe dort sträubt, doch mit der Zeit ändert sich das. Auch die sonst so zurückhaltenden Bewohner öffnen sich. Denn dort gibt es einiges an Überraschungen. Die Geschichte wird von drei Personen erzählt. Die Familie Romeyn setzt sich aus mehreren Personen zusammen. Da ist Jotti, die Tante der elfjährigen Willa und der neunjährigen Bird, Felix, deren Vater und Bruder von Jotti, ist viel beruflich unterwegs. Deswegen wachsen die Mädels bei der Tante auf. Und dann sind da noch zwei Tanten. Willa und Layla, obwohl beide Jahre trennen, in der Geschichte wird deutlich, wie sie erwachsen werden und mehr denn je Distanz zu ihrem Vater schaffen. Zeitweise fand ich allerdings die Sprache von Willa nicht dem Alter entsprechend. Aufgelockert wird die Handlung immer wieder durch Briefe und das war auch gut so. Zeitweise zogen sich die Absätze dermaßen in die Länge, sehr zähflüssig. Umso interessanter wird es dann, als die Familiengeschichte der Romeyn mehr denn je ins Zentrum des Geschehen gerät. Allerdings brauchte es echt Zeit, um in die Handlung hineinzufinden. Mit dem Cover als auch der Aufmachung des Buches hat sich der Verlag wirklich etwas besonderes einfallen lassen. Es ist wie eine Art Geschenkkarton aufgemacht. Ansprechend die Blüten und optimal die Platzierung des Titels. Der Poststempel könnte schon als kleiner Hinweis auf die Briefe im Roman deuten. Wer sich für diese Art von Familiengeschichten interessiert, den erwartet ein eher ruhiges Buch ohne großartige Spannung. Auch wenn die Geschichte von Macedonia frei erfunden ist, könnte es so geschehen sein. Ich gebe meine Leseempfehllung. Von der Idee her fand ich es interessant, auch wenn es ein paar kleine Kritikpunkte gibt. Leider muss ich aber sagen, dass mir "Deine Juliet" besser gefallen hat. Dieser Roman war etwas zu langatmig, weniger Seiten wären besser gewesen. Doch ab der zweiten Hälfte wird es besser. Es ist halt ein anderes Buch ☺

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Ein Städtchen mit dunklen Geheimnissen

Von: Becky Bloomwood aus Berlin

26.04.2016

Das wunderschon gestaltete Cover von Annie Barrows Roman hat mich sofort begeistert und der Clou ist natürlich, dass man den Buchumschlag umklappen kann und so aus Buch ein Geschenk machen kann. Neben dieser hübschen Besonderheit hat auch der Klappentext seinen Teil dazu beigetragen, dass ich neugierig auf In Liebe, Layla wurde. In dem Roman wird Senatorentochter Layla von ihrem Vater ins kleine Städtchen Macedonia geschickt, um die Geschichte des Örtchens aufzuschreiben. Das Ganze ist als Strafe ihres Vaters gedacht, da Layla sich weigert, einen von ihren Eltern ausgesuchten Mann zu heiraten. Obwohl Layla alles andere als begeistert ist, nimmt sie ihre Aufgabe schnell ernst - auch weil hinter den Bewohnern und der Geschichte der Stadt viel mehr liegt, als sie zunächst vermutet. Und Layla ist auch für mich eine Überraschung, da ich mir vorschnell ein ganz anderes Bild über sie gemacht habe. Durch die immer wieder eingeschobenen Briefe bin ich schnell in das Buch reingekommen. Briefromane sind eh mein Ding. An Annie Barrows Stil gefällt mir besonders, dass die Erzählsicht immer wieder wechselt, manchmal auch mitten im Kapitel. Die Geschichte fließt stetig, aber nicht immer schnell - passend zur Sommerhitze im Roman ist die Handlung teilweise etwas schwerfällig, weshalb ich in der Mitte des Buches etwas zu kämpfen hatte. Doch je mehr dunkle Geheimnisse ans Licht kommen, je mehr Lügen aufgedeckt werden, desto mehr habe ich auch mit den Figuren mitgefiebert. Am Ende war es mir eine Freude, mit den wunderbaren Romeyns und Layla durch den heißen Sommer zu gehen.

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Eine Hommage an die Liebe

Von: A.Breer aus Hain

19.04.2016

Am Anfang hielt ich diesen Roman für einen schönen und stimmigen, im Amerika der 30er Jahre angesiedelten Familienroman. Nachdem ich die Lektüre beendet habe, bin ich jedoch der Meinung, dass dieser Roman hauptsächlich eine Hommage an die Lieber in jeder erdenklichen Form ist:  die bedingungslose Liebe einer Tochter zu ihrem Vater,  die schmerzvolle, unvergessene Liebe einer Frau zu ihrem verstorbenen Geliebten,  die fordernde, einengende Liebe eines Bruders zu seiner kleinen Schwester,  die verpflichtende Liebe der Schwester zu ihrem Bruder,  die mütterliche Liebe der Tante zu ihren Nichten,  die unerfüllte Liebe einer jungen Frau zu einem reifen Mann,  die innige, verbundene Liebe zwischen Zwillingen,  die leise, langsam wachsende Liebe zwischen zwei jungen Menschen. Bereits das Cover des Buches fasziniert auf leise Art. Das Buch ist ein Geschenk, nicht nur im übertragenen, sondern im wörtlichen Sinne. Mit ein paar Handgriffen ist aus dem Umschlag eine wunderhübsche Verpackung geworden und Platz für eine Widmung ist auch gleich geschaffen. Der Schreibstil aus verschiedenen Sichtweisen trennt sich hauptsächlich in zwei stilistische Formen. Einmal erleben wir die Geschichte aus der Sicht der 12jährigen Willa, die gerade im Begriff ist die Kindheit zu verlassen und die Welt der Erwachsenen zu entdecken, mit ungeahnten Folgen für die ganze Familie. Zum anderen wird die Geschichte in weiten Teilen als Briefkorrespondenz von Layla erzählt. Beide Erzählweisen haben trotz ihrer Gegensätzlichkeit, ihren eigenen Charme, die direkte und unverfälschte eines Kindes ebenso wie die voyeuristische eines Briefromans. Dieser Roman entführt in eine andere Welt, er fesselt auf leise Art. Er „entschleunigt“ Das ist kein Buch, das man einfach mal so weg liest. Man muss sich darauf einlassen, in die Welt eintauchen und den leisen Tönen lauschen. Dann hat man das Gefühl, abends mit Jottie auf der Veranda sitzen zu wollen und Eistee schlürfend den Tag Revue passieren lassen.

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